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DE665866C - Einrichtung zur Erfassung der Abweichungen einer sich aendernden elektrischen Groesse (Istgroesse) von einer anderen elektrischen Groesse (Sollgroesse) - Google Patents

Einrichtung zur Erfassung der Abweichungen einer sich aendernden elektrischen Groesse (Istgroesse) von einer anderen elektrischen Groesse (Sollgroesse)

Info

Publication number
DE665866C
DE665866C DEK130974D DEK0130974D DE665866C DE 665866 C DE665866 C DE 665866C DE K130974 D DEK130974 D DE K130974D DE K0130974 D DEK0130974 D DE K0130974D DE 665866 C DE665866 C DE 665866C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
deviations
tubes
anode
actual
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK130974D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Otto Erich Noelke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koch and Sterzel AG
Original Assignee
Koch and Sterzel AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Koch and Sterzel AG filed Critical Koch and Sterzel AG
Priority to DEK130974D priority Critical patent/DE665866C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE665866C publication Critical patent/DE665866C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05FSYSTEMS FOR REGULATING ELECTRIC OR MAGNETIC VARIABLES
    • G05F1/00Automatic systems in which deviations of an electric quantity from one or more predetermined values are detected at the output of the system and fed back to a device within the system to restore the detected quantity to its predetermined value or values, i.e. retroactive systems
    • G05F1/10Regulating voltage or current 
    • G05F1/12Regulating voltage or current  wherein the variable actually regulated by the final control device is AC
    • G05F1/40Regulating voltage or current  wherein the variable actually regulated by the final control device is AC using discharge tubes or semiconductor devices as final control devices
    • G05F1/42Regulating voltage or current  wherein the variable actually regulated by the final control device is AC using discharge tubes or semiconductor devices as final control devices discharge tubes only

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Electrical Variables (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Erfassung der Abweichungen einer sich ändernden elektrischen Größe (Istgröße) von einer anderen elektrischen Größe (Sollgröße) Zur Regelung von Wechselspannungen werden meistens Regeltransformatoren oder Drehtransformatoren verwendet. Handelt es sich darum, sowohl eine Spannung sehr genau konstant als auch die Regelgeschwindigkeit sehr hoch zu halten, so benutzt man als Regelorgane sogenannte Schnellregler, z. B. die sogenannten Öldruckregler. Mit diesen Regeleinrichtungen läßt sich jedoch nur eine gewisse Genauigkeit erreichen, die ihre unterste Grenze etwa bei i °/,o Spannungsdifferenz hat.
  • Es sind schon Regeleinrichtungen bekanntgeworden, bei denen Elektronenröhren verwendet werden. Die Elektronenröhre wird selbst als Ansprechorgan benutzt und läßt die Änderung der Heiz-, Gitter- oder Anodenspannung auf das Anzeige- oder Regelorgan einwirken. Diese Anordnung ist verhältnismäßig träge, weil die Heizspannung den Anodenstrom sehr stark beeinflußt und die Temperatur des Heizfadens den Spannungsänderungen nacheilt. Bei anderen bekannten Regeleinrichtungen mit Elektronenröhren wird die gleichgerichtete Spannung des zu regelnden Netzes gegen eine GleichstrombäLtterie konstanter Spannung geschaltet und durch die auftretende Spannungsdifferenz das Gitter der ersten Röhre beeinflußt. Der gegebenenfalls noch durch einen Röhrenverstärker verstärkte Anodenstrom wird dazu benutzt, um den Erregerstrom eines Zusatzgenerators zu liefern, der zur Steuerung dient. Will man mit einer solchen Regeleinrichtung beispielsweise einen Regelbereich von -I- ioo/o bestreichen und eine Regelgenauigkeit von -f- o,io/o erreichen, so muß die Änderung von 0,1% der Spannung genügen, um aus dem letzten Elektronenrohr den vollen Erregerstrom des Zusatzgenerators herauszuholen. Man benötigt für eine derartige Anordnung also sehr große und teure Röhren.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Einrichtung zur Erfassung der Abweichungen einer sich ändernden elektrischen Größe (Istgröße) von einer anderen elektrischen Größe (Sollgröße), insbesondere der Abweichungen zweier Wechselspannungen voneinander, vorzugsweise zur Betätigung einer Regeleinrichtung, mit Hilfe von Elektronenröhren zu schaffen, die ohne einen Zusatzgenerator und große Elektronenröhren auskommt und trotzdem die Verstärkungsmöglichkeiten der Elektronenröhre voll ausnutzt. Erfindungsgemäß werden die Abweichungen, gegebenenfalls unter vorhergehender Verstärkung, einer z. B. aus Kondensatoren und Widerständen bestehenden Einrichtung (Siebschaltung) zugeführt, die von Hilfsspannungen, welche die gleiche oder entgegengesetzte Richtung und eine der Ist- oder Sollgröße proportionale Größe besitzen, gesteuert wird und die nach Größe und Richtung die Abweichungen aussondert. Diese Einrichtung kann im wesentlichen aus einer gitterge., steuerten Gegentaktgleichrichterschaltung .Ye.. stehen, die eine der Anodenspannung proporti= onale und bei positiver Anodenspannung notmalerweise negative Gittervorspannung haben kann, die nur bei Auftreten einer Abweichung durch eine positive; mit der Abweichung in Phase liegende und ihre proportionale Spannung aufgehoben wird.
  • Der wesentliche Vorteil der Erfindung gegenüber den bekannten Regelanordnungen mit Elektronenröhren besteht darin, daß durch den Anodenstrom der Elektronenröhre unmittelbar ein Regelorgan betätigt wird, welches die Spannung auf den normalen Wert regelt. Von dem Elektronenrohr ist also nur so viel Energie aufzuwenden, als zur Betätigung des Regelorgans erforderlich ist. Wie groß der gesamte Regelbereich gewählt wird, ist dabei gleichgültig. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß im Gegensatz zu den bekannten Anordnungen keine Batterie gebraucht wird, sondern daß ein normaler Wechselstromgenerator mit konstanter Drehzahl und einem Dauermagneten verwendet werden kann. Wenn man bei einer solchen Maschine den Stromverlauf über Schleifringe vermeidet, und wenn man die Maschine in ausgeregeltem Zustand nicht belastet, so läßt sich eine absolut konstante Wechsel- oder Drehspannung herstellen. Ferner kann man bei einer Regeleinrichtung gemäß der Erfindung ein Regelorgan benutzen, das schon potentielle Energie enthält, so daß Trägheitsmomente der zu bewegenden Massen schnell überwunden werden können.
  • In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Abb. i zeigt eine Regeleinrichtung. Ein Wechselstromtransformator, von dem lediglich die Sekundärwicklung ii gezeichnet ist, liegt an der zu regelnden Istspannung. Dieser Wicklung ii entgegengeschaltet ist die Sollspannung eines Wechselstromgenerators 12, der eine konstante Erregung durch einen Dauermagneten erhält und der von einem Synchronmotor angetrieben wird, welcher aus einem Netz konstanter Frequenz gespeist ist. Im ausgeregelten Zustand ist die Spannung des Generators i2 gleich der Spannung an der Wicklung ii. Die Klemme 13 der Transformatorwicklung ii liegt an der Heizung 14. eines Elektronenrohres 15. An der Klemme 16 des Generators i2 liegt das Gitter ig der Elektronenröhre 15. Die Anodenspannung für die Elektronenröhre 15 wird aus einer beliebigen Gleichstromquelle 17 entnommen, die nicht konstant zu sein braucht. Beispielsweise kann zur Lieferung der Anodenspannung eine in der Radiotechnik übliche Netzanode verwendet werden. Im Anodenkreis liegt ein hochohmiger Widerstand 18. Wenn die Istspannung der Transformatorwicklung ii von der Sollspannung :des Generators 12 abweicht, so wird das Gitter ig ,'es Elektronenrohres 15 durch Wechselspan-; nungsschwankungen beeinflußt, die große 'Schwankungen im Anodenkreis und damit an dem Widerstand 18 hervorrufen. Diese Schwankungen werden in bekannter Weise nach Art einer Widerstandsverstärkung durch eine Elektronenröhre ao verstärkt und auf eine Siebschalteng gegeben. In dieser Siebschaltung werden die Spannungsschwankungen nach Größe und Richtung ausgesondert. Die Siebschaltung besteht im wesentlichen aus je vier parallel geschalteten Kondensatoren 2i an jeder Klemme eines hochohmigen Widerstandes 22, der im Anodenkreis der Elektronenröhre 2o liegt. Die Kondensatoren sind über hochohmige Widerstände 23 bis a6 miteinander verbunden. Bei Abweichungen der Istspannung von der Sollspannung des Generators i, treten an den Klemmen der Widerstände 23 bis 26 Spannungsschwankungen aus, die auf beliebige Stromkreise übertragen werden können, da die Klemmen dieser hochohmigen Widerstände keine galvanische Verbindung miteinander aufweisen. Die Spannungsschwankungen an den Widerständen 23 bis 26 werden auf eine Gleichrichterschalteng gegeben, die aus den Transformatorwicklungen 27', 27h, 28z, 28b und den Röhren 29 bis 32 besteht. Die Wicklungen 27,1, 27b und 28z, 28b liegen auf demselben Eisenkern wie die Wicklung ii. Die Gitter der Röhren 29 bis 32 sind über die hochohmigen Widerstände 23, 2,4 bzw. 25, 26 und über weitere Transformatorwicklungen 33, 34 bzw. 35, 36 miteinander verbunden. Die Transförmatorwicklungen 33 bis 36 liegen ebenfalls auf demselben Eisenkern ' wie die Transformatorwicklung ii. Die Schaltung ist nun folgendermaßen getroffen: Wenn die Sollspannung des Generators 12 gleich der Istspannung an der Transformatorwicklung it ist, das heißt wenn also der Widerstand 22 spannungslos ist, erhalten die Gitter der Röhren 29 bis 32 jeweils eine negative Gittervorspannung bei positiver Anodenspannung der betreffenden Röhren. Die Röhren 29 bis 32 werden also bei Spannungsgleichheit dauernd sperren. Wenn i jetzt die Istspannung an der Transformator-Wicklung zi von der Sollspannung des Generators 12 abweicht, so wird dem Widerstand 22 eine Wechselspannung aufgedrückt, die über die Kondensatoren 21 auf die Widerstände 23 bis 26 t gegeben wird. Diese Widerstände sind nun so in die Gitterkreise der Röhren 29 bis 32 gelegt, daß die bei positiver Anodenspannung eines Rohres vorhandene negative Gittervorspannung aufgehoben wird und das betreffende Röhrenpaar; I z. B. 29; 3o, den pulsierenden Gleichstrom hindurchläßt. Die Schaltung ist so getroffen, daß bei zu hoher Spannung des zu regelnden Netzes das eine, bei zu niedriger Spannung des zu regelnden Netzes das andere Röhrenpaar diesen Gleichstrom hindurchläßt.
  • Um die Wirkungsweise dieser Schaltung leichter verständlich zu machen, soll ein bestimmter Zeitpunkt betrachtet werden. Die Widerstände 23 bis 26 mögen zu einem bestimmten Zeitpunkt an den Klemmen b, d, f und lt positives Potential aufweisen. Zu dem gleichen Zeitpunkt mag an der Klemme 37 der Wicklung 27s und an der Klemme 38 der `Vicklung 28s ein positives Potential herrschen. Die Gitterwicklungen 33 bis 36 weisen zu dem gleichen Zeitpunkt an ihren Punkten a, (3, y, ö positives Potential gegenüber ihren Punkten a, @, y1, 0 auf. In diesem Augenblick werden also nur die Anoden oder Röhren 29 und 32 positives Potential besitzen. Die Röhren 30 und 31 sperren, da sie negative Anodenspannungen aufweisen. Das Rohr 32 erhält eine doppelte negative Gitterv orspannung einmal durch das negative Potential des Punktes e gegen den Punkt f und außerdem durch die ihm aufgedrückte negative Vorspannung der Wicklung 36, nämlich des Punktes 0 gegen ö. Das Rohr 32 sperrt daher. Lediglich das Rohr 29 wird den Anodenstrom hindurchlassen, da es sowohl positive Anodenspannung als auch positive Gittervorspannung hat, denn die negative Gittervorspannung der Wicklung 33 (Punkt e gegen Punkt a) ist durch die positive Spannung des Punktes b gegenüber dem Punkt a aufgehoben. In der nächsten Halbwelle haben die Punkte a, c, e und g der Widerstände 23 bis 26 positives Potential gegen b, d, f und g, ebenso die Klemmen 39 und .Io der Transformatorwicklungen 27t' bzw. 281' sowie die Klemmen t, @, 1l, 0 der Gittervorspannungswicklungen 33 bis 36. In diesem Augenblick werden also die beiden Röhren 29 und 32 keinen Strom hindurchlassen, da sie negative Anodenspannung haben.. Die Röhre 31 wird ebenfalls sperren, da sie durch die Wicklung 35 eine negative Gittervorspannung (y gegen yj negativ) erhält und da der Punkt la in diesem Augenblick negativ gegen - ist. Lediglich die Röhre 3o wird den Anodenstrom hindurchlassen, da sie sowohl positive Anodenspannung an der Klemme 3c1 als auch eine positive Gittervorspannung erhält; denn die negative Gittervorspannung der Wicklung 34 (ß gegen @) ist durch die Spannung an dem Widerstand 2-, die bei c gegen rd positiv ist, aufgehoben. Über das Röhrenpaar 29, 3o fließt also ein pulsierender Gleichstrom, der an den Klemmen 41, .h2 abgenommen werden kann. Dieser pulsierende Gleichstrom fließt über das Röhrenpaar 29, 3o, wenn zur gleichen Zeit die Klemmen b, d, f und la und die Transformatorklemmen 37 und 38 positiv sind. Über das Röhrenpaar 31, 32 wird ein pulsierender Gleichstrom fließen, der an den Klemmen 4.3, .f4. abgenommen werden kann, wenn die Punkte a, c, e und g sowie die Klemmen 37 und 38 zu- gleicher Zeit positiv sind. Der eine Fall tritt ein, wenn die Istspannung höher als die Sollspannung des Generators 12 ist, der andere Fall, wenn sie niedriger ist. Zur Senkung oder Steigerung der Istspannung kann ein unmittelbar von den Klemmen 41, 42 bzw. 43, 44 gespeistes elektromagnetisches Kupplungsorgan die Verstellv orrichtung des Reglers mit einem ständig umlaufenden Motor kuppeln.
  • Die Schaltung gemäß der Erfindung hat also den Vorteil, daß eine Spannungsabweichung der Istgröße von der Sollspannung des Generators mit Elektronengeschwindigkeit auf die Kuppelorgane des Reglers einwirkt, ohne daß mechanische Verzögerungen durch Relais, Kontakte o. dgl. hervorgerufen werden. Die Kuppelorgane können verschieden ausgebildet sein. Beispielsweise können elektromagnetische Tellerkupplungen, Klauenkupplungen oder Friktionstriebe, die durch einen Topfmagneten betätigt werden, benutzt werden. Zweckmäßig wird man die Anordnung so wählen, daß in Form einer Schwungmasse dauernd kinetische Energie vorhanden ist, so daß beim Ansprechen der Kupplungen bei Spannungsabweichungen die Masse der Verstellvorrichtung schnell beschleunigt wird.
  • An Stelle des Generators 12 zur Erzeugung der Sollspannung kann man eine Kunstschaltung benutzen, die an der Istspannung liegt und bei der ein Spannungsabgriff sich weniger als proportional mit der angelegten Spannung verändert. Eine derartige Schaltanordnung kann man dadurch erzielen, daß beispielsweise Eisenkerndrosselspulen mit verschiedenen Windungszahlen und verschiedenem Eisenweg in Serie geschaltet werden. Für einen gewissen Bereich wird dann die Spannung der Drossel mit dem kleinen Eisenweg und der kleinen Windungszahl weniger als proportional mit der an den in Serie geschalteten Drosseln liegenden Spannung ansteigen. Wirkungsvoller arbeitet diese Schaltung, wenn man der Drossel mit der kleineren Windungszahl und dem kleineren Eisenweg einen Kondensatorparallel schaltet. Durch günstige Anordnung kann man mit solchen Anordnungen erreichen, daß bei So°/o Spannungssteigerung der Summenspannung der Spannungsabgriff sich nur um 70/, ändert. Diese geringe Änderung des Spannungsabgriffes verursacht keinen Fehler für die zu regelnde Spannung, da sich während des Regelvorganges die Summenspannung dem Sollwerte nähert. Um einen Einfluß der mit der Temperatur schwankenden Kapazität des Kondensators oder des schwankenden Widerstandes der Kupferw=icklung auf die normale Spannung zu vermeiden, baut man zweckmäßig die eben beschriebene Kunstschaltung in einen Thermostaten ein, der selbsttätig durch ein Relais auf konstanter Temperatur gehalten wird.
  • Die Abb.2 zeigt ein Ausführungsbeispiel dieser Kunstschaltung. An den Klemmen 45 und 46 liegt eine Spannung, die sich in gewissen Grenzen ändert. Eine Drosselspule 47 mit großer Windungszahl und langem Eisenweg und eine Drosselspule 48 mit kleiner Windungszahl und kurzem Eisenweg sind in Serie an die Klemmen 45 und 46 angeschlossen. Parallel zu der Drossel 48 liegt ein Kondensator 49: Bei günstiger Wahl der Abmessungen kann erreicht werden, daß die Spannung an dem Kondensator 49 sich um einen verhältnismäßig geringeren Wert ändert als die Spannung an den Klemmen 45 und 46.
  • Die Erfindung läßt sich nicht nur zur Regelung oder Konstanthaltung von Spannungen verwenden, sondern auch für andere Zwecke. So tritt beispielsweise in der elektrotechnischen Meßtechnik oft das Problem einer Kompensation auf. Dieses Problem kann auf die Grundaufgabe gebracht werden, daß zwei Punkte einer Schaltung, zwischen denen gewöhnlich ein Nullinstrument liegt, spannungslos gemacht werden sollen. Dies läßt sich dadurch erreichen, daß anderen Elementen der Schaltung Spannungen aufgedrückt werden, die dem noch vorhandenen Nullstrom proportional und entgegengesetzt sind. Hier kann mit Vorteil die Erfindung benutzt werden. Es werden vier Röhrenpaare angeordnet, von denen zwei für die eine Spannung, die anderen beiden für die senkrecht stehende Spannung zum Hinauf- bzw. Hinunterregeln notwendig sind. Es werden also je zwei Transformatorwicklungen dieser Röhrenpaare an die eine Spannung und die anderen zwei Transförmatorwicklungen an eine auf ihr senkrecht liegende Spannung angeschlossen, so daß selbsttätig die jeweiligen Regelorgane bedient werden können. Die Regelorgane brauchen nicht Regeltransformatoren zu sein, sondern man kann die bekannten Schaltelemente eines Wechselstromkreises, also Kondensatoren, Selbstinduktivitäten oder Widerstände verstellen lassen.
  • Ein Ausführungsbeispiel für eine derartige Anordnung ist in der Abb. 3 dargestellt. An der Drehstromquelle 50 liegt einphasig ein Hochspannungstransformator 51, dessen Hochspannungswicklung 52 einpolig geerdet ist. Der andere Pol liegt an einer Verlustwinkelmeßbrücke 53 nach Schering. Diese besteht aus einem Kondensator 54 dessen Verlustwinkel und dessen Kapazität gemessen werden soll, ferner aus dem Normalkondensator 55, dem Ohmschen regelbaren Widerstand 57, dem ein regelbarer Kondensator 58 parallel geschaltet ist. Der untere Brückenpunkt liegt an Erde. In dem Diagonalzweig liegt statt des sonst üblichen Nullinstrumentes die beschriebene Röhrenschaltung. Die Abgleichung der Brücke geschieht dadurch, daß zur Einstellung des Kapazitätswertes der Ohmsche Widerstand 56 und zur Einstellung des Verlustwinkelwertes der Kondensator 58 geregelt wird. Diese Regelung wird vollautomatisch vorgenommen. Eine etwa noch vorhandene Nullspannung im Diagonalzweig 59 wirkt auf das Elektronenrohr 6o und über die Widerstandsverstärkung 61 auf den hochohmigen Widerstand 62. Diesem sind acht Kondensatorpaare 63 mit zwischen ihnen liegenden hochohmigen Widerständen 64 bis 71 in der schon beschriebenen Weise parallel geschaltet. Die Widerstände 64, 65, 66 und 67 liegen in den Gitterkreisen der Röhren 72 bis 75, deren Anodenspannung phasengleich mit der Hochspannung an der Scheringbrücke ist. Wenn in einem Diagonalzweig eine Spannung auftritt, die in Phase mit der Hochspannung liegt, das heißt also wenn die Einstellung des Widerstandes 56 falsch ist, so wird über das Röhrenpaar 72, 73 oder das Röhrenpaar 74, 75 ein pulsierender Gleichstrom fließen. Dieser beeinflußt ein Kuppelorgan, das den Widerstand 56 selbsttätig auf den gewünschten Wert einstellt. Die `V iderstände 68 bis 71 liegen in dem Gitterkreis der Röhren 76 bis 79, deren Anodenspannungen senkrecht auf der an die Scheringbrücke gelegten Hochspannung stehen. Tritt im Diagonalzweig der Brücke eine Spannung auf, die senkrecht zur Hochspannung der Scheringbrücke liegt, so muß der Kondensator 58 geregelt werden, damit diese Spannung verschwindet. In diesem Falle wird über das Röhrenpaar 76, 77 oder über das Röhrenpaar 78, 79 ein pulsierender Gleichstrom fließen. Dieser beeinflußt wieder ein Kupplungsorgan, das den Kondensator 58 auf den gewünschten Wert verstellt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Erfassung der Abweichungen einer sich ändernden elektrischen Größe (Istgröße) von einer anderen elektrischen Größe (Sollgröße)., insbesondere der Abweichungen zweier Wechselspannungen voneinander mit Hilfe von Elektronenröhren, vorzugsweise zur Betätigung einer Regeleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Abweichungen, gegebenenfalls unter vorhergehender Verstärkung, einer z. B. aus Kondensatoren (2i, Abb. i) und Widerständen (23 bis 36, Abb i) bestehenden Einrichtung (Siebschaltung) zugeführt werden, die von Hilfsspannungen (Spannungen der Transformatorwicklungen 27, 28 und 33 bis 36, Abb. i), welche die gleiche oder entgegengesetzte Richtung und eine der Ist- oder Sollgroße proportionale Größe besitzen, gesteuert wird, und die nach Größe und Richtung die Abweichungen aussondert.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Aussonderung der Abweichungen bewirkende Einrichtung aus einer gittergesteuerten Gegentaktgleichrichterschaltung besteht mit einer der Anodenspannung proportionalen und bei positiver Anodenspannung normalerweise negativen Gittervorspannung, die nur bei Auftreten einer Abweichung durch eine positive, mit der Abweichung in Phase liegende und ihr proportionale Spannung aufgehoben wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2 zur Spannungsregelung, dadurch gekennzeichnet, daß die konstante Spannung (Sollgröße) von einem schleifringlosen Generator (i2, Abb. i) geliefert wird, dessen Feld von einem DaÜermagneten gebildet wird und der von einem aus einem Netz konstanter Frequenz gespeisten Synchronmotor angetrieben wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 2 zur Spannungsregelung, dadurch gekennzeichnet, daß die konstante Spannung (Sollgröße) von einer Kunstschaltung geliefert wird, die aus einer Kette von Drosseln besteht, denen gegebenenfalls Kapazitäten parallel geschaltet sind.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß bei ihrer Verwendung zur Kompensation in Wechselspannungsmeßbrücken vier Röhrenpaare (72, '73; 74, 75; 76, 77; 78, 79, Abb. 3) in Gegentaktgleichrichterschaltung angeordnet sind, von denen die einen zwei Röhrenpaare (72 bis 75) dann ansprechen, wenn eine Spannungsänderung der Größe nach eintritt, während die beiden anderen Röhrenpaare (76 bis 79) dann ansprechen, wenn eine Spannungsänderung der Phase nach eintritt, und daß die Röhrenpaare durch ihr Ansprechen das entsprechende Schaltelement (58 bzw. 56) der Kompensationseinrichtung steuern.
DEK130974D 1933-07-30 1933-07-30 Einrichtung zur Erfassung der Abweichungen einer sich aendernden elektrischen Groesse (Istgroesse) von einer anderen elektrischen Groesse (Sollgroesse) Expired DE665866C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970179C (de) * 1939-06-30 1958-08-28 Siemens Ag Schaltung zur Verminderung bzw. Beseitigung des statischen Regelfehlers bei Roehrenfeinreglern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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