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DE1090683B - Trockenvorrichtung fuer laufende Bahnen, z. B. aus Papier u. dgl. - Google Patents

Trockenvorrichtung fuer laufende Bahnen, z. B. aus Papier u. dgl.

Info

Publication number
DE1090683B
DE1090683B DET16268A DET0016268A DE1090683B DE 1090683 B DE1090683 B DE 1090683B DE T16268 A DET16268 A DE T16268A DE T0016268 A DET0016268 A DE T0016268A DE 1090683 B DE1090683 B DE 1090683B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drying
webs
drying device
web
zone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET16268A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernest Arthur Timson
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Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1090683B publication Critical patent/DE1090683B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F23/00Devices for treating the surfaces of sheets, webs, or other articles in connection with printing
    • B41F23/04Devices for treating the surfaces of sheets, webs, or other articles in connection with printing by heat drying, by cooling, by applying powders
    • B41F23/0403Drying webs
    • B41F23/0423Drying webs by convection
    • B41F23/043Drying webs by convection using gas or fuel burners
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F5/00Dryer section of machines for making continuous webs of paper

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Trocknen von laufenden Bahnen aus verhältnismäßig dünnem und biegsamem Material, z. B. aus Papier, Gewebe, Film, Folie u. dgl., nachdem diese Bahnen einen Arbeitsprozeß durchlaufen haben, bei welchem ihnen Feuchtigkeit zugegeben oder bestimmte Stoffe oder Stoffteile auf sie aufgetragen worden sind. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Auftrag von Druckfarben, Beizen, Farbstoffen oder sonstigen Flüssigkeiten handeln, die auf den Oberflächen der Bahnen abgelagert werden.
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet der Erfindung ist das Trocknen von laufenden Papierbahnen, welche durch eine Druckmaschine hindurchgelaufen sind und die einen Aufdruck mit einer flüchtigen Druckfarbe od. dgl. erhalten haben. Die Erfindung ermöglicht es, den Trocknungsvorgang so durchzuführen, daß das Lösungsmittel der verwendeten Farbe od. dgl. schneller verdampft oder verdunstet als bei den bekannten Vorrichtungen. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung eignet sich darüber hinaus auch für das Trocknen von Filmbahnen, z. B. mittels Durch- oder Eindringwirkung, Palymerisation, Oxydation oder einem entsprechenden anderen Vorgang, so daß diese Trocknungsarten durch Wärmewirkung beschleunigt werden. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit besteht bei der Durchführung von Verfahren bei denen auf Bahnen verteilte Puder zum Schmelzen gebracht werden, wie es bei elektrografischen Druckverfahren gefordert wird.
Die Erfindung bezieht sich auf Trockenvorrichtungen für laufende Bahnen, z. B. aus Papier u. dgl., mit einer begrenzten Trockenzone, durch welche die Bahnen hindurchgeleitet werden, unter Verwendung von Führungsmitteln sowohl für die Einleitung dieser Bahnen in die Trockenzone hinein wie auch für die Durchführung derselben durch die Trockenzone hindurch und schließlich für die Weiterleitung dieser Bahnen aus der Trockenzone heraus, sowie von Mitteln für die Zufuhr von Trocknungswärme an die laufenden Bahnen während ihres Durchlaufes durch die Trockenzone hindurch.
Es ist bekannt, bedruckte Papierbahnen an einer Wärmequelle entlangzuleiten, so daß diese Wärmequelle sowohl das Verdampfen des Farblösungsmittels als auch dessen Verbrennen bewirkt.
Ferner ist es bei Rotationstiefdruckmaschinen bekannt, eine Gummiwalze zwischen dem Formzylinder und einem gekühlten Gegendruckzylinder vorzusehen und die bedruckte Bahn durch eine mit Wärme arbeitende Trockenvorrichtung hindurchzuleiten, wobei die Papierbahn hinter der Trockenvorrichtung durch den gekühlten Gegendruckzylinder abgekühlt wird. Auch wurde bereits vorgeschlagen, eine Trock-Trockenvorrichtung für laufende Bahnen, z. B. aus Papier u. dgl.
Anmelder:
Ernest Arthur Tims on,
Kettering, Northamptonshire
(Großbritannien)
Vertreter: Dipl.-Ing. A. Bohr, Dipl.-Ing. H. Bohr, Dipl.-Ing. S. Staeger, München 5, Müllerstr. 31, und Dr.-Ing. H. Fincke, Berlin-Lichterfelde,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität: Großbritannien vom 19. Februar 1958
Ernest Arthur Timson, Kettering, Northamptonshire
(Großbritannien), ist als Erfinder genannt worden
nungsflamme für eine bedruckte Bahn so auszubilden, daß diese Flamme eine hohe Geschwindigkeit und hohe Wärmeintensität aufweist, um auf diese Weise die Flamme durch die an der laufenden Papierbahn anhaftende Luftschicht hindurchtreiben zu können. Dadurch soll die bedruckte Fläche der Bahn wirksam erreicht, getrocknet und die flüchtigen Bestandteile der Druckfarbe ausgetrieben werden, indem die an der laufenden Bahn haftende Luftschicht unmittelbar nach dem Auftreffen der Flamme von der Bahn abgehoben wird. Zur Unterstützung dieser Maßnahme ist eine Düsenanordnung vorgesehen, mit welcher ein besonderer Luftstrahl auf die genannte Luftschicht geleitet wird.
Schließlich ist es bekannt, die Lage einer einzelnen Bahn gegenüber einer Reihe von Gasbrennern so zu steuern, daß diese Bahn über ihre gesamte Länge zwischen feststehenden Punkten gehalten wird, auch wenn die Lage der Bahn gegenüber den Gasbrennern sich ändern soll.
Demgegenüber besteht das wesentliche Merkmal der Erfindung darin, daß, bei einer Trockenvorrichtung der vorstehend angegebenen Art, gleichzeitig zwei laufende Bahnen einander gegenüberliegend durch die Trockenzone hindurchgeleitet und daß die Führungsmittel hierbei in einem bestimmten Abstand
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voneinander gehalten werden, so daß die Bahnen einen Zwischenraum zwischen sich bilden, in welchen hinein die Mittel für die Zufuhr von Trocknungswärme einen oder mehrere Wärmestrahlen eingeben, so daß diese Strahlen sich auf die beiden einander gegenüberliegenden Flächen der beiden laufenden Bahnen verteilen können und zwischen denselben gehalten und mitgenommen werden. Hierbei braucht es sich nicht nur um zwei einzelne Bahnen zu handeln, vielmehr kann durch die Anordnung der Führung ein und dieselbe Bahn in Form von zwei Läufen gleichzeitig durch die Trockenzone hindurchgeleitet werden.
Im Gegensatz zu den bekannten Vorrichtungen wird durch die Erfindung vor allem eine doppelte Trockenwirkung erreicht, ohne daß eine entsprechende Erhöhung der Wärmezufuhr nötig ist, so daß also bei Erhöhung der Trocknungsgeschwindigkeit und Trocknungsleistung ein sehr viel geringerer Wärmeaufwand erforderlich ist. Außerdem wird eine sehr viel einfachere Bahnführung für die zu trocknenden beiden Bahnen erreicht.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand schematischer Zeichnungen beschrieben, wobei darauf hingewiesen wird, daß für die Gegenstände der Unteransprüche Schutz nur in Verbindung mit dem Hauptanspruch beansprucht wird. Es zeigt
Fig. 1 einen vereinfachten Längsschnitt durch die Vorrichtung gemäß der Erfindung mit der Darstellung von Gasbrennern sowie des Verlaufs der von diesen Brennern ausgehenden Flammen im Zwischenraum zwischen den durch die Vorrichtung laufenden beiden Papierbahnen,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fdg. 1, so daß Anordnung und Wirkungsweise der verwendeten Gasbrenner und der durch diese erzeugten Flammen erkennbar sind,
Fig. 3 und 4 eine Seiten- bzw. eine Vorderansicht eines der verwendeten Gasbrenner.
Gemäß Fig. 1 und 2 umfaßt die Trockenvorrichtung gemäß der Erfindung eine waagerecht angeordnete, kastenartige Trockenkammer 1, deren Inneres eine Trockenzone bildet. Der Einlaß am einen Ende der Trockenkammer 1 ist als rechteckige Einlaßöffnung 2 ausgebildet. Gleichfalls weist die entsprechende Auslaßöffnung 3 am entgegengesetzten Ende der Trockenkammer 1 Rechteckform auf. Bei der Einlaßöffnung 2, und zwar an der Außenseite des zugeordneten Endes der Trockenkammer 1, ist ein Paar ßandführungswalzen 4, 5 vorgesehen, welche sich überlagern und einen bestimmten Abstand voneinander aufweisen. Diese Führungswalzen 4, 5 können, falls gewünscht, in ihrem Abstand voneinander verstellbar eingerichtet sein, um das Maß dieses Abstandes vergrößern oder verkleinern zu können. Zu diesem Zweck können die Achsen 4a und 5 a der genannten Führungswalzen gemäß Fig. 1 an Armen 6 angebracht sein, die in oder an dem nicht dargestellten Rahmen der Vorrichtung verstellbar gehalten sind. Unter der obenliegenden Einlaß-Führungswalze 4 läuft eine Bahn W entlang und von hier aus in gerader Richtung längs durch die Trockenkammer 1 hindurch. Eine weitere Bahn W läuft oberhalb der unteren Einlaß-Führungswalze 5 in die Trockenkammer 1 hinein und in gerader Richtung längs durch diese Trockenkammer 1 hindurch. Beide Bahnen treten durch die Auslaßöffnung 3 der Trockenkammer 1 wieder nach außen heraus und laufen dann unter- bzw. oberhalb einer jeweils zugeordneten Auslaß-Führungswalze 7 bzw. 8 weiter. Den letztgenannten Walzen 7 und 8 sind weitere Walzen 9 und 10 zugeordnet, mit denen die Bahnen weitergeleitet werden. Wiederum ist es möglich, falls gewünscht, durch eine Verstellung der genannten Walzen 7 und 8 den Abstand der beiden Bahnen W und W voneinander bei der Auslaßöffnung 3 zu vergrößern oder zu verkleinern. In jedem Fall sind die am Einlaß und am Auslaß angeordneten Walzenpaare 4, 5 und 7, 8 so
ίο ausgebildet, daß die beiden Bahnen W und W in geradlinigem Verlauf durch die Trockenzone der Trokkenkammer 1 hindurchlaufen. Hierbei weisen die beiden Bahnen innerhalb der Trockenzone einen nur geringen freien Abstand voneinander auf, so daß sie einen Zwischenraum S umschließen.
Der Lauf der Bahnen in der Trockenzone kann wahlweise entweder parallel oder im wesentlichen parallel zueinander gewählt werden. Andererseits ist es gemäß Fig. 1 auch möglich, daß für einen nachstehend genannten besonderen Zweck die Laufrichtung der beiden Bahnen auch sich einander nähernd gewählt wird, so daß die beiden Bahnen W und W bei der Auslaßöffnung 3 einander näher liegen als an der Einlaßöffnung 2.
Wenn bedruckte Bahnen getrocknet werden sollen, können die Walzen 7, 8, 9 und 10 auch eine Wasserkühlung erhalten, so daß die Bahnen und deren Aufdruck auf eine Temperatur gebracht werden, welche unterhalb der »Klebrigkeits-« Temperatur der getrockneten Druckfarbe liegt, die selbst im trockenen Zustand häufig thermoplastisch ist oder bleibt. Auch würde das Papier selbst angegriffen, falls dasselbe für eine solche Zeit auf ungefähr 300° C gehalten wird, welche die Zeit des Durchlaufs durch die Trokkenkammer 1 überschreitet.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist unmittelbar vor dem Einlaß-Führungswalzenpaar 4, 5 eine sich in Querrichtung erstreckende Leitung 11 für die Zufuhr von flüssigem oder gasförmigem Brennstoff vorgesehen. Diese Leitung verläuft rechtwinklig zu den Längskanten der laufenden Papierbahnen. Die Leitung 11 ist an einen Vorrat eines jeweils gewünschten Brennstoffes angeschlossen, so daß beispielsweise Leuchtgas durch die Leitung 11 zuge-
führt und diese Zufuhr vorzugsweise durch ein Ventil 12 geregelt wird (Fig. 2). An der Leitung 11 sind vorzugsweise zwei oder mehr Brenner 13 mit Abstand angeordnet. Jeder Brenner hat die Form einer hohlen Düse, so daß am äußeren, im wesentlichen geschlos-
senen Ende 13 & eine verhältnismäßig schmale Auslaßöffnung 15 vorgesehen ist, die nach der Flammenseite hin in eine verhältnismäßig weite Ausnehmung 14 übergeht. Diese Ausnehmung 14 weist einen nach einwärts gewölbten konkaven Boden 13 α auf, dessen
Form so gewählt ist, daß eine Verteilung oder Diffusion des jeweiligen Brennstoffes eintreten kann, der durch die genannte Auslaßöffnung 15 hindurch austritt, so daß gleichzeitig eine breite, schmale Flamme in Form eines Fächers oder eines Fledermausflügels gebildet wird, wobei eine ausreichende Luftzufuhr für eine vollständige Verbrennung bei freier Wirbelung gewährleistet ist. Aus Fig. 2 sind zwei derartig breite, schmale Flammen F zu ersehen. Wenn die Brenner 13 an der gemeinsamen Leitung 11 so angeordnet sind, daß sie sich zwischen den beiden Einlaß-Führungswalzen 4 und 5 befinden, dann wird die jeweilige Flamme/7 direkt in den genannten Zwischenraum S zwischen die Bahnen W und W eingestrahlt, so daß sich dieser Zwischenraum 5 mit der
oder den Flammen F anfüllt. "
Obwohl es besonders vorteilhaft ist, Brenner 13 der vorbeschriebenen Ausbildungsform zu verwenden und mit Leucht- oder Stadtgas zu speisen, ist die Erfindung doch keinesfalls hierauf beschränkt, da den Brennern 13 auch jeder sonst geartete Brennstoff in Form von Methan oder Butan oder in flüssiger Form als öl oder Paraffmdampf zugeleitet werden kann, wobei — falls erforderlich — während der Brennstoffzufuhr Luft mit Atmosphärendruck zugemischt werden kann. io'
Die vorgenannte Ausbildung der Brenner 13 bewirkt durch Zumischung des jeweils gewählten Brennstoffes zu Luft mit Atmosphärendruck eine mäßige, milde Flamme geringer Temperatur, welche von dem jeweiligen Brenner träge abgestrahlt wird, so daß sie von den zu trocknenden Bahnen mitgenommen und in Berührung mit denselben weitergeleitet werden kann.
Die Angabe einer »mäßigen, milden Flamme geringer Temperatur« soll bedeuten, daß die Flammentemperaturen sich je nach der beobachteten Zone in einem Bereich von etwa 900 bis 1400° C bewegen. Demgegenüber wurden hohe Temperaturen solche sein, die bis zu 2200° C ansteigen. An dieser Stelle ist darauf zu verweisen, daß sich bei einer »tragen« Flamme Zonen unterschiedlicher Temperaturen ausbilden.
Der Verlauf der Flammen F in der allgemeinen Längsrichtung der Bahnbewegung gemeinsam mit dem Vorlauf der zu trocknenden Bahnen ist verhältnismäßig langsam und träge, da die Brenner 13 keinerlei wesentliche Zug- oder Blaswirkung erzeugen, durch welche die Flammen direkt gegen die Bahnen gerichtet würden. Mit anderen Worten breiten sich die Flammen F, von den Brennern 13 ausgehend, sowohl in Längsrichtung wie auch in Querrichtung bezüglich der Bewegungsrichtung der beiden Bahnen aus, so daß diese nur durch milde Flammen beaufschlagt werden, welche mit. den Bahnen auf einer verhältnismäßig breiten Fläche in Berührung stehen.
Die Flammen F wirken nicht nur auf verhältnismäßig breite Flächen der laufenden Bahn ein, sondern sind auch trotz des Umstandes, daß die Flammentemperaturen nur mäßig hoch Idegen, in der Lage, den jeweiligen Belag, z. B. die Druckfarbe der Papierbahnen so zu trocknen, daß die Notwendigkeit entfällt, wiederholt eine sehr vriel intensivere Wärmewirkung auf sehr viel kleinere Flächen zu konzentrieren. Die Erfindung hat also den Vorteil, daß die Neigung verringert wird, daß sich die physikalischen Eigenschaften und Abmessungen des Papiers während des Trocknungsvorganges ändern.
In den meisten Fällen ist es möglich, Gasbrenner 13 der vorgenannten oder einer ähnlichen Bauweise so anzuordnen, daß sie sich zwischen den beiden Bahnen W und W am Beginn deren Einlaufe in die Trockenkammer 1 befinden, so wie es in Fig. 1 und 2 dargestellt ist. Für solche Fälle jedoch, in denen die Bahnen dichter aneinanderliegen müssen, weil lediglieh eine kleine Flamme vorgesehen werden darf, die nicht in der Lage ist, einen breiten Zwischenraum genügender Tiefe auszufüllen, falls die Brenner ohne gegenseitige Berührung anzuordnen sind, können die Brenner 13 auch vor den einstellbaren Einlaß-Führungswalzen 4, 5 vorgesehen sein, so daß sie nicht zwischen diese Walzen 4 und 5 hineinragen, um welche die Bahnen W1 W' herumlaufen, bevor sie mit dem gewünschten gegenseitigen Abstand voneinander in gerader Richtung durch die Trockenkammer 1 hindurchgeleitet werden. In diesem Fall wird eine flache, träge Flamme oder mehrere solcher Flammen am Einlaß in den Zwischenraum 6* zwischen die Bahnen eingestrahlt, so daß diese Flamme oder Flammen zwischen diese Bahnen hineingezogen werden und den Raum zwischen ihnen ausfüllen.
An dieser Stelle kann darauf verwiesen werden, daß die Auslaß-Führungswalzen 7, 8, 9 und 10 keinesfalls stets durch Wasser gekühlt zu werden brauchen, wenn eine Kühlung dieser Walzen durch die kontinuierlich zugeleiteten kalten Papierbahnflächen erfolgt, welche zur Anlage auf diesen Walzen kommen und von der Trocknungswärme nicht erreicht worden sind.
Da jede träge Flamme während ihrer Mitnahme durch die Bahnen an Volumen verliert, werden diese Bahnen vorzugsweise so angeordnet, daß sie sich am Ende der Trockenkammer 1 einander nähern, so daß gewährleistet ist, daß der Zwischenraum 5" zwischen den Bahnen zum mindesten für den größten Teil desselben in seiner Längsrichtung vollständig von der oder den Flammen angefüllt ist, solange diese Flammen überhaupt vorliegen (Fig. 1). In Fig. 2 ist durch die strichpunktierte Querlinie 17 die Länge der Flammen F angegeben, wobei diese Flammenlänge natürlich auch abweichend gewählt werden kann, wenn die Brennstoffzufuhr zu den Brennern 13 in gewissen Grenzen gesteuert wird.
Es kann wünschenswert oder erforderlich sein, oberhalb der oberen Bahn W eine Reihe kleiner Brenner anzuordnen, um die flüchtigen Produkte abzubrennen, welche aus den zu trocknenden Stoffen abgegeben werden. In Fig. 1 ist zu diesem Zweck eine gemeinsame Speiseleitung 18 angegeben, welche eine Reihe derartiger kleiner Brenner speisen kann.
Vorzugsweise sollen beide Bahnen in der gleichen Richtung von den Brennern 13 aus durch die Trockenkammer 1 hindurchgeleitet werden. Nun ist jedoch der Bahnlauf bei manchen Rotationsdruckmaschinen so, daß die beiden Bahnen nicht in der gleichen Richtung laufen können, weil sich die Bahn dann in sich aufwickeln würde und nicht einfach zur FaIt- und Ausgabevorrichtung hinausgezogen werden kann. Es ist lediglich möglich, ein seitliches Ausziehen mittels einer Wendestange durchzuführen, falls nicht der Ausgabe- oder Walzenständer von dem betreffenden Bahnlauf umlegt worden ist. Dieser Umstand ist jedoch unerwünscht, da hierbei der Bahnlauf verschwenderisch verlängert wird. Bei einer derartigen Maschine kann die für das Trocknen des zweiten Druckes erforderliche Hitze wesentlich geringer sein als die für das Trocknen des ersten Druckes. Es'ist daher möglich, daß der zweite Durchlauf als untere Bahn W' durch die Trockenkammer 1 hindurchgeleitet wird und einen entgegengesetzten Verlauf zum ersten Durchlauf aufweist, d. h. auf die Brenner 13 hin.
Diese Trocknungsart ergibt jedoch nicht den gleichen hohen Wirkungsgrad wie in dem Fall, wenn beide Bahnen in ein und derselben Richtung durch die Trockenkammer 1 hindurchlaufen. Immerhin besteht die Möglichkeit der Trocknung gemäß der Erfindung auch für diesen Sonderfall.

Claims (11)

Patentansprüche;
1. Trockenvorrichtung für laufende Bahnen, z. B. aus Papier u. dgl., mit einer begrenzten Trockenzone, durch welche die Bahnen hindurchgeleitet werden, unter Verwendung von Führungsmitteln sowohl für die Einleitung dieser Bahnen
in die Trockenzone hinein wie auch für die Durchführung derselben durch die Trockenzone hindurch und schließlich für die Weiterleitung dieser Bahnen aus der Trockenzone heraus, sowie von Mitteln für die Zufuhr von Trocknungswärme an die laufenden Bahnen während ihres Durchlaufes durch die Trockenzone hindurch, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig zwei laufende Bahnen (W, W) einander gegenüberliegend durch die Trockenzone hindurchgeleitet und daß die Führungsmittel (4, 5, 7 und 8) hierbei in einem bestimmten Abstand voneinander gehalten werden, so daß die Bahnen (W, W) einen Zwischenraum (S) zwischen sich bilden, in welchen hinein die Mittel (13) für die Zufuhr von Trocknungswärme einen oder mehrere Wärmestrahlen eingeben, so daß diese Strahlen sich auf die beiden einander gegenüberliegenden Flächen der beiden laufenden Bahnen (W, W) verteilen können und zwischen denselben gehalten und mitgenommen werden.
2. Trockenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmittel (4, 5, 7, 8) die beiden Bahnen (W, W) gradlinig oder im wesentlichen gradlinig durch die Trockenzone hindurchführen, so daß ein entsprechend gradlinig verlaufender freier Zwischenraum (6") zwischen den beiden Bahnläufen eingehalten ist.
3. Trockenvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Trocknungsbrenner (13), die an einen gemeinsamen Vorrat für Brennstoff angeschlossen sind, einen oder mehrere Wärmestrahlen in Form einer breiten, flachen Flamme (F) in den freien Zwischenraum (S) einleiten.
4. Trockenvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmittel (4, 5, 7 und 8) sowie die Trocknungsbrenner (13) einer im wesentlichen geschlossenen Trockenkammer (1) zugeordnet sind, an deren einander gegenüberliegenden Stirnenden einerseits eine Einlaßöffnung (2) bzw. eine Auslaßöffnung (3) vorgesehen sind, durch welche die laufenden Bahnen (W, W) geradlinig hindurchgeführt werden.
5. Trockenvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Einlaßöffnung (2) ein Paar übereinanderliegender Bahnführungswalzen (4, 5) drehbar gelagert ist, die einen bestimmten Abstand in Höhenrichtung voneinander aufweisen, und daß die Trocknungsbrenner (13) zwischen diesen beiden Walzen (4, 5) angeordnet sind, so daß die abgestrahlten nackten Flammen (F) am Anfangsteil der beiden Bahnläufe zwischen dieselben eingestrahlt werden.
6. Trockenvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite der beiden einander gegenüberliegenden Stirnenden der geschlossenen Trockenkammer (1) die Führungswalzen paarweise (4, 5 bzw. 7, 8) mit Abstand voneinander angeordnet sind.
7. Trockenvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungswalzen (7, 8) am Auslaßende der Trockenkammer (1) eine an sich bekannte Wasserkühlung aufweisen.
8. Trockenvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungswalzenpaare (4, 5 und 7, 8) an den beiden einander gegenüberliegenden Stirnenden der geschlossenen Trockenkammer (1) eine Lage aufweisen, bei welcher die beiden Bahnen (W, W) konvergierend zur Auslaßöffnung (3) der Trockenkammer (1) geleitet werden.
9. Trockenvorrichtung nach Anspruch 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknungsbrenner (13) an eine Leitung (11) für die Zufuhr von flüssigem oder gasförmigem Brennstoff angeschlossen sind und durch Zumischung von Luft bei Atmosphärendruck zu dem jeweils gewählten Brennstoff eine entsprechende Anzahl lediglich mäßig heißer Flammen (F) erzeugen und träge in den Zwischenraum (S) abstrahlen.
10. Trockenvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Brenner (13) die Form einer hohlen Düse aufweist, die ein äußeres, im wesentlichen geschlossenes Ende (13 b) hat, an dessen Außenseite eine verhältnismäßig weite, konkave Ausnehmung (14) ausgebildet ist, so daß der nach innen gewölbte Boden (13 σ) dieser Ausnehmung (14) eine Diffusion des Brennstoffes bewirkt, welcher durch einen kanalartigen Verbindungsdurchbruch (15) zwischen dem Innenraum (16) der Brennerdüse und der Ausnehmung (14) austritt, um hierdurch eine breite, flache Flamme (F) in Form eines Fächers zu erzeugen.
11. Trockenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche für die Trocknung von Bahnen aus bedrucktem Papier, dadurch gekennzeichnet, daß im Trockenraum oberhalb des oberen Bahnlaufes (W) eine Leitung (18) mit kleinen Brennern vorgesehen ist, deren frei abgestrahlte Flammen auf die Oberseite dieses Bahnlaufes (W) gerichtet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 895 458, 696 905;
USA.-Patentschriften Nr. 2 598 346, 2 668 700,
703 224, 2 803 446, 2 417 011.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©1 009 627/94 10.60
DET16268A 1958-02-19 1959-02-12 Trockenvorrichtung fuer laufende Bahnen, z. B. aus Papier u. dgl. Pending DE1090683B (de)

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GB1090683X 1958-02-19

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DE (1) DE1090683B (de)

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