DE1279718B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Elektronenroehre mit einer photoempfindlichen Schicht in einem Vakuumraum und nach diesem Verfahren hergestellte Elektronenroehre - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Elektronenroehre mit einer photoempfindlichen Schicht in einem Vakuumraum und nach diesem Verfahren hergestellte ElektronenroehreInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H04n
HOIj
Deutsche Kl.: 21 al-32/35
Deutsche Kl.: 21 al-32/35
Nummer: 1279718
Aktenzeichen: P 12 79 718.1-31 (N 28080)
Anmeldetag: 19. Februar 1966
Auslegetag: 10. Oktober 1968
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Elektronenröhre mit einer sich durch Erhitzen
leicht zersetzenden photoempfindlichen Schicht, bei dem der Zusammenbau in einem geschlossenen
Vakuumraum erfolgt. Ein solches Verfahren ist bekannt.
Beim bekannten Verfahren wird die Röhre vollständig in einem Vakuumraum zusammengebaut, wodurch
sich der Vorteil ergibt, daß die Röhre kein zuzuschmelzendes Entlüftungsrohr braucht. Dieses bekannte
Verfahren wird in einer Vakuumglocke ausgeführt, die erhitzt wird, um die zusammenzusetzenden
Röhrenteile soweit wie möglich zu entgasen.
Damit in einer Elektronenröhre, insbesondere einer Vidiconröhre, während des Zusammensetzens die
sich leicht zersetzende photoempfindliche Schicht ihre photoelektrischen Eigenschaften beibehalten kann,
darf diese Schicht nicht über etwa 100° C erhitzt werden. Dadurch entsteht der Nachteil, daß bei der
verhältnismäßig niedrig zu haltenden Temperatur die Röhre im Vakuumraum nicht hinreichend entgast
wird.
Die Erfindung bezweckt, ein Verfahren anzugeben,
das sich besonders gut zur Herstellung von Vidiconröhren eignet, bei dem also einerseits die zusammenzusetzenden
Röhrenteile hinreichend entgast werden und andererseits die betreffende photoempfindliche
Schicht sich nicht zersetzt.
Das Verfahren nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß in einem Vakuumraum an zwei
verschiedenen Stellen und bei verschiedenen Temperaturen einerseits ein mit einer photoempfindlichen
Schicht versehener Tragkörper und andererseits die im wesentlichen aus zwei Teilen bestehende Hülle
mit den übrigen Einzelteilen der Elektronenröhre durch Erhitzung entgast werden, worauf bei niedrigerer
Temperatur der mit der photoempfindlichen Schicht versehene Tragkörper in einem der Hüllenteile
befestigt wird und danach die beiden Hüllenteile durch an sich bekanntes Zusammenpressen unter
Verwendung einer hierfür geeigneten Zwischenschicht vereinigt werden und dann die fertige Röhre aus dem
Vakuumraum entfernt wird.
Bei diesem Verfahren nach der Erfindung besteht die Möglichkeit, in einem der Teile des Vakuumraums
die Röhrenteile bei hoher Temperatur zu entgasen, während in dieser Zeit die photoempfindliche
Schicht in dem Vakuum an einer entfernten Stelle gehalten und dort bei einer bedeutend niedrigeren
Temperatur entgast wird. An dieser Stelle ist die Temperatur gerade derart gewählt, daß die photoempfindliche
Schicht sich nicht zersetzt.
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung
einer Elektronenröhre mit einer
photoempfindlichen Schicht in einem
Vakuumraum und nach diesem Verfahren
hergestellte Elektronenröhre
einer Elektronenröhre mit einer
photoempfindlichen Schicht in einem
Vakuumraum und nach diesem Verfahren
hergestellte Elektronenröhre
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter:
Dr.-Ing. H.-D. Zeller, Patentanwalt,
2000 Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Als Erfinder benannt:
Rene Legoux, Sceaux, Seine (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 23. Februar 1965 (6690)
Es ist an sich bekannt, Teile eines Speichersystems im Vakuum zusammenzubauen. Die Montage der
Röhre, also das Zusammensetzen dieser Speichersystemteile mit den übrigen Teilen der Röhre, findet
dabei jedoch nicht im gleichen Vakuum statt. Eine Entgasung bei verschiedenen Temperaturen ist denn
auch nicht bekannt.
Es ist an sich weiterhin bekannt, bei der Montage von Vidiconröhren zuerst durch ein Kaltpreßverfahren
eine Stirnplatte und den Röhrenkolben unter Verwendung einer geeigneten Zwischenschicht kalt zusammenzupressen.
Erst nach diesem Verfahrensschritt wird der Kolben in einem gesonderten Ver- fahren gepumpt und am Pumpstengel zugeschmolzen.
Eine geeignete Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen Hauptvakuumraum (Glasglocke) enthält, in dem die Röhre zu einem verschlossenen
Ganzen montiert wird und einen mit dem Hauptvakuumraum in Verbindung stehenden Hilfsvakuumraum
aufweist, und diese beiden Räume mit individuellen Erhitzungsmitteln, etwaigen Abkühlungsmitteln
und mit Mitteln versehen sind, durch welche ein Tragkörper mit einer photoempfindlichen
Schicht aus dem Hilfsvakuumraum zum Hauptvakuumraum (Glasglocke) beförderbar ist.
809 620/258
Der Vakuumraum ist dabei in einen Hauptraum zum Vereinigen der beiden Hüllenteile und einen
Nebenraum aufgeteilt, in dem der Tragkörper mit der photoempfindlichen Schicht zeitweilig untergebracht
werden kann, während die weiteren Rohrenteile bei einer verhältnismäßig hohen Temperatur
entgast werden.
Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die Vorrichtung nach der Erfindung teilweise in einer Seitenansicht und teilweise in einem
Querschnitt,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie Π-Π nach
Fig. 1, und einen "Mechanismus zum Verschieben eines Tragkörpers mit der photoempfindlichen Schicht,
F i g. 3 eine Vidiconröhre, die durch das Verfahren nach der Erfindung hergestellt ist und
F i g. 4 einen Tragkörper mit einer photoempfindlichen Schicht und Ansätzen zur Befestigung in
einem der Teile der Röhrenhülle. ao
Die durch das erfindungsgemäße Verfahren herzustellenden Röhren werden im Innern eines zylindrischen,
senkrecht" angeordneten Hauptvakuumraumes
zusammengesetzt, der aus einem unteren Teill aus rostfreiem Stahl besteht, auf dem eine
Glasglocke 2 "befestigt ist. Der Hauptvakuumraum steht mit einem seitlichen Hilf svakuum 18 in Verbindung.
Auf dem stählernen Teil 1 sind Mittel zum Festhalten
der Röhrenteile und zum Ausführen von Bewegungen im Innern des Vakuumraums und zum
Verschließen der Röhre angeordnet.
Das Vakuum in der Glocke 2 wird durch eine Pumpe 5, die in„ Verbindung mit dem stählernen
TeE 1 steht, unterjZwischenfügung einer Metallklappe
6 aufrechterhalten.
Alle gemeinsam die Vakuumglocke und die Pumpe bildenden Einzelteile sind durch geeignete Metallverbindungen
derart zusammengefügt, daß das Ganze bis zu Drücken νοη"Ι(Γί0 Torr vakuumdicht ist.
Ein Kolben einer Röhre wird durch zwei zylindrische Teile gebildet, die mit metallenen Ringteilen
9 und 10 versehen sind, die durch die Wirkung einer Kraft verbunden werden können, welche diese Teile
gegeneinander drückt. Die Verbindung wird durch das Zusammenpressen von zwei Metallteilen hergestellt,
die aus dem gleichen Metall-niit hohen Flußeigenschaften
bestehen. Zu diesem Zweck wird ein weiches Metall, z. B. Indium, benutzt. Dieses Metall
wird in eine V-förmige Nut gebracht, die in dem unteren Teil 9 vorgesehen ist und die den einen der
beiden Teile darstellt.
Der nach unten gerichtete Rand des oberen Teiles
10 dieser Verbindung wird mit einem weichen Metall verkleidet, indem dieser Rand in das in der V-Nut
des Teiles 9 vorhandene Indiumschmelzbad getaucht wird.
Die Einzelteile der Vidiconröhre werden im Innern des Vakuumraumes montiert. Einer der Teile der
Röhre, d. h. der Kragen der Röhre 19, der die Elektronenkanone und den Teil 10 enthält, wird durch
zwei Säulen 12 gehalten, die parallel zur Achse der Glocke 2 liegen. Der zugehörende Röhrenteil, der
das Vorderfenster 20 mit dem Teil 9 der Röhre bildet, ist auf einem Block 14 befestigt, der sich entlang
der Säulen 12 bewegen kann. Dieser Block 14 ist mit einer Stange 4 einer hydraulischen Presse gekuppelt,
die eine Kraft von einigen Tonnen ausüben kann.
Dieser Mechanismus muß selbstverständlich in bekannter Weise z. B. mit einem nicht dargestellten
Vakuumbalg derart gekuppelt werden, daß während der Arbeit das Vakuum in der Glocke 2 aufrechterhalten
bleibt.
In einem gewissen Abstand von dem Fenster 20 des Vidicons muß ein Tragkörper 21 mit der photoempfindlichen
Schicht befestigt werden. Dieser Tragkörper 21 wird zunächst innerhalb des Hilfsvakuums
18 auf einem bekannten Mittel 22 befestigt. Mittels eines Rades 23 und eines Pantographen 24, die durch
einen Balg 25 wirksam sind (siehe auch Fig.2), kann der Tragkörper 21 durch Translation horizontal
bewegt werden und gerade in die richtige Endlage in der Achse des Fensters 20 der Röhre gebracht
werden.
Nach Beendigung aller Vorgänge wird die Glocke 2 verschlossen, entlüftet und die montierten Röhrenteile
werden daraufhin entgast.
Zu diesem Zweck wird das Fenster 20 bis in die Nähe des Ansatzes 19 der Röhre hochgeführt und
danach bei einer Temperatur von 350° C gemeinsam mit den anderen Einzelteilen entgast.
Während dieser Zeit ist der Tragkörper 21 in Richtung auf die Mitte des seitlichen Hilfsvakuums 18
weggeklappt, in dem bei einer Temperatur von nur 100 bis 110° C entgast wird.
Nach der Entgasungszeit wird die Verbindung zwischen den Röhrenteilen zum endgültigen Verschließen
vorbereitet.
Zu diesem Zweck wird der Block 14 hochbewegt, bis der metallene obere Rand des Teiles 10 in das
Bad mit dem geschmolzenen weichen Metall getaucht wird. Dieses Bad ist in der V-förmigen Nut des Teiles
9 vorhanden. Das weiche Metall überzieht innerhalb einiger Minuten den Metallrand des Teiles 10.
Darauf werden die zwei Teile voneinander wegbewegt, indem der Block 14 bis auf eine hinreichende
Höhe derart abgesenkt wird, daß der Körper 21 zwischen die Teile 9 und 10 gelangen kann.
Nach der Beendigung der Wärmebehandlungen bei hohen Temperaturen wird die Temperatur des Ganzen
auf Zimmertemperatur verringert.
Darauf wird die Röhre durch ein bekanntes Aktivierungsverfahren empfindlich gemacht. Nach Beendigung
dieses Verfahrens wird das Fenster 20 abwärts bewegt, so daß der Körper 21, der durch das
Bad 23 in die richtige Stellung geführt wird, an dem Fenster 20 befestigt werden kann.
Wenn der Körper 21 gegenüber dem Fenster 20 liegt, werden die sphärischen Ansätze 26 des Körpers
(F i g. 4) bei dem Hochbewegen des Blockes 14 ergriffen, die in entsprechende Einsparungen des Fensters
20 eindringen können.
Dann wird der Mechanismus 24 in den seitlichen Hilfsvakuumraum 18 zurückgezogen und die Röhre
wird durch Ausüben einer Kraft mittels einer hydraulischen Presse verschlossen, die die Teile 9 und 10
derart zusammenpreßt, daß zwischen diesen Teilen ein intermetallischer Kontakt hergestellt wird.
Schließlich wird die Glasglocke 2 entfernt und die erhaltene Vidiconröhre wird herausgenommen.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung einer Elektronenröhre mit einer sich durch Erhitzen leicht zersetzenden
photoempfindlichen Schicht, bei dem der Zusammenbau in einem geschlossenen Vakuum-
raum erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Vakuumraum an zwei verschiedenen
Stellen (2,18) und bei verschiedenen Temperaturen einerseits ein mit einer photoempfindlichen
Schicht versehener Tragkörper (21) und andererseits die im wesentlichen aus zwei Teilen (19, 20)
bestehende Hülle mit den übrigen Einzelteilen der Elektronenröhre durch Erhitzung entgast werden,
worauf bei niedrigerer Temperatur der mit der photoempfindlichen Schicht versehene Tragkörper
(21) in einem der Hüllenteile (20) befestigt wird und danach die beiden Hüllenteile durch an sich
bekanntes Zusammenpressen unter Verwendung einer hierfür geeigneten Zwischenschicht vereinigt
werden und dann die fertige Röhre aus dem Vakuumraum (2) entfernt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen Hauptvakuumraum (Glasglocke 2) enthält, in dem die Röhre zu einem verschlossenen
Ganzen montiert wird und einen mit dem Hauptvakuumraum (2) in Verbindung stehenden
Hilfsvakuumraum (18) aufweist, und diese beiden Räume mit individuellen Erhitzungsmitteln, etwaigen
Abkühlungsmitteln und mit Mitteln (23, 24) versehen sind, durch welche ein Tragkörper
(21) mit einer photoempfindlichen Schicht aus dem Hilfsvakuumraum (18) zum Hauptvakuumraum
(Glasglocke 2) beförderbar ist.
3. Durch das Verfahren nach Anspruch 1 hergestellte Elektronenröhre, dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektronenröhre eine Vidiconröhre ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1055 584,
463;
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1055 584,
463;
Patentschrift Nr. 34 317 des Amtes für Erfindungsao und Patentwesen in Ost-Berlin.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 620/258 9.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR6690A FR1434292A (fr) | 1965-02-23 | 1965-02-23 | Procédé de fabrication de tubes électroniques comportant une couche photo-sensible décomposable par chauffage poussé, appareillage à cet effet et tubes en résultant |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1279718B true DE1279718B (de) | 1968-10-10 |
Family
ID=8571695
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEN28080A Withdrawn DE1279718B (de) | 1965-02-23 | 1966-02-19 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Elektronenroehre mit einer photoempfindlichen Schicht in einem Vakuumraum und nach diesem Verfahren hergestellte Elektronenroehre |
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- 1966-02-19 DE DEN28080A patent/DE1279718B/de not_active Withdrawn
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Also Published As
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