DE1212545B - Verfahren zur Herstellung von Melamin aus Harnstoff - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Melamin aus HarnstoffInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT'
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07d
Deutsche Kl.: 12 ρ -10/05
Nummer: 1212545
Aktenzeichen: B 76407IV d/12 ρ
Anmeldetag: 20. April 1964
Auslegetag: 17. März 1966
Für die Herstellung von Melamin aus Harnstoff bzw. dessen thermischen Zersetzungsprodukten, wie
Biuret und Cyanursäure, bei gewöhnlichem Druck gibt es zahlreiche Verfahren, die im Prinzip auf der
Umsetzung des durch Pyrolyse dieser Stoffe entstehenden Isocyansäure-Ammoniak-Gemisches an
Katalysatoren bei Temperaturen von 220 bis 45O0C beruhen.
Als Katalysatoren für die Melaminsynthese aus Harnstoff sind bereits zahlreiche Verbindungen be- *°
kanntgeworden, die sich meistens durch eine große innere Oberfläche auszeichnen, z. B. Kieselsäuregel,
Gele der Oxyde des Aluminiums, Titans, Zirkons oder Thoriums, ferner Kaolin, Bentonit, Bauxit,
Diatomeenerde oder Fullererde sowie verschiedene Aktivkohlesorten mit und ohne Zusätze. Außerdem
sind auch Stoffe genannt worden, die keine große innere Oberfläche besitzen, z. B. Alummiumphosphat
oder Borphosphat. Bei Verwendung der aktivsten Katalysatoren werden Ausbeuten an Reinmelamin
von etwa 70 bis 90 °/0 erhalten, die jedoch nur dann erreicht werden, wenn die Umsetzung in Gegenwart
von zugesetztem, reinem Ammoniak durchgeführt wird. Hierbei müssen der Reaktionszone pro Kilogramm
gebildeten Melamins zusätzlich mindestens etwa 10 Nm3 reinen Ammoniaks zugeführt werden.
Bei geringeren Ammoniakmengen erhält man niedrigere Ausbeuten; außerdem werden die Katalysatoren
dann nach kurzer Zeit inaktiv, so daß ein kontinuierlicher Dauerbetrieb nicht möglich ist. Noch rascher
verlieren die bekannten Katalysatoren ihre Aktivität, wenn man an Stelle des reinen Ammoniaks das bei der
Melaminsynthese anfallende Abgas, das im wesentlichen aus Ammoniak und Kohlendioxyd besteht,
einsetzt. Dieser Aktivitätsabfall ist auf schwerflüchtige Verbindungen, z. B. Meiern, zurückzuführen, die in
einer Nebenreaktion aus bereits gebildetem Melamin entstehen und die sich auf den Katalysatoren ablagern.
Wird die Reaktion in einem Katalysatorfestbett durchgeführt, so tritt auf Grund der Ablagerungen
ein zunehmender Druckverlust auf, was schließlich sogar zu einer vollständigen Verstopfung
des Katalysatorbettes führen kann. Inaktiv gewordene Katalysatoren können zum Teil wieder dadurch regeneriert
werden, daß man sie bei erhöhten Temperaturen mit reinem Ammoniak behandelt. Die
Aktivität der so regenerierten Katalysatoren erreicht jedoch nicht mehr den ursprünglichen Wert. Besonders
im Dauerbetrieb wirkt sich dieser nach jedem Regenerierungsprozeß auftretende Aktivitätsverlust
sehr nachteilig aus, da die Zeiten zwischen den einzelnen Regenerierungsprozessen, in denen der Katalysator
Verfahren zur Herstellung von Melamin aus
Harnstoff
Harnstoff
Anmelder:
Badische Anilin- & Soda-Fabrik
Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Rhein
Als Erfinder benannt:
Dr. Günther Hamprecht,
Limburgerhof (Pfalz);
Dr. Eberhard Rother, Ludwigshafen/Rhein;
Dr. Matthias Schwarzmann,
Limburgerhof (Pfalz);
Dr. Hermann Dieter Fromm,
Ludwigshafen/Rhein
noch eine genügende Aktivität besitzt, immer kürzer werden.
Es ist ferner auch bekannt, als Katalysatoren eine phosphathaltige, im übrigen ganz oder überwiegend
aus Aluminiumoxyd in freier oder chemisch gebundener Form bestehende Substanz zu verwenden, deren
Phosphatanteil einem Gehalt von 0,01 bis 35 Gewichtsprozent P entspricht. Auch diese Katalysatoren
haben den Nachteil, daß ihre Aktivität bei einem Dauerbetrieb durch die Bildung von schwerflüchtigen
Verbindungen, die sich auf diesen Katalysatoren ablagern, beeinträchtigt wird. Nach ihrer Regenerierung
erreicht die Aktivität dieser Katalysatoren ebenfalls nicht mehr den ursprünglichen Wert.
Es wurde nun gefunden, daß man bei der Herstellung von Melamin aus Harnstoff oder dessen
thermischen Zersetzungsprodukten bei gewöhnlichem Druck und bei Temperaturen von 300 bis 45O0C in
Gegenwart von aus Aluminiumoxyden bestehenden Katalysatoren und zugesetzten ammoniakhaltigen
Gasen die erwähnten Nachteile vermeiden kann, wenn man als Katalysator bei Temperaturen von 700
bis 1000° C, vorzugsweise 750 bis 950° C, calcinierten
609 538/392
Böhmit, Bayerit, Hydrargyllit oder ein bei dieser
Temperatur calciniertes Gemisch dieser Verbindungen verwendet.
Die erfindungsgemäß behandelten Aluminiumoxydkatalysatoren
belegen sich überraschenderweise in nur sehr geringem Ausmaß mit Meiern, so daß sie
eine längere Zeit ihre Aktivität behalten als die bisher bekannten Katalysatoren. Eine ausreichende Steigerung
der Aktivität erzielt man bereits bei etwa 4stündiger Calcinierung der oxydischen Aluminiumverbindungen,
während bei einer Calcinierungsdauer von mehr als 60 Stunden keine wesentliche Steigerung
der Aktivität mehr feststellbar ist. Vorteilhaft wird man diese Verbindungen des Aluminiums etwa 12 bis
48 Stunden lang bei den genannten Temperaturen behändem.
Die erfindungsgemäß behandelten Katalysatoren zeichnen sich neben dem bereits genannten Vorteil,
daß ihre Aktivität über eine längere Zeit erhalten bleibt, insbesondere dadurch aus, daß man entweder
mit erheblich geringeren Mengen zusätzlichen Reinammoniaks auskommt oder an Stelle des reinen
Ammoniaks das Abgasgemisch einsetzen kann, wie es nach der Abtrennung des Melamins und des Harnstoffs
anfällt. Eine solche Arbeitsweise ist bei den bisher bekannten Katalysatoren nicht durchführbar,
wenn man nicht den Nachteil in Kauf nehmen will, ein stark verunreinigtes Rohmelamin in schlechten
Ausbeuten zu erhalten. Die erfindungsgemäß zu verwendenden Katalysatoren zeichnen sich weiterhin
dadurch aus, daß sie nach dem Regenerieren mit Ammoniak bei erhöhten Temperaturen wieder ihre
ursprüngliche Aktivität erhalten.
A. Stündlich werden 0,1 kg granulierter Harnstoff mit Hilfe einer. Dosierschnecke in einen auf etwa
5000C beheizten Verdampfer eingetragen. Die anfallenden,
im wesentlichen aus Isocyansäure und Ammoniak bestehenden Abgase werden mit 200 l/h
ίο reinen Ammoniaks vermischt und durch ein auf 350
bis 380° C beheiztes Reaktionsrohr geführt, das mit 21 Katalysator beschickt ist. Die Katalysatorschicht
hat eine Höhe von 1 m. Als Katalysator wird ein Aluminiumoxyd verwendet, das durch 12 Stunden
langes Calcinieren eines bayerithaltigen Böhmits bei Temperaturen von 8000C hergestellt worden ist und
das im wesentlichen aus η-, γ-, Θ- und <5-Aluminiumoxyd
besteht.
Der Katalysator besitzt eine innere Oberfläche von
123,0 m2/g, einen mittleren Porenradius von 111,4 Ä
und ein Gesamtporenvolumen von 0,685 cm3/g. Der als Splitt mit einem Korndurchmesser von 2 bis 4 mm
vorliegende Katalysator besitzt ein Schüttgewicht von 535 g/l.
In einem dem Reaktor angeschlossenen Kühlrohr wird das in den Abgasen enthaltene Melamin abgeschieden.
Es wird 36 Tage lang ein Melamin mit einem Reinheitsgrad von etwa 95°/0 erhalten. Die Ergebnisse
des Versuchs sind für die Dauer von 168 Tagen in der folgenden Tabelle «wiedergegeben.
| 37 | 30 | 16 | Reaktionso 16 |
auer einsc Ta 16 |
iließlich R ge 5 |
sgenerieren 10 |
11 | 15 | 12 | |
| Eindosierter Harnstoff, kg.. |
80,70 | 65,25 | 31,20 | 33,75 | 33,75 | 7,85 | 18,15 | 21,70 | 29,25 | 22,40 |
| Gewonnenes Roh produkt, kg .. |
25,46 | 18,47 | 9,81 | 10,63 | 10,86 | 2,64 | 6,04 | 8,01 | 10,29 | 7,76 |
| Gehalt des Roh produktes an Melamin, % .. |
96,0 | 97,1 | 93,9 | 96,1 | 96,0 | 97,7 | 97,5 | 94,8 | 95,3 | 96,4 |
| Reinmelamin- anteil, kg |
24,43 | 17,95 | 9,21 | 10,22 | 10,42 | 2,58 | 5,89 | 7,59 | 9,81 | 7,48 |
| Ausbeute in °/0 der Theorie ... |
86,5 | 78,6 | 84,3 | 86,5 | 88,2 | 93,9 | 92,7 · | 100,0 | 95,8 | 95,4 |
| Druckverlust in der Katalysa torschicht in Millimeter H2O-Säule ... |
70 bis 300 . |
130 bis 325 |
90 bis 280 |
125 bis 375 |
160 bis 300 |
80 bis 140 |
85 bis 130 |
105 bis 200 |
110 bis 250 |
100 bis 350 |
B. Arbeitet man wie unter A beschrieben, jedoch mit dem Unterschied, daß man an Stelle des reinen
Ammoniaks 3001 des von Melamin und Harnstoff befreiten Abgases, das aus etwa 2 Volumteilen
Ammoniak und 1 Volumteil Kohlendioxyd besteht, in die Reaktionszone einführt, so erhält man 28 Tage
lang ein Rohprodukt, das etwa 90°/0 Melamin enthält. Anschließend wird der Katalysator, wie im
Beispiel 1, A beschrieben, regeneriert. Die Ergebnisse dieses Versuchs sind in der folgenden Tabelle für eine
•Versuchsdauer von insgesamt 70 Tagen wiedergegeben:
Reaktionsdauer einschließlich Regenerieren,
Tage 29 i 13 13 I 15
Eindosierter Harnstoff, kg
Gewonnenes Rohprodukt, kg
Gehalt des Rohprodukts an Melamin, °/0
Reinmelaminanteil, kg
Ausbeute in % der Theorie
Druckverlust in der Katalysatorschicht in Millimeter H2O-Säule
61,70
22,45
90,2
20,24
93,7
85 bis
300
300
27,0
9,79
9,79
89,7
8,78
8,78
92,9
100 bis
410
410
25,6
9,45
9,45
87,0
8,22
8,22
91,7
110 bis
460
460
29,25
11,00
88,1
9,70
94,8
11,00
88,1
9,70
94,8
90 bis
310
310
In einen Wirbelschichtreaktor, der mit 41 des im Beispiel 1, A beschriebenen Aluminiumoxydkatalysators,
dessen Korngröße jedoch 0,2 bis 0,4 mm beträgt, beschickt ist, werden stündlich 0,3 kg granulierter
Harnstoff mit 9001 eines Gasgemisches aus 1 Volumteil Kohlendioxyd und 2 Volumteilen Ammoniak
eingeführt. Die Temperatur im Reaktor beträgt 38O°C. Das bereits Melamin enthaltende Spaltgas
wird zur Vervollständigung der Reaktion in einen zweiten Reaktor eingeleitet, der ebenfalls 41 des
gleichen Katalysators enthält und der auf einer Temperatur von 35O0C gehalten wird. Die Wirbelschichten
in den beiden Reaktoren besitzen jeweils eine Höhe von 0,5 m.
Insgesamt werden 103 kg Harnstoff umgesetzt. Durch Kühlen der den zweiten Reaktor verlassenden
Gase werden in einem Abscheider 34,3 kg eines Rohproduktes erhalten, das durchschnittlich 87,6 °/0
Melamin enthält. Nach 17 Tagen wird der Katalysator 24 Stunden lang bei einer Temperatur von 3900C
unter Durchleiten von stündlich 9001 Ammoniak regeneriert, wobei man zusätzlich 1,2 kg 98°/oiges
Melamin erhält. Der Katalysator erhält hierdurch wieder seine ursprüngliche Aktivität.
Um die Vorteile der erfindungsgemäß verwendeten Katalysatoren hervorzuheben, werden die folgenden
zwei Vergleichsversuche aufgeführt, bei denen Katalysatoren eingesetzt werden, die nicht bei den erfindungsgemäßen
Temperaturen calciniert worden sind.
Wie im Beispiel 1, A beschrieben, werden stündlich 0,1 kg Harnstoff verdampft und durch ein Katalysatorfestbett
geleitet. Der aus y-Aluminiumoxyd bestehende Katalysator, der durch 12stündiges Erhitzen
von Böhmit auf 5000C hergestellt worden ist und
einen durchschnittlichen Korndurchmesser von 2 bis 4 mm aufweist, besitzt ein Schüttgewicht von 483 g/l.
In einem dem Reaktor angeschlossenen Kühlrohr wird das in den Abgasen enthaltene Melamin abgeschieden.
Der Melamingehalt des Rohproduktes beträgt während der ersten 5 Tage durchschnittlich etwa
95 %, sinkt dann aber rasch ab, so daß der Katalysator nach einer Reaktionsdauer von 8 Tagen regeneriert
werden muß.
Insgesamt werden in diesen 8 Tagen 5,32 kg eines Rohproduktes erhalten, das 5,08 kg Reinmelamin
enthält, entsprechend einer Ausbeute von 92,3 °/0 der Theorie bei einem Harnstoffumsatz von 98,4 °/0.
Der inaktiv gewordene Katalysator wird 24 Stunden lang bei Reaktionstemperatur unter Durchleiten von
400 l/h reinen Ammoniaks regeneriert und besitzt dann nur etwa für 3 bis 4 Tage eine ausreichende
Aktivität.
Gemäß einem weiteren Vergleichsversuch werden, wie im Beispiel 1, A beschrieben, insgesamt 18,1 kg
granulierter Harnstoff in einen Verdampfer eingetragen und die entstandenen Spaltgase, vermischt mit
200 l/h reinem Ammoniak, in einen Reaktor eingeführt, der als Katalysator Kieselgel enthält. Der in
einer Korngröße von etwa 3 bis 5 mm vorliegende Katalysator besitzt ein Schüttgewicht von 434 g/l,
einen mittleren Porenradius von 52,8 Ä, eine innere Oberfläche von 317,0 m2/g, ein Gesamtporenvolumen
von 0,837 cm3/g. Er enthält ferner etwa 7% Wasser in Form von molekularem Wasser bzw. OH-Gruppen,
0,2 °/0 Na2O, 0,03% K2O und 92°/0SiO2.
Das im Kühlrohr abgeschiedene Rohmelamin weist nach dem ersten Tag einen Reinheitsgrad von
durchschnittlich etwa 98,5 % auf. Die Qualität des Produkts nimmt in den folgenden Tagen, wie die
Tabelle zeigt, ab:
| Tag | Gehalt des Rohproduktes | Ausbeute in °/o |
| 1 | in °/o Melamin | der Theorie |
| 2 | 98,5 | 71,9 |
| 3 | 96,4 | 84,8 |
| 4 | 90,6 | 86,6 |
| 5 | 90,0 | 87,0 |
| 6 | 81,6 | 86,9 |
| 7 | 79,4 | 87,5 |
| 8 | 77,9 | 90,2 |
| 70,0 | 86,0 |
Aus der Tabelle ist zu entnehmen, daß der Melamingehalt des Rohproduktes am 8. Tag nur noch etwa
70°/0 beträgt. Während der Versuchsdauer von 8 Tagen werden insgesamt 9,34 kg eines Rohproduktes
gewonnen, das 7,75 kg Reinmelamin enthält, entsprechend einer Gesamtausbeute von 87,5 °/0 der
Theorie.
Aus diesen Vergleichsversuchen ist in Verbindung mit den Beispielen 1 und 2 zu entnehmen, daß die
Aktivität der erfindungsgemäß behandelten Katalysatoren über eine längere Zeit erhalten bleibt und daß
diese sich dadurch auszeichnen, daß sie nach dem Regenerieren mit Ammoniak bei erhöhten Temperaturen
wieder ihre ursprüngliche Aktivität erhalten. Diese Eigenschaften besitzen die bekannten Katalysatoren
nicht.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Melamin aus Harnstoff und/oder dessen thermischen Zersetzungsprodukten bei gewöhnlichem Druck und bei Temperaturen von 300 bis 450°C in Gegenwart von aus Aluminiumoxyden bestehenden Katalysatoren und zugesetzten ammoniakhaltigen Gasen, dadurch gekenn-zeichnet, daß man als Katalysator bei Temperaturen von 700 bis 10000C, vorzugsweise 750 bis 9500C, calcinierten Böhmit, Bayerit, Hydrargyllit oder ein bei dieser Temperatur calciniertes Gemisch dieser Verbindungen verwendet.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1138785, 1164419; USA.-Patentschrift Nr. 3 095 416.
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-
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- 1965-04-20 GB GB16508/65A patent/GB1030587A/en not_active Expired
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