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DE1211311B - Unstetig arbeitender elektrischer Regler fuer Regelstrecken mit grossen Zeitkonstanten - Google Patents

Unstetig arbeitender elektrischer Regler fuer Regelstrecken mit grossen Zeitkonstanten

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Publication number
DE1211311B
DE1211311B DEST12297A DEST012297A DE1211311B DE 1211311 B DE1211311 B DE 1211311B DE ST12297 A DEST12297 A DE ST12297A DE ST012297 A DEST012297 A DE ST012297A DE 1211311 B DE1211311 B DE 1211311B
Authority
DE
Germany
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feedback
controller
voltage
capacitor
resistor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST12297A
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Ludwig Felix Steghart
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1211311B publication Critical patent/DE1211311B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D23/00Control of temperature
    • G05D23/19Control of temperature characterised by the use of electric means
    • G05D23/20Control of temperature characterised by the use of electric means with sensing elements having variation of electric or magnetic properties with change of temperature
    • G05D23/24Control of temperature characterised by the use of electric means with sensing elements having variation of electric or magnetic properties with change of temperature the sensing element having a resistance varying with temperature, e.g. a thermistor
    • G05D23/2451Details of the regulator
    • G05D23/2453Details of the regulator using discharge tubes
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B11/00Automatic controllers
    • G05B11/01Automatic controllers electric
    • G05B11/012Automatic controllers electric details of the transmission means
    • G05B11/013Automatic controllers electric details of the transmission means using discharge tubes
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B11/00Automatic controllers
    • G05B11/01Automatic controllers electric
    • G05B11/36Automatic controllers electric with provision for obtaining particular characteristics, e.g. proportional, integral, differential
    • G05B11/42Automatic controllers electric with provision for obtaining particular characteristics, e.g. proportional, integral, differential for obtaining a characteristic which is both proportional and time-dependent, e.g. P. I., P. I. D.

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  • Control Of Temperature (AREA)
  • Feedback Control In General (AREA)
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  • Amplifiers (AREA)

Description

  • Unstetig arbeitender elektrischer Regler für Regelstrecken mit großen Zeitkonstanten Die Erfindung betrifft einen unstetig arbeitenden elektrischen Regler mit PI-Verhalten, und zwar im besonderen einen Regler dieser Art, bei welchem das PI-Veffialten durch Verwendung einer nachgebenden Rückführung erzielt wird.
  • Der Erfindung liegt als Aufgabe zugrunde, einen Regler dieser Art für Regelstrecken mit großen Zeitkonstanten, wie sie beispielsweise in Verbindung mit Aufgaben der Verfahrensregelung oder Temperaturregelung auftreten, zu schaffen. Die Erzielung ausreichend langer Zeitkonstanten stellt bei Verwendung elektrischer Regler bekanntlich vor erhebliche Probleme, insbesondere hinsichtlich der erforderlichen Nullpunktstabilität. Dieses Problem ist besonders akut bei Reglern der genannten Gattung, bei welchen das PI-Verhalten durch eine nachgebende Rückführung erzielt wird. Um unter diesen Umständen ausreichende, der Regelstrecke angepaßte Zeitkonstanten bei elektrischer Konstanz des Reglers zu erzielen, wurde bisher im allgemeinen eine gleichstrommäßige Unterbrechung im Vorwärtszweig des Reglers für unerläßlich erachtet, beispielsweise unter Verwendung von Vibratoren. Derartige mit Vibratoren arbeitende Regler sind verhältnismäßig aufwendig und zudem besonders störanfällig. Durch die Erfindung soll ein elektrischer Regler mit PI-Verhalten für Regelstrecken mit großen Zeitkonstanten geschaffen werden, der ohne die Verwendung aufwendiger und störanfälliger Vibratoren u. dgl. die Erzielung langer Zeitkonstanten bei guter Nullpunktstabilität ermöglicht.
  • Es ist in diesem Zusammenhang bereits bekannt, in Verbindung mit einem Zweipunktregler eine thermische Rückführung zu verwenden, wodurch bei genügend träger Regelstrecke der unstetige Regelvorgang zu einem stetig ähnlichen gemacht wird. Es ist dabei auch bereits bekannt, durch geeignete Ausbildung des thermischen Rückführkreises ein PI-Verhalten des Reglers zu erzielen. Bei der bekannten Ausführung ist der Rückführkreis dabei als Zweikanal-Rückführung mit je zwei thermischen Verzögerungsgliedern ausgebildet.
  • Ein derart unter Verwendung einer thermischen Rückführung aufgebauter Regler ist in mehrfacher Hinsicht unbefriedigend. Im Hinblick auf die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabenstellung der Erzielung langer Zeitkonstanten ist vor allem festzuhalten, daß sich mit derartigen thermischen Rückführungen bisher Regler nur mit einer Zeitkonstante von höchstens bis zu 6 Minuten erzielen ließen, während für viele Fälle der Verfahrens- und Temperaturregelung Zeitkonstanten bis zu einer Größenordnung von 1 bis 2 Stunden erforderlich wären. Ein weiterer Nachteil besteht in der Notwendigkeit, mehrere therinische Rückführglieder zu verwenden; es bereitet Schwierigkeiten, sicherzustellen, daß alle einzelnen thermischen Rückführglieder auf der gleichen Temperaturbasis arbeiten, jede Abweichung von dieser Bedingung führt zu zusätzlichen erheblichen Fehlern. Die Verwendung von durch Widerstände geheizten Thermoelementen als thermische Rückführglieder bei der bekannten Anordnung besitzt zudem den Nachteil, daß die Kennlinien der verwendeten Heizwiderstände Effekte zweiter Ordnung aufweisen, wodurch ebenfalls zusätzliche Fehler eingeführt werden. Außerdem kann die Verwendung einer Zweikanal-Rückführung, wie sie bei der bekannten Anordnung zur Erzielung des PI-Verhaltens mittels der thermischen Rückführung erforderlich ist, unter bestimmten Bedingungen zur Instabilität des Regelkreises führen. Schließlich wird ein derartiger Regler mit einem eine Vielzahl von thermischen Rückführgliedern aufweisenden Rückführkreis aufwendig und kostspielig.
  • Die Erfindung betrifft somit einen unstetig arbeitenden elektrischen Regler für Reglerstrecken mit großen Zeitkonstanten, bei welchem durch eine nachgebende Langzeitrückführung ein PI-Verhalten erzielt wird. Durch die Erfindung sollen die geschilderten Nachteile der mit einer thermischen Rückführung arbeitenden bekannten Anordnung vermieden werden und ein PI-Regler geschaffen werden, der bei einfachem Aufbau und bei Verwendung einer elektrischen Rückführung die Erzielung von Zeitkonstanten bis zu einer Größenordnung von 1 bis 2 Stunden bei guter elektrischer Konstanz gestattet.
  • Zu diesem Zweck ist gemäß der ETfindung die Verwendung einer bei PI-Reglern an sich bekannten RC-Rückführung vorgesehen, die in Abhängigkeit von der Stellgröße ein Rückführsignal erzeugt, das zusammen mit dem vorverstärkten Fehlersignal dem hochohinigen Eingang eines Gleichstromverstärkers zugeführt wird.
  • Nachgebende RC-Rückführung sind bei stetigen PI-Reglem an sich bekannt. Eine bekannte Vorrichtung dieser Art betrifft speziell eine Flugregelanlage, insbesondere zur Anwendung in Verbindung mit einem Selbststeuergerät; hierbei handelt es sich wie. gesagt, nicht um einen unstetig arbeitenden Regler wie bei der vorliegenden Erfindung, sondern um einen stetigen Regler; entsprechend dem Anwendungsgebiet der bekannten Anordnung besitzt diese lediglich Zeitkonstanten von einigen Sekunden, d. h. also in einer ganz anderen Größenordnung als bei der vorliegenden Erfindung, welcher gerade die Erzielung möglichst langer Zeitkonstanten als Aufgabe zugrunde liegt; des weiteren wirkt bei der bekannten Ausführung die Rückführung auf den Eingang eines Vorverstärkers zurück. Das der Erfindung zugrunde liegende Prinzip, bei einem unstetig arbeitenden PI-Regler durch Verwendung einer nachgebenden RC-Rückführung, welche zusammen mit dem vorverstärkten Fehlersignal auf den hochohmigen Eingang eines Gleichstromverstärkers arbeitet, lange Zeitkonstanten in der Größenordnung bis zu Stunden bei guter elektrischer Konstanz des Reglers zu erzielen, ist bei der bekannten Ausführung nicht verwirklicht.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform dei Erfindung ist vorgesehen, daß die Rückführung mit einer Spannung beaufschlagt wird, deren Wert von der Stellung des vom Reglerausga-ng über ein Relais gesteuerten Stellmotors abhängt; zweckmäßig dient dabei als Rückführspannungsquelle ein aus einer isolierten Spannungsquelle gespeistes Potentiometer, dessen Abgriff vom Stellmotor gesteuert wird.
  • Die Erfindung ist mit Vorteil insbesondere auch bei einem Zweipunkt-Regler mit Impulsbreitenmodulation anwendbar; gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist hierbei vorgesehen, daß die in an sich bekannter Weise durch eine RC-KurzzeitrückfÜhrung - erzeugte Impulsbreitenmodulation durch die RC-LangzeitrückfÜhrung im Sinne eines I-Verhaltens beeinflußt wird; die Beaufschlagung der RC-Langzeitrückführung mit einer konstanten Spannung erfolgt dabei zweckmäßig zugleich mit der Betätigung eines als Stellglied dienenden Relais; der Widerstand der RC-Langzeitrückführung kann durch den Kondensator der Kurzzeitrückführung überbrückt sein.
  • Die Art der Meßwertumformung und der Bildung des Regelabweichsignals sowie die Vorverstärkung können in beliebiger, an sich bekannter Weise erfolgen; so kann beispielsweise als Vorverstärker ein Wechselstroniverstärker Anwendung finden, der in Abhängigkeit von dem von der Meß- und Vergleichsvorrichtung gelieferten Regelabweichsignal gesteuert wird; der Wechselstromverstärker kann einen Phasendiskriminator aufweisen. Des weiteren kann in an sich bekannter Weise im Hauptkreis oder im Rückführkreis der Regeleinrichtung ein D-Glied vorgesehen sein, um dem Regler zusätzlich ein D-Verhalten zu verleihen.
  • ,Schließlich sei noch auf -.eine vorteilhafte Eigenscha.ft der gemäß der Erfindung ausgebildeten Regler hingewiesen; diese besteht darin, daß der Kondensator der RC.7Langzeitrückführung im wesentlichen nur in einer vorbestimmten Richtung aufgeladen wird, derart, daß im Falle eines vorübergehenden Netzspannungsausfalls und einer damit verbundenen Kondensatorentladung der Stellmotor beim Wiedereifisetzen der Netzspannung - in eine vorgegebene Stellung gebracht wird; durch diese asymmetrische Anordnung wird erreicht, daß die Regeleinrichtung bzw. der Stellmotor nach einem deratigen vorübergehenden Netzspannungsausfall unabhängig davon, in welchem Zustand sich der Stellmotor bei Ausfall der Netzspannung befand, stets in einer bestimmtenvorgegebenen Richtung anspricht.
  • Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele an Hand der Zeichnungen; in diesen zeigt Fig. 1 ein Schaltschema eines PI-Regleis gemäß einer Ausführungsfonn der Erfindung mit einer einen Phasendiskriminator aufweisenden Wechselstromvorverstärkerstufe, F i g. 2 ein Schaltschema eines Reglers gemäß einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung mit einer als Magnetverstärker ausgebildeten Vorverstärkerstufe, F i g. 3 das Schaltschema, eines Reglers gemäß einer weiteren . Ausführungsform unter - Einschluß einer Begrenzungseinrichtung, F i g. 4 ein Teilschaltbild eines als Zweipunkt-Regler mit Impulsbreitenmodulation ausgebildeten Reglers gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
  • In den einzelnen Figuren sind entsprechende Teile jeweils mit gleichen Bezugszeichen versehen. Ferner sind die Schaltbilder in den einzelnen Figuren in Abschnitte A, B, C und D eingeteilt, wobei diese Abschnitte jeweils folgende Teile der Gesamtanordnung umfassen: Abschnitt A umfaßt den Meßwertwandler und die Schaltung zur Bildung des die Abweichung der Regelgröße von dem Sollwert wiedergebenden Fehler- bzw. Regblabweichungssignals; in den dargestellten Ausführungsbeispielen enthält dieser Abschnitt als wesentlichen Teil jeweils eine Brückenschaltung.
  • Abschnitt B umfaßt die der Vorverstärkung dienenden Teile, gegebenenfalls mit Phasend-iskriminator.
  • Abschnitt C umfaßt jeweils die Endstufe des. Regelverstärkers einschließlich der 'Steuerung des Stellmotors und der Rückführung zur Erzielung des 1-Verhaltens.
  • Abschnitt D (nur in F i g. 3) umfaßt eine spezielle Begrenzungseinrichtung.
  • In F i g. 4 ist nur der Abschnitt C des Gesamtschaltbildes wiedergegeben.
  • Im folgenden wird die Schaltung nach F i g. 1 be#-schrieben: Abschnitt A. Ein als Widerstandsthermometer zur Temperaturmessung dienender Widerstand 1 ist mit den Widerständen 2, 3, 4 und 5 in einer als Meßwertwandler und Vergleichsvorrichtung dienender Brückenschaltung geschaltet; der veränderliche Widerstand 5 dient zur Sollwerteinstellung.
  • Die Brückenschaltung wird aus einer Wicklung 6 des Transformators 7 mit Wechselstrom gespeist. Die dieRegelabweichung darstellendeAusgangsspannung der Brücke wird über einen Kondensator 8 dem Gitter der einen Hälfte einer Doppeltriode 9 zugeführt.
  • Abschnitt B. Der Anodenstromkreis der Röhre 9 wird aus der Wicklung 10 des Transformators 7 über einen Gleichrichter 11 mit Kondensator 12 gespeist. Die Anodenspannung wird der zweiten Anode der Röhre 9 über einen Widerstand 13, der ersten Anode über Widerstände 14 und 15 und den Entkoppelungskondensator 16 zugeführt. An dem Kathodenwiderstand 17, der durch einen parallelgeschalteten Elektrolyt-Kondensator 18 überbrückt ist, wird eine Gittervorspannung erzeugt. Das dem Gitter der ersten Hälfte der Röhre 9 zugeführte, der Regelabweichung entsprechende Wechselstromsignal wird verstärkt und dem Gitter der zweiten Röhrenhälfte über einen Kondensator 19 und ein Potentiometer 20 zugeführt, das zur Einstellung der Verstärkung bzw. zur Einstellung des Proportionalbereiches des Reglers dient. Von der zweiten Hälfte der Röhre 9 wird die (Wechselstrom-) Ausgangsgröße über einen Kondensator 21 und einen Widerstand 22 den beiden Gittern einer Doppeltriode 23 zugeleitet. Diese Röhre dient als Phasendiskriminator; zu diesem Zweck werden ihre beiden Anodenkreise mit um 180' gegeneinander phasenverschobenem Wechselstrom von Wicklungen 24 und 25 des Transformators 7 gespeist. Diese Wicklungen 24 und 25 sind über Widerstände 26, 27 und 28 sowie ein Potentiometer 29 mit den beiden Kathoden der Röhre 23 verbunden. Das Potentiometer 29 ist dabei derart abzugleichen, daß kein Anodenstrom fließt und daher auch keine Spannung an den Enden der Widerstände 26 und 27 auftritt, wenn den Gittern dieser Röhre kein Wechselstromsignal zugeführt wird, da in diesem Fall die Spannungen an den Widerständen 26 und 27 gleich und entgegengesetzt gerichtet sind. Mittels Kondensatoren 30 und 31 wird die Spannung geglättet. Die Phase der dem Gitter der Röhre 23 zugeführten Spannung hängt davon ab, ob der als Meßwertwandler dienende Widerstand 1 größer oder kleiner ist als die Summe der Widerstände 4 und 5. Durch entsprechende Verbindung der Wicklung 6 mit der Brücke kann erreicht werden, daß die an den Widerständen 26 und 27 erzeugte Spannung so gepolt ist, daß das obere Ende der Widerstände 26 und 27 positiv ist, wenn die geregelte Temperatur zu hoch ist. Entsprechend ist dann das obere Ende der Widerstände 26 und 27 negativ, wenn der Istwert der geregelten Temperatur unter dem Sollwert liegt. Der Meßwert an den Widerständen 26 und 27 ist daher proportional der Abweichung der Regelgröße (Temperatur) vom Sollwert, und die Verstärkung hängt von der Einstellung des Potentiometers 20 ab. Liegt keine Regelabweichung vor, so ist die Summe der Spannungen an den Widerständen 26 und 27 gleich Null.
  • Abschnitt C. Das am Ausgang des Abschnitts B auftretende, der Regelabweichung proportionaleSignal wird dem Abschnitt C zugeführt. Dieser weist unter anderem ein polarisiertes Relais 33-35 zur Steuerung eines Stellmotors 38 über einen Schalter 32, 36, 37 auf. Die beiden Relaiswicklungen 34 und 35 werden im Ruhezustand von einem Nennstrom von 5 mA durchflossen; solange diese Erregerströme in den Wicklungen 34 und 35 gleich groß sind, bleibt der Kontaktarm 32 in der Mittelstellung. Steigt der Strom in der Spule 34 an, so wird der Mittelkontakt 32 mit Kontakt 36 schließen, bei einem Absinken wird der Mittelkontakt 32 den Kontakt 37 schließen. Diese beiden Kontakte 36 und 37 schließen jeweils eine von zwei Statorwicklungen eines Spaltphasen-Induktionsmotors 38 an die Wicklung 58 des Transformators 7 an, derart, daß der Motor 38 entweder im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn angetrieben wird. Der Motor 38 ist über ein Untersetzungsgetriebe 39 mit dem (nicht dargestellten) Regelorgan verbunden.
  • Der Motor treibt nicht nur das Regelorgan an, sondern auch den Arm eines Potentiometers 40, das zur Beaufschlagung der Rückführung gemäß der Erfindung dient.
  • Zur Gleichstromspeisung der Endstufe 44 des Reglers, welcher die erlindungsgemäße Rückführung aufweist, ist eine von einer Wicklung 42 des Transformators 7 gespeiste Gleichrichtbrücke 41 mit Glättungskondensator 43 vorgesehen. Die von der Gleichrichtschaltung 41, 43 erzeugte Gleichspannung speist die Anode der Pentodenröhre 44 über die eine Wicklung 34 des polarisierten Relais 33. Außerdem speist der Gleichrichter 41, 43 über einen Widerstand 45 den Spannungskonstanthalter 46, dessen konstante Spannung an dem Schirmgitter der Pentodenröhre 44 liegt. Der Konstanthalter 46 gibt außerdem einen praktisch konstanten Strom an die andere Wicklung 35 des polarisierten Relais 33 ab; dieser im wesentlichen konstante Strom durchfließt außerdem den Widerstand 47, das Rückführpotentiometer 40, einen Widerstand 48 und Widerstände 49 und 50, welch letztere eine Gittervorspannung erzeugen. Das Schirmgitter der Pentodenröhre 44 wird, wie erwähnt, mit einer konstant gehaltenen Spannung gespeist, so daß plötzliche Änderungen der Netzspannung keine vorübergehenden Abweichungen des Anodenstromes in der Wicklung 34 des. pol arisierten Relais 33 verursachen.
  • Wenn keine Regelabweichung vorliegt, d. h. wenn zwischen den Enden der Widerstände 26 und 27 die Potentialdifferenz Null beträgt, so ist der Strom durch die Pentodenröhre 44 immer konstant, z. B. 5 mA, und hält dadurch das Relais 33 in seiner Nullstellung, so daß der Stellmotor 38 in Ruhe bleibt. Der Widerstand 49 ist einstellbar, und das polarisierte Relais 33 kann so auf Nullstellung abgeglichen werden.
  • Beim Auftreten einer Regelabweichung wird an den Widerständen 26 und 27 eine Spannung erzeugt, deren Betrag außer von der Regelabweichung von dem an dem Potentiometer 20 einstellbaren Verstärkungsfaktor abhängt. Diese Spannung wird in dem Widerstandsnetzwerk 53 bis 56 aufgeteilt und mit einer Rückführspannung kombiniert, welche an dem vom Stellmotor 38 verstellbaren Abgriff des Potentiometers 40 abgegriffen und über das das 1-Verhalten des Reglers erzeugende nachgebende Rückführglied aus Kondensator 52 und Widerstand 56 gemeinsam mit dem Proportionalanteil dem Steuergitter der Endröhre 44 zugeführt wird. Die Widerstände 54 und 55 des Kombinationsnetzwerks sind gleich groß, und die Widerstände 53 und 56 sind gemeinsam so verstellbar, daß immer derselbe Anteil in beiden Widerständen stromdurchflossen ist; hierdurch wird er, reicht, daß jeweils 5tets die Hälfte, der Proportionalanteilspannung an den Widerständen 53 und 54 abfällt und die Gitterspannung der Pentodenröhre 44 beeinflußt.
  • Im folgenden wird die Wirkungsweise des PI-Reglers beschrieben. Das Steuergitter der Endröhre 44 wird zuzüglich zu der bei 49, 50 erzeugten konstanten Gittervorspannung mit der in dem Netzwerk 52 bis 56 aus P-Anteil und I-Anteil kombinierten Regelspannung beaufschlagt. Hierdurch wird der Strom durch die Wicklung 34 des Relais 33 verändert und ein Kontaktschluß zwischen 32 und 36 bzw. 37 ver, ursacht. Dadurch wird der Motor in Bewegung gesetzt und der Abgriff des Potentiometers 40 so verstellt, daß die Spannung dieses Potentiometers die Spannung der Widerstände 53 und 54 auszugleichen sucht. Sobald sich der Potentiometer-Abgriff bewegt, verändert er jedoch das Spannungsgleichgewicht des Kondensators 52 und der Spannung an dem Widerstand 48 und dem Potentionieter 40 und vergrößert dadurch die Spannung, welche entsprechend dem Wert des Proportionalanteils an den Widerständen 26 und 27 auftritt, der Abgriff wird sich weiterbewegen, bis die Spannung am Widerstand 48 und dem aktiven Teil des Potentiometers 40 der Spannung am Kondensator 52 und der Summe der Spannungen an den Widerständen 55 und 56 das Gleichgewicht hält. Wenn dieses Gleichgewicht erreicht ist, ist der zusätzliche Spannungsabfall am Potentiometer 40 genau gleich der Spannungsänderung an den Widerständen 26 und 27, und auch die Summe der Spannungen an den Widerständen 55 und 56 ist diesem Wert gleich.
  • Durch den Strom, der durch die Widerstände 53, 54, 55 und 56 fließt, wird sich die Ladung des Kondensators 52 allmählich verändern. Das Spannungsgleichgewicht am Gitter der Röhre 44 wird gestört, das Relais 33 betätigt, der Motor 38 beginnt zu laufen und verstellt das Potentiometer 40, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Dies ist ein langsamer Prozeß und eine Folge der Änderung der Ladung des Kondensators 52, der auf diese Weise in die Regelung einen Integralanteil einführt, dessen Größe durch eine gemeinsame Änderung der Wider4 stände 53 und 56 verstellt werden kann. Gleichzeitig wird bei einer Betätigung des Motors 38 das (nicht dargestelltem Stellglied verstellt, wodurch z. B. die Wärmezufuhr zu dem Gebäude oder dem geheizten Raum so gesteuert wird, daß die Temperatur als Regelgröße auf den Sollwert zurückgeführt und so die Brücke (Abschnitt A) durch Änderung des Widerstandswertes des Widerstandsthermometers 1 wieder in den abgeglichenen Zustand- gelangt, in dem kein Regelabweichungssignal an ihrem Ausgang auftritt.
  • F i g. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Reglers gemäß der Erfindung; diese Ausführungsform stimmt in ihrem grundsätzlichen Aufbau weitgehend mit dem Regler gemäß F i g. 1 überein; die Ab- weichungen bestehen im wesentlichen darin, daß in Abschnitt B des Reglers zur Vorverstärkung ein Magnetverstärker statt einer Röhrenstufe vorgesehen ist und daß des weiteren im Vorwärtszweig des Reglers ein Differenzierglied vorgesehen ist, wodurch der Regler ein PID-Verhalten erhält.
  • Im Hinblick auf die, Verwendung eines Magnet, verstärkers zur Vorverstärkung desRegelabweichungssignals ist es erwünscht, das Regelabweichungssignal als Gleichstromsignal zu erhalten. Zu diesem Zweck wird die als Meßwertwandler und Vergleichsvorrichtung dienende Widerstandsbrücke mit Gleichstrom betrieben. Diese, Gleichstromspeisung erfolgt . aus einer Wicklung 101 des Transformators 102 über eine Gleichrichtbrücke 103 mit Glättungskondensator 104 und einen Stellwiderstand 124.
  • Die Brücke zur Bildung des Regelabweichungssignals weist zwei Zweige mit Festwiderständen 105 bzw. 106 auf; der dritte Brückenzweig wird von einem als Meßwertwandler wirkenden WiderstandsthermQme , ter 1L07 gebildet, der vierte Brückonzweig duxcJi einen als Sollwertgeber dienenden einstellbaren Widerstand 108, Zur Vorve.rst4rkung des als Gleichstromsignal am Brückenausgang gewonnenen Regelabweichungssignals dient, wie bereits erwähnt, ein Magnetverstärker mit Eis.enkernen 109 und 110. Diese tragen Eingangswicklungen 111 bzw. 112, die aus einer Wicktung 113 des Transformators 102 mit Wechselstrom gespeist werden. F-in Widerstand 114 dient zur Strombegrenzung bei Sättigung der Keine, Des weiteren weisen die beiden Keine je eine Steuerwicklung 115 bzw- 116 auf, welche den Primärwicklungen 111 bzw. 112 entgegengeschaltet sind. Die beiden Steuerwicklungen gind über eine Drossel 117 mit dem Ausgang der Widerstandsbrücke 105 bis 108 verbunden und werden mit dem Regelabweichungssignal beaufschla,-t- Des weiteren sind die Magnetverstärkerkerne 109 bzw. 110 mit je einer Ausgangswicklung 118 bzw, 119 versehen, die in gleicher Art wie die Steuerwicklungen 115 und 116 gepolt sind.
  • Solange keine. Regelabweichung vorliegt und die Steuerwicklungen 115 bzw, 116 somit strowlos sind, bleiben auch die Ausgangswicklungen 118 bzw. 119 stromlos, da sie so abgeglichen sind, daß die Wirkungen, der ErregerwiOdungen 111 bzw, 112 sich gerade aufheben. Der Magnetverstärker ist ferner so ausgelegt, daß die Erregerwicklungen die Eisenkerne über einen Großteil jeder Wechselstromperiode sättigen. Fließt in den Steuerwicklungen 115 und 116 ein Strom, so wird der eine Teil des Magnetverstärkers innerhalb des Periodeazyklus etwas früher als der andere Verstärkerteil gesättigt sein, Dies verursacht einen asymmetrischen, Fluß, in den Kernen und kommt als zweite Harmonische in den Ausgangswicklungen 118 und 119 zum Ausdruck, Die, beiden Ausgangswicklungen 118 bzw. 119 sind über zwei antiparallelgeschaltete Gleichrichter 122, 123 mit einem Widerstand 120 verbunden ' welcher durch einen parallelgeschalteten Kondensator 121 überbrückt ist. An dem Widerstand 120 tritt eine der Regelabweichung proportionale verstärkte Spannung auL Infolge der nichtlinearen Charakteristik der Gleichrichter 122, 123 bewirken die Spannungsimpulse, der Ausgangswicklungen 118, 119 des Magnetverstärkers eine Aufladung des X-ondensators 121 über den Gleichrichter 123, wobei sich der Kondensator über den Gleichrichter 122 nicht völlig entladen kann, da die Kondensatorspannung klemi gegenüber der Spannung an den Wicklungen ist. Der Widerstand des Gleichrichters 122 während des Eutladeintervalls wird daher größer sein als der Widerstand des Gleichrichters 123 während des Aufladeintervalls. Bei umgekehrter Richtung des Stromflusses in den Steuerwickhingen 115 und 116 (d. h. bei entgegengesetzter Regelabweichung) wird sich die Wirkungsweise der Gleichrichter 122, 123 ebenfalls umkehren und der Kondensator 121 somit mit umgekehrter Polarität aufgeladen werden. Diese spezIelle Schaltung des Magnetverstärkers und seines Ausgangskreises wurde wegen der besonders hohen Nullpunktstabilität gewählt ; selbstverständlich kann jedoch jeder beliebige Magnetverstärker Anwendung finden.
  • Die Spannung an dem Widerstand 120 ist, wie bereits erwähnt, der Regelabweichung proportional, wobei der Verstärkungsgrad von der Einstellung des Widerstandes 124 im Speisekreis der Widerstandsbrücke abhängt. Liegt keine Regelabweichung vor, so tritt an dem Widerstand 120 keine Spannung auf.
  • Der übrige Teil der Schaltung des Reglers nach Fig. 2 entspricht weitgehend der Schaltung gemäß F i g. 1, mit dem Unterschied, daß im Gitterkreis der Endstufenröhre 44 - zusätzlich ein Differenzierglied vorgesehen ist, das aus einem Kondensator.125 und dem aktiven Teil eines Potentiometers 126 besteht und einen der Ableitung der Regelabweichung entsprechenden D-Anteil in die übergangsfunktion des Reglers einführt, so daß dieser ein PID-Verhalten erhält. Des weiteren ist in Abänderung gegenüber Fig. 1 das den Stellmotor 38 steuernde Relais mit einer mechanischen Federvorspannung 127 ausgebildet, so daß nur eine Relaiswicklung 34 benötigt wird, welche im Anodenstromkreis der Röhre 44 liegt.
  • F i g. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Reglers gemäß der Eifindung. Der hauptsächliche Unterschied gegenüber der Ausführungsform nach F i g. 1 besteht in der Einfügung einer Begrenzungseinrichtung (Abschnitt D); diese Einrichtung dient für den Fall, daß eine Temperatur, die von der zu regelnden Temperatur zwar verschieden ist, aber zu ihr in Beziehung steht, oberhalb oder unterhalb einen bestimmten Wert gehalten werden soll. Gegenüber Fig. 1 sind gewisse Änderungen getroffen.
  • Die Meßbrücke (Abschnitt A) ist mit einem Spezialpotentiometer 161 sowie mit einem weiteren Potentiometer 160 versehen. Zur Begrenzung des Kurzschlußstroms der Meßbrücke ist ein Widerstand 162 und zur Unterbrechung der Brücke während des Nullabgleichs des Reglers (am Potentiometer 167 oder 174) ein Glied 164 vorgesehen.
  • Der Vorverstärker (Abschnitt B) wurde vereinfacht, indem an Stelle der Doppelröhre 9 ein Spannungs-Transformator 163 vorgesehen ist. Dies hat zwei Vorteile. Erstens ist es dadurch möglich, eine Seite der Meßbrücke wegen der Isolation des Transformators an Masse zu legen, und zweitens wird hierdurch gegenüber Fig. 1 eine Sekundärwicklun (nämlich die Wicklung 10 in F i 1-. 1) am Netztransformator 7 eingespart. Der Phasendiskriminator 23 ist wie in Fig. 1 ausgebildet und arbeitet wie dort ZD beschrieben. Ein in der Kathodenleitung der Röhre 23 vorgesehener Widerstand 166 dient zum Abgleich der Verstärkung bzw. zur Einstellung des Proportionalbereiches. Der Verstärkungsfaktor kann auf verschiedene an sich bekannte Weise verändert werden, die hier jedoch nicht weiter dargestellt ist. Die Ausgangsgröße der phasenempfindlichen Röhre 23 wird wie in Fig. 1 den Widerständen 26 und 27 zugeführt. Zusätzlich ist ein Einstellpotentiometer 167 vorgesehen. An Stelle dieses Einstellpotentiometers ist es jedoch auch möglich, die Widerstände 26 und 27 C gleich groß zu wählen und eine etwa notwendige Abgleichung an dem schon erwähnten Potentiometer 174 (in der Endverstärkerstufe 44, 171; Abschnitt D in F i g. 3) vorzunehmen. Der Proportionalanteil des Reglers kann an einem den Widerständen 26 und 27 parallelgeschalteten Abgriffpotentiometer erhalten werden.
  • Die Reglerschaltung gemäß F i g. 3 weist zusätzlich den Abschnitt D auf, der die erwähnte Begrenzungsregelung umfaßt. Diese wird weiter unten eingehend erläutert; zunächst sei angenommen, daß Klemme 1.68 direkt mit Klemme 169 verbunden ist. Der Spannungsabfall an den Widerständen 26 und 27 und 167 liegt dann direkt im Gitterkreis der Pentodenröhre 44; die Widerstände 53, 54 haben eine ähnliche Funktion wie in F i g. 1; in Serie mit der Kathode ist ein Rückführwiderstand 51 angeschlossen.
  • Das PI-Verhalten des Reglers wird gemäß der Erfindung wiederum durch eine nachgiebige Rückführung erzielt, welche den Kondensator 52 und den aktiven Teil des Widerstands 53 umfaßt. Die Rückführung wird mit einer am Potentiometer je nach der Stellung des vom Stellmotor 38 betätigten Schleifarms abgegriffenen Gleichspannung beaufschlagt. Die Gleichspannung am Potentiometer 40 wird von einer Gleichrichterbrücke 59 mit Glättkondensator geliefert, die ihrerseits von einer Wicklung 57 des Netztransfolmators 7 gespeist wird.
  • Die Anodenspannung der Pentodenröhre 44 wird aus der Wicklung 1.70 des Transformators 7 durch die als Gleichrichter beschriebene linke Hälfte der Doppeltriode 171 erzeugt; zur Glättung ist ein Kondensator 172 vorgesehen. Die negative Seite dieses Kondensators 172 ist über den Kathodenwiderstand 51 mit der, Kathode der Röhre 44 verbunden, die positive Seite liegt über den Lastwiderstand 1173 an der Anode der Röhre 44. Des weiteren liegt über dem Kondensator 172 ein Spannungsteiler, bestehend aus dem schon vorhererwähnten Potentiometer 174 und Widerständen 1,75, 176 und 51. Der durch diesen Spannungsteiler zusätzlich durch den Kathodenwiderstand 51 fließende Strom erzeugt eine Gittervorspannung der Röhre 44. Eine entsprechende Schirmgittervorspannung wird an der Verbindung der Widerstände 174 und 175 abgenommen; schließlich wird zwischen den Widerständen 175 und 176 eine weitere Spannung über einen sehr großen Widerstand 177 für die erwähnte Grenzwertregelung abgenommen.
  • Die rechte Seite der Doppelröhre 171 wird von der Wicklung 178 mit Wechselstrom gespeist und betätigt zwei Relais 179 und 180,- der Stromkreis dieser Röhre wird durch einen Kathodenwiderstand 181 geschlossen, der eine Gegenkopplung erzeugt. Die am Gitter dieser Triodenröhre liegende Spannung entspricht der Differenz der Spannung am oberen Teil des PotentioinelLers 117,1 und dem Spannungsabfall des Anodenwiderstandes 173 der Pentodenröhre 44. Diese Spannungen sind so gewählt, daß be; einer Zunahme des Stroms in der Röhre 44 der Glechstrorn in der rechten Triode der Röhre 171 ansteigt. Ein gewisser Ausgleich von Netzspannungsschwankungen wird dadurch erreicht, daß dies praktisch ein Brückenk-#eis ist. De.- Strom durch die Relaiswicklungen 179 und 180 ist so ab-eg ichen, daß im Ruhezustand bei Feh-C #ni len einer Regelibweichung das Relais 179 gescblos-C C sen und das Relais 1.80 offen ist. Bei einem Ansteigen des Stromes in der Röhre 171 wird das Relais 180 geschlossen und der Motor 38 das Rückführpotentiometer (sowie das nicht dargestellte Stellglied) in der einen Richtung antreiben; entsprechend wird bei einem Rückgang des Stromes das Relais 179 öffnen und der Motor in der entgegengesetzten Drehrichtung arbeiten. Die beiden Relais sind verriegelt, um eine gleichzeitige Erregung beider Motorwicklungen unmöglich zu machen. Man erkennt, daß hinsichtlich der Stellmotorsteuerung der Hauptunterschied gegenüber F i g. 1 in der Verwendung einer Röhre mit zwei gewöhnlichen Relais an Stelle eines empfindlichen polarisierten Relais in Fig. 1 besteht.
  • Im folgenden wird der Zweck der in F i g. 3 zusätzlich vorgesehenen Begrenzungsregelung D an einem Beispiel beschrieben, der die.Regelung einer Heißluftheizung für einen Raum betrifft. Bei einier solchen Anlage ist es erwünscht, die Temperatur der in den Raum hineingepumpten Luft nicht unter einen gewissen Wert absinken zu lassen. In F i g. 3 stellt die Vorrichtung 165 einen Thermostaten in der Luftleitung dar. Solange die Temperatur in der Zuluftleitung über dem eingestellten Grenzwert liegt, sind die Kontakte 182 geschlossen und schließen die Klemmen 168 und 169 über den verhältnismäßig kleinen Widerstand 183 kurz und bewirken eine Entladung des Kondensators 184. Der Regler arbeitet wie bereits beschrieben. Wenn die untere Temperaturgrenze erreicht wird, öffnen die Kontakte 182, und die Kontakte 185 schließen. Der Kondensator 184 wird dann über die Widerstände 177 und 186 lancysam geladen, und die Klemme 168 wird positiv. Ein Widerstand 187, der dem Kondensator 184 parallel geschaltet ist, begrenzt die Maximalspannung und beginnt den Kondensator zu entladen, wenn der Thermostat in einer solchen Lage ist, daß weder die Kontakte 182 noch 185 geschlossen sind. Die langsam ansteigende Spannung an diesem Kondensator wirkt wie eine zusätzliche Fehlerspannung, was zur Folge hat, daß die Temperatur in der Zuluftleitung erhöht wird. Genügt dieser Effekt nicht und fällt die Zulufttemperatur weiter ab, so schließen die Kontakte 188 den Widerstand 186 kurz und vergrößern auf diese Weise den Ladestrom. Wenn die Zulufttemperatur genügend ansteigt, wird dieser Vorgang umgekehrt, der Kondensator 184 entlädt sich erst über den Widerstand 187 und schließlich über den Widerstand 183. Wenn der Allgemeinzustand der Anlage sich nicht ändert, wird die Temperatur langsam hinauf- und heruntergehen in dem Maße, wie sich der Kondensator 184 auflädt oder entlädt.
  • Durch Umkehrung der Richtung des Fehlerwertes an den Widerständen 26, 27 und 167 und durch einen entsprechenden Anschluß der Relais 179 und 180 kann die vorstehend beschriebene Begrenzungsregelung zur Einhaltung einer oberen Grenze, d. 1.i. einer Maximaltemperatur in der Zuluftleitung, dienen.
  • Die bisher beschriebenen Ausführungsbeispiele betrafen Regler, die nach dem Prinzip der Stellungsmodulation arbeiten, bei welcher also das Stellglied nach Maßgabe der jeweiligen Regelabweichung und der übertragungsfunktion des Reglers jeweils innerhalb eines kontinuierlichen Stellbereichs verstellt wird. Die Erfindung ist jedoch ebensogut auch bei Reglern anwendbar, bei welchen das Stellglied im wesentlichen nur eine von zwei diskreten Stellungen einnehmen kann (»Auf-Zu-Regelung«), wobei der Regler nach Maßgabe der jeweiligen Regelabweichung und seiner übertragungsfunktion die zeitliche Umschaltung zwischen den diskreten Stellungen des Regelorgans (SteRglieds) beeinflußt, Bei diesem Reg-t> lerprinzip mit Impulsbreitenmodulation oszilliert der Regler mit einer vorgegebenen Frequenz zwischen der voll geöffneten und der voll geschlossenen Stellung, wobei der relative Anteil von öffnungsperiode und Schließperiode durch den Regelvorgang verändert wird, während die Frequenz des aus Öffnungs-und Schließperiode zusammen gebildeten Arbeitszyklus unverändert bleibt.
  • F i g. 4 zeigt eine derartige Ausführungsform, bei welcher die Erfindung auf einen als Zweipunktregler mit Irapulsbreitenmodulation ausgebildeten Regler an-ewandt ist. In F i g. 4 ist dabei mir der dem Abschnitt C entsprechende Teil der Schaltung dargestellt, welcher die Endstufe mit der Stellinotorsteuerung und die Rückführung gemäß der Erfindung umfaßt. Die Abschnitte A und B können beispielsweise wie in F i g. 1 ausgebildet sein, derart, daß an den Widerstäfiden 26, 27 das der Regelabweichung proportionale Gleichspannungssianal vom Ausgang der Vorverstärkung (Abschnitt B) zugeführt zu denken ist. Der in F i g. 4 dargestellte Abschnitt C der Schaltung ist weitgehend analog dem Abschnitt C von F i g. 3 aufgebaut, mit dem Unterschied, daß der Ausgangsstrom der rechten Triodenhälfte der Röhre 171 nur durch ein einzelnes Relais 260 fließt. Die Relaiskontakte 261 schalten die (nicht dargestellte) Stelleinrichtung ein und aus. über weitere Relaiskontakte 262 des gleichen Relais 260 wird im gleichen Rhythmus der Rückführzweig an eine konstaute Gleichspannung, welche von der Netztransformatorwicklung 57 über einen Gleichrichter 265 a - bzw. von ihr abgeschaltet.
  • geliefert wird, an Die Frequenz der Umschaltungen ist durch den Kondensator 263 und den Widerstand 264 gegeben, die zusätzlich zu dem Rückführkreis gemäß der Erfindung vorgesehen sind. Dieser Rückführkreis wird von dem Kondensator 52 und den Widerständen 53 und 54 gebildet, die die gleiche Funktion wie in den früher beschriebenen Ausführungsbeispielen besitzen; der Kondensator 52 mit dem aktiven Teil des Widerstandes 53 bildet das nachgebende Rücl<fiihrglied, mittels dessen gemäß der Erfindung das I-Verhalten des Reglers erzielt wird.
  • Wenn die Kontakte 262 den Gleichrichter 265 einschalten, so erhöht sich die Ladung des Kondensators 263 und damit die Spannung an den Widerständen 53 und 54 derart, daß das Relais 260 durch die Pentodenröhre 44 betätigt und der untere Kontakt des Schalters 262 geschlossen wird. Der Kondensator 263, der wesentlich kleiner ist als der Kondensator 52, wird langsam entladen. Dieser Zyklus ergibt eine Ein- und Ausschaltung von gleicher Dauer, wenn der Kondensator 52 eine Ladung besitzt, die halb so groß ist wie die Spannung am Gleichrichter 265.
  • Sobald an den Widerständen 26 und 27 infolge einer Regelabweichung eine Zusatzspannung auftritt, wird diese im Gitterkreis der Röhre zur Auswirkung kornmen und die Kontakte für längere Zeit als die Hälfte offen oder geschlossen halten. Außerdem wird die Ladung am Kondensator allmählich wegintegriert und auf diese Weise die sonst unvermeidliche Verschiebung des Regelpunktes verhindert.
  • An dieser Stelle sei gesondert auf eine vorteilhafte Eigenschaft der beschriebenen Ausführungen von Reglern gemäß der Erfindung hingewiesen. Diese ermöglichen es nämlich, die jeweilige Richtung der Regelabweichung und die Bewegung des Stellmotors so aufeinander abzustimmen, daß der Kondensator 52 entladen ist, wenn das Stellglied entweder völlig offen oder völlig geschlossen ist. Die zur Erzielung des 1-Verhaltens gemäß der Erfindung vorgesehene nachgebende Rückführung ermöglicht es daher, das Stellglied zu öffnen oder zu schließen, wenn die Versorgungsspannung nach einer Unterbrechung zurückkehrt. Diese für die praktische Anwendung der Regler äußerst bedeutsame Eigenschaft beruht darauf, daß der Kondensator 52 der nachgebenden Rückfüh- rung so geschaltet ist, daß er im wesentlichen nur einseitig, d. h. nur in einer vorgegebenen Richtung, aufgeladen wird. Bei einem Netzspannungsausfall wird der Kondensator daher unabhängig von der Stellung des Potentiometerabgriffs 40 und damit unabhängig von der jeweiligen letzten Stellung des Stellmotors vor Ausfall der Netzspannung entladen, so daß sichergestellt ist, daß sich der Stellmotor bei Rückkehr der Netzspannung in einer vorgegebenen Richtung bewegt.
  • Zum besseren Verständnis sei dieses Verhalten der beschriebenen Regler an einem konkreten Beispiel beschrieben. Es sei angenommen, daß die Regler zur Regelung der Temperatur eines Siemens-Martin-Ofens dienen sollen, die sehr nahe der Gefahrengrenze, gehalten werden muß. Bei einem Netzausfall würde der Stellmotor das Ventil der Brennstoffzufuhr in seiner jeweiligen Stellung belassen, es würde weiterhin Brennstoff zugeführt werden und die Temperatur daher ungefähr konstant bleiben. Allen beschriebenen Ausführungen von Reglern gemäß der Erfindung ist nun gemeinsam, daß der Kondensator der nachgebenden Rückführung sich über den RC-Kreis entladen würde, derart, daß während eines solchen vorübergehenden Netzausfalls gewissermaßen eine Regelabweichung vorgetäuscht würde, die in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Durch die erwähnten Mittel kann nun sichergestellt werden, daß nach dem Wiedereinsetzen der Netzspannung der (trotz Fehlens eines Regelabweichung) dann auftretende Ladestrom des Kondensators das Brennstoffventil nicht öffnet und somit eine überhitzung des Ofens vermieden wird. Welche Stellung das Rückführpotentiometer (entsprechend der jeweiligen Stellmotorstellung) im Augenblick des Netzspannungsausfalls auch einnehmen mag, der Regler kann stets so ausgelegt werden, daß das Stellglied (Brennstoffventil) vorübergehend geschlossen und eine Gefährdung der Anlage vermieden wird.
  • Es sei noch erwähnt, daß die Erfindung vorstehend an Hand von Beispielen beschrieben wurde, welche Temperaturregelungen betrafen. Selbstverständlich ist die Erfindung jedoch nicht auf Fälle beschränkt, in welchen die Regelgröße eine Temperatur ist, sondern ist bei Regelstrecken beliebiger Art anwendbar, welche große Zeitkonstanten besitzen.
  • Des weiteren sei betont, daß die Art der Meßwertumformung und der Bildung des Regelabweichungssignals sowie die Art und Weise der Vorverstärkung in beliebiger Weise erfolgen können, insbesondere können diese Stufen entweder mit Gleichstrom oder mit Wechselstrom betrieben werden. Wesentlich für die vorliegende Erfindung ist, daß der von der nachgebenden Rückführung gemäß der Erfindung überbrückte Teil des Regelverstärkers, welchem das vorverstärkte Regelsignal zusammen mit dem Rückführsignal zugeführt wird, als Gleichstromverstärker ausgebildet ist.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Unstetig arbeitender elektrischer Regler für Reglerstrecken mit großen Zeitkonstanten, bei welchem durch eine nachgebende Langzeltrückführung ein PI-Verhalten erzielt wird, - e k e n n -z e i c h n e t d u r c h die Verwendung einer bei PI-Reglern an sich bekannten RC-Rückführung, die in Abhängigkeit von der Stellgröße ein Rückführsigrial erzeugt, das zusammen mit dem vorverstärkten Fehlersignal dem hochohmigen Eingang eines Gleichstromverstärkers zugeführt wird.
  2. 2. Regler nach Anspruch 1 in Ausbildung als Dreipunktregler, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückführung mit einer Spannung beaufschlagt wird, deren Wert von der Stellung des vom Reglerausgang über ein Relais gesteuerten Stellmotors abhängt. 3. Regler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Rückführspannungsquelle ein aus einer isolierten Spannungsquelle gespeistes Potentiometer dient, dessen Abgriff vom Stellmotor gesteuert wird. 4. Regler nach Anspruch 1 in Ausbildung als Zweipunktregler mit Impulsbreitenmodulation, dadurch aekennzeichnet, daß die in an sich bekannter Weise durch eine RC-Kurzzeitrückführung (263, 264) erzeugte Impulsbreitenmodulation durch die RC-Langzeitrückführung (52, 53, 54) im Sinne eines I-Verhaltens beeinflußt wird (F i g. 4). 5. Regler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Beaufschlagung der RC-Langzeitrückführung mit einer konstanten Spannung zugleich mit der Betätigung eines als Stellgied dienenden Relais erfol-t. 6. Regler nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand (54) der RC-Langzeitrückführung durch den Kondensator (263) der Kurzzeitrückführung überbrückt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 760 520, 711556, 828 793, 827 980, 767 636, 975 797; deutsche Patentanmeldungen L6397 Vlllb/21c (bekanntgemacht am 27. 8. 1953); B 16677 VIII a 21 a2 (bekantgemacht am 18. 9. 1952); britische Patentschrift Nr. 718 171; schweizerische Patentschriften Nr. 297 154, 289 513; Schäfer, »Grundlagen der selbsttätigen Regelung«, 1953, Franzis-Verlag, München, S. 12 bis 16; Zeitschrift »Regelungstechnik«, Jahrgang 1953, S. 13 bis 17, Jahrgang 1954, S. 57 sowie Jahrgang 1955, S. 296 bis 302; »VDI-Zeitschrift«, Jahrgang 1956, S. 170 und 171.
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