DE2358570C3 - Presse zum Fertigen von Bindern, Stützen o.dgl - Google Patents
Presse zum Fertigen von Bindern, Stützen o.dglInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine doppelseitig benutzbare Presse zum Fertigen von Bindern, Stützen od. dgl. aus
beleimten Holzlamellen, wie im Oberbegriff des Patentanspruchs angegeben.
Zur Herstellung eines Binders od. dgl. werden Holzlamellen nach einer entsprechenden Oberflächenbearbeitung
beleimt, zu einem der Binderhöhe entsprechenden Stapel aufgeschichtet und dann in den
Preßraum einer solchen Presse auf die unteren Aufnahmetische abgelegt. Der Stapel wird über die
seitlichen, in der Regel von Hydraulikzylindern beaufschlagte Ausrichteinheiten justiert Lnd dann von den bei
der bekannten Presse oben angeordneten Preßzylindern zusammengepreßt. Während der gesamten Abbindezeit
kann der notwendige Preßdruck automatisch aufrechterhalten werden.
Die Länge der Presse kann unter Berücksichtigung der großen Binderlängen erheblich mehr als 25 m
betragen. Die bekannten Pressen lassen sich durch Anbau gleichartiger Baueinheiten praktisch beliebig
verlängern.
Die Handhabung der außerordentlich langen Lamellen und insbesondere des aus diesen Lamellen
hergestellten Stapels ist außerordentlich aufwendig. Insbesondere das Einlegen des aus den beleimten
Holzlamellen hergestellten Stapels in die Presse ist kompliziert.
eingangs erläuterte Presse so zu verbessern, daß die aufwendige Handhabung der Holzlamellen sowie des
Lamellenstapels entfällt
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch Ablege- und Absenkeinrichtungen in Form von an
den Standern bzw. Mittelpfosten um eine lotrechte Drehachse nach der einen oder anderen Seite der
Presse verschwenkbaren waagerechten Aimen, die die
Förderebene für die Lamellen bilden, mit Rollen od. dgl. bestückt.lind und in ihrer Schwenkbewegung aus dieser
Förderebene gemeinsam mit der Absenkeinrichtung steuerbar sind, die aus über die Länge der Presse im
Abstand voneinander und unterhalb der Arme angeordneten, quer zur Längsrichtung der Presse verlaufenden
waagerechten Stangen od. dgl. besteht, die in einem oder mehreren, im Grundgestell der Presse lotrecht
verfahrbaren und um zumindest eine Lamellendicke taktweise absenkbaren Wagen gelagert sind, in ihrer
untersten Stellung kammartig zwischen die Aufnahmetische greifen und dabei etwas unterhalb der Tischfläche
liegen und wahlweise auf die rechte oder linke Seite der Presse aus den Wagen ausziehbar sind.
Ablege- und Absenkeinrichtungen sind bekannt, sind
aber — eingebaut in eine Presse — noch nicht als bekannt nachgewiesen.
Mit dieser neuen Presse läßt sich das Herstellverfahren von Bindern od. dgl. praktisch vollständig automatisieren.
So kann eine ausgehärtete, verzinkte Holzlamelle nach Passieren einer Hobelmaschine und eines
Beleimungsaggregates aus letzterem unmittelbar in den einen Preßraum der neuen Presse, und zwar auf die
vorstehend genannte Ablegeeinrich.tung gefördert werden. Die Holzlamelle liegt dabei auf den verschwenkbaren
Armen mit ihrer zweckmäßig unbeleimten Unterfläche auf. 1st die Lamelle vollständig in die Presse
eingefahren, werden diese Arme gleichzeitig aus der Förderebene herausgeschwenkt. Die Lamelle wird
dadurch auf die Absenkeinrichtung abgelegt, die taktweise nach unten gefahren werden kann, um die
nächste Holzlamelle aufzunehmen. Der Stapel wird somit bereits in der Presse vollautomatisch aufgebaut,
so daß jede Manipulation der einzelnen Lamellen und insbesondere auch des fertigen Lamellenstapels entfällt.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der neuen Vorrichtung ist darin zu sehen, daß mit ein und derselben
Ablegeeinrichtung zuerst auf der einen Seile der Presse und anschließend auf der gegenüberliegenden Seite der
Presse vollautomatisch ein aus z. B. 25 m langen Lamellen bestehender Stapel aufgebaut werden kann.
Von besonderem Vorteil ist dabei, daß die Absenkeinrichtung in ihrer untersten Stellung den fertiggestellten
Lamellenstapel selbsttätig auf die den späteren Preßdruck aufnehmenden Aufnahmetische übergibt. Die
Absenkeinrichtung braucht daher hinsichtlich ihrer Festigkeit nur nach dem maximal aufzunehmenden
Stapelgewicht, nicht aber unter Berücksichtigung der Preßdrücke ausgelegt zu werden.
Nach Übergabe des einen Lamellenstapels von den Stangen der Absenkeinrichtung auf die den späteren
Preßdruck aufnehmenden Aufnahmetische lassen sich diese Stangen in einfacher Weise in den gegenüberliegenden
leeren Preßraum ziehen und nach Hochfahren ihres Wagens dort zum Aufbau eines neuen Lamellenstapels
verwenden.
Zur Erzielung einer besonders rationellen Fertigung kann die neue Presse an einer stationär angeordneten
Beleimungsmaschine für die einzelnen Holzlamellen so vorbeigefahren werden, daß wahlweise einer der beiden
Preßräume in Längsrichtung mit der aus der Beleimungsmaschine
austretenden Holzlamelle fluchtet Natürlich können auch mehrere verfahrbare Pressen
nebeneinander vorgesehen werden, die nacheinander an der stationären Beleimungsmaschine vcrbeigeführt s
werden.
Schließlich ist es auch möglich, die lotrecht wirkenden Preßstempel unten anzuordnen, so daß sie zugleich die
Aufnahmetische für den Lamellenstapel bilden. Die obere Begrenzung des Preßraumes könnte dann über
Widerlager erfolgen, die zweckmäßigerweise lotrecht verstellbar an dem Grundgestell der Presse befestigt
wären, um eine Anpassung an unterschiedliche Binderhöhen zu ermöglichen.
In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung dargestellt Es zeigt
F i g. 1 in schematischer Darstellung eine Verleimbinderpresse
in Stirnansicht,
F i g. 3 in verkleinerter und schematischer Darstellung in Draufsicht eine aus zwei Verleimbinderpressen
gemäß den F i g. 1 und 2 bestehende Fertigungsanlage für Binder od. dgL
Danach besteht eine Verleimbinderpresse i aus einem mittleren, in Längsrichtung der Presse verlaufenden
Grundgestell 2, an dem beidseitig in den beiden Preßräumen 3, 4 über die Länge der Presse untere
Aufnahmetische 5 für einen zu verpressenden Lamellenstapel 6 vorgesehen sind. Die obere Begrenzung der
Preßräume 3,4 erfolgt über in der Lotrechten wirkende und gleichfalls am Grundgestell 2 gelagerte Preßstempel
7. Zur seitlichen Ausrichtung des Lamellenstapels 5 sind in der Horizontalen von außen nach innen quer zur
Längsrichtung der Presse wirkende Ausrichteinheiten 8 vorgesehen, die von nicht näher dargestellten Druckzylindern
beaufschlagt werden. Für diese Ausrichteinheiten 8 sind untere Aufnahmen 9 und obere Verriegelungen
10 vorgesehen. Die gesamte Presse 1 ruht auf einem Fahrgestell H zur horizontalen Verschiebung der
Presse quer zu ihrer Längsachse. ^0
Im oberen Ende des Preßraumes 3 bzw. 4 ist eine Ablegeeinrichtung vorgesehen, die aus mehreren, über
die Länge der Presse im Abstand voneinander liegenden Schwenkelementen besteht, die als Arme 12 ausgebildet
sind und um je eine am mittleren Grundgestell 2 vorgesehene lotrechte Drehachse 13 um 180° aus dem
einen Preßraum 3 in den anderen Preßraum 4 verschwenkbar sind. Die Schwenkelemente sind auf
ihrer Förderebene mit Rollen 14 bestückt, die zweckmäßig angetrieben sein können. Der lichte
Abstand zwischen diesen Rollen 14 von den Preßstempeln 7 beträgt vorzugsweise etwas mehr als die
maximale Dicke einer Holzlamelle 15.
Unterhalb von der Ablegeeinrichtung ist eine Absenkeinrichtung 16 angeordnet, die aus mehreren, im
Abstand voneinander über die Länge der Presse 1 angeordneten und quer zur Längsrichtung der Presse
verlaufenden Stangen 17 besteht Letztere sind in mehreren im mittleren Grundgestell 2 lotrecht verfahrbareii
Wagen 18 gelagert und lassen sich aus diesen wahlweise in den einen oder anderen Preßraum 3 bzw. 4
ausziehen.
Nicht näher dargestellt ist eine Steuereinrichtung, über die die Wagen 18 der Absenkeinrichtung 16 bei
jeder Betätigung der Abwurfeinrichtung, also bei jedem Verschwenken der Schwenkelemente (Arme 12) um die
Dicke einer Holzlamelle 15 abgesenkt werden.
Gemäß F i g. 3 werden die nebeneinander liegenden Holzlamellen 15 von einem Vorschubaggregat 19
einzeln in eine Hobelmaschine 20 und durch eine Beleimungsmaschine 21 in den mit der austretenden
Holzlamelle 15 fluchtenden Preßraum 3 bzw. 4 einer Presse 1 gefördert. Die nur einseitig auf ihrer Oberseite
beleimte Holzlamelle 15 wird über die angetriebenen Rollen 14 der Schwenkelemente vollständig in die
Presse 1 eingefahren und anschließend durch Verschwenken der Schwenkelemente auf die darunterliegende
Absenkeinrichtung 16 abgeworfen, die gleichzeitig um die Dicke der Holzlamelle abgesenkt wird. In der
untersten Stellung ruht dann der Lamellenstapel 6 auf den Aufnahmetischen 5 (siehe Fig. 1, rechter Preßraum).
Anschließend wird die Presse gegenüber der Beleimungsmaschine 21 so weit verfahren, daß ihr
zweiter Preßraum mit der austretenden Holzlamelle fluchtet.
Claims (1)
- Patentanspruch:Doppelseitig benutzbare Presse zum Fertigen von Bindern, Stützen od. dgl. aus beleimten Holzlamel- !en, bestehend aus einem mittleren, in Längsrichtung der Presse verlaufenden Grundgestell, das im Abstand voneinander lotrechte Ständer oder Mittelpfosten aufweist, an denen beidseitig untere Aufnahmetische sowie in der Lotrechten wirkende Preßstempel für die auf den Aufnahmetischen liegenden und zu verpressenden Lamellenstapel vorgesehen sind, und aus mehreren seitlichen, in der Horizontalen von außen nach innen quer zur Längsrichtung der Presse und damit des Lamellenstapeis wirkenden Ausrichteinheiten, gekennzeichnet durch an sich bekannte Ablege- und Absenkeinricbtungen in Form von an den Ständern bzw. Mittelpfosten um eine lotrechte Drehachse (13) nach der einen oder anderen Seite der Presse (1) verschwenkbaren waagerechten Armen (12), die die Förderebene für die Lamellen (15) bilden, mit Rollen (14) od. dgl. bestückt sind und in ihrer Schwenkbewegung aus dieser Förderebene gemeinsam mit der Absenkeinrichtung (16) steuerbar sind, die aus über die Länge der Presse im Abstand voneinander und unterhalb der Arme (12) angeordneten, quer zur Längsrichtung der Presse (1) verlaufenden waagerechten Stangen (17) od. dgl. besteht, die in einem oder mehreren, im Grundgestell (2) der Presse lotrecht verfahrbaren und um zumindest eine Lamellendicke taktweise absenkbaren Wagen (18) gelagert sind, in ihrer untersten Stellung kammartig zwischen die Aufnahmetische (5) greifen und dabei etwas unterhalb der Tischfläche Hegen und wahlweise auf die rechte oder linke Seite der Presse (1) aus den Wagen (18) ausziehbar sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732358570 DE2358570C3 (de) | 1973-11-24 | Presse zum Fertigen von Bindern, Stützen o.dgl | |
| FR7436903A FR2252210A1 (en) | 1973-11-24 | 1974-11-07 | Double glueing press for wooden plank - has compression chambers with devices receiving incoming planks and components swing clear |
| CA213,347A CA1011626A (en) | 1973-11-24 | 1974-11-08 | Laminating press |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732358570 DE2358570C3 (de) | 1973-11-24 | Presse zum Fertigen von Bindern, Stützen o.dgl |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2358570A1 DE2358570A1 (de) | 1975-11-27 |
| DE2358570B2 DE2358570B2 (de) | 1977-06-16 |
| DE2358570C3 true DE2358570C3 (de) | 1978-01-26 |
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