[go: up one dir, main page]

DE1201050B - Schleifkoerper - Google Patents

Schleifkoerper

Info

Publication number
DE1201050B
DE1201050B DEC20489A DEC0020489A DE1201050B DE 1201050 B DE1201050 B DE 1201050B DE C20489 A DEC20489 A DE C20489A DE C0020489 A DEC0020489 A DE C0020489A DE 1201050 B DE1201050 B DE 1201050B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
abrasive
weight
percent
thiourea
formaldehyde
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC20489A
Other languages
English (en)
Inventor
William Thomas Paulson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Unifrax I LLC
Original Assignee
Carborundum Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carborundum Co filed Critical Carborundum Co
Publication of DE1201050B publication Critical patent/DE1201050B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/34Condensation polymers of aldehydes or ketones with monomers covered by at least two of the groups C08L61/04, C08L61/18 and C08L61/20
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D3/00Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents
    • B24D3/02Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent
    • B24D3/20Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent and being essentially organic
    • B24D3/28Resins or natural or synthetic macromolecular compounds
    • B24D3/285Reaction products obtained from aldehydes or ketones

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)

Description

  • Schleifkörper Erfindungsgegenstand ist ein Schleifkörper, bestehend aus einer Celluloseunterlage und aus auf diese Unterlage mit einem Bindemittel aufgebrachtem Schleifkorn, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel aus dem Kondensationsprodukt eines Phenols, Formaldehyd und 2 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf das Phenol, eines wasserlöslichen, Schwefel enthaltenden Hamstoffderivats besteht.
  • Viele Metalle oxydieren an frischen Bruchflächen und bilden eine dünne Oxydschicht. Diese Oxyde sind gewöhnlich härter als das Grundmetall.
  • Schneidöle bzw. Schmiermittel wirken dem Glattwerden entgegen, indem die Oberfläche mit einem dem Einbrennen entgegenwirkenden Oxydationsbelag bedeckt wird und vermeiden ein Zusetzen, indem sich eine Schicht von Wachs, Ö1 oder anderen Substanzen bildet, und zwar auf der Schleifbandoberfläche und auf dem Werkstück.
  • Bisher konnte korrosionsbeständiger Stahl wirtschaftlich nicht mit Schleifbändern bearbeitet werden. Trockene Schleifbänder werden schnell glatt und dann unbrauchbar. Deshalb wurden für das Schleifen und Polieren von korrosionsbeständigem Stahl wirksame Schmiermittel benutzt.
  • Viele Schleifarbeiten müssen aber ohne Schneidöle, Schmiermittel od. dgl. ausgeführt werden, und selbst wenn solche Mittel verwendet werden, bleibt immer noch das Problem des Glattwerdens, wodurch sich die Schnittleistung und die Stauddauer verringern. Die das Glattwerden hervorrufenden Partikeln überdecken die unregelmäßige Oberfläche der Schleifkörner und verringern so die Schnittleistung und die Lebensdauer. Ein Glattwerden von Schleifmitteln zeigt sich besonders, wenn Stahl geschliffen wird.
  • Beim Schleifen von Stahl in einer inerten sauerstofffreien Atmosphäre ist das Verhältnis des abgenommenen Metalls zum Energieaufwand bedeutend kleiner, als wenn die Bearbeitung in Luft erfolgt.
  • Bei den kurzzeitig hohen Schleiftemperaturen bildet der Sauerstoff in der Luft eine Oxydschicht auf den Stahlspänen.
  • Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines weniger schnell glattwerdenden Schleifkörpers aus einer Zelluloseunterlage mit mittels eines Bindemittels darauf aufgebrachtem Schleifkorn mit hoher Schleifleistung und längerer Lebensdauer und mit gleichmäßigerer Schleifwirkung, wobei auf das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Schleifmittel hier jedoch kein Schutz beansprucht wird.
  • Beispiel 1 Es wurden zwei Schleifgewebe hergestellt, die nachfolgend mit E 781 und E 782 bezeichnet sind.
  • Das Material E 781 war gemäß dem bisher üblichen Herstellungsverfahren hergestellt und diente als Kontrollmuster zwecks Anstellung von Vergleichen.
  • Das Material E 782 wurde gemäß der Erfindung hergestellt.
  • Es wurde ein mit Barium-Octahydrat katalysiertes flüssiges Phenolformaldehydharz mit einer Viskosität von etwa 200 cP mit ungefähr 60 Gewichtsprozent Festbestandteilen hergestellt. Dieses Harz diente als Bindung für das Material E 781. Die Bindung für das Material E 782 wurde hergestellt durch Kondensieren von Phenol und Formaldehyd, und zwar in den gleichen Verhältniszahlen wie bei dem obenerwähnten Harz, und mit 20 Gewichtsprozent Thioharnstoff, bezogen auf das Phenol, und unter Benutzung eines Barium-Octahydrat-Katalysators im Anteil von 6 Gewichtsprozent, basiert auf das Phenol.
  • So entstand ein Harzprodukt mit einer Viskosität von etwa 4800 cP (Brookfield bei 250 C), das 78,2 Gewichtsprozent Festbestandteile enthielt, einen pH-Wert von 7,9 hatte und eine Wasserverträglichkeit von etwa 85 O/o. Die Bildung des Gels bei 121a C erfolgte in 8,8 Sekunden. Die Unterlage bei beiden Materialarten war ein übliches Gewebe mit 76 . 48 Fäden, das gefärbt, vorgestreckt und appretiert war. Zur Herstellung des Schleifmittels wurde bei beiden Materialarten ein gleiches bekanntes Verfahren benutzt. Die beiden Harz-Kondensationsprodukte wurden mit Kalziumkarbonat und Wasser gemischt, wodurch eine Vor- und Nachbindung entstand, die ungefähr 55 Gewichtsprozent Füllmaterial und etwa 7,7 Gewichtsprozent Wasser enthielt. Die Bindung für das Material E 782 enthielt nach Zusatz von Füllmaterial und Wasser und nach Aufbringen auf die Unterlage 84,1 Gewichtsprozent Festbestandteile und hatte eine Brookfield-Viskosität von 3950 cP bei 320 C. Die Gewebeunterlage wurde mit der Bindung belegt, und dann wurde in den Belag ein Elektro-Corundkorn der Körnung 36 eingebettet.
  • Vorzugsweise verwendet man das elektrostatische Streuverfahren beim Einbetten des Korns in die Unterlage. Auf die Bindung wurde dann über die Schleifkörner ein Nachleim aufgebracht, vorzugsweise etwa die Hälfte des Anteils, wie für den Vorleim angewendet. Dann wurden die belegten Erzeugnisse getrocknet und ausgehärtet. Das Trocknen und Aushärten erfolgte in jedem Falle wie folgt: Der Vorleim wird 3 Stunden lang bei 800 C getrocknet und der Nachleim 1 Stunde lang bei 650 C und dann zusätzlich noch einmal 4 Stunden lang bei 800 C. Zwecks Aushärtung der Bindungen werden die belegten Materialien 2 Stunden lang auf 600 C erhitzt, weitere 2 Stunden auf 800 C und weitere 2 Stunden auf 930 C und dann noch einmal 15 Stunden auf 1080 C.
  • Von den beiden so hergestellten Schleifgeweben wurden dann nach Zuschneiden mehrere Schleifbänder für Versuchszwecke hergestellt. Die Bänder wurden üblichen mechanischen Versuchen unterworfen, bei denen das Band mehrmals mit einem Hartmetallgegenstand in Berührung gebracht wird, bei verschiedenen Bandgeschwindigkeiten, B erührungszeiten und -drücken und veränderlicher Anzahl der Berührungen. Je drei Bänder der Materialien E 781 und E 782 wurden auf diese Weise untersucht.
  • Die Ergebnisse der Versuche mit vier Bändern, je zwei Bändern jeder Materialart, sind in der Tabelle 1 wiedergegeben.
  • Tabelle 1
    Abspanungen in Gramm
    Anzahl Band Band Band Band
    der Berührungen Nr. 1 Nr. 2 Nr. 3 Nr. 4
    (E781) (E782) (E781) (E782)
    15 .............. 144 165 162 167
    15 .............. 137 145 150 150
    30 .............. 297 300 301 290
    60 ............... 488 546 504 528
    Gesamtmenge .... 1066 1156 1117 1135
    Gewichtsverlust des
    Bandes, g 3,5 7,0 4,0 6,0
    Bei den Versuchen mit diesen vier Bändern war die Anzahl der Berührungen die übliche bei solchen Versuchen benutzte. Aus folgendem ergibt sich, daß bei Standardversuchsbedingungen die Bänder aus dem Material E 782 eine überlegene Schnittleistung hatten, besonders im letzten Versuchsabschnitt, so daß man schließen kann, daß diese neuen Bänder eine längere Standzeit haben, als es nach den bisherigen Erfahrungen zu erwarten war mit Bändern aus diesem Material. Die Berechtigung dieser Schlußfolgerung ergeben die Versuchsdaten beim dritten Band jeder Versuchsreihe, und dies ergibt sich außerdem, wenn man die beiden anderen Bänder zusätzlich weiteren Berührungen aussetzt. Solche zusätzlichen Berührungen wurden durchgeführt hauptsächlich um die Lebensdauer der beiden Bänder zu untersuchen. Die Versuchsdaten bei der Prüfung des dritten Bandes jeder Versuchsreihe sind in Tabelle 2 zusammengefaßt: Tabelle 2
    Abspanungen in Gramm
    Anzahl der Berührungen
    Band Nr. 5 Band Nr. 6
    (E 781) (E 782)
    15 .......... 152 168
    15 ..................... 136 148
    30 ...... ........ 274 307
    60 ................ 501 557
    60 ... ......... 414 416
    60 ..................... 322 352
    60 .................... 95 270
    60 ............... - 120
    Gesamtmenge, g .. . 1894 2338
    Gewichtsverlust
    des Bandes, g .. 4,0 14,0
    Die Ergebnisse in Tabelle 2 zeigen also, daß die Bänder, die nach der Lehre der vorliegenden Erfindung hergestellt wurden (E 782), eine sehr viel höhere Standzeit haben als die Bänder des Standardmaterials E 781. Das Band Nr. 6 zeigte weit weniger Glättung als das Band Nr. 5. Beide Bänder blieben verhältnismäßig sauber, und es konnte bemerkt werden, daß der Schmutz von dem Band Nr. 6 frei abfällt, was anzeigt, daß der Schmutz nur leicht mechanisch gebunden war statt mit dem Band verschweißt. Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, daß die drei aus dem Material E 781 hergestellten Bänder während der Versuche Korn verloren, daß sich aber Metall auf den Bändern verschweißte, so daß der Gewichtsverlust der Bänder nichts Genaues über den Zustand der Bänder aussagt. Die drei Gewebeschleifbänder aus dem Material E 782 verloren Korn, aber es verschweißte sich kein Metall mit diesen Bändern, so daß diese Bänder einen höheren feststellbaren Gewichtsverlust hatten. Die Glättung bei diesen drei Bändern aus dem Material E 782 war wesentlich geringer, verglichen mit dem Material E 781. Darin ist wahrscheinlich, wenigstens zum größten Teil, die um 250/0 höhere Schnittleistung des Bandes Nr. 6 zu erklären, verglichen mit dem Band Nr. 5.
  • Die Gewebeschleifbänder wurden dann zu zwei weiteren Bändern zugeschnitten für weitere Versuche mit einem Standard-Druckstab. Bei diesem Versuch wurde ein kaltgewalzter Stahlstab mit 25 mm Durchmesser so schnell wie möglich an das Schleifband gedrückt, wobei das Schleifband mit normaler Schleifgeschwindigkeit angetrieben wurde. Bei solchen Versuchen wird das Schleifband gewöhnlich auf einer sich schnell drehenden Trommel geführt, und der Stahlstab wird gegen die Fläche des Bandes mit im wesentlichen gleichbleibendem Druck angepreßt, derart, daß der Stab im allgemeinen tangential zur Fläche des Schleifbandes liegt. Gewöhnlich durchschneidet das Schleifband ziemlich schnell den Stab.
  • Das ist eine starke Beanspruchung, bei der die auftretende Verschweißung sowohl die Versuchsresultate stark beeinflußt als auch die Standzeit des Schleifbandes. Die Ergebnisse dieses Stabversuchs mit je einem Schleifband jeder Versuchsreihe sind in Tabelle 3 zusammengefaßt: Tabelle 3
    Band aus . Schnitt- Gesamtmenge
    Versuchs- Versuchszeit leistung des abgenomme-
    reihe Nr. nen Materials
    Minuten glMin. g
    E 781 | 16-t/4 | 129,2 | 2099
    E 782 16 167,9 1 2687
    Die Überlegenheit des Bandes gemäß der Erfindung ist bemerkenswert. Beide Bänder hatten nach Beendigung des Stabversuchs augenscheinlich noch eine gute Standzeit.
  • Beispiel 2 Es wurden mehrere Arten von harzgebundenen Fiberscheiben hergestellt von 0,75 mm dicker Vulkanfiber. Für Vergleichszwecke wurden für das Aufbringen des Schleifkorns auf der Fiberunterlage verschiedene Arten von Bindungen venvendet. In jedem einzelnen Falle wurde, mit Ausnahme der unterschiedlichen Zusammensetzung der Bindung, die gleiche Herstellungsmethode angewendet, wie für normale Fiberscheiben. So wurde immer die gleiche Fiberunterlage verwendet, und das gleiche Aluminiumoxydkorn der Körnung 36. Bei der Herstellung der Bindung und des Nachleims wurde in jedem Falle ein feinverteilter Mineralfüllstoff verwendet.
  • Für die Versuche wurden von jeder Scheibe sechs Musterstücke hergestellt.
  • Bei der Scheibe Nr. 1 wurde das gleiche Grundharz verwendet wie bei dem Material E 781, und diese Scheibe wurde für Vergleichszwecke benutzt mit Scheiben nach der erfindungsgemäßen Herstellungsart.
  • Die Scheibe Nr. 2 wurde hergestellt von dem Kondensationsprodukt des Materials E 782, das 20 Gewichtsprozent Thioharnstoff enthält, bezogen auf das Gewicht des Phenols.
  • Die Scheibe Nr. 3 wurde hergestellt aus einer Bindung und einem Nachleim wie beim Material (e), das 25 Gewichtsprozent Barium-Octahydrat als Katalysator enthält.
  • Die Scheibe Nr. 4 wurde aus Lagerbeständen geschnitten, wobei die Bindung und der Nachleim dem Material (f) gleich waren, bei dem nur 5 Gewichtsprozent Barium-Octahydrat verwendet ist.
  • Bei der Scheibe Nr. 5 enthält das Harz der Bindung und des Nachleims 2,4mal so viel Thioharnstoff wie das Kondensationsprodukt bei dem Material E 782. Um eine Kristallisierung des Thioharnstoffes während der Kondensation zu verhindern, wurde der Thioharnstoff mit Formaldehyd vorkondensiert, und es wurde weiterhin als Katalysator 9 Gewichtsprozent Barium-Octahydrat verwendet.
  • Bei der Scheibe Nr. 6 wurde als Bindung ein Kondensationsprodukt eines flüssigen Phenol-Formaldehyd-Harzes benutzt, dem 20 Gewichtsprozent Dipentamethylen-Thiuram-Tetrasulfid zugefügt ist.
  • Der Schwefel ist 25 Gewichtsprozent.
  • Bei der Scheibe Nr. 7 ist die Bindung hergestellt von einem Kondensationsprodukt flüssigen Phenolformaldehyds, dem etwa 16,7 Gewichtsprozent Tert.-didecylmercaptan zugefügt ist.
  • Sechs Musterstücke jeder der oben erläuterten Scheiben wurden mechanischen Laboratoriumsversuchen unterworfen, um die Schnittleistungen zu bestimmen. Die Daten bei jeder Scheibe in der nachfolgenden Tabelle sind Durchschnittswerte.
  • Tabelle 4
    Schleifversuch Kantenversuch
    Scheibe Nr. Schnitt | Verlust Schnitt y Verlust
    g g g g
    1 Vergleichs- 488 1,8 307 1,2
    scheibe
    2 540 1,4 308 1,2
    3 536 1,3 303 1,4
    4 557 1,3 304 1,9
    5 473 1 1,0 305 ' 1,8
    6 463 1,5 312 2,3
    7 506 2,0 305 : 3,9
    Die oben angegebenen Werte zeigen klar, daß die Schnittleistung der Fiberscheiben gemäß der Erfindung überlegen ist.
  • Gemäß der Erfindung kann die Zusammensetzung der Bindung stark variieren. Der Anteil an Thioharnstoff beträgt 2 bis 20 Gewichtsprozent. Für Schleifmittelbeläge zum Schleifen von Metallen beträgt der Anteil an Thioharnstoff zweckmäßig 15 bis 20 Gewichtsprozent, wenn als Katalysator für das Harz Barium verwendet wird.
  • Bei Verwendung eines alkalischen Katalysators neigt der Thioharnstoff zur Kristallisation, so wenig auch von ihm verwendet wird.
  • Bei Verwendung eines alkalischen Katalysators können etwa 8 Gewichtsprozent Thioharnstoff verwendet werden, der zweckmäßig mit Formaldehyd vorkondensiert ist. Bei Vorkondensierung des Thioharnstoffes mit Formaldehyd besteht weit weniger Neigung zur Kristallisation, und die Anwendung von 20 Gewichtsprozent Thioharnstoff bei alkalischem Katalysator ergab gute Resultate, um einen Schleifmittelbelag gegen Verschweißung widerstandsfähig zu machen.
  • Gegebenenfalls muß der Thioharnstoff zunächst mit dem Formaldehyd in Reaktion gebracht werden, um ein Vorkondensat zu erzielen, sonst ergibt sich eine unerwünscht niedrige Gelzeit. Thioharnstoff reagiert vorzugsweise mit Formaldehyd, und wenn wenig oder kein Überschuß an Formaldehyd vorhanden ist, neigt der Thioharnstoff dazu, ungenügend mit dem Phenol zu reagieren. Ist ein ausreichender Überschuß Formaldehyd vorhanden, so ist eine Vorkondensation nicht notwendig.
  • Der Zusatz der erfindungsgemäßen Harnstoffderivate bedeutet im allgemeinen etwas höhere Herstellungskosten gegenüber üblichen Bindungen. Deshalb wird die modifizierte Bindung zweckmäßig nur in dem Nachleim verwendet, wo sie die beste Wirkung hat. Es können aber auch die Bindung und der Nachleim entsprechend modifiziert sein. Die Unterlage kann Papier, Gewebe oder Mehrschichtenpapier, Mehrschichtengewebe oder eine Kombination von Papier und Gewebeschichten sein. Das Korn kann Siliziumkarbid, Granat, Aluminiumoxyd oder jedes andere Korn sein.
  • In der Praxis hat sich ergeben, daß die Erzeugnisse gemäß der erfinderischen Lehre überlegen sind beim Schleifen von Verbindungen für Strahltriebwerke. Es ergibt sich eine Produktionsvergrößerung zwischen 15 und 200/0. Beim Schleifen von Flugzeugturbinenschaufeln ergibt sich eine Verbesserung der Standzeit von 200 bis 3000/0. Beim Schleifen von Turbinenschaufeln aus einer Chrom-Nickel-Molybdän-Legierung ist die Verbesserung der Standzeit 400/0 oder mehr.
  • Bei mit Schleifmitteln der Körnung 50 belegten Geweben ergab sich eine Schleifüberlegenheit bei Edelstahl, kaltgewalztem Stahl, Strahltriebwerkschaufeln sowie bei aus Titan, »Nimonic«-Legierungen und »Inconel«-Legierungen hergestellten Teilen.
  • Die letztgenannten Legierungen sind beschrieben in dem Buch Engineering Alloys 1962 von Norman E. Woldman, S. 1230, 1358 (Nimonic und Nimonic 80) und S. 1203, 1283 (Inconel).
  • Die Legierung »Nimonic« besteht aus: Nickel ..................... 76% Kohlenstoff ................. 0,05% Chrom ..................... 20% Titan ...................... 2,3% Aluminium ................. 1,2% Eisen ...................... 0,5% Mangan .................... 0,7% Silizium .................... 0,5% Die Verbindung »Inconel« besteht aus: Chrom ..................... 11 bis 15% Nickel mindestens 70 °/o Mangan höchstens . ....... 1,0% Eisen höchstens ............. 10 % Silizium höchstens 0,5 °/o Kohlenstoff höchstens .. 0,15% Bei Verwendung von Schleifgeweben mit Körnung 80 für das Schleifen von schraubenförmigen Schweißungen bei Stoßstangen, was für jedes Schleifwerkzeug eine sehr beanspruchende Anwendung ist, ergibt sich eine um etwa 25 0/o vergrößerte Standzeit, verglichen mit einem üblichen Schleifgewebe mit Körnung 80. Besonders gute Resultate ergeben sich, wenn die erfindungsgemäßen Produkte verwendet werden in Verbindung mit hochschwefelhaltigen Ölkühlmitteln.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Schleifkörper, bestehend aus einer Celluloseunterlage und aus auf diese Unterlage mit einem Bindemittel aufgebrachtem Schleifkorn, d a -durch gekennzeichnet, daß das Bindemittel aus dem Kondensationsprodukt eines Phenols, Formaldehyd und 2 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf das Phenol, eines wasserlöslichen, Schwefel enthaltenden Harnstoffderivats besteht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 061 070, 1 062 005; deutsche Patentschrift Nr. 1 045 088.
DEC20489A 1959-01-14 1960-01-02 Schleifkoerper Pending DE1201050B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1201050XA 1959-01-14 1959-01-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1201050B true DE1201050B (de) 1965-09-16

Family

ID=22388292

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC20489A Pending DE1201050B (de) 1959-01-14 1960-01-02 Schleifkoerper

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1201050B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1045088B (de) 1954-07-19 1958-11-27 Small & Parkes Ltd Verfahren zur Herstellung von Reibkoerpern
DE1061070B (de) * 1953-10-09 1959-07-09 Goldschmidt Ag Th Verfahren zur Herstellung von waessrigen Phenol-Harnstoff-Formaldehyd-Harz-Loesungen
DE1062005B (de) * 1957-04-29 1959-07-23 Pag Presswerk A G Reibbelag

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1061070B (de) * 1953-10-09 1959-07-09 Goldschmidt Ag Th Verfahren zur Herstellung von waessrigen Phenol-Harnstoff-Formaldehyd-Harz-Loesungen
DE1045088B (de) 1954-07-19 1958-11-27 Small & Parkes Ltd Verfahren zur Herstellung von Reibkoerpern
DE1062005B (de) * 1957-04-29 1959-07-23 Pag Presswerk A G Reibbelag

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69125086T2 (de) Mit erodierbaren Konglomeraten überzogener Schleifkörper und Verfahren zu seiner Herstellung
DE3030506C2 (de)
DE2605444C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines Schaumstoffkörpers für Reinigungs-, Scheuer- und/oder Polierzwecke u.dgl. .
DE69008444T2 (de) Beschichtete Schleifkörper mit antistatischer Überschicht.
CH634246A5 (en) Grinding or abrasive material and process for the production thereof
DE2425887C2 (de) Schleifmaterial mit eingekapselten Schleifkörnern und dessen Verwendung zum Beschichten von Folien
DE69115220T2 (de) Schleifmittel und Verfahren zu seiner Verwendung.
DE202007019685U1 (de) Feinschleifscheibe zum Entgraten
DE1577565A1 (de) Schleifkoerper
DE2608273B2 (de) Blatt- oder bandfoermiges schleifwerkzeug, verfahren und vorrichtung zum herstellen des schleifwerkzeugs
DE2006361A1 (de) Schleifen von Titan
DE1924247A1 (de) Verfahren zum Schleifen eines Werkstueckes mittels eines kubisches Bornitrid als Schleifmittel enthaltenden Schleifwerkzeuges
DE2829335A1 (de) Verfahren zur herstellung endloser schleifbaender und durch dieses verfahren hergestellte schleifbaender
DE1201050B (de) Schleifkoerper
DE2601953A1 (de) Schneidzeugplatte fuer fleischwoelfe und verfahren zu deren herstellung
EP4110552B1 (de) Polierwerkzeug
DE2829609C2 (de) Schleifscheibe
DE2942217A1 (de) Hochgeschwindigkeitsschleifstein und verfahren zu seiner herstellung
EP0143336A2 (de) Polierscheibe oder -walze
DE1494174A1 (de) Biegsames Schleifmaterial
DE2333303A1 (de) Schleifmasse und daraus hergestellter gegenstand
DE1419956A1 (de) Schleifkoerper
DE2349326A1 (de) Schleifkorn und schleifkorngemisch
DE2816887C2 (de) Bremsmaterial für Zweiradbremsen
DE4100167C2 (de)