DE1258235B - Verfahren zur Herstellung einer, die Sperrspannungsfestigkeit erhoehenden Randzonenprofilierung von Siliziumscheiben - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer, die Sperrspannungsfestigkeit erhoehenden Randzonenprofilierung von SiliziumscheibenInfo
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- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23F—NON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C23f
Deutsche Kl.: 48 dl -1/00
Nummer: 1 258 235
Aktenzeichen: L 49647 VI b/48 dl
Anmeldetag: 4. Januar 1965
Auslegetag: 4. Januar 1968
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer, die Sperrspannungsfestigkeit erhöhenden
Randzonenprofilierung an den schrägen Schnitt- und Schliffflächen von dotierten und mit Au-Ni-Schichten
versehenen, vorzugsweise quadratischen Siliziumscheiben für die Herstellung von Halbleiteranordnungen
durch Ätzbehandlung.
Bei diffundierten Gleichrichtern beträgt der Abstand zwischen den beiden Flächen, zwischen denen
sich die Sperrspannung aufbaut, nur etwa 0,1 bis 0,2 mm. Da die auftretenden Sperrspannungen 2000 V
erreichen können, treten an den Randzonen eines solchen Gleichrichters hohe Feldstärken auf, die
durch Überschlag leicht zur Zerstörung führen. Es ist bekannt, zur Verkleinerung der Randfeldstärke
die Randzone der Halbleiterscheibe derart schräg anzuschleifen, daß ein Winkel mit einer Neigung von
der einen Fläche zur anderen von etwa 6 bis 60° entsteht. Dabei muß, wenn das Grundmaterial aus
η-Silizium besteht, die p-dotierte Fläche die größere sein.
Gleichrichter mit schrägen Randflächen zeigen ein stabileres Verhalten in bezug auf die Spannungsfestigkeit als Gleichrichter mit senkrechtem Schnitt
oder Gleichrichter mit einem Schrägschliff, bei dem die Neigung des Winkels von der η-Zone zur p-Zone
verläuft, also die Fläche der p-dotierten Zone kleiner ist. Halbleiterscheiben von dem dargestellten Aufbau
lassen sich bei einer gewissen Mindestgröße mit Schleifmaschinen, wie sie in der optischen Industrie
Verwendung finden, mit gutem Erfolg herstellen. Mit abnehmender Größe der Halbleiterscheiben wird
jedoch das Größenverhältnis der n+-Fläche zur ρ+-Fläche immer ungünstiger. Bei einem Halbleiterelement
von 2 mm Kantenlänge wird beispielsweise bei einer Anphasung im Winkel von 45° die n+-
Fläche nur noch halb so groß sein wie die ρ+-Fläche. Bei einem Anphasungswinkel von etwa 60° ist das
Flächenverhältnis schon wesentlich günstiger. Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, trotz der
größeren Randfeldstärke bei einem relativ großen Anphasungswinkel von etwa 60° eine hohe Sperrspannungsfestigkeit
zu erzielen und die Ätzung in entsprechender Weise durchzuführen.
Nach bekannten Verfahren können dünne Schichten eines Halbleiterkörpers an der Oberfläche dadurch
abgetragen werden, daß eine chemische Ätzung vorgenommen wird. Als Ätzmittel dienen
üblicherweise Säuren, wie Salpetersäure, Flußsäure, Essigsäure, Phosphorsäure oder deren Gemische, gegebenenfalls
unter Zusatz von Brom. Die Anwendung derartiger Ätzlösungen bringt jedoch den Nachteil
Verfahren zur Herstellung einer, die
Sperrspannungsfestigkeit erhöhenden
Randzonenprofilierung von Siliziumscheiben
Sperrspannungsfestigkeit erhöhenden
Randzonenprofilierung von Siliziumscheiben
Anmelder:
Licentia Patent-Verwaltungs-G. m. b. H.,
6000 Frankfurt, Theodor-Stem-Kai 1
6000 Frankfurt, Theodor-Stem-Kai 1
Als Erfinder benannt:
Richard Magner, 4785 Belecke
Richard Magner, 4785 Belecke
mit sich, daß die p-Zone stärker angegriffen wird als die η-Zone, was nicht erwünscht ist.
Diese Nachteile können aber behoben werden, wenn gemäß der Erfindung diese Flächen zunächst
in einer alkalischen Lösung aus Kalilauge und Kaliumcarbonat und dann in einer sauren Lösung aus
einem Salpetersäure-Flußsäure-Gemisch geätzt und schließlich kurzzeitig in Ammoniaklösung erwärmt
werden.
Die alkalische Lösung trägt von der η-Zone eine dickere Schicht ab, greift dagegen die p-Zone nur
wenig an. Durch die nachfolgende Ätzung mit Säure mit stärkerem Angriff der p-Zone kann insgesamt
die Ätzung so gesteuert werden, daß die gewünschte Form der Halbleiterscheibe erhalten wird.
Das Verfahren wird an Hand einer im Querschnitt dargestellten Halbleiterscheibe aus Silizium näher erläutert.
Die einzelnen Zonen in dem Halbleiterkörper sind durch verschiedenartige Schraffur kenntlich gemacht.
Voraussetzung für die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist eine gute, homogen haftende
Metallisierung an den diffundierten Siliziumscheiben. Hierfür wird ein bereits vorgeschlagenes stromloses
Vernickelungsverfahren angewendet, das auf der Reduktion von Nickelchlorid durch Natriumhypophosphit
in Puffersalzlösung beruht. Man kann durch geeignete Maßnahmen eine sehr gute Abscheidung von
Nickel erhalten, das nach einem bei 750 bis 800° C stattfindenden Sinterprozeß mit dem Silizium eine
feste Bindung eingeht. Auf dieser ersten Nickelschicht wird galvanisch eine etwa 2 μ starke Goldschicht
abgeschieden, die im Wasserstoffstrom bei etwa 500° C aufgeschmolzen wird. Es folgt dann
eine zweite, ebenfalls stromlos abgeschiedene Nickelschicht und eine zweite, etwas stärkere Goldschicht
von etwa 3 bis 4 μ, die der Metallauflage dann die
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erforderliche Stabilität beim späteren Anlöten der Elektroden gibt.
Die in dieser Weise vorbereiteten diffundierten Siliziumscheiben werden entweder mit einem Gatter
mit Schleifpaste oder mit Diamantsägen so in kleine Quadrate von beispielsweise 2 mm Kantenlänge, zerteilt,
daß die Schnittflächen einen Winkel von 60c zur Grundfläche einnehmen. Die Zeichnung zeigt
eine zerteilte Siliziumscheibe, deren seitliche Begrenzung vor dem Ätzen durch die unterbrochenen Linien
angedeutet wird. Es ist wichtig, daß der Schliff mit einem sehr feinkörnigen Material erfolgt, vorzugsweise
mit einer Schleifpaste mit der Körnung 1000, damit bei dem entscheidenden Ätzvorgang nicht
mehr viel Silizium abgetragen werden muß. Bei dem ersten Ätzschritt in einer alkalischen Lösung aus
Kalilauge und Kaliumkarbonat, die vorzugsweise aus 3 Teilen 2- bis 10%iger wäßriger Kalilauge und
10 Teilen Kaliumkarbonat besteht, wird der p-dotierte Teil der Randzone nur wenig angegriffen, während ao
von der η-Zone eine dickere Schicht abgetragen wird. Die seitliche Begrenzung ist jetzt durch die ausgezogenen
-Linien gegeben. Der erste Ätzschritt dauert etwa 2 Minuten. Der zweite Ätzschritt mit einem Salpetersäure-Flußsäure-Gemisch
hat einmal den Zweck, die Schnittfläche nach dem alkalischen Ätzen zu glätten. Ferner wird durch das Säuregemisch der Rand
der p-Zone stärker angegriffen, wodurch sich eine den strichpunktierten Linien entsprechende konkave
Oberfläche ergibt. Darüber hinaus sollen durch die Säure die Rückstände der alkalischen Ätzung beseitigt
werden. Durch den dritten Abschnitt des Ätzverfahrens, der in einer Erwärmung der Halbleiterscheibchen
in Ammoniak bis zu etwa 40° C besteht, wird die Sperrkennlinie erheblich stabilisiert.
Im Anschluß an die Erwärmung in Ammoniak werden die Halbleiterscheibchen bei etwa 180 bis
250° C bis zu mehreren Stunden lang in Luft oder reinem Stickstoff getrocknet.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung einer die Sperrspannungsfestigkeit erhöhenden Randzonenprofilierung
an den schrägen Schnitt- und Schliffflächen von dotierten und mit Au-Ni-Schichten
versehenen, vorzugsweise quadratischen Siliziumscheiben für die Herstellung von Halbleiteranordnungen
durch Ätzbehandlung, dadurch gekennzeichnet, daß diese Flächen zunächst in einer alkalischen Lösung aus Kalilauge und
Kaliumcarbonat und dann in einer sauren Lösung aus einem Salpetersäure-Flußsäure-Gemisch
geätzt und schließlich kurzzeitig in Ammoniaklösung erwärmt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine alkalische Lösung aus
3 Teilen 2- bis 10%iger wäßriger Kalilauge und 10 Teilen Kaliumkarbonat verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiterscheibchen
nach der Erwärmung in Ammoniak bei 180 bis 250° C bis zu mehreren Stunden lang in Luft
oder Stickstoff getrocknet werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 040 135.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 040 135.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 717/599 12.67 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL49647A DE1258235B (de) | 1965-01-04 | 1965-01-04 | Verfahren zur Herstellung einer, die Sperrspannungsfestigkeit erhoehenden Randzonenprofilierung von Siliziumscheiben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL49647A DE1258235B (de) | 1965-01-04 | 1965-01-04 | Verfahren zur Herstellung einer, die Sperrspannungsfestigkeit erhoehenden Randzonenprofilierung von Siliziumscheiben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1258235B true DE1258235B (de) | 1968-01-04 |
Family
ID=7273086
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL49647A Pending DE1258235B (de) | 1965-01-04 | 1965-01-04 | Verfahren zur Herstellung einer, die Sperrspannungsfestigkeit erhoehenden Randzonenprofilierung von Siliziumscheiben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1258235B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2185859A1 (de) * | 1972-05-19 | 1974-01-04 | Matsushita Electronics Corp | |
| DE3344462A1 (de) * | 1982-12-08 | 1984-06-20 | International Rectifier Corp., Los Angeles, Calif. | Verfahren zur herstellung von halbleiterbauteilen |
| US4965173A (en) * | 1982-12-08 | 1990-10-23 | International Rectifier Corporation | Metallizing process and structure for semiconductor devices |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1040135B (de) * | 1956-10-27 | 1958-10-02 | Siemens Ag | Verfahren zur Herstellung von Halbleiteranordnungen aus Silicium od. dgl. durch Anwendung eines chemischen AEtzvorganges an der Stelle des p-n-UEberganges |
-
1965
- 1965-01-04 DE DEL49647A patent/DE1258235B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1040135B (de) * | 1956-10-27 | 1958-10-02 | Siemens Ag | Verfahren zur Herstellung von Halbleiteranordnungen aus Silicium od. dgl. durch Anwendung eines chemischen AEtzvorganges an der Stelle des p-n-UEberganges |
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