DE1630593A1 - Vorrichtung an Lastfahrzeugen zum Transport und zur seitlichen Be- und Entladung - Google Patents
Vorrichtung an Lastfahrzeugen zum Transport und zur seitlichen Be- und EntladungInfo
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Description
zum Transport und zur seitlichen Be- und
Entladung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Lastfahrzeugen
zum Transport und zur seitlichen Be- und Entladung des Lastfahrzeuges mit Ladegut, insbesondere mit aufeinandergestapelten Bausteinen.
Beim Transport von aufeinandergestapelten Bausteinen durch Lastfahrzeuge ergibt sich die Schwierigkeit, daß das Aufladen und
das Abladen der Bausteine umständlich 1st. Wenn die Bausteine auf Paletten angeordnet werden, können die Bausteine stapelweise
durch ein Hebezeug, z.B. einen Kran aufgeladen werden. Wegen der Vielzahl von Paletten, die die Ladefläche eines Lastfahrzeuges
fUllen, ist jedoch der Be- oder Entladevorgang langwierig. Auch steht häufig an der Abladestelle kein Hebezeug zur Verfügung. Das Abladen der Bausteine durch Kippen der Ladefläche
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-2-
führt zu einer Beschädigung der Bausteine und erschwert
ferner den später notwendigen Weitertransport des Baumaterials.
Es ist ein Ladegerät für Lastfahrzeuge vorgeschlagen worden, das aus zwei Teilen besteht, wobei der eine Teil am vorderen
und der andere Teil am rückwärtigen Ende der Ladefläche angeordnet ist. Jeder Teil des Ladegerätes besteht aus einem
Schwingenpaar, die gegeneinander verschwenkbar sind. Zwischen den beiden Ladegerätteilen kann nun eine Greifzange für die
Last angeordnet werden und mittels der Greifzange ist es möglich, die Last, insbesondere aufeinandergestapelte Bausteine abzuladen.
Da sich dieses.Ladegerät auf dem Fahrzeug befindet kann der.Auf-
und Abladevorgang an jeder Stelle vorgenommen werden.
Der Hub des vorerwähnten Ladegerätes ist aber begrenzt. Wenn nun die Bausteine verhältnismäßig hoch aufeinandergestapelt
sind, was bei großer Ladefähigkeit des Lastfahrzeuges möglich ist,
ist es schwierig, mit der Greifzange zu arbeiten,, da diese wegen des begrenzten Hubes des Ladegerätes nicht von oben in
den Stapel eingreifen kann. Das Abladen der gesamten Last in einem einzigen Arbeitsgang ist aus den gleichen Gründen nicht möglich
und auch deswegen nicht, weil hierfür die Hubkraft des Ladegerätes nicht ausreicht.
Durch die Erfindung soll eine Vorrichtung für den vorerwähnten
Zweok geschaffen werden, welche ein schnelles und sicheres
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Abladen auch dann zuläßt, wenn die zu bewegende Last verhältnismäßig groß ist und zwar sowohl bezüglich des
Gewichtes als auch bezüglich der Höhenabmessungen.
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung an Lastfahrzeugen
zum Transport und zum seitlichen Be- und Entladen des Lastfahrzeuges mit Ladegut, insbesondere mit aufeinandergestapelten
Bausteinen, unter Verwendung eines zweiteiligen je aus einem Schwingenpaar bestehenden Ladegerätes, dessen einer
Teil am vorderen und dessen anderer Teil am rückwärtigen Ende der Ladefläche angeordnet ist und welches Ladegerät eine
Greifzange für die Last trägt. Die Erfindung ist in erster Linie dadurch gekennzeichnet, daß sich die Greifzange im
wesentlichen über den ganzen Räum zwischen den beiden Ladegerätteilen
erstreckt, daß die Greifzange aus einem Mittelteil und zwei seitlich angeordneten Greifplatten besteht, welche
Greifplatten um parallel zur Fahrzeuglängsachse verlaufende Achsen verschwenkbar sind, wobei die Breite des Mittelteiles
annähernd der halben Breite der Ladefläche entspricht und wobei die Greifplatten mittels ihrer Verschwenkeinrichtung in
eine annähernd horizontale Lage hochklappbar sind, in welcher Lage die Greifzange über einen auf das Lastfahrzeug aufgeladenen
Ladegutstapel seitlich bewegbar ist. ,
Es wird bemerkt, daß die Erfindung nicht nur für den Transport bzw. für die Be- und Entladung eines Lastfahrzeuges mit Bausteinen
brauchbar ist, sondern auch für andere Lasten. Das Hauptanwendungsgebiet der Erfindung 1st jedoch der Transport von
Bausteinen bzw. das Be- und Entladen solcher aufeinander-
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gestapelter Bausteine.
Mittels der erfindungsgemäßen Greifzange ist es möglich, beim Beladen des Lastfahrzeuges die halbe Last aufzunehmen
und auf die eine Seite der Ladegutfläche zu setzen. Da die
Greifplatten in eine annähernd horizontale Lage gebracht werden können, kann die Greifzange auch bei begrenztem Hub
über diesen Ladegutstapel hinweggeführt werden, sodaß es
möglich ist, auch den zweiten Ladegutstapel aufzunehmen und neben den ersten Ladegutstapel zu setzen. Der Aufladevorgang
läßt sich rasch durchführen. Gleiches gilt für den Abladevorgang. Hierbei wird der zuletzt aufgeladene Ladegutstapel
zuerst erfasst und abgeladen. Anschließend wird die Greifzange mit aufgeklappten Greifplatten über den anderen Ladegutstapel
geführt und auch dieser abgeladen.
Es ist gefunden worden, daß es ausreicht, wenn die beiden Greifplatten in der hochgeklappten Stellung miteinander
einen stumpfen Winkel einschließen. Dies hat den Vorteil, daß die Stabilität der verhältnismäßig langen Greifplatten
erhöht wird.
In weiterer Ausbildung sieht die Erfindung vor,daß das
Lastfahrzeug nur an der Seite des zuerst aufgeladenen Ladegutstapels eine Seitenbordwand besitzt. Beim Transport umgreift die
Greifzange den anderen Ladegutstapel, sichert diesen und verhindert
somit das Herabfallen eines der Bausteine*
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Die Einsparung der einen Seitenbordwand hat den Vorteil einer Verringerung des Gesamtgewichtes und beschleunigt
andererseits den Auf- bzw. AbladeVorgang.
Günstig ist es, wenn die Ladegutstapel beim Transport gegen die Fahrzeugmittelebene in Richtung auf den zuerst
aufgeladenen Ladegutstapel versetzt sind. Da beim Transport die Greifzange den zweiten Ladegutstapel umgreift und
sichert und sich daher nicht in der Mittelebene des Fahrzeuges befindet, wird somit insgesamt eine gleichmäßige Verteilung
der Last auf dem Fahrzeug erzielt.
Die Greifzange, die beim Transport den einen Ladegutstapel
sichert, hat während des Transportes noch die wsitere Aufgabe, auch den zuerst aufgeladenen Ladegutstapel zu sichern. Hierbei
ist es vorteilhaft, wenn mindestens die sich im wesentlichen in der Mittelebene des Lastfahrzeuges befindliche Greifplatte
beidseitig flächenartig verkleidet ist, sodaß diese Greifplatte auch mit ihrer Außenfläche den anderen Ladegutstapel abstützt*
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt:
Flg. 1 Eine Rückansicht eines Lastfahrzeuges
mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung während
des Ladevorganges und
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Fig. 2 eine der Darstellung der Fig. 1 entsprechende
Darstellung in der Transportstellung.
a
Das Lastfahrzeug 11 kann ein Lastkrftwagen sein, es ist aber auch möglich die erfindungsgemäße Vorrichtung auf einem Anhänger, beispielsweise auf einem Sattelauflieger anzuordnen. Am hinteren Ende des Lastfahrzeuges 11 ist der Ladegerätteil 2 angeordnet. Ein gleichartig ausgebildetes Ladegerätteil 3 ist am vorderen Ende des Fahrzeuges bzw. am vorderen Ende der Ladefläche vorgesehen. Jedes Ladegerätteil besteht im wesentlichen aus den beiden Schwingen 15 und 16, die bei 17 gelenkig miteinander verbunden sind. Die Schwinge 15 ist bei 18 am Lastfahrzeug bzw. an einem Bauteil 19 gelagert, das mit dem Lastfahrzeug bzw. der Ladefläche 9 fest verbunden ist. Für den Antrieb der Schwinge 15, also für die Drehung der Schwinge 15 um das Gelenk 18 dient die Zylinder-Kolben-Anordnung 20, während die Schwinge 16 von einer Zylinder-Kolben-Anordnung 21 angetrieben 1st. Der Endpunkt 22 der Schwinge 16 kann somit in dem mit den strichpunktierten Linien 23 umschlossenen Raum bewegt werden.
Das Lastfahrzeug 11 kann ein Lastkrftwagen sein, es ist aber auch möglich die erfindungsgemäße Vorrichtung auf einem Anhänger, beispielsweise auf einem Sattelauflieger anzuordnen. Am hinteren Ende des Lastfahrzeuges 11 ist der Ladegerätteil 2 angeordnet. Ein gleichartig ausgebildetes Ladegerätteil 3 ist am vorderen Ende des Fahrzeuges bzw. am vorderen Ende der Ladefläche vorgesehen. Jedes Ladegerätteil besteht im wesentlichen aus den beiden Schwingen 15 und 16, die bei 17 gelenkig miteinander verbunden sind. Die Schwinge 15 ist bei 18 am Lastfahrzeug bzw. an einem Bauteil 19 gelagert, das mit dem Lastfahrzeug bzw. der Ladefläche 9 fest verbunden ist. Für den Antrieb der Schwinge 15, also für die Drehung der Schwinge 15 um das Gelenk 18 dient die Zylinder-Kolben-Anordnung 20, während die Schwinge 16 von einer Zylinder-Kolben-Anordnung 21 angetrieben 1st. Der Endpunkt 22 der Schwinge 16 kann somit in dem mit den strichpunktierten Linien 23 umschlossenen Raum bewegt werden.
An der Schwinge l6 hängt mit Ketten, Drahtseilen 24 oder dgl. die
Greifzange 1, die im wesentlichen aus dem Mittelteil 4 und den
beiden Greifplatten 5 und 6 besteht. Die Greifplatten 5 und 6 sind
um die Achsen 7 und 8' verschwenkbar und zwar mittels der vorzugsweise aus einer Zylinder-Kölben-Anordnung bestehenden Verschwenkeinrichtung
10. Die Enden der Greifplatten 5 und 6 sind mit Druck-
sttloken oder Greifstücken 25 versehen, mittels derer es
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möglich ist, einen Steinstapel 12 oder Ik zu ergreifen, der
auf einer Palette 26 steht. Die Verwendung einer Palette 26 ist jedoch nicht notwendig, wenn der Schließdruck der Greifplatten
5 und 6 ausreichend groß 1st, um ein Durchfallen der Steine zwischen den Greifplatten auszuschließen·
Die Ladefläche 1st ferner einseitig mit einer Seltenbordwand 13 versehen.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
folgende.
Die Schwingen 15 und 16 werden auf die Ladeseite des Fahrzeuges
11 verschwenkt und die Greifzange 1 erfasst einen Steinstapel und setzt diesen Steinstapel auf die Ladefläche 9 und zwar
auf der der Ladeseite abgwandten Seite des Fahrzeuges. Nun werden die Greif platten 5 und 6 der Greifzange, die sich
im wesentlichen über die ganze Fahrzeuglänge erstrecken,geöffnet,
die Greifzange wird ein geringes Maß angehoben und die geöffnete Greifzange kann wieder in eine Stellung neben das Fahrzeug
gebracht werden. Nun wird der zweite Steinstapel lU erfasst und
mit geschlossener Greifzange neben den schon geladenen Steinstapel
12 gesetzt. Die Seitenbordwand 13 wird geschlossen und das Fahrzeug
ist nach geringem Absenken der Schwinge 16 transportbereit. Die Transport st ellung ist In der Flg. 2 dargestellt. Während die
Seitenbordwand 13 die eine Seite der Ladung sichert, wird die andere Seite der Ladung von der Srelfplatte 6 abgedeckt»
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Die Greifplatte 5 füllt den Zwischenraum zwischen den beiden Steinstapeln aus. Der Abladevorgang erfolgt sinngemäß" in umgekehrter
Reihenfolge.
In der Fig. 2 ist mit der strichpunktierten Linie 27 die
Mittelebene des Lastfahrzeuges 11 angedeutet. Es ist deutlich erkennbar, daß die beiden Steinstapel 12 und 1*1 gegenüber der
Mittelebene seitlich versetzt sind, sodaß sich die gesamte Last einschließlich des Ladegerätes und der Greifzange, die
asymmetrisch angeordnet ist» im Gleichgewicht befindet.
Das Lastfahrzeug kann, wie an sich bekannt, hintere und vordere Bordwände besitzen, die jedoch in den Zeichnungen nicht dargestellt
sind.
Um eine übermäßig starke Neigung oder ein Umkippen des Fahrzeuges während des Beladevorganges auszuschließen, 1st es günstig,
wenn am Bauteil 19 noch ein ausschwenkbarer Stützfuß 28 angeordnet
wird, der auf die Beladungsseite hinausgreift. Ein weiterer, lediglich einziehbarer oder anhebbarer Stützfuß 29 kann ebenfalls
zur besseren Unterstützung des Fahrzeuges beim Beladevorgang vorgesehen werden. In der Transportstellung nach der Fig. 2 sind diese
Stützfüße 28 und 29 eingezogen. In der Zeichnung der Transportstellung
(Fig. 2) sind diese Stützfüße weggelassen.
Zur Erreichung des erfindungsgemäßen Zweckes reicht es aus, wenn
nur die Greifplatte 5 in der beschriebenen Weise hochklappbar ist. Um ein Neigen der geöffneten Greifzange 1 auszuschließen,
empfiehlt sich jedoch eirf symmetrische Ausbildung der Greifzange.
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Claims (1)
- η· ι ι UCIAAIITDCIQTCD ^ 894 MEMMINGEN/BAYERNDipl.-Ing. HELMUT PFISTER j BuxaaW.,rae. ,T«Ufon «B3Potlichtddconto Manchen Nr. 134339 Vorwahl 08331 £ i |^| 1967Bankkonto: Bayariich· V»r»inibonk Mammfngwi21/8Patentansprüche1. Vorrichtung an Lastfahrzeugen zum Transport und zur seitlichen Be- und Entladung des Lastfahrzeuges mit Ladegut, Insbesondere mit aufeinandergestapelten Bausteinen, unter Verwendung eines zweiteiligen, je aus einem Schwingenpaar bestehenden Ladegerätes, dessen einer Teil am vorderen und dessen anderer Teil am rückwärtigen Ende der Ladefläche angeordnet 1st, welches Ladegerät eine Greifzange für die Last trägt, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Greifzange (1) im wesentlichen über den ganzen Raum zwischen den beiden Ladegerätteilen (2,3) erstreckt, daß die Greifzange (1) aus einem Mittelteil (Ί) und zwei seitlich angeordneten Greifplatten (5,6) besteht, welche Greifplatten um parallel zur Fahrzeuglängsachse verlaufende Achsen (7,8) verschwenkbar sind, wobei die Breite des Mittelteils (4) annähernd der halben Breite der Ladefläche (9) entspricht und wobei die Greifplatten (5,6) mittels ihrer Verschwenkeinrichtung (lo) in eint annähernd horlsontale109811/0287 _2.Lage hochklappbar sind, In welcher Lage die Greifzange über einen auf das Lastfahrzeug (11) aufgeladenen Ladegutstapel (12) seitlich bewegbar ist.2« Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Greifplatten (5,6) in der hochgeklappten Stellung miteinander einen stumpfen Winkel einschließen.3, Vorrichtung nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, mit zwei parallelen Ladegutstapeln, dadurch gekennzeichnet, daß das Lastfahrzeug (11) nur auf der Seite des zuerst aufgeladenen Ladegutstapels (12) eine Seltenbordwand (13) besitzt und beim Transport die Greifzange (1) den anderen Ladegutstapel(l4) umgreift und sichert.U, Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladegutstapel (12,11J) beim Transport gegen die Fahrzeugmittelebene in Richtung auf den zuerst aufgeladenen Ladegutstapel (12) versetzt sind.5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die sich beim Transport im wesentlichen in der Mittelebene des Lastfahrzeugs befindliche Qreifplatt« (5) beidseitig flächig verkleidet ist.109811/020?Leerseite
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