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DE1055179B - Verfahren zur Gewinnung eines neuen Wirkstoffes aus menschlichem oder tierischem Speichel - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines neuen Wirkstoffes aus menschlichem oder tierischem Speichel

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Publication number
DE1055179B
DE1055179B DET13922A DET0013922A DE1055179B DE 1055179 B DE1055179 B DE 1055179B DE T13922 A DET13922 A DE T13922A DE T0013922 A DET0013922 A DE T0013922A DE 1055179 B DE1055179 B DE 1055179B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
precipitate
active ingredient
water
acetone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET13922A
Other languages
English (en)
Inventor
Yosoji Ito
Sashichi Okabe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aska Pharmaceutical Co Ltd
Original Assignee
Teikoku Hormone Manufacturing Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Teikoku Hormone Manufacturing Co Ltd filed Critical Teikoku Hormone Manufacturing Co Ltd
Publication of DE1055179B publication Critical patent/DE1055179B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K38/00Medicinal preparations containing peptides
    • A61K38/16Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • A61K38/17Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans
    • A61K38/22Hormones
    • A61K38/27Growth hormone [GH], i.e. somatotropin

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Endocrinology (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Gastroenterology & Hepatology (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung eines neuen Wirkstoffes aus menschlichem oder tierischem Speichel Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnun-, eines neue n Wirkstoffes aus menschlichem oder tierischemSpeichel. Der -neueStoff bewirkt dieHerabsetzung des Serumcaliciumspiegels, #die Erhöhung der Anzahl der umlaufenden Leukozyten und die Förderung des Wachstums von hart-cm Gewebe.
  • Es ist bereits eine als Parotin bezeichnete Substanz 1-nit physiologischen Wirkungen (Herabsetzung des Serumialciumspiegels, Erhöhung der Anzahl der Leukozyten und Beschleunigung der Verkalkung von Kaninchenschneidezahnbein) aus menschlichem und Rinderspeichel isoliert worden. Ihre Aktivität je Gewichtseinheit ist jedoch sehr klein. Nach dem üblichen Gewinnungsverfahren wird Speichel bis zum pH 9,6 bis 10,0 a;1,1.zal,isc!h gemacht, im Eisschrank stehengelassen und :dann schwach sa.-uer geinacht (etwa PH 5A), oder es wird ein organisches Lösungsmittel, das mit Wasser mischbar ist, z. B. Alkohol oder Aceton allein oder in manchen Fällen zusammen mit Äther, zu dem obenerwähnten sauren Speichel ge- geben und die aktive Substanz ausgefällt. Dieser Niederschlag wird #dann mit schwach alkalischem Wasser mit einem pH--Wert von etwa 8,0 extrahiert untd. an--schließend durchWiederholen dieser Fällung und Extraktion gereinigt, oder es wird ein durch Sättigen der alka.IischenLösung 1-n:i.tKochsalz oderAmmoniumsalfat ausgefallener Niederschlag dialysiert, die bei dem isoelektrischen Punkt bei pH 5,4 bis 6,2 aus dem Dialysat ausgefällte Substanz wieder mit Wasser von pH 8,0 extrahiert und der aktive Bestandteil durch Wiederholen #dieser Ausfällung am isoeIektrischen Punkt und des Extrahierens gereinigt.
  • Es ist jetzt gelungen, eine Substanz mit neuen, starken physiologischen Aktivitäten abzutrennen, die sich von dem genannten aktiven Speichelbestandteil, also dem bekannten Parotin, unterscheidet und die Bezeichnung »Speichelparotin« erhalten hat.
  • Die allgemeinen physikalischen und chemischen Eigenschaften und biologischen Wirkungen,des neuen Wirkstoffes Speichelparotin werden in der folgenden Taffielle aufgeführt. Beim Vergleich seiner biologischen Wirkungen mit denen des bekannten Parotins ergibt sich, daß die Aktivität von Speichelparotin je Gewichtseinheit sehr stark -ist. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Speichelparotin unterscheiden sich beträchtlich von denen des Parotin.s. Aus den Ergebnissen von Polarogrammen und des Verlialtens in der Ultrazentrifuge ist zu schließen, daß Speichelparetin eine Substanz von weit geringerem Molekulargewicht als Parotin ist.
    Vergleich der Eigenschaften des bekannten Parotins mit denen des Speichelparotins
    Parotin Speichelparotin
    Isoelektrischer Punkt pl, 5,7 pH 7,2 bis 7,4. Fällt nicht beim iso-
    elektrischen Punkt.
    Elektrophorese Homogen (Phosphatpuffer pH 8,0). Fast homogen (Veronalpuffer 8,6).
    Wandert außerordentlich langsam in
    Phosphatlösungen, Borat- und Acetat-
    puffer.
    Werte der Elementaranalyse C: 50,840/9; H: 7,31 %; N: 14,53 %; C - 46,62 %; H: 6,99 %; N: 15,21 %;
    S: 0,77%; Asche: Keine. S: Keiner; Asche: Keine.
    Parotin Speichelparotin
    Polarograiiiiiie Zweite Welle Weder C 0 ++ noch C 0. . . bewirkt
    - 1,35 Volt (C 0 Reduktion.
    - 1.35 Volt (Co...
    Dritte Welle
    - 1,57 Volt (CO++)
    - 1,60 Volt (CO...
    Wellenlänge bei maximaler 277 ± 0,5 in #t. 277,5 0,5 m#t.
    Absorption
    Ultrazentrifugieren 3,43 - 10-13 (Pliusphatpuffer) s20w 1,01 - 10-13 (Phosphatpuffer)
    Aminnsäurebestandteile, Glyciii, Alanin, Valin, Leuein, Phenyl- Glycin, Alanin, Valin, Leuciii, Aspa-
    alanin, Asparaginsäure, Glutamin- raginsäure, Glutaminsäure, Arginin,
    säure, Arginin, Lysin, Histidin, Serin, Prolin, Lysin, Try tophan,
    , p
    Cystin, Methionin. Serin, Threonin, Histidin und Tyrosin. (Enthält 1,4eine
    Prolin, Tryptophan und Tyrosin, schwefellialtigen Aminosäuren.)
    insgesamt 17.
    Wärmestabilität Instabil. Wird in einem siedenden Stabil. Wird in einem siedenden
    Wasserbad innerhalb 30 Minuten Wasserbad innerhalb 30 Minuten nur
    inaktiviert. wenig inaktiviert.
    Stabilität gegen Säure und Wird durch 0,1 n-HCI (pI, 1,08) Stabil gegen 0,1 n-HCI. Bei Behand-
    Alkali fast inaktiviert und durch 0,1 in- lung mit 0,1 m-Na.-CO., wird die
    Na2 C 0, wenig. Aktivität zur Herabsetzung des Cal-
    ciumspiegels nicht verändert, doch
    geht die Aktivität zur Erhöhung der
    Anzahl der Leukozyten verloren.
    Denaturierung Wird durch Harnstoff und NaN0, Weder die Aktivität zur Herabsetzung
    denaturiert, und die Aktivität zur des Serunicalciumspiegels noch die
    Herabsetzung des Calciumspiegels zur Erhöhung der Anzahl der Leuko-
    geht verloren. zyten wird verändert.
    Aktivität zur Herabsetzung Die Mindestmenge zur Herabsetzung 0,05 bis 0,1 mg/kg bei intravenöser
    des Kaninchenserum- des Serunicalciumspiegels auf 151/o Inj ektion.
    ealciumspiegels beträgt 1,0 bis 1,5 rng/kg bei intra-
    venöser Injektion.
    Aktivität zur Erhöhung der Erhöhung auf das 2- bis 3fache mit 0,005 bis 0,01 mg/kg bei intravenöser
    Anzahl der Leukozyten 1 bis 5 mg/k-g bei intravenöser In- Injektion.
    jektion.
    Aktivität zur Beschleuni- Die wirksame Mindestdosis, um die 0,05 nig/kg bei intravenöser Injektion.
    gung der Verkalkung von Aktivität zur Beschleunigung der
    Kaninchenschneidezahn- Verkalkung von Schneidezähnen zu
    k#
    bein zeigen, beträgt 1,0 mg/kg bei intra-
    venöser Iniektion.
    Aus obiger Tabelle ist zu entnehmen, diaß beide Substanzen physic>Iogisch fast in dergleichen Hinsicht wirksam sind, daß sie aber trotzdem doch völl(ig voneinander verschieden sind, weil Speichelpalotin keine schwefelhaltige Aminosäure als Bestandteil enthält und auch auf Grund anderer Merkmale und -weil Speichelparotin stärkere physiologische Aktivitäten hat als Parchtin.
  • Fig. 1 der Zeichnung ist eine Mikrofotografie (in 1000facher Vergrößerung) der neuen Substanz, die nach dein Verfahren der vorliegen-den Erfindung erhalten und aus einer 2/3geSättigten Ammoniumsulfatlösung abgeschieden wurde; Fig. 2 ist ein gefärbter Schnitt durch einen Schneidezahn, der das Wachstum von Kaninchenschneidezalinhein und die Aktivität zur Beschletini-,gung der Verkalkung desselben durch die neue Substanz zeigt; Fig. 3 ist ein Verfahrensschema der vorliegenden Erfindung.
  • In Fig. 2 der Zeichnung ist A Zahnbein und B die Zahnpulpa; das Zahnwachstum verläuft in der durch den Pfeil angezeigten Richtung. a ist ein Teil, der über Nacht gewachsen ist, b ist ein Teil, der am Tage gewachsen, ist (a und b zeigen a:Iso zusammen, das Wach.gttim an einem ganzen Tag). c ist eine Linie, die auftrat, als Bleiacetat gegelyen wurde. d zeigt die Zeit, zu der Speichelparotin injiziert wurde. Erfinidungsgemäß wird einVerfahren zurGewinnung eines neuen Wirkstoffes aus menschlichem oder tierischem Speichel vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man den nach Zusatz von Aceton bei einer Acetonkonzentration der Lösung von 70 bis 80% anfallenden Niederschlag trocknet, diesen mit der 15fachen Menge Eisessig extrahiert, aus dem Extrakt den aktivenBestan#dteil inGegenwart von etwa 0,2Volumprozent gesättigter Kochsalzlösung mit einer dem Extraktvolumen entsprechenden Menge Äther ansfällt, den Niederschlag bei pi etwa 10 in Wasser löst, die Lösung bei pl, 7,0 gegen Wasser bei einer Temperatur unter 5' C so lange ialysiert, bis die Wirkstofflösung einen pli-Wert von 5,6 bis 5,8 besitzt, den entstehenden Niederschlag entfernt, die gekühlte Lösung mit einer gesättigten Ainftioniumsulfatlösung bis zu einer Konzentration von 28%Ammoniumsulfat versetzt, den Niederschlag in Wasser löst, gegen Wasser dialysiert und trocknet. Dabei wird die Extraktion mit Eisessig unter Erwärmen OrzuoSweise ' v bei 60 bis 70'C durchgeführt. Als Extraktionslösung kann auch ein Gemisch aus 40Volumprozent Eisessig und 60 Volumprozent Methanol verwendet werden.
  • Im einzelnen wird nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung ein getrockneter Niederschlag, der durch Behandeln von menschlichem oder tierischemSpeichel mit einem organischenLösungsmittel erhalten wird, als Aus 'gangsmaterial verwendet. Am Ahend des Tages, an dem Speichel (pl, 6,8 bis 7,2) gesammelt worden ist, wird Aceton unter Rühren in den Speichel getropft, bis die Konzentration an Aceton 70 bis 8011/o beträgt. Wenn die Konzentration des Acetons kleiner als 70% ist, ist die Ausfällung des wirksamen Bestandteils unvollständig. je mehr Zeit nach dem Auffangen des Speichels vergeht, desto kleiner ist diedurch Aceton ausgefällte Menge. Wenn eine große Menge Aceton ohne Rühren auf einmal zugesetzt wird, ist,die Fällung unvollständig. Wenn die Lösung mit 70 bis 801)/o Aceton über Nacht stehengelassen Nvorden ist, damit der Niederschlag vollständig ausfällt, wird der Niederschlag 1 durch Entfernen der klaren überstehenden Flüssigkeit mittels eines Saughebers erhalten. Dieser Niederschlag wird zentrifugiert, mit reinem Aceton oder Äther gewaschen und im Vakuum im Exslikkator über Phosphorpentoxydgetrocknet. je frischerderSpeichel ist, desto größer ist die Ausbeute an diesem Acetonniederschlag 1 und desto höher ist die Wirksamkeit je Gewichtseinheit. Die Ausbeute an diesem Acetonniederschlag beträgt im Durchschnitt 200 m,-/100 ccm Speichel, ist aber von Fall zu Fall verschieden.
  • Der wirksame Bestandteil bzw. das Speichelparotin kann in guter Ausbeute aus dem Niederschlag 1 mit Eisessig oder einem Gemisch von Eisessig und Methanol (40:60Volumprozent) extrahiert werden. Das vollständig , 'getrocknete Pulver des Niederschlags 1 wird mitdern 15fachen seines Gewichtes an Eisessig unter 2stündigem Rühren bei 60 bis 700 C behandelt. -Nach zwei- bis dreimaliger Wiederholung dieser Behandlung ist fast der gesamte wirksame Bestandteil extrahiert; d.h., etwa 73% des wirksamen Bestand,-teiles werden bei der erst-en, etwa 20 % bei der zweiten und etwa 71/o bei der dritten Extraktion, extrahiert. (Im Tierversuch zeigte der Rückstand wenig Aktivität an Speichelparotin.) Die Gegenwart von Was4ger bei diesem Extraktionsverfahren, bewirkt wah-rscheinlich, daß unreines Protein. eluiert und dier wirksame Bestandteil hydrolytisch gespalten wird; Wasser solltedeshalb nicht züi- n sein. Der wirksame Bestandteil e' e ge kann auch bei Raumtemperatur extrahiiert werden. Es Z, Clibt jedoch so viele Keime im Speichel, daß es vorzuziehen ist, den Speichel zu erwärmen, um ihn vollständig zu sterilisieren.
  • Die drei Extrakte werden vereinigt und das Gem,isch filtriert, worauf es mit einem Zehntel bis einem Fünftel einer gesättigten wäßrigen Kochsalzlösung je 100ccm des durchsichtigen Filtrats versetzt wird. Eine dein Filtrat entsprechende Menge Äther wird. in kleinen Portionen unter Schütteln zugesetzt. Die Lösung wird über Nacht im Eisschraii,-k stehengelassen, um die Abscheidung des Niederschlages zu vervollständigen. Der Niederschlag2 wird durch Filtrieren mittels eines Glasfilters oder durch Zentrifugieren erhalten. Der -Niederschlag wird mit Aceton und/oder Äther gewaschen, die Essigsäure entfernt und der Niederschlag im Vakuum getrocknet. Die Ausbeute an Niederschlag2 beträgt etwa 15% von der des Niederschlags 1.
  • Der Niederschlag 2 wird in ungefähr dem 80fachen 5 seiner Menge an Natronlauge bi s zu einem pH-Wer-t von 10,0 bis 11,0 gelöst. Der ungelöste Rückstand wird zentrifugiert. Die reine überstehende Flüssigkeit wird mit 1 n-HCI auf einen; pH-Wert von etwa 7,0 ein-gestellt und 5 bis 6 Tage lang mit etwa 2 1 destilliertern Wasser, das jeden Tag erneuert wird, bei tiefer Temperatur - am besten unter 5' C - unter Verwendung eines Cellophanbeutels dialyslert. Wenn die Lösung mehr als 5 Stunden stark alkalisch gelassen wird, sinkt die Aktivität. Deshalb sollte die 5 Lösung in diesem Dialysebeutel so bald wie möglich neutraHsiert werden. Wenn das plIder Lösung in dem Beutel bei dieser Dialyse,dern der Außenlösung gleich wird, d. li. etwa 5,6 bis 5,8 erreicht (Methylrot), werden die Verunreinigungen ausgefällt. Der Niederschlag wird abfiltriert. Das Filtrat wird dann durch Ausfrieren getrocknet (Ausbeute 70 bis 75% des Niederschlags 2) und anschließend in destilliertem Wasser gelöst. Oder aber das Filtrat wird, ohne getrocknet zu werden, unverändert mit destilliertem Wasser ver-5 dünnt, bis es eine Konzentration von etwa 1 % erreicht. Wenn eine gesättigte Ammorviumsulfatlösung bei pH 5,6 bis 5,8 unter Rühren und Kühlen mit Eis in diese Lösung getropft wird, beginnt bei einer Konzentration von etwa 151/o Ammoniumsulfat ein Nie-3, derschlag3 auszufallen. Die Ammoniumsulfatlösun-, wird zugesetzt, bis eine Konzentration von 28% Ammoniumsulfat erreicht ist. Wenn die Lösung über Nacht im Eisschrank stehengelassen wird, w#ird der aktive Bestandteil in Form bräunlichgelber Körnchen 5 ausgeschieden.
  • Dieser Niederschlag 3 wird durch Zentrifugieren abgetrennt, in einer kleinen Menge Wasser gelöst und 5 bis 6 Tage mit etwa 2 1 destilliertem Wasser, das j eden Tag erneuert wird, und unter Verwendung eines j Cellophanbeutels zur vollständigen Entfernung des Ammoniu#msulf ats dialysiert. Der dabei in kleiner Menge entstandene Niederschlag wird abfiltriert. Das Filtrat wird durch Ausfrieren getrocknet. Die Ausbeute an diesem getrockneten Produkt 4 beträgt etwa 5 35 % des Niederschlags 2 und liegt bei 7 bis 10 mg je 100 ccm Speichel. Dieses getrocknete Produkt 4 ist Speichelparotin.
  • Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung in Verbindung mit Filg. 3 der Zeichnung.
  • Beispiel In 4,5 1 Speichel wurde die 4fach#e Menge Aceton unter Rühren eingetropft, um eine 801/oi,-e Konzentration an Aceton zu erzielen. Das Gemisch wurde 5 über Nacht stehengelassen. Die reine überstehende Flüssigkeit wurde abgehebert. Der Niederschlag wurdedurch Zentriftigieren,gesammelt, mehrmals mit 100ccm Aceton, und Äther gewaschen und im Vakutimexsikkator über Phosphorpentoxyd getrocknet. Die Ausbeute an Niederschlag aus dem 801/oigen Aceton betrug etwa lOg.
  • lOg dieses getrockneten Pulvers wurden unter Zusatz von 150 ccm Eisessig verrührt und extrahiert, während alles auf einem Wasserbad 2 Stunden bei 5 60' C gehalten wurde. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurde der Extrakt durch ein Glasfilter filtriert. Der Rückstand wurde zweimal mit 150 ccm Eisessig wie oben extrahiert. Er wurde dann mit 50 ccm Eisessig gewaschen. Beim Vereinigen der drei Filtrate wurden 500 ccm Extrakt erhalten. Wenn zu iliesem Extrakt 1 ceni einer gesättigten -wäßrigen Kochsalzlösung - eben wurde, wurde die Lösung Z, zeg trübe. Wenn ferner 500 ecin Äther in mehreren Anteilen zu der Lösung gegeben wurden, scliied sich ein weißer Niederschlag ans. _Nach Stehen über -Nacht irn Ei-,schrank wurde der Niederschlag durch Zentrifugieren isoliert. Der Niederschlag wurde zweimal mit 30 ccm Aceton und mehrmals mit 30 ccm Äther gewaschun. iiiii die Essigsätire zu entfernen. Der Niederschlag wurde dann im \'akuumexsikkator Über Phosphorpentoxydgetrocknet. DieAusbeutebetrug1,558g. Dieser Ätherniederschlag wurde in 100 cem Wasser von etwa 1),1 10,0 gelöst, und die unlöslichen Bestan#dteile wurden durch Zeiitrifti-ieren entfernt. Die überstehende Flüssigkeit wurde init 1 n-H CI auf pH 7,0 gebracht und mit 2 1 düstIiierteni Wasser unter Verwendung eines Cellophanbeutels unter 5' C dialvsiert. Die äußere Flüsszigkeit bei der Dialyse wurde täglich erneuert und die Dialyse 6 Tage lang ausgeführt. Es hatte sieh dann üin Niederschlag in dein Dialvsebeutel #ebilidet. Der p11-Wert betrug 5,6 bis 5,8 (-\l#tli-,71 rot) . Wenn der Niederschlag mit seinem Filtripapier filtriert wurde. wurde die durchsichtige bräunlrichge-Ibe Lösung erhalten. Die Konzentration an Protein in dieser Lösung betrug etwa 1 %. Die Menge dieser Löz#ung betru - etwa 111 ccm. Wenn 222 ccin einer geen z#I -ziittigteil wäßrigen Amrnonitimsulfatlösuilg unter Rühren in die Lösung eingetropft wurden, während die Lösun- mit Eis gekühlt wurde, und die Konzentration auf 28% gebracht wurde, fiel der aktive BestancIteil in Forrn von bräunlichgelben Körnchen aus (s. Fig. 1). Nach Stehen über Nacht im Eisschrank wurde der Niederschlag durch Zentrifugiereil abgetrennt. DerNiederschlag hatte zu dieserZeit dieForm eines bräunlichgelben Harzes. Wenn dieser Nieder-,chla- in 30ccin destilliertem Wasser -elöst und b 6 Tage lang in 2 1 destilliertem Wasser, das täglich Z, C, erneuert wurde, unter Verwendung eines Cel-lophanbentels dialysiert wurde, wurde eine geringe Menge eines Niederschlags ausgeschieden. Der Niederschlag wurde mit feinem Filtripapier filtriert. Das so erlialtene durchsichtige Filtrat wurde durch Ausfrieren getrocknet. Die Ausbeute betrug 341,5 rng.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRCCHE. 1. Verfahren zur Gewinnung eines neuen Wirkstoffes ans menschlichem oder tierischem Speichel, da,-durch gekennzeichnet, daß man den nach Zusatz von Aceton bei einer Acetonkonzentration der Lösung von 70 bis 8011/o anfallenden Niederschlag trocknet, idiesen mit der 15fachen Menge Eisessiextrahiert, aus dem Extrakt den aktiven Bestandteil in Gegenwart von etwa 0,2Volumprozent gesättigter Kochsalzlösung mit einer dem Extraktvolumen entsprechendenMen,geÄther ausfällt, den 'Ziederschlag bei pl, etwa 10 in Wasser löst, die Lösung bei pIi 7,0 gegen Wasser bei einer Temperatur unter 5' C so lange dialysiert, bis die Wirkstofflösung einen pH-Wert von 5,6 b)is 5.8 bes,itzt, den entstehenden Niederschlag entfernt, die gekühlte Lösung mit einer gesättigten Ainmonium-Z:, zn sulfatlösung bis zu einer Konzentration von 281/o Ammoniumsulfat versetzt, den Niederschlag in Wasserlöst, ge-enWasser dialysiert und trocknet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktion mit Eisessig unter Erwärmen, vorzugsweise bei 60 bis 70' C, durchgeführt wird. i . Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Extraktionslösung ein Gemisch aus 40 Volumprozent Eisessig und 60 Volumprozent Methanol verwendet wird.
DET13922A 1957-04-02 1957-07-26 Verfahren zur Gewinnung eines neuen Wirkstoffes aus menschlichem oder tierischem Speichel Pending DE1055179B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1293951B (de) * 1960-02-16 1969-04-30 Teikoku Hormone Mfg Co Ltd Verfahren zur Gewinnung von Parotin

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DE1293951B (de) * 1960-02-16 1969-04-30 Teikoku Hormone Mfg Co Ltd Verfahren zur Gewinnung von Parotin

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