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Kupplungsvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zum Kuppeln einer Hubeinrichtung mit einem als Last wirkenden bzw. abzusenkenden
Gegenstand, mit einer inneren und einer äußeren Hülse, die gegeneinander in Hubrichtung
verschiebbar und mit der Hubeinrichtung verbindbar sind, sowie mit in den Hülsen
vorgesehenen Hubgliedern, die in Öffnungen in einer der Hülsen über eine Nockenanordnung
radial verschiebbar sind. Insbesondere ist die Vorrichtung nach der Erfindung anwendbar
in Verbindung mit Kernreaktoren, bei denen durch entsprechende Verschlüsse Rohre
oder Kanäle verschlossen werden müssen, durch welche hindurch das Innere des Reaktors
zum Einsetzen oder Entfernen von Brennstoffelementen und zu anderen Zwecken zugänglich
ist.
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Es ist bereits eine Greifvorrichtung mit zwei übereinander angeordneten
und ineinander verschiebbaren Hülsen bekannt. In der einen Hülse sind Greifstücke,
insbesondere Kugeln, so angeordnet, daß sie sich beim Ineinanderschieben der Hülsen
nach innen bewegen und den Innenquerschnitt der Hülse verkleinern, wogegen sie beim
Auseinanderschieben der Greifstücke wieder in die Ausgangslage zurückfallen. In
der Hubstellung, d. h. wenn die äußere Hülse vollständig über die innere Hülse gestülpt
ist, werden die nach außen gerichteten oberen Ränder der anzuhebenden Behälter beim
Anheben der gesamten Anordnung von den Greifstücken erfaßt und die Behälter angehoben,
wobei die Greifstücke von der äußeren Hülse in .ihrer Stellung gehalten werden.
Hierbei ist ein einfaches Eingreifen der Greifstücke in den zu hebenden Behälter,
nicht aber eine Verdrehung der beiden Hülsen gegeneinander und auch keine zusätzliche
Sperreinrichtung vorgesehen. Diese bekannte Anordnung arbeitet nur einwandfrei für
Behälter mit einem verbreiterten oberen Rand oder einer entsprechenden Einrichtung,
da an diesem verbreiterten Rand der Behälter angehoben werden muß. Ist dieser Rand
od. dgl. nicht -vorhanden, ist eine einwandfreie Arbeitsweise nicht gewährleistet.
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Weiter ist eine Vorrichtung zum Heben und Tragen von Lasten bekannt,
bei der eine innere und eine äußere Hülse vorgesehen sind, die gegeneinander verschiebbar
sind und die Elemente aufweisen, welche in radialer Richtung bei einer axialen Relativbewegung
der Hülse verschiebbar sind. Hier sind zwei zusammenwirkende Systeme von in radialer
RichtungbeweglichenKugelnvorgesehen, deren obere beim Anheben der Last nach außen
gedrückt wird, wodurch eine Verschiebung der äußeren Hülse nach unten ermöglicht
wird. Die untere Reihe von Kugeln nimmt die Last auf, weil sie bei dieser Stellung
nicht mehr nach außen in die Aussparungen entweichen kann, in der sie in Ruhestellung
liegt. Soll die Last abgesetzt werden, wird die äußere Hülse entgegen der Federwirkung
.in die Ruhestellung angehoben, in der die untere Reihe von Kugeln sich in radialer
Richtung wieder nach außen verschieben kann, während die äußere Hülse wieder die
Ausgangsstellung einnimmt, in der sie einrastet. Die Last wird hier von den Kugeln
gehalten, eine Verdrehung der beiden Hülsen und eine unabhängige Arretierung ist
nicht vorgesehen.
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Es ist auch bereits eine Greifvorrichtung, insbesondere zur Verwendung
bei Kernreaktoren vorgeschlagen worden, bei der die Verriegelungsvorrichtung eine
Reihe von Verriegelungskugeln aufweist, die in Aussparungen im rohrförmigen Körper
des Greifers untergebracht sind und entweder eine Verriegelungsstellung einnehmen,
wobei sie, jede relative Bewegung sperrend, in die Führung vorragen, welche von
den Kupplungsbauteilen gebildet wird, oder eine Ruhestellung einnehmen, indem sie
in die Aussparungen im rohrförmigen Körper zurücktreten, so daß die Kupplungsbauteile
relativ zu den zu kuppelnden Bauteilen bewegt werden können, und daß eine Haltevorrichtung
zum Halten der Verriegehungskugeln in der Verriegelungsstellung, wenn der rohrförmige
Behälter von dem rohrförmigen Körper des Greifers gehalten wird, vorgesehen ist,
wobei diese Haltevorrichtung eine Hülse aufweist, die auf dem rohrförmigen Körper
gleitbar sitzt und einen verengten Abschnitt in ihrer Innenbohrung aufweist, durch
welche die Verriegelungskugeln, die aus den Aussparungen im rohrförmigen Körper
vorragen, in der Verriegelungsstellung gehalten werden, wenn,der Bekälter
vom
rohrförmigen Körper gehalten wird, wogegen in dem erweiterten Abschnitt der Hülse
die Verriegelungskugeln freigegeben werden, damit sie wieder in den Aussparungen
ihre Ruhestellung einnehmen können, wenn die Hülse auf dem rohrförmigen Körper durch
Wirkberührung mit einem Anschlag beim Absenken des Behälters in die unabhängige
Haltestellung eine Gleitbewegung ausführt.
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Ziel der Erfindung ist es, eine Kupplungsvorrichtung zu schaffen,
die gewährleistet, daß die Hubeinrichtung fest mit dem zu hebenden oder zu senkenden
Gegenstand verbunden ist, bevor der Hub- oder Senkvorgang beginnt, und .daß sie
sich während des Hebens oder Senkens nicht von dem Gegenstand lösen kann.
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Gemäß der Erfindung wird dies bei :einer derartigen Kupplungsvorrichtung
dadurch erreicht, daß an der Last ein mit der Hubeinrichtung zusammenwirkender Ring
in Hubrichtung verschiebbar angeordnet ist und die Hubkraft aufnimmt, wenn die Greifvorrichtung
angehoben wird, daß die Hülsen der -Greifvorrichtung gegeneinander verdrehbar angeordnet
sind und Hubglieder und Sperrelemente aufweisen, wobei die Sperrelemente bei einer
Relativdrehung der beiden Hülsen um -einen bestimmten Winkel in Sperreingriff mit
der äußeren Hülse kommen, und. daß im angehobenen Zustand eine Nockenanordnung mit
den Sperrelementen zusammenwirkt und eine Drehung der Hülsen relativ zueinander
verhindert.
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Nach einem besonderen Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die
-Kupplungsvorrichtung einen ringförmigen Spalt auf, in den die gegeneinander vordrehbaren
Hülsen eingreifen, und der durch eine Fläche eines Bauteiles ,an der zu hebenden
oder zu senkenden Last und eine Fläche an dem in axialer Richtung gegenüber der
Last begrenzt beweglichen Ring gebildet wird. Vorzugsweise sind dabei die Hubglieder
und die Sperrelemente als Kugeln ausgebildet.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Kupplungsvorrichtung
gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der den Spalt begrenzende Bauteil
als Zapfe ausgebildet ist und am oberen Ende der zu hebenden oder zu senkenden Last
mit einem relativ großen Spiel in die innere Hülse eingreift und ein radial verlaufendes
Band aufweist, das .das obere Ende des Zapfens umfaßt, daß der Ring den Zapfen umschließt
und eine zylindrische Wandung aufweist, deren Innendurchmesser größer als der Außendurchmesser
der äußeren Hülse ist, daß ein innerer, nach abwärts gerichteter Anschlag am oberen
Ende der Wandung des Ringes vorgesehen ist, daß die Kugeln in radialer Richtung
nach außen in Öffnungen der äußeren Hülse verschiebbar sind, daß Vertiefungen an
der inneren Hülse mit den Kugeln so zusammenwirken, daß eine Relativdrehung der
Hülsen 1n einer Richtung die Kugeln in Eingriff mit einem Anschlag am Ring bringt,
und daß weitere Kugeln in radialen Öffnungen in der inneren Hülse durch Eingriff
mit dem Band nach außen verschiebbar sind, wenn der Ring gegenüber dem Zapfen angehoben
wird, so daß die Kugeln in Aussparungen, in der :äußeren Hülse eingreifen und die
Hülsen gegen eine Relativdrehbewegung sperren. Der Ring kann dabei zweckmäßigerwense
L-förmigen Querschnitt -und einen ringförmigen Flansch- aufweisen, der von. der
Wandung nach innen verläuft, wobei der innere Umfang des Flansches einen Gleitsitz
auf dem Zapfen der zu behebenden oder zu senkenden Last einnimmt.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist :darin zu sehen, daß die radial
verschiebbaren Hubglieder und die radial verschiebbaren Sperrelemente in öffnungen
der inneren Hülse angebracht sind, daß in der äußeren Hülse Aussparungen für die
Hubglieder und für die Sperrelemente vorgesehen sind, daß durch Relativdrehung der
Hülsen eine radiale Verschiebung der Hubglieder bewirkt wird, wobei sie in gekuppelter
Stellung m eine Nut am Ring einrasten, und daß die radial verschiebbaren Sperrelemente
in die entsprechenden Aussparungen der äußeren Hülse eingreifen, wenn sie durch
die Nockenanordnung an der zu hebenden oder zu senkenden Last verschoben werden.
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Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung besteht darin,
daß zusätzlich zu den Hubgliedern in radialer Richtung verschiebbare Sperrglieder
vorgesehen sind, die eine Relativdrehung der beiden Hülsen während des Anhebens
verhindern und damit gewährleisten, daß die Hubvorrichtung die Last nicht freigibt,
solange die Last von ihr getragen wird. Das Anheben der Last geschieht dabei in
der Weise, daß die Hubeinrichtung abgesenkt und 2n -die Stellung gebracht wird,
in der die Last erfaßt wird, daß dann die beiden Hülsen gegeneinander um einen bestimmten
Winkel verdreht werden, in der die Sperreinrichtung wirksam wird, und daß dann in
dieser Stellung die Last angehoben wird. Das Verdrehen der beiden Hülsen gegeneinander
zur Erzielung der gewünschten Sperrwirkung beim Anheben der Last ist für die Erfindung
von ausschlaggebender Bedeutung, weil dadurch sichergestellt :ist, daß die beiden
Hülsen sich in Umfangsrichtung nicht mehr gegeneinander verschieben können. Dies
ist für besondere Anwendungsfälle von Hubeinrichtungen sehr wesentlich, weil dadurch
die Lage der anzuhebenden Last genau -definiert wird.
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In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Schnittansicht einer Ausführungsform einer Vorrichtung
zum Kuppeln einer Hubeinrichtung mit einer Last gemäß der Erfindung in Verbindung
mit Teilen eines als Last anzusehenden Verschlusses, der von der Kupplungsvorrichtung
ergriffen wird, und einer Anordnung, in der ein Rohr oder Durchtrittsweg durch den
Verschluß abgeschlossen wird; diese Figur zeigt die Kupplungsvorrichtung mit Hülsen
in .einer Stellung, die sie einnehmen, während sie gesenkt werden und in Eingriff
mit -dem Verschluß kommen, F i g. 2 ,eine Ansicht ähnlich einem Teil der F i g.
1, wobei die Kupplungsvorrichtung gelöst ist, F i g. 3 eine Ansicht ähnlich der
nach den F s g. 1 und 2, wobei :die Kupplungsvorrichtung in der Eingriffstellung
gesperrt :ist, F i g. 4 einen Querschnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 2, wobei die
beiden Hülsen in den beiden Hälften der Figur in verschiedenen Relativstellungen
dargestellt sind, F i g. 5 eine Schnittansicht ähnlich der nach F i g. 2 einer anderen
Ausführungsform einer Kupplungsvorrichtung gemäß der Erfindung und F i g. 6 eine
Schnittansicht entsprechend der F i g. 3 der Ausführungsform der Kupplungsvorrichtung
nach F i g.5.
In den Fi:g. 1 bis 4 ist ein Verschluß 10 für ein
zylindrisches Rohr oder einen zylindrischen Durchtrittsweg 11, der einen Zugang
zum Inneren eines Kernreaktors ermöglicht, in seiner Verschließstellung gezeigt.
Der Verschluß 10 wird durch Kugeln 12, die in eine Nut 13 im Rohr oder Durchtrittsweg
11 eingreifen, in dieser Stellung gehalten.
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Der Verschluß 10 weist am äußeren Ende einen Zapfen 14 auf, dessen
Durchmesser kleiner ist als der des Hauptkörpers des Verschlusses 10. Ein Schenkel
eines Ringes 15 mit L-förmigem Querschnitt ist durch einen nach innen gerichteten,
ringförmigen Flansch 17 gebildet, der andere Schenkel stellt eine zylindrische Wandung
18 am äußeren Rand des Flansches dar. Der innere Umfang des Flansches 17 kann frei
auf dem Zapfen 14 gleiten, und die Wandung 18 erstreckt sich vom Flansch 17 gegen
das äußere Ende des Verschlusses 10, wodurch zwischen dieser Wandung 18 und
dem Zapfen 14 ein ringförmiger Spalt ausgebildet wird. Die Wandung 18 weist innen
an ihrem oberen Ende 19 eine größere Dicke auf, durch die ein geneigter Anschlag
21 entsteht, der gegen den Flansch 17 gerichtet ist. Am äußeren Ende des Zapfens
14 des Verschlusses 10 ist mit Hilfe von radial verlaufenden Stiften 22,ein ringförmiges
Band 23 mit abgeschrägten Kanten befestigt. Das Band 23 kann durch einen Streifen
ersetzt sein, der aus einem Stück mit :dem Zapfen 14 besteht. Der Flansch 17 des
Ringes 15 überlappt das Band 23 oder den entsprechenden Streifen, so daß eine Hubkraft,
die auf den Ring 15 einwirkt, auf den Verschluß 10 übertragen wird.
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Die Kupplungsvorrichtung weist zum Zusammenwirken mit dem Zapfen
14 des Verschlusses 10 und dem Ring 15 eine Greifvorrichtung 24 auf,
die aus zwei Hülsen 25 und 26 besteht, deren eine innerhalb der anderen befestigt
ist; die äußere Hülse 26 ist dabei am oberen Ende an einer Kappe 27 befestigt, die
einen Ring 28 zur Befestigung an einem Flaschenzug od. dgl. besitzt. Die innere
Hülse 25 ist in der äußeren Hülse 26 um einen begrenzten Winkel verdrehbar; die
Drehung erfolgt beispielsweise mit Hilfe eines Ritzels 29, das in der Kappe 27 angebracht
ist und mit Innenzähnen an der Hülse 25 im Eingriff steht; das Ritzel 29 wird durch
einen Handgriff 30 über ein Getriebe 31 gedreht. Die Hülse 25 ist in der Kappe 27
durch einen Ring 32 gehalten, -der mit der Unterseite der Kappe verschraubt ist
und von einer inneren Umfangsrippe 33 erfaßt wird; die Rippe nimmt dabei die Zähne
auf, die mit dem Ritzel 29 in Eingriff kommen.
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Die innere Hülse 25 besitzt einen solchen Innendurchmesser, daß ein
genügendes Spiel zwischen der Innenfläche und dem Zapfen 14 entsteht und das Band
23 oder ein entsprechender Streifen in die Bohrung der Hülse 25 eintreten kann,
und der Außendurchmesser der äußeren Hülse 26 ist so groß, daß letztere durch den
.innen verstärkten Teil des oberen Endes 19 der Wandung 18 auf dem Ring 15 hindurchtreten
kann.
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Die äußere Hülse 26 ist in der Nähe des unteren Endes mit einem Ring
aus radialen Öffnungen 34 versehen, in denen als Hubglieder wirkende Kugeln 35 mit
einem Durchmesser angeordnet sind, der größer ist als die Dicke der Hülse 26. Die
Öffnungen -34 sind nach außen konvergierend ausgebildet, wie in der Zeichnung dargestellt,
oder auf andere Weise so geformt, daß die Kugeln 35 sich zwar in Stellungen verschieben
können, in denen ein. wesentlicher Teil von .ihnen in radialer Richtung nach außen
von der Hülse 26 aus vorsteht, daß sie jedoch nicht aus den Öffnungen 34 nach außen
entweichen können. Die innere Hülse 25 enthält einen Ring aus Vertiefungen 36 an
der äußeren Oberfläche, der Winkelabstand der Vertiefungen 36 ist dabei gleich dem
der Kugeln 35. Die Seiten der Vertiefungen 36 sind geneigt, wie in F i g. 4 gezeigt.
In einer relativen Winkelstellung der Hülsen 25 und 26 zueinander, wie sie .in der
linken Hälfte der F i g. 4 dargestellt ist, sind die Vertiefungen 36 im Hinblick
auf die Öffnungen 34 ausgerichtet, und die Kugeln 35 sind frei in radialer Richtung
nach innen verschiebbar, so daß sie nicht aus der Hülse 26 nach außen nagen. Dadurch,
daß die Hülsen 25 und 26 gegeneinander verdreht werden, :bis sie die in der rechten
Hälfte der F i g. 4 gezeigten Stellungen erreichen, werden die Kugeln 35 durch die
Nockenwirkung der geneigten Seiten der Vertiefungen 36 nach außen bewegt und :in
ihren nach außen vorstehenden Stellungen durch die Oberfläche der Hülse 25 gehalten.
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Die innere Hülse 25 weist radiale Öffnungen 37 auf, in denen als Sperrelemente
wirkende Kugeln 38 mit einem Durchmesser angebracht sind, der größer ist als die
Dicke der Hülse 25; .die Öffnungen 37 sind ähnlich den Öffnungen 34 so ausgebildet,
daß sie verhindern, daß die Kugeln 38 aus den Öffnungen 34 entweichen, im Fall des
dargestellten Beispieles in einer Richtung nach innen. Die äußere Hülse 26 besitzt
an ihrer inneren Oberfläche paarweise Aussparungen 39 und 40, die mit jeder Kugel
38 zusammenwirken, wobei eine Aussparung 39 eines jeden Paares dann mit der Öffnung
37 übereinstimmt, in der die entsprechende Kugel 38 .angeordnet ist, wenn die Vertiefungen
36 gegenüber den Öffnungen 34 ausgerichtet sind, wie links in F i g. 4 gezeigt;
die andere Aussparung 40 des Paares stimmt dabei mit der Öffnung 37 überein, wenn
die Hülsen 25, 26 die Relativstellungen einnehmen, die in der rechten Hälfte der
F .i g. 4 gezeigt sind.
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Im folgenden wird die Wirkungsweise der in den F i g. 1 bis 4 dargestellten
Verbindungsvorrichtung erläutert. Damit die Greifvorrichtung 24 mit dem Verschluß
10 in Eingriff kommt, wird sie in das Rohr oder den Durchtrittsweg 11 gesenkt, wobei
die Hülsen 25, 26 die Relativstellung einnehmen, die in der linken Hälfte der F
i g. 4 dargestellt ist, so daß sowohl die Kugeln 35 als auch die Kugeln 38 sich
in die Gesamtdicke der beiden Hülse. zurückziehen können; wie in F i g. 1: gezeigt,
können die Kugeln 35 den verbreiterten Teil des Endes 19 der Wandung 18 passieren,
und -die Kugeln 38 können das Band 23 oder einen diesem entsprechenden Streifen
passieren. Wenn die Greifvorrichtung 24 die in F i g. 2 gezeigte Stellung erreicht
hat, in der die Kugel 35 unterhalb des Anschlages 21 und die Kugeln 38 unterhalb
des Bandes 23 liegen, wird eine relative Drehbewegung der Hülsen 25 und 26 veranlaßt,
so daß dann die Kugeln 35 unterhalb des Anschlages 21 nach außen vorstehen und die
Vertiefungen 40 in radialer Richtung gegenüber .den Kugeln 38 ausgerichtet werden.
Die Greifvorrichtung 24 wird dann nach oben bewegt, die Kugeln 35 übertragen die
Hubbewegung über das Ende 19 auf ,den Ring 15, der sich nach oben gegenüber dem
Verschluß 10 verschiebt, bis der Flansch 17 in die untere Seite des Bandes 23 eingreift
und die Hubkraft auf den Verschluß 10 überträgt.
Die Bewegung des
Ringes 15 gegenüber dem Verschluß 10 bringt die Kugeln 38 in eine Stellung gegenüber
dem Band 23, wie in F i g. 3 gezeigt, wodurch die Kugeln 38 daran .gehindert
werden, daß sie sich aus den Aussparungen 40 herausbewegen und die Hülsen 25, 26
gegen eine Relativdrehung gehalten werden, so daß die Greifvorrichtung 24 von dem
Verschluß 10 so lange nicht gelöst werden kann, wie sie das Gewicht des Verschlusses
10 trägt. Die Greifvorrichtung 24 kann von dem Verschluß 10 dadurch getrennt werden,
daß die oben beschriebene Arbeitsfolge umgekehrt wird.
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Die Kugeln 12 sind in Öffnungen 41 in einem nach abwärts stehenden
und aus einem Stück mit dem Ring 15 geformten Rand 42 angeordnet; wenn der Verschluß
10 in seiner Stellung im Rohr oder Durchtrittsweg 11 steht, werden diese Kugeln
12 in der Nut 13 durch eine zylindrische Fläche 43 am Verschluß 10 festgehalten;
der Verschluß 10 wird durch einen entsprechend vorgesehenen Druck im Rohr 11 nach
oben gepreßt, damit die Fläche 43 gegenüber dem oberen Teil der Nut 13 gehalten
wird. Wann der Verschluß 10 entfernt werden soll, wird der Druck in dem Rohr 11
entfernt, und der Verschluß 10 senkt sich; dadurch kommt ein kegelstumpfförmiger
Teil 44 gegenüber dem oberen Teil der Nut 13 zu liegen, und die Hubkraft, die auf
den Ring 15 ausgeübt wird, kann die Kugeln 12 aus der Nut 13 heben, da sie sich
nach .innen zurückziehen können, wodurch der Verschluß 10 zum Abnehmen freigegeben
wird.
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Eine abgeänderte Ausführungsform der Kupplungsvorrichtung gemäß .der
Erfindung ist in den F i g. 5 und 6 gezeigt. In diesen Figuren ist ein Verschluß
50, der einen Abschluß für ein Rohr bzw. einen Kanal 51 bildet, am oberen
Ende mit einem verringerten äußeren Durchmesser versehen, damit ein hülsenartiger
Ring 52 zwischen dem Verschluß und der Wandung des Kanals 51 aufgenommen werden
kann; der Ring 52 weist in radialen Bohrungen Kugeln 53 auf, .die, wie .in F i g.
5 gezeigt, in eine Umfangsnut 54 in der Wandung des Rohres oder Kanales 51 vorstehen,
damit der Verschluß 50 gegen eine Bewegung nach außen gehalten wird. Der Druck eines
strömenden Mediums, der auf die untere Fläche des Verschlusses 50 wirkt, drückt
diesen in die in F i g. 5 gezeigte Stellung, in der eine Fläche 55 auf dem
Verschluß 50 die Kugeln 53 im Eingriff mit der Umfangsnut 54 hält.
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Der Ring 52 weist an seinem oberen Teil einen verringerten äußeren
Durchmesser auf, und eine Nut 56, die geneigte Wandungen besitzt, ist in der Außenfläche
des Teiles mit verringertem Durchmesser ausgebildet. Ein Band 57 etwa gleicher Dicke
wie der obere Teil des Ringes 52 ist mit der Umfangsfläche des Verschlusses 50 in
der Nähe des oberen Endes des Verschlusses 50 befestigt.
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Die Greifvorrichtung weist, ähnlich wie im Beispiel gemäß Fi:g. 1
bis 4, innere und äußere Hülsen 58 und 59 auf; die äußere Hülse 59 ist am oberen
Ende mit einer Kappe 60 verbunden, die einen Ring 61 für einen Flaschenzug od. dgl.
enthält; die innere Hülse 58 .ist über einen begrenzten Winkel drehbar, und zwar
:auf ähnliche Weise wie in Verbindung mit F i g. 1 beschrieben und dargestellt.
Die unteren Enden der beiden Hülsen 58 und 59 können zwischen die Wandung des Kanals
51 und dem verengten oberen Teil des Ringes 52 eintreten; die innere Hülse 58 ist
mit zwei in Umfangsrichtung verlaufenden Reihen von Öffnungen 62 und 63 versehen
und nimmt eine obere Reihe von Kugeln 64 und eine untere Reihe von Kugeln 65 auf.
Die äußere Hülse 59 enthält eine in Umfangsrichtung verlaufende Reihe von kegelstumpfförmigen
Aussparungen 66, deren Mitte in der gleichen Ebene senkrecht zur gemeinsamen Achse
der Hülsen 58, 59 wie die öffnungen 63 liegt, wobei die Anzahl der Aussparungen
66 und der Umfangsabstand der gleiche ist wie für die Kugeln 65. Die äußere Hülse
59 ist ferner mit einer weiteren in Umfangsrichtung verlaufenden Reihe von kegelstumpfförmigen
Aussparungen 67 und 68 versehen, deren Mitte in der gleichen Ebene senkrecht zur
gemeinsamen Achse der Hülsen 58 und 59 wie die Öffnungen 62 liegt, wobei die Reihe
zweimal so viel Aussparungen 67, 68 wie Kugeln .64 enthält. Die Aussparungen 67
(F i g. 5) dieser Reihe sind in Umfangsrichtung um den gleichen Abstand wie die
Kugeln 64 versetzt und dann in radialer Richtung gegenüber den Kugeln 64 ausgerichtet,
wenn die Aussparungen 66 in radialer Richtung nach den Kugeln 65 ausgerichtet sind,
und die dazwischenliegenden Aussparungen 68 (F i g. 6) der Reihe sind ebenfalls
in Umfangsrichtung um den gleichen Abstand wie die Kugeln 64 versetzt. Die Kugeln
64 und 65 weisen einen Durchmesser auf, der größer ist als -die Dicke der Hülse
58, wodurch die Kugeln 65 dann, wenn sie nicht zu den Aussparungen 66 ausgerichtet
sind, in der Nut 56 zurückgehalten werden können, damit sie eine Hubkraft von der
Greifvorrichtung auf den Ring 52 übertragen, und die Kugeln 64 werden, wenn sie
gegenüber -dem Band 57 liegen, in Aussparungen 67 und 68 der Hülse 59 .durch dieses
Band 57 gehalten.
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Die abgeänderte Ausführungsform der Kupplungsvorrichtung nach den
F i g: 5 und 6 arbeitet in der gleichen Weise, wie die Vorrichtung nach den F i
g.1 bis 4; der Hauptunterschied zwischen beiden Ausführungsbeispielen liegt darin,
daß bei der Anordnung nach den F i g. 1 bis 4 der eine Satz von Kugeln 35 in der
äußeren Hülse 26 und der andere Satz von Kugeln 38 in der inneren Hülse 25 untergebracht
ist und daß alle Kugeln 35, 36 in der gleichen Ebene senkrecht zu den Achsen der
Hülsen 25, 26 liegen, wogegen bei der Anordnung nach den F i g. 5 und 6 beide Sätze
von Kugeln 64, 65 in der inneren Hülse 58 angeordnet und die Sätze von Kugeln 64
und 65 in axialer Richtung voneinander versetzt sind. Einzelheiten der Wirkungsweise
ergeben sich aus der obigen Beschreibung; die Greifvorrichtung wird zum Aufnehmen
des Verschlusses 50 in die in F i g. 5 gezeigte Stellung gesenkt, wobei die Aussparungen
66 und 67 gegenüber den Kugeln 65 und 64 in den entsprechenden in F i g. 5 gezeigten
Reihen liegen; die äußere Hülse 59 wird dann gegenüber der inneren Hülse 58 gedreht,
so daß die Kugeln 65 nach innen in die Nut 56 verschoben und die Kugeln 64 gegenüber
den Aussparungen 68 angeordnet werden; und eine Hubkraft, die an der Greifvorrichtung
aufgebracht wird, hebt den Ring 52 an, bis er an dem Band 57 anliegt und die Hubkraft
auf den Verschluß 50 überträgt.
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Auch wenn die Kupplungsvorrichtung gemäß der Erfindung in Verbindung
mit Hubeinrichtungen für Verschlüsse beschrieben wurde, die Zugriffrohre oder -kanäle
in Kernreaktoren abschließen, kann diese Kupplungsvorrichtung auch für andere Anwendungsfälle
angewendet werden, bei denen ein sieherer
Eingriff zwischen einer
Greifvorrichtung und anzuhebenden Gegenständen von großer Bedeutung ist.
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Ein wesentliches Merkmal der Kupplungsanordnung gemäß der Erfindung
ist bei der Verwendung in Verbindung mit Verschlüssen, die eine Sperranordnung der
vorbeschriebenen Art aufweisen, daß die Kupplungsvorrichtung nicht nur die Sperrvorrichtung
freigibt, wenn sie in Eingriff: mit dem Verschluß kommt, während letzterer in seiner
Stellung steht, sondern daß sie auch mit dem Verschluß verbunden bleibt, nachdem
dieser in seine Stellung abgesenkt worden ist, bis die Sperrvorrichtung vollständig
im Eingriff steht. Dies folgt aus der Tatsache, daß der Ring 15 (F i :g. 1 bis 4)
bzw. der Ring 52 (F i g. 5 und 6) sich so weit nach abwärts bewegen kann, daß die
als Sperrelemente dienenden Kugeln 38 bzw. 64 sich von dem Band 23 bzw. 57 abheben
und ermöglichen, daß die beiden Hülsen 25, 26 bzw. 58, 59 nur dann relativ gegeneinander
verdreht werden können, wenn die als Verschlußsperrglied wirkenden Kugeln 12 und
53 in die Nut 13 bzw. 54 in der Wandung des Durchgangsrohres oder -kanals 11 bzw.
51 eingeführt sind.