DE1268452B - Trommelbremse - Google Patents
TrommelbremseInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
- Trommelbremse Die Erfindung bezieht sich auf eine Trommelbremse mit zwei Bremsbacken, die mit ihren einen einander gegenüberliegenden Enden auf einem am Bremsschild befestigten Zapfen schwenkbar gelagert sind und deren andere einander gegenüberliegende Enden mittels einer Betätigungsvorrichtung entgegen der Kraft von zwei Rückstellfedern spreizbar sind, von denen die eine am Bremsschild und an einer Bremsbacke angreift, während die andere zwischen den beiden Bremsbacken eingespannt ist.
- Bei einer bekannten Trommelbremse dieser Art werden die Bremsbacken von zwei ungleich bemessenen Federn rückgeführt, von denen die schwächere an der im folgenden »Primärbremsbacke« genannten, zusätzlich angedrückten Bremsbacke, d. h. derjenigen, deren freies Ende sich in Richtung der Bremstrommel-Drehbewegung hinter dem Schwenkpunkt der Backe befindet, angreift, während die stärkere Feder mit der anderen, »weggedrückten« Bremsbacke verbunden ist. Da außerdem die Bremsbacken an einer in einer Führung gleitbeweglichen Halterung gelagert sind, kommt zu Beginn eines Bremsvorganges praktisch gleichzeitig mit der Primärbremsbacke infolge der Verschiebung der ganzen Bremsbackenanordnung in der Führung auch die weggedrückte Bremsbacke sofort zur Anlage an der Bremstrommel.
- Eine andere bekannte Trommelbremse dieser Art, bei der die Bremsbacken ebenfalls verschiebbar gelagert sind, ist so ausgebildet, daß durch die unterschiedliche Bemessung der beiden Federn die weggedrückte Bremsbacke als erste in Berührung mit der Bremstrommel kommt, daß sich aber praktisch gleichzeitig infolge der Verschiebung der ganzen Anordnung auch die Primärbremsbacke an die Bremstrommel anlegt.
- Schließlich ist eine Trommelbremse dieser Art bekannt, bei der die beiden Bremsbacken entgegen der Kraft von drei Rückstellfedern spreizbar sind, von denen die eine am Bremsschild und an einer Bremsbacke angreift, während die beiden anderen zwischen den beiden Bremsbacken eingespannt sind. über eine unterschiedliche Bemessung der Federn ist im Zusammenhang mit dieser Trommelbremse nichts ausgesagt, sondern es geht dort um Keil- und Rollelemente, die der Spreizung der Bremsbacken dienen.
- Bei den bekannten Trommelbremsen der genannten Art wirken also die Mittel zur Erzeugung der elastischen Rückstellkräfte praktisch in gleicher Weise auf beide Bremsbacken ein. Aus dieser Anordnung ergibt sich eine ungenügende Progressivität in der Bremswirkung, insbesondere dann, wenn man nur eine schwache Verzögerung des leeren Fahrzeuges erhalten will, die Bremse aber reichlich ausgelegt ist, um eine kräftige Bremsung bei vollbeladenem Fahrzeug zu erreichen. Dieser Nachteil macht sich um so mehr bemerkbar, je größer der Unterschied zwischen dem Leergewicht und dem Vollastgewicht des Fahrzeuges ist.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, derartige Trommelbremsen in der Weise zu verbessern, daß mit ihnen eine ausreichend progressive, fein abstufbare Bremsung möglich ist.
- Diese Aufgabe wird bei einer Trommelbremse der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die am Bremsschild eingehängte Rückstellfeder an der Primärbremsbacke angreift und eine größere Federkraft aufweist als die zwischen den beiden Bremsbacken eingespannte Rückstellfeder.
- So wird erreicht, daß der Bremsbelag der weggedrückten Sekundärbremsbacke zuerst mit der Bremstrommel in Berührung kommt und der Bremsbelag der Primärbremsbacke erst später an die Bremstrommel angelegt wird, wodurch sich die gewünschte Progressivität ergibt.
- Es wird nun ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß verbesserten Trommelbremse beschrieben, das in der einzigen Figur der Zeichnung veranschaulicht ist.
- Die in der Zeichnung veranschaulichte Trommelbremse weist zwei Bremsbacken 1 a und 1 b auf, die mit je einem Bremsbelag 2 a bzw. 2 b versehen und an den mit 3 a bzw. 3 b bezeichneten Stellen schwenkbar an der Bremsplatte 4 gelagert sind.
- Die Bremse umfaßt ferner Betätigungsmittel, um die beiden Bremsbacken la und 1 b derart zu schwenken, daß sich ihre Bremsbeläge 2 a und 2 b an die Innenseite einer Bremstrommel anlegen, welche außen um die Bremsbacken herum angeordnet ist. In dem ausgewählten Beispiel bestehen diese Mittel aus einem Zylinder 5, in den zwei Kolben gegenläufig eingebaut sind, die je mit einem freien Ende einer der Bremsbacken zusammenwirken.
- Wenn sich die Bremstrommel in der durch den Pfeil 6 angegebenen Richtung dreht, dann ist die Bremsbacke 1 a, deren freies Ende sich in der Drehrichtung hinter dem entsprechenden Schwenkzapfen 8 a befindet, die primäre Bremsbacke und die Bremsbacke 1 b ist die sekundäre Bremsbacke.
- Die primäre Bremsbacke 1 a ist durch eine verhältnismäßig starke Rückführfeder 7 mit einem fest auf der Platte 4 sitzenden Haltezapfen 8 verbunden. Die sekundäre Bremsbacke 1 b ist ihrerseits mit der primären Bremsbacke 1 a über eine Feder 9 verbunden, die wesentlich schwächer als die Feder 7 ist.
- Die Anordnung und die Länge der Bremsbeläge 2 a, 2 b können in an sich bekannter Weise derart gewählt werden, daß die beste Wirkung erreicht wird.
- Wenn das Betätigungsmedium unter Überdruck in den Zylinder 5 eingespeist wird, beginnt zunächst die sekundäre Bremsbacke 1 b zu schwenken, so daß sich ihr Bremsbelag allein an die Bremstrommel anlegt; hierbei ergibt sich eine weiche Bremsung. Erst wenn der Druck des Betätigungsmediums ganz wesentlich ansteigt, wird auch die Bremsbacke 1 a an die Bremstrommel angelegt; dabei wird die auf die Bremstrommel ausgeübte Bremskraft erhöht, und durch die Wirkung des Auflaufens der primären Bremsbacke bzw. ihres Bremsbelages 2 a tritt nochmals eine Steigerung dieser Bremskraft ein. Auf diese Weise erhält man die stärkste Bremsung.
Claims (1)
- Patentanspruch: Trommelbreinse mit zwei Breinsbacken, die mit ihren einen einander gegenüberliegenden Enden auf einem am Bremsschild befestigten Zapfen schwenkbar gelagert sind und deren andere einander gegenüberliegende Enden mittels einer Betätigungsvorrichtung entgegen der Kraft von zwei Rückstellfedem spreizbar sind, von denen die eine am Breinsschild und an einer Bremsbacke angreift, während die andere, zwischen den beiden Breinsbacken eingespannt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die am Bremsschild. (4) eingehängte Rückstellfeder (7) an der Primärbremsbacke (la) angreift und eine größere Federkraft aufweist als die zwischen den beiden Breinsbacken (1 a, 1 b) eingespannte Rückstellfeder (9). In Betracht gezogene Druckschriften: Französische, Patentschrift Nr. 799 109; britische Patentschrift Nr. 439 123; USA.-Patentschrift Nr. 2 183 432.
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Cited By (1)
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