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DE1206432B - Verfahren zur Herstellung von Azocyclododecan - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azocyclododecan

Info

Publication number
DE1206432B
DE1206432B DEC30734A DEC0030734A DE1206432B DE 1206432 B DE1206432 B DE 1206432B DE C30734 A DEC30734 A DE C30734A DE C0030734 A DEC0030734 A DE C0030734A DE 1206432 B DE1206432 B DE 1206432B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
azocyclododecane
catalyst
methanol
cyclododecanonazine
hydrogenation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC30734A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Herbert Meister
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Huels AG filed Critical Chemische Werke Huels AG
Priority to DEC30734A priority Critical patent/DE1206432B/de
Publication of DE1206432B publication Critical patent/DE1206432B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Azocyclododecan Es ist aus der deutschen Auslegeschrift 1032 249 bekannt, Azocyclohexan durch Oxydation von Hydrazocyclohexan mit Hilfe von Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden Gasen in Gegenwart von Oxydationskatalysatoren, wie Kupferpulver oder Kobaltnaphthenat, herzustellen. Hydrazocyclohexan wird bekanntlich durch Hydrieren von Azoxy-cyclohexan oder Cyclohexanonazin in Gegenwart von Kupferchromoxyd-Katalysatoren, sogenannten Adkins-Katalysatoren, hergestellt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Azocyclododecan auf einfache Weise erhalten kann, wenn man Cyclododecanonazin in Gegenwart eines bekannten Kupferchromoxyd-Katalysators bei Temperaturen zwischen 50 und 130°C und bei Drücken zwischen 50 und 300 at in Anwesenheit eines niedrigsiedenden organischen Lösungsmittels hydriert. Überraschenderweise wird bei dieser Arbeitsweise kein Hydrazocyclododecan erhalten, so daß Cyclododecanonazin in einer Stufe in das wertvolle Azoeyclododecan übergeführt werden kann. Das als Ausgangsprodukt verwendete Cyclododecanonazin wird durch Umsetzung von Cyclododecanon mit Hydrazinhydrat erhalten. Geeignete Hydrierungskatalysatoren sind die bekannten Kupferchromoxyd-Katalysatoren, die 7 bis 25 °/o Kupfer und 1 bis 2°/o Chrom auf Kieselsäuregel- oder Aluminiumoxyd-Trägern enthalten. Besonders vorteilhaft erweist sich ein Katalysator, der 20 °/o Kupfer und 10/, Chrom auf Kieselsäuregel enthält. Zur Durchführung der Hydrierung wird das Cyclododecanonazin im allgemeinen in der 2- bis 10fachen Gewichtsmenge eines niedrigsiedenden organischen Lösungsmittels gelöst oder suspendiert. Geeignete Lösungsmittel sind z. B. Methanol, Äthanol, Isopropanol, Tetrahydrofuran, Dioxan oder Cyclohexan. Die Hydrierung wird bei Temperaturen zwischen 50 und 130°C, vorzugsweise 70 und 90°C, und bei Drücken zwischen 50 und 300 at, vorzugsweise zwischen 100 und 200 at, durchgeführt. Mit steigender Reaktionstemperatur, etwa ab 100°C, wird zunehmend Cyclododecylamin gebildet, so daß z. B. bei 150°C das Cyclododecylamin als Hauptprodukt erhalten wird. Vorteilhafterweise arbeitet man derart, daß man die Hydrierung bei einer niedrigeren Temperatur und einem niedrigeren Druck beginnt und bei der gewünschten höheren Temperatur und dem höheren Druck beendet, z. B. bei einer von 60 bis 80°C ansteigenden Temperatur und einem von 50 bis 100 at ansteigenden Druck. Die Aufarbeitung des Hydrierungsgemisches erfolgt bei der chargenweisen Arbeitsweise durch Abtrennen des Katalysators, z. B. durch Filtrieren oder Dekantieren. Anschließend wird das Lösungsmittel, gegebenenfalls im Vakuum, abdestilliert und der Rückstand mit Hilfe von Methanol zum Kristallisieren gebracht. Verwendet man Methanol als ursprüngliches Lösungsmittel, so wird dieses zunächst abdestilliert. Der Rückstand, der den Katalysator und das gebildete Azocyclododecan enthält, wird z. B. mit Benzol oder Tetrahydrofuran behandelt und die erhaltene Lösung vom Katalysator abgetrennt. Nach Eindampfen der Lösung wird der Rückstand mit Methanol behandelt und das dabei als Rückstand verbleibende Azocyclododecan abgetrennt. Aus der methanolischen Mutterlauge kann nach Abtrennen des Lösungsmittels durch Destillation das als Nebenprodukt angefallene Cyclododecylamin erhalten werden.
  • Azocyclododecan kann als Aktivator und Treibmittel verwendet werden, da es beim Erhitzen in Stickstoff und Radikale zerfällt. Durch Hydrieren mit Raney-Nickel erhält man daraus besonders reines Cyclododecylamin.
  • Beispiel Das Ausgangsmaterial wird wie folgt hergestellt: 182 g Cyclododecanon werden in 800 ccm Methanol gelöst und nach Zugabe von 65 g einer etwa 60 °/oigen wäßrigen Hydrazinhydrat-Lösung bei Raumtemperatur gerührt. Nach wenigen Stunden beginnt das Cyclododecanonazin auszukristallisieren. Nach etwa 24 Stunden, beim Erwärmen in kürzerer Zeit, ist die Umsetzung beendet. Man saugt den Niederschlag ab, wäscht ihn mit wenig kaltem Methanol mehrmals aus und trocknet ihn. Es werden 152 g (=84,5°/o der Theorie) Cyclododecanonazin vom Schmelzpunkt 111 bis 113'C erhalten.
  • 62 g Cyclododecanonazin werden in 500 ccm Methanol suspendiert und in einem Autoklav bei einer von 60 bis 80°C ansteigenden Temperatur und einem von 100 bis 200 at ansteigenden Druck hydriert. Als Katalysator werden 10 g eines Kupferchromoxydkatalysators, sogenannten Adkins-Katalysators, der etwa 40 °/o Kupfer und 30 °/o Chrom enthält, verwendet. Zur Aufarbeitung wird das Methanol abdestilliert und der aus Azocyclododecan und dem Katalysator bestehende Rückstand mit Benzol erwärmt. Nachdem man vom Katalysator abfiltriert hat, wird die Hauptmenge des Benzols abdestilliert, der verbleibende Rückstand wird mit Methanol versetzt und das auskristallisierte Azocyclododecan durch Filtrieren isoliert. Die Ausbeute beträgt 48 g, entsprechend 770/, der Theorie; F. = 97 bis 98'C.
  • Aus dem Filtrat werden durch Destillation 9 g Cyclododecylamin erhalten; Kp.7 =122 bis 124°C; F. = 28'C.
  • Zum Unterschied davon werden bei der Hydrierung von 90 g Cyclohexanonazin in 300 ccm Methanol mittels 10 g des gleichen Katalysators bei 70 bis 75°C und einem Druck von 100 at 77 g (=84°/o der Theorie) Hydrazoeyelohexan vom Kp." = 150 bis 152°C erhalten; nö =1,494; D, = 0,9485.
  • Das erhaltene Azocyelododecan wird durch Luftoxydation in Gegenwart von Oxydationskatalysatoren nicht verändert. Die Konstitution des Produktes wurde weiterhin durch Vergleich der Infrarot-Spektren von Azocyclohexan und Hydrazocyelohexan ermittelt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Azocyclododecan, dadurch gekennzeichnet, daB man Cyclododecanonazin in Gegenwart eines bekannten Kupferchromoxyd-Katalysators bei Temperaturen zwischen 50 und 130°C und Drükken zwischen 50 und 300 at in Anwesenheit eines niedrigsiedenden organischen Lösungsmittels hydriert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB man die Hydrierung bei einer niedrigeren Temperatur und einem niedrigeren Druck beginnt und bei einer höheren Temperatur und einem höheren Druck beendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1032 249.
DEC30734A 1963-08-20 1963-08-20 Verfahren zur Herstellung von Azocyclododecan Pending DE1206432B (de)

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Family

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3959343A (en) * 1974-10-25 1976-05-25 Wako Pure Chemical Industries, Ltd. Process for producing hydrazonitriles

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1032249B (de) * 1956-08-02 1958-06-19 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur Herstellung von Azoxycyclohexan

Patent Citations (1)

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