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DE1271371B - Presse fuer eine geteilte Form - Google Patents

Presse fuer eine geteilte Form

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Publication number
DE1271371B
DE1271371B DE19641271371 DE1271371A DE1271371B DE 1271371 B DE1271371 B DE 1271371B DE 19641271371 DE19641271371 DE 19641271371 DE 1271371 A DE1271371 A DE 1271371A DE 1271371 B DE1271371 B DE 1271371B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
press
tie rods
mold
locking
clamping
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19641271371
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Neumann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Moeller and Neumann Verwaltungsgesellschaft Offene GmbH
Verwaltungsgesellschaft Moeller and Neumann oHG
Original Assignee
Moeller and Neumann Verwaltungsgesellschaft Offene GmbH
Verwaltungsgesellschaft Moeller and Neumann oHG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Moeller and Neumann Verwaltungsgesellschaft Offene GmbH, Verwaltungsgesellschaft Moeller and Neumann oHG filed Critical Moeller and Neumann Verwaltungsgesellschaft Offene GmbH
Priority to DE19641271371 priority Critical patent/DE1271371B/de
Publication of DE1271371B publication Critical patent/DE1271371B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C43/00Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Presse für eine geteilte Form Zusatz zur Anmeldung: V 24177 X/39 a2 Auslegeschrift 1 250 625 Gegenstand der Ansprüche 1, 2 und 4 der Hauptpatentanmeldung V 24177 X/39 a2 ist eine Presse für eine geteilte Form zur Herstellung von Formteilen aus Massen, insbesondere härtbaren Kunststoffen, die nach dem Schließen der Form während einer Back- oder Aushärtezeit unter Preßdruck gehalten werden müssen, wobei die durch eine Verriegelungsvorrichtung geschlossen gehaltene Form aus der Presse verbringbar ist und die Verriegelungsvorrichtung aus schwenkbaren Zugstangen besteht, die nach dem Schließen der Form in Verriegelungslage einschwenken, wobei die Zugstangen durch einen äußeren Kraftantrieb in Verriegelungslage unter Zugspannung setzbar sind, der von den Pressenbewegungen abgeleitet ist, indem die Zugstangen auf Exzenterwellen gelagert sind und die Wellen einen Hebelarm tragen, an dem der Kraftantrieb angreift und der Hub der Presse über den Formenschluß hinaus durch Zwischenschaltung eines hydraulischen, nachgiebigen Mittels fortsetzbar ist, um die Hebelarme zu betätigen.
  • Nach den bisherigen Vorschlägen sollte nicht nur das Aushärten des Preßteiles außerhalb der Presse stattfinden, sondern auch das Öffnen der Formen, das Herausnehmen der Preßteile sowie das Reinigen, Füllen und Heizen der Formen. Insbesondere zum Lösen und Öffnen der Formen waren außerhalb der Presse zusätzlich Lösestationen erforderlich, mit denen die Lösekraft von etwa 30s'/o der Preßkraft der Presse aufgebracht werden muß.
  • Von der Überlegung ausgehend, daß die zusätzliche Löestation außerhalb der Presse die Gesamtanlage hinsichtlich der Investitionskosten nur dann wirtschaftlich macht, wenn zahlreiche der teueren Formen im Umlauf sind, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Mittelweg zu finden, der insbesondere bei Großpreßteilen mit einigen Minuten Backzeit die Wirtschaftlichkeit schon bei Einsatz von nur zwei oder drei Formen sicherstellt. Das Wesen der Erfindung resultiert aus der Überlegung, daß es genügt, lediglich die Backzeit außerhalb der Presse zu verlegen und alle übrigen Arbeitsvorgänge wie bisher unter der Presse stattfinden zu lassen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Exzenterwellen der Zugstangen an der unteren Formenhälfte festgelegt sind, die mit Schnellspannmittel versehenen Pressentische unabhängigvoneinander und im Gleichlauf der Höhe nach bewegbar sind, und daß außer den zum Verriegeln der Form beim gleichlaufenden Abwärtsgang der Pressentische auf die Druckrollen der Klemhebel einwirkenden ortsfesten Anschlägen ein- und ausschaltbare Anschläge vorgesehen sind, die die Druckrollen bei Umkehr der beim Verriegeln ablaufenden Pressenbewegungen- abstützen.
  • Hierdurch wird erreicht, daß die umlaufenden Formen in der Presse selbst entriegelt und geöffnet werden können, wenn die Schnellspannmittel die Formenhälften auch bei- der erforderlichen Lösekraft festzuhalten vermögen.
  • Da die Formen im verriegelten, d. h. zueinander zentrierten Zustand in die Presse gelangen, sind magnetische Spannleisten als Schnellspannmittel vorfeilhaft, deren Haftkraft ausschaltbar ist. Diese Ausschaltbarkeit ist nicht nur bei Elektromagneten gegeben, sondern auch bei permanentmagnetischen Spannplatten möglich. Da die magnetischen Spannplatten zum Einsatz kommen, wenn die Form noch verriegelt ist, bleiben die Formenhälften nach dem Öffnen der Form selbsttätig zueinander zentriert.
  • Aus Sicherheitsgründen wird es jedoch als zweckmäßig erachtet, zusätzliche mechanische Schnellspannvorrichtungen zur Sicherung und Entlastung insbesondere der oberen magnetischen Spannplatte vorzusehen. Während die Spannplatten im Ober- und Untertisch zumindest eine solche Haftkraft haben müssen, die zum Lösen und- Öffnen der Form erforderlich ist, hat die obere Spannplatte zusätzlich noch das Gewicht der oberen Formenhälfte zu tragen. Daher ist es zweckmäßig, die obere Spannplatte durch eine zusätzliche mechanische Schnellspannvorrichtung zu entlasten und die obere Formenhälfte zu sichern.
  • Für eine in der Hauptpatentanmeldung beschriebene Verriegelungsvorrichtung jedoch, bei der die Pressenkraft über die Betätigungsorgane der Verriegelungsvornchtung in die Form überleitbar ist, indem von der Presse mit Druckrollen versehene Klemmhebel der Verriegelungsvorrichtung verschwenkt werden, durch die über Exzenter die Formenhälften verbindende Zugstangen gespannt werden, eröffnet sich im Rahmen der Erfindung ein Weg, das von den Klemmhebeln und den Exzentern übertragene Drehmoment, das die maximal benötigte Preßkraft erheblich herabsetzt, auch zur Herabsetzung der Lösekraft zu benutzen, wodurch auch die Anforderungen an die Haftkraft der magnetischen Spannplatten herabgesetzt werden.
  • Gemäß der Erfindung ist für diesen Fall vorgesehen, daß beide Formenhälften unabhängig voneinander der Höhe nach bewegbar und ein- und ausschaltbare Anschläge für die Druckrollen der Klemmhebel vorgesehen sind, die die Druckrollen bei Umkehr der beim Verriegeln ablaufenden Pressentischbewegungen abstützen. Während nach den bisherigen Vorschlägen die Klemmhebel durch besondere hydraulische Stößel im Sinne der Verriegelung verschwenkt werden, ist es gemäß der Erfindung möglich, die Druckrollen der in Verriegelungsstellung befindlichen Klemmhebel zum Lösen der Form gegen eingefahrene Anschläge zu bewegen, wozu der Pressentisch in Aktion treten muß, der beim Schließen der Form lediglich eine Reaktionskraft aufzubringen hatte.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Kunststoffpresse mit einer Verriegelungsvorrichtung für die Formen dargestellt, die der neuen Aufgabe, über die Klemmhebel der Verriegelungsvorrichtung auch das Öffnen oder zumindest das Aufbrechen der Formen zu bewerkstelligen, angepaßt ist. Die Presse wird nach Aufbau und Wirkungsweise sowie weiteren Erfindungsmerkmalen näher beschrieben und erläutert. Es zeigt F i g. 1 die Presse teilweise in Ansicht, teilweise im Schnitt durch den Ober- und Untertisch, wobei die linke Zeichnungshälfte die Stellung der Pressentische und der Klemmhebel im Verriegelungszustand und die rechte Hälfte die Stellungen im entriegelten Zustand der Formenverriegelung zeigt, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in F i g. 1, d. h. die linke Hälfte des unteren Pressentisches mit einer Form in Draufsicht und die rechte Hälfte ohne Form, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch ein Element der mechanischen Schnellspannvorrichtung, Fig.4 eine Ansicht der Schnellspanuvorrichtung gemäß F i g. 3 von unten, F i g. 5 die Zugstangenanordnung einer Seite der Verriegelungsvorrichtung mit Exzenterwelle und Fig.6 eine vergrößerte Darstellung des Zusammenwirkens von Klemmhebel und Zugstangen zum se]bsttätigen Ein- und Ausschwenken der Zugstangen in bzw. aus der Wirklage.
  • In F i g. 1 befindet sich die aus der oberen Hälfte 1 und der unteren Hälfte 2 bestehende Form zwischen dem oberen beweglichen Pressentisch 22 und dem unteren beweglichen Pressentisch 40. An den Pressentischen sind magnetische Spannplatten 41 und 42 befestigt. Zwischen dem starren Oberhaupt 44 und dem nicht dargestellten unteren Querhaupt erstrekken sich vier Säulen 43, an denen die Pressentische 22 und 40 geführt sind. Auf den oberen Pressentisch 22 wirken zwei Preßkolben 23 ein, wogegen der untere Pressentisch 40 durch zwei Preßkolben 45 be- tätigt wird. Um an Bauhöhe der Presse zu sparen, wäre es auch möglich, den unteren Pressentisch ortsfest zu machen und die Preßkolben 45 durch den Pressentisch durchtreten zu lassen. Die Verriegelungsvorrichtung für die geschlossene Form wird im Ausführungsbeispiel von der unteren Formenhälfte 2 getragen. Die Verriegelungsteile sind an den schmalen Seiten der Form angebracht und bestehen aus Paaren von Zugstangen 27, 28, die auf Exzenterwellen 31 gelagert sind. Die Exzenterwellen 31 sind ihrerseits in drei Böcken 32 drehbar gelagert (F i g. 2 links), die an der unteren Hälfte 2 der Form angegossen sind. Die Verriegelungs-Zugstangen 27, 28 sind gemäß F i g. 5 U-förmig ausgeführt und mit dem Steg 27a über Ausleger 35 der oberen Formenhälfte 1 schwenkbar. Die eingeschwenkte Wirklage der Zugstangen 27 ist in Fig. 1 in der linken Zeichnungshälfte dargestellt, wogegen die rechte Zeichnungshälfte die Loslage der Zugstangen wiedergibt, in der die obere Formenhälfte 1 von dem oberen Pressentisch 22 frei abgehoben werden kann.
  • Die Exzenter 30 der Exzenterwelle 31 zwischen den Schenkeln der Zugstangen 27 in F i g. 5 dienen zur Aufnahme von Klemmhebeln 33, die an ihren Enden Druckrollen 34 tragen. Die Klemmhebel 33 sind über mehrere Keile 46 drehfest mit den Exzentern 30 verbunden, wie aus F i g. 5 und 6 ersichtlich.
  • Die Exzentrizitäten 30 der Exzenterwellen 31 sind relativ zu den Klemmhebeln 33 so gelegt, daß die Exzenter bei der Stellung der Klemmhebel in Verriegelungsstellung (linke Hälfte F i g. 1 und 6) in unterer Totpunktlage sind, so daß die Zugstangen 27,28 nach unten gezogen sind, wogegen in der Stellung der Klemmhebel für die Loslage (rechte Hälfte dei F i g. 1) die Zugstangen angehoben und frei von den Auslegern 35 weggeschwenkt sind. Die Klemmhebel sind im Verriegelungszustand ferner derart abwärts geneigt, daß die Druckrollen 34 über die untere Stützfläche der unteren Formenhälfte vorstehen und somit gleichzeitig als Laufrollen zum Bewegen der verriegelten Formen aus der und in die Presse dienen können. Dies ist ein wesentlicher Vorteil der Lagerung der Zugstangen 27, 28 sowie der Klemmhebel 33 an der unteren Formenhälfte 2.
  • Um erfindungsgemäß die in die Presse eingefahrenen, verriegelten Formen zu öffnen, wird - ebenso wie beim Schließen der Form - die in dem Hebelarm der Klemmhebel 33 sowie der Exzentrizität 30 der Exzenterwelle 31 liegende Übersetzung ausgenutzt. Die Klemmhebel 33 können durch die aktive Pressenkraft - im Falle des Ausführungsbeispielsdurch das Betätigen der unteren Pressenkolben 45 abwärts geschwenkt werden, wenn die Druckrollen 34 von oben gegengehalten sind. Während beim Schließen der Form die Druckrollen 34 sich an ortsfesten Platten 47, 48 abstützen, die seitlich des unteren Pressentisches 40 verlaufen, werden beim Lösen der Form hakenförmige Anschläge 49, 50 durch Schlitze 47a, 48 a der seitlichen Platten aus einer Unterflur-Ruhestellung hochgeschwenkt und über die Druckrollen 34 gebracht. Die Schwenkantriebe für die Anschlaghaken 49, 50 bestehen aus hydraulischen Schubkolben-Drehantrieben 51, 52, deren hin- und herbewegliche Zahnstangen mit Ritzeln 53, 54 auf den Schwenkachsen 55, 56 der Anschlaghaken im Eingriff stehen.
  • Die Anschlaghaken 49, 50 sind mit Rücksicht auf verschiedene Längen der Formen zweckmäßig in ihrem Abstand zueinander verstellbar. Zu diesem Zweck sind ihre Lagerstellen und die Schubkolben-Drehantriebe 51, 52 in Gleitführungen 57, 58 geführt.
  • In F i g. 3 und 4 ist eine mechanische Schnellspannvorrichtung dargestellt, die an den von der Verriegelungsvorrichtung freien Seiten der oberen Formenhälfte 1 angreift, d. h. im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 an den langen Seiten der Form.
  • Außerhalb der größten vorkommenden Formenbreite sind im oberen Pressentisch 22 gegenüberliegend senkrechte Wellen 65 gelagert, die am unteren Ende Schwenkriegel 66 tragen. Am oberen Ende haben die Wellen 65 einen Bund 65 a zur Übertragung von Zugkräften auf den Pressentisch 22 sowie ein Zahnrad 67, dessen Zähne mit der Zahnstange 68 eines hydraulischen Schubkolben-Drehantriebes 69 im Eingriff stehen. Durch diesen Antrieb kann der Schwenkriegel 66 mit seiner Abschrägung 66a unter eine Leiste 1 a der oberen Formenhälfte 1 geschwenkt werden, um diese Formenhälfte, die an sich durch die magnetische Spannplatte 41 fixiert ist, zu sichern.
  • Die Schwenkriegel 66 haben eine ausladende Gestalt und sind dadurch in der Lage, auch bei schmaleren Formen die Leisten 1 a noch zu unterfassen. Die mechanische Schnellspanneinrichtung braucht nur das Gewicht der oberen Formenhälfte 1 zu tragen, wenn die magnetische Haftkraft der Spannplatte 41 durch Stromausfall oder sonstwie wegfällt oder geringer wird. Die zu beiden Seiten der Form auf dem Pressentisch 22 angeordneten hydraulischen Schubkolben-Drehantriebe 69 sind zweckmäßig zu einem Betätigungsventil parallel geschaltet.
  • Wie aus F i g. 6 hervorgeht, haben die Ausleger 35 an der oberen Formenhälfte 1 nicht nur an ihrer oberen Fläche, sondern auch an ihrer der unteren Formenhälfte 2 zugewandten Fläche gewölbte Druckplatten 35 a und 35 b. An den oberen, konvex gekrümmten Druckplatten 35 a kommen die Stege 27 a der U-förmig ausgeführten Zugstangen 27, 28 zur Anlage, wenn die Form verriegelt werden soll. Die unteren konkav gekrümmten Druckplatten 35b dienen als Anschlagflächen für Verbindungsstege 27 b, die zwischen den Schenkeln der Zugstangen 27, 28 verlaufen (s. auch F i g. 5). Diese sind unter Berücksichtigung der Höhe der Ausleger 35 in einem derartigen Abstand von den Stegen 27 a angeordnet, daß sich die Verriegelungsstangen frei über die Ausleger 35 einschwenken lassen, wenn die obere Formenhälfte bis auf einen relativ kleinen Restweg auf die untere Formenhälfte 2 abgesetzt ist und die Presse noch unter dem relativ niedrigen Vordruck arbeitet.
  • Der Abstand zwischen den mit den Druckplatten 35 a und 35 b in Berührung kommenden Flächen der Stege 27a und 27b ist derart bemessen, daß beim Zurückdrehen der Klemmhebel 33 und der Exzenterwellen 31, d. h. beim Entriegeln der Form, die Stege 27b alsbald an den unteren Druckplatten 35b anschlagen, so daß die Zugstangen 27, 28 eine zwischen den Formenhälften wirkende Spreizkraft übertragen. Durch diese Spreizkraft werden die Formenhälften so weit voneinander getrennt, bis die obere Formenhälfte 1 gelöst ist und durch den oberen Pressentisch 22 abgehoben werden kann, um das fertige Preßteil zu entfernen.
  • In Fig. 6 ist ferner noch eine Einrichtung dargestellt, durch die auf einem Teil der Schwenkbewegungen der Klemmhebel 33 bzw. auf einem Teil des Exzenterhubes die Zugstangen 27, 28 selbsttätig in die aufrechte Wirklage und nach dem Lösen der Formenhälften voneinander wieder in die strichpunktiert dargestellte Loslage gebracht werden, in der die obere Formenhälfte 1 abgehoben werden kann.
  • Diese Einrichtung besteht darin, daß die Klemmhebel 33 und die Zugstangen 27, 28 im Bereich ihrer Lagernaben über kreisbogenförmige Schlitze 60 in dem einen Teil und in die Schlitze eingreifende Mitnehmerstifte 61 an dem anderen Teil begrenzt relativ zueinander schwenkbar sind. Im Ausführungsbeispiel nach F i g. 6 befinden sich die Schlitze 60 in den Lagernaben der Klemmhebel 33 und die Mitnehmerstifte 61. in den Lagernaben der Zugstangen 27.
  • Die Schlitze 60 und die Mitnehmerstifte 61 sind derart zueinander angeordnet, daß beim Zurückdrehen der Klemmhebel 33 aus der Verriegelungsstellung, die F i g. 6 zeigt, über den mit 450 bezeichneten Schwenkbogen die Schlitze 60 sich wirkungslos über die feststehenden Mitnehmerstifte 61 bewegen, bis sie am Ende ihrer Schlitze anschlagen und die Zugstangen durch die weitere Schwenkbewegung der Klemmhebel über den Schwenkbogen von 240 aus der Wirklage abschwenken. Der gesamte Schwenkbereich der Klemmhebel 33 teilt sich somit auf in einen größeren Bereich, in dem die Klemmhebel 33 relativ zu den Zugstangen 27, 28 bewegbar sind, um die Exzentrizität 30 der Exzenterwelle 31 zum Verriegeln oder Öffnen der Form zur Wirkung zu bringen, und in einem kleineren Bereich von 260 zum Mitschwenken der Zugstangen.
  • Damit die in der strichpunktiert dargestellten Lage befindlichen Zugstangen beim Aufwärtsschwenken der Klemmhebel 33 im 260-Bereich mitgenommen werden, um in Wirklage zu kommen, sind im Bereich der Schlitzenden 60a nachgiebige und die Schlitze verengende Mittel vorgesehen, im Ausführungsbeispiel Blattfedern 62, die den Mitnehmerstiften 61 den Weg erst dann freigeben, wenn die Zugstangen 27, 28 die Wirklage erreicht haben und sich nicht weiterschwenken lassen.
  • Die Wirkungsweise der in Fig. 6 dargestellten Verriegelungsvorrichtung beim Öffnen der Formen ist folgende: Die verriegelte Form wird über ihre Laufrollen 34 in die Presse eingefahren, wozu die Stützplatten 47, 48 möglichst fugenlos an die auf gleiche Höhe gestellten magnetischen Spannplatten 42 des unteren Pressentisches 40 anschließen (F i g. 2).
  • Sodann werden die Anschlaghaken 49, 50 in die aus Fig. 1 ersichtliche Anschlagstellung hochgeschwenkt. Wenn nunmehr der untere Pressentisch 40 hochgefahren wird, werden die Druckrollen 34 von den Anschlaghaken 49, 50 niedergehalten, so daß die Klemmhebel 33 und mit ihnen die Exzenterwelle 31 in Öffnungsrichtung gedreht werden. Die Druckrollen 34 wandern dabei über Stützplatten 47, 48 nach innen. Innerhalb des Schwenkbereiches von 450 werden die Zugstangen 27, 28 durch die Exzentrizität 30 der Exzenterwelle 31 aufwärts gesteuert, so daß sie zunächst spannungslos werden. Um die Formenhälften l, 2 voneinander zu trennen, bedarf es einer Spreizkraft zwischen ihnen, die ebenfalls durch die Exzenterwirkung von dem Augenblick an hervorgerufen wird, in dem die Verbindungsstege 27b gegen die konkav gewölbten Druckplatten 35b der Ausleger 35 anschlagen. Die Exzenter 30 sind dabei aus ihrer unteren Totpunktlage, die sie beim Verriegelungszustand einnehmen, um einen Teil des Schwenkbereiches von 450 gedreht und erzeugen beim Anschlag der Verbindungsstege 27b an den Auslegern 35 die Spreizkraft zum Aufbrechen der Form. Bis zum Ende dieses Schwenkbereiches ist der innere Haftwiderstand der Form überwunden, wobei der inzwischen abgesenkte obere Pressentisch 22 die obere Formenhälfte 1 in der Schwebe hält. Inzwischen ist das Schlitzende 60 a der kreisbogenförmigen Schlitze 60 bis zu den Mitnehmerstiften 6 gewandert und nimmt diese bei der weiteren Schwenkung der Klemmhebel 33 im 240-Bereich mit, so daß die Verriegelungszugstangen 27,28 in die strichpunktiert angedeutete Schwenklage kommen. Daraufhin wird der Pressentisch 22 mit der oberen Formenhälftel hochgesteuert, so daß das Preßteil entnommen werden kann. Die Formenhälften bleiben zueinander zentriert, da die Schnellspannmittel zum Festlegen der Formenhälften an den Pressentischen zur Wirkung gebracht werden, wenn die Form noch geschlossen ist.
  • In der letzten Phase des 24°-Schwenkbereiches, wo die Exzenter kaum noch eine Kraft hervorzururfen brauchen, können die Druckrollen 34 noch durch die vorderen, geneigten Stirnflächen 49 a, 50a der Anschlaghaken 49, 50 einwärts gesteuert werden (Fig. 1). Die Anschlaghaken werden nach dem Öffnen der Form wieder unter die Höhe der Stützplatten 47, 48 zurückgeschwenkt, wie Fig. 2 zeigt.
  • Nachdem die Form entleert, gereinigt und gefüllt ist, wobei der untere Pressentisch 40 und damit die untere Formenhälfte 2 auf die günstigste Arbeitshöhe gestellt werden kann, wird der obere Pressentisch 22 im Eilgang abgesenkt. Wenn ein bestimmter Vordruck erreicht ist, der aus dem Druck der Druckflüssigkeit in den unteren Pressenzylindern bestimmt werden kann, werden die unteren Pressenzylinder aut konstanten Vordruck geschaltet, so daß der untere Pressentisch 40 zusammen mit der noch nicht ganz geschlossenen Form unter dem höheren Druck des oberen Pressentisches 22 abwärts geht. Wenn die Druckrollen 34 sich auf den Stützplatten 47, 48 absetzen, beginnen die Klemmhebel 33 mit ihrem 240-Schwenkbereich, wobei die Zugstangen 27, 28 zunächst in die Wirklage eingeschwenkt werden, da die Federn 62 so stark sind, daß sie den Durchtritt der Mitnehmerstifte 61 verbinden und somit die Zugstangen gegen das Moment aus Eigengewicht mitschleppen. Erst wenn die Zugstangen in Wirklage sind und nicht weiterverschwenkt werden können, zwängen sich die Mitnehmerstifte 61 durch die Feder 62 durch, und es beginnt der 450-Hub der Klemmhebel 33 zum Abwärtsziehen der Zugstangen 27, 28, die über ihre Stege 27a ihre Zugkraft auf die Ausleger 35 zur Einwirkung bringen. Wie in der Hauptpatentanmeldung beschrieben, wird beim Verriegelungsvorgang die Pressenkraft zur Erzeugung des maximalen Preßdruckes über die Verriegelungsvorrichtung in die Form eingeleitet, wobei die in den Exzentern 30 und den Klemmhebeln 33 liegende Übersetzung es mit sich bringt, daß zur Erzeugung eines Enddruckes von beispielsweise 1000 t an den Klemmhebeln nur eine Kraft von 200 t anzugreifen braucht. Der Vorteil, durch die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung ein Mehrfaches der Pressenkraft auf die Form zur Einwirkung zu bringen, bedeutet auch, unabhängig von dem Gedanken, mit mehr als einer Form zu arbeiten, einen Fortschritt. In diesem Falle werden die Formenhälften in üblicher Weise an den Pressentischen festgeschraubt.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Presse für eine geteilte Form zur Herstellung von Formteilen aus Massen, insbesondere härtbaren Kunststoffen, die nach dem Schließen der Form während einer Back- oder Aushärtezeit unter Preßdruck gehalten werden müssen, wobei die durch eine Verriegelungsvorrichtung geschlossen gehaltene Form aus der Presse verbringbar ist und die Verriegelungsvorrichtung aus schwenkbaren Zugstangen besteht, die nach dem Schließen der Form in Verriegelungslage einschwenken, wobei die Zugstangen durch einen äußeren Kraftantrieb in Verriegelungslage unter Zugspannung setzbar sind, der von den Pressenbewegungen abgeleitet ist, indem die Zugstangen auf Exzenterwellen gelagert sind und die Wellen einen Hebelarm tragen, an dem der Kraftantrieb angreift und der Hub der Presse über den Formenschluß hinaus durch Zwischenschaltung eines hydraulischen, nachgiebigen Mittels fortsetzbar ist, um die Hebelarme zu betätigen, nach den Ansprüchen 1, 2 und 4 der Patentanmeldung V24177X/39a2, dadurch gekennzeichn e t, daß die Exzenterwellen (31) der Zugstangen (27, 28) an der unteren Formenhälfte (2) festgelegt sind, die mit Schnellspannmitteln (41, 42, 65 bis 69) versehenen Pressentische (22, 40) unabhängig voneinander und im Gleichlauf der Höhe nach bewegbar sind, und daß außer den zum Verriegeln der Form beim gleichlaufenden Abwärtsgang der Pressentische auf die Druckrollen (34) der Klemmhebel (33) einwirkenden ortsfesten Anschlägen (47, 48) ein- und ausschaltbare Anschläge (49, 50) vorgesehen sind, die die Druckrollen bei Umkehr der beim Verriegeln ablaufenden Pressenbewegungen abstützen.
  2. 2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ortsfesten Anschläge aus seitlich des unteren Pressentisches (40) gelegenen Platten (47, 48) und die ein- und ausschaltbaren Anschläge aus schwenkbaren Haken (49, 50) bestehen, die unterhalb der Stützplatten (47, 48) gelagert sind und beim Hochschwenken in Wirklage durch Schlitze (47a, 48a) der Platten durchtreten.
  3. 3. Presse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsstangen (27, 28) U-förmig ausgeführt und mit dem Steg (27a) über Ausleger (35) der oberen Formenhälfte (1) schwenkbar sind, die auf ihren der unteren Formenhälfte (2) zugewandten Flächen zu Anschlagflächen (35b) für Verbindungsstege (27b) zwischen den Schenkeln der Zugstangen (27, 28) ausgebildet sind, derart, daß beim Zurückdrehen der Klemmhebel (33) und der Exzenterwellen (31) die Zugstangen eine zwischen den Formenhälften wirkende Spreizkraft übertragen.
  4. 4. Presse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmhebel (33) und die Zugstangen (27, 28) im Bereich ihrer Lagernaben über kreisförmige Schlitze (60) an dem einen Teil und die Schlitze eingreifende Mitnehmerstifte (1) an dem anderen Teil begrenzt relativ zueinander schwenkbar sind in dem Sinne, daß beim Zurückdrehen der Klemmhebel (33) aus der Verriegelungsstellung bis zu dem Exzenterhub, der eine Spreizkraft in den Zugstangen (27, 28) zum Öffnen der Form hervorruft, die Mitnehmerstifte (61) wirkungslos in den Schlitzen (60) sind, bis sie am Ende (60a) ihrer Schlitze anschlagen und die Zugstangen durch die weitere Bewegung der Klemmhebel aus der Wirklage abschwenken.
  5. 5. Presse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der die Zugstangen (27, 28) aus der Wirklage mitnehmenden Schlitzenden (60a) nachgiebige und die Schlitze verengende Mittel (62) vorgesehen sind, die den Mitnehmerstiften (61) den Weg erst dann freigeben, wenn die Zugstangen in Wirklage sind und nicht weitergeschwenkt werden können.
  6. 6. Presse nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckrollen (34) in Verriegelungsstellung der Klemmhebel (33) über die untere Stützfläche der unteren Formenhälfte (2) vorstehen und als Laufrollen zum Ein-und Ausfahren der Form dienen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2544774A1 (de) * 1975-10-07 1977-04-21 Schloemann Siemag Ag Vorrichtung zur verarbeitung von zellen bildenden kunststoffen

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