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DE1138017B - Verfahren zum Faerben oder Bedrucken cellulosehaltiger Materialien - Google Patents

Verfahren zum Faerben oder Bedrucken cellulosehaltiger Materialien

Info

Publication number
DE1138017B
DE1138017B DEC20076A DEC0020076A DE1138017B DE 1138017 B DE1138017 B DE 1138017B DE C20076 A DEC20076 A DE C20076A DE C0020076 A DEC0020076 A DE C0020076A DE 1138017 B DE1138017 B DE 1138017B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dyes
dyeing
parts
dye
materials
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC20076A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Henri Riat
Dr Karl Seitz
Dr Jacques Wegmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1138017B publication Critical patent/DE1138017B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/66Natural or regenerated cellulose using reactive dyes
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/38General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using reactive dyes
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    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/24Polyamides; Polyurethanes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
kl. 8 m 1/04
INTERNATIONALE KL.
D06p;q
C20076IVc/8m
ANMELDETAG: 29. OKTOBE R 1959
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 18. OKTOBER 1962
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben cellulosehaltiger Materialien, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man sulfonsäuregruppenhaltige organische Farbstoffe, die eine an das Farbstoffmolekül über deren Stickstoffatom gebundene Monothiocarbaminsäure-S-arylestergruppierung aufweisen, auf die zu färbenden Materialien aufbringt und dort anschließend durch Alkali- und Hitzebehandlung fixiert.
Als lösliche organische Farbstoffe kommen hierbei *° Farbstoffe der verschiedensten Klassen in Betracht, z. B. Nitrofarbstoffe, Stilbenfarbstoffe, Azinfarbstoffe, Dioxazinfarbstoffe, Phthalocyaninfarbstoffe, vor allem aber saure Anthrachinon- und Azofarbstoffe, und zwar sowohl metallfreie wie metallhaltige Mono- und Polyazofarbstoffe. Besonders gute Resultate werden mit löslichen Farbstoffen erhalten, die für Baumwolle keine oder mindestens keine ausgesprochene Affinität haben.
Die Farbstoffe der angegebenen Art können nach an sich bekannten Methoden hergestellt werden, z. B. aus Farbstoffkomponenten, die die erwähnte Gruppierung bereits enthalten, oder indem man diese Gruppierung nach der Farbstoffherstellung in das Farbstoffmolekül nach an sich bekannten Methoden einbaut. So erhält man durch Umsetzung von Azo- oder Anthrachinonfarbstoffen, die eine acylierbare Aminogruppe, vor allem eine — NH2-Gruppe enthalten, z. B. mit Chlorameisensäurearylestern, wie den Chloroformiaten der Thiophenole, wertvolle Arylthiourethane, die zum Färben gemäß vorliegendem Verfahren geeignet sind.
Mit den so erhältlichen Farbstoffen können cellulosehaltige Stoffe faseriger Struktur, und zwar sowohl synthetische Fasern aus regenerierter Cellulose als auch natürliche Materialien, z.B. Leinen oder vor allem Baumwolle, am Foulard imprägniert oder bedruckt werden. Zweckmäßig werden dazu wäßrige Lösungen der in Betracht kommenden Farbstoffe verwendet. Mit solchen Lösungen, die mehr oder weniger neutrale, vor allem anorganische Salze, wie Alkalichloride oder Sulfate, enthalten können, wird erfindungsgemäß die zu färbende Ware vorzugsweise kalt oder bei nur mäßig erhöhter Temperatur imprägniert und wie üblich abgequetscht; zweckmäßig quetscht man so ab, daß die imprägnierte Ware 0,5 bis 1,3 Teile ihres Ausgangsgewichtes an Farbstofflösung zurückhält.
Die Fixierung der Farbstoffe auf der so mit der Farbstofflösung imprägnierten Ware wird nach der Imprägnierung vorgenommen. Zu diesem Zweck werden die imprägnierten Materialien, gegebenenfalls nach vorheriger Trocknung, vorzugsweise einer Be-Verfahren zum Färben oder Bedrucken cellulosehaltiger Materialien
Anmelder: CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr.-Ing. F. Wuesthoff, Dipl.-Ing. G. Puls und Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann, Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Beanspruchte Priorität: Schweiz vom 30. Oktober 1958 (Nr. 65 586)
Dr. Henri Riat, Ariesheim, » Dr. Karl Seitz, Neu-Allschwil und Dr. Jacques Wegmann, Basel (Schweiz), sind als Erfinder genannt worden
handlung mit wäßrigen alkalischen Lösungen anorganischer säurebindender Mittel, die mindestens so alkalisch sind wie Natriumcarbonat, ζ. B. mit einer salzhaltigen Alkalihydroxydlösung unterworfen und mit Wasserdampf oder in einem warmen Luftstrom bzw. auf einem geheizten Zylinder, kurze Zeit erwärmt.
Nach vorliegendem Verfahren erhält man auf cellulosehaltigen Stoffen auch bei Verwendung solcher Farbstoffe der angegebenen Definition, die für Baumwolle keine oder mindestens keine ausgesprochene Affinität haben, sehr wertvolle, kräftige, meist sehr volle Färbungen von ausgezeichneten Naßechtheitseigenschaften und sehr guter Lichtechtheit.
In gewissen Fällen kann es von Vorteil sein, die nach vorliegendem Verfahren erhältlichen Färbungen einer Nachbehandlung zu unterwerfen. So werden z. B. die erhaltenen Färbungen zweckmäßig abgeseift; durch diese Nachbehandlung werden die nicht vollständig fixierten Farbstoffmengen entfernt. Falls die zur Herstellung der Färbungen und Drucke gemäß vorliegendem Verfahren verwendeten Farbstoffe metallisierbare Gruppen aufweisen, können sie einer Nachbehandlung mit schwermetallabgebenden, insbe-
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sondere kupferabgebenden Mitteln unterworfen werden.
Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Die Farbstoffe sind in der Regel als freie Säure angegeben, werden aber als Alkalisalze verwendet.
Beispiel
2 Teile des Farbstoffes der Formel
NH2
N = N-
-NHCOS—<
SOJH
SO3H
8,8 Teile des Aminoazofarbstoffes der Formel
NH,
-N = N-;
OH
NH5
SOoH
SOoH
werden in 100 Teilen Wasser gelöst. Man imprägniert mit dieser Lösung ein Baumwollgewebe, quetscht auf 75% Gewichtszunahme ab und trocknet.
Anschließend imprägniert man in einer Lösung, welche 20 Teile wasserfreies Natriumcarbonat und 270 Teile Natriumchlorid in 1000 Teilen Wasser enthält, quetscht auf 75% Gewichtszunahme ab, dämpft 60 Sekunden bei 100 bis 101° C, spült und seift während 15 Minuten bei Kochtenaperatur in einer Lösung, welche 1 g/l eines ionenfreien Waschmittels enthält. Man spült und trocknet die erhaltene rote Färbung. Diese ist wasch- und lichtecht.
Man erhält ein ähnliches Resultat, wenn man zur Imprägnierung ein Bad benutzt, welches 30 Teile Natriumbicarbonat und 270 Teile Natriumchlorid in 1000 Teilen Wasser enthält.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff ist in folgender Weise erhalten worden:
werden in 300 Teilen Wasser gelöst und mit Natriumcarbonat neutralisiert. Zu der auf 5 bis 10° abgekühlten Lösung läßt man eine Lösung von 4 Teilen Chlorkohlensäurethiophenylester in 5 Teilen Toluol zutropfen. Gleichzeitig läßt man eine verdünnte Natriumhydroxydlösung in der Weise zutropfen, daß das Reaktionsgemisch lackmussauer reagiert. Nach beendeter Kondensation wird der entstandene Farbstoff ausgesalzen, abfiltriert und im Vakuum getrocknet.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Färben oder Bedrucken cellulosehaltiger Materialien, dadurch gekennzeichnet, daß man sulfonsäuregruppenhaltige organische Farbstoffe, die eine an das Farbstoffmolekül über deren Stickstoffatom gebundene Monothiocarbaminsäure - 5 - arylestergruppierung aufweisen, auf die zu färbenden Materialien aufbringt und dort anschließend durch eine Alkali- und Hitzebehandlung fixiert.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man alkalifreie Farbstofflösungen verwendet und nach der Imprägnierung und Trocknung mit salzhaltigen Alkalien die Farbstoffe auf der Faser in der Wärme fixiert.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1091677.
© 209 677/285 10.62
DEC20076A 1958-10-30 1959-10-29 Verfahren zum Faerben oder Bedrucken cellulosehaltiger Materialien Pending DE1138017B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1138017X 1958-10-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1138017B true DE1138017B (de) 1962-10-18

Family

ID=4559538

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC20076A Pending DE1138017B (de) 1958-10-30 1959-10-29 Verfahren zum Faerben oder Bedrucken cellulosehaltiger Materialien

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1138017B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1091677B (de) 1957-04-20 1960-10-27 Cassella Farbwerke Mainkur Ag Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen, Cellulose echt faerbenden Farbstoffen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1091677B (de) 1957-04-20 1960-10-27 Cassella Farbwerke Mainkur Ag Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen, Cellulose echt faerbenden Farbstoffen

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