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Diese Erfindung betrifft ein von Hand einstellbares Rad von
der Art, die häufig bei landwirtschaftlichen Traktoren
verwendet wird.
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Es ist bekannt, landwirtschaftliche Traktoren mit von Hand
einstellbaren Rädern zu versehen, wodurch die Spur, d.h. der
Abstand zwischen einem Paar von koaxialen Rädern des
Traktors, eingestellt werden kann, um seinen Einsatz in
unterschiedlichen landwirtschaftlichen Situationen anzupassen, in
denen zum Beispiel unterschiedliche Breiten von Reihen von
Feldfrüchten vom Traktor überbrückt werden müssen. Solche
bekannten, von Hand einstellbaren Räder umfassen üblicherweise
eine Felge, die lösbar mit einer Scheibe verbunden ist, die
selbst in herkömmlicher Art und Weise lösbar mit einem
Drehteil, wie etwa einer Antriebswelle, verbunden ist. Die Mittel
zur lösbaren Befestigung der Felge an der Scheibe umfassen
üblicherweise mehrere Ansätze, die am Umfang um die radial
innere Oberfläche der Felge herum mit Abstand angeordnet sind.
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Die britische Patentschrift GB-A-2 058 686 offenbart
unterschiedliche Ausführungsformen von von Hand einstellbaren
Rädem für landwirtschaftliche Traktoren, bei denen die
Radscheibe von einem quadratischen Rohling zu einer im
allgemeinen achteckigen Form ausgeformt ist, die vier längere Seiten
aufweist, die sich um den Umfang der Scheibe herum mit vier
kürzeren Seiten abwechseln. Jede der kürzeren Seiten der
Scheibe ist durch ein Paar von am Umfang mit Abstand
angeordneten Ansätzen an der Radfelge befestigt, wobei die Ansätze
selbst an die radial innere Oberfläche der Felge angeschweißt
sind. In einer der in dieser Patentschrift offenbarten
Ausführungsformen besitzen die Ansätze alle im allgemeinen einen
Hutguerschnitt, der eine schraubenaufnehmende Rinne
bereitstellt, die sich axial der Felge erstreckt, mit sich um den
Umfang erstreckenden Füßen jeden Ansatzes, die an der radial
inneren Oberfläche der Felge angeschweißt sind. Eine weitere
Ausführungsform, die in dieser Patentschrift offenbart ist,
offenbart, daß wieder alle Ansätze im allgemeinen einen
Hutquerschnitt aufweisen, aber so an die radial innere
Oberfläche der Felge angeschweißt sind, daß die Rinne jeden Ansatzes
sich im rechten Winkel zur Drehachse des Rades erstreckt. Die
Scheibe ist an jedem Ansatz mittels einer Schraube befestigt,
die sich durch die gegenüberliegenden Seitenwände des
Ansatzes hindurch erstreckt. Obgleich in GB-A-2 058 686 nicht
spezifisch offenbart, ist es bekannt, die Ansätze dadurch zu
verstärken, daß eine Strebe, wie etwa in der Form eines Rohres,
vorgesehen ist, die sich zwischen den gegenüberliegenden
Innenflächen der Seitenwände jeden Ansatzes ersteckt, wodurch,
wenn die Schraube angezogen wird, um die Scheibe an der Felge
zu befestigen, die Streben unter Druck gesetzt werden.
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Es ist auch bekannt, ein von Hand einstellbares Traktorrad
bereitzustellen bei dem bei einer Scheibe derselben allgemeinen
Konfiguration, die oben beschrieben ist, jede ihrer kürzeren
Seiten an der Felge mittels eines einziges Ansatzes befestigt
ist, der zwei Schraubverbindungen dort hindurch zu einer
besagten kürzeren Seite der Scheibe bereitstellt. Bei dieser
Konstruktion besitzt jeder der Ansätze im allgemeinen einen
Hutquerschnitt, der einen Rinnenabschnitt bereitstellt, der
sich im allgemeinen rechtwinklig zur Drehachse des Rades
erstreckt. Jeder der Ansätze hat sich axial nach außen
erstrekkende Füße, wodurch die axial äußeren Kanten solcher Füße an
der Radfelge durch Kehlnahtschweißung an die radial innere
Oberfläche derselben befestigbar sind. Bei dieser Konstruktion
ist jeder Ansatz gegen axiale Druckkräfte verstärkt, indem die
Radf elge mit einem speziellen Paßprofil versehen ist, das
einen zylindrischen Abschnitt umfaßt, der radial nach innen vom
Felgenbett versetzt ist. Besagter radial nach innen versetzter
Abschnitt ist mit einer axialen Erstreckung so ausgebildet,
daß ermöglicht wird, daß er in die axialen Grenzen jedes
Ansatzes gut hineinpaßt. So widerstehen besagte radial nach
innen versetzten Teile der Radfelge, die als eine Strebe wirken,
axialen Druckkräften, die auf den Ansatz ausgeübt werden, wenn
die Scheibe daran durch Anschrauben befestigt wird.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine neuartige
und verbesserte Konstruktion eines von Hand einstellbaren
Rades, wie etwa für einen landwirtschaftlichen Traktor,
bereitzustellen.
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Gemäß der Erfindung wird ein von Hand einstellbares Rad für
ein Fahrzeug, z.B. einen landwirtschaftlichen Traktor,
bereitgestellt, das eine Felge zur Aufnahme eines Reifens, wobei die
Felge wenigstens einen zylindrischen Abschnitt aufweist;
mehrere rinnenförmige Ansätze, die um die radial innere
Oberfläche eines besagten zylindrischen Abschnittes der Felge herum
mit Abstand voneinander angeordnet sind, wobei die Rinne in
jedem Ansatz sich senkrecht zur Drehachse des Rades erstreckt
und ein Paar von in Umfangsrichtung mit Abstand voneinander
angeordneten Schrauben aufnimmt, die sich quer über besagte
Rinne und durch die Wände derselben erstrecken, wobei jeder
Ansatz Flansche aufweist, die sich in Umfangsrichtung der
Radf elge erstrecken und an besagter radial inneren
Oberfläche eines besagten zylindrischen Abschnittes der Felge durch
Schweißen befestigt sind; und eine Radscheibe zur Verbindung
mit einer Nabe des Fahrzeuges umfaßt, wobei die Scheibe im
wesentlichen die Form eines Quadrates aufweist, von dem die
Ekken entfernt sind, um eine unregelmäßige im allgemeinen
achteckige Form mit vier längeren Seiten und vier kürzeren Seiten,
die um den Umfang des Achtecks herum alternierend angeordnet
sind, bereitzustellen, wobei jede kürzere Seite an einem
besagten Ansatz anliegt, wobei die Scheibe und die Ansätze so
angeordnet sind, daß die Scheibe an den Ansätzen durch besagte
Schrauben in einer von zwei Stellungen selektiv befestigt
werden kann, wobei die Schrauben nur entlang der kürzeren Seiten
der Scheibe angeordnet sind, und an jeder von besagten
kürzeren Seiten besagtes Paar Schrauben umfassend, die jede durch
die Scheibe und durch einen besagten Ansatz, der an besagter
kürzeren Seite anliegt, hindurchgehen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wände jeden besagten Ansatzes mit axial sich nach
außen erstreckenden Vorsprüngen versehen sind, wodurch, wenn ein
besagter Ansatz an einer besagten kürzeren Seite der Scheibe
anliegt, die besagten Vorsprünge in Kontakt mit besagter
Scheibe stehen und ein Zwischenraum zwischen der Scheibe und
dem Rest der Wand des Ansatzes definiert ist.
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Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der folgenden
Beschreibung deutlich werden, die hierin ausschließlich
beispielhaft angegeben ist, unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen, in denen:
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Figur 1 eine Seitendraufsicht einer im allgemeinen achteckigen
Radscheibe ist, die einen Teil des Rades der Erfindung bildet;
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Figur 2 eine Seitendraufsicht einer der Ansätze zum
Anschweißen an die Radfelge ist;
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Figur 3 eine Draufsicht des in Figur 2 dargestellten Ansatzes
ist;
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Figur 4 ein radialer Querschnitt durch ein Rad gemäß der
Erfindung ist, der einen Teil der Radscheibe zeigt, die durch
Anschrauben an einem Ansatz befestigt ist, wobei der Ansatz an
die radial innere Oberfläche eines Felgenbettes angeschweißt
ist; und
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Figur 5 ein detaillierter Querschnitt einer der Ansätze ist.
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Wie in den Zeichnungen veranschaulicht, umfaßt ein Rad gemäß
der Erfindung eine Radf elge 10 mit vier in Umfangsrichtung mit
Abstand voneinander angeordneten Ansätzen 12, die an der
radial inneren Oberfläche derselben befestigt sind, wobei jeder
der Ansätze mittels zweier Schrauben, die sich axial durch
jeden Ansatz hindurch erstrecken, an einer Radscheibe 14
befestigt ist.
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Die Radfelge 10 kann eine im allgemeinen herkömmliche
Konstruktion aufweisen, die entweder eine Konfiguration mit
einem einzigen Bett oder, wie dargestellt, eine Konfiguration
mit Doppelbett umfaßt, in der zwei zylindrische Abschnitte
16 und 18 der Radfelge radial versetzt voneinander
vorgesehen sind.
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Die Scheibe 14 weist einen zentralen planaren Abschnitt oder
eine Nabe 20 auf, der (die) in bekannter Weise durch
Anschrauben an eine Antriebswelle eines Traktors befestigbar ist.
Radial nach außen von der Nabe 20 ist ein weiterer planarer
Abschnitt 22 senkrecht zur Drehachse des Rades, aber axial davon
versetzt vorgesehen. Radial nach außen von diesem Abschnitt 22
gibt es einen konischen Abschnitt 24 und radial nach außen
davon gibt es einen Felgenabschnitt 26 senkrecht zur Drehachse
des Rades. Jeder derartige Felgenabschnitt stellt eine kürzere
Seite der im allgemeinen achteckigen Scheibe 14 bereit.
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Jeder der Ansätze 12 besitzt einen im allgemeinen
rinnenförmigen Hutquerschnitt, mit im allgemeinen parallel
gegenüberliegenden ebenen Seitenwänden 28, die sich in Umfangsrichtung der
Felge erstrecken und axial nach außen gerichtete Füße 30
aufweisen, die an einem der zylindrischen Bettabschnitte 16 oder
18 der Felge befestigbar sind. Wie dargestellt ist jede der
gegenüberliegenden Seitenwände 28 jeden Ansatzes mit einem
axial nach außen versetzten Vorsprungsabschnitt 32 versehen. Im
Inneren jeden Ansatzes ist eine Strebe vorgesehen,
typischerweise in der Form eines Rohres 34, das in dem Ansatz während
der Herstellung desselben mittels gegenüberliegender
Ausnehmungen anordbar ist, die durch die axial nach außen versetzten
Vorsprungabschnitte 32 bereitgestellt werden.
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Jeder Ansatz 12 ist an einem besagten Bettabschnitt 16 der
Radfelge, wie dargestellt, durch sich in Umfangsrichtung
erstreckende Kehlnahtschweißung 34 entlang der axial äußeren
Kanten der Ansatzfüße 30 befestigt. Falls gewünscht, kann die
Kehlnahtschweißung auch so vorgesehen werden, daß sie sich
axial um die Ecke jedes Endes jeden Ansatzfußes 30 herum
erstreckt.
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Jede kürzere Seite 26 der Radscheibe ist an einem
entsprechenden Ansatz mit Schrauben 36 befestigt, die auf ihren Schäften
quadratische Abschnitte aufweisen, um mit Löchern 38 mit
quadratischem Querschnitt in den Wänden 28 jeden Ansatzes in
Eingriff zu bekommen, wobei jede Schraube einen Gewindeabschnitt
aufweist, um eine Mutter 40 und eine Unterlegscheibe 42
aufzunehmen. In im allgemeinen bekannter Art und Weise wird eine
Variation in der Spur eines Fahrzeuges mit Rädern, die gemäß
der Erfindung konstruiert sind, dadurch erreicht, daß entweder
die Scheibe umgedreht wird und/oder die Scheibe so angeordnet
wird, daß sie an der einen Seite oder der anderen der Ansätze
befestigt wird. Wenn die Scheibe an den Ansätzen durch die
Schrauben befestigt ist, liegt der ebene Felgenabschnitt der
Scheibe, der eine kurze Seite 26 derselben umfaßt, eng gegen
die sich axial erstreckenden Vorsprünge 32 auf der
entsprechenden Seitenwand 28 jeden Ansatzes an, wodurch ein kleiner
axialer Spielraum zwischen dem Rest der Seitenwand und der
angrenzenden Oberfläche des Scheibenfelgenabschnittes 26
erreicht wird. Dieser axiale Spielraum ermöglicht den Eintritt
von Farbe während des Lackiervorganges, wodurch die
zusammengebaute Einheit aus Scheibe und Felge als eine Einheit
angestrichen werden kann, statt sie getrennt zu lackieren und sie
dann, nachdem sie lackiert worden ist, zusammenzubauen.
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Die Ansätze eines Rades, das gemäß der Erfindung konstruiert
ist, sind, zusammen mit ihren innenliegenden Streben 34,
ausreichend stark, um die Druckkräfte aufzunehmen, die darauf
ausgeübt werden, wenn die Radscheibe an die Ansätze
angeschraubt wird. So besteht keine Notwendigkeit, einen
speziellen Felgenquerschnitt bereitzustellen, um den Ansatz zu
verstärken. Daher können die Ansätze während der Herstellung an
einem der zwei zylindrischen Felgenabschnitte 16 oder 18 einer
Doppelbettfelge an die Radfelge angeschweißt werden.
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Es ist auch festgestellt worden, daß die Befestigung der
Scheibe an jedem Ansatz mit zwei Schrauben, zusammen mit der
Tatsache, daß jeder Ansatz an der Felge in einer
Umfangsrichtung kehlnahtgeschweißt ist, die Probleme der Luftleckage
minimiert, die gelegentlich bei bekannten Rädern durch
Ermüdungsriß fortschreitend von den Schweißstellen auftreten. So
kann ein gemäß der Erfindung konstruiertes Rad mit sowohl
Schlauchreifen als auch schlauchlosen Reifen verwendet werden.