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DE939680C - Verfahren zur Reinigung von Zuckersaeften - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Zuckersaeften

Info

Publication number
DE939680C
DE939680C DEB18422A DEB0018422A DE939680C DE 939680 C DE939680 C DE 939680C DE B18422 A DEB18422 A DE B18422A DE B0018422 A DEB0018422 A DE B0018422A DE 939680 C DE939680 C DE 939680C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lime
medium
separation
juice
vol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB18422A
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Dipl-Ing Bonath
Willi Haberich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Original Assignee
BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG filed Critical BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Priority to DEB18422A priority Critical patent/DE939680C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE939680C publication Critical patent/DE939680C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/02Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Zuckersäften Zum Reinigen von Zuckersäften oder ähnlichen Stoffen durch Zusatz von Kalk und einem Saturationsgas, z. B. Kohlensäure, wurden in den letzten beiden Jahrzehnten zahlreiche Untersuchungen angestellt, aus denen sich ergab, daß die saturierten Scheidesäfte der ersten Saturation sich leicht absetzen und filtrieren lassen, wenn der Rohsaft einer Vorscheidung unterworfen wird. Endpunkt dieser Vorscheidung ist pH-Wert io,8 bis ii,i. Der pH-Anstieg vom pH-Wert des Rohsaftes wurde nach bekannten Verfahren unter alleiniger Verwendung von Calciumhydroxyd bzw. Scheidesaft bewirkt. Die Filtrationsfähigkeit der aus dieser Behandlungsweise resultierenden Schlammsäfte ließ sich durch Rücknahme von Schlammsaft der ersten Saturation bzw. von übersaturiertem Schlammsaft der ersten Saturation weiter verbessern. Grund dieser Verbesserung war die Anwesenheit von Calciumcarbonat als Adsorbens für kolloidale Stoffe bzw. die spezifische Wirkung des übersaturierten Schlammsaftes auf die Adsorbtionsfähigkeit der Nichtzuckerstoffe.
  • In einem anderen Verfahren werden die Zuckersäfte mit Zusatz von Kalk in verhältnismäßig kurzer Zeit behandelt und dann mit Kohlensäure saturiert, bis der optimale .Punkt erreicht ist. Daher ergibt sich bei der übersaturation eine Verminderung des PH-Wertes. Eine stufenweise Vorscheidung ist in diesem bekannten Verfahren aber nicht vorgesehen. Erst bei einem pH-Wert von etwa 12, d. h. erst bei Überschreitung des optimalen Punktes der Vorscheidung soll nach diesem bekannten Verfahren Kohlensäure zugegeben werden, bis der PH-Wert den optimalen Punkt von io,8 erreicht. Demnach wird bei diesem Verfahren das Carbonat nicht während der Vorscheidung gebildet, und die Konzentration des Carbonats wächst mit absteigen-, dem p11-Wert.
  • Der vorliegenden Erfindung, die sich ebenfalls auf ein Verfahren zur Reinigung von Zuckersäften oder ähnlichen Stoffen durch eine mit Scheidesaturation kombinierte Vorscheidung erstreckt, liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Verarbeitbarkeit der Schlammsäfte der ersten Saturation erfindungsgemäß dadurch weiter verbessert wird, daß die Bildung des Calciumcarbonats während des Vorscheidevorganges selbst erfolgt. Der Vorteil dieser erfindungsgemäßen Behandlungsweise des Rohsaftes besteht vor allem darin, daß das als Adsorbens dienende Calciumcarbonat »in statu nascendi« adsorbiert, also die höchstmögliche Adsorbtionsaktivität aufweist, und zwar ohne den Nachteil einer Farbverschlechterung, wie sich dies bei Rücknahme von übersaturiertem Schlammsaft ergibt.
  • Ein weiteres Kennzeichen des neuen Verfahrens besteht darin, daß während der Vorscheidung jeder Reaktionsstufe; d. h. jeder Zugabe von Kalk oder Kalk und Kohlensäure, eine Stufe der Stabilisation folgt, in der die Reaktionsmischung für eine bestimmte Zeit sich selbst überlassen bleibt: Der Grund für diese Forderung ist, daß die verschiedenen Kolloide, z. B. Eiweiß und Pektin, ihren isoelektrischen Punkt, bei dem sie am meisten schrumpfen, bei verschiedenen p11-Werten besitzen. Deshalb muß die Scheidung so eingerichtet sein, daß diese verschiedenen pH-Werte .unter gleichen Bedingungen für gute Scheidung durchlaufen werden, d. h. jedem Ausflockungsvorgang eine Stabilisation der Ausflockung folgt.
  • Zur Unterstützung des Stabilisationsvorganges dient die Adsorbtion durch das während der Vorscheidung gebildete Carbonat.
  • Der gesamte Vorscheidungsvorgang kann in drei Zonen eingeteilt werden, nämlich in eine saure, eine neutrale und eine alkalische Zone. Das erfindungsgemäße Verfahren unterscheidet sich also von den bekannten Verfahren hauptsächlich durch die Leitung des Vorganges in der alkalischen Zone der Vorscheidung. - In -dieser Zone steigt der pH-Wert etwa von 7,5 bis ii, und zwar z. B. entweder geradlinig oder in einer konvex 'oder konkav verlaufenden Kurve. Der Vorgang in dieser Zone entscheidet darüber, ob sich der Schlammsaft gut filtrieren läßt. Der Saft enthält nämlich unter anderen Nichtzuckerstoffen Pektin- und Eiweißstoffe, die sich zwar leicht koagulieren lassen, aber schwer abzuscheiden sind.. Erst; wenn man Kohlensäure zuleitet, die mit dem Kalk der koagulierten kolloidalen Fremdstoffe teilweise reagiert, werden diese Fremdstoffe an das aus freiem Kalk und zugegebener Kohlensäure gebildete Cärbonat leichter adsorbiert. Der Kalk wird der alkalischen Stufe der Vorscheidung gemäß der Erfindung entweder in unterschiedlichen oder, gleichen Teilmengen in Form von Hauptscheidesaft zugeführt. Dabei kann nach der Erfindung der Kalk -im Gegenstrom zum Scheidesaft geführt werden, z. B. kann der Scheide-Saft der letzten Kammer der alkalischen Stufe zufließen und aus dieser durch ein Schöpfwerk in regelbaren Mengen immer wieder der vorhergehenden Kammer bis zum Beginn der alkalischen Stufe zugeführt werden. Die Menge des zufließenden Scheidesaftes wird so geregelt, däß am Ende der Vorscheidung der isoelektrische Punkt, z. B. ein pH-Wert 1 1,2, bei einer Temperatur von 40° C, erreicht ist.
  • Der Erfindungsgedanke ist in gleicher fortschrittlicher Weise auch unter Verwendung von anderen Saturationsgasen anwendbar.
  • Für die Unteransprüche wird Patentschutz nur in Verbindung mit dem Hauptanspruch begehrt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: - i. Verfahren zur Reinigung von Zuckersäften oder ähnlichen Stoffen durch eine mit Scheidesaturation kombinierte Vorscheidung, dadurch gekennzeichnet, daß in der alkalischen Zone der Vorscheidüng Kalk und Kohlensäure gemeinsam, aber abschnittsweise und mit zwischengeschalteten Stabilisierungspausen, in dem Maße zugeführt werden, daß der pH-Wert von i 7 bis zum optimalen Endpunkt von etwa i i progressiv ansteigt und auch der Gehalt an Carbonat laufend zunimmt, und daß die Flüssigkeiten aus den Stufen höherer Kalk- bzw. Kalk-und Carbonatkonzentration teilweise in die Stufen niederer Konzentration zurückgeführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das kalkende Medium am Ende des Durchlaufbehälters für das zu kalkende Medium eingeführt und von dort mit mechanischen Mitteln dem in Behandlung befindlichen Saft entgegengeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das kalkende Medium dem zu kalkenden Medium in jeder Reaktionsstufe in Teilmengen zugeführt wird. Angezogene Druckschriften: Zeitschrift d. V. d. Deutschen Zuckerindustrie, Bd. 83 (i933) Aufsatz v. S _p e n g 1 e r, B ö t t -g e r und J ö d t, S. 112, und Bd. 57 (z932), S. 346, 366.
DEB18422A 1951-12-29 1951-12-29 Verfahren zur Reinigung von Zuckersaeften Expired DE939680C (de)

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DE939680C true DE939680C (de) 1956-03-01

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1154410B (de) * 1958-08-14 1963-09-12 Dr Rer Nat Friedrich Amding Verfahren zur Durchfuehrung einer Scheidesaturation von Zuckersaeften
DE1161520B (de) * 1961-05-27 1964-01-16 Buckau Wolf Maschf R Verfahren zur Reinigung von Zuckersaeften mit Kalk und Kohlensaeure nach Art der progressiven Vorscheidung
DE1201779B (de) * 1960-10-14 1965-09-23 Braunschweigische Maschb Ansta Verfahren zur Reinigung von rohen Zuckersaeften durch Zugabe von Kalk und Kohlensaeure
US3542591A (en) * 1969-05-14 1970-11-24 Braunschweigische Masch Bau Purification of sugar juice

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

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DE1161520B (de) * 1961-05-27 1964-01-16 Buckau Wolf Maschf R Verfahren zur Reinigung von Zuckersaeften mit Kalk und Kohlensaeure nach Art der progressiven Vorscheidung
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