DE1114354B - Wendevorrichtung fuer in einem Tragrahmen drehbar gelagerte Drehpfluege - Google Patents
Wendevorrichtung fuer in einem Tragrahmen drehbar gelagerte DrehpfluegeInfo
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- A01B3/36—Ploughs mounted on tractors
- A01B3/40—Alternating ploughs
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Description
Bei Wendevorrichtungen für Drehpflüge, die in einem Tragrahmen drehbar gelagert sind, der mit
dem Schlepper mittels eines heb- und senkbaren Anbaugestänges, z. B. eines Dreipunktgestänges, verbunden
ist, werden die Relativbewegungen, die der Tragrahmen gegenüber dem Schlepper bzw. gegenüber
dem Anbaugestänge beim Anheben des Tragrahmens ausführt, dazu benutzt, das Wenden des
Pfluges am Furchenende zu bewerkstelligen. Hierzu ist es bekannt, im Tragrahmen ein Hebelgetriebe
anzuordnen, das einerseits an dem drehbaren Pflug-Fahmen und andererseits an einem Lenker des Tragrahmens
bzw. an einem Festpunkt des Schleppers angreift.
Beim Wenden des Pfluges muß der Angriffspunkt des Hebelgetriebes an dem drehbaren Pflugrahmen
zunächst angehoben werden, bis der Pflugrahmen die Mittelstellung erreicht hat. Nach Überschreiten der
Mittelstellung muß sich der Angriffspunkt wieder abwärts bewegen. Da jedoch die Relativbewegung zwisehen
den beiden Endpunkten des Hebelgetriebes beim Anheben des Pfluges stetig in einer Richtung
fortschreitet, müssen besondere Mittel angewendet werden, um die Drehung des Pflugrahmens nach
Überschreiten der Mittelstellung zu vollenden.
Hierzu ist es bekannt, die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Hebelgestänge und dem Pflugrahmen
nach Überschreiten der Mittelstellung zu unterbrechen und das dem Pflugrahmen erteilte
Schwungmoment zur Vollendung der Drehbewegung zu benutzen. Auch hat man schon beim Anheben
des Pflugrahmens eine Feder gespannt und die Federkraft zur Vollendung der Drehbewegung benutzt. Des
weiteren ist es bekannt, zwischen dem Hebelgetriebe und dem Angriffspunkt desselben an dem Pflugrahmen
eine Ketten- oder Zahnradübersetzung einzuschalten, die so bemessen ist, daß die Aufwärtsbewegung
des Hebelgetriebes ausreicht, die volle Drehbewegung des Pflugrahmens zwangläiifig durchzuführen.
Das Übersetzungsgetriebe ist jedoch störanfällig und aufwendig. Es muß vor Verschmutzung
geschützt werden, und das hierzu erforderliche Gehäuse beansprucht verhältnismäßig viel Platz und
zusätzliche Kosten.
Mit der Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, ohne Anwendung eines Übersetzungsgetriebes die
erforderliche Drehbewegung des Pftugrahmens zwang-Kußg
von der Ausgangsstellung bis in die Endstellung durchzuführen. Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die
Erfindung vor, daß annähernd bei der halben Pflugdrehung die Richtung der von dem Betätigungshebel
über das Hebelgetriebe auf den Pflugrahmen ausge-Wendevorrichtung
für in einem Tragrahmen drehbar gelagerte Drehpflüge
Anmelder:
Pflugfabrik Lemken K. G., Alpen (Ndrh.)
Pflugfabrik Lemken K. G., Alpen (Ndrh.)
Beanspruchte Priorität:
Schaustellung auf der am 15. Mai 1960 eröffneten
46. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Köln.
46. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Köln.
Dipl.-Ing. Heinrich Lemken, Wesel/Rhein,
und Theodor van Laak, Menzelen (Kr. Moers),
sind als Erfinder genannt worden
übten Kraft, also die Zugkraft oder die Druckkraft, wechselt und beim Rückführen des Hebels in seine
Ausgangsstellung die Kupplung mit dem Hebelgetriebe: unterbrochen ist.
Es gibt viele Ausführüngsformen für ein derartiges Hebelgetriebe. Es kann beispielsweise nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung der Betätigungshebel
zwei nacheinander mit dem Hebelgetriebe in kraftschlüssige Verbindung kommende Arme aufweisen,
von denen der die Zugkraft übertragende Arm in ein hakenförmiges Gelenkglied des. Hebelgetriebes einhakt,
das mittels einer Feder in Kupptangsstellung
gehalten wird, und beide Arme kurvenförmige Anlageflächen
aufweisen, die eine Relativbewegung zwischen den ineinandergreifenden Hakenteilen herbeiführen,
so daß die kraftschlüssige Verbindung der beiden Teile nach einer halben Pflugdrehung zwangläufig
gelöst wird und der die Druckkraft übertragende Arm gegen einen Nocken des Hebelgetriebes
bis zur vollendeten Pflugdrehung drückt.
Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird zwischen dem Betätigungshebel und dem
Hebelgetriebe ein mit dem Betätigungshebel in der Ausgangsstellung einen Winkel einschließender Gelenkstab
eingeschaltet, der beim Wendevorgang über die Strecklage hinweg in die entgegengesetzte Winkelstellung
gebracht wird und dessen an dem Betätigungshebel angreifendes Ende beim Rückfüliren des
Betätigungshebels in die Ausgangsstellung zur Rückführung über die Strecklage gleitet.
109 690/107
Die Erfindung ist anwendbar für solche Wendevorrichtungen, bei denen beispielsweise zwischen dem
Hebelgetriebe und dem Schlepper eine Kette oder ein längenveränderlicher Stab eingeschaltet ist, oder für
solche Wendevorrichtungen, bei denen der obere Lenker des Anbaugestänges zweiteilig ausgeführt ist
und der dem Tragrahmen zugeordnete Teil gleichzeitig einen Teil des Hebelgestänges darstellt. Der Betätigungshebel
kann auch von Hand bewegt werden, wie auch die potentielle Energie des angehobenen
Pflugrahmens für den Wendevorgang benutzt werden kann.
Die Erfindung und weitere Einzelheiten derselben sind in der Zeichnung in Ausführungsbeispielen dargestellt,
und zwar zeigt
Abb. 1 eine Wendevorrichtung mit Pflugrahmen in Seitenansicht,
Abb. 2 einen Schnitt in Richtung II-II der Abb. 1,
Abb. 3 bis 5 verschiedene Zwischenstellungen der Wendevorrichtung nach Abb. 1 und 2,
Abb. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel in Seitenansicht,
Abb. 7 bis 9 Zwischenstellungen der Wendevorrichtung nach Abb. 6,
Abb. 10 ein weiteres Ausführungsbeispiel in Seitenansicht,
Abb. 11 bis 13 Zwischenstellungen der Wendevorrichtung nach Abb. 10.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 ist der Tragrahmen 1 mit der daran befestigten Wendeachse
2 in üblicher Weise mittels eines Anbaugestänges, das aus zwei unteren Lenkern 3 und einem oberen
mittleren Lenker 4 besteht, mit dem nicht dargestellten Schlepper verbunden. An das Anbaugestänge 3, 4
greift eine nicht dargestellte Hubvorrichtung zum Heben und Senken des Tragrahmens 1 an.
Auf der Wendeachse 2 ist der Pflugrahmen 5 mit den daran befestigten wechselweise einzusetzenden
Arbeitswerkzeugen 6 und 7 drehbar gelagert. Das vordere Ende des Pflugrahmens trägt einen Flansch 8
mit zwei um 180° versetzten Rasten 8 α, in die ein
federbelastetes Sperrglied 9 einrastet und somit den Pflugrahmen 5 in seiner jeweiligen Arbeitsstellung
festhält.
Zum Wenden des Pflugrahmens 5 dient ein Hebelgestänge, das von dem Tragrahmen! getragen bzw.
geführt wird. Es besteht aus dem Zug- und Druckkräfte übertragenden Hebel 10 und dem Hebel 11.
Der Hebel 10 greift mit seinem einen Ende an einem außerhalb der Wendeachse 2 liegenden Gelenkpunkt
12 des Pflugrahmens 5 an. Das andere Ende des Hebels 10 ist mittels des Gelenkes 13 mit dem Hebel
11 verbunden, der mit dem Stift 11a in dem Führungsschlitz 14 des Tragrahmens 1 auf und ab bewegbar
geführt ist und einen hochstehenden Nocken 11 b aufweist. Zwischen dem Gelenk 13 und dem Führungsschlitz
14 ist an dem Hebel 11 ein hakenförmig gebogenes Gelenkglied 15 um den Drehzapfen 16
schwenkbar gelagert. Der Betätigungshebel für den Wendevorgang ist mit 17 bezeichnet und stellt einen
zweiarmigen Hebel dar, der um den Drehzapfen 18 des Traggestells 1 drehbar gelagert ist. Mit dem
Hebelarm 17 a des Betätigungshebels 17 ist der Lenker 4 gelenkig verbunden, während der Hebelarm
176 des Betätigungshebels 17 beiderseits seiner Symmetrieebene
je einen gekrümmten Druckfinger 17 b' und 17 b" aufweist. In der Normalstellung übergreift
das hakenförmige Gelenkglied 15 den Druckfinger 17 b', wobei die Druckfeder 19 das hakenförmige
Gelenkglied 15 gegen den Druckfinger 17 b' ständig andrückt. An dem Hebel 11 ist ein Gelenkglied 20
zweckmäßig an dem Stift 11 α angehängt und mit dem anderen Ende mit dem einen Arm 21 α eines in dem
Traggestell 1 drehbar gelagerten Winkelhebels 21 gelenkig verbunden. Der andere Arm 21 b des Winkelhebels
21 liegt an dem Anschlag 22 des Sperrgliedes 9 an.
ίο Diese Wendevorrichtung arbeitet folgendermaßen:
Beim Anheben des unteren Lenkers 3 durch die Hubvorrichtung wird der Betätigungshebel 17 um seinen
Drehzapfen 18 verschwenkt. Die einzelnen Schwenkstellungen sind in den Abb. 3, 4 und 5 dargestellt. Bei
der in Abb. 3 gezeigten Stellung hat der Druckfinger 17 b' durch Eingreifen in den Haken des hakenförmigen
Gliedes 15 den Hebel 11 bis zu der oberen Begrenzung des Führungsschlitzes 14 angehoben. Dadurch
wird das Sperrglied 9 mittels des Winkelhebels 21 aus der Raste 8 α herausgezogen und damit die
Arretierung des Pflugrahmens 5 gelöst. Beim weiteren Anheben des Tragrahmens 1 und dadurch bewirkten
Verschwenken des Betätigungshebels 17 wird der Hebel 11 um den Anlagepunkt, den der Stift 11« im
Führungsschlitz 14 erhalten hat, nach oben verschwenkt, so daß der Pflugrahmen 5 um 90° verschwenkt
wird, und zwar infolge der Massenwirkung etwas über den Totpunkt. Wie Abb. 4 zeigt, hat sich
in dieser Stellung der Druckfinger 17 b" gegen den Nocken 11 b gelegt und drückt nunmehr unter Beibehaltung
der Drehrichtung des Hebels 17 den Hebel 11 und damit auch den Hebel 10 wieder nach unten,
so daß beim Erreichen der in Abb. 5 dargestellten Stellung die Drehung vollendet ist. Das federbelastete
Sperrglied 9 rastet nun in die andere Raste 8 a ein und bewegt dabei den Stift 11a des Hebels 11 in dem
Führungsschlitz 14 nach unten.
Es sei darauf hingewiesen, daß in Abänderung des Ausführungsbeispiels nach den Abb. 1 bis 5 der obere
Lenker 4 auch unmittelbar an dem Tragrahmen 1 angelenkt sein kann, wobei der Hebelarm 17« des
Hebels 17 zur Bedienung durch Handkraft verlängert ist.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Abb. 6, 7, 8 und 9 sind gleichartige Teile mit den gleichen Bezugszahlen versehen wie bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel.
Abweichend von diesem ist der Zug- und Druckkräfte übertragende, mit seinem einen Ende
an einen außerhalb der Wendeachse 2 liegenden Gelenkpunkt 12 des Pflugrahmens 5 angreifende Hebel
10 mit seinem anderen Ende an einen in der Richtung der Achse 2 um den Gelenkpunkt 23 des Tragrahmens
1 schwenkbaren Hebel 24 bei 25 angelenkt. Dabei liegen die Gelenkachse 23 des Hebels 24 und
die Gelenkpunkte 12 und 25 des Hebels 10 in Arbeitsstellung des Pfluges 6 bzw. 7 in einer Ebene, deren
Schnittkante mit der durch die Drehachse 2 des Pfluges gelegten waagerechten Ebene senkrecht zur Drehachse
2 des Pfluges verläuft, wobei jedoch der Gelenkpunkt 25 um ein geringes Maß aus der
genannten Ebene über den Totpunkt hinaus verlagert ist. Dem Hebel 24 dient dabei das Traggestell 1
als Begrenzungsanschlag. Der Betätigungshebel 17 ist ebenfalls als zweiarmiger Hebel ausgebildet; jedoch
hat der Hebelarm einen Längsschlitz 17 c, der an seinem äußeren Ende eine Raste 17 c' aufweist. An
dem Hebel 24 ist der Gelenkstab 26 um den Zapfen 27 gelenkig gelagert. Das andere Ende des Gelenk-
Stabes 26 trägt einen Führungsstift 28, der in dem Führungsschlitz 17 c gleitend geführt ist und in der
Arbeitsstellung in der Raste 17 c' gehalten wird, so daß er Zug- und Druckkräfte über den Gelenkstab 26
auf den Hebel 24 übertragen kann. Der Hebelarm 17 a des Betätigungshebels 17 trägt an seinem Ende
eine Kette 29, die an einem festen Punkt 30 des Schleppergestells S befestigt ist.
Diese Wendevorrichtung arbeitet folgendermaßen: Beim Anheben mittels des Krafthebers 31, dessen
Hebelarm 31a mittels der mittels Spannschlosses 32 längenveränderlichen Verbindungsstangen 33 mit den
beiden unteren Lenkern 3 verbunden ist, wird zunächst der arbeitende Pflug 7 aus dem Boden gehoben,
bis die Kette 29 gestrafft ist. Beim weiteren Anheben wird der Betätigungshebel 17 um seinen
Drehzapfen 18 verschwenkt. Durch das dabei erfolgende Strecken des Winkels, den der Hebelarm 17 b
mit dem Gelenkstab 26 bildet, wird der Hebel 24 nach hinten gedrückt, bis er in die in Abb. 7 dargestellte
Stellung gelangt ist. Dabei wird der Pflugrahmen 5 um 90° gedreht und gelangt durch das
Schwungmoment der bewegten Massen um einen kleinen Betrag über diese Stellung hinweg. Beim
weiteren Anheben wird der Hebel 24 wieder an den Tragrahmen 1 mittels des Gelenkstabes 26 herangezogen,
wie dies Abb. 8 zeigt, wobei die zwangläufige 180°-Drehung des Pflugrahmens 5 beendet
ist.
Nachdem der Pflug wieder abgesenkt ist, hängt die Kette 29 lose durch, so daß die an dem Hebelarm 17 b
angreifende Zugfeder 19 den Hebel 17 und den Gelenkstab 26 wieder in die Ausgangsstellung zurückziehen
kann. Der Führungsstift 28 gleitet dabei in dem Führungsschlitz 17 c bis in die in Abb. 9 gezeigte
Stellung und wieder zurück, bis er in die Raste 17 c einrastet.
Die in den Abb. 6 bis 9 dargestellte Wendevorrichtung weist noch eine an sich bekannte Einrichtung
zur Neigungsverstellung der Arbeitswerkzeuge 6 und 7 auf. Zu diesem Zweck ist der Hebel 24 in dem
Tragrahmen 1 höhenverstellbar gelagert. Die Höhenlage des Hebels 24 und damit der Drehpunkt 23 bestimmt
die jeweilige Neigungseinstellung der Arbeitswerkzeuge 6 und 7. Um dies zu ermöglichen, ist der
Gelenkpunkt 23 mit einer in den Tragrahmen 1 hineinreichenden Verlängerung 23 a versehen, die nach
unten zu einer Schlitzführung 23 b ausgebildet ist. Schrauben 34 im Tragrahmen 1 dienen dazu, die
Schlitzführung 23 b in jeder Höhenlage in paralleler Stellung zu sich selbst zu haltern und nach erfolgter
Einstellung durch Anziehen der Schraubenmuttern festzuklemmen. Die Höheneinstellung des Gelenkpunktes
23 wird mittels einer Schraubenspindel 35 bewirkt, wobei die Verlängerung 23 a die Spindelmutter
darstellt.
Es kann vorkommen, daß die Symmetrieebene des Tragrahmens 1 beim Arbeiten nicht gleichmäßig für
Hin- und Rückfahrt steht, so daß die Arbeitswerkzeuge 6 und 7 beim Arbeiten nicht die gleiche Neigung
aufweisen. Um diesen Neigungsfehler auszugleichen, ist in bekannter Weise eine der beiden Verbindungsstangen
33 zwischen dem Hebelarm 31a des Krafthebers 31 und dem unteren Lenker 3 durch das
Spannschloß 32 längenveränderlich.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Abb. 10 bis 13 bezeichnen ebenfalls die bisher verwendeten Bezugszahlen gleiche Teile. Abweichend von dem Ausfüh
rungsbeispiel nach den Abb. 6 bis 9 wird der Wendevorgang in an sich bekannter Weise durch die potentielle
Energie der angehobenen Arbeitswerkzeuge 6 und 7 mit dem Pflugrahmen 5 bewerkstelligt.
Um auch hierbei die kraftschlüssige 180°-Drehung des Pflugrahmens 5 zu erzielen, greift, wie bei dem
Ausführangsbeispiel nach Abb. 1, der obere Lenker 4 an dem Hebelarm 17 a des zweiarmigen Hebels 17 an.
Der Hebelarm 17 a trägt einen Sperrhebel 36, dessen Hebelarm 36 a als Sperrklinke 36 a' ausgebildet ist,
die über den Gelenkzapfen 27 des Gelenkstabes 26 greift und damit den Hebel 24 während des Anhebevorganges
in seiner Stellung festhält. Nach Erreichen der für den Wendevorgang erforderlichen Anhebestellung
wird die Sperrklinke 36 a' durch einen von dem Bedienungsmann auf den Hebelarm 36 b ausgeübten
Zug ausgelöst. Da der obere Lenker 4 in dieser Stellung auf Zug beansprucht ist, wird zunächst der
Winkel zwischen dem Hebelarm 17 b des Hebels 17 und dem Gelenkstab 26 gestreckt, wie Abb. 11 zeigt,
und bei der ersten 90°-Schwenkung des Pflugrahmens 5 auf den Hebel 24 Druckkräfte ausgeübt. Nach
Überschreiten der Totpunktlage ändert sich die Kraftrichtung im Gelenkstab 26, und der Hebel 24 wird zur
Bewirkung der zweiten 90°-Schwenkung wieder, wie Abb. 12 zeigt, in die Ausgangslage zurückgeführt. Sobald
eines der Arbeitswerkzeuge 6 und 7 auf den Boden aufsetzt, ändert sich die Kraftrichtung im
oberen Lenker 4. Durch die dadurch auf den Hebelarm 17 a ausgeübte Druckkraft werden der Hebel 17
und der Gelenkstab 26 wieder in die Ausgangslage zurückgebracht, und die Sperrklinke 36 a' fällt selbsttätig
über den Gelenkzapfen 27 und arretiert den Hebel 24.
Claims (9)
1. Wendevorrichtung für Drehpflüge, die in einem Tragrahmen drehbar gelagert sind, der mit
dem Schlepper mittels eines heb- und senkbaren Anbaugestänges verbunden und in dem ein Betätigungshebel
gelagert ist, auf den zum Wenden des Pfluges eine Kraft zur Erzeugung eines Drehmomentes
in einer Drehrichtung ausgeübt und dessen Drehbewegung mittels eines Hebelgetriebes
auf den um eine Wendeachse drehbaren Pflugrahmen übertragen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß annähernd bei der halben Pflugdrehung die Richtung der von dem Betätigungshebel (17)
über das Hebelgetriebe auf den Pflugrahmen (S) ausgeübten Kraft (Zug oder Druck) wechselt und
beim Rückführen des Hebels (17) in seine Ausgangsstellung die Kupplung mit dem Hebelgetriebe
unterbrochen ist.
2. Wendevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel (17)
zwei nacheinander mit dem Hebelgetriebe (10, 11) in kraftschlüssige Verbindung kommende Arme
(17Z?', YIb") aufweist, von denen der die Zugkraft
übertragende Arm (YIb') in ein hakenförmiges Gelenkglied (15) des Hebelgetriebes (10,
11) einhakt, das mittels einer Feder (19) in Kupplungsstellung gehalten wird, und beide Arme (17 V,
YIb") kurvenförmige Anlageflächen aufweisen, die eine Relativbewegung zwischen den ineinandergreifenden
Hakenteilen (15, YIb'; lib, YIb")
herbeiführen, so daß die kraftschlüssige Verbindung der beiden Teile (15, YIb') nach einer hai-
ben Pflugdrehung zwangläufig gelöst wird und der die Druckkraft übertragende Arm (XIb") gegen
einen Nocken (U) des Hebelgetriebes (H, 10) bis zur vollendeten Pflugdrehung drückt.
3. Wendevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Betätigungshebel
(17) und dem Hebelgetriebe (24,10) ein mit dem Betätigungshebel (17) in der Ausgangsstellung
einen Winkel einschließender Gelenkstab (26) eingeschaltet ist, der beim Wendevorgang über die ία
Strecklage hinweg in die entgegengesetzte Winkelstellung gebracht wird und dessen an dem Betätigungshebel
(17) angreifendes Ende beim Rückführen des Betätigungshebels (17) in die Ausgangsstellung
(17c) in einem Schlitz des Betätigungshebels (17) zur Rückführung über die
Strecklage gleitet.
4. Wendevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Feder (19) an
dem Gelenkstab (26) oder an dem Betätigungshebel (17) angreift, die während der ersten Hälfte
des Wendevorganges gespannt wird, so daß nach vollendetem Wendevorgang der Gelenkstab (26)
und der entlastete Betätigungshebel (17) wieder in die Ausgangsstellung gebracht werden.
5. Wendevorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, bei der der vom Betätigungshebel bewegte Hebel
des Hebelgetriebes um eine rechtwinklig zur Drehachse des Pfluges verlaufende Achse lotrecht
schwenkbar ist und mittels eines Lenkers mit einem außerhalb der Drehachse gelegenen Punkt
des Pflugrahmens gelenkig verbunden ist und wobei die Drehachse des ersten Hebels und die
Gelenkpunkte des zweiten Hebels in einer Ebene liegen, deren Schnittkante mit der durch die
Drehachse des Pfluges gelegten waagerechten Ebene senkrecht zur Drehachse des Pfluges verläuft,
dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkstab (26) an dem ersten Hebel (24) des Hebelgetriebes
(24, 10) angreift.
6. Wendevorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schlitz (17 c) eine Raste (17 c') aufweist, in die ein Zug- und Druckkräfte übertragender Stift (28)
des Gelenkstahes (26) einrastet.
7. Wendevorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mit
dem Betätigungshebel (17) ein auslösbarer Klinkenhebel (36) verbunden ist, der zur Sperrung des
Hebelgetriebes (24, 10) dient.
8. Wendevorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Drehgelenk (23) des Hebelgetriebes (24, 10) höhenverstellbar im Tragrahmen (1) gelagert ist.
9. Wendevorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in
bekannter Weise eine der beiden an den unteren Lenkern (3) angreifenden Hubstangen (33) längenveränderlich
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 644 385.
USA.-Patentschrift Nr. 2 644 385.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 690/107 9.61
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP26018A DE1114354B (de) | 1960-11-11 | 1960-11-11 | Wendevorrichtung fuer in einem Tragrahmen drehbar gelagerte Drehpfluege |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP26018A DE1114354B (de) | 1960-11-11 | 1960-11-11 | Wendevorrichtung fuer in einem Tragrahmen drehbar gelagerte Drehpfluege |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1114354B true DE1114354B (de) | 1961-09-28 |
Family
ID=7370307
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP26018A Pending DE1114354B (de) | 1960-11-11 | 1960-11-11 | Wendevorrichtung fuer in einem Tragrahmen drehbar gelagerte Drehpfluege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1114354B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1201105B (de) | 1964-06-24 | 1965-09-16 | Wilh Buchmuehlen Fa | Drehpflug mit Wendevorrichtung |
| DE1206189B (de) | 1964-04-17 | 1965-12-02 | Eberhardt Geb | Drehvorrichtung fuer Anbaudrehpfluege |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2644385A (en) * | 1950-07-26 | 1953-07-07 | Deere & Co | Reversing and leveling means for two-way plows |
-
1960
- 1960-11-11 DE DEP26018A patent/DE1114354B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2644385A (en) * | 1950-07-26 | 1953-07-07 | Deere & Co | Reversing and leveling means for two-way plows |
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| DE1206189B (de) | 1964-04-17 | 1965-12-02 | Eberhardt Geb | Drehvorrichtung fuer Anbaudrehpfluege |
| DE1201105B (de) | 1964-06-24 | 1965-09-16 | Wilh Buchmuehlen Fa | Drehpflug mit Wendevorrichtung |
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