DE1282615B - Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder Erdalkalimetallaluminiumhydriden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder ErdalkalimetallaluminiumhydridenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES ÄÄ PATENTAMT
Int. Cl.:
COIb
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 12 i-3/02
Nummer: 1282 615
Aktenzeichen: P 12 82 615.2-41 (M 44277)
Anmeldetag: 10. Februar 1960
Auslegetag: 14. November 1968
Es ist bekannt, Metallaluminiumhydride, die als Reduktionsmittel vielfältige Verwendung finden, dadurch
herzustellen, daß eine Lösung von Aluminiumwasserstoff hergestellt und mit feinverteiltem Metallhydrid
zur Reaktion gebracht wird. Außerdem ist es bekannt, Lithiumaluminiumhydrid durch Umsetzung
von Lithiumhydrid und Aluminiumhalogenid herzustellen (USA.-Patentschrift 2 567 972).
In dem nicht vorveröffentlichten deutschen Patent 1136 987 ist ein Verfahren zur Herstellung komplexer
Metallhydride durch Direktsynthese aus den entsprechenden Elementen geschützt. Hierbei wird
insbesondere ein Alkalimetall oder ein Alkalimetallhydrid und das das komplexe Hydridanion bildende
Metall, beispielsweise Aluminium, in feinverteilter Form in einem inerten flüssigen Reaktionsmedium,
insbesondere in Tetrahydrofuran oder einem PoIyglykol-Diäther, bei erhöhter Temperatur und unter
Überdruck mit Wasserstoff unter heftigem Rühren umgesetzt.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder Erdalkalimetallaluminiumhydrid durch
Umsetzung von feinverteiltem oberflächenaktivem Aluminium und dem betreffenden Alkali- oder Erdalkalimetall
oder Alkalimetall- oder Erdalkalimetallhydrid unter Überdruck mit Wasserstoff bei erhöhter
Temperatur in Tetrahydrofuran oder einem Diäther eines Polyglykols gefunden, das darin besteht, daß
das feinteilige oberflächenaktive Aluminium in Tetrahydrofuran oder einem Diäther eines Polyglykols
durch Mahlen gewonnen und ohne Abtrennung von diesem Medium umgesetzt wird.
Da sich das betreffende Alkali- oder Erdalkalimetallhydrid schon unter den erfindungsgemäßen Reaktionsbedingungen
bilden kann, ist es möglich, statt eines Alkali- oder Erdalkalimetallhydrids die Dispersion
des hydridbildenden Metalls selbst einzusetzen.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich besonders zur Herstellung derjenigen Alkalimetallaluminiumhydride,
die bisher nach anderen bekannten Verfahren hergestellt worden sind, z. B. Natriumaluminiumhydrid,
Lithiumaluminiumhydrid, Kaliumaluminiumhydrid, Calciumaluminiumhydrid, Magnesiumaluminiumhydrid.
Es hat gegenüber dem bekannten Verfahren den wesentlichen Vorteil, daß die eingesetzte
Alkali- oder Erdalkalimetallkomponente, nämlich Alkali- oder Erdalkalimetall bzw. Alkalioder
Erdalkalimetallhydrid, vollständig zu dem Alkalioder Erdalkalimetallaluminiumhydrid umgesetzt wird
und keine Nebenprodukte gebildet werden, also auch das eingesetzte Metallhydrid nicht zu Nebenprodukten
umgesetzt wird.
Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder
Erdalkalimetallaluminiumhydriden
Erdalkalimetallaluminiumhydriden
Anmelder:
Metallgesellschaft Aktiengesellschaft,
6000 Frankfurt, Reuterweg 14
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Chem. Dr. Hermann Gasen,
6243 Falkenstein
Dipl.-Chem. Dr. Hermann Gasen,
6243 Falkenstein
Da die aktivierende Vermahlung von gröberem Aluminium ausgeht und in der Flüssigkeit vorgenommen
wird, in der später auch die Reaktion stattfindet, muß sichergestellt werden, daß bei der Vermahlung
der Zutritt von Sauerstoff vermieden wird. Da auch das Alkali- oder Erdalkalimetallhydrid in dem Reaktionsmedium
in Suspension vorliegen soll, um eine schnelle Reaktion zu ermöglichen, ist es weiterhin
angebracht, das Alkali- oder Erdalkalimetall bzw. das Alkali- oder Erdalkalimetallhydrid zusammen mit
dem Aluminium in dem Reaktionsmedium zu vermahlen. Die Vermahlung kann sogar unter dem
Reaktionsdruck des Wasserstoffs vorgenommen werden, so daß Vermahlung und Durchführung der
Reaktion in einer Verfahrensstufe zusammenfallen.
Als Mahl- und Reaktionsmedium für das erfindungsgemäße Verfahren wird eine Flüssigkeit verwendet, in der das herzustellende Alkali- oder Erdalkalimetallaluminiumhydrid löslich ist, nämlich die
Als Mahl- und Reaktionsmedium für das erfindungsgemäße Verfahren wird eine Flüssigkeit verwendet, in der das herzustellende Alkali- oder Erdalkalimetallaluminiumhydrid löslich ist, nämlich die
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an sich bekannten Lösungsmittel für derartige Dop- stellung von Natriumalurrriniumhydrid bis zur völligen
pelhydride Tetrahydrofuran oder die Diäther der Klarheit der Lösung möglich ist. Die Trennung kann
Polyglykole, wie die Dimethyläther des Di- und jedoch auch durch Zentrifugieren oder Filtrieren vor-Triäthylenglykols.
genommen werden. Bei der Herstellung von Lithium-
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren anzu- 5 aluminiumhydrid ist es wegen der sehr geringen
wendende Temperatur ergibt sich zwangläufig daraus, Dichte des Lithiumhydrids, das zum Aufrahmen
daß die Temperatur nicht so hoch sein darf, daß sich neigt, zweckmäßig, die Lösung von den Rückständen
bei dem im jeweiligen Fall angewendeten Wasserstoff- durch Filtrieren zu trennen.
druck das zu bildende Alkali- oder Erdalkalimetall- Das gebildete Alkali- oder Erdalkalimetallalumi-
aluminiumhydrid zersetzt, d. h., daß der angewandte io niumhydrid wird aus der klaren Lösung durch Ver-Wasserstoffdruck
höher sein muß als der thermische dampfen des Lösungsmittels gewonnen, wobei das
Dissoziationsdruck des Alkali- oder Erdalkalimetall- Lösungsmittel entweder nur bis zur Bildung eines
aluminiumhydrids bei der angewandten Temperatur. Solvats oder bis zur Isolierung des reinen Alkali-Die
untere Grenze der Temperatur ergibt sich aus der oder Erdalkalimetallaluminiumhydrids abgedampft
gewünschten Geschwindigkeit der Reaktion. Der an- 15 werden kann. Da das erfindungsgemäße Verfahren
gewandte Druck wird an der unteren Grenze eben- frei von Nebenreaktionen ist und keine Nebenprofalls
durch die gewünschte Geschwindigkeit der Um- dukte anfallen, ist das gebildete Alkali- oder Erdsetzung
bestimmt und wird praktisch kaum unter alkalimetallaluminiumhydrid besonders rein und fällt
30 Atmosphären liegen, während die obere Grenze vollkommen weiß an.
nur durch das angewandte Druckgefäß bestimmt wird, 20 Um die Beständigkeit der an sich verhältnismäßig
aber aus wirtschaftlichen Gründen wohl selten über , leicht reagierenden Alkali- oder Erdalkalimetallalu-1000
Atmosphären liegen wird. miniumhydride an der Luft zu erhöhen, einer Staüb-
Für die Reaktionsbedingungen ist noch zu beach- entwicklung entgegenzutreten und die Lösungsten,
daß die Temperatur selbstverständlich nicht die geschwindigkeit bei der Verwendung des gebildeten
kritische Temperatur des Lösungsmittels überschrei- 25 Alkali- oder Erdalkalimetallaluminiumhydrids zu verten
darf, damit während der Reaktion zu jeder Zeit bessern, wird gemäß einer besonderen Ausführung
eine flüssige Phase vorliegt. Um dies sicherzustellen, der Erfindung vorgeschlagen, das gebildete Alkaliist
außerdem dafür Sorge zu tragen, daß das Reak- oder Erdalkalimetallaluminiumhydrid mit Paraffinöl
tionsgefäß genügend gefüllt ist, um bei den ange- zu benetzen. Diese Benetzung kann am besten dawandten
Reaktionsbedingungen sicherzustellen, daß 3° durch herbeigeführt werden, daß die eingesetzte
auch bei einer Temperatur, die unter der kritischen Alkalimetall- oder Erdalkalimetallkomponente als
Temperatur des Lösungsmittels liegt, nicht schon der Paraffinöldispersion in das Reaktionsgefäß gegeben
größte Teil des Lösungsmittels verdampft ist. wird oder das Paraffinöl bei der Vermahlung, bei der
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Druckreaktion oder danach dem Reaktionsmedium
Geschwindigkeit der Reaktion dadurch erheblich ver- 35 zugesetzt wird, wodurch ein mit Paraffinöl benetztes
größert werden, daß mit mechanischen Mitteln ein Alkali- oder Erdalkalimetallaluminiumhydrid erhaimöglichst
intensiver Kontakt zwischen den Reaktions- ten wird. ■
Partnern herbeigeführt wird, und zwar durch Mahlen, Zur Herstellung von Natriumaluminiumhydrid oder
Rühren, Schütteln oder entsprechende Maßnahmen. von Kaliumaluminiumhydrid wird das erfindungs-Es
ist ferner zweckmäßig, dafür Sorge zu tragen, daß 40 gemäße Verfahren vorzugsweise in der Weise ausgedie
eingesetzten Komponenten, nämlich das suspen- führt, daß Natriumhydrid bzw. Kaliumhydrid zudierte
Alkali- oder Erdalkalimetall bzw. Alkali- oder sammen mit Aluminium in einem inerten erfindungs-Erdalkalimetallhydrid
und das suspendierte Alumi- gemäßen Medium, vorzugsweise in Tetrahydrofuran,
nium nicht in größerer Menge vorliegen, als der Lös- vermählen und die erhaltene feinteilige Dispersion
lichkeit des herzustellenden Alkalimetallaluminium- 45 ohne Abtrennung von diesem Medium so lange unter
hydrids entspricht. Dadurch wird vermieden, daß Schütteln oder Rühren in dem Medium und Lösungswesentliche Rückstände an Ausgangsstoffen zurück- mittel für Natriumaluminiumhydrid bzw. Kaliumbleiben,
die lediglich zu einer Verdickung bzw. zu aluminiumhydrid, vorzugsweise Tetrahydrofuran,
einem Bodensatz führen. Da es sich jedoch prak- unter erhöhtem Wasserstoffdruck bei etwa 30 bis 200
tisch nicht immer ermöglichen läßt, die eingesetzten 50 Atmosphären und bei einer Temperatur zwischen 100
Mengen genau auf die Löslichkeit des gebildeten und 18O0C, vorzugsweise bei etwa 1500C, für die
Alkali- oder Erdalkalimetallaluminiumhydrids abzu- Herstellung des Natriumalanats bzw, bei einer Temstimmen
und daher meist doch ein geringer Bodensatz peratur zwischen 50 und 180° C, vorzugsweise zwibleibt,
ist es von Vorteil, daß dieser Bodensatz nicht sehen 100 und 120° C, für die Herstellung des
etwa als Nebenprodukt wie bei den bekannten Ver- 55 Kaliumalanats, gehalten wird, bis die Wasserstoffauffahren
vorliegt, sondern mit den Ausgangsstoffen nähme beendet ist. Wenn das erfmdungsgemäße Veridentisch
ist und daher erneut als Ausgangsstoff, ge- fahren zur Herstellung von Lithiumaluminiumhydrid
gebenenfalls nach erneuter Vermahlung, verwendet verwendet wird, ist die zweckmäßigste Ausführungswerden kann. Im allgemeinen wird man praktisch so form die, daß unter gleichen Bedingungen gearbeitet
arbeiten, daß stöchiometrische Mengen der Aus- 60 wird, wobei jedoch die Temperatur wegen der
gangsstoffe eingesetzt werden. niedrigeren Zersetzungstemperatur des Lithiumalu-
Nach Abschluß der Reaktion muß dafür gesorgt miniumhydrids niedriger liegen muß und 130° C nicht
werden, daß die nicht umgesetzten Ausgangsstoffe wie überschreiten darf. Nach Abschluß der Reaktion wird
Alkali- oder Erdalkalimetallhydrid, suspendiertes zunächst die Lösung von den Rückständen getrennt
Aluminium und eventuell auch nicht gelöstes Alkali- 65 und dann das Lösungsmittel entweder bis zur BiI-
oder Erdalkalimetallaluminiumhydrid von der Lö- dung des Solvats oder der reinen Substanz, in an sich
sung getrennt werden. Dies kann entweder durch bekannter Weise, gegebenenfalls im Vakuum, abge-Sedimentieren
geschehen, was besonders bei der Her- dampft.
| Zeit | Minuten | Temperatur | Druck |
| Stunden | 0 | 0C | kp/cm2 |
| 5 | 20 | 155 | |
| 18 | 48 | 160 | |
| 25 | 70 | 168 | |
| 35 | 82 | 170 | |
| 42 | 94 | 174 | |
| 47 | 120 | 175 | |
| 50 | 136 | 174 | |
| 52 | 144 | 170 | |
| 57 | 150 | 166 | |
| 7 | 155 | 158 | |
| 1 | 21 | 160 | 150 |
| 1 | 40 | 160 | 139 |
| 2 | 55 | 158 | 103 |
| 2 | 10 | 158 | 85 |
| 3 | 157 | 73 |
Über Nacht Abkühlpause
Das erfindungsgemäße Verfahren kann noch in einer besonderen Weise dazu verwendet werden, mit
einer doppelten Umsetzung ein Alkalimetallaluminiumhydrid zu bilden, das sich unmittelbar aus dem
Alkalimetallhydrid, Aluminium und Wasserstoff nur sehr schwer oder nur sehr kostspielig herstellen läßt.
Da beispielsweise das Lithiumhydrid als Ausgangsstoff verhältnismäßig kostspielig, das Natriumhydrid
aber billig ist, kann das Natriumaluminiumhydrid nach dem erfindungsgemäßen Verfahren billiger hergestellt
werden. Da sich das Natriumaluminiumhydrid wiederum mit dem billigen Lithiumchlorid leicht zu
Lithiumaluminiumhydrid umsetzt, kann nach der hier vorgeschlagenen Abwandlung des erfindungsgemäßen
Verfahrens von vornherein Lithiumchlorid in den entsprechenden Mengen in das Reaktionsgefäß
eingesetzt werden, wodurch sich ein einfaches Verfahren ergibt, Lithiumaluminiumhydrid zu erhalten.
Zwar kann nach dem Verfahren des hier nur als älteres Recht zu betrachtenden deutschen Patents a»
1 249 231 Lithiumalanat durch Umsetzung von in situ aus Natrium oder Natriumhydrid und feinverteiltem
Aluminium gebildetem Natriumalanat mit Lithiumchlorid in Gegenwart von z. B. Tetrahydrofuran hergestellt
werden. Jedoch wird auch bei dem älteren Verfahren kein Einsatz einer Aluminiumdispersion
vorgeschlagen, die auf die erfindungsgemäße Weise hergestellt und unmittelbar umgesetzt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren sei an folgenden Beispielen erläutert:
Zur Herstellung von Natriumaluminiumhydrid
wurden pulverförmiges Natriumhydrid mit einem 35
Natriumhydridgehalt von 85%, grießförmiges Aluminium und wasserfreies Tetrahydrofuran verwendet.
Das Tetrahydrofuran wurde in der Weise wasserfrei
gemacht, daß ein handelsübliches Produkt zunächst
über Kaliumhydroxyd stehengelassen, dann von die- 40
sem unter Verwendung einer Rektifizierkolonne abdestilliert wurde, wobei Vor- und Nachlauf verworfen
wurden. Das Destillat wurde mit etwas Lithiumalu- Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß bereits unter
wurden pulverförmiges Natriumhydrid mit einem 35
Natriumhydridgehalt von 85%, grießförmiges Aluminium und wasserfreies Tetrahydrofuran verwendet.
Das Tetrahydrofuran wurde in der Weise wasserfrei
gemacht, daß ein handelsübliches Produkt zunächst
über Kaliumhydroxyd stehengelassen, dann von die- 40
sem unter Verwendung einer Rektifizierkolonne abdestilliert wurde, wobei Vor- und Nachlauf verworfen
wurden. Das Destillat wurde mit etwas Lithiumalu- Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß bereits unter
miniumhydrid versetzt und von diesem abdestilliert. 100° C eine merkliche Wasserstoffaufnahme erfolgte,
31,2 g Natriumhydrid wurden zusammen mit 35,1g 45 die bei 1000C so stark wurde, daß der Druck trotz
Aluminium in 260 ml Tetrahydrofuran in einem weiter ansteigender Temperatur nicht weiter anstieg.
Mahlgefäß aus Eisen mit Stahlkugeln unter einer Ab etwa 120° C war die Wasserstoffaufnahme so, daß
Stickstoffatmosphäre vermählen. Die gesamte Mahl- der Druck abfiel. Bei 150° C betrug der Druckabfall
zeit betrug 12 Stunden. Die Suspension war dann so bis zu 3 kp/cm2 je Minute. Die Wasserstoffaufnahme
feinteilig, daß sich die Substanz beim Verdunsten des 50 hörte ziemlich plötzlich ganz auf, und die Sättigungs-Tetrahydrofurans
an der Luft bei Raumtemperatur löslichkeit des Natriumaluminiumhydrids war bei
| 17 | 40 | 20 | 40 |
| 17 | 50 | 20 | 190 |
| (Druckauffüllung, | |||
| Flaschendruck) | |||
| 18 | 8 | 75 | 200 |
| 18 | 13 | 80 | 202 |
| 18 | 20 | 100 | 205 |
| 18 | 30 | 115 | 205 |
| 18 | 35 | 118 | 203 |
| 18 | 39 | 125 | 200 |
| 18 | 46 | 129 | 194 |
| 18 | 53 | 149 | 189 |
| 19 | 5 | 150 | 176 |
| 19 | 41 | 150 | 166 |
| 20 | 25 | 148 | 167 |
| 20 | 40 | 149 | 167 |
Heizung und Hubrührer abgestellt
von selbst entzündete. 200 ml dieser Suspension, die je 1 Mol Natriumhydrid und Aluminium enthält, wurden
bald darauf in ein sauberes und trockenes Druckgefäß aus Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl gegeben,
das mit einem elektromagnetisch betätigten Hubrührer versehen war. Das Reaktionsgefäß hatte ein
Volumen von 0,351, wovon 0,251 beheizt waren. In
das Druckgefäß wurde technisch reiner Wasserstoff wiederholt bis zur vollständigen Verdrängung der
Luft eingeführt und zuletzt ein Druck von 165 kp/cm2 herbeigeführt. Dann wurde der Hubrührer mit etwa
60 Hubbewegungen je Minute in Bewegung gesetzt, um einen guten Kontakt der Reaktionskomponenten
herbeizuführen. Der Druck des Wasserstoffs sank auf 155 kp/cm2. Nach Anstellen der elektrischen Heizung
wurden folgende Drücke und Temperaturen gemessen:
1500C erreicht. Von der Unterbrechung abgesehen,
war die Wasserstoffaufnahme in weniger als 4Vs Stunden
abgeschlossen.
Nach dem Abkühlen und öffnen des Reaktionsgefäßes wurde die Suspension, die ihre dunkelgraue
Farbe behalten hatte, entnommen. Dies muß schnell oder unter Abschluß von Luft durchgeführt werden,
um die Zersetzung der Substanz an der Luft zu vermeiden. Die Suspension sedimentierte beim Stehenlassen
über Nacht. Die Analyse der Lösung ergab einen Gehalt von 17,5 Gewichtsprozent NaAlH4.
Beim Eindampfen der Lösung im Vakuum bei 100° C wurde eine reinweiße, gewichtskonstante Trockensubstanz
erhalten, was einer Ausbeute von 71% entspricht. Der Rest lag in Form des Sediments als nicht
umgesetztes Natriumhydrid, Aluminium und nicht gelöstes Natriumaluminiumhydrid vor.
Durch 12stündiges Vermählen von 7,9 g eines 87,5gewichtsprozentigen Lithiumhydrids und 27,0 g
Aluminium in 200 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran, wurde einen Suspension hergestellt, die ähnlich wie
im Beispiel 1 der Einwirkung von Wasserstoff ausgesetzt wurde. Die Reaktionsapparatur war dieselbe,
es wurden 200 ml der Dispersion eingesetzt und die folgenden Drücke in Abhängigkeit von den angegebenen
Temperaturen beobachtet.
| Zeit | 0 | Temperatur | Druck |
| Stunden | Minuten | 17 | 0C | kp/cm? |
| 19 | 20 | 165 | |
| 37 | 50 | 145 | |
| 47 | 65 | 120 | |
| 54 | 75 | 99 | |
| 2 | 99 | 92 | |
| 8 | 115 | 93 | |
| 1 | 24 | 130 | 96 |
| 1 | 137 | 98 | |
| 1 | 137 | 100 |
Über Nacht Abkühlpause
| 17 | 7 | 20 | 80 |
| 17 | 32 | 20 | 187 |
| (H2 nachge | |||
| 17 | 34 | 20 | 182 |
| 17 | 45 | 27 | 183 |
| 18 | 44 | 59 | 195 |
| 19 | 87 | 196 | |
| 19 | 14 | 110 | 196 |
| 19 | 57 | 105 | 192 |
| 21 | 12 | 83 | 173 |
| 21 | 35 | 100 | 174 |
| 21 | 57 | 105 | 175 |
| 22 | 22 | 115 | 177 |
| 23 | 47 | 115 | 177 |
Die dem Reaktionsgefäß entnommene Suspension
wurde filtriert und in dem Filtrat der Gehalt an Lithiumaluminiumhydrid zu 11,45 Gewichtsprozent
ermittelt, was einer Ausbeute von 67 Gewichtsprozent, bezogen auf den eingesetzten Feststoff, entspricht.
100° C erhöht, wobei der Druck auf 150 atm. stieg.
Bei weiterer Temperaturerhöhung auf 120° C innerhalb einer halben Stunde fiel der Druck auf 120 atm,
und nachdem die Temperatur wieder auf Raumtemperatur gefallen war, auf 100 atm. Der Wasserstoffverbrauch
betrug demnach 4 Normalliter. Die Lösung aus der Reaktion wurde geklärt. Aus dem Wasserstoffverbrauch
ergibt sich eine Ausbeute an Kaliumaluminiumhydrid von 65%. Als Reaktionsmedium ίο können in gleicher Weise die Diäther der Polyglykole
verwendet werden, insbesondere die Dimethyläther des Di- und Triäthylenglykols. Jedoch ist die Löslichkeit
des Kaliumaluminiumhydrids in diesen Lösungsmitteln etwas geringer.
Zur Herstellung von Natriumaluminiumhydrid wurden gepulvertes Natriumhydrid, Aluminiumgrieß
und wasserfreier Dimethyläther des Diäthylenglykols (Diglyme) eingesetzt. Der Äther (Diglyme) wurde
über Natrium getrocknet und im Vakuum destilliert. 31,2 g Natriumhydrid wurden zusammen mit 35,1 g
Aluminium in 260 ml Diglyme in einem Mahlgefäß
as aus Eisen mit Stahlkugeln unter Stickstoffatmosphäre
während 15 Stunden vermählen, nach welcher Zeit eine selbstentzündliche Dispersion vorlag. 200 ml dieser
Dispersion wurden in ein trockenes Druckgefäß aus Cr-Ni-Mo-Stahl übergeführt. Das beheizbare
, nachgepreßt) 30 druckgefäß hatte ein Volumen von 0,351 und war
mit einem Hubrührer versehen. Nach Einstellung eines Druckes von 150 kg/cm2 seiner Wasserstoffatmosphäre
wurde während des Versuches unter Hubrührung bei 145 bis maximal 15O0C dieser
Druck während 5 Stunden aufrechterhalten. Die abgekühlte Suspension wurde sedimentiert und in der
klaren Lösung die Aktivität ermittelt. Diese entsprach einer Ausbeute von 65%, bezogen auf eingesetztes
Natrium oder Aluminium.
In gleicher Weise kann statt des Dimethyläthers, des Diäthylenglykols auch der Dimethyläther des
Triäthylenglykols verwendet werden.
Zur Synthese von Kaliumaluminiumhydrid wurde zunächst eine Kaliumhydriddispersion in der Weise
hergestellt, daß Kalium bei 25O0C in Paraffraöl
suspendiert und unter heftigem Rühren bei 20 atm
Zur Synthese von Kalziumaluminiumhydrid wurden 4,209 Gewichtsteile 95%iges Kalziumhydrid zusammen
mit 5,394 Gewichtsteilen grießförmigem 99%igem Aluminium in eine Kugelmühle eingebracht
50 und mit Tetrahydrofuran auf 250 Raumteile aufgefüllt. Nach 22stündigem Mahlen in der verschlossenen
Mühle, in der etwa 50 Raumteile Luft verblieben, wurden 200 Raumteile der Dispersion in ein druckfestes
Gefäß, dessen heizbares Volumen 250 Raum-Wasserstoffdruck
zu Kaliumhydrid umgesetzt wurde, 55 teile und dessen totes Volumen 100 Raumteile betrug,
wonach das Öl durch wiederholtes Zusetzen und eingebracht, die Luft mit Wasserstoff verdrängt und
Dekantieren durch wasserfreies Tetrahydrofuran er- Wasserstoff bis zu einem Druck von 140 kg/cm2 aufsetzt
wurde. 200 ml dieser Dispersion mit einem Ge- gedrückt. Gas und Flüssigkeit wurden durch einen
halt von 19 g Kaliumhydrid wurden zusammen mit eingebauten Hubrührer intensiv gemischt. Es wurde
21 g Aluminiumgrieß in einem eisernen Mahlgefäß 60 6 Stunden geheizt und gerührt. Die Temperatur wurde
mit Stahlkugeln unter Stickstoffatmosphäre auf einer bis 180° C gesteigert, wobei der Druck 178 kg/cm2
Schwingmühle 12 Stunden gemahlen. Sodann wurde betrug. Die aus dem Gefäß abgelassene dunkelgraue
die feinteilige Dispersion in einen Hubrührautoklav Trübe wurde in der Zentrifuge weitgehend geklärt,
mit 250 ml beheizbarem Inhalt und 350 ml Gesamt- 5 ml der Lösung ergaben bei der Hydrolyse 90 ml
inhalt übergeführt und unter Wasserstoffdruck von 65 Wasserstoff bei 22° C und 729 mm Quecksilber, was
140 atm gesetzt, wobei der gesamte Gasraum 100 ml einer Ausbeute von 23 % entsprach. Das im Zentri-Inhalt
hat. Zur Herstellung des Kaliumaluminium- fugengefäß abgeschiedene Sediment enthielt nicht
hydrids wurde die Temperatur im Autoklav auf umgesetztes Kalziumhydrid und Aluminium und kann
erneut für die Synthese eingesetzt werden. Statt Kalziumhydrid kann auch metallisches Kalzium bei sonst
unveränderter Arbeitsweise eingesetzt werden.
Zur Herstellung von Bariumaluminiumhydrid wurden 13,9 g Bariumhydrid (Herstellung nach
G.Brauer, Handbuch der präparativen anorganischen Chemie, Stuttgart, 1960, S. 822) mit 11g
Aluminiumgrieß in 250 ml eines Lösungsmittelgemisches aus Tetrahydrofuran und Toluol 24 Stunden in
einer Kugelmühle gemahlen. Die Suspension wurde in ein druckfestes Gefäß eingebracht und Wasserstoff
von 140 kg/cm2 Druck aufgedrückt. Während der 6stündigen Reaktionsdauer wurde unter intensivem
Rühren die Temperatur auf 110° C gehalten. Die Reaktionstrübe wurde durch mehrfaches Dekantieren
vom nicht umgesetzten Aluminium befreit. In dem weitgehend von metallischem Aluminium freien Feststoff,
dessen Gewicht nach Vakuumtrocknung 9,6 g betrug, wurde der Wasserstoffgehalt durch Hydrolyse
bestimmt. Es wurden umgerechnet auf die angegebene Feststoffmenge 210 mg Wasserstoff erhalten. Da die
Zersetzung einer entsprechenden Menge reinen Bariumhydrids nur 139 mg Wasserstoff ergeben
würde, bestand der untersuchte Feststoff aus stark mit Bariumhydrid verunreinigtem Bariumaluminiumhydrid.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder Erdalkalimetallaluminiumhydrid durch Umsetzung
von feinverteiltem oberflächenaktivem Aluminium und dem betreffenden Alkali- oder Erdalkalimetall
oder Alkalimetall- oder Erdalkalimetallhydrid unter Überdruck mit Wasserstoff bei erhöhter Temperatur in Tetrahydrofuran oder
einem Diäther eines Polyglykols, dadurch gekennzeichnet, daß das feinteilige oberflächenaktive
Aluminium in Tetrahydrofuran oder einem Diäther eines Polyglykols durch Mahlen gewonnen
und ohne Abtrennung von diesem Medium umgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Aluminium auch das
an der Reaktion teilnehmende Alkali- oder Erdalkalimetall oder Alkalimetall- oder Erdalkalimetallhydrid
vor oder während der Reaktion, gegebenenfalls in dem Druckgefäß, vermählen
wird.
3. Verfahren zur Herstellung von gegen Luft stabilisiertem Alkali- oder Erdalkalimetallaluminiumhydrid
nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkali- oder Erdalkalimetallhydrid
als Paraffinöldispersion eingesetzt oder Paraffinöl bei der Vermahlung, der Druckreaktion
oder nach der Druckreaktion zugesetzt wird und die Reaktionsmischung derart aufgearbeitet
wird, daß ein mit Paraffinöl benetztes Alkali- oder Erdalkalimetallaluminiumhydrid erhalten
wird.
4. Verfahren zur Herstellung von Lithiumaluminiumhydrid nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umsetzung des Natriumhydrids, der Aluminiumdispersion und
des Wasserstoffs in Anwesenheit von Lithiumchlorid unter Mahlen erfolgt.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsche Patente Nr. 1136 987, 1249 231.
Deutsche Patente Nr. 1136 987, 1249 231.
S09 637/1256 11.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM44277A DE1282615B (de) | 1960-02-10 | 1960-02-10 | Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder Erdalkalimetallaluminiumhydriden |
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