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DE1293951B - Verfahren zur Gewinnung von Parotin - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Parotin

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Publication number
DE1293951B
DE1293951B DET17895A DET0017895A DE1293951B DE 1293951 B DE1293951 B DE 1293951B DE T17895 A DET17895 A DE T17895A DE T0017895 A DET0017895 A DE T0017895A DE 1293951 B DE1293951 B DE 1293951B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
acetone
parotene
ammonium sulfate
raw
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET17895A
Other languages
English (en)
Inventor
Asano Eiichi
Niinobe Shinkichi
Ito Yosoji
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aska Pharmaceutical Co Ltd
Original Assignee
Teikoku Hormone Manufacturing Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Teikoku Hormone Manufacturing Co Ltd filed Critical Teikoku Hormone Manufacturing Co Ltd
Priority to DET17895A priority Critical patent/DE1293951B/de
Publication of DE1293951B publication Critical patent/DE1293951B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K38/00Medicinal preparations containing peptides
    • A61K38/16Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • A61K38/17Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans
    • A61K38/22Hormones

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Gastroenterology & Hepatology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Endocrinology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft die Gewinnung von Parotin und insbesondere die Abtrennung von Parotin in reinem Zustand aus Rinderspeicheldrüsen. Parotin ist ein Hormon, das für das Wachstum und die Ernährung von harten und mesenchymalen Ge- S weben erforderlich und als Heilmittel für verschiedenartige Krankheiten bekannt ist, so für Pyorrhea alveolaris, Magensenkung, Lendenschmerzen schwangerer Frauen, Myasthenie, Keratodermia tylodes palmaris progressiva, progressiven Muskelschwund, Chondrodystrophia foetalis, Arthritis deformans und Spondylitis deformans.
Aus Speichel und Speicheldrüsen kann man durch Extraktion bei schwach alkalischem pH und Fällen im schwach sauren Bereich Rohparotin gewinnen. In der deutschen Auslegeschrift 1 065 133 wird ein Verfahren zur Reinigung dieses Rohproduktes beschrieben, nach dem eine Ausbeute von maximal 3 bis 4%, bezogen auf das Rohparotin, erreicht werden kann.
Demgegenüber wird erfindungsgemäß ein Verfahren zur Gewinnung von Parotin in reinem und wertvollem Zustand mit einer ausgezeichneten Ausbeute aus Rinderspeicheldrüsen vorgeschlagen.
Weitere Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung ersichtlich.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Gewinnung reinen Parotins vorgeschlagen, bei dem mit Wasser bei einem pH von etwa 8,0 bis 8,2 aus zerkleinerten tierischen Ohrspeicheldrüsen ein Extrakt erhalten wird, indem man das Rohparotin bei einem pH-Wert von etwa 4,6 bis 4,8 ausfällt, mit saurem Aceton und dann mit Aceton wäscht, das gewaschene Rohparotin in Wasser bei einem pH-Wert bis zu 9,0 auflöst, mit Ammoniumsulfat oder Ammoniumsulfatlösung bis zu einer Sättigungskonzentration von 7% (Sättigungskonzentration 0,17) die Verunreinigungen ausfällt und filtriert, aus dem Filtrat mit Ammoniumsulfat oder Ammoniumsulfatlösung bis zu einer Sättigungskonzentration von 33,6% (Sättigungskonzentration 0,8) die Parotinfraktion ausfällt, nach Auflösung in Wasser bei einem pH-Wert von etwa 8,0 gegen Wasser dialysiert, mit Mineralsäure bei einem pH-Wert von etwa 4,5 ausfällt, nach Auflösen in Wasser bei einem pH-Wert von etwa 8,0 gegen destilliertes Wasser dialysiert und auf etwa pH 7,0 einstellt und gefriertrocknet, das halbgereinigte Parotin in Wasser bei einem pH-Wert von etwa 8,0 auflöst, das Parotin durch Zugabe von Aceton bis zu einer Acetonkonzentration von 50% und Zugabe von 0,2 Mol NaCI ausfällt, nach Auflösen in Wasser bei einem pH-Wert von etwa 8,0 gegen destilliertes Wasser dialysiert und gefriertrocknet.
In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das bei einem pH-Wert von etwa 4,6 bis 4,8 gefällte Rohparotin ohne Acetonwäsche in Wasser bei einem pH-Wert von etwa 9,0 gelöst und die Gefriertrocknung des nach der Ammoniumsulfatlösung und der Dialyse erhaltenen Zwischenproduktes ersetzt durch eine Entwässerung mit saurem Aceton und Äther.
Die physikalischen und chemischen Eigenschaften des nach dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren erhaltenen Parotins sind in der Tabelle im Beispiel 1 angegeben.
Nach dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren wird Parotin in reinem Zustand und in einer ausgezeichneten Ausbeute nach Verfahrensstufen hergestellt oder abgetrennt, die auf den Eigenschaften von Parotin beruhen. Diese Verfahrensstufen können, wie in den Zeichnungen, in einem Fließbild schematisch dargestellt werden.
Das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren wird durch die Fig. 1 näher erläutert und besteht aus den folgenden Verfahrensstufen:
1. Zerkleinertes Parotin enthaltende Rinderdrüsen werden mit schwach alkalisch gemachtem Wasser, und zwar bei einem pH-Wert von 8,0 bis 8,2, etwa 3 Stunden extrahiert, worauf der Auszug nach einem üblichen Verfahren, z. B. durch Zentrifugieren, abgetrennt wird;
2. der Auszug wird mit einer Mineralsäure, ζ. Β. Salzsäure, zwecks Einstellung eines pH-Wertes von 4,6 bis 4,8 behandelt, wobei sich beim Stehenlassen eine Abscheidung bildet, die dann nach einem üblichen Verfahren, z. B. Zentrifugieren, abgetrennt wird;
3. diese Abscheidung wird nochmals mit schwach ätzalkalischem Wasser, und zwar bei einem pH-Wert von 8,0 bis 8,2, etwa 3 Stunden extrahiert, worauf der Auszug zusammen mit dem darin suspendierten unlöslichen Material vollständig eingefroren wird;
4. das gefrorene Material wird bei einer Temperatur von etwa 2O0C zwecks Erzeugung einer klaren aufgetauten Flüssigkeit langsam aufgetaut;
5. die aufgetaute Flüssigkeit wird nochmals mit einer Mineralsäure, ζ. Β. Salzsäure, zwecks Einstellung eines pH-Wertes von 4,6 bis 4,8 behandelt, wobei sich beim Stehenlassen eine Abscheidung bildet, die dann nach einem üblichen Verfahren, z. B. durch Zentrifugieren, abgetrennt wird;
6. die Abscheidung wird mit saurem Aceton und dann mit Aceton zwecks Herauswaschung der löslichen Verunreinigungen gewaschen. Die Behandlung wird vorzugsweise mehrere Male wiederholt, bis in dem Lösungsmittel praktisch kein extrahiertes Material mehr enthalten ist. Das saure Aceton kann z. B. ein Gemisch aus 101 Aceton und 10 ecm 38%iger Salzsäure sein, das zuvor mindestens 10 Stunden bei 0 bis 3° C stehengelassen worden ist. Während der Behandlung mit Aceton kann die überschüssige Säure z. B. durch Auftropfen von wäßrigem Ammoniak neutralisiert werden. Bei dieser Behandlung wird rohes, pulverförmiges Parotin erhalten;
7. das rohe Parotin wird dann mit schwach ätzalkalischem Wasser, und zwar mit einem pH-Wert von 9,0, etwa 3 Stunden extrahiert, worauf der Auszug nach einem üblichen Verfahren, z. B. durch Zentrifugieren, abgetrennt wird;
8. die beim Zentrifugieren erhaltene obere, trübe Schicht wird mit einer gesättigten Ammoniumsulfatlösung zwecks Einstellung einer Sättigung von 0,17 behandelt, worauf die abgeschiedenen Verunreinigungen abgetrennt werden;
9. das Filtrat wird dann mit kristallinem Ammoniumsulfat zwecks Erzielung einer Sättigung von 0,8 behandelt, worauf die erhaltene Abscheidung abgetrennt wird. Die Abtrennung erfolgt vorzugsweise durch Saugfiltration, wobei als Filtriermittel ein möglichst dünnes Celitbett verwendet wird, weil die Abscheidung mittels
3 4
Zentrifugieren nicht vollkommen abgetrennt lang zerkleinert. Dann wird etwa die 5- bis 6fache
werden kann; Menge dieses Materials an Wasser (100 bis 1201) zu-
10. die Abscheidung wird nochmals mit Wasser bei gesetzt, worauf unter Rühren Ätznatronlösung zwecks einem pH-Wert von 8,0 extrahiert, worauf der Einstellung eines pH-Wertes von 8,0 bis 8,2 zuge-Auszug z. B. durch Zentrifugieren und/oder FiI- 5 setzt wird. Dann wird unter fortgesetztem Rühren trieren abgetrennt wird. Der Auszug wird dann 3 Stunden extrahiert. Der Auszug wird durch Zentrimit den gegebenenfalls vorliegenden Wasch- fugieren abgetrennt, unter Rühren mit Salzsäure wässern einige Tage gegen fließendes Wasser zwecks Einstellung eines pH-Wertes von 4,6 bis 4,8 dialysiert; versetzt und dann über Nacht stehengelassen. Die er-
11. das Dialysat wird dann mit einer Mineralsäure, io haltene Abscheidung wird durch Zentrifugieren abz. B. Salzsäure, bis zu einem pH-Wert von 4,5 getrennt und mit etwa dem 5fachen ihres Volumens angesäuert, worauf die beim Stehenlassen ge- an Wasser versetzt. Der pH-Wert des Gemisches bildete Abscheidung z. B. durch Zentrifugieren wird dann durch Zugeben einer Ätznatronlösung abgetrennt wird; unter Rühren auf 8,0 bis 8,2 eingestellt. Dann wird
12. die Abscheidung wird dann in Wasser bei einem 15 weitere 3 Stunden unter Rühren extrahiert. Der AuspH-Wert von 8,0 gelöst, worauf das Gemisch zug wird zusammen mit dem darin suspendierten ungegen destilliertes Wasser dialysiert wird; löslichen Material getrennt in Töpfe gegossen und
13. das Dialysat wird auf einen pH-Wert von 7,0 mindestens 17 Stunden in einer Kühlkammer eingestellt und dann zentrifugiert. Die obere (unterhalb—15° C) zwecks vollständigen Einfrierens Schicht wird durch Gefrieren getrocknet. Dabei ao stehengelassen. Das gefrorene Material wird dann wird ein getrocknetes Pulver erhalten, das eine ohne Verzögerung in einen Auftautopf übergeführt teilweise gereinigte Substanz ist; und in einer Auftaukammer (20 + 2° C) langsam
14. das Pulver wird mit schwach ätzalkalischem aufgetaut. Die klare, aufgetaute Flüssigkeit wird Wasser mit einem pH-Wert von 8,0 30 Minuten unter Rühren mit Salzsäure bis zu einem pH-Wert extrahiert, worauf der Auszug nach einem üb- 25 von 4,6 bis 4,8 versetzt und dann über Nacht stehenlichen Verfahren, z. B. durch Zentrifugieren, ab- gelassen. Die Abscheidung wird dann durch Zentrigetrennt wird; fugieren abgetrennt, mit dem 4- bis 5fachen des Vo-
15. der klare Auszug wird mit Natriumchlorid lumens an Aceton gewassen und dann unter Rühren zwecks Erreichung einer Konzentration von 151 sauren Acetons zugesetzt (Gemisch von 101 Ace-0,2 m behandelt, und Aceton wird bis zu einer 30 ton und 10 ecm 38°/oiger Salzsäure, das zuvor min-Konzentration von 50% zugetropft, worauf sich destens 10 Stunden bei 0 bis 3° C stehengelassen worbeim Stehenlassen eine Abscheidung bildet, die den ist). Nach dem Zugeben des Acetons wird das durch Zentrifugieren abgetrennt wird; Gemisch noch stehengelassen, bis sich die Abschei-
16. der Abscheidung wird Wasser mit einem pH- dung vollständig niedergeschlagen hat. Anschließend Wert von 8,0 zugesetzt, worauf das Gemisch 35 wird die Acetonschicht mittels eines Nutschenfilters gegen destilliertes Wasser dialysiert wird; unter Saugen so vollständig wie möglich entfernt.
17. das Dialysat wird auf einen pH-Wert von 7,0 Nach dem Entfernen von Aceton werden 151 sauren eingestellt und zentrifugiert. Die obere Schicht Acetons erneut zugesetzt, worauf das beschriebene wird durch Gefrieren getrocknet. Dabei wird Verfahren in gleicher Weise wiederholt wird. Wenn reines pulverförmiges Parotin erhalten. 4° die Acetonschicht noch bräunlich gefärbt ist, wird
In Fig. 2 der Zeichnung wird eine modifizierte nochmals mit weiteren 101 sauren Acetons ge-Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens waschen. Dann werden 5 1 Aceton zugesetzt, worauf erläutert. Die Stufen dieses Verfahrens sind nahezu das Gemisch gerührt und anschließend mittels eines die gleichen wie die oben angegebenen, nur fehlt die Nutschenfilters abgesaugt wird. Die Abscheidung Stufe 6, so daß die in Stufe 5 erhaltene feuchte Ab- 45 wird durch weiteres Zugeben einer geringen Menge scheidung nach dem Verfahren von Stufe 7 direkt Aceton in einem Homogenisator und durch Rühren extrahiert wird. Die Stufe 13 ist bei dieser Ausfüh- aufgeschlämmt. Während des Rührens wird zwecks rungsform wie folgt modifiziert: 13' das in Stufe 12 Neutralisation der überschüssigen Säure wäßriges erhaltene Dialysat wird mit saurem Aceton zwecks Ammoniak zugetropft. Nach dem Neutralisieren wird Einstellung einer Konzentration von 90% versetzt, 50 die Aufschlämmung auf einen Nutschentrichter gewobei eine Abscheidung gebildet wird, die dann ab- gössen und dann abgesaugt, während mit weiteren 51 zentrifugiert wird; 13" die Abscheidung wird mit Aceton gewaschen wird. Nach dem Entfernen des Aceton und Äther gewaschen und dann getrocknet, Acetons durch Absaugen wird die Abscheidung unter wobei eine pulverförmige, teilweise gereinigte Sub- verringertem Druck getrocknet. Dabei werden 100 g stanz erhalten wird. Nach den wie oben modifizierten 55 rohen Parotins erhalten. (Die Ausbeute beträgt 0,3 Verfahrensstufen kann Parotin mit nahezu der glei- bis 0,5 %, auf die rohen Speicheldrüsen bezogen.) chen Reinheit in ausgezeichneten Ausbeuten erhalten Dann wird zu 100 g des rohen Parotins die 50fache
werden. Volumenmenge (50 1) Wasser gegeben, worauf unter
Die Ausführung des erfindungsgemäßen Verfah- Eiskühlung und Rühren Ätznatronlösung zwecks Einrens wird in den folgenden Beispielen erläutert, die 60 stellung eines pH-Wertes von 9,0 zugesetzt wird. Das jedoch nicht den Erfindungsbereich einschränken Extrahieren unter Rühren wird weitere 3 Stunden sollen. fortgesetzt. Nach der Feststellung des pH-Wertes des
gerührten Gemisches wird die obere Schicht durch
Beispiel 1 Zentrifugieren abgetrennt. Zu der oberen getrübten
65 Schicht wird unter Kühlen und Rühren eine gesättigte
Nach dem in F i g. 1 erläuterten Verfahren werden Ammoniumsulfatlösung zwecks Erzielung einer Sättikg gefrorener Ochsenohrenspeicheldrüsen in einer gung von 0,17 zugesetzt, worauf das Gemisch über Nahrungsmittelzerkleinerungsvorrichtung 15 Minuten Nacht stehengelassen und in einer Eiskammer filtriert
wird. Dem erhaltenen Filtrat wird kristallines Ammoniumsulfat zwecks Erzielung einer Sättigung von 0,8 zugesetzt. Nach dem Stehenlassen über Nacht wird das Gemisch durch ein möglichst dünnes Celitbett unter mäßigem Saugen filtriert. Der Filterkuchen wird in Wasser suspendiert, unter Rühren bei einem pH-Wert von 8,0 extrahiert und dann zentrifugiert. Der zurückbleibende Kuchen wird mit Wasser gewaschen und zwecks vollständiger Abtrennung des Auszuges abgesaugt. Die beim Zentrifugieren erhaltene obere Schicht und das Filtrat der Saugfiltration werden vereinigt und zwei Nächte gegen fließendes Wasser dialysiert. Das Dialysat wird dann unter Kühlen und Rühren durch Zugeben von Salzsäure auf einen pH-Wert von 4,5 gebracht. Nach dem Stehenlassen über Nacht wird die Abscheidung durch Zentrifugieren abgetrennt, worauf eine geringe Menge Wasser zugesetzt und das Gemisch auf einen pH-Wert von 8,0 eingestellt wird. Anschließend wird das Gemisch gegen destilliertes Wasser dialysiert. Das ao Dialysat wird dann auf einen pH-Wert von 7,0 eingestellt und zentrifugiert. Die obere Schicht wird durch Gefrieren getrocknet. Dabei werden 15 g der teilweise gereinigten Substanz erhalten. (Die Ausbeute, auf das rohe Parotin bezogen, beträgt 15 %.) Dann werden diese 15 g der teilweise gereinigten Substanz mit der 50fachen Volumenmenge (750 ecm) Wasser versetzt, worauf unter Kühlen mit Eis und Rühren Ätznatronlösung zwecks Einstellung des pH-Wertes auf 8,0 zugesetzt wird. Die Extraktion unter Rühren wird weitere 30 Minuten fortgesetzt. Das unlösliche Material wird dann durch Zentrifugieren entfernt, worauf die abgetrennte klare obere Schicht mit einer solchen Menge Natriumchlorid versetzt wird, daß die Konzentration 0,2MoI beträgt, worauf unter Eiskühlung und Rühren Aceton bis zu einer Konzentration von 50 0Zo zugetropft wird. Das Gemisch wird dann in einer Eiskammer über Nacht stehengelassen, worauf die Abscheidung durch Zentrifugieren abgetrennt wird. Der Abscheidung wird dann destilliertes Wasser zugesetzt, worauf der pH-Wert auf 8,0 eingestellt wird. Das Gemisch wird dann über Nacht gegen destilliertes Wasser dialysiert. Nach der Dialyse wird das Dialysat auf einen pH-Wert von 7,0 eingestellt und zentrifugiert. Die obere Schicht wird durch Gefrieren getrocknet. Nach dem oben angegebenen Reinigungsverfahren werden 7,5 g reines Parotin erhalten. (Die Ausbeute, auf das rohe Parotin bezogen, beträgt 7,5 %.)
Die physikalischen und chemischen Eigenschaften des dabei erhaltenen reinen Parotins sind in der folgenden Tabelle angegeben:
Isoelektrischer Punkt
Elektrophorese
Werte der Elementaranalyse ..
Ultraviolettabsorptionsmaxhna
Ultrazentrifugation
Molekulargewicht
Aminosäurebestandteile
Beständigkeit gegenüber Wärme
Beständigkeit gegenüber Säure und Alkali
Zucker
Geringste wirksame Dosierung zur Herabsetzung des Kaninchenserum-Calciumspiegels
Geringste wirksame Dosierung zur Erhöhung der zirkulierenden Leucocyten von Kaninchen
pH-Wert 5,7
Homogen (pH-Wert 8,0, Phosphatpufferlösung)
C 50,84 "/ο, N 14,53%, H 7,31%, S 0,77%
277 ± 0,5 ιημ
S20w = 3,43
100 000 bis 150 000
Glycin, Alanin, Valin, Leucin, Phenylalanin, Asparaginsäure, Glutaminsäure, Arginin, Lysin, Histidin, Cystin, Methionin, Serin, Threonin, Prolin, Tryptophan und Tyrosin (17 Arten)
unbeständig
unbeständig
0,47 bis 0,79%
1,0 bis 1,5 mg/kg
1,0 bis 1,5 mg/kg
Beispiel 2
Bei dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren zur Herstellung von rohem Parotin wird, wie aus F i g. 2 ersichtlich, die Behandlung mit saurem Aceton und Aceton weggelassen und die feuchte Abscheidung in den letzten Stufen als rohes Parotin gereinigt.
Als Ausgangsmaterial werden 20 kg gefrorene Ochsenohrenspeicheldrüsen verwendet. 600 g der nicht getrockneten feuchten Abscheidung, die nach dem Gefrieren und Auftauen aus der aufgetauten Flüssigkeit am isoelektrischen Punkt abgeschieden worden ist, werden mit der lOfachen Volumenmenge (81) Wasser versetzt, worauf Ätznatronlösung unter Kühlen und Rühren zwecks Einstellung eines pH-Wertes von 9,0 zugesetzt wird. Die Extraktion unter Rühren wird 1 Stunde lang fortgesetzt. Nach Feststellung des pH-Wertes des Gemisches wird die obere Schicht durch Zentrifugieren abgetrennt. Der oberen Schicht wird unter Kühlen und Rühren eine gesättigte Ammoniumsulfatlösung zwecks Erreichung einer Sättigung von 0,17 zugesetzt, worauf nach dem Stehenlassen über Nacht in einer Eiskammer filtriert wird. Dem erhaltenen Filtrat wird kristallines Ammoniumsulfat zwecks Erreichung einer Sättigung von 0,8 zugesetzt, worauf über Nacht stehengelassen wird. Die Abscheidung wird durch ein möglichst dünnes Celitbett unter mäßigen Saugen abfiltriert. Der Filterkuchen wird dann in Wasser supendiert, unter Rühren bei einem pH-Wert von 8,0 extrahiert und dann zentrifugiert. Der zurückbleibende Kuchen wird mit Wasser gewaschen und zwecks vollständiger Abtrennung des Filtrats abgesaugt. Die beim Zentrifugieren erhaltene obere Schicht und das bei der Saugfiltration erhaltene Filtrat werden vereinigt und zwei Nächte gegen fließendes Wasser dialysiert. An-
schließend wird das Dialysat durch Zugeben von Salzsäure unter Kühlen und Rühren auf einen pH-Wert von 4,5 gebracht. Nach dem Stehenlassen über Nacht wird die Abscheidung durch Zentrifugieren abgetrennt, worauf eine geringe Menge Wasser zugesetzt S und das Gemisch auf einen pH-Wert von 8,0 eingestellt wird. Anschließend wird das Gemisch gegen destilliertes Wasser dialysiert. Zu diesem Dialysat wird saures Aceton unter Kühlen und Rühren bis zu einer Konzentration von 90% getropft. Das Gemisch wird in einer Eiskammer über Nacht stehengelassen. Die Abscheidung wird durch Zentrifugieren abgetrennt, mit Aceton und Äther gewaschen und dann unter verringertem Druck getrocknet. Dabei werden 20 g der teilweise gereinigten Substanz erhalten. (Die Ausbeute, auf das rohe Parotin bezogen, beträgt 20 »/0.)
Diese 20 g der teilweise gereinigten Substanz werden dann mit der 50fachen Volumenmenge (11) Wasser versetzt, worauf Ätznatronlösung unter Kühlen ao mit Eis und Rühren zwecks Einstellung des pH-Wertes auf 8,0 zugesetzt wird. Die Extraktion unter Rühren wird 30 Minuten lang fortgesetzt. Das unlösliche Material wird durch Zentrifugieren entfernt, worauf die klare obere Schicht mit einer solchen Menge Natriumchlorid versetzt wird, daß eine Konzentration von 0,2 Mol erreicht wird, worauf Aceton unter Kühlen mit Eis und unter Rühren bis zu einer Konzentration von 50% zugesetzt wird. Das Gemisch wird in einer Eiskammer über Nacht stehengelassen, worauf die gebildete Abscheidung durch Zentrifugieren abgetrennt wird. Der Abscheidung wird eine geringe Menge destillierten Wassers zugesetzt, worauf der pH-Wert auf 8,0 eingestellt wird. Das Gemisch wird dann über Nacht gegen destilliertes Wasser dialysiert. Das Dialysat wird auf einen pH-Wert von 7,0 eingestellt und zentrifugiert. Die abgetrennte obere Schicht wird durch Gefrieren getrocknet. Nach dem oben angegebenen Reinigungsverfahren werden 10 g reinen Parotins erhalten. (Die Ausbeute, auf das rohe Parotin bezogen, beträgt 10%.) Die Eigenschaften des nach diesem Verfahren erhaltenen Parotins sind mit denen des im Beispiel 1 erhaltenen Parotins identisch.
Wenn auch in den oben angegebenen Beispielen Verfahren zur Herstellung von Parotin aus Ochsenohrenspeicheldrüsen erläutert worden sind, so können selbstverständlich auch Ohrenspeicheldrüsen anderer Tiere verwendet werden, ohne daß der Erfindungsbereich verlassen wird.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung feinen Parotins aus einem mit Wasser bei einem pH von etwa 8,0 bis 8,2 aus zerkleinerten tierischen Ohrspeicheldrüsen erhaltenen Extrakt, dadurch gekennzeichnet, daß man das Rohparotin bei einem pH-Wert von etwa 4,6 bis 4,8 ausfällt, mit saurem Aceton und dann mit Aceton wäscht, das gewaschene Rohparotin in Wasser bei einem pH-Wert bis zu 9,0 auflöst, mit Ammoniumsulfat oder Ammoniumsulfatlösung bis zu einer Sättigungskonzentration von 7% (Sättigungskonzentration 0,17) die Verunreinigungen ausfällt und filtriert, aus dem Filtrat mit Ammoniumsulfat oder Ammoniumsulfatlösung bis zu einer Sättigungskonzentration von 33,6% (Sättigungskonzentration 0,8) die Parotinfraktion ausfällt, nach Auflösung in Wasser bei einem pH-Wert von etwa 8,0 gegen Wasser dialysiert, mit Mineralsäure bei einem pH-Wert von etwa 4,5 ausfällt, nach Auflösen in Wasser bei einem pH-Wert von etwa 8,0 gegen destilliertes Wasser dialysiert und auf etwa pH 7,0 eingestellt und gefriertrocknet, das halbgereinigte Parotin in Wasser bei einem pH-Wert von etwa 8,0 auflöst, das Parotin durch Zugabe von Aceton bis zu einer Acetonkonzentration von 50% und Zugabe von 0,2 Mol NaCl ausfällt, nach Auflösen in Wasser bei einem pH-Wert von etwa 8,0 gegen destilliertes Wasser dialysiert und gefriertrocknet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das bei einem pH-Wert von etwa 4,6 bis 4,8 gefällte Rohparotin ohne Acetonwäsche in Wasser bei einem pH-Wert von etwa 9,0 löst und daß man die Gefriertrocknung des nach der Ammoniumsulfatlösung und der Dialyse erhaltenen Zwischenproduktes ersetzt durch eine Entwässerung mit saurem Aceton und Äther.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 909518/535
DET17895A 1960-02-16 1960-02-16 Verfahren zur Gewinnung von Parotin Pending DE1293951B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1055179B (de) * 1957-04-02 1959-04-16 Teikoku Hormone Mfg Co Ltd Verfahren zur Gewinnung eines neuen Wirkstoffes aus menschlichem oder tierischem Speichel
DE1065133B (de) * 1943-08-18 1959-09-10 Teikoku Hormone Mfg Co Ltd Verfahren zur Reinigung von aus Speichel bzw. Speicheldruesen gewonnenem Rohparotin

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