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DE1072613B - Verfahren zur Herstellung von Korksäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Korksäure

Info

Publication number
DE1072613B
DE1072613B DENDAT1072613D DE1072613DA DE1072613B DE 1072613 B DE1072613 B DE 1072613B DE NDAT1072613 D DENDAT1072613 D DE NDAT1072613D DE 1072613D A DE1072613D A DE 1072613DA DE 1072613 B DE1072613 B DE 1072613B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
suberic acid
catalyst
pressure
production
hydrogenation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1072613D
Other languages
English (en)
Inventor
Wilmington Del. Howard E. Holmquist (V. St. A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Publication date
Publication of DE1072613B publication Critical patent/DE1072613B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C55/00Saturated compounds having more than one carboxyl group bound to acyclic carbon atoms
    • C07C55/02Dicarboxylic acids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/09Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides from carboxylic acid esters or lactones

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Korksäure Die Erfindung betrifft ein katalytisches Hydrierungsverfahren zur Überführung eines Dilactons in Korksäure.
  • Korksäure eignet sich zur Herstellung von festen Polyestern, von Überzugsmassen, von Heilmitteln sowie für verschiedene andere technische Zwecke. Bis jetzt war jedoch kein einfaches Verfahren zu ihrer Herstellung aus leicht zugänglichen, wohlfeilen Ausgangsstoffen bekannt.
  • Dilactone der allgemeinen Formel C8(RR')2O4, in der R und R' gleich oder verschieden sind und jeweils Wasserstoff oder einen Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder Cycloalkylrest darstellen, sind aus dem in unbeschränkter Menge zugänglichen und verhältnismäßig wohlfeilen Kohlenmonoxyd und Acetylenkohlenwasserstoffen erhältlich und zeigen eine starke Absorptionslinie in ihrem Ultraviolettspektrum im Bereich von 3300 bis 4400 Ä. Ihre Herstellung erfolgt gemäß dem Verfahren des deutschen Patents 1 054086. Verwendet man bei diesem Verfahren Kohlenmonoxyd und Acetylen selbst, so erhält man das den Ausgangsstoff für das erfindungsgemäße Verfahren bildende [A2 2'(5} /H) -Bifuran]-5,5'-dion.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist nun dadurch gekennzeichnet, daß das eben genannte Dilacton bei einer Temperatur zwischen 150 und 2250 C unter einem Wasserstoffdruck von mindestens 10 at und in Anwesenheit eines Kupferchromit enthaltenden Katalysators hydriert wird.
  • Bei einer Temperatur unterhalb 225"C ist das Hauptreaktionsprodukt Korksäure. Oberhalb 2250 C erhält man 1 ,8-Octandiol. Die günstigste Temperatur zur Bildung der Korksäure liegt zwischen 160 und 2000 C. Steigt die Temperatur über 200"C an, beginnt die Säure bereits unter Bildung großer Mengen des Diols hydriert zu werden.
  • Eine Temperatur von 225"C stellt daher die praktische obere Grenze dar.
  • Das Verfahren wird, wie bereits erwähnt, bei einem Druck von mindestens 10 at durchgeführt. Da jedoch die Reaktionsgeschwindigkeit und die Ausbeute bei Erhöhung des Druckes über 100 at ansteigen, sind solche Druckbedingungen bevorzugt. Eine Erhöhung des Druckes über 1000 at ergibt jedoch in der Regel keine praktischen Vorteile, weshalb dieser Druck praktisch die obere Grenze darstellt.
  • Die Hydrierung erfolgt in Anwesenheit eines normalerweise flüssigen inerten organischen Lösungs- oder Verdünnungsmittels, das sowohl die Aufgabe hat, einen besseren Kontakt zwischen Katalysator und Reaktionsteilnehmern zu bewirken, als auch die Reaktionswärme aufzunehmen. Geeignet hierfür sind Dioxan, Cyclohexan, Diäthyläther, Toluol, Xylol und Benzol. Die Menge dieser Stoffe ist nicht von Bedeutung. Sie kann zwischen gleichen Gewichtsteilen bis zum 100fachen des Gewichtes des zu hydrierenden Dilactons schwanken.
  • Der Kupferchromitkatalysator wird nach dem Verfahren der USA.-Patentschriften 2094611 und 2 040 944 hergestellt. Besonders gute Ergebnisse erzielte man mit einem mit Bariumchromft aktivierten Kupferchromit, z. B. einem nach dem Beispiel 3 der USA.-Patentschrift 2040944 erhaltenen Kupfer-B ariumchromit-Katalysator.
  • Die Katalysatormenge beträgt mindestens 5 Gewichtsprozent des zu hydrierenden Dilactons. Da die Hydrierungsgeschwindigkeit durch Erhöhung der Katalysatormenge erhöht wird, wird meistens eine 10 Gewichtsprozent oder mehr und vorzugsweise eine 20 Gewichtsprozent oder mehr des Dilactons betragende Katalysatormenge verwendet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert: Beispiel 1 Eine Lösung von 19,8 g (1,21 Mol) [A2252 5'H'-Bifuran]-5, 5'-dion in 200 ccm Dioxan wurde bei 190"C und unter einem Druck von 140 bis 210 at 31/2 Stunden in Gegenwart von 5 g eines Kupfer-B ariumchromit-Katalysators hydriert. Während der Reaktion beobachtete man insgesamt einen Druckabfall von 56 bis 70 at. Die erhaltene blaue Lösung wurde zur Abtrennung des Katalysators filtriert und unter vermindertem Druck konzentriert, wobei 21,1 g eines feuchten Rückstandes zurückblieben.
  • Dieser Rückstand wurde in Chloroform-Petroläther aufgenommen und unter Gewinnung von 5,3 g roher Korksäure mit einem Schmelzpunkt von 124 bis 128"C schnell abgekühlt. Nach mehrmaligem Umkristallisieren aus Chloroform betrug ihr Schmelzpunkt 1410 C. Die nach dem Umkristallisieren der rohen Korksäure verbleibende Chloroform-Petroläther-Mutterlauge wurde bei 1,8 mm Hg destilliert, wobei man bei 110 bis 170"C einen Vorlauf (0,8 g) und eine bei 175 bis 178"C übergehende Fraktion erhielt, aus welcher weitere 1,0 g Korksäure auskristallisierten. Man erhielt somit insgesamt 6,3 g, was einer 30 0/0eigen Ausbeute entspricht.
  • Analyse für C8H1O4: Berechnet ... -C 55,16, H 8,10, Molekulargewicht 174; gefunden . . C 54,71, H 7,88, Molekulargewicht 186, C 54,61, H 8,13, Molekulargewicht 188.
  • Beispiel 2 Beispiel 1 wurde unter Verwendung einer aus 21,4 g Dilacton, 200 ccmDioxan und 4gKupferBariumchromit als Katalysator bestehenden Beschickung wiederholt und die Hydrierung 4 Stunden unter einem Druck von 210 at bei 1600 C durchgeführt. Während dieser Zeit beobachtete man einen Druckabfall von 35 bis 42 at. Das Reaktionsgemisch wurde zur Abtrennung des Katalysators filtriert und das Filtrat unter vermindertem Druck eingeengt. Der aus dem Konzentrat beim Abkühlen auskristallisierende Feststoff (1,7 g) wurde abfiltriert. Ein Mischschmelzpunkt und ein Vergleich des Infrarotspektrums mit demjenigen reiner Korksäure bewiesen, daß es sich ebenfalls um Korksäure handelte. Das Filtrat wurde mit 5 0/0iger wäßriger Natronlauge versetzt, die Lösung filtriert, angesäuert und mit Methyläthylketon extrahiert. Aus dem Extrakt isolierte man weitere 1,5 g Korksäure, was eine Gesamtausbeute von 140/o ergibt.
  • Beispiel 3 Beispiel 1 wurde unter Verwendung einer aus 25 g Dilacton, 200 ccm Dioxan und 5 g eines mit Magnesium aktivierten Kupferchromitkatalysators bestehenden Beschickung wiederholt, wobei 3 1/2 Stunden bei 2000 C unter einem Druck von 210 at gearbeitet wurde. Während dieser Zeit beobachtete man einen Druckabfall von 112 at.
  • Das Reaktionsgemisch wurde wie oben aufgearbeitet und 3,4 g Korksäure erhalten.
  • Obwohl in den vorstehenden Beispielen ein chargenweiser Betrieb beschrieben wurde, kann die Hydrierung auch kontinuierlich oder halbkontinuierlich im Gleich-oder Gegenstrom sowie in Dampf- oder flüssiger Phase durchgeführt werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren stellt einen großen Fortschritt gegenüber den bekannten Methoden zur Herstellung von Korksäure dar, indem es die Herstellung dieser Verbindung in zwei Stufen aus Acetylen und Kohlenmonoxyd gestattet.
  • PATENTANSPRVCHE 1. Verfahren zur Herstellung von Korksäure, dadurch gekennzeichnet, daß man furan]-5,5'-dion bei einer Temperatur zwischen 150 und 225"C unter einem Wasserstoffdruck von mindestens 10 at in Anwesenheit von mindestens 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Dilacton, eines Kupferchromit enthaltenden Katalysators hydriert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator Kupfer-Bariumchromit verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydrierung in einem bei Raumtemperatur flüssigen inerten organischen Lösungs- oder Verdünnungsmittel unter einem Druck von über 100 at durchführt.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man den Katalysator in einer Menge von mindestens 10 bis 20 Gewichtsprozent verwendet.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydrierung bei 160 bis 2000C durchführt.
DENDAT1072613D Verfahren zur Herstellung von Korksäure Pending DE1072613B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1072613B true DE1072613B (de) 1960-01-07

Family

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1072613D Pending DE1072613B (de) Verfahren zur Herstellung von Korksäure

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DE (1) DE1072613B (de)

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