DE1201256B - Trockner zum gleichzeitigen Trocknen von zwei duennen Gutbahnen - Google Patents
Trockner zum gleichzeitigen Trocknen von zwei duennen GutbahnenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
- Trockner zum; gleichzeitigen Trocknen von zwei dünnen Gutbahnen Die Erfindung bezieht sich auf einen Trockner zum gleichzeitigen Trocknen von zwei dünnen, im wesentlichen gleich breiten Gutbahnen, z. B. aus Papier, die mit bestimmtem Abstand voneinander übereinander durch den Trockner laufen, an dessen Guteinlaßende ein oder mehrere Brenner angeordnet sind, welche in den Raum zwischen den Gutbahnen eine oder mehrere armvolumige flache Flammen in Richtung der Bahnbewegung träge abstrahlen. Die Trocknung erfolgt, nachdem diese Bahnen einen Arbeitsprozeß durchlaufen haben, bei welchem sie Feuchtigkeit aufgenommen haben oder bestimmte feuchte Stoffe auf ihnen aufgetragen worden sind. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Auftrag von Druckfarbe, Beize, Farbstoffen oder um sonstige Flüssigkeiten handeln, die auf den Bahnen abgelagert werden.
- Das hauptsächlichste Anwendungsgebiet für die Erfindung betrifft das Trocknen von Papierbahnen, welche durch eine Druckmaschine hindurchgelaufen sind und dort einen Aufdruck mit einer flüchtigen Druckfarbe od. dgl. erhalten haben. Der erfindungsgemäße Trockner soll aber auch Filmbahnen trocknen, die z. B. vermittels Polymerisation, Oxydation oder eines entsprechenden Vorgangs behandelt worden sind. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist, auf Bahnen verteiltes Pulver zu schmelzen, was bei elektrographischen Druckverfahren gefordert wird.
- Bei den eingangs beschriebenen Trocknern hat sich gezeigt, daß am Verlaufbeginn der Flammen zwischen den Gutbahnen bei den Bahnkanten eine Druckminderung eintritt, was auf Injektorwirkung zurückgeführt werden kann. Etwa die halbe Weglänge des Gutbahnverlaufs weist Atmosphärendruck zwischen den Bahnen auf. Dagegen stellt sich am Verlaufende der Flammen ein Überdruck ein, so daß hier die Flammen die Neigung haben, aus dem Gutbahnzwischenraum herauszutreten. Der Unterdruck am Verlaufbeginn der Flammen ist besonders unerwünscht, da kalte Luft eingesaugt wird, so daß nicht nur die Flamme durch unerwünschte Kaltluft an Wirkung verliert, sondern auch eine Störung der gewünschten Flammenausbreitung eintritt. Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, bei einem Trockner der beschriebenen Art den Gutbahnzwischenraum und dann die Flammen seitlich abzugrenzen, so daß der größtmögliche Betrag der erzeugten Trocknungswärme im Gutbahnzwischenraum ausgenutzt und auf diese Weise der Wirkungsgrad des Trockners vergrößert, gegebenenfalls die Trocknungszeit herabgesetzt wird. Bei dem erfindungsgemäßen Trockner wird gewährleistet, daß der Raum zwischen den beiden laufenden Gutbahnen stets von der oder den Flammen angefüllt bleibt, so daß beide Gutbahnen gleichmäßig getrocknet werden.
- Es ist bekannt, innerhalb von Trocknern die Behandlungsräume auch für durchlaufendes Gut seitlich abzugrenzen. Bei allen bekannten Anlagen werden aber keine offenen Flammen als Trocknungsmittel zwischen Bahnen verwendet, und die seitlichen Wände dienen jeweils der Lösung anderer Aufgaben als im vorliegenden Fall.
- Um nun die bei einem mit offenen Flammen arbeitenden Trockner der eingangs genannten Art auftretenden, vorangehend geschilderten Probleme zu lösen, kennzeichnet sich die Erfindung durch eine dünne, starre lotrechte Platte zwischen jeder der Trocknerseitenwände und den Gutbahnenlängskanten, wobei diese Platten gegen die Gutbahnlängskanten verstellbar sind, eine die Zwischenraumhöhe wesentlich überschreitende Höhe aufweisen und die Gutbahnlänge mindestens teilweise überdecken.
- Nach weiteren Merkmalen der Erfindung kann in der Mittelzone jeder Platte eine Öffnung vorhanden sein, und die Platten können gegebenenfalls gekühlt werden.
- Da diese erfindungsgemäßen seitlichen Platten so dicht wie möglich an die Längskanten der laufenden Gutbahnen angestellt werden können, ist gewährleistet, daß die im Gutbahnzwischenraum von den Flammen abzuhebende Wärmemenge in diesem Raum eingeschlossen bleibt, daß das Verlaufsende der Flammen nicht seitlich aus diesem Raum austreten kann und daß beim Verlaufbeginn der Flammen der Zutritt von kalter Luft in den Bahnzwischenraum ausgeschaltet ist.
- Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Trockners an Hand einer schematischen Zeichnung beschrieben.
- F i g. 1 zeigt einen lotrechten Längsschnitt durch den Trockner des Ausführungsbeispiels, wobei mittels Gasbrennern Flammen in den Gutbahnzwischenraum in Richtung des Bahnlaufs träge eingestrahlt werden und eine der erfindungsgemäßen Platten sichtbar ist; F i g. 2 zeigt einen waagerechten Schnitt gemäß Linie II-II der F i g. 1, so daß beide Platten und die Mittel sichtbar sind, mit welchen diese gegenüber den Längskanten der laufenden Gutbahnen eingestellt werden können.
- Bei der Trocknungskammer 1 dient als Eimaß für die zu trocknenden Gutbahnen z. B. dünnes Papier, eine rechteckige Öffnung 2 am Einlaßende la und entsprechend als Auslaß eine rechteckige Öffnung 3 am gegenüberliegenden Auslaßende 1 b. Außerhalb des Kammereinlaßendes 1a sind Führungswalzen 4 und 5 drehbar gehalten. Die obere Führungswalze 4 dient dazu, eine Gutbahn W mit ihrer Unterseite in die Trocknungszone zu leiten, die untere Führungswalze 5 dazu, eine Gutbahn W in die Trocknungszone zu führen. Beide Gutbahnen laufen nach der Auslaßöffnung3 zu übereinanderliegenden, gegeneinander verstellbaren wassergekühlten Führungswalzen 7 und 8 mit Leitwalzen 9 und 10. Die beiden Gutbahnen W und W lassen im Trockner einen freien Raum S zwischen sich.
- 4 Außerhalb der beiden Einlaß-Führungswalzen 4 und 5 liegt parallel zu diesen eine Gasleitung 11, an. welche zwei Gasbrenner 12 mit geeignetem Abstand voneinander angeschlossen sind. Jeder Brenner 12 ist mit seinem einen Ende an einer Abzweigung 11 a der Gasleitung 11 befestigt und strahlt eine breite, dünne Flamme F fächerartig träge in den Raum S zwischen den Gutbahnen W und W. Diese lediglich mäßig heißen Flammen F werden in Berührung mit den laufenden Gutbahnen W, W durch die Trocknungskammergeführt. Die Weiterbewegung der abgestrahlten Flammen F mit den laufenden Gutbahnen ist langsam, weil die Brenner keinen wesentlichen Druck erzeugen, der die Flammen direkt gegen das Gut richten könnte. Die Flammen breiten sich also von den Brennermündungen ausgehend sowohl in Richtung der laufenden Gutbahnen W und W wie auch in Querrichtung zu diesen aus.
- An den Seitenwänden der Trocknungskammer 1 sind lotrechte dünne, starre Platten 16 einstellbar angebracht, welche in Längsrichtung der beiden Gutbahnen W und W verlaufen und einen seitlichen Abschluß des von den beiden Gutbahnen W, W eingeschlossenen Raumes S bewirken. Diese Platten 16 können sich ununterbrochen über im wesentlichen die gesamte Gutbahnlänge innerhalb der Trocknungskammer erstrecken. Dabei hat es sich in der Praxis als wünschenswert gezeigt, in der Mittelzone jeder Platte 16 eine Öffnung 17 anzuordnen, d. h. an dem Teil des Bahnverlaufs, an welchem die Flammen sich weder nach einwärts zusammenziehen, noch nach außen verbreitern. Hier kann somit besonders günstig die Flammenausbildung beobachtet werden.
- Bevorzugt werden die Platten 16 aus Blech hergestellt. Es ist jedoch ohne weiteres auch möglich, sie aus einem sonstigen geeigneten starren, feuerfesten Werkstoff herzustellen. Die Platten 16 können auch mittels Wasser oder Luft oder durch direkte Wärmeableitung gekühlt werden. Sie sind gegenüber den Gutbahnlängskanten einstellbar gehalten. Ihre Außenseiten haben Ansätze oder Gabelstücke 18, die die Innenenden von seitlich gerichteten, durch die Trocknerwand reichenden nicht drehbaren Schrauben 19 halten. Die Außenenden der Schrauben 19 nehmen Muttern 20 auf, welche von Rahmen- oder Gestellteilen 21 der Trocknungskammer gehalten sind. Die Muttern 20 haben gerändelte Griffteile 22, deren Drehen eine Axialbewegung der Schrauben 19 in dem einen oder anderen Sinn auslöst.
- Die Höhe der Platten 16 überschreitet die Höhe des freien Raumes S zwischen den laufenden Bahnen W und Vy' wesentlich.
- Die beiden Gutbahnen laufen innerhalb der Trocknungskammer 1 von den Brennern 12 ausgehend in gleicher Richtung. Es ist jedoch auch möglich, beide Bahnen gegeneinander durch die Trocknungskammer laufen zu lassen. Allerdings ist dabei nicht der gleiche hohe Wirkungsgrad zu erzielen wie bei gleichgerichtetem Bahnverlauf von den Brennern ausgehend.
- Die Abgase und/oder Rückstände werden durch Abzüge 23 und 24 entfernt.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Trockner zum gleichzeitigen Trocknen von zwei dünnen im wesentlichen gleich breiten Gutbahnen, z. B. aus Papier, die mit bestimmtem Abstand voneinander übereinander durch den Trockner laufen, an dessen Guteinlaßende ein oder mehrere Brenner angeordnet sind, welche in den Raum zwischen den Gutbahnen eine oder mehrere großvolumige, flache Flammen in Richtung der Bahnbewegung träge abstrahlen, g e -kennzeichnet durch eine dünne, starre lotrechte Platte (16) zwischen jeder der Trockmerseitenwände und den Gutbahnlängskanten, die gegen diese Gutbahnlängskanten verstellbar sind, eine die Gutbahnzwischenraumhöhe wesentlich überschreitende Höhe aufweisen und die Gutbahnlänge mindestens teilweise überdecken.
- 2. Trockner nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch je eine Öffnung (17) in der Mittelzone der Platte (16) und/oder durch deren Kühlung. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 294 301, 436 925, 895 741; deutsche Auslegeschrift Nr. 1041000; französische Patentschriften Nr. 491537, 700 051; britische Patentschrift Nr. 624 255; USA.-Patentschriften Nr. 1069 342, 1737 015. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1090 683.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| GB1201256X | 1959-02-09 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1201256B true DE1201256B (de) | 1965-09-16 |
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|---|---|---|---|
| DET17761A Pending DE1201256B (de) | 1959-02-09 | 1960-01-21 | Trockner zum gleichzeitigen Trocknen von zwei duennen Gutbahnen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE1201256B (de) |
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