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Telefon-Zusatzgerät zum selbsttätigen, mehrfachen Wiederholen einer
besetzten Rufnummer Die Erfindung bezieht sich auf ein Telefon-Zusatzgerät zum selbsttätigen,
mehrfachen Wiederholen einer besetzten Rufnummer mit auf einem endlosen Tonträger
aufgeprägten Zifferimpulsen, die beliebig oft nach vorübergehender Nullstellung
ausgespeichert werden.
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Wegen des ständig zunehmenden Telefonverkehrs und der Überlastung
der Leitungsnetze kommt es häufig vor, daß der Anschluß des angerufenen Teilnehmers
besetzt ist. Es ist außerordentlich lästig, nunmehr den Wählvorgang so oft wiederholen
zu müssen, bis die betreffende Leitung frei wird. Dabei besteht außerdem die Gefahr,
daß man sich dann verwählt. Es ist Zweck der eingangs genannten Telefon-Zusatzgeräte,
diese Nachteile zu beseitigen.
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Bei einem der bekannten Telefon-Zusatzgeräte mird eine Gleichstrombrücke
verwendet, die in Verbindung mit weiteren Konstruktionselementen einen komplizierten
Aufbau des Gerätes ergibt und dessen Störanfälligkeit begründet.
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Es ist ein weiteres Telefon-Zusatzgerät bekannt, das eine besondere
Fingerlochscheibe mit 14 gleichmäßig verteilten Löchern verwendet, wodurch die sonst
üblichen Rücklaufzeiten der Nummernscheibe gespart werden. Ein anderes bekanntes
Telefon-Zusatzgerät bezweckt die Aufzeichnung einer begrenzten Anzahl von anzurufenden
Teilnehmern, je-
doch wird dabei das Problem, denselben Teilnehmer mehrfach
rufen zu lassen, nicht behandelt.
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Es gibt auch bereits Geräte, die eine Rufnummer automatisch wählen.
Ihr großer Nachteil besteht je-
doch darin, daß sie nur bestimmte, fest gespeicherte
Nummern wiederholen können; außerdem erfolgt die Wiederholung in der Regel nur einmal
selbsttätig.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Telefon-Zusatzgerät
zum wiederholten Anrufen eines besetzten Teilnehmers derart auszubilden, daß während
der Gesamtzeit des wiederholten Anrufens zwischenzeitliche Möglichkeiten für die
Annahme eines eventuellen Anrufs von außen geschaffen werden.
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Dieser Zweck wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß durch Auflegen
des Hörers auf eine Sondergabel die Fernsprechleitung vom Fernsprechapparat abgeschaltet
und auf das Zusatzgerät geschaltet wird, wobei jedoch in den Pausen zwischen zwei
Rufen durch einen Metallbelag auf dem kontinuierlich weiterlaufenden Tonträger der
Fernsprechapparat für ankommende Rufe wieder bereitgeschaltet . wird.
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Die Bereitstellung des Apparates zwischen zwei Ausspeicherungen für
ankommende Anrufe wird zweckmäßig derart bewirkt, daß der Metallbelag den Stromkreis
für zwei Elektromagneten schließt, welche die Bewegungen der Gabel des Fernsprechapparates
und der Sondergabel steuern.
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Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Telefon-Zusatzgerätes ist
gekennzeichnet durch eine nur auf das Freizeichen ansprechende Schaltvorrichtung,
die über die Abnahmekontakte den Tonträger an einer bestimmten Stelle stoppt und
gleichzeitig eine Lampe und/oder eine akustische Anzeigevorrichtung betätigt.
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Eine weitere Verbesserung des erfirtdungsgemäßen Telefon-Zusatzgerätes
ist gekennzeichnet durch einen mit dem Laufwerk des Tonträgers gekuppelten Zeitschalter
zum Abschalten des Zusatzgerätes, wenn sich der Teilnehmer nach einer bestimmten
Anzahl vergeblicher Rufe nicht meldet.
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Die Arbeitsweise bei Verwendung des erfindungsgemäßen Telefon-Zusatzgerätes
ist die folgende: Die beim Rücklauf der Wählscheibe ini vorgeschriebenen Rhythmus
erfolgenden Kontaktunterbrechungen in der Rufleitung, durch die bekanntlich die
Schrittwähler u. dgl. in den Telefonämtern in Aktion gest-tzt werden, um die Verbindung
mit dem gewünschten Teilnehmer herzustellen, werden induktiv auf einen Tonträger,
z. B. auf ein Tonband, aufgenommen. Nachdem die Anschlußnummer vollständig gewählt
ist, ist sie also gleichzeitig auf dem Tonträger gespeichert. Ist der Teilnehmer
frei, so findet das Gespräch in gewohnter Weise statt, und das Telefon-Zusatzgerät
braucht nicht in Aktion zu treten. Ist der gewünschte Anschluß aber besetzt, so
legt man den Telefonhörer auf die Sondergabel, womit das Zusatzgerät seine eigentliche
Funktion beginnt. Jetzt vierden die auf dem Tonträger gespeicherten Wählimpulse
abgetastet und wieder in Kontaktunterbrechungen umgewandelt, als ob die Wählscheibe
erneut
betätigt würde. Zwischen je zwei Wiederholungen der Rufnummer durch die Wiedergabeeinrichtung
erfolgt eine selbsttätige vorübergehende Zurückschaltung der Gabel des Telefons
und der Sondergabel, so daß beide Gabeln ihre Ausgangsstellung einnehmen, aus der
sie jedoch anschließend, und zwar vor der nächsten Wiederholung der Rufnummer durch
die Wiedergabeeinrichtung, durch die gleiche Steuereinrichtung wieder zurückgeholt
werden, womit die Funktionsbereitschaft des Telefon-Zusatzgerätes wiederhergestellt
ist. Danach wiederbolt sich der Wählvorgang automatisch in gleicher Weise. Geht
der Ruf endlich durch, so stoppt der Tonträger und ein Signallämpchen leuchtet auf;
gleichzeitig kann auch eine akustische Anzeigevorrichtung betätigt werden, die überdies
das Signallämpchen ersetzen kann. Man nimmt nun den Hörer von der Sondergabel und
führt das Gespräch wie gewohnt. Kommt während einer Zurückschaltung ein Gespräch
von außen an, so wird der Hörer von der Sondergabel abgenommen, das Gespräch geführt
und danach der Hörer wieder auf die Sondergabel gelegt, ohne daß dabei die auf dem
Tonträger gespeicherte Rufnummer gelöscht wird. Das Telefon-Zusatzgerät arbeitet
danach in der gleichen Weise weiter, als wenn kein Anruf von außen eingegangen wäre.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
in schematischer Weise dargestellt.
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in der Zeichnung bedeutet T den normalen Telefonapparat mit der Nummernscheibe
N, von dem die Leitungen a und b zum Amt gehen. Das Telefon-Zusatzgerät
Z enthält ein nicht dargestelltes Laufwerk mit einem als Band ausgebildeten endlosen
Tonträger, der über zwei Rollen oder Walzen geführt ist. Die Einschaltung des Laufwerks
für den Tonträger erfolgt durch einen Fühler F, der durch eine besondere Feder Fi
nach oben gedrückt wird, sobald der Hörer von der der Deutlichkeit wegen separat
herausgezeichneten Gabel G abgenommen wird, und dann so lange in der die
Kontakte K schließenden Stellung verbleibt, bis der Hörer auf die Gabel
G
wieder aufgelegt wird. Die Kontakte K schließen einen Fremdstromkreis, in
dem der nicht gezeichnete Antriebsmotor des Tonträgers liegt. Die drei Kontakte
1 - 2 - 3, welche oberhalb des Telefons T gezeichnet sind, sind mit den entsprechend
bezifferten Kontakten 1 - 2 - 3, welche im Zusatzgerät Z links von
der Sondergabel SG gezeichnet sind, elektrisch verbunden. Die Wählimpulse
des Telefonapparates werden von der Induktionsspule I aufgenommen und über den Aufnahmekopf
A auf den Tonträger B gegegeben, der ein Band, Draht od. dgl. ist. Wenn der
angerufene Teilnehmer besetzt ist, dänn wird der Hörer auf die Sondergabel
SG gelegt, wodurch die a - b - Leitung vom Telefonapparat
T getrennt und auf das Zusatzgerät Z geschaltet wird; ferner werden über den kombinierten
Wiedergabe- und Löschkopf IVL die auf dem Tonträger gespeicherten Impulse abgetastet
und mittels des Relais-Unterbrechers R auf a - b wiederholt.
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Um sicherzustellen, daß die gespeicherten Impulse jeweils in der richtigen
Reihenfolge abgegeben werden, ist bei S (Start und Stop) ein Kontakt vorgesehen,
der über die AbnahmekontakteAK dafür sorgt, daß der Anfang des Tonträgers stets
wieder an der gleichen Stelle zum Stehen kommt. Die Stelle S
des Tonträgers
B, an welcher der Tonträger außen einen Metallbelag aufweist, wird durch die Abnahmekontakte
AK dann zum Stillstand gebracht, wenn in den Zeitintervallen der Zurückschaltung
von Gabel G
und Sondergabel SG ein Fremdanruf ankommt; in dem Stromkreis
ST befindet sich eine nicht dargestellte Spannungsquelle, durch die dann
über ein Relais od. dgl. der Tonträgertransport ausgekuppelt wird. Eine Schaltvorrichtung
SV spricht nur auf die längeren Impulse des Freizeichens an und schaltet
dann die Signallampe L ein und die Zusatzeinrichtung aus. Die Löschung des Tonträgers
erfolgt in jedem Falle dadurch, daß beim nächsten Wählvorgang mit der Nummernscheibe
N die Löschspannung auf den kombinierten Wiedergabe- und Löschkopf WL gegeben
wird. Die Wählwiederholungen können durch einen mit dem Laufwerk des Tonträgers
gekuppelten Zeitschalter zeitlich begrenzt werden, um den eigenen Anschluß nicht
zu lange zu blockieren und um die Anrufe zu beenden, falls vergessen wurde, den
Apparat, z. B. bei Büroschluß, stillzusetzen.
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Die Elektromagneten E, und E, dienen der vorübergehenden
Zurückschaltung von Gabel G und SondergabeISG. Der Anker A, greift beispielsweise
mit einem Bügel A, B über die Gabel G und zieht sie
herunter, sobald der Elektromagnet EI erregt wird. Der Anker A, schwenkt
den zweiarinigen Hebel H um seine Drehachse und hebt die Sondergabel SG
samt dem darauf liegenden Hörer an, sobald der Elektromagnet E, erregt wird.
Fällt die Erregung der Elektromagnken E" E, fort, dann hebt die im Telefonapparat
T vorhandene Feder die Gabel G wieder an, und das Gewicht der Sondergabel
SG samt Hörer bewegen die Sondergabel wieder nach abwärts. Die beiden Spulen
der Elektromagneten E, und E2 liegen in einem Fremdstromkreis, dessen
Erregerkontakte EK geschlossen sind, solange sie von dem Metallbelag M des Tonträgers
B überfahren werden. Auf diese Weise erfolgen die Umschaltbewegungen der Gabel
G und der Sondergabel SG synchron. Durch die Bemessung der Länge des
Metallbelages M im Verhältnis zur Gesamtlänge des Tonträgers B kann unter Berücksichtigung
der Umlaufgeschwindigkeit des Tonträgers die Zeitdauer bestimmt werden, während
welcher von außen ankommende Anrufe zwischen je zwei Wiederholungen der Rufnummer
durch die Wiedergabeeinrichtung WL am Telefonapparat T gemeldet werden. Während
dieser Zeitabschnitte ist also der eigene Anschluß frei, und es wird gewährleistet,
daß in der Pause bis zum nächsten automatischen Wählvorgang ankommende Gespräche
nicht blockiert werden.