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DE1048840B - Verfahren zum Reinigen von Zuckersaeften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensaeure - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Zuckersaeften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensaeure

Info

Publication number
DE1048840B
DE1048840B DESCH23322A DESC023322A DE1048840B DE 1048840 B DE1048840 B DE 1048840B DE SCH23322 A DESCH23322 A DE SCH23322A DE SC023322 A DESC023322 A DE SC023322A DE 1048840 B DE1048840 B DE 1048840B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lime
carbonic acid
saturation
added
juices
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH23322A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ferdinand Schneider
Dr Guenther Baumgarten
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DR FERDINAND SCHNEIDER
Original Assignee
DR FERDINAND SCHNEIDER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DR FERDINAND SCHNEIDER filed Critical DR FERDINAND SCHNEIDER
Priority to DESCH23322A priority Critical patent/DE1048840B/de
Priority to GB41504/58A priority patent/GB872958A/en
Publication of DE1048840B publication Critical patent/DE1048840B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/02Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds
    • C13B20/04Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds followed by saturation
    • C13B20/06Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds followed by saturation with carbon dioxide or sulfur dioxide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen von Zuckersäften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensäure Es sind Verfahren zur Saftreinigung mit Kalk und Kohlensäure bekannt, bei denen die beiden Agenzien gleichzeitig (Scheidesaturation) zugegeben werden. Diese Verfahren haben den Nachteil, daß die Saftfarbe gegenüber den Verfahren mit getrennter Kalk-und Kohlensäurezugabe schlechter ist.
  • Zur Verbesserung der Scheidesaturation ist bereits vorgeschlagen worden. Kalk und Kohlensäure gleichzeitig in Teilmengen so zuzufügen, daß der Saft nacheinander einigen unterschiedlich ausgeprägten pH Stufen unter sprunghaftem Übergang ausgesetzt wird, bis in der letzten Stufe der End-pA Wert von etwa 11 erreicht ist. Für die Durchführung dieses Verfahrens ist unter anderem ferner bereits vorgeschlagen worden, zur Erniedrigung des Invertzuckergehalts der gewonnenen Säfte anschließend an die Stufenscheidesaturation den Säften durch Zugabe einer geringen Kalkmenge eine höhere Alkalität zu verleihen und dann den PH-Wert der so nachgekalkten Säfte durch Kohlensäurezugabe wieder auf etwa 11 zu bringen.
  • Dieses Stufenscheidesaturationsverfahren zeichnet sich gegenüber allen anderen bekannten Saftreinigungsverfahren durch eine so große Verbesserung der Sedimentations- und Filtrationsfähigkeit des kolloidhaltigen Schlammes aus, daß eine einwandfreie und besonders rasche Schlammabtrennung durch Sedimentation, z. B. über ein geringes Dekanteurvolumen, und durch Filtration, z. B. über Drehfilter mit sehr geringen Filterflächen gewährleistet ist.
  • Bei der Durchführung dieses bekannten Verfahrens der Stufenscheidesaturation mit anschließender Nachkalkung kann aber die Farbqualität der Säfte dann nicht ausreichend sein, wenn die in den Säften vorliegenden Invertzuckermengen so groß sind, daß sie durch die in der N achkalkung erfolgende Zugabe einer kleinen Kalkmenge nicht ausreichend zerstört werden bzw. daß die sich bei der Inv ertzuckerzerstörung bildenden Farbstoffe durch das sich in der anschließenden Saturation bildende Calciumcarbonat nicht genügend absorbiert werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß auch bei Anwesenheit größerer Invertzuckermengen eine sehr gute Farbqualität der Säfte erzielt werden kann, wenn man die Stufenscheidesaturation nur bis zu einem pH-Wert von 10 bis 10,4 durchführt und an dieses Stadium der Saftreinigung eine Kalkzugabe anschließt, wobei Menge und Dauer dieser Kalkzugabe der Qualität der Säfte und ihrem Invertzuckergehalt entsprechen. Es hat sich nämlich gezeigt, daß die Ausfällung der Kolloide in einer Stufenscheidesaturation bei einem pH-Wert von 10 bis 10,4 schon vollständig ist. Darüber hinaus wurde gefunden, daß auch bei der Einwirkung von größeren Kalkmengen auf so vorbehandelte Säfte und anschließende Zugabe von Kohlensäure bis zum optimalen PH-Wert von etwa 11 die bei dem bekannten Verfahren der Stufenscheidesaturation ausgezeichnete Filtrationsfähigkeit des resultierenden kolloidhaltigen Schlamms erhalten bleibt, so daß eine einwandfreie und rasche Abtrennung desselben gewährleistet bleibt. Nach der Abtrennung des kolloidhaltigen Schlamms wird der Klarsaft in bekannter Weise der üblichen Endsaturation zur Restentkalkung unterworfen, und anschließend wird der hier anfallende Carbonatschlamm ebenfalls in bekannter Weise abgetrennt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich gegenüber dem bereits bekannten Stufenscheidesaturationsverfahren mit N achkalkung außer durch die Farbverbesserung noch dadurch aus, daß wegen des niedrigen End-PHWertes von 10 bis 10,4 eine Scheidesaturationsstufe eingespart werden kann, Es hat sich ferner gezeigt, daß man bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine weitere Verbesserung der Filtrationsfähigkeit des kolloidhaltigen Schlamms erreichen kann, wenn man Schlammsaft aus einer der Stufen vor der ersten Schlammabtrennung zum Rohsaft oder in die erste Stufe und/oder Dickschlamm aus der Schlammabtrennungsvorrichtung zum Rohsaft oder in eine der Stufen der Scheidesaturation zurücknimmt.
  • Zur weiteren Farbverbesserung und zur Erniedrigung des Kalksalzgehaltes bei den vom Kolloidschlamm befreiten Säften ist es auch angebracht, vor oder in der Endsaturation noch eine geringe Kalkmenge zuzugeben. Es empfiehlt sich auch, den nach der Endsaturation abgetrennten Carbonatschlamm zum Rohsaft oder in :ine der Stufen der Scheidesaturation zurückzunehmen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Reinigen von Zuckersäften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensäure (Scheidesaturation), wobei der Kalk in Teilmengen zugegeben wird und bei gleichzeitiger Kohlensäurezugabe der Saft unter sprunghaftem Übergang nacheinander einigen unterschiedlich ausgeprägten pg-Stufen ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in der letzten Stufe ein EndpAWert von 10 bis 10,4 erreicht wird, daß anschließend dem Saft Kalk in dem Invertzuckergehalt entsprechender Menge zugesetzt wird und daß dann bis zum pH-Wert von etwa 11 Kohlensäure zugegeben wird, worauf nach Abtrennung des kolloidhaltigen Schlamms eine Endsaturation erfolgt und der in dieser Endsaturation gebildete Carbonatschlamm in bekannter Weise abgetrennt und verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor oder in der Endsaturation den Säften eine geringe Kalkmenge zugesetzt wird.
DESCH23322A 1957-12-27 1957-12-27 Verfahren zum Reinigen von Zuckersaeften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensaeure Pending DE1048840B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH23322A DE1048840B (de) 1957-12-27 1957-12-27 Verfahren zum Reinigen von Zuckersaeften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensaeure
GB41504/58A GB872958A (en) 1957-12-27 1958-12-23 Process for the purification of sugar juices

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DESCH23322A DE1048840B (de) 1957-12-27 1957-12-27 Verfahren zum Reinigen von Zuckersaeften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensaeure

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1048840B true DE1048840B (de) 1959-01-15

Family

ID=7429574

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DESCH23322A Pending DE1048840B (de) 1957-12-27 1957-12-27 Verfahren zum Reinigen von Zuckersaeften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensaeure

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DE (1) DE1048840B (de)
GB (1) GB872958A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1201779B (de) * 1960-10-14 1965-09-23 Braunschweigische Maschb Ansta Verfahren zur Reinigung von rohen Zuckersaeften durch Zugabe von Kalk und Kohlensaeure

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1201779B (de) * 1960-10-14 1965-09-23 Braunschweigische Maschb Ansta Verfahren zur Reinigung von rohen Zuckersaeften durch Zugabe von Kalk und Kohlensaeure

Also Published As

Publication number Publication date
GB872958A (en) 1961-07-19

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