DE1048840B - Verfahren zum Reinigen von Zuckersaeften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensaeure - Google Patents
Verfahren zum Reinigen von Zuckersaeften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und KohlensaeureInfo
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Description
- Verfahren zum Reinigen von Zuckersäften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensäure Es sind Verfahren zur Saftreinigung mit Kalk und Kohlensäure bekannt, bei denen die beiden Agenzien gleichzeitig (Scheidesaturation) zugegeben werden. Diese Verfahren haben den Nachteil, daß die Saftfarbe gegenüber den Verfahren mit getrennter Kalk-und Kohlensäurezugabe schlechter ist.
- Zur Verbesserung der Scheidesaturation ist bereits vorgeschlagen worden. Kalk und Kohlensäure gleichzeitig in Teilmengen so zuzufügen, daß der Saft nacheinander einigen unterschiedlich ausgeprägten pH Stufen unter sprunghaftem Übergang ausgesetzt wird, bis in der letzten Stufe der End-pA Wert von etwa 11 erreicht ist. Für die Durchführung dieses Verfahrens ist unter anderem ferner bereits vorgeschlagen worden, zur Erniedrigung des Invertzuckergehalts der gewonnenen Säfte anschließend an die Stufenscheidesaturation den Säften durch Zugabe einer geringen Kalkmenge eine höhere Alkalität zu verleihen und dann den PH-Wert der so nachgekalkten Säfte durch Kohlensäurezugabe wieder auf etwa 11 zu bringen.
- Dieses Stufenscheidesaturationsverfahren zeichnet sich gegenüber allen anderen bekannten Saftreinigungsverfahren durch eine so große Verbesserung der Sedimentations- und Filtrationsfähigkeit des kolloidhaltigen Schlammes aus, daß eine einwandfreie und besonders rasche Schlammabtrennung durch Sedimentation, z. B. über ein geringes Dekanteurvolumen, und durch Filtration, z. B. über Drehfilter mit sehr geringen Filterflächen gewährleistet ist.
- Bei der Durchführung dieses bekannten Verfahrens der Stufenscheidesaturation mit anschließender Nachkalkung kann aber die Farbqualität der Säfte dann nicht ausreichend sein, wenn die in den Säften vorliegenden Invertzuckermengen so groß sind, daß sie durch die in der N achkalkung erfolgende Zugabe einer kleinen Kalkmenge nicht ausreichend zerstört werden bzw. daß die sich bei der Inv ertzuckerzerstörung bildenden Farbstoffe durch das sich in der anschließenden Saturation bildende Calciumcarbonat nicht genügend absorbiert werden.
- Es wurde nun gefunden, daß auch bei Anwesenheit größerer Invertzuckermengen eine sehr gute Farbqualität der Säfte erzielt werden kann, wenn man die Stufenscheidesaturation nur bis zu einem pH-Wert von 10 bis 10,4 durchführt und an dieses Stadium der Saftreinigung eine Kalkzugabe anschließt, wobei Menge und Dauer dieser Kalkzugabe der Qualität der Säfte und ihrem Invertzuckergehalt entsprechen. Es hat sich nämlich gezeigt, daß die Ausfällung der Kolloide in einer Stufenscheidesaturation bei einem pH-Wert von 10 bis 10,4 schon vollständig ist. Darüber hinaus wurde gefunden, daß auch bei der Einwirkung von größeren Kalkmengen auf so vorbehandelte Säfte und anschließende Zugabe von Kohlensäure bis zum optimalen PH-Wert von etwa 11 die bei dem bekannten Verfahren der Stufenscheidesaturation ausgezeichnete Filtrationsfähigkeit des resultierenden kolloidhaltigen Schlamms erhalten bleibt, so daß eine einwandfreie und rasche Abtrennung desselben gewährleistet bleibt. Nach der Abtrennung des kolloidhaltigen Schlamms wird der Klarsaft in bekannter Weise der üblichen Endsaturation zur Restentkalkung unterworfen, und anschließend wird der hier anfallende Carbonatschlamm ebenfalls in bekannter Weise abgetrennt.
- Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich gegenüber dem bereits bekannten Stufenscheidesaturationsverfahren mit N achkalkung außer durch die Farbverbesserung noch dadurch aus, daß wegen des niedrigen End-PHWertes von 10 bis 10,4 eine Scheidesaturationsstufe eingespart werden kann, Es hat sich ferner gezeigt, daß man bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine weitere Verbesserung der Filtrationsfähigkeit des kolloidhaltigen Schlamms erreichen kann, wenn man Schlammsaft aus einer der Stufen vor der ersten Schlammabtrennung zum Rohsaft oder in die erste Stufe und/oder Dickschlamm aus der Schlammabtrennungsvorrichtung zum Rohsaft oder in eine der Stufen der Scheidesaturation zurücknimmt.
- Zur weiteren Farbverbesserung und zur Erniedrigung des Kalksalzgehaltes bei den vom Kolloidschlamm befreiten Säften ist es auch angebracht, vor oder in der Endsaturation noch eine geringe Kalkmenge zuzugeben. Es empfiehlt sich auch, den nach der Endsaturation abgetrennten Carbonatschlamm zum Rohsaft oder in :ine der Stufen der Scheidesaturation zurückzunehmen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Reinigen von Zuckersäften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensäure (Scheidesaturation), wobei der Kalk in Teilmengen zugegeben wird und bei gleichzeitiger Kohlensäurezugabe der Saft unter sprunghaftem Übergang nacheinander einigen unterschiedlich ausgeprägten pg-Stufen ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in der letzten Stufe ein EndpAWert von 10 bis 10,4 erreicht wird, daß anschließend dem Saft Kalk in dem Invertzuckergehalt entsprechender Menge zugesetzt wird und daß dann bis zum pH-Wert von etwa 11 Kohlensäure zugegeben wird, worauf nach Abtrennung des kolloidhaltigen Schlamms eine Endsaturation erfolgt und der in dieser Endsaturation gebildete Carbonatschlamm in bekannter Weise abgetrennt und verwendet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor oder in der Endsaturation den Säften eine geringe Kalkmenge zugesetzt wird.
Priority Applications (2)
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| DESCH23322A DE1048840B (de) | 1957-12-27 | 1957-12-27 | Verfahren zum Reinigen von Zuckersaeften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensaeure |
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| DESCH23322A DE1048840B (de) | 1957-12-27 | 1957-12-27 | Verfahren zum Reinigen von Zuckersaeften durch gleichzeitige Zugabe von Kalk und Kohlensaeure |
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ID=7429574
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| GB (1) | GB872958A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1201779B (de) * | 1960-10-14 | 1965-09-23 | Braunschweigische Maschb Ansta | Verfahren zur Reinigung von rohen Zuckersaeften durch Zugabe von Kalk und Kohlensaeure |
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1957
- 1957-12-27 DE DESCH23322A patent/DE1048840B/de active Pending
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1958
- 1958-12-23 GB GB41504/58A patent/GB872958A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB872958A (en) | 1961-07-19 |
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