DE1201105B - Drehpflug mit Wendevorrichtung - Google Patents
Drehpflug mit WendevorrichtungInfo
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- A01B3/40—Alternating ploughs
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
AOIb
Deutsche KL: 45 a-3/42
Nummer: 1 201105
Aktenzeichen: B 77392 HI/45 a
Anmeldetag: 24. Juni 1964
Auslegetag: 16. September 1965
Die Erfindung bezieht sich auf einen Drehpflug mit Wendevorrichtung, bei welcher das aus einem
Kniehebelpaar bestehende Wendegestänge durch Einknicken das Wenden des Drehpfluges bewirkt,
wobei das Einknicken zwangläufig beim Anheben des Pfluges mittels des Krafthebergestänges erfolgt,
derart, daß ein mit dem Wendegestänge gekuppeltes Druckhebelpaar von einem beim Anheben des Pfluges
auf Längenveränderung belasteten Zusatzglied nach auswärts geschoben wird und hierbei das Kniehebelpaar
des Wendegestänges einknickt.
Die Erfindung löst die Aufgabe, einen solchen Pflug unter Einhaltung der Grundkonstruktion für
die Drehvorrichtung so auszubilden, daß eine einfache, sicher wirkende Drehung desselben mittels
der hydraulischen Hebevorrichtung erzielt ist.
Es ist bereits bekannt, bei Drehpflügen eine Wendevorrichtung so auszugestalten, daß die Drehung
nicht von Hand durchgeführt zu werden braucht. Die für das Drehen des Pfluges notwendigen
Kräfte werden vielmehr aus der Anhebebewegung des Krafthebers oder aus der Absenkbewegung des
Pfluges abgeleitet. Bei den letztgenannten Ausgestaltungen ist im wesentlichen die dem Pflug in angehobener
Stellung innewohnende potentielle Energie ausgenutzt, um bei der Absenkbewegung des Pfluges
seine Drehung herbeizuführen. Die diesbezüglichen Ausgestaltungen sind nicht nur konstruktiv, sondern
auch gebrauchstechnisch nachteilig, weil es sich als ungünstig ergeben hat, den Pflug erst bei der Absenkbewegung
zu drehen. Die gebrauchssichere Vollendung der Drehbewegung führt in manchen Fällen
wegen der Kürze des Absenkweges zu Schwierigkeiten. Auch sind die diesbezüglich bekannten Ausgestaltungen
nachteilig, bei denen während der Anhebebewegung des Pfluges eine Wendefeder gespannt
wird, die nach anschließendem Auflösen der Drehverriegelung durch ihre aufgespeicherte Kraft das
Umwenden des Pfluges bewirkt. Diese Ausgestaltungen sind vor allen Dingen dem robusten Betrieb
solcher Wendevorrichtungen beim Pflügen nicht über längere Gebrauchszeiten gewachsen.
Auch haben sich solche bekannten Ausgestaltungen als nachteilig herausgestellt, bei denen vom Oberlenker
gesteuerte Zahnstangen wechselweise das Wenden des Geräterahmens bewirken, wozu letzterer ein
entsprechendes Zahnrad besitzt. Insbesondere die hierbei notwendige gegenläufige Bewegung der Zahnstangen
verlangen ausrückbare Mitnehmerbolzen, was einen erheblichen Bauaufwand für solche Wendevorrichtung
verursacht. Das gleiche gilt auch für solche Ausgestaltungen, die eine endlose Kette ver-Drehpflug
mit Wendevorrichtung
Anmelder:
Fa. WiIh. Buchmühlen,
Mettmann (RhId.), Stübbenhaus 90
Als Erfinder benannt:
Wilhelm Buchmühlen jun.,
Metzhausen über Mettmann (RhId.)
Wilhelm Buchmühlen jun.,
Metzhausen über Mettmann (RhId.)
wenden, an die entsprechende, vom Oberlenker mittelbar gesteuerte Laschen angreifen. Bei einer ähnlichen
bekannten Ausgestaltung werden zum Wechseln der Drehrichtung zwei Hebel verwendet, welche
wechselweise ausrückbare Klinken tragen, die unter der Wirkung von einer Zugfeder stehen, derart,
daß ein vom Oberlenker mittelbar betätigter Mitnehmer nur jeweils auf eine Klinke einwirken kann
und so die um die Wendeachse gewundene Kettenschlaufe zum Vollzug der Wendung des Arbeitsgerätes,
beispielsweise des Pfluges, veranlaßt wird. Auch sind solche bekannten Wendevorrichtungen
verhältnismäßig störungsanfällig, deren Wendeachse eine Kopfplatte trägt, die außermittig eine Anlenkstelle
für eine mit dem übrigen Wendegestänge gekuppelte Lasche aufweist, die mit einem in ihren
Weg ragenden, achszentral liegenden Anschlagbolzen zusammenwirkt, dem eine Klinke vorgelagert ist, die
die Herbeiführung der jeweils nächsten Grundstellung ermöglicht. Bei all diesen Ausgestaltungen
— vornehmlich solchen mit unmittelbar einsetzender Steuerbewegung — setzt das Wenden des Pflugrahmens
sofort mit der Anhebebewegung ein. Alle genannten Ausgestaltungen lassen sich auch an einem
gattungsgemäßen Pflug nicht anbauen.
Als vorteilhafter haben sich diejenigen bekannten Ausgestaltungen ergeben, bei welchen der Pflug zwar
bereits während der Anhebebewegung gewendet wird, jedoch stets erst zu einem Zeitpunkt, an welchem
das Werkzeug bereits die Furche mit Sicherheit verlassen hat. Trotz des hierbei erst später einsetzenden
Wendevorganges liegt gegen Ende der vollständigen Aushebestellung des Pfluges seine neue Grundstellung
vor, und der Pflug kann sicher und maßgerecht in die neue Furche eingebracht werden. Zur Verwirklichung
dieser Ausgestaltung ist es bekannt, das Einknicken des Wendegestänges zwangläufig beim Anheben
des Pfluges mittels eines Krafthebergestänges
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herbeizuführen, derart, daß ein mit dem Wende- des Drehpfluges angelenkten Zwischenlenkers angestänge
gekuppeltes Druckhebelpaar von einem greift, der auf seinem Mittelabschnitt mit dem einen
beim Anheben des Pfluges auf Längenveränderung Teil des als Teleskopstange ausgebildeten Zusatzbelasteten
Zusatzglied nach auswärts geschoben wird gliedes verbunden ist, welche Teleskopstange zum
und hierbei das Kniehebelpaar des Wendegestänges 5 oberen, schlepperseitigen Anlenkpunkt des Pflugaufeinknickt.
Der eine Hebel des Druckhebelpaares hängegestänges führt und dessen mögliche Längengreift
dabei an dem einen Kniehebel des Wende- Verkürzung durch Begrenzen der teleskopartigen Ingestänges
an; der andere Druckhebel ist am Trag- einanderschiebbarkeit seiner beiden Teile einstellkörper
des Drehpfluges gelagert. Eine von ihm aus- bar ist.
gehende, das Zusatzglied darstellende Kette führt io Eine weiterhin vorteilhafte Ausgestaltung besteht
zu einem Festpunkt am Schlepper. In der pflug- erfindungsgemäß darin, daß der das Druckhebelpaar
gerechten Ausgangsstellung der Schare ist das Druck- einknickende Anschlag zur Erzielung einer Festhebelpaar
nach unten durchgeknickt. Beim Anheben legung des Einknickzeitpunktes als verstellbarer Exdes
Pfluges mittels des Krafthebergestänges bewirkt zenter ausgebildet ist.
die dabei gleichzeitig erfolgende Straffung des ketten- 15 Infolge dieser Ausgestaltung ist eine gebrauchsförmigen
Zusatzgliedes eine Bewegung des Druck- stabile, die Kräfte günstig ausnutzende und einfache
lenkerpaares in die Strecklage. Dies führt zu einem Bauform eines gattungsgemäßen Drehpfluges mit
Einknicken des Wendegestänges. Beim weiteren An- Wendevorrichtung geschaffen. Das Druckhebelpaar
heben knickt das Druckhebelpaar in entgegen- leitet die erhebliche Kräfte verlangende erste Dregesetzter
Richtung nach oben durch. Dies führt zu 20 hung des Pfluges in Strecklage ein. Es werden daeinem
Wechsel der Kraft: Das Druckhebelpaar zieht durch die etwa notwendigen Kräfte in günstiger Weise
nunmehr das Wendegestänge wieder in die Streck- auf das Wendegestänge übertragen. Die Einleitung
lage. Im ganzen ist durch diese Ausbildung erreicht, kann unter Erzielung großer Beschleunigungsdaß
eine zwangläufige Drehung des Pfluges von der momente erfolgen. Die großen Beschleunigungseinen
Ausgangsstellung bis in die andere, umgewen- 25 momente bewirken, daß mit Sicherheit die Schwungdete
Endstellung erfolgt. Bei der nachfolgenden Ab- kraft des Pfluges ausreicht, um nach Wegfall der
senkbewegung wird dem Druckhebelpaar Gelegen- zwangläufigen Bewegung ein Rückkehren bis in die
heit gegeben, wieder in die nach unten durch- umgewendete Gegenüberstellung zu erreichen. Die
geknickte Ausgangsstellung zurückzukehren, um in erzielbaren Druckkräfte sind sogar groß genug, um
der Lage zu sein, beim nächsten Anheben des Pfluges 30 die von einer Klinke verwirklichte Drehverriegelung
wieder ein Umwenden der Schare herbeizuführen. des Pfluges zu überwinden, ohne daß es notwendig
Die diesbezüglichen Ausgestaltungen, welche vorteil- wäre, durch getrennte Steuerungen vor Einsatz der
haft sind, um die Umwendung des Pfluges vollständig Wendekräfte diese Drehverriegelung aufzuheben. Der
während der Anhebebewegung zu vollenden, sind Zeitpunkt des Einknickens des Druckhebelpaares
aber gebrauchstechnisch noch mit Nachteilen behaf- 35 läßt sich zuverlässig festlegen. Bei dieser Einknicktet.
Die Übersetzung der Kraft zur Drehung des PfIu- bewegung ist das Wendegestänge selbst unbelastet,
ges unter Einknicken des Wendegestänges ist unvor- Die für das Einknicken des Druckhebelpaares notteilhaft,
insbesondere der hierbei vorliegende Übertritt wendige Verkürzung der beiden Endanlenkpunkte
des Druckhebelpaares über die Strecklage in die ent- des Druckhebelpaares resultiert aus der freigängigen
gegengesetzte Durchknicklage. Störungen lassen sich 40 Verlängerbarkeit des Zusatzgliedes; das Einknickbei
dem robusten Gebrauch und wegen der hohen moment des Druckhebelpaares bewirkt also nicht ein
auftretenden Schnellkräfte und Bremsmomente nicht rückziehendes Moment auf das Wendegestänge, sonvermeiden.
In konstruktiver Hinsicht ist dabei gleich- dem ein Einknickmoment, und bei der folgenden Einzeitig
noch nachteilig, daß zum Rücktritt des Druck- knickbewegung verlängert sich das freigängig verhebelpaares
in die Ausgangsstellung eine Kupplung 45 längerbare Zusatzglied. Selbst wenn die Strecklage
zwischen den beiden Druckhebeln des Druckhebel- des Drucklenkerpaares als eine knapp oberseitig der
paares notwendig ist, derart, daß diese Kupplung bei Totpunktlinie ausgebildete Strecklage vorgesehen ist,
der Absenkbewegung unterbrochen wird, indem ein treten keine Nachteile, sondern vielmehr Vorteile auf.
Sperrbolzen des einen Druckhebels aus einem Aus- Die dann zwingend notwendige, kurze Verlängerung
weichschlitz des anderen Druckhebels in einen Längs- 50 des Druckhebelpaares bei Eintritt in die Totpunktschlitz
desselben eintritt, um die für den Rücktritt in stellung belastet das Wendegestänge noch einmal
die Ausgangslage notwendige Längenverkürzung kurzzeitig und schlagartig in Wenderichtung. Ab da
beim Übertritt über die Strecklage zu ermöglichen. liegt eine schlagartige Unterbrechung jeder Kraft-
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wirkung auf das Wendegestänge vor, weil die dann
wird dadurch gelöst, daß sich das das Wendegestänge 55 durch das Einknicken des Druckhebelpaares jenseits
einknickende Druckhebelpaar beim Anheben des dieser Totpunktlinie erfolgende Längenverkürzung
Pfluges zufolge der Druckwirkung des auf Längen- dieses Doppelhebelpaares aus der freigängigen Ververkürzung
beanspruchten, freigängig verlängerbaren längerbarkeit des Zusatzgliedes hergeleitet ist. Die
Zusatzgliedes in gleichbleibender Strecklage auswärts Einstellbarkeit des Anschlages gestattet diese kurzbewegt und kurz vor Erreichen des Umkehrpunktes 60 zeitige schlagartige Belastung des Wendegestänges in
der Pflugdrehung gegen einen Anschlag tritt, welcher Wenderichtung zeitmäßig festzulegen und im übrigen
das Druckhebelpaar durchknickt. das Druckhebelpaar rechtzeitig vor Erreichen des
Eine vorteilhafte Ausgestaltung besteht hierbei er- Scheitelpunktes der Drehbewegung zum Einknicken
findungsgemäß darin, daß der eine Hebel des in zu bringen, damit der Pflug die restliche HaIb-Richtung
seiner Strecklage federbelasteten Druck- 65 drehung bis in die andere gegenüberliegende Aushebelpaares
auf Achshöhe des Arretierungszapfens gangsstellung frei durchführen kann. Die Vorsehung
der Wendevorrichtung angreift und der zweite Hebel des Zwischenlenkers zur Übertragung der Druckdes
Druckhebelpaares am Ende eines am Traggestell kräfte des als Teleskopstange ausgebildeten Zusatz-
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gliedes bringt eine vorteilhafte, konstruktiv einfache genverkürzung teleskopartig ineinanderschiebbar,
und gebrauchssichere Bauform. Die Einstellbarkeit Hierzu sind entsprechende Führungen 27'und 27" ander
möglichen Längenverkürzung durch Begrenzen geordnet. Es weist die beiden stangenartigen, aus
der teleskopartigen Ineinanderschiebbarkeit dieser Flachstahl gefertigten Teile 26 und 27 auf. Zur Be-Teleskopstange
ist im Hinblick auf die günstige An- 5 grenzung des teleskopartigen Ineinanderschiebens des
passung an verschiedene Pflug- und Schleppertypen Zusatzgliedes 25 dient ein versetzbarer Anschlagvorteilhaft.
Im übrigen ist der Drehpflug so aus- bolzen 28. Seine Entfernung vom Gelenkbolzen 22
gebildet, daß eine nicht von seiner Grundkonstruk- bestimmt den Zeitpunkt des Auftreffens einer vertion
abweichende Bauform vorliegt. Dies hat den stärkt ausgebildeten, von der Stirnseite des Teiles 26
Vorteil, daß an bereits gelieferte Drehpflüge ohne io abgebogenen Anschlagnase 29 und damit die Einweiteres
nachträglich der eine automatische Wen- leitung des Wendevorganges für den Pflug,
dung bewirkende Zusatz anbringbar ist. Diese Tat- Der Teil 27 ist mit einem am Traggestell des Drehsache wirkt sich auch auf die Gesamtfabrikation im pfluges 2 angelenkten Zwischenlenker 30 verbunden. Hinblick auf die vorhandenen Bauteile günstig aus; Hierfür besitzt dieser Zwischenlenker 30 auf seinem es ist keine Umstellung erforderlich. 15 mittleren Abschnitt einen Gelenkzapfen 31. Die orts-
dung bewirkende Zusatz anbringbar ist. Diese Tat- Der Teil 27 ist mit einem am Traggestell des Drehsache wirkt sich auch auf die Gesamtfabrikation im pfluges 2 angelenkten Zwischenlenker 30 verbunden. Hinblick auf die vorhandenen Bauteile günstig aus; Hierfür besitzt dieser Zwischenlenker 30 auf seinem es ist keine Umstellung erforderlich. 15 mittleren Abschnitt einen Gelenkzapfen 31. Die orts-
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung feste Anlenkung des Zwichenlenkers 30 erfolgt an
in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt einem Zapfen 32, welcher an von der Stützstrebe 9
A b b. 1 eine Seitenansicht in schematischer Dar- ausgehenden Lagerböckchen 33 gehalten ist.
stellung gegen einen mit der erfindungsgemäßen Das freie Ende des Zwischenlenkers 30 steht über
Wendevorrichtung versehenen mehrscharigen Dreh- ao einen Gelenkbolzen 34 mit dem einen Hebel 35 eines
pflug mit Schlepper, Druckhebelpaares 36 in Verbindung; der andere He-
A b b. 2 die Wendevorrichtung in Einzeldarstel- bei 37 desselben wirkt unmittelbar auf das Wendelung,
und zwar in einer der Arbeitsstellung ent- gestänge 11 ein. Das Druckhebelpaar 36 ist in Richsprechenden
Lage, tung seiner Strecklage (vgl. Abb. 2) federbelastet.
A b b. 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles A 25 Hierzu dient eine um den entsprechend verlängerten
der A b b. 2, Gelenkbolzen 38 gewundene Spiralfeder 39. Als
A b b. 4 die Wendevorrichtung bei Ausheben des Strecklage für das Druckhebelpaar 36 ist vorzugs-
Pfluges und bereits eingeleitetem Wenden desselben, weise eine solche Lage gewählt, die die Hebel 35 und
A b b. 5 die Wendevorrichtung nach erfolgter 37 um ein bestimmtes Maß nach oben aus der Tot-
Wendung des Drehpfluges und Arretierung desselben. 30 punktlinie x-x treten läßt. Ein weiteres Durch-
Der an einen Schlepper 1 angekoppelte Drehpflug 2 knicken des Druckhebelpaares 36 ist durch die Vorbesitzt
die in entgegengesetzte Richtung weisende sehung eines Sperrböckchens 40 unterbunden. Mit
Grindel 3, an deren Enden Pflugschare 4 befestigt diesem Sperrböckchen wirkt die Stirnkante 41 des
sind. Die Grindel sitzen am Pflugrahmen 5. Zum Hebels 37 zusammen. Hingegen ist ein Einknicken
wechselweisen Einsetzen der Pflugschare 4 weist der 35 des Druckhebelpaares 36 in Gegenrichtung ermög-Pflugrahmen
5 eine Wendeachse 6 auf. Diese tritt licht, und zwar zufolge einer Abrundung der Stirnschlepperseitig
in eine Lagerbüchse 7 der Pflugkop- kante 41 an entsprechender Stelle,
pel 8 ein. Zur Stabilisierung der Koppel 8 ist eine Der mit dem Wendegestänge 11 bzw. dessen Knie-Stützstrebe 9 vorgesehen. Koppel 8, Stützstrebe 9 und hebel 10 unmittelbar zusammenwirkende Hebel 37 Lagerbüchse 7 bilden eine Einheit und stellen das 40 ist mittels einer die Gelenkstelle bildenden Gabel 42 Traggestell des Pfluges 2 dar. ausgestattet. Diese umfaßt einen in Achshöhe eines
pel 8 ein. Zur Stabilisierung der Koppel 8 ist eine Der mit dem Wendegestänge 11 bzw. dessen Knie-Stützstrebe 9 vorgesehen. Koppel 8, Stützstrebe 9 und hebel 10 unmittelbar zusammenwirkende Hebel 37 Lagerbüchse 7 bilden eine Einheit und stellen das 40 ist mittels einer die Gelenkstelle bildenden Gabel 42 Traggestell des Pfluges 2 dar. ausgestattet. Diese umfaßt einen in Achshöhe eines
Zum Drehen des Pflugrahmens 5 dient ein aus Arretierungszapfens 43 angeordneten Gelenkzapfen
einem Kniehebelpaar 10,10' gebildetes Wende- 44 des Kniehebels 10. Zur Sicherung der so gebilgestänge
11. Letzteres ist einerends mit einem außer- deten Gelenkstelle ist ein die Gabelschenkel durchhalb
der Wendeachse 6 am Pflugrahmen 5 liegenden 45 setzender Splint 45 vorgesehen.
Kugelgelenkzapfen 12 verbunden und andernends am Der Kniehebel 10 ist doppelschenkelig und zuZapfen 13 angelenkt. Der Zapfen 13 liegt im Koppel- sammenhängend ausgebildet (vgl. Abb. 3). Der oberteil 8'. Der Wendevorgang beruht auf der Ein- Arretierungszapfen 43 geht von dem einen Schenkel knickung des Wendegestänges 11. des Kniehebels 10 aus und wirkt mit einer unter Wir-
Kugelgelenkzapfen 12 verbunden und andernends am Der Kniehebel 10 ist doppelschenkelig und zuZapfen 13 angelenkt. Der Zapfen 13 liegt im Koppel- sammenhängend ausgebildet (vgl. Abb. 3). Der oberteil 8'. Der Wendevorgang beruht auf der Ein- Arretierungszapfen 43 geht von dem einen Schenkel knickung des Wendegestänges 11. des Kniehebels 10 aus und wirkt mit einer unter Wir-
Unterhalb der Schlepperachse 14 befindet sich der 50 kung der Feder 46 stehenden Sperrklinke 47 zu-
schlepperseitige Anlenkpunkt 15 einer Zugstange 16; sammen. Letztere besitzt Hierzu die Auflauf flächen
der pflugseitige Anlenkpunkt 17 dieser Zugstange 16 47' und 47". Die dieserart gebildete Arretierungsvor-
liegt am unteren Ende der Pflugkoppel 8. Auf beiden richtung dient dazu, den Pflugrahmen in seiner je-
Seiten des Schleppers ist eine derartige Zugstange 16 weiligen Arbeitsstellung betriebssicher zu sperren,
vorgesehen. An jede derselben greift eine Hubstange 55 Der Gelenkzapfen 44 geht von dem anderen Schen-
18 an, die zusammen mit einem Kraftheberarm 19 ein kel des Kniehebels 10 aus. Auf das freie Ende des
für das Heben und Senken des Pfluges dienendes Gelenkzapfens 44 ist eine Platte 48 aufgeschweißt.
Krafthebergestänge 20 bildet. Sie bringt einerseits eine geeignete Lagensicherung
Der Schlepper 1 besitzt eine Ankoppelungseinrich- für den Hebel 37, andererseits dient sie zur Befesti-
tung 21. Diese besteht aus einem Laschenpaar mit 60 gung eines Exzenters 49. Letzterer ist verstellbar und
einer Durchtrittsbohrung für einen Gelenkbolzen 22. beaufschlagt zu einem festlegbaren Zeitpunkt den
Diese Ankoppelungseinrichtung 21 dient zur Anlen- Hebel 37 des Druckhebelpaares 36, so daß dieses
kung des Oberlenkers 23, der mit seinem pflugseitigen Druckhebelpaar einknickt. Der Hebel 37 ist hierzu
Ende im Koppeloberteil 8' mittels des Gelenkbolzens mit einem Anschlagböckchen 50 ausgestattet.
24 kraftschlüssig verbunden ist. 65 Die Funktionsweise der Wendevorrichtung ist wie
Der den Anlenkpunkt für den Oberlenker 23 bil- folgt. Bei der Stellung gemäß A b b. 1 bzw. 2 befindet
dende Gelenkbolzen 22 stellt auch den Anlenkpunkt sich der Pflug in Arbeitsstellung; die Sperrklinke 47
für ein Zusatzglied 25 dar. Dieses ist zu seiner Län- verhindert ein selbständiges Wenden des Pflug-
rahmens 5; das Druckhebelpaar 36 befindet sich in Strecklage. Beim Anheben der Zugstangen 16 mittels
des Krafthebergestänges 20 wird das Zusatzglied 25 auf Längenverkürzung beansprucht. Demzufolge trifft
die Anschlagnase 29 gegen den Bolzen 28. Der Abstand y zwischen Bolzen 28 und der Anschlagnase 29
ist vorzugsweise so bemessen, daß letzterer erst zu einem Zeitpunkt auftrifft, an welchem die Schare 4
mit Sicherheit aus der Furche herausgetreten sind. Sofort mit Aufeinandertreffen der Anschläge 28, 29
wird über den Zwischenlenker 30 das noch in gleichbleibender Strecklage verharrende Druckhebelpaar
36 nach auswärts in Richtung des Pfeiles ζ bewegt, und zwar unter gleichzeitiger Aufhebung der Verriegelung
durch die Sperrklinke 47. Durch das hiernach bewirkte Einknicken des Wendegestänges 11 ist
der WendevÖrgang eingeleitet. Es wird dabei die in A b b. 4 veranschaulichte Stellung erreicht, in welcher
sich der Pflugrahmen 5 kurz vor Erreichen des Umkehrpunktes befindet. Unmittelbar vor Erreichen
dieses Umkehrpunktes trifft der Exzenter 49 gegen das Böckchen 50 des Hebels 37, so daß das Druckhebelpaar
36 durchknickt (vgl. Abb. 5). Die aus der Totpunktlage resultierende, kurze Verlängerung des
Drackhebelpaares belastet das Wendegestänge 11 noch einmal kurzzeitig und schlagartig in Wenderichtung.
Die zweite Halbdrehung des Pflugrahmens 5 bis in seine gegenüberliegende Ausgangsstellung erfolgt
durch die Schwungmasse des Pflugrahmens 5. Auch diese neue Pflugstellung wird wieder durch die
Sperrklinke 47 verriegelt. Nach Verriegelung kann der Pflug 2 wieder in seine Arbeitsstellung gemäß
A b b. 2 abgesenkt werden. Hierbei gelangt das Druckhebelpaar 36 vermöge der Rückstellkraft der
Feder 39 wieder in seine Strecklage; ebenso tritt das Zusatzglied 25 wieder in seine Ausgangsstellung zurück.
Claims (3)
1. Drehpflug mit Wendevorrichtung, bei weleher
das aus einem Kniehebelpaar bestehende Wendegestänge durch Einknicken das Umwenden
des Drehpfluges bewirkt, welches Einknicken zwangläufig beim Anheben des Pfluges mittels
des Krafthebergestänges erfolgt, derart, daß ein mit dem Wendegestänge gekuppeltes Druckhebelpaar
von einem beim Anheben des Pfluges auf Längenveränderung belasteten Zusatzglied nach
auswärts geschoben wird und hierbei das Kniehebelpaar des Wendegestänges einknickt, dadurch
gekennzeichnet, daß sich das das Wendeegestänge (11) einknickende Druckhebelpaar
(36) beim Anheben des Pfluges (2) infolge der Druckwirkung des auf Längenverkürzung beanspruchten,
freigängig verlängerbaren Zusatzgliedes (25) in gleichbleibender Strecklage auswärts
bewegt und kurz vor Erreichen des Umkehrpunktes der Pflugdrehung gegen einen Anschlag
(49) tritt, welcher das Druckhebelpaar (36) durchknickt.
2. Drehpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Hebel (37) des in
Richtung seiner Strecklage federbelasteten Druckhebelpaares (36) auf Achshöhe des Arretierungszapfens (43) der Wendevorrichtung angreift und
der zweite Hebel (35) des Druckhebelpaares (36) am Ende eines am Traggestell des Drehpfluges
(2) angelenkten Zwischenlenkers (30) angreift, der auf seinem mittleren Abschnitt mit dem einen
Teil (27) des als Teleskopstange ausgebildeten Zusatzgliedes (25) verbunden ist, welches Teleskopgestänge
zum oberen, schlepperseitigen Anlenkpunkt (22) des Pflugaufhängegestänges (23) führt und dessen mögliche Längenverkürzung
durch Begrenzen der teleskopartigen Ineinanderschiebbarkeit seiner beiden Teile (26 und 27) einstellbar
ist.
3. Drehpflug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der das Druckhebelpaar
(36) einknickende Anschlag zur Erzielung einer Festlegung des Einknickzeitpunktes als verstellbarer
Exzenter (49) ausgebildet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 1 033 453,
354,1084 504;
österreichische Patentschrift Nr. 198 553;
französische Patentschrift Nr. 1 255 915.
Deutsche Patentschriften Nr. 1 033 453,
354,1084 504;
österreichische Patentschrift Nr. 198 553;
französische Patentschrift Nr. 1 255 915.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
509 687/109 9.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB77392A DE1201105B (de) | 1964-06-24 | 1964-06-24 | Drehpflug mit Wendevorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB77392A DE1201105B (de) | 1964-06-24 | 1964-06-24 | Drehpflug mit Wendevorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1201105B true DE1201105B (de) | 1965-09-16 |
Family
ID=6979458
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB77392A Pending DE1201105B (de) | 1964-06-24 | 1964-06-24 | Drehpflug mit Wendevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1201105B (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1033453B (de) | 1956-10-05 | 1958-07-03 | Volkseigener Betr Bodenbearbei | Wendevorrichtung fuer dreipunktgekuppelte Schlepper-Anbaudrehpfluege |
| AT198553B (de) * | 1957-03-08 | 1958-07-10 | Egger Maschf | Wendevorrichtung für dreipunktgekuppelte Traktoranbaugeräte mit Wechselwendung |
| DE1084504B (de) | 1958-05-27 | 1960-06-30 | Vogel & Noot Ag | Wendevorrichtung fuer Schlepperanbaugeraete |
| FR1255915A (fr) * | 1957-07-02 | 1961-03-17 | Huard Ets | Dispositif de retournement pour instrument lié à un tracteur par un attelage troispoints |
| DE1114354B (de) | 1960-11-11 | 1961-09-28 | Lemken Kg Pflugfab | Wendevorrichtung fuer in einem Tragrahmen drehbar gelagerte Drehpfluege |
-
1964
- 1964-06-24 DE DEB77392A patent/DE1201105B/de active Pending
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1033453B (de) | 1956-10-05 | 1958-07-03 | Volkseigener Betr Bodenbearbei | Wendevorrichtung fuer dreipunktgekuppelte Schlepper-Anbaudrehpfluege |
| AT198553B (de) * | 1957-03-08 | 1958-07-10 | Egger Maschf | Wendevorrichtung für dreipunktgekuppelte Traktoranbaugeräte mit Wechselwendung |
| FR1255915A (fr) * | 1957-07-02 | 1961-03-17 | Huard Ets | Dispositif de retournement pour instrument lié à un tracteur par un attelage troispoints |
| DE1084504B (de) | 1958-05-27 | 1960-06-30 | Vogel & Noot Ag | Wendevorrichtung fuer Schlepperanbaugeraete |
| DE1114354B (de) | 1960-11-11 | 1961-09-28 | Lemken Kg Pflugfab | Wendevorrichtung fuer in einem Tragrahmen drehbar gelagerte Drehpfluege |
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