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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beschichtung
einer oder beider Seiten einer laufenden Bahn, insbesondere einer
Papierbahn oder einer Kartonbahn, mit einem flüssigen oder pastösen Beschichtungsmaterial,
umfassend eine Beschichtungsstation zum Aufbringen einer Beschichtung
auf die Bahn und eine Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung im Anschluss – in der
Laufrichtung der Bahn gesehen – an
die Beschichtungseinheit.
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Aus
WO 98/32921 ist eine Vorrichtung
zur Beschichtung einer Papierbahn auf einer Seite bekannt, die eine
Beschichtungsstation und eine Nichtkontakt-Umlenkstation umfasst.
Nach der Beschichtungsstation, in der ein Beschichtungsmaterial
auf die laufende Papierbahn aufgebracht wird, die durch eine Stützwalze
getragen wird, läuft
die Papierbahn zu einer Umlenkwalze weiter. Von dort bewegt sie sich
zu einer Nichtkontakt-Umlenk- und
-Trocknungsvorrichtung. Dann wird sie zu kalanderartigen Zylindern
in Kontakt mit der Papierbahn geführt, um die Papierbahn vollständig zu
trocknen, und dann zur weiteren Verarbeitung bewegt. In
WO 98/32921 ist zum Beispiel
eine Anordnung von vier derartigen Beschichtungsvorrichtungen in
fortlaufender Abfolge gezeigt, wobei ein Beschichtungsmaterial zwei
Mal auf jede Seite der Papierbahn aufgebracht wird. Ein Nachteil
dieser Beschichtungsvorrichtung des Stands der Technik ist einerseits,
dass die Beschichtung durch das Umlenken der feuchten Papierbahn, bevor
sie mindestens teilweise getrocknet ist, nachteilig beeinflusst
wird. Dies ist umso mehr der Fall, als aufgrund des verfügbaren Platzes
für den
Aufbau gewöhnlich
Umlenkwalzen mit kleinen Walzendurchmessern verwendet werden, was
zu einem scharfen Biegen der Papierbahn am Umlenkpunkt führt.
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Zusätzlich macht
es die Verwendung einer derartigen Umlenkwalze unmöglich, eine
Beschichtungsvorrichtung in eine Vorrichtung umzuwandeln, mit der
eine Doppelbe schichtung verwirklicht werden kann, da die Umlenkwalze
in diesem Fall in einem direkten Kontakt mit der feuchten Beschichtung
stehen würde,
was die Qualität
der Beschichtung unerträglich
beeinflussen würde.
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Die
in
WO 98/32921 gezeigte
Kombination aus einer Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung und einem Nichtkontakt-Lufttrockner in Verbindung
mit der Nichtkontakt-Umlenk- und
Trocknungsvorrichtung ist zum Beispiel bereits aus
DE 295 11 089 U1 bekannt. Aus
EP-0 777 731 A1 ist
ferner bekannt, eine Umlenkvorrichtung und eine Trocknungsvorrichtung
unter einem gemeinsamen Gehäuse
anzuordnen, um zu verhindern, dass feuchtes Abgas und/oder feuchte
Abluft in die Maschinenhalle entweicht.
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Eine
Vorrichtung zur Beschichtung einer laufenden Bahn nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1 ist in
DE
40 29 487 A1 gezeigt.
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Es
ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Beschichtungsvorrichtung
bereitzustellen, die die Gefahr von Qualitätsverlusten der beschichteten Bahn
mindestens verringert, wenn nicht sogar beseitigt.
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Dieses
Problem wird nach der Erfindung durch eine Vorrichtung nach Anspruch
1 gelöst.
Die Bahn läuft
zwischen ihrem Verlassen der Beschichtungsstation und ihrem Betreten
der Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung ohne Änderung der Richtung in nur
einer Ebene. Dies bedeutet, dass die Bahn vom Punkt des Verlassens
der Beschichtungsstation bis zum Betreten der Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung
in einem freien Lauf ohne Ausübung
einer externen Kraft läuft,
was garantiert, dass die Beschichtungsschicht, die in der Beschichtungsstation
auf die Bahn aufgebracht wurde, in der Umlenkvorrichtung fixiert
werden kann, während
die Qualität,
die in der Beschichtungsstation erhalten wurde, beibehalten wird.
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Hier
bezieht sich das „Verlassen
der Beschichtungsstation" auf
den Punkt, an dem sich die Bahn vom Bahnführungselement, das dem Zweck des
direkten Aufbringens einer Beschichtung auf die Bahn dient, trennt.
Ein derartiges Führungselement kann
zum Beispiel eine Auftragewalze, eine Tragwalze oder ein Band, das
endlos um einen Schuh oder ähnliche
Vorrichtungen läuft,
sein. Entscheidend ist, dass der Beschichtungszustand der Bahn am
betroffenen Führungselement
verändert
wird, und, mit Ausnahme einiger gewünschter Trocknungswirkungen, ab
dem Punkt der Trennung davon unverändert bleibt.
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Wenn
auf die Bahn, die die Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung betritt, Bezug
genommen wird, wird auf den Punkt, an dem die Umlenkvorrichtung
die Bahn merklich beeinflusst, d.h., den Punkt, an dem Gas aus der
Umlenkvorrichtung ausströmt
oder Infrarotstrahlen die Bahn auf eine solche Weise treffen, dass
die Temperatur der Bahn verändert
wird, Bezug genommen.
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Bei
der vorliegenden Erfindung ist die Länge des freien Laufs der Bahn,
d.h., die Länge
des Wegs der Bahn zwischen zwei Führungselementen, die mit der
Bahn in Kontakt stehen, verglichen mit den aus dem Stand der Technik
bekannten Beschichtungsvorrichtungen verlängert. Dies
ist sogar noch außergewöhnlicher,
da viele Fachleute der Meinung sind, dass mit einer zunehmenden
Länge des
freien Laufs auch die Instabilität
des Wegs der Bahn zunimmt, und dass der Fachmann daher gedrängt werden
sollte, die Länge
freier Läufe
zu verringern. Überraschenderweise
können
die vorteilhaften Wirkungen der vorliegenden Erfindung erzielt werden,
ohne zusätzliche
Maßnahmen
zu treffen oder weitere Bestandteile einzurichten, um die Stabilität des Wegs der
Bahn zu erhöhen,
wenn sie durch die Beschichtungsvorrichtung läuft.
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Zusätzlich zu
der Tatsache, dass qualitätsmindernde
Wirkungen auf die Bahn während
des Umlenkens vermieden werden, kann durch die Beschichtungsvorrichtung
der vorliegenden Erfindung ein weiterer Vorteil erzielt werden:
im Gegensatz zu der Beschichtungsvorrichtung, die aus dem Stand der
Technik bekannt ist, ist es durch den ebenen und von außen unbeeinflussten
Weg der Bahn nach dem Verlassen der Beschichtungsstation nun möglich, an einer
Beschichtungsstation ein Beschichtungsmaterial auf beide Seiten
der Bahn aufzubringen. Daher kann der Platz, insbesondere die Längsabmessung, die
durch die Beschichtungsstationen, in denen eine Bahn ein- oder mehrmals
doppelt beschichtet werden soll, benötigt wird, beträchtlich
verringert werden. Dies bedeutet, dass wertvoller Platz für den Aufbau
eingespart werden kann.
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Die
Qualität
der beschichteten Bahn kann weiter verbessert werden, indem man
die Bahn die Beschichtungsstation in einer Aufwärtsrichtung, vorzugsweise in
einer im Wesentlichen senkrechten Richtung, verlassen lässt. Es
ist häufig
der Fall, dass dann, wenn sich die Bahn zum Beispiel von der Auftragewalze
oder einem ähnlichen
Beschichtungselement, das zum indirekten Aufbringen eines Beschichtungsmaterials
auf die Bahn verwendet wird, löst, eine
als „Beschlagen" bezeichnete Wirkung
auftritt, d.h., im Keil zwischen der Bahn und der Fläche des Beschichtungselements
ein Dampf aus kleinen Beschichtungsperlen oder -tröpfchen gebildet
wird. Wenn die Bahn die Beschichtungsstation jedoch in einer Aufwärtsrichtung,
vorzugsweise in einer im Wesentlichen senkrechten Richtung, verlässt, nimmt
die Wahrscheinlichkeit, dass die kleinen Perlen auf die beschichtete
Bahn fallen, mit dem zunehmenden Steigungswinkel ab. Die Perlen
werden stattdessen vielmehr wahrscheinlicher auf das Beschichtungselement
zurückfallen.
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Wie
bereits erwähnt
wurde, dient der freie Lauf der Bahn nach der Beschichtungsstation
dem Zweck des Abzie hens von Feuchtigkeit aus der Bahn. Wenn die
Bahn die Beschichtungsstation in einer Aufwärts- oder Abwärtsrichtung
verlässt,
ist ein ausreichender Weg für
die Bahn vorhanden, um zu trocknen, ohne die Länge der Beschichtungsvorrichtung
und damit ihren Platzbedarf erhöhen
zu müssen,
da sich die Umlenkvorrichtung in diesem Fall entweder im Wesentlichen über oder
unterhalb der Beschichtungsstation befinden kann.
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Die
Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung kann die Bahn um ungefähr 90° umlenken.
Dies ist vorteilhaft, wenn der Umlenkvorrichtung Bahnverarbeitungseinheiten
mit großer
Länge,
z.B. ein Kalander, folgen. Die Bahn kann die Beschichtungsstation
zum Beispiel in einer senkrecht aufwärts gerichteten Richtung verlassen,
wird durch die Umlenkvorrichtung um 90° zur Maschinenlaufrichtung umgelenkt,
und dann durch einen senkrecht angeordneten Kalander zur Höhenebene
der Beschichtungsstation zurückgeführt.
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Dabei
kann der verfügbare
Platz für
den Aufbau durch das Anordnen der Bahnverarbeitungseinheiten auf
eine kompakte Weise optimal verwendet werden. Die Maschinenlaufrichtung
ist die Richtung, in der sich die Bahn beginnend mit dem Abwickeln der
zu beschichtenden Bahnversorgung bis zum Aufrollen der beschichteten
Bahn bewegt.
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Falls
den Nichtkontakt-Umlenkvorrichtungen keine weiteren Bahnverarbeitungsvorrichtungen
folgen, kann eine ausreichende Trocknungslänge auch erhalten werden, indem
die Bahn durch Nichtkontakt-Umlenkvorrichtungen um ungefähr 180° umgelenkt
wird. Dies bedeutet, dass das Doppelte der Entfernung zwischen der
Beschichtungsstation und der Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung als
Trocknungslänge
verfügbar
ist.
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Wenn
nur eine beschränkte
Aufbauhöhe und/oder
Tiefe (abhängig
davon, ob die Bahn die Beschichtungsstation in einer Aufwärts- oder
in einer Abwärtsrichtung
verlässt)
verfügbar
ist, kann die erforderliche Höhe
der Beschichtungsstation verringert werden, wenn das erste Umlenken,
das in der Umlenkvorrichtung ausgeführt wird, zur Maschinenlaufrichtung
gerichtet ist. Wenn das erste Umlenken in eine Richtung, die zur
Maschinenlaufrichtung entgegengesetzt ist, erfolgen würde, würde die
Bahn unvermeidlich erneut umgelenkt werden müssen, um sich in die Maschinenlaufrichtung
fortzubewegen, was nur über
oder unterhalb des ersten Umlenkens der Bahn ausgeführt werden
kann.
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Das
oben beschriebene Umlenken der Bahn kann in der Umlenkvorrichtung
auf eine einfache Weise ausgeführt
werden, wenn die Umlenkvorrichtung eine Umlenkeinheit umfasst, die
sich an der konkaven Seite eines Umlenkabschnitts der Bahn befindet.
Die Umlenkeinheit kann zum Beispiel eine sogenannte „Luftumlenkung" sein.
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Eine
besonders stabile Fortbewegung der Bahn, die zum Beispiel in Fällen erwünscht ist,
in denen sich die Bahn in einem freien Lauf fortbewegt, kann erzielt
werden, wenn die Umlenkvorrichtung eine Stabilisierungseinheit umfasst,
die sich an der entgegengesetzten Seite der Umlenkeinheit, an der konvexen
Seite des Umlenkabschnitts, befindet. Eine derartige Stabilisierungseinheit
kann zum Beispiel aus einer Nichtkontakt-Trocknungseinheit in der Form einer
Haube für
eine erzwungene Konvektion bestehen, die von beiden Seiten der Bahn
gleichzeitig die gleiche oder eine unterschiedliche Trocknung erzielen
wird, wenn sie zusammen mit der Trocknungswirkung der Luftumlenkeinheit
betrachtet wird.
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Ein
entscheidender Faktor der Wirtschaftlichkeit von, zum Beispiel,
Papier- oder Kartonverarbeitungsmaschinen ist die Geschwindigkeit,
mit der die zu verarbeitende Bahn läuft. Diese Laufgeschwindigkeit
kann ohne Minderung der Qualität
der Bahn erhöht
werden, wenn sich mindestens eine Nichtkontakt-Trocknungseinheit – in der
Laufrichtung der Bahn gesehen – vor
und/oder nach der Umlenkeinheit befindet. Dadurch kann die Trocknungsleistung
der Trocknungsvorrichtung in Bezug auf den Weg der Bahn erhöht werden,
wodurch eine Verringerung der Zeit, für die sich die Bahn in der
Trocknungsvorrichtung befindet, ermöglicht wird.
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Falls
die Bahn doppelt beschichtet ist, kann die Länge des freien Laufs verringert
werden oder die Laufgeschwindigkeit erhöht werden, wenn sich mindestens
zwei Nichtkontakt-Trocknungseinheiten an unterschiedlichen Seiten
der Bahn einander gegenüberliegend
befinden. Die mindestens eine Trocknungseinheit kann ein Lufttrockner
oder ein Infrarottrockner oder ein Infrarotvorheizer sein. Es ist auch
möglich,
in der Umlenkvorrichtung sowohl Infrarottrockner als auch Lufttrockner
zu verwenden. Es kann vorteilhaft sein, die feuchte Bahn zuerst
durch Infrarotstrahlen vorzutrocknen, wodurch die Bahn gegenüber den
anschließend
auftreffenden Luftstrahlen oder Luftströmen unempfindlich gemacht wird.
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Danach
kann die Bahn durch Lufttrocknung getrocknet werden, die aufgrund
der Verwirbelungen der Luftstrahlen in der Nähe der Fläche der Bahn sehr homogen ist.
Zum Zweck der Erhöhung
der Geschwindigkeit der Trocknung unter den Strahlen und daher der
Förderung
einer verbesserten Endbeschichtungsqualität kann es auch vorteilhaft
sein, die feuchte Bahn vor dem Trocknen mit den auftreffenden Luftstrahlen
zuerst durch Infrarotstrahlen vorzuerhitzen.
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In
Verbindung mit dem Trocknen der Bahn bis zu einem bestimmten Grad
und an einem bestimmten Punkt des Wegs der Bahn kann es erwünscht sein,
den freien Lauf abhängig
vom Grad der Feuchtigkeit der beschichteten Bahn zu verlängern, um
mehr Zeit zum Trocknen für
die Bahn zu erhalten, während
sie sich mit einer konstanten Ge schwindigkeit fortbewegt. Dies kann
durch Bereitstellen – in
der Laufrichtung der Bahn gesehen – mindestens einer weiteren
Nichtkontakt-Umlenkeinheit nach einer Nichtkontakt-Umlenkeinheit
auf eine platzsparende Weise erzielt werden. Zusätzlich kann mindestens eine
der Nichtkontakt-Umlenkeinheiten zusätzlich zum Umlenken der Bahn
auch eine Trocknungsfunktion aufweisen, zum Beispiel durch ihr Erhitzen
mit Gas, das wärmer
als die Umgebungstemperatur der auftreffenden Luft ist, und/oder
durch Erhöhen
der Auftreffstrahlgeschwindigkeit der Luftumlenkeinheit, wodurch
die Reynoldssche Zahl der auftreffenden Strömung an der Produktfläche erhöht wird.
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Da
die Funktionen des Trocknens und des Umlenkens in einer Vorrichtung
kombiniert werden können,
ist es auch vorstellbar, durch bauliches Kombinieren einer Trocknungseinheit
und einer Umlenkeinheit in einem Element eine kombinierte Trocknungs-
und Umlenkvorrichtung aufzubauen.
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Während des
Trocknungsprozesses der beschichteten Bahn gibt die Beschichtung,
die zuerst in einer feuchten oder pastösen Form aufgebracht wurde,
Feuchtigkeit und/oder Lösemittel
in die Atmosphäre
ab, die, wenn sie sich mit der Umgebungsluft in der Maschinenhalle
vermischen, eine schädliche Auswirkung
auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Personals, das in der
Maschinenhalle arbeitet, wie auch auf das Gebäude selbst aufweisen können. Diese
schädlichen
Auswirkungen können
vermieden werden, wenn sich die Nichtkontakt-Umlenkeinheit und/oder
die mindestens eine weitere Umlenkeinheit und/oder die mindestens
eine Nichtkontakt-Trocknungseinheit in einem gemeinsamen Gehäuse befinden,
das, falls gewünscht,
aus mehreren Gehäuseteilen
bestehen kann. Das gemeinsame Gehäuse kann zum Beispiel eine
Absaughaube aufweisen, die das feuchte oder/und lösemittelhaltige
Abgas direkt vom Bereich um die Bahn absaugt, so dass es nicht in
die Umgebungsatmosphäre der
Maschinenhalle gelangen kann.
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Die
Beschichtungsstation, die zum Aufbringen der Beschichtung verwendet
wird, kann mindestens eine Beschichtungseinheit zum direkten Aufbringen
des Beschichtungsmaterials auf die Bahn oder/und mindestens eine
Beschichtungseinheit zum indirekten Aufbringen des Beschichtungsmaterials auf
die Bahn zeigen. Dies garantiert ein gewünschtes Beschichtungsergebnis
unter Berücksichtigung
des verfügbaren
Platzes für
den Aufbau. Wenn für
die Beschichtungsstation nur wenig Platz verfügbar ist, und wenn eine Beschichtung
an beiden Seiten gewünscht
ist, kann eine Seite der Bahn zum Beispiel durch eine Auftragewalze
indirekt beschichtet werden und kann die andere Seite durch eine
Beschichtungseinheit direkt beschichtet werden, wobei die Auftragewalze
als eine Tragwalze für
die Beschichtungseinheit dient. Zusätzlich ist die Verwendung jeder
beliebigen Art von gewünschter
Beschichtungsvorrichtung vorstellbar, wie etwa Beschichtungsvorrichtungen,
die Fachleuten als JetFlow F, SDTA (Short Dwell Time Applicator – Applikator
mit kurzer Verweilzeit), LDTA (Long Dwell Time Applicator – Applikator
mit langer Verweilzeit), Vorhangbeschichter, usw. bekannt sind.
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Wenn
die Bahn in mehreren Schichten beschichtet werden soll, können in
einer Beschichtungsvorrichtung zwei oder mehr Beschichtungseinheiten
nach der Erfindung hintereinander angeordnet werden, wobei jede
einzelne Beschichtungseinheit eine Beschichtungsschicht auf eine
oder beide Seiten der laufenden Bahn aufbringen kann.
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Die
Gasdüsenanordnungen,
die in Umlenk- und Trocknungsvorrichtungen verwendet werden, spielen
eine wichtige Rolle für
die Funktionsfähigkeit derartiger
Beschichtungsvorrichtungen. Es ist zum Beispiel wichtig, dass am
Umlenkpunkt der Nichtkontakt-Umlenkvorrichtungen, wie etwa Luftumlenker, ein
stabiles Luftkissen vorhanden ist. Die Anforderungen, die durch
ein derartiges Luftkissen und seine Stabilität erfüllt werden müssen, nehmen
mit einer zunehmenden Länge
des freien Laufs der Bahn zu. Wenn eine Inhomogenität, zum Beispiel
durch einen schwankenden Grad der Feuchtigkeit der Bahn in der Breitenrichtung,
vermieden werden soll, ist auch eine gleichmäßige Gasverteilung über die
Länge einer Gasdüsenanordnung
oder eines Gasverteilers sehr wichtig. In dieser Hinsicht sind auch
die Verteilung, die Geschwindigkeit und die Richtung der Luft, die aus
dem Luftkissenbereich austritt, von Wichtigkeit.
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Aus
dem Stand der Technik
WO 98/56985 sind
bestimmte Gasverteiler, die zum Trocknen von Papierbahnen verwendet
werden, bekannt, welche im Wesentlichen aus einem langgestreckten
hohlen Körper
bestehen, der sich in seiner Längsrichtung senkrecht
zur Laufrichtung der Bahn erstreckt. Dieser hohle Körper umfasst
einen Gaseinlass und einen Gasauslass, wobei sich der Gasauslass
an dem Wandabschnitt des hohlen Körpers (am Gasauslassabschnitt)
befindet, der im Wesentlichen parallel zur Fläche der Bahn verläuft und
zur laufenden Bahn gerichtet ist. Der Gasverteiler des Stands der
Technik ist dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringung des Gases
an der Seitenwand stattfindet. Die Höhe des gasströmungsrelevanten
Querschnitts im Inneren des Gasverteilers nimmt von der Gaseinlassseite
zur Seite gegenüber
dieser Gaseinlassseite linear ab. Ein Nachteil dieses Gasverteilers
ist, dass nicht immer eine homogene Gasströmung über die gesamte Länge des
Gasverteilers garantiert ist. Es wurde versucht, diesen Umstand
durch lineares Verringern des gasströmungsrelevanten Querschnitts
auszugleichen, was jedoch, erneut aufgrund der asymmetrischen Gasaufnahme
von einer Seitenwand, zu einem unnötig großen Aufbauvolumen, insbesondere einem
unnötig
hohen Aufbau, des Gasverteilers führt.
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Um
Platz für
den Aufbau zu sparen wie auch eine gleichmäßige Gasabgabe über die
gesamte Länge
des Gasvertei lers zu garantieren, wird vorgeschlagen, einen oben
beschriebenen Gasverteiler des generischen Typs zu verwenden, dessen
Gaseinlass sich in der Mitte in Längsrichtung des hohlen Körpers in
Nichtkontakt-Umlenk-
und/oder Trocknungsvorrichtungen zum Bewegen von Bahnen befindet.
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Der
Gasverteiler muss sich nicht notwendigerweise in seiner Längsrichtung
quer zur Laufrichtung der Bahn erstrecken. Er kann in seiner Längsrichtung
auch parallel zur Laufrichtung der Bahn angeordnet sein, um auf
bestimmte Zonen wie etwa den Rand der Bahn einzuwirken und sie zu
trocknen. Zusätzlich
kann er jede beliebige gewünschte
Zwischenposition aufweisen.
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Das
Anordnen des Gaseinlasses in der Mitte in Längsrichtung des langgestreckten
hohlen Körpers
bedeutet, dass die Entfernung vom Gaseinlasspunkt zum entferntesten
Gasauslasspunkt halbiert ist, was es wahrscheinlicher macht, dass
die Gasausstoßströmung über die
gesamte Länge
des Verteilers homogen ist.
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Eine
kleinere Breite des Gasverteilers, die erwünscht sein kann, wenn mehrere
Gasverteiler nebeneinander in einem kleinen Raum angeordnet werden
sollen, kann erzielt werden, indem der Gaseinlass am Wandabschnitt
des hohlen Körpers
gegenüber
dem Gasausstoßabschnitt
angeordnet wird.
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Der
langgestreckte hohle Körper
kann verschiedenste Formen aufweisen. Das Aufbauen des hohlen Körpers als
hohler parallelflächiger
Körper kann
eine besonders einfache und kostenwirksame Version sein. Doch wenn
der senkrechte Freiraum des Gasströmungsquerschnitts im Inneren
des hohlen Körpers
beginnend von einem Mittelabschnitt in Längsrichtung, der den Gaseinlass
umfasst, zu den beiden Enden in Längsrichtung des hohlen Körpers hin
abnimmt, vorzugsweise kontinuierlich abnimmt, kann die Homogenität der Gasausstoßströmung noch
weiter erhöht
werden. Besonders bevorzugt verändert
sich der senkrechte Freiraum des Gasströmungsquerschnitts des hohlen
Körpers
an einer bestimmten Stelle in Längsrichtung
proportional zur Menge des Gases, die an dieser Stelle in Längsrichtung
des hohlen Körpers
abgegeben werden soll.
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Als
eine weitere Maßnahme
zur Erhöhung der
Homogenität
der abgegebenen Gasströmung kann
der hohle Körper
in Bezug auf seine Mittelebene in Längsrichtung symmetrisch sein.
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Aus
WO 98/56985 ist eine Vorrichtung
zur Trocknung einer Papierbahn mit Gasverteilern, die parallel zueinander
und senkrecht zur Laufrichtung der Bahn unter einer gemeinsamen
Gasabsaughaube angeordnet sind, bekannt. Doch bei der offenbarten
Trocknungsvorrichtung werden jene Gasverteiler, die von einer Seitenwand
mit Gas versorgt werden, und die auch in
WO 98/56985 beschrieben sind, verwendet,
was zu einem unnötig
hohen Aufbau der Trocknungsvorrichtung führt.
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Wie
bereits erwähnt
ist der Gasverteiler zur Verwendung in Trocknungs- oder Umlenkvorrichtungen
zum Trocknen oder/und Umlenken einer laufenden Bahn, insbesondere
in den oben beschriebenen Beschichtungsvorrichtungen, besonders
geeignet. Nach der Erfindung erstreckt sich in den Umlenkeinheiten
mindestens ein Gasverteiler quer zur Laufrichtung der Bahn. Im Gegensatz
zum Stand der Technik benötigt
die oben beschriebene Trocknungs- und/oder
Umlenkeinheit der vorliegenden Erfindung weniger Aufbauhöhe. Ein
weiterer Vorteil ist, dass im Fall eines Umlenkens der Bahn ein
so großer
Breitenbereich der Bahn als möglich
durch ein Luftkissen gestützt
wird. Und wenn ein Gasverteiler, der in einer Trocknungseinheit
verwendet wird, auf eine solche Weise angeordnet wird, kann ein
so großer
Breitenbereich als möglich
durch das Trocknungsgas beeinflusst werden.
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Es
wurde bereits erwähnt,
dass das feuchte oder sogar lösemittelhaltige
Abgas vom Trocknungs- und/oder Umlenkbereich abgesaugt werden soll,
um nachteilige Auswirkungen auf das Personal und die Bausubstanz
der Maschinenhalle in der Nähe
der Vorrichtung zu vermeiden. Dies kann zum Beispiel gelöst werden,
wenn die Umlenkvorrichtung, insbesondere eine darin enthaltene Trocknungs-
oder/und Umlenkeinheit, eine Gasabsaughaube umfasst, die den mindestens
einen Gasverteiler umgibt, in der Richtung zur Bahn hin offen ist,
und mit mindestens einer Gasausstoßleitung verbunden ist. Der
mindestens eine Gasverteiler wird dann durch eine Gasversorgungsleitung
versorgt.
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Ein
besonders sicheres Umlenken und ein homogenes Trocknen der Bahn
kann erzielt werden, wenn sich der mindestens eine Gasverteiler
im Wesentlichen über
die gesamte Breite der laufenden Bahn erstreckt.
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Wenn
die Laufgeschwindigkeit der Bahn erhöht werden soll, ohne die Trocknungsleistung
zu beeinträchtigen
und ohne jegliche Stabilität
am Umlenkpunkt zu verlieren, können
unter der Gasabsaughaube mehrere Gasverteiler parallel zueinander
und in der Laufrichtung der Bahn beabstandet angeordnet werden.
Das beabstandete Anordnen der mehreren Gasverteiler garantiert,
dass die Einheit mit Schlitzen oder Öffnungen versehen ist, durch
die feuchtes oder/und lösemittelhaltiges
Abgas durch die Gasausstoßleitung
abgesaugt werden kann.
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Um
den Aufwand für
die Verarbeitung der Gasabsaughaube so gering als möglich zu
halten, wenn mehrere Gasverteiler unter einer Gasabsaughaube verwendet
werden, kann eine zentrale Gasversorgungsleitung in das Innere der
Gasabsaughaube eingebracht werden, wobei vorteilhaft Verteilungsleitungen
im Inneren der Gasabsaughaube von der mindestens einen Gasversorgungsleitung
zu den einzelnen Gasverteilern führen.
Aus Erfahrung ist bekannt, dass eine einzelne Gasversorgungsleitung nicht fähig ist,
eine beliebige Anzahl von Gasverteilern zu versorgen. Abhängig von
der Anzahl der Verteiler kann es daher praktisch sein, die mehreren Gasverteiler
in Gruppen zu teilen, wobei vorteilhaft jeder Gruppe eine Gasversorgungsleitung
und eine Gasausstoßleitung
zugeteilt wird, die die Gasverteiler der entsprechenden Gruppen
mit Gas versorgen bzw. feuchtes und/oder lösemittelhaltiges Abgas von der
Fläche
der Bahn saugen.
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Falls
es nur einen Gasabsaugpunkt gibt, durch den Gas von einer – verglichen
mit dem Querschnitt der Gasausstoßleitung – großen Fläche abgesaugt wird, kann es
zu einem nichtgleichmäßigen Gasausstoß über die
Fläche
kommen. Es kann sein, dass Abschnitte in der Nähe der Gasausstoßleitung einen
stärkeren
Gasausstoß erfahren,
als Abschnitte, die weiter von dieser Öffnung entfernt sind. Normalerweise
ist dies unerwünscht
und kann es vermieden werden, indem die Gasabsaughaube mit einem Strömungsabgleichungsmittel
für das
Gas, das von der laufenden Bahn in die Gasabsaughaube strömt, versehen
wird. Das Strömungsabgleichungsmittel kann
zu Beispiel Öffnungen
zeigen, die zum Teil Querschnitte mit unterschiedlicher Größe aufweisen, um
abschnittsweise angepasste Fließwiderstände bereitzustellen.
Eine Strömungsabgleichungswirkung
kann jedoch bereits erzielt werden, wenn die Strömungsabgleichungsmittel über ihre
gesamte Fläche
einen konstanten Fließwiderstand
bereitstellen. Diese Strömungsabgleichungsmittel
können
auf eine materialsparende Weise verwirklicht werden, indem sie zwischen
den Gasverteilern parallel zur Fläche der Bahn angeordnet werden.
Die Strömungsmittel können aus
verschiedenen Materialien wie etwa einer perforierten Platte, einem
strömungsdurchlässigen gebundenen
Fasergewebe, Wabenaufbauten, Gittern oder ähnlichen Materialen bestehen.
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Ein
weiterer möglicher
Grund für
eine Inhomogenität
in Gasabsaugströmung
kann sein, dass die Gasausstoßleitungen,
die für
die einzelnen Gruppen verwendet werden, unterschiedlich arbeiten. Diese
Auswirkung kann vermieden oder mindestens verringert werden, wenn
im Gasabsaugraum zwischen den Gasverteilergruppen in einer im Wesentlichen
senkrechten Richtung und parallel zu den Gasverteilern Strömungsdrosselmittel
eingerichtet werden. Diese Strömungsdrosselmittel
erstrecken sich mindestens über
einen Teil des Querschnitts und vorzugsweise über den gesamten Querschnitt
der Gasabsaughaube. Diese Strömungsdrosselmittel
können als
strömungsdurchlässige, aber
einen Widerstand für
die Strömung
bietende Trennwände
zwischen den einzelnen Gasverteilergruppen begriffen werden. Sie können ebenfalls
aus den obenerwähnten
Materialien wie etwa perforierten Platten, Wabenaufbauten, Gittern,
strömungsdurchlässigen gebundenen
Fasergeweben, oder ähnlichen
Materialien bestehen.
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Das
Trocknen einer doppelt beschichteten laufenden Bahn ist eine besondere
technische Herausforderung, da von beinahe dem gleichen Materialvolumen
pro Zeiteinheit zwei Mal so viel Feuchtigkeit entfernt werden muss.
Dies kann zum Beispiel gelöst
werden, indem mindestens zwei Trocknungsvorrichtungen oder mindestens
eine Umlenk- und mindestens eine Stabilisierungseinheit einander
gegenüberliegend
an verschiedenen Seiten der laufenden Bahn angeordnet werden. Dies
gilt nicht nur für das
Trocknen der Bahn, sondern auch für das Umlenken der Bahn, und
zwar in Fällen,
in denen eine besondere Stabilität
der Bahn benötigt
wird, wie etwa im Fall langer freier Läufe der Bahn. Die mindestens zwei
Trocknungseinheiten oder die mindestens eine Umlenk- und die mindestens
eine Stabilisierungseinheit können
auf eine solche Weise angeordnet werden, dass sich mindestens einige
der Gasverteiler an beiden Seiten der Bahn an im Wesentlichen den
gleichen Stellen in Längsrichtung
in der Laufrichtung der Bahn gesehen in Paaren einander gegenüberliegend befinden.
Dies weist den Vorteil auf, dass man fähig ist, die Bahn besonders
sanft zu trocknen, da die Kräfte,
die durch die Gas ströme
auf die Bahn ausgeübt
werden, einander ausgleichen. Dadurch kann ein Biegen der Bahn vermieden
werden.
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Es
ist jedoch auch möglich,
mindestens einige der Gasverteiler an einer Seite der Bahn und mindestens
einige der Gasverteiler an der anderen Seite der Bahn in Bezug auf
ihre Stellen in Längsrichtung in
der Laufrichtung der Bahn gesehen abwechselnd anzuordnen. Mit anderen
Worten befindet sich ein Gasverteiler an einer Seite der Bahn und
befindet sich – in
der Laufrichtung der Bahn gesehen – ein anderer Gasverteiler
von diesem Gasverteiler beabstandet an der anderen Seite der Bahn
usw. Mit dieser Anordnung kann die Bahn unter bestimmten Umständen ein
Biegen erfahren, doch weist diese Anordnung den Vorteil auf, dass
die Fläche
der Bahn im Trocknungsabschnitt durch dieses Biegen erweitert wird,
so dass eine größere Trocknungsleistung
erzielt werden kann, ohne den Aufbau oder die Laufparameter der
Trocknungs- und/oder Umlenkvorrichtung ändern zu müssen. Es ist auch möglich, einige
der Gasverteiler auf eine Weise und einige der anderen Gasverteiler
auf die andere Weise anzuordnen, d.h., sie können in einigen Bereichen an
den gleichen Stellen in Längsrichtung
einander gegenüberliegend
und in anderen Bereichen abwechselnd angeordnet werden. Dies kann
zum Beispiel bei einer feuchten Bahn, die gerade beschichtet wurde,
angewendet werden. Diese Bahn kann anfänglich durch eine Anordnung von
abwechselnden Gasverteilern geführt
werden, was zur Bildung von Wellen an der Bahn führt, wodurch ihre Fläche vergrößert wird.
Dies erhöht
die Trocknungsleistung in der Trocknungsvorrichtung, und dann wird
die Bahn mit einer bereits vorgetrockneten Beschichtung glatt durch
die Gasverteiler der Trocknungsvorrichtung, die einander gegenüberliegen,
bewegt.
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Zusammengefasst
wurde die Luftumlenkung speziell gestaltet, um sicherzustellen,
dass es durch die Erzeugung eines Druckstützkissens aus dynamischer Luft,
das in der gewünschten
Schwebehöhe über der
Luftumlenkfläche
in ein Gleichgewicht mit der wirkenden Bahnspannung gelangt, zu
einem stabilen Tragen der laufenden Bahn kommt. Der sich ergebende
erzeugte Stützkissendruck
wurde von der Auftreffgeschwindigkeit am Düsenausgang im Wesentlichen
unabhängig
gemacht, um sicherzustellen, dass hohe Wärme und Stoffübertragungsraten
erzielbar sind. Dies wird bewirkt, indem der Druck des Gases in
den Luftumlenkelementen verändert
wird, um an der Bahnfläche
die erforderliche Auftreffgasgeschwindigkeit zu erreichen. Die gewünschte Bahnschwebehöhe wird
indessen aufrechterhalten, indem die Geschwindigkeit der Luft, die
den Druckkissenbereich verlässt,
reguliert wird, indem sichergestellt wird, dass sie durch einen
veränderlichen
Gasverteiler strömt,
der zwischen den Auftreffelementen, die sich parallel zur Bahnfläche befinden,
angeordnet ist. Durch dieses Mittel wird die Verteilung der Luft,
die aus dem Kissendruckbereich austritt, auch gleichmäßig über die
Breite der Einheit verteilt, während
sie beim gewünschten
Kissendruckpegel behalten wird.
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Vorteilhaft
können
wie in
EP-B1-0 728
285 beschriebene Düsensysteme
verwendet werden, deren Offenbarung hiermit durch Nennung als in
die vorliegende Anmeldung aufgenommen betrachtet wird. Durch das
Verwenden derartiger Düsensysteme
ist es möglich,
die benötigten
Trocknungslängen und
somit den Platz, der in der Maschinenlaufrichtung durch die gesamte
Vorrichtung eingenommen wird, wesentlich zu verkürzen.
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Im
Folgenden wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Zeichnungen beschrieben werden, wobei
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1 ein
grober schematischer Querschnitt einer Beschichtungsvorrichtung
nach der vorliegenden Erfindung ist, wobei die Bahn an einer Seite
beschichtet und in der Umlenkvorrich tung um 90° umgelenkt wird,
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2 ein
grober schematischer Querschnitt einer Beschichtungsvorrichtung
nach der vorliegenden Erfindung ist, wobei die Bahn doppelt beschichtet
und in der Umlenkvorrichtung um 180° umgelenkt wird,
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3 eine
weitere Ausführungsform
der Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung ist,
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4 eine
Beschichtungsvorrichtung der Erfindung mit einem nachfolgenden Kalander
ist,
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5 eine
weitere Ausführungsform
der Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung ist, wobei
die Bahn an einer Seite beschichtet und in der Umlenkvorrichtung
um 90° umgelenkt
wird,
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6 eine
weitere Ausführungsform
der Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung ist, wobei
die Bahn doppelt beschichtet und in der Umlenkvorrichtung um 180° umgelenkt
wird,
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7 eine
Ausführungsform
einer Beschichtungsvorrichtung ist, die nicht in der vorliegenden
Erfindung enthalten ist, wobei die Bahn an einer Seite beschichtet
wird und die Beschichtungsstation in einer senkrecht abwärts verlaufenden
Richtung verlässt,
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8 eine
andere Ausführungsform
einer Beschichtungsvorrichtung ist, die nicht in der vorliegenden
Erfindung enthalten ist, wobei die Bahn doppelt beschichtet wird
und die Beschichtungsstation in einer senkrecht abwärts verlaufenden
Richtung verlässt,
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9 ein
grober schematischer Querschnitt eines Gasverteilers des Stands
der Technik ist,
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10 ein
grober schematischer Querschnitt eines Gasverteilers ist, der mit
der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann,
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11 eine
weitere Ausführungsform
des Gasverteilers ist, der mit der Erfindung verwendet werden kann,
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12 ein
grober schematischer Längsschnitt
von zwei baulich gleichwertigen Trocknungs- und Umlenkvorrichtungen
ist, die mit der Erfindung verwendet werden können,
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13 ein
grober schematischer Querschnitt der Trocknungs- und Umlenkvorrichtung
von 12 ist, wobei der Querschnitt entlang der Linie XIII-XIII
von 12 vorgenommen ist,
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14 eine
weitere Ausführungsform
von zwei Trocknungs- und Umlenkvorrichtungen, die mit der Erfindung
verwendet werden können,
mit einer abwechselnden Anordnung der Gasverteiler ist,
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15 ein
grober schematischer Querschnitt einer weiteren Ausführungsform
von zwei Trocknungs- und
Umlenkvorrichtungen ist, wobei die Gasverteiler jeder Vorrichtung
in Gruppen geteilt sind.
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In 1 ist
eine Beschichtungsvorrichtung der Erfindung allgemein mit 10 bezeichnet.
Die Beschichtungsvorrichtung 10 umfasst eine Beschichtungsstation 12 wie
auch eine Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 14. Eine Bahn 16 läuft in der
Richtung des Pfeils 18 in die Beschich tungsstation 12.
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Die
Beschichtungsstation 12 umfasst ein Stützelement in Form einer Tragwalze 20,
die sich in die Richtung des Pfeils 22 um ihre Achse 24 dreht, welche
auf eine solche Weise senkrecht zur Zeichnungsebene von 1 verläuft, dass
die Bahn 16 durch den Umfang 20a der Tragwalze 20 schlupffrei gestützt wird.
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Die
Beschichtungsstation 12 umfasst ferner eine Beschichtungseinheit 26,
von der ein flüssiges Beschichtungsmaterial 28 direkt
auf die Seite 16a der Bahn 16, die nicht zur Tragwalze 20 gerichtet
ist, aufgebracht wird. In der Laufrichtung der Bahn 16 ist nach
der Beschichtungseinheit 26 eine Abgleichungsvorrichtung 30 bereitgestellt.
Diese Abgleichungsvorrichtung 30 umfasst einen steifen
Balken 32, an dem ein Rakel 34 angebracht ist,
das die flüssige
Beschichtung 28, die auf die Bahn 16 aufgebracht
ist, dosiert und abgleicht. In der Laufrichtung der Bahn 16 trennt
sich die Bahn 16, die nun mit der Beschichtung 28 beschichtet
ist, nachdem sie an der Spitze des Rakels 34 vorbeigelaufen
ist, an einem Punkt 36 von der Tragwalze 20. Dieser
Punkt 36 bezeichnet den Punkt, an dem die Bahn 16 die
Beschichtungsstation 12 verlässt. An diesem Punkt ist der
Prozess der Aufbringung einer Beschichtung quantitativ und qualitativ
beendet, außer
dass aufgrund der Konvektion unvermeidlich der Trocknungsprozess
begonnen wird. Zusätzlich
besteht keine Möglichkeit,
dass jegliches Element oder jeglicher Bestandteil, das bzw. der
zur direkten Aufbringung einer Beschichtung 28 auf die
Bahn 16 gestaltet ist, eine Auswirkung auf die Bahn 16 aufweist,
nachdem die Bahn 16 den Austrittspunkt 36 passiert
hat. Ferner beginnt ab dem Punkt 36 der freie Lauf der
Bahn 16 und dauert er an, bis die Bahn 16 erneut
mit einem Führungs-
und/oder Leitelement, das nicht in 1 gezeigt
ist, in Kontakt steht.
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Die
Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 14 umfasst ein Gehäuse 38,
das aus einem ersten Gehäuseteil 38a und
einem zweiten Gehäuseteil 38b besteht.
Zwischen den beiden Gehäuseteilen 38a und 38b ist
ein Zwischenram 40 bereitgestellt, in dem die Bahn 16 läuft. Im
ersten Gehäuseteil 38a,
der sich an der konkaven Seite der Bahn in der Laufrichtung der Bahn 16 befindet,
befinden sich eine Trocknungseinheit 42 an der Eingangsseite,
eine Umlenkeinheit 44, wie auch eine Trocknungseinheit 46 an
der Ausgangsseite. Beide Trocknungseinheiten 42 und 46 wie
auch die Umlenkeinheit 44 umfassen Gasverteiler 48,
die quer zur Laufrichtung der Bahn 16, d.h., senkrecht
zur Zeichnungsebene von 1, angeordnet sind, und deren
Querschnittumriss in 1 gestrichelt gezeigt ist. Warme
Luft wird durch Gasverteiler gegen die feuchte Seite 16a der
Bahn 16, auf die eine Beschichtung 28 aufgebracht
wurde, geführt, um
Feuchtigkeit aus der Bahn 16 zu entziehen oder/und die
Bahn umzulenken. Der erste Gehäuseteil 38a umfasst
ferner eine Ausstoßvorrichtung,
die nicht in 1 gezeigt ist, um die feuchte
Abluft vom Bereich in der Nähe
der Seite 16a der Bahn wegzuführen.
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Im
zweiten Gehäuseteil 38b,
der sich an der konvexen Seite der Bahn und in der radialen Richtung
gegenüber
der Umlenkeinheit befindet, ist eine Stabilisierungseinheit 50 bereitgestellt.
Die Stabilisierungseinheit 50 umfasst ebenfalls Gasverteiler 48, die
quer zur Laufrichtung der Bahn 16 angeordnet sind und Luft
zur Bahn blasen. Die Stabilisierungseinheit 50 dient dem
Zweck, in deren Umlenkabschnitt eine stabile Führung für die Bahn 16 bereitzustellen und
die Bahn 16 gegen ein Luftkissen zu pressen, das durch
die Umlenkeinheit 44 gebildet wird, wodurch die Verwirklichung
langer freier Läufe
der Bahn erleichtert wird. In der Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 14 findet
ein Umlenken um 90° in
die Maschinenlaufrichtung R statt. Als Ergebnis kann die Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 14 mit
einer verhältnismäßig niedrigen
Aufbauhöhe
verwirklicht werden.
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Die
beschichtete Bahn 16 betritt die Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 14 am
Punkt 52. Der Eingangspunkt 52 ist der Anfang
des Zwischenraums 40, da hier – in der Laufrichtung der Bahn 16 gesehen – der Bereich
beginnt, in dem die Trocknungsvorrichtung 42 an der Eingangsseite
die Bahn bedeutend beeinflussen kann.
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Zwischen
den Punkten 36 und 52 läuft die Bahn 16 im
Wesentlichen in einer Ebene, die die Punkte 36 und 52 enthält, und
die im Beispiel, das in 1 gezeigt ist, senkrecht zur
Zeichnungsebene verläuft.
Die Bahn 16 wird zwischen dem Verlassen der Beschichtungsstation 12 und
dem Betreten der Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 14 nicht
mechanisch beeinflusst, wodurch die Gefahr der Beeinträchtigung
der Bahnbeschichtung verringert oder sogar vermieden wird. Die Qualität der Beschichtung kann
daher garantiert oder sogar erhöht
werden.
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In 2 sind
die gleichen Bestandteile wie in 1 mit den
gleichen Bezugszeichen, aber um 100 erhöht, bezeichnet. Es wird hiermit
ausdrücklich
auf die Beschreibung von 1 verwiesen.
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In 2 betritt
eine Bahn 116 eine Beschichtungsstation 112 in
der Richtung des Pfeils 118. Die Beschichtungsstation 112 dient
dem Zweck, die Bahn 116 doppelt zu beschichten. Die kombinierte Trag-
und Auftragewalze 120 dreht sich um ihre Drehachse 124,
die senkrecht zur Zeichnungsebene verläuft, auf eine solche Weise
in die Richtung des Pfeils 122, dass zwischen dem Umfang 120a und
der Bahn 116 keine relative Bewegung auftritt.
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An
der Seite 116a der Bahn 116, die vom Umfang 120a weg
gerichtet ist, wird durch eine wie in 1 gezeigte
direkt aufbringende Beschichtungseinheit 126 eine Beschichtung 128 aufgebracht.
In der Laufrichtung der Bahn 116 ist im Anschluss an die
erste Beschichtungs einheit 126 eine wie in 1 gezeigte
Abgleichungsvorrichtung 130 bereitgestellt. Zusätzlich umfasst
die Beschichtungsstation 112 eine weitere Beschichtungseinheit 154.
Diese zweite Beschichtungseinheit 154 bringt eine Beschichtung 156 zuerst
auf den Umfang 120a der kombinierten Trag- und Auftragewalze
auf, wovon sie dann auf die Seite 116b der Bahn 116 aufgebracht
wird, die zum Umfang 120a gerichtet ist. Abhängig vom
Ziel, dem durch die Beschichtung entsprochen werden soll, können die
flüssige
Beschichtung 128 und die Beschichtung 156 gleiche
oder unterschiedliche Beschichtungen sein.
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Am
Austrittspunkt, an dem sich die feuchte Bahn 116, die an
beiden Seiten mit den Beschichtungen 128 und 156 beschichtet
ist, von der kombinierten Trag- und Auftragewalze 120 trennt,
verlässt
die Bahn 116 die Beschichtungsstation gemäß der Definition
in einer senkrechten Richtung. Es ist von Vorteil, wenn man die
Bahn 116 die kombinierte Trag- und Auftragewalze 120 in
einer senkrechten Richtung verlassen lässt, da die Perlen 158 der
Beschichtung 156, die sich im Keil 160 zwischen
der Auftragewalze 120 und der Bahn 116 bilden
können,
sehr wahrscheinlich anstatt auf die Bahn 116 vielmehr auf die
Walze 120 fallen werden. Dies erhöht die Beschichtungsergebnisse
bemerkenswert.
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Am
Punkt 152 betritt die Bahn 116 die Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 114.
Die Bahn 116 bewegt sich zwischen den Punkten 136 und 152 in
einer Ebene, ohne die Richtung zu verändern.
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Die
Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 114 lenkt die Bahn 116 insgesamt
um 180°,
d.h., an zwei Punkten um jeweils 90°, um. Die Bahn 116 verlässt die
Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 114 in
der Richtung des Pfeils 118'.
Die Umlenkvorrichtung 114 zeigt ein Gehäuse 138 mit einem
ersten Gehäuseteil 138a, der
sich an der konkaven Seite der umgelenkten Bahn 116 (=
die Seite 116a in 2) befindet,
und einem zweiten Teil 138b an der konvexen Seite der umgelenkten
Bahn 116 (= die Seite 116b der Bahn 116)
befindet. Im ersten Gehäuseteil 138a befinden sich
in der Laufrichtung der Bahn eine erste Trocknungseinheit 142 an
der Eingangsseite, eine erste Umlenkeinheit 144, eine weitere
Trocknungseinheit 162 an der konkaven Seite wie auch eine
zweite Umlenkeinheit 164. Im Gegensatz dazu zeigt der zweite Gehäuseteil 138b – ebenfalls
in der Laufrichtung der Bahn 116 gesehen – eine zweite
Trocknungseinheit 166 an der Eingangsseite, eine erste
Stabilisierungseinheit 150, eine weitere Trocknungseinheit 168 an der
konvexen Seite wie auch eine zweite Stabilisierungseinheit 170.
Durch das Anordnen der Trocknungseinheiten und der Umlenk- und/oder
Stabilisierungseinheiten – die
mit warmem oder heißem
Gas betrieben werden können
und somit auch zum Trocknen der Bahn 116 verwendet werden
können – an beiden
Seiten der Bahn kann aufgrund des U-förmigen
Wegs der Bahn 116 ein langer freier Lauf der Bahn 116 und
eine entsprechend gute Trocknungswirkung verwirklicht werden, ohne
dass in der Maschinenhalle unnötiger
Platz eingenommen werden muss. Dies verringert zum Beispiel die
kalkulatorischen Aufwendungen für
den Platz der Trocknungsvorrichtung 110.
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Die
schematisch gezeigten Trocknungseinheiten 142, 162, 166, 168,
die in 2 gezeigt sind, sind Infrarottrocknungseinheiten.
Sie können
jedoch auch wie in 1 Gas- und/oder Lufttrocknungseinheiten
sein.
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In 3 sind
die gleichen Bestandteile wie in 2 mit den
gleichen Bezugszeichen, aber um 100 erhöht, bezeichnet. Im Folgenden
wird 3 nur so weit beschrieben, als sie sich von 1 und 2 unterscheidet.
Für die
anderen Bestandteile wird hiermit auf die Beschreibungen von 1 und 2 verwiesen.
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In 3 wird
eine Bahn 216 durch indirektes Aufbringen einer Beschichtung 228 auf
die Seite 216a der Bahn durch eine Auftragewalze 270 und
der Beschichtung 256 auf die Seite 216b der Bahn
durch eine Auftragewalze 220 beschichtet. Die Drehachse 274 der
Auftragewalze 270 verläuft
parallel zur Drehachse 224 der Auftragewalze 220.
Die Auftragewalzen 270 und 220 drehen sich auf
eine solche Weise in die Richtung der Pfeile 216 und 272 um
ihre Achse, dass am pressenden Walzenspalt 276, der bereitgestellt
ist, um die Beschichtung von den Auftragewalzen auf die Bahn aufzubringen,
keine relative Bewegung zwischen der Bahn 216 und den Umfängen 220a und 270a der
beiden Auftragewalzen stattfindet.
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Wie
in 3 gezeigt befindet sich der Punkt 236,
an dem die Bahn die Beschichtungsstation 212 verlässt – in der
Laufrichtung der Bahn gesehen – etwas
hinter dem pressenden Walzenspalt 276, der in der Ebene
liegt, die beide Drehachsen 224 und 274 verbindet.
Dies liegt am verzögerten
Lösen der
Bahn 216 von einer der beiden Auftragewalzen 220 und 270 aufgrund
von Haftungswirkungen der feuchten Bahn 216.
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Aufgrund
der indirekten Doppelbeschichtung mit den Beschichtungen 228 und 256 auf
der Bahn 216 an beiden Seiten 216a und 216b der
Bahn kommt es zu einem Beschlagen, nachdem sich die Bahn 216 von
den beiden Auftragewalzen 220 und 270 getrennt
hat. Erneut kann die Qualität
der Aufbringung und der Beschichtung der Bahn 216 durch das
Abstreifen der Bahn in einer senkrechten Aufwärtsrichtung, damit die Beschichtungsteilchen 158 weniger
wahrscheinlich auf die beschichtete Bahn 216 zurückfallen
werden, garantiert werden.
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Am
Punkt 252 betritt die beschichtete Bahn 216 die
Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 214. Das Gehäuse der
Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 214 ist die Gasabsaughaube,
die den einzelnen Umlenk- und Trocknungseinheiten zugeteilt ist.
Die Bahn 216 wird in der Nichtkon takt-Umlenkvorrichtung 214 insgesamt
um 180° umgelenkt.
In der Umlenkvorrichtung 214 befinden sich an der konkaven
Seite des U-förmigen
Wegs der Bahn – in
der Laufrichtung der Bahn gesehen – eine Umlenkeinheit 244 an
der Eingangsseite, eine Trocknungseinheit 262 an der konkaven
Seite, und eine Umlenkeinheit 264 an der Ausgangsseite.
An der konvexen Seite des U-förmigen Wegs
der Bahn befinden sich eine Stabilisierungseinheit 250 an
der Eingangsseite, eine Trocknungseinheit 268 an der konvexen
Seite, und eine Stabilisierungseinheit 270 an der Ausgangsseite
(ebenfalls in der Laufrichtung der Bahn gesehen). Alle Bestandteile
werden mit Gas, um genauer zu sein, mit Luft betrieben. Es ist jedoch
auch vorstellbar, andere Gase als Luft wie etwa Stickstoff oder
Kohlendioxid zu verwenden. Im Gegensatz zum Beispiel, das in 2 gezeigt
ist, weisen die Trocknungseinheiten 262 und 268,
die sich an unterschiedlichen Seiten der Bahn einander gegenüberliegend
befinden, die gleiche Länge
auf.
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Die
Bahn 216 läuft
zwischen den Punkten 236 und 525 in einer Ebene.
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In 4 sind
die gleichen Bestandteile wie in 3 mit den
gleichen Bezugszeichen, aber um 100 erhöht, bezeichnet. 4 wird
nur so weit beschrieben, als sie sich von 1 bis 3 unterscheidet. Für die anderen
Bestandteile wird hiermit auf die Beschreibungen von 1 bis 3 verwiesen.
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Eine
Beschichtung 356 wird durch eine Beschichtungseinheit 354 indirekt
auf die Seite 316b der Bahn 316 aufgebracht, die
zur Auftragewalze 320 gerichtet ist. Die Bahn 316 betritt
die Beschichtungsstation 312 von diagonal unten in der
Richtung des Pfeils 318 und verlässt sie am Punkt 336.
Der Kontaktwinkel α,
in dem die Bahn 316 mit dem Umfang 320a der Auftragewalze 320 in
Kontakt steht, kann verringert werden, indem man die Bahn 316 von
diagonal unten eintreten lässt.
Der opti male Kontaktwinkel kann abhängig von den Lauf- und Materialparametern
wie etwa der Laufgeschwindigkeit der Bahn und der Beschichtung und
des verwendeten Materials unterschiedliche Werte aufweisen.
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Am
Punkt 352 betritt die Bahn 316 die Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 314,
nachdem sie sich vom Punkt 336, an dem die Bahn 316 die
Beschichtungsstation 312 verlässt, bis zu diesem Punkt 352 in einer
Ebene bewegt hat. Die Bahn 316 wird in dieser Umlenkvorrichtung 314 um
90° umgelenkt.
Der erste Gehäuseteil 338a,
der zur Seite 316a der konkaven Seite der Bahn 316 gerichtet
ist, umfasst – in
der Laufrichtung der Bahn – eine
kombinierte Trocknungs- und Umlenkeinheit 378 gefolgt von
einer weiteren Trocknungseinheit 346 an der konkaven Seite. Sowohl
die kombinierte Trocknungs- und Umlenkeinheit 378 als auch
die weitere Trocknungseinheit 346 an der konkaven Seite
sind mit Gasverteilern 348 (die gestrichelt gezeigt sind)
versehen und werden mit Gas betrieben, das eine höhere Temperatur
als die Umgebungsluft aufweist, um eine Trocknungswirkung zu erzielen.
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Das
Kombinieren einer Trocknungseinheit mit einer Umlenkeinheit in einem
einzelnen Bestandteil erleichtert den Zusammenbau der Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung
beträchtlich,
da die Anzahl der Bestandteile, die zusammengebaut werden müssen, verringert
ist.
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Im
zweiten Gehäuseteil 338b,
der der Seite 316b der Bahn 316 zugehörig ist,
sind eine Trocknungseinheit 366 an der konvexen Eingangsseite und
eine Trocknungseinheit 380 an der konvexen Ausgangsseite
bereitgestellt. Die beiden Trocknungseinheiten 366 und 380 dienen
dem Zweck, die Beschichtung 356 auf der Bahn 316 direkt
zu trocknen. Die baulichen Bestandteile 346 und 378 im
ersten Gehäuseteil 338a dienen
dazu, in seinem Umlenkabschnitt die Richtung der Bahn zu verändern und
in seinen geraden Abschnitten den Weg der Bahn zu stabili sieren
und die Bahn 316 indirekt zu trocknen.
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Nach
dem Verlassen der Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 314 betritt
die Bahn 316 einen senkrecht angeordneten Kalander 380,
in dem die Bahn 316 abwechselnd die Hälften von sechs Walzen 382 umspannt,
welche parallel zueinander und untereinander angeordnet sind. Die
Bahn 316 wird dann zu der Höhenebene, in der sie die Beschichtungsstation 312 betreten
hat, zurückgeführt. Die
Bahn 316 verlässt
den Kalander 380 in der Richtung des Pfeils 318'.
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In 5 sind
die gleichen Bestandteile wie in 4 mit den
gleichen Bezugszeichen, aber um 100 erhöht, bezeichnet. 5 wird
nur so weit beschrieben, als sie sich von der Beschreibung von 1 bis 4 unterscheidet.
Für die
anderen Bestandteile wird ausdrücklich
auf die Beschreibungen von 1 bis 4 verwiesen.
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Die
Bahn 416 betritt die Beschichtungsstation 412 in
der Richtung des Pfeils 418. Die Beschichtungsstation 412 umfasst
eine Auftragewalze 470 und eine Tragwalze 420.
Die Auftragewalze 470 und die Tragwalze 420 drehen
sich auf eine solche Weise in entgegengesetzte Richtungen, dass
die Geschwindigkeiten der Umfänge 420a und 470a der Tragwalze 420 bzw.
der Auftragewalze 470 wie auch jene der Bahn 416 gleich
sind. Eine flüssige
Beschichtung 428 wird durch eine Beschichtungseinheit 426 über den
Umfang 470a der Auftragewalze 470 indirekt auf
die Seite 416a der Bahn 416 aufgetragen. Die Beschichtung
findet am pressenden Walzenspalt 476 statt, der in der
Ebene liegt, die die beiden parallelen Drehachsen 424 und 474 der
Auftrage- bzw. der Tragwalze umfasst. Die Bahn 416 verlässt die
Beschichtungsstation 412 – in der Laufrichtung der Bahn
gesehen – nach
dem pressenden Walzenspalt 476, wie bereits in Bezug auf 3 erklärt wurde. Nachdem
sie den Punkt 436 passiert hat, bewegt sich die Bahn 416 bis
mindestens zum Punkt 452, an dem die Bahn 416 die
Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 414 betritt, in einer Ebene
fort. Im Gegensatz zur zuletzt beschriebenen Umlenkvorrichtung umfasst die
Umlenkvorrichtung 414 keine kombinierte Trocknungs- und
Umlenkeinheit an der konkaven Seite, die zur Bahn 416a gerichtet
ist, sondern eine einzelne Trocknungseinheit 442 an der
Eingangsseite wie auch eine Umlenkeinheit 444 gefolgt von
einer Trocknungseinheit 446 an der Ausgangsseite (in der
Laufrichtung der Bahn gesehen). Zusätzlich sind die zweite Trocknungseinheit 466 an
der Eingangsseite wie auch die Trocknungseinheit 480 an
der konvexen Eingangsseite der Bahn, die sich im zweiten Gehäuseteil 438b befindet,
der zur konvexen Seite der Bahn 416 gerichtet ist, kürzer als
die in 4 beschriebenen. Dies liegt am Umstand, dass die
Seite 416b der Bahn 416 – der die Trocknungseinheiten
an der konvexen Seite der Bahn zugeteilt sind – nicht beschichtet ist, was
dazu führt,
dass die Bahn nicht direkt getrocknet werden muss. Die Trocknungseinheiten 466 und 480 an
der konvexen Seite der Bahn dienen vielmehr dem Zweck der Stabilisierung
der Bahn und, zusätzlich,
der indirekten Trocknung der Beschichtung, die auf die Seite 416a der
Bahn aufgebracht ist. Die Bahn 416 verlässt die Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 414 in
der Richtung des Pfeils 418'.
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In 6 sind
die gleichen Bestandteile wie in 5 mit den
gleichen Bezugszeichen, aber um 100 erhöht, bezeichnet. 6 wird
nur so weit beschrieben, als sie sich von der Beschreibung von 1 bis 5 unterscheidet.
Für die
anderen Bestandteile wird ausdrücklich
auf die Beschreibungen von 1 bis 5 verwiesen.
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In 6 betritt
die Bahn 516 die Beschichtungsstation 512 von
diagonal unten in der Richtung des Pfeils 518. Eine Beschichtung 556 und 528 wird durch
Beschichtungsstationen 554 bzw. 526 über zwei
Auftragewalzen 520 und 570 indirekt auf die Bahn 516 aufgebracht.
Die Drehungen der Auftragewalze 520 in der Richtung des
Pfeils 522, der Auftragewalze 570 in der Richtung
des Pfeils 572 wie auch der Weg der Bahn 516 sind
auf eine solche Weise koordiniert, dass es keine relative Bewegung
zwischen den Umfängen 520a und 570a und
zwischen den Umfängen
und der Bahn 516 gibt. Die Beschichtungen 528 und 556 werden
am pressenden Walzenspalt 576 auf die Bahn 516,
um genauer zu sein, auf beide Seiten 516a und 516b der
Bahn 516, aufgebracht. Am Punkt 536 verlässt die
Bahn die Beschichtungsstation 512 und bewegt sich in einer
Ebene, bis sie am Punkt 552 die Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 514 betritt.
Die Umlenkvorrichtung 514 entspricht im Wesentlichen der
Umlenkvorrichtung 214 von 3, doch
umfasst die Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 514 mindestens
an der konvexen Seite der Umlenkung ein Gehäuse 538, in dem eine Trocknungseinheit 568 angeordnet
ist. Im Gegensatz zur Umlenkvorrichtung 214 von 3 umfasst
die Umlenkvorrichtung 514 von 6 keine
Stabilisierungseinheiten. Weder die Umlenkeinheiten 544 und 564,
die an der konkaven Seite der Bahn angeordnet sind, noch die Trocknungseinheit 562 befinden
sich in einem weiteren Gehäuse.
Sie umfassen jeweils eine Gasabsaughaube. Alle Umlenkeinheiten 544 und 564 wie
auch alle Trocknungseinheiten 562 und 568 der
Umlenkvorrichtung 514 werden mit Luft betrieben. Dies ist
beispielhaft durch zwei Gasverteiler 548 gestrichelt gezeigt.
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Die
Bahn 516 verlässt
die Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 514 in der Richtung
des Pfeils 518', d.h.,
senkrecht abwärts.
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In 7 sind
die gleichen Bestandteile wie in 6 mit den
gleichen Bezugszeichen, aber um 100 erhöht, bezeichnet. 7 wird
nur so weit beschrieben, als sie sich von der Beschreibung von 1 bis 6 unterscheidet.
Für die
anderen Bestandteile wird ausdrücklich
auf die Beschreibungen von 1 bis 6 verwiesen.
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In 7 betritt
eine Bahn 616 die Beschichtungsstation 612 in
der Richtung des Pfeils 618. Die Bahn 616 bewegt
sich um eine Tragwalze 620, die sich ohne jeglichen Schlupf
in die Richtung des Pfeils 622 um ihre Drehachse 624 dreht.
Dadurch wird durch eine Beschichtungseinheit 626 eine Beschichtung 628 auf
die Seite 616a der Bahn 616 aufgebracht, die von
der Tragwalze 620 weg gerichtet ist. Am Punkt 636 trennt
sich die Bahn 616 vom Außenumfang 620a der
Tragwalze 620 und verlässt
die Beschichtungsstation 612 in einer senkrecht abwärts verlaufenden
Richtung. Die Bahn 616 läuft in einer Ebene vom Punkt 636 zu
einem Punkt 652, an dem sie die Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 614 betritt.
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Die
Umlenkvorrichtung 614, die die Bahn 616 insgesamt
um 180° umlenkt – was in
zwei Schritten von jeweils 90° erfolgt – umfasst
an der konkaven Seite der Bahn und in der Laufrichtung der Bahn
eine Umlenkeinheit 644 an der Eingangsseite, eine Trocknungseinheit 662 an
der konkaven Seite der Bahn, und eine Umlenkeinheit 664 an
der Ausgangsseite. Die konvexe Seite ist lediglich durch ein Gehäuse 638 bedeckt,
das dem Zweck dient, feuchte oder lösemittelhaltige Gase oder Dämpfe an
einem Entweichen in die Maschinenhalle zu hindern. Die Umlenkeinheiten 644 und 664 wie
auch die Trocknungseinheit 662 werden mit Luft betrieben,
die wärmer
als die Umgebungsluft der Maschinenhalle ist.
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Die
wie in 7 gezeigte Ausführungsform einer Beschichtungsvorrichtung 610 wird
zum Beispiel gewählt,
wenn eine bereits bestehende Papierverarbeitungsmaschine mit einer
Beschichtungsvorrichtung ausgerüstet
werden soll, und wenn über
der Beschichtungsstation kein Platz für den Aufbau verfügbar ist.
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In 8 sind
die gleichen Bestandteile wie in 7 mit den
gleichen Bezugszeichen, aber um 100 erhöht, bezeichnet. 8 wird
nur so weit beschrieben, als sie sich von der Beschreibung von 1 bis 7 unterscheidet.
Für die
anderen Bestandteile wird ausdrücklich
auf die Beschreibungen von 1 bis 7 verwiesen.
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8 zeigt
ebenfalls eine Beschichtungsvorrichtung 710, bei der die
Bahn 716 die Beschichtungsstation 712 am Punkt 736 in
einer senkrecht abwärts
verlaufenden Richtung verlässt.
Eine Beschichtung 728 wird durch eine Beschichtungsstation 726 über die
Auftragewalze 770 auf die Seite 716a der Bahn 716 aufgebracht,
die von der kombinierten Auftrage- und Tragwalze 720 weg
gerichtet ist. Eine Beschichtung 756 wird durch eine Beschichtungseinheit 754 über die
Auftragewalze 720 indirekt auf die andere Seite 716b aufgebracht.
In der Laufrichtung der Bahn kommt es im Keil hinter dem Punkt 736 und zwischen
den beiden Walzen und der Bahn zu einem Beschlagen in der Form von
Beschichtungsteilchen 758. Diese Beschichtungsteilchen 758 gefährden die gewünschte Beschichtungsqualität, da sie
aufgrund der Schwerkraft herunterfallen und auf der Bahn 716 landen
können.
Falls gewünscht,
kann an beiden Seiten der Bahn 716 in der Nähe des Punkts 736 eine Absaughaube
angebracht werden, die Beschichtungsteilchen 758 entfernt,
bevor sie auf der Bahn landen.
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Die
Bahn 716 bewegt sich in einer Ebene vom Punkt 736 zum
Punkt 752, an dem die Bahn 716 die Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 714 betritt.
In der Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 714 wird
die Bahn 716 um 90° in
die Maschinenlaufrichtung R umgelenkt. Zu diesem Zweck ist eine
Umlenkeinheit 744, die mit Luft betrieben wird, an der
konkaven Seite der Bahn 716 angeordnet, worauf eine Infrarottrocknungseinheit 746 folgt.
Gegenüber
der Umlenkeinheit 744, d.h., an der konvexen Seite der
Bahn 716, befindet sich eine Stabilisierungseinheit 750,
die ebenfalls mit Luft betrieben wird, wonach eine Infrarottrocknungseinheit 780 an
der konvexen Ausgangsseite der Bahn folgt. Die Umlenkeinheit 744, die
Stabilisierungseinheit 750 wie auch die Infrarottrocknungseinheiten 746 und 780 sind
nicht durch weitere Gehäuse
oder schützende
Abdeckungen bedeckt. Die Gasabsaughauben, die den jeweiligen Bestandteilen
zugeteilt sind, sind ausreichend um feuchtes und/oder lösemittelhaltiges
Abgas oder Abluft abzusaugen. Die Bahn 716 verlässt die
Nichtkontakt-Umlenkvorrichtung 714 in der Richtung des Pfeils 718'.
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9 ist
ein schematischer Querschnitt entlang eines Abschnitts IX-IX in 1,
wobei die Abbildung der Gasabsaughauben der Umlenkeinheit 44 und
der Stabilisierungseinheit 50 weggelassen ist. 9 zeigt
eine Anordnung von Gasverteilern des Stands der Technik, durch die
Gas zu einer doppelt beschichteten Bahn strömt. Da die Anordnung der Gasverteiler
axial symmetrisch ist, wird im Folgenden nur der obere Gasverteiler 48 beschrieben
werden.
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Die
Bahn 16 in 9 ist in der Querschnittansicht
gesehen, wobei die Laufrichtung der Bahn durch den Pfeil L angegeben
ist, der sich senkrecht zur Zeichnungsebene zum Betrachter hin erstreckt. Der
langgestreckte Gasverteiler 48 erstreckt sich parallel
zur und im Wesentlichen über
die gesamte Breite der Bahn 16. Der Gasverteiler 48 zeigt
an einer Seite einen Gaseinlass 84. Von diesem Gaseinlass strömt Gas,
z.B. Luft, ins Innere des Gasverteilers und wird durch einen Gasauslass 86,
der sich an einem Gasauslassabschnitt 48a des Gasverteilers 48 befindet,
abgegeben. Der Gasauslassabschnitt 48a ist ein Wandabschnitt
des Gasverteilers 48, der parallel zur laufenden Bahn 16 verläuft und
zu dieser gerichtet ist. Der Gaseinlassabschnitt 48b des
Gasverteilers 48 des Stands der Technik ist durch einen Wandabschnitt
einer Seitenwand gebildet. Die Höhe des
Gasverteilers nimmt vom Gaseinlassabschnitt 48b zum Endabschnitt 48c des
Gasverteilers 48, der dem Gaseinlassabschnitt 48b gegenüberliegt,
in Längsrichtung
des Gasverteilers ab, um zu versuchen, die Menge des Gases, das
aus dem Gasauslassabschnitt 48a strömt, entlang des Gasverteilers konstant
zu halten. Das Gas, das zur Bahn 16 strömt, ist durch Pfeile 88 angegeben.
Die Gasströmung,
die im Inneren des Gasverteilers zum Gasauslass 86 auftritt,
ist stark vereinfacht durch Pfeile 90 angegeben.
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10 ist
eine schematische Querschnittansicht eines Abschnitts entlang der
Linie X-X in 3. 10 zeigt
eine Anordnung mit verbesserten Gasverteilern 248.
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In 10 sind
die gleichen Bezugszeichen wie in 9 mit den
gleichen Bezugszeichen, aber um 100 erhöht, bezeichnet. Im Folgenden
wird nur der obere Gasverteiler der in 9 gezeigten
Gasverteiler 248 beschrieben werden. Seine Beschreibung
gilt auch für
den unteren Gasverteiler 248.
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Der
Gasverteiler 248 ist im Wesentlichen aus einem langgestreckten,
hohlen, parallelflächigen Körper 292 gebildet,
der sich in seiner Längsrichtung über die
gesamte Breite der Bahn 216 erstreckt. Der hohle Körper 292 zeigt
an seiner Unterseite, die zur Bahn 216 gerichtet ist, einen
Gasauslass 286. Die Unterseite ist somit der Gasauslassabschnitt 248a.
In der oberen Seite 248d gegenüber dem Gasauslassabschnitt
des Gasverteilers 248 befindet sich im Bereich seiner Mitte
in Längsrichtung
ein Gaseinlass 284. Im Inneren des Gasverteilers 248 befindet
sich in der Mitte in Längsrichtung
des Gasverteilers eine Unterbrecherplatte 294 parallel
zum Gasauslassabschnitt 248a und unter dem Gaseinlass beabstandet. Diese
Unterbrecherplatte 294 vermeidet einen Kurzschluss der
Gasausstoßdüsen, die
in einer direkten Verlängerung
zum Gaseinlass 284 angeordnet sind, mit dem Gaseinlass 284.
Das Gas im Inneren des Gasverteilers 248 muss wie durch
die Pfeile 290 an der linken Seite des Gasverteilers 248 angegeben um
die Unterbrecherplatte 294 strömen. Dadurch wird ein eine
harmonisierte Gasausstoßströmung 288 entlang
der Länge
des Gasverteilers erzielt. Die Unterbrecherplatte kann wie durch
die Unterbrecherplatte 294' des
unteren Gasverteilers 248 angegeben auch die Form eines
Pfeils aufweisen. Die Unterbrecherplatte im Inneren des Gasverteilers
könnte
auch weggelassen werden.
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Der
Vorteil dieses Gasverteilers im Vergleich zum Gasverteiler des Stands
der Technik, der in 9 gezeigt ist, ist seine verringerte
Aufbauhöhe. Wenn
angenommen wird, dass die Höhe
des Endabschnitts 248c durch die Menge des Gases, das aus
diesem Endabschnitt 248c ausströmt, bestimmt wird, würde die
Höhe des
Gasverteilers des Stands der Technik in Längsrichtung des Gasverteilers
beginnend vom Endabschnitt 248c zum gegenüberliegenden
Endabschnitt 248b linear zunehmen. Ein Umriss eines herkömmlichen
Gasverteilers mit der gleichen Länge
ist in 10 gestrichelt angegeben.
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11 zeigt
eine Anordnung von Gasverteilern 448, die in den Trocknungseinheiten 442 und 466 von 5 verwendet
werden. Die gleichen Bestandteile wie in 10 sind
mit den gleichen Bezugszeichen, aber um 200 erhöht, gezeigt.
Wie in 9 und 10 wird in 11 nur
der obere Gasverteiler 448 beschrieben, und nur soweit,
als er sich vom Gasverteiler 248, der in 10 gezeigt
ist, unterscheidet.
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Der
Gasverteiler 448 ist auf eine solche Weise gestaltet, dass
seine Höhe,
oder vielmehr die Höhe
des inneren strömungsrelevanten
Querschnitts seines Gaseinlasses 484, in der Nähe der Mitte
in Längsrichtung
des Gasverteilers 448 zu seinen Endabschnitten 448b und 448c abnimmt.
Die Abnahme der Höhe
des stömungsrelevanten
Querschnitts an jeder beliebigen gegebenen Stelle in Längsrichtung entspricht
der Menge an Gas, das an dieser Stelle in Längsrichtung vom Gasverteiler 448 abgegeben wird.
Dies bedeutet, dass die Höhe
des Gas verteilers 448 pro Wegzunahme von dieser Stelle
in Längsrichtung
zum nächsten
Ende in Längsrichtung 448b oder 448c proportional
zur Menge des Gases, das entlang der Wegerhöhung ausgestoßen wird,
abnimmt. Wenn wie in 10 angenommen wird, dass die Querschnittfläche des
Endabschnitts 448c des Gasverteilers 448 proportional
zur Menge des aus dem Endabschnitt 448c strömenden Gases
ist und daher demgemäß eine feste
Höhe aufweist,
würde sich
ein gleichermaßen
arbeitender Gasverteiler des Stands der Technik ergeben, dessen
Umriss in 11 gestrichelt gezeigt ist.
Man kann sehen, dass der in 11 gezeigte
Gasverteiler 448 eine wesentlich niedrigere Aufbauhöhe als ein
gleichermaßen
arbeitender Gasverteiler des Stands der Technik aufweist, wodurch Platz
für den
Aufbau gespart wird.
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Die
Gasströmung
im Inneren des Gasverteilers 448 ist durch Pfeile 490 angegeben.
Zusätzlich kann
der Gasverteiler 448 wie im unteren Gasverteiler in 11 gezeigt
mit einer Unterbrecherplatte 494 versehen werden.
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12 bis 15 zeigen
Ausführungsformen
von Trocknungseinheiten oder Umlenkeinheiten, wie sie in Beschichtungsvorrichtungen
der vorliegenden Erfindung verwendet werden können.
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12 zeigt
eine schematische Querschnittansicht durch die Trocknungseinheiten 262 und 268 entlang
der Linie XII-XII von 3. Im Folgenden wird nur die
obere Trocknungseinheit 268 beschrieben werden, da der
Aufbau der unteren Trocknungseinheit 262 ein Spiegelbild
der oberen Trocknungseinheit 268 ist und ihr daher entspricht.
Das Spiegelbild bezieht sich auf eine Spiegelung an der Ebene der
Bahn 216.
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Die
Trocknungseinheit 268 zeigt eine Gasabsaughaube 294,
in der mehrere Gasverteiler 248 parallel zueinander in
Längsrichtung
angeordnet sind. Die Endabschnitte 248b und 248c der
Gasverteiler stehen mit dem Inneren der Gasabsaughaube 294 in Kontakt.
Die Gasverteiler 248 sind über diesen Kontakt durch z.B.
Schweißen,
Verschrauben, Vernieten oder Kleben an der Gasabsaughaube 294 angebracht.
Eine Gasversorgungsleitung 296 wird durch eine Öffnung 295 in
der Gasabsaughaube 294 ins Innere der Trocknungseinheit 268 eingebracht.
Mehrere Verteilungsleitungen führen
von der Gasversorgungsleitung zu den Gasverteilern 248 und
versorgen die Gasverteiler mit Gas. Das Gas strömt entlang der durchgehend
gezeichneten Pfeile über
die Gasversorgungsleitung 296 durch die Gasverteilungsleitungen 298 zu
den Gasverteilern 248. Von dort strömt das Gas wie durch Pfeile 288 angegeben
vom Gasauslassabschnitt 248a und trifft die Bahnfläche. Dort absorbiert
es Feuchtigkeit in Form von Wasser und/oder Lösemittel und wird durch eine
Gasausstoßöffnung 299 (nicht
in 12 gezeigt) entlang der gestrichelten Pfeile abgesaugt.
Die Gasausstoßöffnung 299 befindet
sich auf der Ebene der Gasversorgungsleitung 296, aber
hinter der Zeichnungsebene von 12. In 12 bis 15 geben
die durchgehend gezeichneten Pfeile im Allgemeinen Trocknungsluft,
die auf die Bahn 216 geblasen wird, an, und geben die gestrichelten
Pfeile die feuchte und/oder lösemittelhaltige
Abluft, die von der Fläche der
Bahn abgesaugt wird, an.
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In 13 ist
die Gasausstoßöffnung 299 deutlicher
ersichtlich. 13 ist ein Schnitt durch die Trocknungseinheiten 262 und 268a entlang
der Linie XIII-XIII von 12. In 13 ist
die Gasausstoßöffnung 299,
die an einer Gasausstoßleitung
(nicht gezeigt) angebracht ist, an der rechten Seite nächst dem
Querschnitt der Gasversorgungsleitung gezeigt. In 13 ist
auch ersichtlich, dass die Gasverteiler 248, die in Bezug
auf ihre Längsrichtungen
parallel zueinander sind, in der Laufrichtung L der Bahn 216 beabstandet
sind, so dass feuchtes und/oder lösemittelhaltiges Abgas oder
Abluft von den Räumen 202,
die durch diese Anordnung gebildet werden, abgesaugt werden kann.
Ferner sind der erste und der letzte Gasverteiler 248 in
Bezug auf die Laufrichtung L der Bahn von der Wand der Gasabsaughaube 294 beabstandet,
um mehr Räume
zu schaffen, durch die das Abgas oder die Abluft von der Fläche der
Bahn abgesaugt werden kann.
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In 13 ist
ferner ersichtlich, dass die Gasverteiler der Trocknungseinheit 268 und
die Gasverteiler der Trocknungseinheit 262 an den gleichen
jeweiligen Stellen in Längsrichtung
in der Laufrichtung L der Bahn 216 in Paaren einander gegenüberliegend
angeordnet sind. Dadurch wird über
und unterhalb der Bahn 216 ein stabiles Luftkissen gebildet, das
die Bahn 216 kaum mechanisch beeinflusst, da die Kräfte der
Luftströmung
einander gegenseitig ausgleichen.
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14 zeigt
eine alternative Anordnung von Gasverteilern in der oberen und in
der unteren Trocknungseinheit. Der einzige Unterschied zu den Gasverteilern
von 13 ist, dass die Gasverteiler 248' der Trocknungseinheit 268' von 14 an
unterschiedlichen Seiten der Bahn 216' einander gegenüberliegend, aber in der Laufrichtung
L' der Bahn 216' abwechselnd,
angeordnet sind. Das bedeutet, dass ein fester Punkt der Bahn 216', die sich durch
die Trocknungseinheiten 262' und 268' bewegt, durch die
Gasverteiler 248' der
Trocknungseinheit 268' und der
Trocknungseinheit 262' abwechselnd
durch Trocknungsluft an beiden Seiten beeinflusst wird.
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In
dieser Anordnung von Gasverteilern gleichen die Strömungskräfte von
den Gasverteilern 248' der
verschiedenen Seiten der Bahn 216' einander nicht länger aus,
so dass die Bahn 216' Wellen
bildet, die die Fläche
der Bahn 216',
die durch die Trocknungseinheiten 262' und 268' getrocknet werden soll, vergrößern. Dadurch
wird die Trocknungsleistung der Trocknungseinheiten erhöht.
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15 ist
ein Längsschnitt
der in 6 gezeigten Trocknungseinheiten 562 und 568,
der 13 und 14 entspricht. 15 zeigt
eine alternative Ausführungsform
einer Trocknungseinheit. In 15 sind
die gleichen Bestandteile wie in 13 mit
den gleichen Bezugszeichen, aber um 100 erhöht, bezeichnet.
Da die Trocknungseinheiten symmetrisch sind, wird nur die obere
Trocknungseinheit 568 beschrieben werden. Ihre Beschreibung
gilt auch für
die untere Trocknungseinheit 562. Im Folgenden wird 15 nur
so weit beschrieben, als sie sich von 13 unterscheidet.
Hiermit wird ausdrücklich
auf deren Beschreibung verwiesen.
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In
der Gasabsaughaube 594 sind zwei Gruppen 591 und 593 von
Gasverteilern 548 enthalten. Jeder Gruppe 591, 593 von
Gasverteilern 548 sind jeweils eine Gasversorgungsleitung 596 mit
entsprechenden Verteilungsleitungen wie auch eine Gasausstoßöffnung 599 zugeteilt.
Auf diese Weise können auch
lange Trocknungs- und/oder Umlenkeinheiten mit langen Radien verwirklicht
werden und kann garantiert werden, dass alle Gasverteiler mit ausreichendem
Trocknungsgas versorgt werden. Zwischen den Gruppen 591, 593 befindet
sich eine senkrechte perforierte Platte 504, die über die
gesamte Querschnittfläche
der Gasabsaughaube 594 verläuft und jeder Gasausstoßöffnung 599 durch
Bereitstellen eines erhöhten
Fließwiderstands
zwischen den beiden Gruppen 591, 593 einen Gasraum
zum Absaugen von Abgas zuteilt. Das Bereitstellen einer perforierten Platte
anstelle einer festen Trennwand weist das Ergebnis auf, dass sich – im Fall
eines vollständigen Ausfalls
einer der beiden Gasausstoßleitungen,
die mit den Gasausstoßöffnungen 599 verbunden
sind – der
Unterdruck, der im Gasraum der nach wie vor arbeitenden Gasausstoßöffnung vorhanden
ist, zum Gasraum der ausgefallenen Gasausstoßöffnung ausbreiten kann, wodurch
garantiert wird, dass die Vorrichtung selbst in Fällen der
obenerwähnten
Fehlfunktionen arbeitet. Zusätzlich
ist zwischen den Räumen 502 zwischen
den Gasverteilern 548 und zwischen den Räumen zwischen
einer Wand der Gasabsaughaube 594 und einem Gasverteiler 548 ein
Strömungsabgleichungsmittel
in der Form einer perforierten Platte 506 bereitgestellt,
um das Absaugen von feuchtem oder/und lösemittelhaltigem Abgas von
der Fläche
der Bahn 516 über
die Länge
der Trocknungseinheit 568 zu homogenisieren.