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Vorrichtung zum Verteilen von Fahr-zeugen in Garagen Die Erfindung
bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verteilen von Fahrzeugen in Garagen mit einem
Aufzug, bei der zum Bewegen der Fahrzeuge ein auf der Aufzugsplattform angeordneter
und aus dieser ausschiebbarer Transportwagen vorgesehen ist, der unter das zu parkende
Fahrzeug schiebbar und mit Greifem versehen ist, die aus dem Transportwagen quer
zur Fahrtrichtung ausschwienkbar sind und dabei die Laufflächen der Räder erfassen,
so daß das Fahrzeug, auf den eigenen Rädern rollend, von dem Aufzug in den Abstellplatz
und umgekehrt gebracht werden kann.
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Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art fassen die Greifer nur
an den Laufflächen von zwei gleichachsigen Kraftwagenrädern an. Dabei können Betriebsstörungen
auftreten, wenn die Räder der Fahrzeuge nicht parallel zur Transportwagenlängsachse
liegen oder verschiedenen Abstand von dieser Längsachse haben.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
gekennzeichneten Art zu schaffen, in welcher die Greifer stets einen sicheren Halt
für die Räder gewährleisten und Betriebsstörungen dadurch ausgeschlossen werden.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst worden, daß die Greifer
aus einem gegen die untere Innenseite der Fahrzeugräder andrückbaren Teil und einem
senkrecht dazu stehenden, die Laufflächen der Räder führenden Teil bestehen. Durch
den Angriff sowohl an den Innenseiten als auch an den Laufflächen der Räder wird
in jedem Fall ein sicheres Greifen und Halten erzielt.
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Die Sicherheit läßt sich weiterhin dadurch erhöhen, daß die Vorrichtung
mit Greifem für alle vier Räder versehen ist. Dabei können zur Reibungsminderung
die an die Innenseite der Fahrzeugräder andrückbaren Teile der Greifer an der dem
Rad zugewandten Seite Kugeln und/oder Rollen aufweisen, und es kann an dem die Laufflächen
der Räder führenden Teil ebenfalls ein rollender Teil angeordnet sein.
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Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 4 bis
12.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Es zeigt F i g. 1 schematisch einen Transportwagen nach der Erfindung in
drei Stellungen: auf der Plattform, vor und hinter der Plattform des Aufzuges, F
i g. 2 eine Teildraufsicht des Transportwagens in größerem Maßstab, Fi
g. 3 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fi g. 2, F i g. 4
einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 2, Fig. 5 und 6 in Draufsicht
und Seitenansicht die Greifer für die Räder eines Fahrzeuges, die von innen nach
außen gegen den unteren Teil der Bereifung gedrückt werden, um auf diese Weise einen
festen Kontakt des Fahrzeuges mit dem Transportwagen herzustellen, damit der Transportwagen
das Fahrzeug mitnehmen kann, F i g. 7 eine Abänderung der Einrichtung nach
Fig. 6,
F i g. 8 eine schematische Darstellung der gesamten hydraulischen
Einrichtung am Transportwagen, F i g. 9 eine Variante in der hydraulischen
Anlage, F ig. 10 und 11 die Vorrichtung mit den seitlich angreifenden
Greiferteilen zum Halten der Wagenräder mit der Möglichkeit, auch nicht geradestehende
Räder zu ergreifen, und F i g. 12 die Vorrichtung mit den an der Lauffläche
der Reifen angreifenden Greiferteilen.
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In F i g. 1 ist 1 eine Plattform, z. B. eines Lastenaufzuges,
von der aus die Fahrzeuge zu den verschiedenen Stockwerken einer Garage gebracht
werden können. Ein Fahrzeug a, in Strichlinien gezeichnet, wird von einem Transportwagen
b getragen und kann mit dem Transportwagen in die Stellung d, b'
vor der Plattform und d', Y' hinter der Plattform gebracht werden.
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Die Plattform 1 trägt alle Antriebsmittel, um den Transportwagen
in die drei gezeichneten Stellungen b, b' und Y' zu bringen.
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Der Transportwagen besteht im wesentlichen aus einem langgestreckten
rechteckigen Rahmen 16, dessen
in Längsrichtung verlaufende
Innenseiten als Zahnstangen 17 ausgebildet sind.
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In F i g. 2, 3 und 4 sind die Vorrichtungen dargestellt,
durch welche die Räder eines zu parkenden Fahrzeuges vom Transportwagen ergriffen
werden, wenn er beim Ausfahren von der Plattform bis unter ein Fahrzeug gelangt
ist. Diese Vorrichtungen bestehen aus Greifern, die sich quer zur Längsrichtung
des Fahrzeuges von innen her nach außen gegen jedes einzelne der vier Wagenräder
drücken und außerdem auch alle Räder an der Lauffläche erfassen. Die Greifflächen
sind mit sich drehenden Kugeln oder Rollen versehen.
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Dadurch kann das zu parkende Fahrzeug auf die Plattform gezogen, um
später am gewünschten Ab-
stellplatz wieder hinausgeschoben zu werden. Wenn
der Transportwagen das Fahrzeug dann am gewünschten Ort gelassen hat, werden die
Greifer wieder gelöst, indem sie sich nach dem Inneren des Transportwagens zurückziehen.
Zur Durchführung dieser Bewegungen ist folgende Einrichtung vorgesehen: Wie aus
F i g. 2 ersichtlich ist, ist in der Mitte des Transportwagens eine in Längsrichtung
liegende Schubstange 30 vorgesehen, die am einen, in der Zeichnung unteren
Ende durch eine starke Schraubenfeder 39 an einem Quersteg des Rahmens
16 gehalten wird. Am anderen, in der Zeichnung oberen Ende ist die Schubstange
30 durch zwei Stiftschrauben 88 und 89 mit einer Kolbenstange
40 verbunden, deren Verlängerung als hydraulischer Kolben in einem Zylinder 41 ausgebildet
ist. Der hydraulische Zylinder 41 ist an seinem oberen Ende 42 an einem weiteren
Querträger des Rahmens angelenkt. An die Schubstange 30 sind zwei Paare von
Parallelogrammlenkern 33, 34 und 35, 36 angelenkt, an deren freien
Enden Greifer 37 angelenkt sind.
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Die beiden Parallelogrammlenker 33, 34 sind über ihren Drehpunkt
hinaus nach oben verlängert und bilden mit Armen 43, 44 eine Art Schere. An die
Enden der Arme 43, 44 sind Kolbenstangen 45, 46
angelenkt, deren Kolben in
Zylindern 47, 48 gleiten, die ihrerseits an demselben Ouerträger wie der Zylinder
41 in Gelenken 49 und 50 angelenkt sind.
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Die beiden Zylinder 47 und 48 und ihre Wirkungsweise sind besonders
in F i g. 9 dargestellt. -
Der Transportwagen rollt bei seinen Fortbewegungen
sowohl auf der Plattform als auch auf dem Boden der Boxen 2 auf an seineni Rahmen
angebrachten Rädern 51. Diese Räder laufen in Schienen 1'. Außerdem
befinden sich an beiden Enden Frontrollen 52 mit horizontaler Achse, und an den
vorderen und hinteren Ecken des Transportwagens befinden sich schr'äg zur Längsrichtung
angebrachte Rollen 53.
Diese beiden Rollen-Systeme dienen dazu, den Vorschub
des Transportwagens stillzusetzen, wenn unter dein Fahrzeug irgendein unvorhergesehener
Widerstand durch den Kontakt mit diesen als Fühler arbeitenden Rollen festgestellt
wird. Die Frontrolle 52
kann sich parallel zu sich selbst verschieben. Dadurch
wird ein Schalter betätigt und der Vorschub gebremst.
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Die Greifelemente für das zu transportierende Fahrzeug seien an Hand
der F 1 g. 5, 6 und 7 näher beschrieben. Sie bestehen aus einem U-Profil
mit am Ende angebrachten hydraulischen Zylindern 55, dem durch eine Leitung
57 das Druckmittel zugeführt wird. Um den Zylinder 55 herum sitzen
lose die die Laufflächen führenden Teile 54 der Greifer. Der Zy-
linder kann
durch das Druckmittel, wie in F i g. 5
durch Strichlinien angedeutet ist,
vorgeschoben werden. Die offene Seite des U-Profils ist nach außen gerichtet, also
den Reifen der Fahrzeugräder zugekehrt, und enthält Rollen und/oder Kugeln
58, 59, 60, 61,
62, die beim Andrücken der Greifer mit den inneren
Seitenflächen der Fahrzeugreifen in Kontakt komnien (F i g. 5, 6, 7). Die
Bewegung der Greifvorrichtung und Greiferteile bis in die durch Strichlinien angegebene
Stellung ist besonders aus F i g. 2 ersichtlich.
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Wenn der Transportwagen bis unter ein Fahrzeug geschoben ist, wird
die Hydraulik in Tätigkeit gesetzt. Dadurch zieht der Kolben im hydraulischen Zylinder
41 an der Kolbenstange 40 und an der Schubstange 30 entgegen der Kraft der
Schraubenfeder 39, und der Drehpunkt der Parallelogranimlenker
33, 34 rückt zusammen mit der Stange 30 nach oben (F i g. 2),
die an die Kolbenstangen 45, 46 angelenkten Arme 43, 44 öffnen sich und die Greifer
37 schwingen nach außen, wobei die beiden Zylinder 47,48 ebenfalls um deren
Gelenke 49, 50 leicht nach außen schwingen.
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Dasselbe Druckmittel, das auf den Kolben des Zy-
linders 41
wirkt, betätigt auch die Kolben in dem die Laufflächen führenden Teil 54. Letztere
Bewegung erfolgt sogar noch etwas früher als das Ausschwingen der Greifer, da nur
der Widerstand der Federn zu überwinden ist.
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Sobald die Greifer 37 mit den Reifen der Wagenräder in Kontakt
gekommen sind, erhöht sich durch den Widerstand der Druck in der Leitung, und die
Kolbenstangen 45, 46 drücken in die Zylinder 47, 48 hinein und verkürzen sich dadurch;
die Greifer 37
gleiten dabei, fest gegen die Reifen gepreßt, mit den Rollen
und Kugeln an den Innenseiten der Reifen liegend, bis die Lauffläche der Reifen
gegen die die Laufflächen führenden Teile 54 der Greifer stößt. In diesem Augenblick
ist das Fahrzeug fest mit dem Transportwagen verbunden und kann auf die Plattform
gezogen werden.
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Das hydraulische System sei an F i g. 8 erläutert-. Die Druckflüssigkeit
befindet sich in einem Druckmittelbehälter 67, von wo aus sie durch ein Filter
69
und eine Leitung 68 zu einer Druckpumpe 66 gelangt, die durch
einen Elektromotor 65 angetrieben wird. Durch eine Leitung 70 gelangt
das Druckmittel in einen Druckspeicher 71, der als Druckluftakkumulator für
das hydraulische Druckmittel ausgebildet sein kann. Von diesem Behälter
71 aus gehen Leitungen 72, 73, in denen sich Rückschlagventile, 74,
75 befinden, zu Verteilern 76, 77. Durch ein von Hand betätigtes Ventil
78 kann der Druck im Inneren des Druckspeichers 71 mit einem Manometer
79 und Druckregler 80 in Verbindung gebracht werden, so daß von diesem
Druckregler 80 aus der Motor betätigt oder außer Betrieb gesetzt werden kann.
Durch die Verteiler 76, 77 gelangt das Druckmittel zu den bereits vorher
beschriebenen hydraulischen Zylindem.
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Zu den hydraulischen Zylindern 41 gelangt das Druckmittel durch verstellbare
Ventile 81. Jeder Verteiler 76, 77 hat eine Rücklaufleitung, wobei
der Rücklauf durch eines der elektrisch betriebenen Durchgangsventile
83, 83' geregelt werden kann, Der Druckspeicher 71 hat ebenfalls eine
Rücklaufleitung, die durch das Sicherheitsventil 82 in Betrieb gesetzt wird.
Zu F i g. 9 ist zu bemerken, daß die Zylinder
47,48 an einer
hydraulischen Federeinrichtung 84,85
angeschlossen sind.
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Wie bereits gesagt wurde, werden die Kolbenstangen 45, 46 nach dem
Ausschwingen der Greifer in die Zylinder 47, 48 hineingedrückt, und das verdrängte
Druckmittel geht in die hydraulische Federeinrichtung 84, 85, wobei das Druckmittel
durch die Rückschlagventile 86, 87 geht, die später auf elektrischem Wege
geöffnet werden können, damit das Druckmittel erneut in die Zylinder 47, 48 gelangen
kann. Es kann auch nur ein einziges Rückschlagventil vorhanden sein, wie durch Strichlinien
in F i g. 9 dargestellt ist.
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Das Sicherheitsventil 82 muß derart eingestellt sein, daß der
Druck in den Leitungen genügt, um die Kolbenstangen 45, 46 nach oben zu schieben
und dabei das Druckmittel aus den Zylindern 47, 48 zu entfernen.
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Das Greifersystem, insbesondere die Anordnung der schwenkbaren Zylinder
47, 48, hat noch weitere Vorteile, die insbesondere aus F i g. 10 und
11 hervorgehen. Wenn ein Greifer früher in Kontakt mit einem Reifen kommt
als der dem System zugeordnete zweite Greifer, so schwingt der hydraulische Zylinder
41 mitsamt der Kolbenstange 40 und der Schubstange 30 um den Drehpunkt am
oberen Ende 42 (F i g. 2). Dies ist wichtig, weit die Fahrzeuge sehr häufig
von den Fahrern in einer nicht genau zentrischen Stellung vor die Plattform gefahren
werden.
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In F i g. 10 ist die Anpassung des Greifersystems an Fahrzeuge
mit verschiedenen Achs- und Radabständen gezeigt. Der Transportwagen läßt sich gegenüber
einem Fahrzeug selbsttätig zentrieren.
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Die Verbindung der Kolbenstangen 40 mit den Schubstangen
30 ist starr, wenn dabei die beiden in Längsrichtung angeordneten Stiftschrauben
88, 89
benutzt werden. In diesem Falle schwenken die Greifer parallel zur
Schubstange 30 nach außen, auch wenn das starre System um den Drehpunkt am
oberen Ende 42 schwingt, so daß die Greifer nicht parallel zur ideellen Mittellinie
des Transportwagens zu stehen kommen (siehe F i g. 11 unten).
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Wenn, wie aus F i g. 11 ersichtlich ist, ein Fahrzeug bei dem
Transport auf dem Transportwagen nicht zentriert ist und dieser in Pfeilrichtung
eingeholt wird, dann kann das Fahrzeug auf dem Transportwagen zentriert werden.
Zu diesem Zweck kann derart verfahren werden, daß die beiden Stiftschrauben
88, 89
auf einer Seite beibehalten werden, während von den beiden Stiftschrauben
88, 89 auf der anderen Seite eine entfernt wird, wodurch dann eine Winkelstellung
zwischen der Kolbenstange 40 und der Schubstange 30 möglich ist (F i
g. 11 oben).
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Da die Räder des einzuholenden Fahrzeuges nicht auf dem Transportwagen
ruhen, sondern sich drehen können, obwohl sie durch die Greifer festgehalten werden,
was durch die bereits erwähnten Rollen und Kugeln ermöglicht wird, können sich die
Vorderräder beim Vorwärtsrollen automatisch zur Mittelachse des Transportwagens
zentrieren. Dieser ganze Vorgang wird noch besonders durch die starke Schraubenfeder
39 gefördert, deren Tendenz es ist, den hydraulischen Zylinder 41 zusammen
mit der Kolbenstange 40 und der Schubstange 30 in eine gerade Linie zu bringen.