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Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für einen
Frequenzteiler oder Impulserzeuger mit einem Integrationskreis, wobei die Anordnung
entweder selbsttätig mit einer bestimmten Frequenz Ausgangsimpulse abgibt oder bei
Ansprechen auf Eingangsimpulse, jedoch mit einer von diesen verschiedenen Frequenz.
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Die Erfindung ist insbesondere zur Verwendung für eine Vorrichtung
anwendbar, auf welche von einer Eingangsimpulsquelle wiederholt Eingangsimpulse
einer gegebenen Frequenz abgegeben werden und welche Ausgangsimpulse erzeugt, deren
Frequenz niedriger als die der Eingangsimpulse ist. Eine Art einer solchen Schaltung
wird als Frequenzteiler bezeichnet, weil die Eingangsfrequenz ein Mehrfaches der
Ausgangsfrequenz ist. Solche Stromkreise sind dort nützlich, wo der Ausgang von
einer Hochfrequenzschwingquelle zu einem Wiederholungssignal verhältnismäßig niedriger
Frequenz umgewandelt werden soll, beispielsweise in elektrischen Uhren, bei denen
Schwingungen im Megahertzbereich, die von einem Kristallschwinger erzeugt sind,
in der Frequenz auf eine kleine Anzahl von Schwingungen umgewandelt werden sollen,
um dadurch den Zeitanzeigemechanismus anzutreiben.
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Insbesondere in Verbindung mit Anwendungen bei elektronischen Uhren
ist der Energieverbrauch ein außerordentlich wichtiger Faktor. Der Energieverbrauch
muß auf das geringstmögliche Ausmaß verringert werden, um zu ermöglichen, daß eine
kleine Gleichstromquelle, wie sie beispielsweise in einer Uhr getragen werden kann,
die Uhr für eine annehmbar lange Zeitperiode antreiben kann. Es ist ersichtlich,
daß der Grad der Frequenzverringerung gemäß vorstehender Beschreibung die Verwendung
vieler Stufen von Frequenzteilung erfordert, deren jede ihren eigenen ihr innewohnenden
Energieverlust hat, so daß selbst eine kleine Verbesserung im Energieverbrauch einer
gegebenen Frequenzteilerstufe außerordentlich wichtig wird.
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Andere Faktoren bei der Verwendung von Frequenzteilerstromkreisen
in Verbindung mit elektronischen Uhren bestehen darin, daß die Genauigkeit der Frequenzteilung
von äußeren Stromkreisbedingungen bzw. Störbedingungen unbeeinflußt aufrechterhalten
werden muß und daß die Stromkreise in der Lage sein müssen, mit niedrigen Signaleingängen
zu arbeiten und Signalausgänge zu erzeugen, die genügend groß sind, um die nächstfolgende
Stufe zu betätigen.
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Hauptzweck der Erfindung besteht darin, einen Impulserzeugungsstromkreis
zu schaffen, welcher die obengenannten Anforderungen erfüllt und welcher insbesondere
durch einen außergewöhnlich hohen Wirkungsgrad und demgemäß niedrigen Energieverbrauch
gekennzeichnet ist, gegenüber äußeren Stromkreisbedingungen bzw. Störbedingungen
verhältnismäßig frequenzunempfindlich ist, bei Ansprechen auf geringe bzw. schwache
Eingänge zuverlässig arbeitet und Ausgänge einer Größe erzeugt, die den Eingängen
eng vergleichbar ist. Ein solcher Stromkreis ist daher für die Verwendung inNiedersp
annungs- und Schwachstromanwendungen außerordentlich gut angepaßt, insbesondere
dort, wo eine Mehrzahl solcher Stromkreise in Kaskadenschaltung angeordnet werden
i sollen.
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Der Stromkreis gemäß der Erfindung ist hauptsächlich als Frequenzteiler
oder Frequenzverringerer wirksam, er kann jedoch auch modifiziert werden, indem
eine einfache äußere elektrische Verbindung von dem Signalausgang zu dem Signaleingang
hergestellt wird, wodurch er als Impulserzeuger wirkt, der Impulsausgänge mit einer
vorbestimmten Frequenz erzeugt.
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Hierfür sind zwei Zweigstromkreise zwischen den ersten und den zweiten
Anschluß einer Spannungsquelle geschaltet. Ein erster dieser Zweigstromkreise ist
seiner Art nach leitend und im wesentlichen ausschließlich ein Widerstandsstromkreis.
Der zweite Zweigstromkreis enthält einen Kondensator, der so angeschlossen ist,
daß er eine vorbestimmte Zeitkonstante hat, soweit es das Aufladen von der Spannungsquelle
betrifft. Ein Ausgangswiderstand ist zwischen einen der Vorspannanschlüsse und eine
erste Stelle an dem ersten Zweigstromkreis geschaltet, und diese Verbindung umfaßt
eine elektronische Einrichtung, die weiterhin mit dem Kondensator in dem zweiten
Zweigstromkreis arbeitsmäßig verbunden ist und gegenüber dem Ausmaß empfindlich
ist, in welchem der Kondensator aufgeladen ist. Wenn der Kondensator sich relativ
zu der normalen Spannung der ersten Stelle an dem ersten Zweigstrom genügend aufladet,
wird die elektronische Einrichtung betätigt, um die erste Stelle mit dem ersten
Anschluß über den Ausgangswiderstand zu verbinden und gleichzeitig zu ermöglichen,
daß der Kondensator sich über den Ausgangswiderstand entlädt, wobei durch das Entladen
des Kondensators ein zeitweiliger Anstieg in dem dadurch fließenden Strom bewirkt
wird, so daß ein Spannungsimpuls erzeugt wird. Der Entladungspfad für den Kondensator
besteht weiter fort bis zu einem Zeitpunkt, zu welchem die elektronische Einrichtung
von außen betätigt wird, um diesen Pfad zu unterbrechen. Wenn der Entladungspfad
unterbrochen ist, lädt sich der Kondensator wiederum auf, und nach der Aufladung
des Kondensators, die durch die Zeitkonstante des Stromkreises bestimmt ist, wird
der Kondensator wiederum über den Ausgangswiderstand entladen, so daß ein anderer
Ausgangsimpuls erzeugt wird.
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Eine Unterbrechung des Entladungspfades des Kondensators wird durch
eine Steuereinrichtung erreicht, die durch einen Eingangsimpuls betätigt werden
kann. Wenn die Steuereinrichtung betätigt wird, während der leitende Pfad für die
Kondensatorentladung vorhanden ist, bewirkt die Unterbrechung des Entladungspfades
das Wiederaufladen des Kondensators. Wenn jedoch die Steuereinrichtung zu einem
Zeitpunkt betätigt wird, zu welchem der Entladungspfad für den Kondensator nicht
vorhanden ist, bewirkt sie nichts. Wenn somit die Periode der Frequenz der Eingangssignale
zu der Steuereinrichtung kürzer als die vorbestimmte Zeitkonstante für die Kondensatoraufladung
ist, ist nur ein Bruchteil der empfangenen Eingangssignale wirksam, Ausgangsimpulse
zu erzeugen. Somit wirkt der Stromkreis als Frequenzverringerer bzw. Frequenzteiler.
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Wenn der Ausgangsanschluß mit dem Eingang der Steuereinrichtung elektrisch
verbunden ist, stellt jeder Ausgangsimpuls selbst ein Eingangssignal dar, und somit
schwingt der Stromkreis mit einer Frequenz, die von der Zeitkonstanten für die Kondensatoraufladung
bestimmt ist, so daß der Stromkreis als Impulserzeuger wirkt.
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Tatsächlich erscheint alle Energie, die in dem Kondensator bei seiner
Aufladung gespeichert ist, an dem
Ausgang als Nutzenergie, da der
Kondensator zufolge seiner Art direkt über den Ausgangswiderstand entladet. Demgemäß
ist der Energieverbrauch minimal. Der Aufladungsstromkreis für den Kondensator ist
mit der Quelle der Vorspannspannung direkt verbunden und wirkt demgemäß direkt,
und er ist durch irgendwelche anderen Stromkreiselemente verhältnismäßig unbeeinflußt,
so daß ein hoher Genauigkeitsgrad erzeugt ist. Der Stromkreis arbeitet mit Eingangssignalen
geringer Größe, in der Größenordnung von 0,5 bis 0,7 Volt, und die Ausgangssignale
haben im wesentlichen die gleiche Größe, so daß es möglich ist, die Stromkreise
in Kaskade zu schalten, um einen hohen Grad an Frequenzverringerung zu erzeugen.
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Es ist ein bemerkenswertes Merkmal des Stromkreises gemäß der Erfindung,
daß, wenn einmal der Entladungspfad für den Kondensator hergestellt ist und der
Kondensator entladen wird, dieser Entladungspfad wirksam bleibt, bis ein Eingangssignal
empfangen wird. Es kann gesagt werden, daß, wenn einmal der Kondensatorentladungsstromkreis
hergestellt ist, er sich selbst verriegelt bzw. verklinkt und verriegelt bleibt,
bis er durch das Eingangssignal entriegelt wird. Um der gleichen Analogie zu folgen,
bewirkt, wenn der Kondensatorentladungsstromkreis nicht verriegelt ist - wenn der
Kondensator in Ladezustand geschaltet ist -, die Potentialentriegelungswirkung,des
Eingangssignals nichts, da dasjenige, was sie zu entriegeln sucht, bereits entriegelt
ist.
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Die elektronische Einrichtung, welche den Entladungsstromkreis für
den Kondensator aufbaut, ist vorzugsweise durch zwei in zweckentsprechender Weise
miteinander verbundene Transistoren dargestellt, die für den Spannungsunterschied
zwischen Stellen an dem ersten bzw. dem zweiten Zweigstromkreis empfindlich sind.
Wenn der Kondensator sich genügend aufladet, um den Entladungsstromkreis für ihn
herzustellen, und wenn er dann durch diesen Stromkreis entladet, sinkt die Kondensatorspannung,
jedoch ist der Stromkreis derart, daß die Spannung an der Stelle an dem ersten Zweigstromkreis
ebenfalls genügend gesenkt wird, um die Transistoren in dem Kondensatorentladungszustand
zu halten. Die Steuereinrichtung, welche den Kondensatorentladungszustand der vorgenannten
Transistoren aufhebt, ist gleichfalls vorzugsweise durch einen Transistor dargestellt,
der in übereinstimmung mit dem Empfang oder Nichtempfang eines Eingangssignals leitend
bzw. nichtleitend gemacht wird.
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Die Erfindung besteht demgemäß darin, eine Schaltungsanordnung für
einen elektronischen Frequenzteiler oder Impulserzeuger mit einem Integrationskreis
zu schaffen. Sie ist gekennzeichnet durch einen ersten Anschluß an eine Spannungsquelle
und einen zweiten Anschluß, einen ersten und einen zweiten Abzweigstromkreis, die
zwischen den ersten und den zweiten Anschluß geschaltet sind, wobei der zweite Zweigstromkreis
einen Kondensator aufweist, Schaltkreise, die an die Verbindungspunkte in dem ersten
Zweigstromkreis und in dem zweiten Zweigstromkreis und an den ersten Anschluß über
einen Ausgangswiderstand geschaltet sind, wobei am Verbindungspunkt zum Zeitpunkt
der Aufladung des Kondensators eine Spannung anliegt, die durch das Teilerverhältnis
der Widerstände gegeben ist und am Verbindungspunkt eine Spannung vorhanden ist,
die durch die Aufladefunktion des RC-Kreises gegeben ist und wobei durch die Schaltkreise
bewirkt wird, daß die beiden Verbindungspunkte miteinander verbunden werden, wenn
die Spannung am zweiten Verbindungspunkt die Spannung am ersten Verbindungspunkt
um einen bestimmten Betrag überschreitet, und zu bewirken, daß die Verbindung fortgesetzt
vorhanden bleibt, bis die Schaltkreise von außen arbeitsmäßig beein$ußt werden,
eine Steuereinrichtung, die auf die elektronischen Schaltkreise einwirkt und eine
Eingangsklemme besitzt, an der die Eingangsimpulse anliegen, und durch eine Ausgangsklemme,
die über die Leitung mit dem Ausgangswiderstand verbunden ist.
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Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise
erläutert.
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F i g. 1 ist eine Schaltungsanordnung einer bevorzugten Ausführungsform
des Frequenzteilers gemäß der Erfindung; F i g. 2 ist eine graphische Darstellung
der Impulsdiagramme an den verschiedenen Stellen in dem Stromkreis gemäß F i g.
1; F i g. 3 ist eine der F i g. 1 ähnliche Schaltungsanordnung, welche jedoch so
abgewandelt ist, daß die Anordnung als Impulserzeugungsstromkreis arbeitet.
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Die Schaltungsanordnung gemäß F i. g. 1 ist mit zwei Spannanschlüssen
2 und 4 versehen. Gemäß der Darstellung befindet sich der Anschluß 4 auf einem Bezugspotential,
welches Erdpotential sein kann. Zwischen die Spannungsanschlüsse 2 und 4 sind zwei
Zweigstromkreise 6 und 8 geschaltet. Der erste Zweigstromkreis 6 weist zwei Widerstände
10 und 12 auf, zwischen denen eine Verbindungsstelle 14 angeordnet ist. Der zweite
Zweigstromkreis 8 enthält einen Widerstand 16 und einen Kondensator 18, die in..
Reihe geschaltet sind, wobei zwischen ihnen eine Verbindungsstelle 20 angeordnet
ist. Ein Ende eines Ausgangswiderstandes 22 ist mit der Bezugsspannung verbunden,
und sein anderes Ende ist mit einem Leiter 26 verbunden, der mit einem Ausgangsspannungsanschluß
28 in Verbindung steht. Das andere Ende des Ausgangswiderstandes 22 ist weiterhin
mit dem Emitter eines Transistors 30 verbunden, dessen Kollektor mittels Leitern
32 und 34 mit der Stelle 14 an dem ersten Zweigstromkreis 6 verbunden ist.
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Der Emitter eines zweiten Transistors 36 ist mittels eines Leiters
38 mit der Stelle 20 an dem zweiten Zweigstromkreis 8 verbunden, und der Kollektor
des Transistors 36 ist mittels Leitern 40 und 42 mit der Basis des Transistors 30
verbunden. Die Basis des Transistors 36 ist mittels eines Leiters 44 und des vorgenannten
Leiters 34 mit der Stelle 14 an dem ersten Zweigstromkreis 6 verbunden. Der Kollektor
eines dritten Transistors 46 ist mit der Basis des Transistors 30 über einen Leiter
42 verbunden, und sein Emitter ist mit der Bezugsspannung 4 über einen Widerstand
48 verbunden. Die Basis des Transistors 46 ist mittels eines Leiters 50 an einen
Signaleingangsanschluß 52 geschaltet.
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Die Erklärung der Arbeitsweise der Schaltung gemäß F i g. 1 kann am
besten unter Bezugnahme auf F i g. 2 verstanden werden, in welcher Kurven 1, 3,
5 und 7 die Spannungen an der Eingangsstelle 52, an der Ausgangsstelle 28 und an
den Stellen 20 bzw.14 darstellen.
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Es wird zunächst der Beginn des Arbeitens der Schaltung gemäß F i
g. 1 betrachtet, wenn die Vorspannungsquelle an die Eingangsanschlüsse 2 und 4
geschaltet
ist, wobei dann ein leitender Pfad über .die Widerstände 10 und 12, welche den Zweigstromkreis
6 darstellen, und ein kapazitiver Pfad über den Widerstand 16 und den Kondensator
18 des Zweigstromkreises 8 gebildet ist. Strom wird durch den Zweigstromkreis
6 im wesentlichen augenblicklich fließen, so daß die Spannung an der Stelle 14 augenblicklich
einen vorbestimmten Wert annimmt, der durch die Spannungsquelle und die relativen
Größen der Widerstände 10 und 12 (s. Liniensegment 11 auf der Kurve 7) bestimmt
ist, und dieser Spannungswert ist höher als das Potential an der Bezugsspannung.
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In dem Zweigstromkreis 8 lädt sich der Kondensator 18 in einem Ausmaß
bzw. mit einer Geschwindigkeit auf, die von seiner Kapazität und dem Wert des Widerstandes
16 bestimmt ist, so daß die Spannung an der Stelle 20 allmählich steigt (s. Liniensegment
62 auf der Kurve 5). Anfänglich ist daher die Spannung an der Stelle 14 höher als
die Spannung an der Stelle 20. Dadurch wird der Transistor 36 gesperrt. Solange
wie der Transistor 36 nicht leitend ist, fließt kein Basisstrom zu dem Transistor
30, und demgemäß ist der Kollektor-Emitter-Stromkreis des Transistors 30 nicht leitend.
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Zu einem Zeitpunkt, der von der Zeitkonstanten für das Aufladen des
Kondensators 18 bestimmt ist, überschreitet die Spannung an der Stelle 20 die Spannung
an der Steile 14 um einen Betrag, der ausreicht, um den Transistor 36 leitend zu
machen. (Dieser Wert beträgt etwa 0,5 Volt bei handelsüblichen Transistoren, die
zur Verwendung in Verbindung mit der Erfindung geeignet sind.) Wenn der Transistor
36 somit leitend wird, wird dem Transistor 30 Basisstrom zugeführt, und sein Kollektor-Emitter-Stromkreis
wird leitend, wonach zwei Dinge auftreten.
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Zuerst wird die Stelle 14 an dem Zweigstromkreis 6 mit dem Spannungsanschluß
4 über den Ausgangswiderstand 22 und über den nunmehr leitenden Kollektor-Emitter-Pfad
des Transistors 30 verbunden. Dies führt zu einer Verringerung der Spannung an der
Stelle 14 (s. Liniensegment 60 auf der Kurve 7) auf einen Wert entsprechend der
Spannung am Ausgangsanschluß 28 plus dem Kollektor-Emitter-Spannungsabfall durch
den Transistor 30, wobei der letztere ein sehr kleines Ausmaß hat (s. Liniensegment
13 auf der Kurve 7).
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Zweitens entlädt sich der Kondensator 18 über den Leiter 38, den Emitter-Basis-Stromkreis
des Transistors 36 und den Kollektor-Emitter-Stromkreis des Transistors 30. Daher
sinkt die Spannung an der Stelle 20 ebenfalls (s. Liniensegment 58 auf der Kurve
5). Der Entladungsstrom des Kondensators 18 fließt durch den Ausgangswiderstand
22 und erzeugt einen Spannungsimpuls an dem Ausgangsanschluß 28, und dieser Impuls
ist in Kurve 3 mit 56 bezeichnet. Der Impuls 56 tritt auf, wenn die Spannung an
der Stelle 20 sinkt und wenn die Spannung an der Stelle 14 sinkt.
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Da nunmehr Strom durch die Widerstände 16 und 22 fließt, soweit es
den Zweigstromkreis 8 betrifft, und durch die Widerstände 10 und
12 fließt, soweit es den Zweigstromkreis 6 betrifft, führt zweckentsprechende
Auswahl der Größen der Widerstände 16 und 10 dazu, daß an der Stelle
20 eine höhere Spannung als an der Stelle 14 aufrechterhalten wird, so daß
der Transistor 36 vorwärts vorgespannt gehalten ist und sein Kollektor-Emitter-Stromkreis
leitend gehalten ist, so daß dem Transistor 30 Basisstrom zugeführt wird und sein
Kollektor-Emitter-Stromkreis leitend gehalten wird. Demgemäß bleibt der Stromkreis
in diesem Zustand »verriegelt«, wobei die Transistoren 36 und 30 beide leitend sind
und wobei der Kondensator 18 sich im entladenen Zustand befindet, solange keine
Einwirkung von außen erfolgt.
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Während der Kondensator 18 entladen bleibt, ist kein Ausgangsimpuls
56 an dem Ausgangsanschluß 28 vorhanden, da der Ausgangsimpuls 56 nur dann erscheint,
während der Kondensator 18 durch den Widerstand 22 entladen wird. Es ist weiterhin
zu bemerken, daß die gesamte in dem Kondensator 18
gespeicherte Energie nützlich
zum Erzeugen des Ausgangsimpulses 56 verwendet wird, wenn der Kondensator 18 entladen
wird. Die einzigen Verluste sind die Verluste in den Transistoren 36 und 30, die
vernachlässigbar klein sind.
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Wenn nunmehr, während die Transistoren 36 und 30 leitend sind und
der Kondensator 18 im entladenen Zustand verriegelt bleibt, ein Eingangsimpuls 54
an die Eingangsklemme 52 angelegt wird, macht er den Transistor 46 leitend. Dies
dient dazu, Strom in Nebenschluß zu dem Vorspannanschluß 4 und von der Basis des
Transistors 30 weg zu legen bzw. zu führen, so daß der Kollektor-Emitter-Stromkreis
dieses Transistors abgeschaltet wird. An der Stelle 14 steigt dann die Spannung
auf ihren normalen Wert, wie er durch die relativen Werte der Widerstände 10 und
12 bestimmt ist, wodurch der Transistor 36 gesperrt wird, - der Kondensator 18 ist
entladen, und an der Stelle 20 ist ein kleines Potential vorhanden-, der Kollektor-Emitter-Stromkreis
des Transistors 36 wird abgeschaltet, und als Ergebnis wird der Entladungsstromkreis
für den Kondensator 18 unterbrochen. Der Kondensator 18 beginnt sich wiederum aufzuladen,
wie es durch das Liniensegment 62 in Kurve 5 angedeutet ist.
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Während der Zeit, während welcher der Kondensator 18 sich auflädt,
können ein oder mehrere Impulse 54 von dem Eingangsanschluß 52 empfangen werden,
jedoch haben sie keine Arbeitswirkung, da die Kollektor-Emitter-Stromkreise der
Transistoren 30 und 36 zu diesem Zeitpunkt bereits nichtleitend sind. Wenn jedoch
der Kondensator 18 sich auf seinen Betriebswert aufgeladen hat, so daß der Transistor
36 leitend gemacht wird, wie es durch den Punkt 64 auf der Kurve 5 angedeutet ist,
wiederholt sich der Kreislauf, d. h., der Transistor 36 wird leitend, der Transistor
30 wird leitend, und der Kondensator 18 entlädt sich über den Ausgangswiderstand
22 und bleibt entladen, und der Ausgangsimpuls 56 wird an dem Ausgangsanschluß 28
erzeugt.
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Die Frequenz der Ausgangsspannung 56 wird teilweise durch die Frequenz
der Eingangsimpulse 54 und teilweise durch die Länge -der Zeit bestimmt, die verstreicht,
bis der Kondensator 18 sich auf seinen Betriebswert auflädt. Wenn, wie hier insbesondere
offenbart, die Zeitkonstante für das Aufladen des Kondensators 18, bestimmt durch
den Wert seiner Kapazität bzw. seiner Ladefähigkeit und durch den Wertdes Widerstandes
16, so gewählt ist, daß sie ein Vielfaches der Periode der Frequenz der Eingangsspannungsimpulse
54 ist, ist die Frequenz der Ausgangsimpulse 56 entsprechend bestimmt, d. h., sie
stellt die Frequenz der Eingangsimpulse 54, geteilt durch die entsprechende Vielfache,
dar.
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Es ist somit ersichtlich, daß, wenn der Konden-
Bator
18 sich auf seinen Betriebswert aufgeladen hat, der Stromkreis in seinem Kondensatorentladungszustand
verriegelt ist und so verriegelt bleibt, bis ein Signal von dem Eingangsanschluß
52 empfangen ist, wonach der Stromkreis entriegelt wird. Signale, die von dem Eingangsanschluß
52 während der Zeit, während welcher der Kondensatorentladungsstromkreis unverriegelt
ist, empfangen werden, sind unwirksam. Ausgangsimpulse werden nur während einer
vorbestimmten Zeitperiode nach Empfang eines Eingangssignals zur gleichen Zeit erzeugt,
zu der der Kondensatorentladungsstromkreis zum Entladen des Kondensators 18 wirksam
ist, und diese vorbestimmte Zeitperiode ist von der Ladezeitkonstanten des Kondensators
18 bestimmt.
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Um die Schaltungsanordnung gemäß F i g.1 von einem Frequenzteiler
in einer Impulserzeugungsschaltung umzuwandeln, die geeignet ist, Impulse mit einer
vorbestimmten Frequenz zu erzeugen, muß gemäß F i g. 3 der Ausgangsanschluß 28 mit
dem Eingungsanschluß 52 verbunden werden, und zwar vorzugsweise über einen Widerstand
66. Mit dieser Art Verbindung ist zu jedem Zeitpunkt, zu welchem ein Ausgangsimpuls
56 an dem Ausgangsanschluß 28 vorhanden ist, ein Eingangsimpuls 54 an dem Eingangsanschluß
52 vorhanden, so daß der Kondensatorentladungsstromkreis entriegelt wird und ein
erneutes Beginnen des Arbeitskreislaufes bewirkt wird.
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Die gesamte in dem Kondensator 18 gespeicherte Energie mit Ausnahme
sehr kleiner Verluste in den Transistoren 30 und 36 erscheint als Nutzenergie
an dem Ausgangsanschluß 28. Der Aufladungsstromkreis für den Kondensator 18 ist
während der Aufladungszeit durch irgendwelche anderen Stromkreiseffekte, beispielsweise
über die Basis-Emitter-Strecke des Transistors 36, verhältnismäßig unbeeinflußt.
Der Stromkreis gemäß der Erfindung arbeitet bei niedrigem Eingangssignalpegel, und
sein Ausgangssignalpegel ist im wesentlichen der gleiche wie der Eingangssignalpegel.
Es ergibt .sich ein Ausgang kleiner Impedanz und hoher Spannung, der in der Lage
ist, einen zweiten ähnlichen Stromkreis zu triggern, so daß die Notwendigkeit für
Pufferstufen vermieden ist, wenn zwei oder mehrere Stromkreise in Kaskade geschaltet
werden. Die Eingangsimpedanz ist verhältnismäßig hoch, so daß die Verwendung von
Eingangsimpulsen niedrigen Pegels zum Triggern des Stromkreises ermöglicht ist.
Der Energieverbrauch ist sehr gering, so daß die Stromkreise zur Verwendung bei
Anlagen geeignet .sind, bei denen Energieanforderungen und Wirkungsgrad kritisch
sind.