DE1274110B - Verfahren zum Reinigen von rohem Bis-ª-hydroxyaethylterephthalat - Google Patents
Verfahren zum Reinigen von rohem Bis-ª-hydroxyaethylterephthalatInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
Deutsche Kl.:
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Auslegetag:
C07c
BOIj
12O-14
12 g-11/08
12/^2
P 12 74 110.5-42 (S 103787)
13. Mai 1966
!.August 1968
Bis-ß-hydroxyäthyltherephthalat ist ein wichtiges
Ausgangsmaterial zur Herstellung von Polyäthylenterephthalat. Ein Verfahren zur Herstellung dieses
Esters aus Terephthalsäure und Äthylenoxid ist zwar wirtschaftlich, der Rohester jedoch mit farbgebenden
Stoffen verunreinigt, die zur Hauptsache aus der eingesetzten Terephthalsäure stammen. Diese Farbstoffe
rufen ihrerseits bei Polyäthylenterephthalat eine Verfärbung hervor, so daß sie entweder abgetrennt
oder vor der Polykondensation in nicht färbende Stoffe umgewandelt werden müssen. Zu diesem
Zweck wird im allgemeinen eine wäßrige Lösung von Bis-(/3-hydroxyäthyl)-terephthalat mit einem Adsorptionsmittel,
wie Aktivkohle, behandelt. Es ist jedoch nicht möglich, die Menge dieser verfärbenden
Stoffe dadurch genügend zu verringern.
Andererseits kann man Bis-(^-hydroxyäthyl)-terephthalat
mit einem geringen Gehalt an verfärbenden Stoffen aus vorgereinigter Terephthalsäure erhalten.
Zur Reinigung der Terephthalsäure sind jedoch kost- ao spielige Maßnahmen erforderlich, weil keine geeigneten
Lösungsmittel zur Verfügung stehen. Aber selbst dann, wenn Bis-(jS-hydroxyäthyl)-terephthalat
aus derartig gereinigter Terephthalsäure hergestellt wird, muß es zur Herstellung von Polyäthylenterephthalat as
vor der Polykondensation mit Aktivkohle behandelt werden.
Im allgemeinen muß das Polymere eine Hazenzahl von weniger als 180 aufweisen. Selbst wenn das Bis-(ß-hydroxyäthyl)-terephthalat
nach dem vorgenannten umständlichen Verfahren gereinigt ist, kann die Hazenzahl seines Polymeren nur auf einen Wert von
110 bis 180 verringert werden.
Es wurde nun gefunden, daß man Bis-(/?-hydroxyäthyl)-terephthalat
auf einfachem Wege dadurch reinigen kann, wenn man auf eine wäßrige Lösung von rohem Bis-(/S-hydroxyäthyl)-terephthalat in
Gegenwart von Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium, Nickel oder Kobalt als Katalysator Wasserstoffgas
einwirken läßt.
Zunächst wird eine wäßrige Lösung von rohem Bis-(|S-hydroxyäthyi)-terephthalat hergestellt. Obwohl
die hierfür anzuwendende Wassermenge nicht kritisch ist, wird Wasser gewöhnlich in der zwei- bis zehnfachen
Gewichtsmenge, bezogen auf Bis-(^-hydroxyäthyl)-terephthalat, verwendet, da dieses in Wasser leicht
löslich ist. Je nach den Herstellungsbedingungen des Bis-(/3-hydroxyäthyl)-terephthalats, z. B. aus Äthylenoxid
und Terephthalsäure, wird eine bestimmte Menge an Dimerem gebildet. Da dieses Dirnere sich
nicht in Wasser löst, kann man es bei der Herstellung einer wäßrigen Lösung von Bis-(jS-hydroxyäthyl)-Verf
ahren zum Reinigen von rohem
Bis-/?-hydroxyäthylterephthalat
Bis-/?-hydroxyäthylterephthalat
Anmelder:
Sumitomo Chemical Company, Ltd., Osaka
(Japan)
Vertreter:
Dr. E. Jung und Dr. V. Vossius, Patentanwälte,
8000 München 23, Siegesstr. 26
Als Erfinder benannt:
Hirokazu Arai,
Tsurutake Yano, Ibaraki-shi (Japan)
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 14. Mai 1965 (28 458)
terephthalat durch Filtration abtrennen. Bei der Herstellung von Bis-(jS-hydroxyäthyl)-terephthalat kann
die Bildung des Dimeren unterdrückt werden, wenn Terephthalsäure in fester Phase immer in einer Menge
von 0,5 Teilen, vorzugsweise mehr als 2 Teilen je 100 Teile der Reaktionslösung vorliegt. Wenn Terephthalsäure
in zu großer Menge vorliegt, wird die Filtration der Terephthalsäure schwierig.
Die günstigste Menge liegt unterhalb 15 Teilen.
Die erhaltene wäßrige Lösung des Bis-(/?-hydroxyäthyl)-terephthalats
wird anschließend in Gegenwart eines der vorstehend genannten Metalle mit Hilfe von Wasserstoffgas reduziert. Diese Behandlung wird
vorzugsweise so lange durchgeführt, bis die eine Verfärbung hervorrufenden Stoffe genügend reduziert
sind. Vorzugsweise beträgt bei 50 bis 100° C die Zeit 1 bis 180 Minuten. Die Reduktion kann auch oberhalb
100° C durchgeführt werden, doch bei einer allzu hohen Temperatur bildet sich bereits das Dimere.
Wird keine hohe Temperatur angewandt, kann die Reduktion in befriedigender Weise bei einer konzentrierten
wäßrigen Lösung des Bis-(/?-hydroxyäthyl)-terephthalats
durchgeführt werden. Bei einer Behandlungstemperatur unterhalb 100°C ist im
allgemeinen die Hydriergeschwindigkeit ausreichend. Die Reduktion bei einer allzu niedrigen Temperatur
ist jedoch unerwünscht, weil in diesem Fall eine konzentrierte wäßrige Lösung des Bis-(^-hydroxyäthyl)-terephthalats
nicht verwendet werden kann.
Als Katalysatoren eignen sich Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium, Nickel oder Kobalt, d. h.
Metalle, die als Hydrierungskatalysatoren bekannt
809 588/471
3 4
sind, oder deren Verbindungen, z. B. Palladium- säure oder Behandlung mit Aktivkohle. Wenn der
chlorid, Nickeloxid oder Kobaltnitrat, die unter den nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelte
Bedingungen der Reduktion zu den Metallen reduziert Bisester polykondensiert wird, erhält man ein PoIywerden.
Diese Katalysatoren können gegebenenfalls meres mit gleicher oder überlegener Qualität. Die
mit einem Träger, wie Aktivkohle, Asbest oder Di- 5 gleichzeitige Anwendung der Behandlung mit Aktivatomeenerde,
verwendet werden. kohle gestattet es, ein besonders reines Bis-(j8-hydroxy-
Zur Reduktion bläst man Wasserstoff bei Atmo- äthyl)-terephthalat zu gewinnen. Bei der Polykondensphärendruck
oder überatmosphärischem Druck in sation dieses Produktes erhält man ein wesentlich
eine wäßrige Lösung des Bis-(/?-hydroxyäthyl)-tere- besseres Polymeres als herkömmlich. Da die Löslichphthalats,
während man den pulverigen Katalysator io keit des Bis-(/?-hydroxyäthyl)-terephthalats in Wasser
in der wäßrigen Lösung durch Rühren oder Schütteln mehrere 100- oder lOOOmal größer ist als die Löslichin
Suspension hält. Man kann die Hydrierung auch in keit von Terephthalsäure in Wasser und da sich der
der Gasphase durchführen, wobei man eine wäßrige Bisester in Wasser beim Abkühlen leicht kristallin
Lösung des Bis-(/S-hydroxyäthyl)-terephthalats eine ausscheidet, kann es in stark konzentrierter wäßriger
mit körnigen Katalysatoren gefüllte Kolonne herab- 15 Lösung behandelt werden. Deshalb können Vorrichtunfließen
läßt. Da diese Katalysatoren eine große Menge gen geringerer Größe und mit geringeren Kosten zur
Wasserstoff adsorbieren, kann man sie vor der Reinigung verwendet werden.
Reduktion mit Wasserstoff beladen. In diesem Fall Die Erfindung wird durch die nachstehenden Beimuß
der Wasserstoff nicht in die wäßrige Lösung ein- spiele erläutert. Teile beziehen sich auf das Gewicht,
geleitet werden, wenn man die Reduktion in Suspension 20 sofern nichts anderes angegeben ist.
durchführt. Bei der Reduktion in einer Füllkörperkolonne genügt es, die wäßrige Lösung des Bis- Beispiel 1
(jö-hydroxyäthyl)-terephthalats durch die Kolonne 500 Teile Terephthalsäure mit einem Terephthalfließen
zu lassen. Dieses Verfahren ist daher besonders aldehydgehalt von 0,35% und einem Absorptionseinfach.
25 wert*) von 1,52, die durch Luftoxydation von p-Xylol
Im Falle der Reduktion in Suspension beträgt die erhalten worden war, werden mit Äthylenoxid bei
Menge des Katalysators vorzugsweise 0,1 bis 2 Ge- 80° C unter Normaldruck in Gegenwart von 1000 Teilen
wichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des Bis- η-Natronlauge umgesetzt. Sobald die Fällung von
OS-hydroxyäthyl)-terephthalats. Terephthalsäure auf einen Wert von etwa 50 Teilen
Nach beendeter Reduktion wird die erhaltene 30 verringert ist, werden weitere 500 Teile Terephthal-Lösung
vom suspendierten Katalysator abfiltriert säure zugegeben. Die Umsetzung wird fortgesetzt
und anschließend zur Kristallisation des Bis-(jS-hy- ■ und wiederholt, bis 1500 Teile Terephthalsäure umdroxyäthyl)-terephthalats
abgekühlt. Die Abkühl- gesetzt sind. Danach wird eine geringe Menge nicht
temperatur liegt in diesem Fall vorzugsweise zwischen umgesetzter Terephthalsäure durch Filtration vom
25 bis 50° C. Bei dieser Kristallisation verbleiben die 35 Reaktionsprodukt abgetrennt, die erhaltenen Kristalle
Reduktionsprodukte zum Teil in Lösung, sie sind zum mit Hilfe einer Zentrifuge abgeschleudert und an-Teil
jedoch auch im Bis-(/?-hydroxyäthyl)-terephthalat schließend aus 4000 Teilen Wasser umkristallisiert,
enthalten. Allerdings rufen sie keine Verfärbung des Es werden 1850 Teile rohes Bis-(/5-hydroxyäthyl)-Polymeren
hervor. Nach der Abtrennung des Bis- terephthalat erhalten. Der Absorptionswert des Proesters
kann die Mutterlauge erneut wieder verwendet 4° duktes beträgt 0,97.
werden. Nach diesem Verfahren jkann die Reduktion 500 Teile des erhaltenen rohen Bisesters werden
ohne Verluste an Bis-(|8-hydroxyäthyl)-terephthalat durch Erhitzen auf 75 0C in 1000 Teilen Wasser
infolge seiner Löslichkeit durchgeführt werden. gelöst, die Lösung in einen 21 fassenden Vierhals-
Nach dem erfindüngsgemäßen Verfahren können kolben gegeben und mit 2,5 g eines 4%igen Palladiumdie
im rohen Bis-(/3-hydroxyäthyl)-terephthalat ent- 45 Aktivkohlen-Katalysators versetzt. In das Reaktionshaltenen
verfärbenden-Stoffe, wie Aldehyde, Benzo- gemisch wird unter Rühren Wasserstoffgas bei
phenone und Fluorenole, wirksam und leicht reduziert Atmosphärendruck eingeleitet. Nach 2 Stunden wird
werden. Größere Mengen an verfärbenden Stoffen im der Katalysator von der Lösung abfiltriert und das
Bis-(j5-hydroxyäthyl)4erephthalat, das aus roher Tere- Filtrat zur Kristallisation auf 25° C abgekühlt. Das
phthalsäure hergestellt wurde, können im allgemeinen 50 auskristallisierteBis-(j8-hydroxyäthyl)-terephthalatwird
• auf einmal auf einen Gehalt von 5 bis 100 Teilen je abfiltriert und getrocknet. Man erhält 460 Teile.
Million verringert werden. Wenn das erhaltene Bis- Das so gereinigte Bis-(/?-hydroxyäthyl)-terephthalat
(/?-hydroxyäthyi)-terephthalat anschließend polykon- hat einen Aldehydgehalt**) von 25 Teilen je Million
densiert wird, kann ein Polymeres mit einer Hazenzahl und einen Absorptionswert von 0,12. Dieses Produkt
von 100 bis 160 hergestellt werden. Besonders reiner 55 wird mit einem Antimonkatalysator bei 270°C und
-Bisester mit extrem geringem Gehalt an verfärbenden unter einem Druck von 0,1 mm polykondensiert,
Stoffen kann erhalten werden, wenn entweder vor oder wobei ein Polyäthylenterephthalat guter Qualität mit
nach der Reduktion eine Behandlung mit Aktivkohle einer Intrinsic-Viskosität von 0,62, einer Hazenzahl
durchgeführt wird. Wenn dieses Bis-(/?-hydroxyäthyl)- von 160 und einem Schmelzpunkt von 265° C erhalten
terephthalat polykondensiert wird, kann man ein 60 wird.
Polykondensat sehr guter Qualität mit einer Hazen- — ., . ·,,-,„„ ~ , , ,
„wi „„ <γλ wv on τ, + ii ) Dle Absorption wird bei 380 ηαμ gemessen. Terephthal-
zahl von 50 bis 80 herstellen. säure wird Jn wäßriger Kalilauge in einer Konzentration
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der von 10 g je 100 ml gelöst und mit einer 5-cm-Zelle der
Gehalt an verfärbenden Stoffen sehr wirksam ver- Absorptionswert bestimmt.
ringert, und man erhält äußerst reines Bis-(^-hydroxy- 65 **) Die Aldehyde werden durch quantitative polarographi-
äthyl)-terephthalat, selbst wenn solche umständlichen sehe Bestimmung der Aldehyde und Ketone als 4-Carb-
Reinigungsbehandlungen nicht gleichzeitig durch- ^^L^^YJSS^
geführt werden, wie Umkristalhsation von Terephthal- sind.
Wenn man zum Vergleich an Stelle der Reduktion den Rohester mit 2,5 g Aktivkohle behandelt, erhält
man ein Bis-(/3-hydroxyäthyl)-terephthalat mit einem
Absorptionswert von 0,61 und einem Aldehydgehalt von 1500 Teilen je Million.
Ähnlich wie im Beispiel 1 wird die Reduktion durchgeführt und anschließend der Katalysator abfiltriert.
Die erhaltene Lösung wird mit 500 Teilen warmem Wasser, dann mit 8 g Aktivkohle bei 7O0C versetzt,
15 Minuten gerührt und anschließend filtriert. Diese Maßnahme wird dreimal wiederholt. Die erhaltene
Lösung wird abgekühlt. Die erhaltenen Kristalle werden abfiltriert und getrocknet. Es werden 450 Teile
gereinigtes Bis-Q?-hydroxyäthyl)-terephthalat erhalten.
Der so erhaltene Bisester hat einen Aldehydgehalt von 2,5 Teilen je Million und einen Absorptionswert
von 0,015. Bei der Polykondensation wie im Beispiel 1 wird ein Polyäthylenterephthalat sehr guter Qualität
mit einer Intrinsic-Viskosität von 0,65, einer Hazenzahl
von 70 und einem Schmelzpunkt von 2640C erhalten.
Wenn bei der vorgenannten Behandlung mit Aktivkohle die erhaltene Lösung nicht mit 500 Teilen
Wasser versetzt wird, kann Bis-(ß-hydroxyäthyl)-terephthalat gleich guter Qualität erhalten werden,
wenn man die Lösung dreimal mit jeweils 10 g Aktivkohle behandelt.
ίο 40 Teile des im Beispiel 1 verwendeten rohen
Bis-(|8-hydroxyäthyl)-terephthalats werden bei 700C
in 200 Teilen Wasser gelöst. Die erhaltene Lösung wird 60 Minuten bei 75 0C in einem Edelstahlautoklav bei
einem Wasserstoffdruck von 10 at in Gegenwart der in der Tabelle genannten Katalysatoren hydriert.
Nach der Abtrennung des Katalysators durch Filtration wird die Lösung abgekühlt und das Bis-((S-hydroxyäthyl)-terephthalat
auskristallisiert. Die erhaltenen Kristalle werden abfiltriert und getrocknet.
Es werden etwa 38 Teile gereinigtes Bis-(/3-hydroxyäthyl)-terephthalat
erhalten. Die Menge des Katalysators und die Analyse des erhaltenen Bisesters sind
in der Tabelle angegeben.
Katalysator
Menge des
Katalysators
Katalysators
| Aldehydgehalt | Absorptionswert |
| Teile je Million | |
| 20 | 0,15 |
| 40 | 0,15 |
| 98 | 0,18 |
| 40 | 0,21 |
| 70 | 0,27 |
| 50 | 0,24 |
| 84 | 0,18 |
| 96 | 0,19 |
| 30 | 0,11 |
1. Platin (Pt: 5%; Träger: Aktivkohle)
2. Palladium (Pd: 10%; Träger: Asbest)
3. Nickel (Ni: 1%; Träger: Diatomeenerde)
4. Palladiumschwarz
5. Rhodium (Rh: 5%; Träger: Asbest)
6. Palladiumchlorid
7. Raney-Nickel
8. Kobaltnitrat
9. Ruthenium (Ru: 5%; Träger: Aktivkohle)
Ein Reaktionsrohr aus Titan mit einem Innendurchmesser von 20 mm und einer Länge von 1 m wird mit
2°/o Palladium auf gekörnter Aktivkohle mit einer Korngröße von 5 mm gefüllt. Nach dem Spülen des
Reaktionsrohres mit Stickstoff wird Wasser hindurchgeleitet und anschließend Wasserstoffgas durch das
Rohr hindurchgeführt. In das Reaktionsrohr läßt man nun eine wäßrige Lösung aus 500 Teilen rohem
Bis-(/3-hydroxyäthyl)-terephthalat, das unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 hergestellt
worden war, in der fünffachen Gewichtsmenge Wasser bei 75 0C in einer Geschwindigkeit von 50 ml
je Minute hindurchfließen. Die Lösung wird amunteren Rohrende aufgefangen und abgekühlt. Die erhaltenen
Kristalle werden abfiltriert und getrocknet. Es werden 470 Teile gereinigtes Bis-(^-hydroxyäthyl)-terephthalat
erhalten. Der Aldehydgehalt liegt unter 5 Teilen je Million und der Absorptionswert beträgt 0,042. Die
Polykondensation des Esters gemäß Beispiel 1 liefert ein besonders gutes Polyäthylenterephthalat mit
einer Intrinsic-Viskosität von 0,61, einer Hazenzahl von 100 und einem Schmelzpunkt von 267° C.
Ein zur Hauptsache aus Dikaliumterephthalat bestehendes Reaktionsprodukt, welches durch Umsetzung
von Kaliumbenzoat unter Kohlendioxiddruck mit Cadmiumoxid als Katalysator hergestellt
0,2
0,2
0,4
0,1
0,4
0,2
0,4
0,1
0,2
0,2
0,4
0,1
0,4
0,2
0,4
0,1
0,2
worden war, wird in der zehnfachen Gewichtsmenge Wasser gelöst und unlösliche Stoffe werden abfiltriert.
Die erhaltene wäßrige Lösung wird mit Benzoesäure in zwei Stufen umgesetzt. Als Ergebnis wird rohe
Terephthalsäure erhalten. Der Absorptionswert der Säure beträgt 0,82.
600 Teile dieser Terephthalsäure werden mit Äthylenoxid bei 90° C unter einem Druck von 0,5 at in 1000
Teilen lnormaler wäßriger Natronlauge umgesetzt. Sobald nahezu keine Terephthalsäure mehr vorliegt,
wird die Lösung abgekühlt. Danach werden die Kristalle mit einer Zentrifuge abgeschleudert und aus
1800 Teilen Wasser umkristallisiert. Es werden insgesamt 580 Teile rohes Bis-(/S-hydroxyäthyl)-terephthalat
erhalten. Der Absorptionswert beträgt 0,70.
500 Teile rohes Bis-(^-hydroxyäthyl)-terephthalat werden unter Erwärmen auf 75 ° C in 1500 Teilen Wasser gelöst. 3 1 der auf diese Weise erhaltenen Lösung werden in einen 3 1 fassenden Druckautoklav gegeben. Nach Zugabe von 1,0 Teil eines 5%igen Palladium-Aktivkohle-Katalysators wird der Autoklav mit Stickstoff gespült und die Reduktion bei einem Wasserstoffpartialdruck von 1,5 at bei 80°C während 3 Stunden durchgeführt. Die erhaltene Lösung wird filtriert. Nach dem Abkühlen von einem Zehntel der Lösung werden 48 Teile gereinigtes Bis-(j5-hydroxyäthyl)-terephthalat erhalten. Der Absorptionswert beträgt 0,12. Zur restlichen Lösung werden 8 g Aktivkohle gegeben, die Lösung 15 Minuten geschüttelt und anschließend filtriert. Diese Maßnahme wird dreimal wiederholt.
500 Teile rohes Bis-(^-hydroxyäthyl)-terephthalat werden unter Erwärmen auf 75 ° C in 1500 Teilen Wasser gelöst. 3 1 der auf diese Weise erhaltenen Lösung werden in einen 3 1 fassenden Druckautoklav gegeben. Nach Zugabe von 1,0 Teil eines 5%igen Palladium-Aktivkohle-Katalysators wird der Autoklav mit Stickstoff gespült und die Reduktion bei einem Wasserstoffpartialdruck von 1,5 at bei 80°C während 3 Stunden durchgeführt. Die erhaltene Lösung wird filtriert. Nach dem Abkühlen von einem Zehntel der Lösung werden 48 Teile gereinigtes Bis-(j5-hydroxyäthyl)-terephthalat erhalten. Der Absorptionswert beträgt 0,12. Zur restlichen Lösung werden 8 g Aktivkohle gegeben, die Lösung 15 Minuten geschüttelt und anschließend filtriert. Diese Maßnahme wird dreimal wiederholt.
Die erhaltene Lösung wird abgekühlt, wobei 400 Teile
gereinigtes Bis-(/S-hydroxyäthyl)-terephthalat erhalten
werden.
Der Absorptionswert beträgt 0,028. Wenn man den Bisester ähnlich wie im Beispiel 1 polykondensiert,
erhält man ein Polyäthylenterephthalat sehr guter Qualität mit einer Intrinsic-Viskosität von 0,63,
einer Hazenzahl von 80 und einem Schmelzpunkt von 2630C.
Claims (5)
1. Verfahren zur Reinigung von rohem Bis-/S-hydroxyäthylterephthalat,
dadurch gekennzeichnet, daß man auf eine wäßrige Lösung von rohem Bis-(/?-hydroxyäthyl)-terephthalat
in Gegenwart von gegebenenfalls auf Trägern aufgebrachtem Platin, Palladium,Rhodium,
Ruthenium, Nickel oder Kobalt als Katalysator Wasserstoffgas einwirken läßt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine 0,01 bis 2 Gewichtsprozent
des Katalysators in Pulverform suspendiert enthaltende wäßrige Lösung von rohem Bis-(jS-hydroxyäthyl)-terephthalat
bei einer Temperatur von 50 bis 1000C einsetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die wäßrige Lösung von
rohem Bis-/S-hydroxyäthylterephthalat durch ein mit dem Katalysator gefülltes Reaktionsrohr
unter gleichzeitigem Durchleiten von Wasserstoff fließen läßt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die reduktiv behandelte
Lösung mit Aktivkohle nachreinigt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Träger Aktivkohle, Asbest oder Diatomeenerde verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 048 904;
britische Patentschrift Nr. 955 516;
belgische Patentschrift Nr. 533 453.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 048 904;
britische Patentschrift Nr. 955 516;
belgische Patentschrift Nr. 533 453.
809 588/471 7.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2845865 | 1965-05-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1274110B true DE1274110B (de) | 1968-08-01 |
Family
ID=12249207
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES103787A Pending DE1274110B (de) | 1965-05-14 | 1966-05-13 | Verfahren zum Reinigen von rohem Bis-ª-hydroxyaethylterephthalat |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE1274110B (de) |
| GB (1) | GB1134949A (de) |
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1966
- 1966-05-06 GB GB20255/66A patent/GB1134949A/en not_active Expired
- 1966-05-12 US US549494A patent/US3487100A/en not_active Expired - Lifetime
- 1966-05-13 DE DES103787A patent/DE1274110B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3487100A (en) | 1969-12-30 |
| GB1134949A (en) | 1968-11-27 |
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