DE1298262B - Verfahren zur Einfaerbung einer klaren, nichtfaserigen Folie aus regenerierter Cellulose durch Eisenverbindungen - Google Patents
Verfahren zur Einfaerbung einer klaren, nichtfaserigen Folie aus regenerierter Cellulose durch EisenverbindungenInfo
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Description
1 2
Ein ernsthaftes Problem bezüglich gefärbter CeUu- z.B. Eisen(III)-chlorid, EisenCHI^bromid, Eisen(III)-losefolien
und Grobfolien, insbesondere denjenigen, nitrat und Eisen(in)-sulfat.
die für die Verpackung für Nahrungsmittel ange- Das Eisen(III)-cnlörid ist bevorzugt, da dasselbe
wandt werden, besteht in der nicht vorhandenen auch unter schwankenden Verfahrensbedingungen zu
Farbstabilität und geeigneter Färbemittel. Durch- 5 den besten Ergebnissen führt.
scheinende, nichtfaserige regenerierte Cellulosefolien Die genannte Cellulosefolie wird in ein Bad einei
werden in größerem Umfang für das Verpacken von wäßrigen Lösung des anorganischen wasserlöslichen
Nahrungsmitteln angewandt. Es werden im größeren Eisen(III)-saIzes eingeführt, die bei einer Salzkon-Umfang
faserartige Cellulosehäute für die Verpak- . zentration von etwa 1 bis 10 Gewichtsprozent in Abkung
von zerkleinerten Fleischprodukten angewandt. io hängigkeit von dem gewünschten Farbton erhalten
Hierbei ist es wesentlich, daß das für die Verpak- wird, der auf der fertigen Folie ausgebildet werden
kungsmaterialien angewandte Färbemittel in oder auf soll. In dem Fall einer klardurchsichtigen Folie für
den Folien verbleibt und nicht in das damit verpackte Nahrungsmittel führt eine Konzentration von etwa
Nahrungsmittel wandert. Obgleich ein Problem be- 5% zu einer herkömmlich bernsteinfarbenen Folie,
züglich der Gewinnung eines Farbmittels besteht, 15 Vorzugsweise liegt die genannte Cellulosefolie vor
das unter feuchten Bedingungen die notwendige Star der Behandlung mit der Eisen(III)-salzlösung in nasbilität
besitzt, ist es außerdem schwierig, ein Färb- sem Zustand vor, wobei es zweckmäßig ist, die nasse
mittel zu erhalten, das den einschlägigen Sicherheits- Gelfolie in ein Eisen(III)-salzbad einlaufen zu lassen,
Vorschriften bezüglich der Lebensmittelreinheit ent- sobald dieselbe aus der Herstellungsvorrichtung ausspricht,
ao tritt.
Es ist bereits bekannt (USA.-Patentschrift Die Temperatur des Eisen(HI)-saIzbades ist nicht
2335760), eine Überzugsmasse vorzusehen, bei der kritisch und wird allgemein bei etwa Raumtemperatur
wasserhaltiges Eisen(III)-oxid in einen Celluloseab- gehalten. Die Eintauchzeit kann für die Cellulosefolie
kömmling, wie Cellulosenitrat, als Träger eingebracht in das Eisen(III)-salzbad zwischen nur einer Sekunde
wird. Es ist weiterhin bekannt, (deutsche Patent- as bis zu etwa 60 Sekunden zwecks Erzielen der geschrift
884 852), in die zu verspinnende Lösung von wünschten Ergebnisse betragen.
Acetat-Kunstseide Eisen(III)-chlorid einzuarbeiten, Nach dem Imprägnieren mit der wäßrigen
um so Kunstseidefasern zu erhalten, die verbesserte -\ Eisen(III)-salzlösung wird die überschüssige Lösung
Eigenschaften bezüglich eines durch Lichteinwirkung mittels Druckwalzen, Abstreifern oder Rakeln von
bedingten Abbaues aufweisen. Es ist weiterhin be- 30 der Cellulosefolie entfernt, die sodann in eine wäßkannt
(deutsche Patentschrift 515377), undurchsich- rige Lösung eingetaucht wird, die "bei"einem pH-tige,
mit glänzender Oberfläche auftrocknende Wert von wenigstens 5 und vorzugsweise wenigstens
Schrumpfkapseln dadurch herzustellen, daß man was- 10 gehalten wird. Bei einem pH-Wert von 5 beginnt
serfeuchte Kapseln entweder auf der Außen- oder das hydratisierte Eisen(III)-oxid oder Eisen(III)-Innenseite
nacheinander mit zwei Lösungen solcher 35 hydroxid im Inneren des Cellulosematerials auszu-Stoffe
behandelt, die sich unter Bildung eines unlös- fallen. Bei Durchführung eines industriell geeigneten
liehen Niederschlages umsetzen. In diesem Zusam- Verfahrens ist jedoch notwendig, daß der pH-Wert
menhang ist eine Fortbildung bekannt (deutsche Pa- des zweiten Bades bei 10 oder darüber gehalten wird,
tentschrift 540 632), die sich auf den Ersatz der Dies wird dadurch erreicht, daß in das zweite Bad
Schrumpfkapsem durch Schläuche aus regenerierter 40 kontinuierlich ein basisches Material, vorzugsweise
Cellulose oder Cellulosederivaten bezieht. Vermittels ein Alkali- oder Erdalkalisalz oder -hydroxid, wie
dieser Verfahrensweisen nach dem Stand der Technik z. B. Natriumhydroxid, eingeführt wird. Weitere gekann
man jedoch nicht klardurchsichtige, einheitlich eignete basische Verbindungen dieser Art sind Naorangegefärbte,
flexible Cellulosefasern erhalten, die triumacetat, Natriumcarbonat, Ammoniumhydroxid
den oben angegebenen Bedingungen bezüglich der 45 und Kaliumhydroxid und Calciumcarbonat. Hierbei
Farbstabilität usw. entsprechen. muß dafür Sorge getragen werden, daß die Konzen-
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur tration des basischen Materials ausreichend gering
Einfärbung einer klären, nichtfaserigen Folie aus re- gehalten wird, um die Hydrolyse des Cellulosemategenerierter
Cellulose durch Eisenverbindungen, das rials zu verhindern. Die Temperatur dieses zweiten
dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Folie mit 50 Bades ist nicht kritisch, dieselbe wird jedoch allgeeiner
1- bis lOgewichtsprozentigen wäßrigen Lösung mein bei etwa 50° C gehalten, um so das Eisen(IH)-eines
anorganischen, wasserlöslichen Eisen(III)-salzes hydroxid schneller auszufällen. Man beläßt den Geimprägniert
und anschließend in eine wäßrige Lö- genstand im zweiten Bad wenigstens 5 Sekunden bis
sung eines basischen, wasserlöslichen Alkali- oder zu etwa 30 Sekunden, um so das Eisen(III)-oxid aus-Erdalkalisalzes
oder -hydroxide mit einem pH-Wert 55 zufallen. Nach dem Entfernen aus dem zweiten Bad
von mindestens 5 unter Aufrechterhaltung dieses kann die überschüssige basische Verbindung mit gröpH-Wertes
eintaucht. ßeren Mengen frischen Wassers herausgewaschen
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird werden. Die gefärbten Cellulosefolien können aneine
klardurchsichtige, einheitlich orangegefärbte, schließend in an sich bekannter Weise noch plastififlexible
Cellulosefolie erhalten, deren Farbe in Ge- 60 ziert oder mit haftfördernden Mitteln versehen
genwart von Feuchtigkeit beständig ist und gegen- werden.
über UV-Licht ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit Die üblichen Plastifizierungsmittel, wie Glycerin,
zeigt. sind geeignet und werden in einem wäßrigen Bad ein-
Die im erfindungsgemäßen Verfahren verwendete getaucht, durch das die Cellulosefolie läuft. Haftförregenerierte
Cellulose stellt eine klare, nicht faserför- 65 dernde Mittel, die das Verkleben zwischen der Grundmige
Folie dar. folie und polymeren, filmbildenden Überzügen för-
Wasserlösliche anorganische Eisen(III)-salze sind dem, die hierauf aufgebracht werden, werden zweckbekannte
Verbindungen, und zu denselben gehören mäßigerweise in das Plastifizierungsbad eingebracht.
Zu den haftfördernden Mitteln gehören z.B. MeI-amin-Formaldehyd-Vorkondensate,
Harnstoff-Formaldehyd-Vorkondensate, Polyalkylenimin und Epoxyharze.
Es wird eine nasse Gelfolie aus regenerierter Cellulose zunächst in einem Bad behandelt, das eine
5gewichtsprozentige wäßrige Eisen(III)-chlorid bei einer Badtemperatur von 25° C enthält. Die Folie
wird 15 Sekunden lang in das Bad eingetaucht, sodann aus dem Bad entfernt und die überschüssige
Badlösung vermittels Hindurchleiten der Folie durch ein Paar Abquetschwalzen entfernt. Die nasse Folie
wird in einem Bad mit einer Temperatur von 50° C behandelt, das eine wäßrige 2gewichtsprozentige Lösung
von Natriumhydroxid enthält. Nach 15sekundigem Eintauchen wird die Folie aus dem Bad entfernt.
Die Folie wird sodann mehrmals mit größeren Mengen frischen Wassers gewaschen, um so die gesamte
Natriumhydroxidlösung zu entfernen.
Die Folie weist eine klardurchsichtige, einheitliche Bernsteinfarbe auf. Die in der hier beschriebenen
Weise hergestellten Folien zeigen bei lminutigem Eintauchen in Wasser mit einer Temperatur von
50° C keine optisch feststellbare Veränderung durch Auslaufen der Farbe.
Die in dieser Weise hergestellten Folien werden
Die in dieser Weise hergestellten Folien werden
ίο verschiedenen Prüfbedingungen unterworfen, um
deren Stabilität festzustellen. Es wurden Extraktionstests durchgeführt, indem quadratische Stücke mit
einer Kantenlänge von 13 mm, die von 1 g der Folie abgeschnitten wurden, in Erlenmeyer-Kolben mit
Glasstöpseln eingebracht wurden, die verschiedene Extraktionsmittel bei einer Temperatur von 25° C
enthielten. Die Ergebnisse dieser Extraktionsuntersuchungen nach 2,5 Tagen sind in der folgenden Tabelle
angegeben.
Extraktionsmedium
Destilliertes Wasser
3 °/o Natriumbicarbonat .
3%> Äthanol
Maisöl
Gefärbte Folienproben wurden weiterhin über Nacht der Einwirkung von Speck und Akajunüssen
ausgesetzt. Ein Stück der gefärbten Folie wurde um einige Scheiben fetten Specks gewickelt. Dies wurde
sodann mit feuchtigkeitsfester, regenerierter Cellulose-Einschlagfolie
eingeschlagen. Aus der gefärbten Folie wurden für die Aufnahme der Akajunüsse Tuten
hergestellt. Man beließ das Speckpaket über Nacht bei einer Temperatur von 5° C in einem Kühlgefäß.
Die Akajanußtüten wurden auf einen Tisch gebracht, und auf die 200 g enthaltenden Tüten wurde auf
deren Oberseite Bleischrot aufgebracht. Sowohl in dem Fall des Specks als auch der Akajunüsse wurde
kein Ausgehen der Farbe beobachtet.
Zusätzlich zu den hier beschriebenen unerwarteten und zweckmäßigen Eigenschaften der erfindungsgemäß
gefärbten Folie wurde gefunden, daß dieselbe ausgezeichnet schützend gegen UV-Licht wirkt. Eine
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelte Folie aus regenerierter Cellulose läßt weniger als
Farbe des Extrakts
farblos
sehr geringfügig
sehr geringfügig
farblos
keine Farbveränderung
keine Farbveränderung
0,1 °/o des UV-Lichts durch, das durch die gleiche Folie durchgelassen wird, die keine Farbe aufweist,
und zwar über den gesamten Bereich der normalen UV-Strahlung, d. h. von 4000 bis zu 2100 Ä. Dies bedeutet
einen außerordentlich wirksamen UV-Lichtschutz.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Einfärbung einer klaren, nichtfaserigen Folie aus regenerierter Cellulose durch Eisenverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Folie mit einer 1- bis lOgewichtsprozentigen Lösung eines anorganischen, wasserlöslichen Eisen(III)-salzes imprägniert und anschließend in eine wäßrige Lösung eines basischen, wasserlöslichen Alkali- oder Erdalkalisalzes oder -hydroxids mit einem pH-Wert von mindestens 5 unter Aufrechterhaltung dieses pH-wertes eintaucht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US18032862A | 1962-03-16 | 1962-03-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1298262B true DE1298262B (de) | 1969-06-26 |
Family
ID=22660041
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA41468A Pending DE1298262B (de) | 1962-03-16 | 1962-10-25 | Verfahren zur Einfaerbung einer klaren, nichtfaserigen Folie aus regenerierter Cellulose durch Eisenverbindungen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1298262B (de) |
| FR (1) | FR1338695A (de) |
| GB (1) | GB997008A (de) |
Citations (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE515377C (de) * | 1925-11-07 | 1930-12-31 | Kalle & Co Akt Ges | Verfahren zur Herstellung undurchsichtiger, mit glaenzender Oberflaeche auftrocknender Schrumpfkapseln |
| DE540632C (de) * | 1925-11-07 | 1931-12-23 | Kalle & Co Akt Ges | Verfahren zur Herstellung undurchsichtiger, mit glaenzender Oberflaeche auftrocknender Gebilde aus regenerierter Cellulose oder Cellulosederivaten |
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-
1962
- 1962-10-15 GB GB38960/62A patent/GB997008A/en not_active Expired
- 1962-10-25 DE DEA41468A patent/DE1298262B/de active Pending
- 1962-10-29 FR FR913808A patent/FR1338695A/fr not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB997008A (en) | 1965-06-30 |
| FR1338695A (fr) | 1963-09-27 |
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