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DE1138061B - Verfahren zur Herstellung der Perchlorate von 18ª‰-Acyloxy-17ª‡-methoxy-16ª‰-methoxycarbonyl-3, 4-dehydro-20ª‡-yohimbanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der Perchlorate von 18ª‰-Acyloxy-17ª‡-methoxy-16ª‰-methoxycarbonyl-3, 4-dehydro-20ª‡-yohimbanen

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Publication number
DE1138061B
DE1138061B DEL30178A DEL0030178A DE1138061B DE 1138061 B DE1138061 B DE 1138061B DE L30178 A DEL30178 A DE L30178A DE L0030178 A DEL0030178 A DE L0030178A DE 1138061 B DE1138061 B DE 1138061B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methoxycarbonyl
water
methoxy
seco
oxo
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL30178A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Joly
Robert Bucourt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Laboratoires Francais de Chimiotherapie SA
Original Assignee
Laboratoires Francais de Chimiotherapie SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Laboratoires Francais de Chimiotherapie SA filed Critical Laboratoires Francais de Chimiotherapie SA
Publication of DE1138061B publication Critical patent/DE1138061B/de
Pending legal-status Critical Current

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Description

  • Verfahren zur Herstellung der Perchlorate von 18ß-Acyloxy-17 a-methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3,4-dehydro-20 a-yohimbanen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der Perchlorate von 18ß-Acyloxy-17x-methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3,4-dehydro-20x-yohimbanen der allgemeinen Formel worin R ein Wasserstoffatom oder eine Methoxygruppe und R1 einen 3,4,5-Trimethoxybenzoyl- oder 3,4,5-Trimethoxycinnamylrest bedeutet.
  • Diese Verbindungen werden erhalten, wenn man ein rechtsdrehendes 18ß-Oxy-17x-methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20x-yohimban der allgemeinen Formel mit dem Chlorid oder Anhydrid der 3,4,5-Trimethoxybenzoesäure oder der 3,4,5-Trimethoxyzimtsäure in Gegenwart einer tertiären Base verestert, den so erhaltenen Ester durch Behandlung mit Phosphoroxychlorid bei erhöhter Temperatur cyclisiert und das erhaltene 3,4-Dehydroyohimbanderivat als Perchlorat abtrennt.
  • Die erste Stufe des beanspruchten Verfahrens, die Veresterung der rechtsdrehenden Verbindung der allgemeinen Formel II mit dem Chlorid oder Anhydrid der 3,4,5-Trimethoxybenzoesäure oder der 3,4,5-Trimethoxyzimtsäure, wird vorzugsweise in Gegenwart von Pyridin oder 2-Methyl-5-äthylpyridin durchgeführt. Der erhaltene Ester wird hierauf mit Phosphoroxychlorid bei erhöhter Temperatur behandelt und das gebildete 3,4-Dehydroyohimbanderivat als Perchlorat isoliert. Die dem so erhältlichen 3,4-Dehydroreserpinperchlorat zugrunde liegende Base ist identisch mit dem von Weisenborn und Diassi (vgl. Journ. amer. chem. soc., 78 [1956], S. 2022) durch Oxydation des 3-Isoreserpins mit Mercuriacetat erhaltenen und in Form des Nitrats isolierten 3,4-Dehydroreserpin.
  • Die Verfahrensprodukte dienen als Zwischenprodukte für die Herstellung von Reserpin, Deserpidin und Rescinnamin, da sie sich in bekannter bzw. an sich bekannter Weise mittels Zink und Essigsäure zu den genannten Alkaloiden reduzieren lassen.
  • Die als Ausgangsstoffe benötigten rechtsdrehenden Verbindungen der allgemeinen Formel II werden aus rechtsdrehenden Lactamen der allgemeinen Formel oder aus optisch aktiven Lactonen der allgemeinen Formel durch Methanolyse in Gegenwart von Natriummethylat hergestellt.
  • Es ist bereits bekannt, daß sich Reserpin aus dem racemischen Lactam der Formel herstellen läßt (vgl. Woodward, Journ. amer. chem. soc., 78 [1956], S. 2023). Bei diesem bekannten Verfahren sind folgende Verfahrensstufen erforderlich: a) Cyclisierung mit Phosphoroxychlorid unter Bildung des 3,4-Dehydroyohimbanderivats.
  • b) Reduktion des 3,4-Dehydroyohimbanderivats mit Natriumborhydrid zum racemischen 18-O-Acetylisoreserpsäure-methylester.
  • c) Optische Spaltung dieses Racemats zum 18-O-Acetyl-isoreserpsäure-methylester. d) Verseifung des letzteren zur Isoreserpsäure.
  • e) Lactonisierung der Isoreserpsäure zum Isoreserpsäurelacton.
  • f) Umlagerung des Isoreserpsäurelactons mit Pivalinsäure zum Reserpsäurelacton.
  • g) Methanolyse des Reserpsäurelactons zum Reserpsäure-methylester.
  • h) Veresterung des Reserpsäuremethylesters mit Trimethoxybenzoesäurechlorid zu Reserpin.
  • Diese Synthese umfaßt somit, abgesehen von der optischen Spaltung, sieben Stufen bis zum Reserpin. Dagegen wird es durch das erfindungsgemäße Verfahren möglich, aus dem optisch aktiven Lactam der allgemeinen Formel III, worin R eine Methoxygruppe bedeutet, Reserpin in vier Stufen herzustellen.
  • Zwar war zu erwarten, daß man bei der Kombination der Synthese von Woodward mit dem von Weisenborn (vgl. Journ. amer. chem. soc., 78 [1956], S. 2023) beschriebenen Verfahren Reserpin in vier Stufen erhält, jedoch nur mit einer Ausbeute von 22,8 °/o. Dagegen ergibt das erfindungsgemäße Verfahren überraschenderweise Reserpin mit 31,3°/jger Ausbeute.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Die in den Beispielen angegebenen Schmelzpunkte sind augenblickliche, -im Maquenne-Block bestimmte Schmelzpunkte. Beispiel 1 a) Herstellung des linksdrehenden 18ß-(3',4',5'-Trimethoxybenzoyloxy)-11,17x-dimethoxy-3 oxo-16ß-methoxycarbonyl-2,3-seco-20x-yohimban aus dem rechtsdrehenden 18ß-Oxy-11,17x-dimethoxy-3-oxo-16ß-methoxycarbonyl-2,3-seco-20oc-yohimban der Formel II [R = OCH3] 8 g rechtsdrehendes 18ß-Oxy-11,17a-dimethoxy-3-oxo-16ß-methoxycarbonyl-2,3-seco-20x-yohimban [Formel II: R=OCH,; F. 188 bis 189°C und [x]" = +31' (c = 0,501, in Pyridin)] werden, gelöst in 80 ccm Pyridin, in einer Stickstoffatmosphäre mit 20 g 3,4,5-Trimethoxybenzoylchlorid 16 Stunden auf 75'C erhitzt. Man kühlt auf 20'C ab, versetzt mit 80 ccm Wasser, rührt 1/2 Stunde und extrahiert mit Methylenchlorid. Der Extrakt wird mit verdünnter Salzsäure bis zu einem pH-Wert von etwa 1,5, dann mit Wasser, Ammoniak und wieder mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zur Trockne eingedampft. Das so erhaltene Harz wird in Benzol gelöst und die Lösung über 500 g neutrales Aluminium gegossen. Die erste Elution mit 1000 ccm Methylenchlorid liefert 2 g Harz, das nicht direkt kristallisiert. Die zweite Elution mit 1000 ccm Methylenchlorid, das 10/, Methanol enthält, liefert nach Eindampfen der Lösung zur Trockne, Aufnehmen des Rückstands in 80 ccm Aceton, Ausfällen mit 600 ccm Wasser, Absaugen und Trocknen 8 g (69 °/9 der Theorie) linksdrehendes 18ß-(3',4',5'-Trimethoxybenzoyloxy)-11,17a-dimethoxy- 3- oxo -16ß-methoxycarbonyl-2,3-seco-20x-yohimban; F. 126'C; [x]ö = -37' (c = 1 % in Chloroform). Analyse: Cg3H39010N2, Molekulargewicht: 624,67. Berechnet ... C 63,5, H 6,3, O 25,67, N 4,49 °/9; gefunden ... C 63,3, H 6,4, O 25,6, N 4,4 °/o. Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben. b) Herstellung von 3,4-Dehydroreserpin der Formel I [R1 = O C -C, H2 (O C H3)3; R = O C H3] aus linksdrehendem 18ß-(3',4',5'-Trimethoxybenzoyloxy)-11,17a-dimethoxy-3-oxo-16ß-methoxycarbonyl-2,3-seco-20x-yohimban Man erhitzt eine Lösung von 4 g der gemäß Stufe a) erhaltenen Verbindung in 8 ccm Phosphoroxychlorid in einer Stickstoffatmosphäre 2 Stunden unter Rückfluß. Die zu Beginn grüne Farbe der Lösung schlägt nach Dunkelrotorange um. Die abgekühlte Lösung wird unter Rühren und Stickstoff in ein Gemisch aus 150 g Eis und 8 ccm Perchlorsäure von 55° B6 eingebracht. Man saugt ab und wäscht mit Wasser. Nach dem Trocknen im Vakuum erhält man 4,46 g rohes Perchlorat des 3,4-Dehydroreserpins, was einer Ausbeute von 98 °/o entspricht. Das Produkt kann durch Umkristallisation gereinigt werden, indem man es in Chloroform oder in Methylenchlorid löst und hierauf Benzol oder Essigsäureäthylester zusetzt. Das so gereinigte Perchlorat des 3,4-Dehydroreserpins schmilzt bei 230°C; [x] ö° _ -128 ° (c = 1 °/a in wäßrigem Tetrahydrofuran mit 55 °/o Wasser). Analyse: C"H390"N,Cl, Molekulargewicht: 707,11. Berechnet ... C 56,05, H 5,56, N 3,96 °/a; gefunden ... C 56,01, H 5,62, N 4,04°/o. Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben.
  • UV-Spektrum in 95°/oigem Alkohol: itmax = 360 m#t, 266 %t; E = 25 000, 17 100.
  • Das als Ausgangsmaterial benötigte rechtsdrehende 18ß-Oxy-11,17a-dimethoxy-3-oxo-16ß-methoxycarbonyl-2,3-seco-20a-yohimban wird folgendermaßen hergestellt: Man stellt eine Lösung von 120 ccm wasserfreiem Methanol mit einem Gehalt von 0,1g Natriummethylat her und löst darin in der Wärme 10 g rechtsdrehendes 18ß-Acetoxy-11,17a-dimethoxy-3-oxo-16ß-methoyxcarbonyl-2,3-seco-20a-yohimban der Formel III [R = OCHS; [a]0 = -I-31 ±2° (c = 0,5°/o in Äthanol)], dessen Herstellung in der deutschen Patentschrift 1096 363 beschrieben ist. Dann erhitzt man 1 Stunde zum Sieden unter Rückfluß, kühlt anschließend ab und säuert durch Zugabe von Essigsäure (etwa 1 ccm) auf den pH-Wert 5 an. Durch Abdestillieren des Lösungsmittels engt man etwa auf das halbe Volumen ein und kühlt auf etwa 10°C ab. Das rechtsdrehende 18ß-Oxy-11,17a - dimethoxy - 3 - oxo - 16ß - methoxycarbonyl -2,3-seco-20x-yohimban kristallisiert. Man vervollständigt die Ausfällung durch Zugabe von 100 ccm Wasser, saugt ab, wäscht mit Wasser und trocknet. Auf diese Weise erhält man 8,1 g rechtsdrehendes 18ß-Oxy-11,17a - dimethoxy - 3 - oxo - 16ß - methoxycarbonyl -2,3-seco-20a-yohimban, was einer Ausbeute von 89 °/o entspricht, nach Umkristallisieren aus Methanol weist die Verbindung die folgenden Kennzahlen auf: F. 188 bis 189°C; [x] ö = +31' (c = 0,5 °/p in Pyridin). Analyse: C"Hg006N" Molekulargewicht: 430. Berechnet ... C 64,16, H 7,02, O 22,30, N 6,51°/0; gefunden ... C 63,9, H 7,1, O 22,40, N 6,5 °/o. Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben.
  • Das rechtsdrehende 18ß-Oxy-11,17a-dimethoxy-3-oxo-16ß-methoxycarbonyl-2,3-seco-20x-yohimban kann auch auf folgende Weise hergestellt werden: 2 g linksdrehendes Lacton des l8ß-Oxy-11,17a-dimethoxy-3-oxo-16ß-carboxy-2,3-seco-20x-yohimbans der Formel IV [R=OCH,; F. 175°C; [a]ö =-83° (c = 0,25 °/o in Äthanol)] werden in 100 ccm wasserfreiem Methanol gelöst und mit 12 ccm einer Natriummethylatlösung mit einem Gehalt von 1 mg Natrium je ccm Methanol versetzt. Man erhitzt 2 Stunden zum Sieden unter Rückfluß, kühlt auf 20°C ab, säuert mit Essigsäure auf den pH-Wert 5 an und verdampft das Methanol im Vakuum. Der Rückstand wird in Methylenchlorid gelöst, die Lösung mit verdünntem Ammoniak bis zu dem pH-Wert 10 und dann mit Wasser gewaschen und schließlich über Magnesiumsulfat getrocknet. Nach Filtrieren und Abdestillieren des Methylenchlorids kristallisiert man den Rückstand aus Aceton um und erhält so 2 g der gesuchten Verbindung, was einer Ausbeute von 92 °/o entspricht. Beispiel 2 a) Herstellung von linksdrehendem (Chloroform) 18ß - (3',4',5'- Trimethoxybenzoyloxy) - 17x - methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20x-yohimban aus rechtsdrehendem (Tetrahydrofuran mit 50°/o Wasser) 18ß-Oxy-17a-methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20ca-yohimban der Formel II [R = H] 6 g rechtsdrehendes (Tetrahydrofuran mit 5001, Wasser) 18ß-Oxy-17a-methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20oc-yohimban werden, gelöst in 60 ccm wasserfreiem Pyridin, mit 15 g Trimethoxybenzoylchlorid 16 Stunden unter Stickstoff auf 75'C erhitzt. Man kühlt auf 20°C ab, versetzt mit 60 ccm Wasser, rührt 1/2 Stunde und extrahiert mit Methylenchlorid. Der Extrakt wird mit verdünnter Salzsäure bis zu einem pH-Wert von etwa 1,5, dann mit Wasser, Ammoniak und erneut mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zur Trockne eingedampft. Das so erhaltene Harz wird durch Chromatographie an Aluminiumoxyd gereinigt. Man löst es in Benzol und leitet es durch 400 g neutrales Aluminiumoxyd und führt dann eine erste Elution mit 800 ccm Methylenchlorid, die ein harziges Produkt liefert, aus. Eine zweite Elution mit Methylenchlorid mit einem Gehalt von 1 % Methanol liefert ein teilweise kristallisiertes Produkt, das man durch Auflösen in 50 ccm Aceton und Ausfällen in 500 ccm eisgekühltem Wasser reinigt. Die Ausbeute an linksdrehendem 18ß-(3',4',5'-Trimethoxybenzoyloxy)-17ca-methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20x-yohimban beträgt 7 g; F. 130'C, [«]ö° _ -40 ± 1,5° (c = 10/, in Chloroform). Das Produkt bildet mikroskopische Prismen, die mit Wasser solvatisieren. Die Verbindung ist leicht hygroskopisch. An der Luft stehengelassen, nimmt sie 1 bis 1,7°/o Wasser auf. Sie ist in Wasser, verdünnten wäßrigen Säuren, verdünnten wäßrigen Alkalien und Isopropyläther unlöslich, in Äther und Tetrachlorkohlenstoff wenig löslich und in Benzol, Chloroform, Aceton und Äthanol löslich. Analyse: C"H"08N2, Molekulargewicht: 594,64. Berechnet ... C 64,63,H 6,44,O 24,22,N 4,710/,; gefunden ... C 64,8, H 6,4, O 24,5, N 4,6 °/o. Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben.
  • b) Herstellung von linksdrehendem (Chloroform) 18ß - (3',4',5'- Trimethoxybenzoyloxy) - 17x - methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3,4-dehydro-20x-yohimban der Formel 1 [R = H; R, = CO - C.,H2(OCH3)3] aus linksdrehendem (Chloroform) 18ß-(3',4',5'-Trimethoxybenzoyloxy)-17a-methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2, 3-seco-20a-yohimban Man vermischt unter Rühren und Stickstoff 3 g des gemäß Stufe a) erhaltenen Esters und 6 ccm Phosphoroxychlorid und erhitzt langsam bis zum Sieden unter Rückfluß. Es tritt Lösung ein. Nach 31/2stündigem Sieden kühlt man die Lösung auf 20°C ab, verdünnt mit 6 ccm Aceton und bringt sie langsam unter Rühren in ein Gemisch aus 120 g Eisstückchen und 6 ccm Perchlorsäure von 55° Be ein. Das gebildete gelbe Perchlorat des 3,4-Dehydrodeserpidins saugt man ab und wäscht es mit Wasser, bis der pH-Wert des Waschwassers 4 erreicht. Zur Entfernung von vorhandenen Spuren an Phosphat und Hydrochlorid des 3,4-Dehydrodeserpidins löst man die so erhaltene Verbindung in 350 ccm eines Gemisches aus Eis und Wasser, das 10 ccm Perchlorsäure von 55° B6 enthält, rührt 10 Minuten und saugt den gelben kristallinen Niederschlag ab, wäscht ihn mit Wasser, bis das Waschwasser einen pH-Wert von 3 bis 4 aufweist, und trocknet ihn im Vakuum. Man erhält so 3,23 g des Perchlorats des 3,4-Dehydrodeserpidins, was einer Ausbeute von 940/Q entspricht. Zur Analyse reinigt man das Salz durch Lösen in Chloroform oder Methylenchlorid und Zugabe von Essigsäureäthylester. Das Produkt bildet dann kleine hellgelbe Stäbchen. Es ist zu 4 bis 4,5 0/Q solvatisiert. Der Schmelzpunkt beträgt 214°C, die optische Drehung [x]'1)' = -50 ± 3 ° (c = 10/Q in wäßrigem Tetrahydrofuran mit 55 0/Q Wasser) für das solvatisierte Produkt, was einem [a].ö = -52 ± 3 ° für die trockene Substanz entspricht. Die Verbindung ist in Wasser, Äther, Benzol und absolutem Alkohol unlöslich, in wäßrigem Äthanol und Chloroform wenig löslich und in Methylenchlorid und wäßrigem Tetrahydrofuran mit 50°/o Wasser gut löslich.
  • Das mit dem trockenen Produkt bestimmte und berechnete UV-Spektrum in n/10-alkoholischer Salzsäure hat folgende Banden: a.ax 356 m(t, a = 24 400. ),Max 253 bis 254 mp., a = 15 800. Analyse: C32H37012N,Cl; Molekulargewicht: 677,10. Berechnet C 56,76, H 5,51, O 28,36, N 4,13, Cl 5,24°/o; gefunden C 58,8, H 5,5, O 28,7, N 4,3, Cl 5,2 0/Q. Das als Ausgangsstoff verwendete rechtsdrehende (Tetrahydrofuran mit 50 0/Q Wasser)18ß-Oxy-17a-methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20a-yohimban der Formel 1I (R = H) wird auf folgende Weise hergestellt: a) Einer auf eine Temperatur zwischen -10 und 0°C abgekühlten Suspension von 8,5 g Iß-Carboxymethyl-2ß-methoxycarbonyl-3a-methoxy-4ß-acetoxy-6ß-formyl-cyclohexan in 34 ccm Methylenchlorid setzt man unter mechanischem Rühren und unter Stickstoff eine Lösung von Diazomethan in Methylenchlorid zu, bis man einen schwachen Überschuß des Methylierungsmittels feststellt. Man destilliert im Vakuum, ohne 5°C zu überschreiten, Methylenchlorid ab, bis man das Volumen der Ausgangssuspension wieder erreicht. Dann kühlt man auf -10 bis -15°C ab und versetzt unter Rühren mit 4,8 g Tryptamin, rührt noch 3 Stunden bei der gleichen Temperatur weiter, kühlt auf -20 bis -30°C ab, verdünnt durch Zugabe von 34 ccm wasserfreiem Methanol, setzt 1,3 g Kaliumborhydrid zu, rührt bei -10°C 15 Minuten weiter und läßt die Temperatur dann in etwa 1/2 Stunde auf 20°C ansteigen. Nach beendeter Reduktion zerstört man den Überschuß des Kaliumborhydrids durch Zugabe von Essigsäure bis zu einem pH-Wert von 4 bis 5 und dampft im Vakuum zur Trockne ein. Der so erhaltene schmierige Rückstand wird in 80 ccm Chloroform und 30 ccm Wasser aufgenommen. Man dekantiert und extrahiert die wäßrige Schicht erneut mit Chloroform, vereinigt die Chloroformextrakte und wäscht diese zuerst mit 2 n-Salzsäure, dann mit einer gesättigten wäßrigen Natriumbicarbonatlösung und schließlich mit Wasser bis zur Neutralität. Der Chloroformextrakt wird über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum zur Trockne eingedampft. Den Rückstand nimmt man in der Wärme in 60 ccm Isopropanol auf, von dem man im Vakuum etwa 25 ccm abdestilliert. Das linksdrehende 18ß-Acetoxy -17a - methoxy -16ß - methoxycarbonyl - 3 - oxo - 2,3 seco-20a-yohimban kristallisiert. Man läßt über Nacht kristallisieren, saugt ab, wäscht mit Isopropanol und trocknet. Man erhält so 7,8 g linksdrehendes 18ß-Acetoxy-17a-methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20a-yohimban; F. 180,5°C; [a]ö = -14,5 ± 1,5° (c = 10/Q in Chloroform). Das Produkt ist in Wasser und verdünnten wäßrigen Säuren unlöslich, in Alkohol, Äther und Benzol wenig löslich und in Aceton und Chloroform löslich. Es läßt sich leicht aus Isopropanol oder 2 Volumina Methylisobutylketon umkristallisieren. Weder der Schmelzpunkt noch das Drehvermögen der Substanz werden durch das Umkristallisieren verändert. Analyse: C2qHg006N2, Molekulargewicht: 442,50. Berechnet ... C 65,14,H 6,83,O 21,70,N 6,33 0/Q; gefunden ... C 65,1, H 6,8, O 21,5, N 6,3 0/Q. Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben.
  • ß) Man erhitzt 1,68 g der gemäß der vorstehenden Stufe a) erhaltenen Verbindung, 17 ccm Methanol und 3,4 ccm einer wasserfreien Lösung von Natriummethylat mit einem Gehalt von 5 g Natriummethylat je Liter 1 Stunde zum Sieden unter Rückfluß. Dann kühlt man auf 20°C ab, säuert durch Zugabe von 0,1 ccm Essigsäure auf einen pH-Wert von 4 bis 5 an und destilliert unter Stickstoff 10 ccm Methanol ab. Beim Abkühlen kristallisiert das gesuchte rechtsdrehende (Tetrahydrofuran mit 50°1o Wasser) 18ß-Oxy-17a-methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20a-yohimban der Formel Il [R = H]. Man versetzt langsam unter Rühren mit 16 ccm Wasser, saugt ab, wäscht mit Wasser, saugt erneut ab und trocknet. Man erhält so 1,45 g des gesuchten Produkts, was einer Ausbeute von 94°/Q entspricht; F. 192,5 bis 193,5°C. Zur Analyse kristallisiert man aus siedendem Methanol um. Die Verbindung besitzt dann einen Schmelzpunkt von 193 bis 194°C und einen optischen Drehwert [a] ö = +38 ± 1,5° (c = 10/Q in Tetrahydrofuran mit 500/Q Wasser). Die Verbindung ist in Wasser, verdünnten wäßrigen Säuren, verdünnten wäßrigen Alkalien und Benzol unlöslich, in Aceton, Chloroform und Äther sehr wenig löslich, in Äthanol wenig löslich und in 9 Volumina siedendem Methanol sowie in Tetrahydrofuran mit 500/0 Wasser löslich. Analyse: C22H2805N2; Molekulargewicht: 400,46. Berechnet ... C 65,98,H 7,05, O 19,98, N 7,00 0/Q; gefunden ... C 66, 1, H 7,0, O 20,2, N 7,2 0/Q. Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben. Beispiel 3 a) Herstellung von rechtsdrehendem (Chloroform) 18ß-(3',4', 5'- Trimethoxycinnamyloxy)-11,17a-dimeth oxy-16.-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20a-yohimban aus rechtsdrehendem (Pyridin) 18ß-Oxy-11,17oc-dimethoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20a-yohimban der Formel 11 [R = OCHS] Man verestert unter den im Beispiel 2 beschriebenen Bedingungen 1 g rechtsdrehendes (Pyridin) 18ß-Oxy-11,17a - dimethoxy - 16ß - methoxycarbonyl - 3 - oxo -2,3-seco-20a-yohimban, das gemäß den in den vorhergehenden Beispielen für die Herstellung der Ausgangsstoffe angegebenen Arbeitsweisen erhalten wurde, mit 2,8 g 3,4,5-Trimethoxyzimtsäurechlorid. Nach Chromatographie des erhaltenen Produktes an Aluminiumoxyd und Abtrennen der an der gesuchten Verbindung reichen Fraktion dampft man zur Trockne ein, nimmt in einem Minimum an Aceton auf und gibt die Lösung in eine große Menge Wasser. Man saugt die ausgefallene Verbindung ab, rührt sie mit 15 bis 20 ccm eisgekühltem Wasser an, saugt sie erneut ab und trocknet sie im Vakuum bei 70°C. Die Ausbeute an zur Cyclisierung mit Phosphoroxychlorid ausreichend reinem 18ß-(3',4',5'-Trimethoxycinnamyloxy)-11,17a-dimethoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20a-yohimban beträgt 67 °/o. Zur Herstellung des analysenreinen Produkts führt man eine zweite Kristallisation aus wäßrigem Aceton durch. Nach Trocknen im Vakuum bei 70°C schmilzt die Verbindung bei 123 bis 125°C; [x]o° = -r7 y1,5° (in Chloroform). Die nicht getrockneteVerbindungenthält etwa 1,7 °/o Solvatationswasser. Die so erhaltene Verbindung ist in Wasser, verdünnten wäßrigen Säuren, verdünnten wäßrigen Alkalien und Äther unlöslich und in Alkohol, Aceton, Benzol und Chloroform gut löslich. Analyse: C35H42010N2, Molekulargewicht: 650,71. Berechnet ... C 64,59, H 6,51, O 24,58, N 4,31 °/o; gefunden ... C 64,5, H 6,5, O 24,7, N 4,2 °/o. Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben.
  • b) Herstellung von linksdrehendem (Tetrahydrofuran mit 50 % Wasser) 3,4-Dehydrorescinnamin I [R = O C H 3 ; R1 = O C - C H = CH-C,H2(OCH3)3] aus rechtsdrehendem (Chloroform) 18ß-(3',4',5'-Trimethoxycinnamyloxy)-11,17a-dimethoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20a-yohimban 2 g der gemäß Stufe a) hergestellten und vollständig entwässerten Verbindung versetzt man unter Stickstoff mit 4 ccm Phosphoroxychlorid und erhitzt, ohne den Gasstrom zu unterbrechen, 2 Stunden zum Sieden unter Rückfluß. Dann läßt man auf Zimmertemperatur abkühlen, verdünnt mit 2 ccm Aceton und gießt die Lösung rasch in ein Gemisch aus 80 g Eis und 4 ccm Perchlorsäure von 55° Be ein. Die so gebildete hellgelbe Substanz wird abgesaugt, mit 15 bis 20 ccm Wasser in mehreren Anteilen angeteigt, bis der pH-Wert des Waschwassers 4 bis 5 beträgt. Man saugt ab, trocknet im Vakuum und erhält in theoretischer Ausbeute (2,26 g) 3,4-Dehydrorescinnamin-perchlorat.
  • Zur Analyse reinigt man das Perchlorat durch Auflösen in Methylenchlorid und Zugabe von Benzol, bis 3 Volumina Benzol pro Volumen Methylenchlorid vorliegen. Nach Abkühlen saugt man die ausgefallene Substanz ab, wäscht sie mit Benzol und trocknet. Der Schmelzpunkt der Verbindung beträgt 190 :L2°. Das Produkt ist zu etwa 8 °/o solvatisiert; [a] ö = -116±3' (c = 10/, in Tetrahydrofuran mit 55 °/o Wasser), was einem [oc]ö = -126 ±3° für das entwässerte Produkt entspricht.
  • Das mit einem zu 6,60/, solvatisierten Produkt bestimmte UV-Spektrum in n/10-äthanolischer Salzsäure zeigt folgende Banden: @max 314 m#L, E = 19 900 entsprechend 21400 für das entwässerte Produkt.
  • amax 268 mtj,, e = 9 550 entsprechend 10 250 für das entwässerte Produkt. @ma@ 389 m#t, a = 22 850 entsprechend 24 5000 für das entwässerte Produkt. Die Verbindung ist in Wasser, verdünnten wäßrigen Säuren, Äther und Benzol unlöslich, in Alkohol wenig löslich und in Aceton und Chloroform gut löslich. Analyse: C"H"01aN,Cl, Molekulargewicht: 733,22. Berechnet C 57,33, H 5,64,O 28,37, N 3,82, Cl 4,83 °/o; gefunden: C 57,2, H 5,8, O 28,1, N 3,8, Cl 5,1 °/o. Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben.

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  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung der Perchlorate von 18ß-Acyloxy-17a-methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3,4-dehydro-20a-yohimbanen der allgemeinen Formel worin R ein Wasserstoffatom oder eine Methoxygruppe und R1 einen 3,4,5-Trimethoxybenzoyl-oder 3,4,5-Trimethoxycinnamylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man ein rechtsdrehendes 18ß-Oxy-17oc-methoxy-16ß-methoxycarbonyl-3-oxo-2,3-seco-20a-yohimban der allgemeinen Formel mit dem Chlorid oder Anhydrid der 3,4,5-Trimethoxybenzoesäure oder der 3,4,5-Trimethoxyzimtsäure in Gegenwart einer tertiären Base verestert, den so erhaltenen Ester durch Behandlung mit Phosphoroxychlorid bei erhöhter Temperatur cyclisiert und das erhaltene 3,4-Dehydroyohimbanderivat als Perchlorat abtrennt. In Betracht gezogene Druckschriften: Journ. amer. chem. soc., 78 (1956), S. 2023 und 2024; Helv. chim, acta, 37 (1954), S. 69 und 70. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1088 062.
DEL30178A 1957-05-21 1958-04-12 Verfahren zur Herstellung der Perchlorate von 18ª‰-Acyloxy-17ª‡-methoxy-16ª‰-methoxycarbonyl-3, 4-dehydro-20ª‡-yohimbanen Pending DE1138061B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1088062B (de) 1956-05-03 1960-09-01 Research Corp Verfahren zur Herstellung von Reserpin oder dessen Derivaten

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