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DE1201779B - Verfahren zur Reinigung von rohen Zuckersaeften durch Zugabe von Kalk und Kohlensaeure - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von rohen Zuckersaeften durch Zugabe von Kalk und Kohlensaeure

Info

Publication number
DE1201779B
DE1201779B DEB59759A DEB0059759A DE1201779B DE 1201779 B DE1201779 B DE 1201779B DE B59759 A DEB59759 A DE B59759A DE B0059759 A DEB0059759 A DE B0059759A DE 1201779 B DE1201779 B DE 1201779B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
saturation
juice
lime
separation
carbonic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB59759A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Haberich
Dipl-Ing Hans-Joachim Berndt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Original Assignee
BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG filed Critical BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Priority to DEB59759A priority Critical patent/DE1201779B/de
Publication of DE1201779B publication Critical patent/DE1201779B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/02Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds
    • C13B20/04Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds followed by saturation
    • C13B20/06Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds followed by saturation with carbon dioxide or sulfur dioxide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von rohen Zuckersäften durch Zugabe von Kalk und Kohlensäure Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von rohen Zuckersäften durch Zugabe von Kalk und Kohlensäure unter Anwendung der Verfahrensstufen Hauptscheidung und erste Saturation sowie gegebenenfalls Vorscheidung.
  • Die Reinigung von Zuckersäften erfolgt im allgemeinen mittels Kalk und Kohlensäure nach verschiedenen Verfahren, bei denen entweder die Zugabe des Kalkes und der Kohlensäure nacheinander oder gleichzeitig erfolgt.
  • Bei der getrennten Zugabe wird dem Saft die erforderliche Kalkmenge entweder in einer Stufe (Scheidung) zugeführt oder zur Erzielung eines besser filtrierbaren Niederschlages durch die nachfolgende Kohlensäurezugabe (Saturation) in mehreren vorbestimmten Stufen unter Einhaltung bestimmter pH-Endwerte in den einzelnen Stufen zugeleitet. Es hat sich gezeigt, daß eine stufenweise Kalkung zu einem grobkörnigeren Niederschlag führt als bei Zugabe der Gesamtkalkmenge in nur einer Stufe.
  • Auch bei der gleichzeitigen Zugabe von Kalk und Kohlensäure (Scheidesaturation) hat man durch stufenweises Zufügen der beiden Agenzien eine gegenüber der einstufigen Behandlung bessere Filtration und Sedimentationsfähigkeit des kolloidhaltigen Schlammes festgestellt und bei Einstellung ausgeprägter pH-Stufen die bisher günstigsten Ergebnisse erzielt. Diese Stufenscheidesaturation erfordert aber bei einem kontinuierlichen Verfahren einen erheblichen Aufwand an Reaktionskammern und zugehörigen Einrichtungen und bedingt zusätzliche Maßnahmen, um die bei jeder Scheidesaturation gegenüber der getrennten Zugabe von Kalk und Kohlensäure auftretende schlechtere Saftfarbe wieder zu beseitigen. Die mehrstufige Scheidesaturation führt erfahrungsgemäß zwar auch bei Säften aus frost- und anderweitig geschädigten Rüben zu einer besseren Reinigung des daraus gewonnenen Saftes als das eingangs genannte Scheide- und nachfolgende Saturationsverfahren, jedoch hat sich in der Praxis gezeigt, daß bei der Behandlung des Saftes die Kolloide im Saft nicht ausreichend fest von einem Kalkmantel umhüllt werden, so daß Auflösungserscheinungen auftreten, welche die Saftfarbe und den Filtrationsablauf nachteilig beeinflussen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Reinigung von rohen Zuckersäften, insbesondere auch von Säften aus frost- oder anderweitig geschädigten Rüben zu schaffen, welches zu einer erheblichen Verbesserung des Reinigungseffektes gegenüber den bekannten Verfahren ohne den bei der Stufenscheidesaturation erforderlichen Aufwand bei gleichzeitiger Verminderung des Schlammvolumens führt.
  • Gelöst wird vorstehende Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß den Verfahrensstufen Hauptscheidung und erste Saturation sowie gegebenenfalls Vorscheidung eine einstufige Scheidesaturation durch gleichzeitige Zugabe eines Teiles der Gesamtkalkmenge und Kohlensäure vorgeschaltet wird, wobei der pH-Wert des Saftes auf einem Wert zwischen 8,5 und 9,5 gehalten wird.
  • Es wurde gefunden, daß bei Vorschaltung der einstufigen Scheidesaturation vor die genannten Verfahrensstufen der Vor- bzw. Hauptscheidung und ersten Saturation bei Einstellung des pH-Wertes auf 8,5 bis 9,5 eine hohe Verdichtung der Koagulate und eine hohe Sedimentation sowie günstige Filtrationseigenschaften erzielt werden, durch die in besonders günstiger Weise die Nichtzuckerstoffe größtenteils entfernt werden. In den Schlammsäften der ersten Saturation erreicht man durch das neuartige Verfahren Sedimentationsgeschwindigkeiten bis zu S =10 cm/ min gegenüber den Werten für S = 4 bis 6 cm/min bei der normalen und bekannten Saftaufbereitung ohne die vorgeschaltete Scheidesaturationsstufe. Die erhöhte Sedimentationsgeschwindigkeit von S = 10 cm/min ermöglicht eine wesentliche Verminderung der Aufenthaltszeit des Saftes im Eindicker. Gleichzeitig wird eine bedeutende Verminderung des Schlammvolumens erzielt, so daß vor allem bei der Arbeit mit mechanischen Eindickern die Schlammsuppe in einer sehr konzentrierten Form anfällt. Die Leistung der Vakuumdrehfilter wird hierdurch bei der Verarbeitung derart konzentrierter Schlammsuppen wesentlich erhöht. Außerdem konnte festgestellt werden, daß bei Einhaltung der obengenannten pH-Werte während der einstufigen vorgeschalteten Scheidesaturation die Filtrationseigenschaften des Saftes eine erhebliche Verbesserung erfahren. Hierdurch ereicht man eine Begünstigung in der Abtrennung der Schlammpartikeln und somit eine Verbesserung der Saftqualitäten hinsichtlich Farbe und Kalksalzgehalt.
  • Es ist zwar ein. Saftreinigungsverfahren bekannt, bei dem zwischen den Stufen einer progressiven Vorscheidung eine einstufige Scheidesaturation eingeschaltet wird bei pH-Werten von 8,8 bis 9, jedoch handelt es sich bei diesem bekannten Verfahren um eine Behandlung des Zuckersaftes mit CaO -I- Mg0, wobei im Verlaufe der Vorscheidung durch die Zugabe von CaO -f- MgO sowie C02 über eine bestimmte Zeitdauer die Umsetzung des Nebenscheidemittels Mg0 zur reaktionsfähigen Form des Magnesiumcarbonathydrates erzielt werden soll, bis eine vollständige Sättigung des MgO mit C02 erreicht wird, die gerade bei dem pH-Wert von etwa 8,8 eintritt. Dieses bekannte Verfahren, bei dem auch in den Vorscheidestufen jeweils Mg0 -i- Ca0 dem Saft zugegeben werden, führt, wie die praktischen Erfahrungen bereits mehrfach gezeigt haben, nicht zu dem durch die Erfindung erreichten Ergebnis. Bei der Anwendung des bekannten Verfahrens weist der Schlamm infolge des Gehaltes an Magnesiumcarbonathydrat eine viel geringere Verdichtung bzw. Schrumpfung als der beim erfindungsgemäß "vorgesehenen Verfahren entstehende Calciumcaxbonatschlamm auf, so daß ein sehr erhebliches Schlammvolumen weiterverarbeitet werden muß unter Aufwendung erheblicher Kosten. Dabei gelingt es nicht, die Entzuckerung des Schlammes befriedigend durchzuführen trotz der Anwendung von im Vergleich zu dem neuen Verfahren viel größeren Wassermengen und Inkaufnahme von erheblich höheren Verdampfungskosten. Hierdurch ergeben sich beachtliche Zuckerverluste, die noch dadurch vermehrt werden, daß bei der Erzeugung der Magnesiumcarbonathydrate im Zuckersaft eine nicht zu beherrschende Schaumentwicklung auftritt, so daß durch die Abführung des Schaumes die Erhöhung der Zuckerverluste eintritt. Im Hinblick auf die bei Zugabe von MgO -f- Ca0 zu dem rohen Zuckersaft entstehenden Schwierigkeiten vermochte sich dieses Verfahren nicht in die Praxis einzuführen.
  • Demgegenüber bietet das erfindungsgemäß ausgebildete Verfahren die obengenannten Vorteile und bietet weiterhin die Möglichkeit, bereits bestehende, unter Anwendung der Verfahrensstufen Hauptscheidung und erste Saturation sowie gegebenenfalls Vorscheidung arbeitende Anlagen in einfacher Weise auf das neue Verfahren umzustellen, indem lediglich in einem zwischenzuschaltenden bzw. vorzuschaltenden Behälter die Scheidesaturation unter Einstellung auf die pH-Werte zwischen 8,5 und 9,5 vorgenommen wird.
  • Das neue Verfahren kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung auch in der Weise durchgeführt werden, daß die Gesamtkalkmenge der Hauptscheidung zugesetzt wird, wobei die Teilkalkmengen für die vorgeschaltete Scheidesaturation sowie gegebenenfalls für die Vorscheidung aus der Hauptscheidung in Form von gekalktem Saft entnommen werden. Diese Art der Kalkzuführung zu der vorgeschalteten Scheidesaturation hat unter anderem den erheblichen Vorteil, daß man eine sehr feinfühlige Zuführung des Kalks vornehmen kann. Das gleiche wird erreicht, wenn gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ein Teil des Schlammkonzentrats des Saftes der ersten Saturation in oder vor die vorgeschaltete Scheidesaturation zurückgeführt wird. Diese Rückführung von gekalktem Saft oder eines Teiles des Schlammkonzentrates ist an sich bei den herkömmlichen Verfahren mit progressiver Vorscheidung bereits bekannt.
  • Eine weitere erhebliche Verbesserung der Qualität des Saftes läßt sich erfindungsgemäß noch dadurch erzielen, daß nach Abtrennung der Feststoffe aus dem Saft der ersten Saturation diesem mehr als 20 % der Gesamtkalkmenge zugesetzt wird und daß dieser Saft in einer zweiten Saturation mit Kohlensäure bis zum optimalen pH-Wert von etwa 9 behandelt wird und daß das Calciumcarbonatschlammkonzentrat aus diesem Saft in oder vor die vorgeschaltete Scheidesaturation zurückgeführt wird. Hierbei wirken die Calciumcarbonat-Kristallagglomerate adsorbtiv auf die im rohen Zuckersaft enthaltenen kolloidalen Substanzen ein und bewirken eine Verbesserung der Abtrennung der Nichtzuckerstoffe.
  • In den Figuren sind schematisch verschiedene Verfahrensabläufe zur Erläuterung der Erfindung wiedergegeben. Es zeigt F i g. 1 im Schema den Ablauf des bekannten Verfahrens, F i g. 2 in gleichem Schema den Ablauf des neuen Verfahrens, F i g. 3 eine Abwandlung des neuen Verfahrens. Aus dem Behälter 1 wird bei dem bekannten Verfahren nach F i g. 1 der Rohsaft über die Leitung 2 in die Vorscheidung 3 eingeführt. über die Leitung 4 wird ein so großer Teil der Gesamtkalkmenge dem Saft in der Vorscheidung 3 zugesetzt, daß der Saft am Ausgang einen pH-Wert von etwa 11 aufweist. Der vorgeschiedene Saft wird über die Leitung 5 zur Hauptscheidung 6 befördert. Der restliche Teil der Gesamtkalkmenge wird über die Leitung 7 in die Hauptscheidung 6 eingeführt. Der Saft fließt dann. über die Leitung 8 zur ersten Saturation 9, in der dieser Saft über die Leitung 10 mit Kohlensäure behandelt wird, bis er einen pH-Wert von etwa 11 annimmt.
  • Der saturierte Saft wird über die Leitung 11 zur Schlammabtrennung 12 gefördert. Der geklärte Saft wird über die Leitung 13 der zweiten Saturation zur weiteren Behandlung zugeführt. Das Schlammkonzentrat fließt über die Leitung 14 zur Schlammfiltration.
  • Bei diesem Verfahren erreicht man infolge des verhältnismäßig großen Schlammvolumens nicht die ausreichende fabrikatonische Sicherheit für die kontinuierliche Schlammabtrennung der resultierenden Säfte. Besonders bei der Verarbeitung von Säften, die z. B. aus alteriertem und teilverdorbenem Rübenmaterial gewonnen werden, gewährleisten die bei der Anwendung dieses Verfahrens erzielbaren Sedimentations- und Filtrationseigenschaften nicht den störungsfreien Ablauf der kontinuierlichen Schlammabtrennung.
  • Die F i g. 2 zeigt den erfindungsgemäßen Verfahrensablauf.
  • Aus dem Behälter 1 wird der Rohsaft mit einem pH-Wert von etwa 6 über die Leitung 2 in die einstufige Scheidesaturation 3 eingeführt. über die Leitung 4 wird ein Teil der Gesamtkalkmenge und über die Leitung 5 so viel Kohlensäure gleichzeitig in die Scheidesaturation 3 eingeführt, daß der Saft einen pH-Wert von 8,5 bis 9,5 aufweist. über die Leitung 6 wird der in der Scheidesaturation behandelte Saft in die bekannte Vorscheidung 7 eingeführt. über die Leitung 8 wird dem Saft in der Vorscheidung 7 ein so großer Teil der Gesamtkalkmenge zugeführt, daß der pH-Wert des Saftes auf etwa 11 erhöht wird. über die Leitung 9 fließt der Saft aus der Vorscheidung 7 in die Hauptscheidung 10. Hier erfolgt über Leitung 11 der Zusatz des restlichen Teiles der Gesamtkalkmenge. Der aus der Hauptscheidung entnommene Saft fließt weiter über die Leitung 12 zur ersten Saturation 13 und wird darin mit Kohlensäure aus der Leitung 14 bis auf einen pH-Wert von etwa 11 gebracht. In diesem Zustand wird der Saft über die Leitung 15 der Schlammabtrennung 16 zugeführt. Der geklärte Saft wird über die Leitung 17 zur weiteren Behandlung der zweiten Saturation zugeführt. Ein Teil des Schlammkonzentrats aus der Abtrennung 16 fließt über die Leitungen 18, 20 zum Rohsaftbehälter 1 bzw. zur Scheidesaturation 3, während der übrige Teil des Schlammkonzentrats über die Leitungen 18, 19 der Schlammfiltration zugeführt wird.
  • Die in F i g. 3 dargestellte Verfahrensweise unterscheidet sich nur insofern von dem Verfahrensgang nach F i g. 2, als die Teilkalkmengen für die Scheidesaturation 3 über die Leitung 4 und für die Vorscheidung 7 über die Leitung 8 in Form von gekalktem Saft aus der Hauptscheidung 10 entnommen werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren nach F i g. 2 und 3 kann auch in der Weise ausgeführt werden, daß eine an sich bekannte Rückführung eines Teiles des in der Schlammabtrennung 16 konzentrierten Calciumcarbonatschlammes des in der ersten Saturation 13 behandelten Saftes in oder/und vor die Scheidesaturation 3 vorgenommen wird.
  • Die Qualität des in der Schlammabtrennung 16 geklärten Saftes kann gegenüber den mit dem bisherigen Verfahren erzielbaren Saftqualitäten erheblich dadurch verbessert werden, daß die an sich bekannte Zugabe geringer Kalkmengen wesentlich erhöht wird. Beim bisherigen Verfahren wird der geklärte Saft mit 2 bis maximal 101/o der Gesamtkalkmenge behandelt und diese durch Kohlensäurebehandlung bis zum optimalen pH-Wert von etwa 9 in der zweiten Saturation ausgefällt. Erfindungsgemäß wird die Behandlung des geklärten Saftes der Schlammabtrennung 16 mit wenigstens 20% der Gesamtkalkmenge vorgenommen und dadurch eine erhebliche Verbesserung der Qualität des behandelten Saftes erzielt. Die zugesetzte größere Kalkmenge wird in der zweiten Saturation durch Behandlung mit Kohlensäure bis zum optimalen pH-Wert von etwa 9 ausgefällt und vom Saft abgetrennt. Der konzentrierte Calciumcarbonatschlamm wird in oder vor die Scheidesaturation 3 zurückgeführt. Dabei wirken die CalciumcarbonatKristallagglomerate adsorptiv auf die im rohen Zuckersaft enthaltenen kolloidalen Substanzen ein und bewirken eine Verbesserung der Abtrennung der Nichtzuckerstoffe.
  • Die Sedimentations- und Filtrationseigenschaften sowie die Qualität der Säfte können nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in einem solchen Maße verbessert werden, daß die Vorscheidung 7 entfallen kann, ohne daß damit eine Verschlechterung der Qualitätsmerkmale als Folge dieser Vereinfachung eintritt. Die Teilkalkmenge der ausgeschalteten Vorscheidung 7 wird dann mit dem restlichen Teil der Gesamtkalkmenge vereinigt und der Hauptscheidung 10 zugefügt.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Reinigung von rohen Zuckersäften durch Zugabe von Kalk und Kohlensäure unter Anwendung der Verfahrensstufen Hauptscheidung und erster Saturation sowie gegebenenfalls Vorscheidung, dadurch gekennzeichn e t, daß den genannten Verfahrensstufen eine einstufige Scheidesaturation durch gleichzeitige Zugabe eines Teiles der Gesamtkalkmenge und Kohlensäure vorgeschaltet wird, wobei der pH-Wert des Saftes auf einem Wert zwischen 8,5 und 9,5 gehalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtkalkmenge der Hauptscheidung zugesetzt wird, die Teilkalkmengen für die vorgeschaltete Scheidesaturation sowie gegebenenfalls für die Vorscheidung aus der Hauptscheidung in Form von gekalktem Saft entnommen werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Schlammkonzentrats des Saftes der ersten Saturation in oder vor die vorgeschaltete Scheidesaturation zurückgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach Abtrennung der Feststoffe aus dem Saft der ersten Saturation diesem mehr als 20% der Gesamtkalkmenge zugesetzt wird, daß dieser Saft in einer zweiten Saturation mit Kohlensäure bis zum optimalen pH-Wert von etwa 9 behandelt wird und daß das Calciumcarbonatschlammkonzentrat aus diesem Saft in oder vor die vorgeschaltete Scheidesaturation zurückgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 921980, 957 650, 953 239, 939 680, 964130; deutsche Auslegeschriften Nr. 1013 590, 1048 840; »Technologie des Zuckers«, 1955, S. 265 bis 268 und 277.
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