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Leuchte mit einer Abdeckwanne aus Kunststoffglas Es ist bekannt, bei
Leuchtenwannen -aus Kunststoffglas den einspringenden Rand nach außen zurückzubiegen,
um dadurch eine gute Aussteifung der Wanne zu erhalten (deutsches Gebrauchsmuster
1749 110). Der einspringende Teil des Wannenrandes bildet innen den
Wannenhalteteil, an dem die Verschlußelemente der Leuchte anliegen, der darüberliegende
zurückgebogene Teil des Wannenrandes bildet den Wannendichtungsteil, der an der
Gehäusedichtung anliegt. Eine bekannte Leuchte mit einer Leuchtenwanne dieser Art
(deutsche Auslegeschrift 1069 775) besitzt als Halteelement für die Wannen
symmetrisch zur Leuchtenmitteangeordnete, hebelartige Verschließbleche, die sich
durch Gelenke am Reflektor abstützen und vor dem Einsetzen der Wanne schräg nach
unten liegend von einer Feder zusammengehalten sind. Beim Eindrücken der Wanne werden
die Verschließbleche mitgenommen und springen ein eine V-förmige, nach oben gerichtete
Stellung, in der sie unter den Wannenhalteteil fassen. Eine derartige Leuchte ist
verhältnismäßig kompliziert und kann nur eine relativ geringe Breite haben. Weiter
sind an der Wanne außer dem Rand besondere Profilierungen zum Mitnehmen der Verschließbleche
erforderlich.
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Weiter ist eine Leuchte bekannt, bei der die Leuchtenwannen an ihrem
einspringenden und zurückgebogenen Rand durch langgestreckte, profilierte Federn
gehalten werden. Dabei liegen im Verschlußzustand schräge Halteflächen der Federn
am entsprechend schrägen, ausgebildeten Wannenhalteteil. In Fortsetzung der Haltefedern
sind Führungsfedern mit schrägen Auflaufflächen vorgesehen. Bei dieser Leuchte besteht
der Nachteil, daß beim Ansetzen des Wannenrandes an den Führungsfedern keine fixierte
Anschlagstellung vorgesehen ist. Es besteht somit die Gefahr, daß die Wanne falsch,
beispielsweise schräg, angesetzt wird. Beim Eindrücken der Wanne kann sich der Wannenrand
ausbeulen; dabei muß somit von außen gegengedrückt werden. Dies ist ein Nachteil,
weil sich eine derartige Leuchte für den sogenannten deckenbündigen Einbau nicht
eignet.
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Bekannt ist weiter eine Leuchte (deutsches Gebrauchsmuster
1725 913, F i g. 6), bei der der lediglich nach außen abgewinkelte Wannenrand
beim Ansetzen an Auflaufflächen der Haltefedern auflaufen kann, bis er durch Anschlagen
am Gehäuserand eine fixierte Ansatzstellung erreicht. Der Gehäuserand bildet dabei
eine nach innen vorspringende Nase, an welcher der Wannenrand beim Eindrücken verrastet.
Die Verrastung ist beim Abnehmen der Wanne nur durch seitlichen Druck aufzuheben.
Für den deckenbündigen Einbau ist diese Leuchte somit ebenfalls nicht geeignet.
Außerdem besteht hier der Nachteil, daß die Haltefedern den Wannenrand in Richtung
auf das Gehäuse, nicht in Richtung auf die Dichtung drücken. Der Gehäuserand wirkt
dadurch als hartes Widerlager. Dadurch wird die freie Wärmeausdehnung im Verschlußzustand
behindert.
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Die Erfindung besteht in einer Kombination, durch welche jeweils die
vorgenannten Nachteile vermieden werden.
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Bei dem Erfindungsgegenstand wird ausgegangen von einer Leuchte mit
einer Abdeckwanne aus Kunststoffglas mit einem einspringenden und zurückgebogenen
Wannenrand, der einen schrägen Wannenhalteteil und darüber einen zurückgebogenen
Wannendichtungsteil bildet. Hier sind profilierte Haltefedern, sogenannte Schenkelfedern,
vorgesehen, die im Verschlußzustand mit schrägen Halteflächen unter den Wannenhalteteil
fassen und den Wannendichtungsteil nach oben gegen eine Dichtung am Gehäuse drücken.
Außerdem besitzen die Haltefedern unterhalb ihrer Halteteile schräg nach hinten
gerichtete Auflaufflächen. Das Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß der
Gehäuserand, welcher in an sich bekannter Weise als Anschlag für den auflaufenden
Wannenrand bis in den Bereich der Auflaufflächen der Federn heruntergezogen ist,
als ein gerader Führungsteil ausgebildet ist, an welchem der Wannenrand, der vom
Wannenhalteteil im spitzen Winkel in den Wannendichtungsteil übergeht, beim Eindrücken
aus der Anschlagstellung und beim Abziehen ohne Ausbeulen oder Einbeulen geradegeführt
isf,
wobei im eingesetzten Zustand die Haltefedern den Wannenhalteteil etwa im Bereich
seiner oberen Hälfte erfassen. Die Vorteile dieser Anordnung sind im wesentlichen
folgende: Der Wannenrand ist ausgesteift. Er erhält beim Ansetzen eine selbsttätige
Führung in die Ansatzstellung, und die Ansatzstellung ist durch Anschlag fiert.
Der Wannenrand wird beim Eindrücken und beim Abziehen gerade, d. h. ohne Ausbeulen
oder Einbeulen geführt. Der eingesetzte Wannenrand wird durch die Haltefedern vorzugsweise
in Richtung auf die Dichtung gedrückt, so daß die Voraussetzungen für eine freie
Wärmeausdehnung im eingesetzten Zustand günstig sind. Bei Wahrung aller Vorteile
an sich bekannter Leuchtentypen kann somit eine Leuchte nach der vorliegenden Erfindung
auch für den deckenbündigen Einbau verwendet werden. Durch diese vorgenannten Maßnahmen
kann man eine relativ geringe Bauhöhe des Randes und der benötigten Verschlußteile
erreichen.
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Gemäß der weiteren Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, die Haltefedern
im Ruhezustand, d. h. bei nicht eingesetzter Wanne, an vorstehenden, die Dichtung
tragenden Winkeln abstützen zu lassen. Durch diese Ausbildung ist es möglich, den
Federn eine für ihre Haltefunktion ausreichende Vorspannung zu geben.
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Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher beschrieben.
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F i g. 1 zeigt die Ansatzstellung, F i g. 2 die Verschlußstellung.
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Mit 3 ist das Leuchtengehäuse bezeichnet, mit 5 die aus Kunststoffglas
bestehende Abdeckwanne. Die Wanne springt oben am Ende der Seitenwand ein Stück
horizontal ein, setzt sich dann in einen schrägen Wannenhalteteil2 fort und läuft
in den zurückgebogenen Wannendichtungsteill aus. Durch diese Profilierung erhält
die Wanne ringsherum eine gute Versteifung.
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Das Gehäuse ist mit den innen angebrachten Schenkelfedern 7 versehen.
Diese haben einen schrägen Halteteil 6, der dem Wannenhalteteil 2 entspricht; und
laufen nach unten in den schräg nach innen gerichteten Führungsteil 9 aus. Der Dichtungsstreifen
8 ist unten an einem Winkelstück befestigt, das innen an der Gehäusewand angebracht
ist.
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Wenn die Wanne noch nicht eingesetzt ist, haben die Feder n7 die in
F i g. 1 gezeigte Stellung. Dabei schlagen sie an dem Winkelstück an. Beim Heranführen
der Wanne fängt sich der Wannenrand an den Auflaufteilen 9 der Federn. Dadurch wird
die Wanne selbsttätig in die Ansatzstellung nach F i g. 1 geführt. Dabei werden
weder die Federn 7 noch die Wanne selbst verformt. Die Ansatzstellung ist dadurch
fixiert, daß der Wannendichtungsteil1 außen gegen den heruntergezogenen Gehäuserand
4 und innen gegen die Schenkelfedern anschlägt. Durch diese Anordnung ergibt
sich selbsttätig die für das Einsetzen richtige Ausgangsstellung.
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Aus der Stellung nach F i g. 1 heraus wird die Wanne von unten her
eingedrückt. Die Federn 7 weichen nach innen aus und erfassen nach dem Überlaufen
des Totpunktes den Wannenrand mit ihren schrägen Halteflächen 6, die den Wannenrand
an dem ebenfalls schrägen Wannenhalteteil 2 erfassen und den Wannendichtungsteil
1 nach oben ,gegen den Dichtungsstreifen 8 drücken. Während dieser Bewegung
ist der Wannenrand 1 nach außen am heruntergezogenen Gehäuseteil 4 abgestützt.
Der Wannenrand kann sich somit nicht ausbeulen. Die von den -Federn ausgehende Druckkraft
führt über den Wannenrand in die Dichtung. Dadurch wirkt als Widerlager gegen Federkraft
in erster Linie die Dichtung und weniger der Gehäuserand. Es bestehen also günstige
Voraussetzungen für eine freie Wärmeausdehnung der Wanne im Verschlußzustand.
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Das Abziehen der Wanne erfolgt durch Zug nach unten. Zu diesem Zweck
können beispielsweise an der unteren Fläche der Wanne Saugnäpfe angesetzt werden.
Durch den Wannenhalteteil2 werden die Federn zurückgedrückt, bis der Wannenrand
freigegeben ist. Dabei kann wiederum ' kein Ausbeulen erfolgen, weil der Wannenrand
sich nach außen gegen den heruntergezogenen Gehäuserand 4 abstützt.
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Die Figuren lassen erkennen, daß der Wazutenhalteteil 2 durch eine
spitze Abwinklung unmittelbar in den Wannendichtungsteil 1 übergeht. Durch diese
neue Raumform ergibt sich unter Beibehaltung der Versteifung eine besonders niedrige
Höhe des Randes. Die Haltefedern erfassen mit dem Federhalteteil 9 den schrägen
Halteteil 2 der Wanne lediglich im Bereich der oberen Hälfte. Auch diese Maßnahme
trägt dazu bei, die Bauhöhe der Verschlußteile der Leuchte so niedrig wie möglich
zu halten. In F i g. 1 ist erkennbar, daß sich bei nicht eingesetzter Wanne die
Haltefedern 7 am Winkelstück, das die Dichtung 8 trägt, abstützen; durch diese Maßnahme
ist dafür gesorgt, daß die Haltefedern stets die richtige Stellung haben, damit
der Rand der Wanne auflaufen, anschlagen und eingedrückt werden kann. Man kann dabei
den Federn die Vorspannung geben, wie für ihre Haltefunktion erforderlich ist.