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Innenverschlußvorrichtung für gas- und wasserdichte, zersetzenden
Dämpfen oder Gasen ausgesetzte Leuchten, insbesondere Langfeldleuchten Die Erfindung
bezieht sich auf eine Innenverschlußvorrichtung für gas- und wasserdichte, zersetzenden
Dämpfen oder Gasen ausgesetzte Leuchten, vornehmlich Langfeldleuchten, bei denen
für das Leuchtengehäuse und die durchsichtige Leuchtenabdeckung in bekannter Weise
säurefeste Stoffe, z. B. Polyestergießharz für das Gehäuse, verwendet werden. Bei
Benutzung von Scharnieren und von außen zu betätigenden Verriegelungsvorrichtungen
ist ein gas- oder dampfdichter Abschluß des Innern der Leuchte von der Außenluft
nicht gewährleistet. So ist ein Innenverschluß für Leuchten bekanntgeworden, bei
dem zweiarmige Stützhebel mit dem einen Arm den Rand der Abdeckwanne untergreifen,
während der andere Arm unter der Wirkung von Druckbügeln und Druckbolzen steht.
Die Anpreßkraft zur Erzielung des Dichtungsdruckes muß hierbei über einen äußeren
Kniehebelverschluß von den die Leuchte bedienenden Personen aufgebracht werden.
Weiter ist ein Innenverschluß für Leuchten bekannt, bei dem unter der Wirkung von
zweischenkligen Federn stehende Schienen den Rand der Abdeckwanne untergreifen und
diesen gegen das Leuchtengehäuse pressen. Hierbei steht der Rand der Abdeckwanne
beim Abnehmen dieser unter dauernder Federwirkung. Unigekehrt müssen beim Ansetzen
der Wannen die Schienen erst gegen die Federwirkung vom Gehäuse abgezogen werden.
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Um zwischen dem Leuchtengehäuse und der Leuchtenabdeckung eine gasdichte
Verbindung herzustellen, ist bei bekannten Leuchten der Abschluß bereits durch lediglich
im Innern der Leuchte angeordnete Vorrichtungen vorgenommen worden. Bei einer dieser
bekannten Innenverschlußvorrichtungen wird beim Aufbringen der Leuchtenabdeckung
der nach außen federnde Rand der Abdeckung gegen die Gummiabdichtung in einer nach
innen federnden Krempe des Leuchtengehäuses gepreßt und dieser Anpreßdruck durch
eine zusätzliche, federnde Spreizvorrichtung mit doppelarmigen Hebelgestängen Verstärkt.
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Bei der mit einer erfindungsgemäßen Innenverschlußvorrichtung ausgestatteten
Leuchte wird dagegen der Anpreßdruck auf die Abdichtung nicht seitlich auf den Gehäuserand,
sondern senkrecht auf den Gehäuserand und ausschließlich von den unter Federwirkung
stehenden Verschließblechen einer doppeltwirkenden Kippvorrichtung erzeugt.
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In bekannter Weise wird die dichte Verbindung zwischen Abdeckwanne
und Leuchtengehäuse durch Federdruck bewirkt, der mittels beiderseits in Längsrichtung
der Leuchte symmetrisch angeordneter, als Hebel ausgebildeter Verschließbleche,
deren Gelenke sich im Reflektor abstützen, auf den inneren Wulst der Abdeckwanne
übertragen wird. Nach der Erfindung wirkt dabei die Federkraft horizontal und quer
zur Längsachse der Leuchte von einer Seite zur anderen auf die als einarrnige Hebel
ausgebildeten Verschließbleche derart ein, daß diese, die sich symmetrisch am Mittelteil
des Reflektors abstützen, beim Schließvorgang V-förmig die Wanne nach oben pressen
und beim Öffnen nach Überwinden der größten Federkraft in ihrer horizontalen Stellung
A-förmig nach unten gegen einen Anschlag im Mittelteil des Reflektors klappen und
die Wanne mit Abstand vom Leuchtengehäuse festhalten.
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Dadurch wird bei dem Innenverschluß nach der Erfindung neben der einfacheren
Bauart und Handhabung des Verschlusses gegenüber der bekannten Anordnung der Vorteil
erzielt, daß die gegenseitige Lage von Gehäuse und Abdeckung unverrückbar festliegt
und der auf eine größere Länge angreifende Anpreßdruck des Verschließbleches senkrecht
auf den gekröpften Gehäuserand wirksamer ist.
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Die Verwendung von einfach wirkenden Kippvorrichtungen ist bei Leuchten
zur Befestigung eines beweglichen Unterteils auf einen festen Leuchtenteil bekannt;
ein gasdichter Abschluß ist durch diese bekannten Vorrichtungen jedoch nicht angestrebt
und nicht erzielt.
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Das Gelenk für die als Hebel ausgebildeten Verschließbleche wird nach
einem Merkmal der Erfindung vornehmlich durch zwei unter einem spitzen Winkel geneigte
Bleche oder durch ein im spitzen Winkel zusammengebogenes Blech gebildet, in deren
Schnittlinie oder Scheitellinie als Drehachse das Verschließblech schwenkbar ist.
Wird der spitze Winkel, in dessen Schnitt- oder Scheitellinie als Drehachse das
jeweilige
#7'erscliließblech schwenkbar ist, aus dein Innenreflektorblech
und einem darauf angebrachten Anschlagblech gebildet, dann ergibt sich ein besonders
einfacher Aufbau der Innenverschlußvorrichtung nach der Erfindung.
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In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
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Abb. 1 zeigt einen Querschnitt durch die Leuchte und Abb. 2
eine Draufsicht; in den Abb. 3 und 4 sind zwei verschiedene Ausführungsformen
eines Verschließbleches veranschaulicht; das Verschließblech nach der Abb.
3 wird bei der in den Abb. 1 und 2 dargestellten Vorrichtung verwendet.
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Mit einem Leuchtengehäuse 1, das ans säurefestem Material,
z. B. aus Polyestergießharz, besteht, und in dessen Innerem Vorschaltgerät 2 und
elektrische Zubehörteile untergebracht sind, ist ein Iiinenreflektor 3
verbunden.
In den abgekröpften Rand des Leuchtengebäuses 1 ist ein Abdichtungsmittel
4, vorzugsweise eine Gummidichtung, eingelegt oder eingeklebt, auf das ein Wulstrand
5 einer rillen- oder wannenförmigen Abdeckung 6 aus einem durchsichtigen
Kunststoff mit Hilfe einer doppeltwirkenden Kippvorrichtung gasdicht angepreßt wird.
In derLängsrichtung derLeuchte sind je nach der Länge der Leuchte eine oder
mehrere doppeltwirkende Kippvorrichtungen vorgesehen, jede Kippvorrichtung besteht
aus zwei gegenüberliegenden \'erschließblechen 8 und 8', von denen
jeweils eins auf einer der beiden Längsseiten der Leuchte angeordnet ist, sowie
bei Verwendung von Schließblechen nach Abb. 4 aus einer Schraubenfeder
9 oder bei Verwendung von Verschließblechen nach den Abb. 2 und
3 aus zwei Schraubenfedern9.DieSchraubenfedern9sindmit ihren beiden Endschlaufen
in Ösen 11 und 11' der beiden gegenüberliegenden Verschließbleche
8 und 8' befestigt und bewegen sich während des Kippvorganges in Aussparungen
12 der Verschließbleche.
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jedes der beiden Verschließbleche nach Abb. 3 ist mit der einen
Längskante 13 in einem zugehörigen rillenartigen Lager schwenkbar. Das rillenartige
Lager, in dem sich die durch die Federn 9 hineingedrückte Längskante
13 dreht, wird nach Abb. 1 durch die Schnittlinie des Innenreflektorbleches
3 mit einem ini spitzen Winkel zu diesem Blech geneigten Blechstreifen
7 oder 7' des Anschlagbleches 14 gebildet. Das Anschlagblech 14 mit
seinen abgebogenen Blechstreifen 7
und 7' ist auf dem mittleren Teil
des Innenreflektors 3
befestigt. Statt eines rillenartigen Lagers könnte auch
bei entsprechender Bauart der Leuchte als Drehachse ein schariiierartiges Gelenk
dienen, wenngleich die Einfachheit der Innenverschlußvorrichtung dadurch gemindert
würde.
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Die andere Längskante 15 preßt bei aufgesetzter Leuchtenabdeckung
6 den Wulstrand 5 auf die Abdichtung 4. Die Schraubenfeder
9 zieht beim Aufbringen der Leuchtenabdeckung 6 jeweils die Verschließbleche
8 und 8' aus einer durch die Anschläge 7 und 7' ausgezeichneten
Lage über die Kippstellung in die entgegengesetzte Lage, die durch Auftreffen der
Längskante 15 auf den Wulstrand 5 begrenzt ist; dabei wird allein
durch die Kraft der Feder 9 die Gehäuseabdeckung 6 gasdicht auf die
Abdichtung 4 gepreßt. Wie aus der Abb. 1 ersichtlich, bleibt, falls die Elastizität
der Abdichtung 4 nachläßt, durch die Kraft der gespannten Schraubenfeder
9 die Abdichtung unverändert erhalten.
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Um eine Verschiebung der Verschließfläche in der Längsrichtung der
rillenartigen Lager zu vermeiden, weisen die Verschließbleche 8 bzw.
8' abgebogene Laschen 18 und 18' auf, die sich an die Ouerkante
der Anschlagbleche 14 anlegen. Die Leuchtenabdeckung 6
für die Leuchtröhre
16 hat unterhalb des Wulstrandes 5
auf beiden Seiten einen Griffrand
17 oder 17', der sich über die ganze Länge oder über einen Teil der
Länge der Leuchtenabdeckung 6 erstreckt. Der Griffrand 17,
der als
Handhabe beim Aufbringen der Abdeckun 'g und gleichzeitig zum Versteifen
derselben dient, hat die Aufgabe, die Längskante 15 des Verschließbleches
8
bzw. 8' beim Aufbringen der Abdeckung auf das Leuchtengehäuse mitzunehmen.
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Der Vorgang beim Aufbringen der Leuchtenabdeckung 6 auf das
Leuchtengehäuse 1 spielt sich folgendermaßen ab: Vor dem Aufbringen der Leuchtenabdeckung
6 befinden sich die nach Abb. 3 ausgeführten Verschließbleche
8 und S' in der in Abb. 1 gestrichelten Lage. Durch die Kraft der
Schraubenfedern 9 schlagen sie an die Blechstreifen 7 und
7' des Anschlagbleches 14 an. Mit ihren Längskanten 13 werden die
Verschließbleche in der Scheitellinie des spitzen Winkels gehalten, der von dem
Blech des Innenreflektors 3 und dem Anschlagblech 14 gebildet ist. Die Leuchtenabdeckung
6 wird nun in die gestrichelte Lage der Abb. 1 gebracht und der obere,
innere Teil des Griff randes 17 bzw. 17'
gegen die Längskanten
15 der Verschließbleche gedrückt. Beim weiteren Durchdrücken gelangen die
Verschließbleche 8 und 8' in die Kippstellung, aus der sie bei der
Weiterbewegung der Abdeckung durch die Kraft der Feder 9 auf den Wulstrand
5 aufschnellen und ihn auf die Abdichtung 4 pressen.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Abb. 1
und 2 sind für
die Kippvorrichtung Verschließbleche 8
und 8' entsprechend der Abb.
3 verwendet worden, die im Zusammenwirken mit zwei Schraubenfedern
9 den Kippvorgang bewerkstelligen. Die Abb. 4 zeigt eines der Verschließbleche
einer Kippvorrichtung, für die nu - r eine Schraubenfeder 9 erforderlich
ist. je nach der Länge der Leuchte werden eine oder mehrere Kippvorrichtungen mit
Verschließblechen nach der Abb. 3
und 4 über die Länge der Leuchte verteilt.
Um eine gleichmäßige und zuverlässige Abdichtting und eine einfachere Bauart der
Leuchte zu erhalten, wird der Innenreflektor der Abb. 1 und 2 ersetzt durch
zwei über die ganze Länge der Leuchte gehende, gegenüberliegende Verschließbleche,
die mit in angemessenem Abstand angeordneten Anschlagblechen und Schraubenfedern
zusammenarbeiten. Die Verschließbleche haben dann zwei Funktionen. Sie dienen einerseits
als Innenreflektor und sind andererseits ein wesentlicher Bestandteil der Vorrichtung
zur gas- und wasserdichten Abdichtung der Leuchte.