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Einrichtung zur starren Befestigung einer Last an Luftfahrzeugen,
insbesondere Kranhubschraubern Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zur
starren Befestigung einer Last an Luftfahrzeugen, insbesondere Kranhubschraubern
mit am Luftfahrzeug angelenkten hydraulischen Hebevorrichtungen, die am Luftfahrzeug
an vier Punkten diagonal zum Schwerpunkt angelenkt sind und hydraulisch betätigte
Greifer besitzen.
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Es sind Einrichtungen zur starren Befestigung einer Last an Luftfahrzeugen
üblicher Bauart, insbesondere Kranhubschraubern, bekannt, bei denen die Last an
einem Punkt tragend aufgehängt und durch zusätzliche Maßnahmen gegen den Flugkörper
abgestützt wird. Das Anheben der Last in die Transportstellung erfolgt hydraulisch
durch entsprechende Hebevorrichtungen.
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Der Nachteil einer solchen Konstruktion besteht in der Notwendigkeit
der Aufhängung der Last an einem Punkt über deren Schwerpunkt und in der zeitraubenden
Anpassung der Abstützungen gegen den Rumpf des Flugkörpers, wenn eine andersartige
oder anders geformte Last befördert werden soll.
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Dieser Nachteil wird durch eine Einrichtung zur starren Befestigung
einer Last an Luftfahrzeugen durch hydraulisch betätigte Greifer an mehreren Punkten
behoben, wobei erfindungsgemäß die Greifer im Hydrauliksystem hintereinandergeschaltet
sind und jeder von den hinter dem Schwerpunkt liegenden Greifern an einem Knotenpunkt
befestigt ist, an dem drei Hebevorrichtungen angreifen, durch deren Betätigung die
Greifer in verschiedene Stellungen gebracht werden können.
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Um die Hebevorrichtungen in verschiedene von Abmessungen und Gestalt
der Lasten abhängige Stellungen zu bringen, können die vorderen Hebevorrichtungen
auswechselbar sein, so daß sie am Luftfahrzeug an verschiedenen Stellen angelenkt
werden können.
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Alle Hebevorrichtungen können als hydraulische Hubzylinder ausgeführt
und nötigenfalls mit auswechselbaren, vorzugsweise auseinanderziehbaren Haltern
versehen werden.
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Eine solche Einrichtung ermöglicht es, die Last unter dem Luftfahrzeug
ohne Berührung mit dessen Rumpf zu befestigen, beim Notabwurf alle Greifer gleichzeitig
zu lösen und die Befestigung verschiedener Lasten durch Änderung der Stellung der
Greifer und ihre Heranführung an die Halteelemente der Last schnell zu bewerkstelligen.
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Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen
veranschaulicht. Es zeigt F i g. 1. Gesamtansicht der Einrichtung zur Befestigung
der Last an den Kranhubschrauber in schematischer Darstellung (Seitenansicht), F
i g. 2 vordere Greifer (Vorderansicht), F i g. 3 hintere Greifer (Vorderansicht),
F i g. 4 Hydrauliksystem der hinteren Hubzylinder (Draufsicht), F i g. 5 Hydrauliksystem
der vorderen Hubzylinder (Draufsicht).
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Wie aus F i g. 1, 2 und 3 zu ersehen ist, enthält die Einrichtung
zur Befestigung der Last 1 am Kranhubschrauber 2 zwei vordere Greifer 3 und 3' und
zwei hintere Greifer 4 und 4', welche an am Hubschrauber angelenkten
hydraulischen Hubzylindern befestigt sind.
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Die vorderen Greifer 3 und 3' sind an Hubzylindern 5 und 5', welche
am Hubschrauber neben seinem Bugfahrwerk 6 und 6' angelenkt sind, befestigt, während
die hinteren Greifer 4 und 4' an den Haupthubzylindern 7 und 7' befestigt und an
der Spitze einer Pyramide angebracht sind, die aus Haupthubzylindern 7 und 7', den
hinteren Hubzylindern 8 und 8' und den seitlichen Hubzylindern 9 und 9' gebildet
wird.
Die Hubzylinder 7, 7', 8, 8', 9 und 9' sind an die Fachwerkträger
des Heckfahrwerks 10 und 10' des Hubschraubers aasgelenkt.
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Die Hubzylinder 5 und 5', welche die vorderen Greifer 3 und 3' tragen,
sind abnehmbar ausgeführt und können am Hubschrauber in den Punkten A und A' sowie
in Abhängigkeit von der Anordnung der Befestigungselemente 11 an der Last 1 in den
Punkten B oder C des Hubschraubers aasgelenkt werden.
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Die Länge der Hubzylinder wird durch auswechselbare Halter 12 und
12' geregelt, welche bei den Hubzylindern 5, 5', 8, 8', 9 und 9' teleskopartig auseinanderziehbar
ausgebildet sind.
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Zum Flug ohne Last werden die Stangen der Hubzylinder in eingezogener
Lage eingestellt und die Hubzylinder 5 und 5' mit ihren freien Enden am Bugfahrwerk
6 und 6' befestigt.
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Im Hydrauliksystem steht der Zylinderraum 37 des linken hinteren Greifers
4 mit dem Zylinderraum 38' des rechten hinteren Greifers 4' in Verbindung. Auf ähnliche
Weise sind die entsprechenden Zylinderräume des rechten hinteren Greifers 4' und
des rechten vorderen Greifers 3', des rechten vorderen, 3', und des linken vorderen
Greifers 3 verbunden. Eine solche Reihenschaltung der Zylinderräume der Hubzylinder
im Hydrauliksystem gestattet es, bei Betriebsflüssigkeitszufuhr in den Zylinderraum
38 des linken hinteren Greifers 4 alle Greifer gleichzeitig zu schließen, während
die Beförderung der Betriebsflüssigkeit in den Zylinderraum 37 des linken vorderen
Greifers 3 ihr gleichzeitiges Öffnen, insbesondere bei der Notwendigkeit eines Notabwurfes
der Last 1 im Flug, ermöglicht. Der Befehl zum Notabwurf der Last 1 kommt von einem
am Steuerknüppel des Hubschraubers angeordneten elektrischen Druckknopf.
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Die Arbeitsweise der Einrichtung zur Befestigung der Last an den Kranhubschrauber
ist wie folgt: Ein handbetätigtes tragbares Steuerpult wird an eine Steckverbindung
(in der Zeichnung nicht gezeigt) angeschlossen, die sich am Vorderfahrwerk 6 des
Hubschraubers befindet.
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Vor dem Aufstellen der Last unter dem Hubschrauber werden die hinteren
Greifer 4 und 4' in eine Stellung gebracht, die für ein ungehindertes Einbringen
der Last bequem ist. Zu diesem Zwecke werden die hinteren Greifer in der Regel seitwärts
auseinandergeschoben, wozu durch Einschalten entsprechender Umschalter am tragbaren
Steuerpult die Stangen 13 der Haupthubzylinder 7 und 7' und der hinteren Hubzylinder
8 und 8' ausgeschoben werden.
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Nachdem die Last 1 unter den Hubschrauber gebracht ist, werden durch
Einschalten der Umschalter am Steuerpult die vorderen Greifer 3 und 3' ausgeschoben
und gleichzeitig von Hand auf die Befestigungselemente Il der Last 1 gerichtet.
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Das Ausschieben und Einrichten der hinteren Greifer 4 und 4' auf die
Befestigungselemente 11 der Last 1 wird bewerkstelligt, indem durch Einschalten
entsprechender Umschalter am Steuerpult die Stangen 13 der Hubzylinder 7 und T,
8 und 8' und 9 und 9' gleichzeitig oder abwechselnd angeschoben werden.
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Nach dem Richten auf die Befestigungselemente 11 der Last 1 werden
die Greifer 3 und 3', 4 und 4' auf Befehl von den Umschaltern am Steuerpult geschlossen.
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Da die Greifer 3, 3' und 4, 4' im Hydrauliksystem hintereinandergeschaltet
sind, werden sie auf ein Steuersignal unter dem Druck der Betriebsflüssigkeit gleichzeitig
geschlossen, wobei sie die Befestigungselemente 11 der Last 1 umfassen.
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Daraufhin wird die Last gehoben und auf Befehl von entsprechenden
Umschaltern am Steuerpult an den Hubschrauber mit Hilfe der Hubzylinder 5, 5', 7,
7 und 9, 9' in Flugstellung festgestellt.
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Wenn beim Flug eine gefährliche Situation entsteht, nimmt man den
Notabwurf der Last 1 durch Drücken auf einen Knopf amn; Hubschraubersteuerknüppel
vor, auf dessen Signal hin das elektrohydraulische Ventil 42 den Zylinderraum 37
des vorderen linken Greifers 3 mit der Hauptdruckleitung 43 des Hydrauliksysteins
und den Zylinderraum 38 des linken hinteren Greifers 4 mit der Hauptabflußleitung
44 verbindet. Die Greifer werden aus der Feststellung gelöst und, gestatten es,
daß die Befestigungselemente 11 der_Läst unter der Wirkung des Gewichtes der letzteren
die Greifzangen 35 öffnen. Die auf diese Weise von allen Greifern losgelassene Last
fällt frei zu Boden.