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DE1137259B - Selektive Bekaempfung von Fingerhirse - Google Patents

Selektive Bekaempfung von Fingerhirse

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Publication number
DE1137259B
DE1137259B DEM44969A DEM0044969A DE1137259B DE 1137259 B DE1137259 B DE 1137259B DE M44969 A DEM44969 A DE M44969A DE M0044969 A DEM0044969 A DE M0044969A DE 1137259 B DE1137259 B DE 1137259B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
group
nitroaniline
lower alkyl
fingergrass
finger millet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM44969A
Other languages
English (en)
Inventor
Gene Ray Wilder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Monsanto Chemicals Ltd
Original Assignee
Monsanto Chemicals Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Monsanto Chemicals Ltd filed Critical Monsanto Chemicals Ltd
Publication of DE1137259B publication Critical patent/DE1137259B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N33/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic nitrogen compounds
    • A01N33/16Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic nitrogen compounds containing nitrogen-to-oxygen bonds
    • A01N33/18Nitro compounds

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Selektive Bekämpfung von Fingerhirse Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Klasse von nitrosubstituierten aromatischen Aminen als selektiv wirkende herbieide Mittel zur Vertilgung von Fingerhirse.
  • Eine der wesentlichen Entwicklungen auf dem Gebiet der Agrikulturchemie in den letzten Jahren bestand in dem Auffinden von chemischen Substanzen, die als selektive Herbicide wirken. Seit langem sind geeignete Mittel zum Ausrotten der sehr schädlichen Fingerhirse aus mit Blaugras besäten Böden, von dem Ausreißen dieses Unkrauts abgesehen, gesucht worden. Bisher sind jedoch nur wenige Verbindungen gefunden worden, die Fingerhirse vertilgen. Gewöhnlich vertilgen alle aktiven Verbindungen bei solchen Konzentrationen, die für Fingerhirse giftig sind, auch die ausdauernden Rasengräser, wie Blaugras.
  • Erfindungsgemäß wird die Verwendung von Mitteln vorgeschlagen, die solche Wirkstoffe enthalten, welche Fingerhirse vertilgen, Blaugras jedoch nicht schädigen. Es ist gefunden worden, daß z. B. 2-Methyl-N-(2-nitrophenyl)-cyclohexylamin Fingerhirse vertilgt, und zwar sowohl bei einer Behandlung vor dem Auflaufen als auch nach dem Auflaufen der Saat. Brauchbare Ergebnisse werden auch mit bestimmten verwandten Nitrophenylaminen erreicht, obwohl N-Cyclohexyl-o-nitranilin bei jeder Art der Anwendung vollkommen inaktiv ist. Durch diese Verbindung wird Fingerhirse nicht vertilgt. Die Gegenwart von Fingerhirse in Blaugrasrasen ist jahreszeitlich bedingt. In dem bestehenden Blaugrasrasen geht jedes Jahr Fingerhirse aus Samen auf. Die Keimung von Fingerhirse wird durch Auftragen von 2-Methyl-N-(2-nitrophenyl)-cyclohexylamin auf den Rasen vor dem Auflaufen der Fingerhirse im Frühling verhindert. Nach dem Auflaufen der Fingerhirse kann das Bekämpf ungsmittel auf den bestehenden Blaugrasrasen oder die Blaugrasweide aufgetragen werden. Als nach dem Auflaufen der Fingerhirsesaat verwendetes Sprühmittel ist das vorgeschlagene Bekämpfungsmittel selbst für junges Blaugras (Alter 3 Wochen) vollkommen unschädlich. Auf die Keimung von Blaugrassamen wird dabei nur eine geringe bis mäßige hemmende Wirkung ausgeübt.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten nitrosubstituierten aromatischen Amine entsprechen der Formel in der R vorzugsweise Wasserstoff bedeutet, jedoch außer Wasserstoff auch eine niedere Alkyleyclohexyl-, Cyclohexylmethyl- oder eine Alkylcyclohexylmethylgruppe mit niederer Alkylgruppe darstellen kann, R' vorzugsweise eine Methylcyclohexylgruppe bedeutet, jedoch auch eine niedere Alkyleyclohexyl-, Cyclohexylmethyl- oder niedere Alkylcyclohexylmethylgruppe darstellen kann, und n 1 oder 2 ist.
  • Amine der oben angegebenen Zusammensetzung werden durch Umsetzung von Mono- oder Dinitrochlorbenzol mit dem geeigneten Amin leicht hergestellt. Wenn es auch nicht wesentlich ist, kann die Umsetzung in Gegenwart eines Lösungsmittels, wie Dimethylformamid, durchgeführt werden. Als Säureakzeptor für den als Nebenprodukt gebildeten Chlorwasserstoff kann überschüssiges Amin verwendet werden, oder es kann ein anderer Säureakzeptor, z. B. ein tertiäres Amin, wie Triäthylamin, verwendet werden.
  • Die Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten Wirkstoffe wird durch die folgenden Beispiele erläutert. Beispiel 1 Ein Gemisch aus 39,5g (0,25Mol) o-Nitrochlorbenzol, 59 g (0,25 Mol) Di-(1-methylcyclohexylmethyl)-amin, 25 g (0,25 Mol) Triäthylamin und 200 cem Dimethylformamid wurde 14 Stunden am Rückflußkühler erhitzt. Anschließend wurde das Gemisch auf IO'C abgekühlt, in 1000 g Eiswasser eingegossen und 1 Stunde gerührt. Nach dem Ansäuern des Gemisches mit konzentrierter Salzsäure wurden die abgeschiedenen Festbestandteile abfiltriert. Das Filtrat wurde mit konzentrierter Ammoniumhydroxydlösung basisch gemacht, worauf das schwere Öl mit Äther extrahiert wurde. Nach dem Trocknen des Ätherauszugs über Natriumsulfat wurde der Äther im Vakuum entfernt. Dabei wurde N,N-Bis-(1-methylcyclohexylmethyl)-o-nitroa-nilin in einer Ausbeute von 610/, erhalten. Das Produkt war ein braunes Öl, das laut Analyse 7,45 0/" Stickstoff im Vergleich zu dem für C,2H,4N20, berechneten Wert von 7,81 enthielt. Beispiel 2 Das im Beispiel 1 beschriebene Verfahren wurde wiederholt, nur wurde das Di-(1-methylcyclohexylmethyl)-amin durch 28 g (0,25 Mol) Hexahydrobenzylamin ersetzt. Das dabei erhalteneN-(Cyclohexylmethyl)-o-nitroanilin war ein dunkelbraunes Öl, das 12,87 0/, Stickstoff im Vergleich zu dem für C"Hl,N,0, berechneten Wert von 11,94"/, enthielt. Beispiel 3 Bei dem Verfahren dieses Beispiels wurde das im Beispiel 1 verwendete Amin durch 32g (0,25 Mol) 1-Methyleyclohexylmethylamin ersetzt. Nachdem das Gemisch, wie bei dem oben beschriebenen Verfahren, dem Eiswasser zugesetzt worden war, wurde das gebildete Öl mit Äther extrahiert. Nach dem Trocknen des Ätherauszugs über Natriumsulfat und Entfernen des Äthers im Vakuum wurde das gewünschte N-(1-Methylcyclohexylmethyl)-o-nitroanilin als dunkelbraunes Öl erhalten. Die Analyse ergab 12,040/, Stickstoff im Vergleich zu dem für C"H"N,0, berechneten Wert von 11,28 "/,.
  • Beispiel 4 2-Methyl-N-(2-nitrophenyl)-cyclohexylamin wurde in Abwesenheit eines Lösungsmittels hergestellt. 70g (0,44 Mol) o-Nitrochlorbenzol und 115 g (1,02 Mol) cis- und trans-2-Methyleyclohexylamin, das durch katalytische Reduktion von o-Toluidin hergestellt worden war, wurden 4 Stunden am Rückflußkühler erhitzt. Das Gemisch wurde dann auf 150'C abgekühlt und unter Rühren in 500 ccm 1011/jger Salzsäure gegossen. Das rohe getrocknete Produkt wurde mit Methanol gewaschen und aus Isopropanol umkristallisiert, wobei das gewünschte Produkt mit einem Schmelzpunkt von 95 bis 96'C erhalten wurde. Die Analyse ergab 11,8 "/, Stickstoff im Vergleich zu dem für C"H"N,Ö. berechneten Wert von 11,95"/,.
  • Das andere Isomere kann erhalten werden, wenn die Umsetzung in Methanol, in dem dieses löslicher ist, durchgeführt wird. Das aus Methanol abgetrennte Isomere ist eine Flüssigkeit. Beispiel 5 Ein Gemisch aus 39,5g (0,25Mol) p-Nitrochlorbenzol, 25g (0,25Mol) Triäthylamin und 200ccm Dimethylformamid wurde auf 80 bis 90'C erhitzt, worauf 39 g (0,25 Mol) 2,6-Diäthylcyclohexylamin dem heißen Gemisch im Verlauf von 15 Minuten zugesetzt wurden. Das erhaltene Gemisch wurde am Rückflußkühler 14 Stunden gerührt. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurde das Gemisch in 1000 g Eiswasser eingegossen und 1 Stunde bei 0 bis 20'C gerührt. Die sich bildende gelbe Festsubstanz wurde abfiltriert, worauf die Substanz mit Wasser gewaschen und getrocknet wurde. Nach dem Umkristallisieren aus Äthylalkohol wurde N-(2,6-Diäthyleyclohexyl)-p-nitroanilin mit einem Schmelzpunkt von 164 bis 165'C erhalten. Die Analyse ergab 10,05 "/, Stickstoff, im Vergleich zu dem f ür Cl, H14 N, 0, berechneten Wert von Beispiel 6 4-Methyl-N-(2-nitrophenyl)-cyclohexylamin wurde nach einem Verfahren hergestellt, bei dem 145g (1,28 Mol) 4-Methylcyclohexylamin, das durch katalytische Reduktion von p-Toluidin erhalten worden war, und 78,5 g (0,5 Mol) o-Nitrochlorbenzol am Rückflußkühler gekocht wurden. Nach 2stündigem Kochen am Rückflußkühler betrug die Kolbentemperatur 193'C. Das Umsetzungsgemisch wurde dann abgekühlt und in ein Gemisch aus 200 ccm konzentrierter Salzsäure und 300 g Eis gegossen. Die gebildeten Festbestandteile wurden in 400 ccm heißem Methanol gelöst, worauf die Lösung abgekühlt wurde. Die abgeschiedenen Festbestandteile wurden bei Raumtemperatur abfiltriert, wobei 83 g des Rohprodukts erhalten wurden. Nach dem Umkristallisieren aus Isopropanol hatte die Verbindung einen Schmelzpunkt von 95 bis 96'C. Eine weitere Fraktion, die aus dem anderen Isomeren bestand, wurde beim weiteren Ab- kühlen der Mutterlauge in Eiswasser erhalten. Dabei wurden 14 g dieser Verbindung erhalten, die nach dem Umkristallisieren aus Isopropanol einen Schmelzpunkt von 45 bis 46'C hatte.
  • Beispiele für weitere neue Vertilgungsmittel, die erfindungsgernäß zur Vernichtung von Fingerhirse verwendet werden und nach den oben angegebenen Verfahren hergestellt werden können, sind: N-(1-Methylcyclohexyl)-o-nitroanilin, N-(1-Methylcyclohexyl)-p-nitroanilin, N-(4-Methylcyclohexyl)-p-nitroanilin, N-(3-Methylcyclohexyl)-o-nitroanilin, N-(3-Methyleyclohexyl)-p-nitroanilin, N-(2,3-Dimethylcyclohexyl)-o-nitroanilin, N-(2,4-Dimethylcyclohexyl)-p-nitroanilin, N-(3,5-Dimethyleyclohexyl)-o-nitroanilin, N-(3,5-Dimethylcyclohexyl)-p-nitroanilin, N-(2,4,5-Trimethylcyclohexyl)-o-nitroanilin, N-(2,4,5-Trimethylcyclohexyl)-p-nitroanilin, N-(2-Methylcyclohexyl)-2,4-dinitroanilin, N-(2-Äthyleyelohexyl)-o-nitroanilin, N-(2-Äthylcyclohexyl)-p-nitroanilin. Die nach der vorliegenden Erfindung verwendeten herbiciden Mittel werden durch Vermischen des Amins mit einem Herbicidhilfsmittel hergestellt, wobei Mittel in flüssiger oder fester Form erhalten werden. Feste Mittel werden in Form von Stäuben oäer Körnchen hergestellt, indem die wirksame Verbindung mit feinteiligen festen Trägerstoffen vermischt wird. Zu geeigneten Trägerstoffen gehören Talkum, Ton, Pyrophyllit, Kieselsäure und Fullererde. Das wirksame Vertilgungsmittel ist in den Mitteln gewöhnlich nur in sehr geringen Mengen enthalten.
  • Flüssige Mittel werden nach üblichen Verfahren hergestellt, bei denen der wirksame Bestandteil mit gebräuchlichen flüssigen Verdünnungsmedien vermischt wird. Wenn auch die meisten der Vertilgungsmittel in Wasser unlöslich sind, so sind sie doch in den gewöhnlich verwendeten organischen Lösungsmitteln löslich.
  • Die Mittel können - sowohl bei Verwendung in Form von Festsubstanzen als auch in Form von Flüssigkeiten - ein oberflächenaktives Dispergiermittel enthalten. Als oberflächenaktive Dispergiermittel können weiche oder harte Natron- oder Kaliseifen, alkylierte aromatische Natriumsulfonate, wie Natriumdodecylbenzolsulfonat, ein Aminsalz, wie Dibutylammoniumdodecylbenzolsulfonat,AlkalisalzevonFettalkoholsulfaten, Äthylenoxydkondensationsprodukte von Alkylphenolen, TaHöl und höheren Mercaptanen und andere Dispergier- und Netzmittel verwendet werden. Die verwendete Menge des aktiven Bestandteils in dem Herbicidmittel hängt von der Anwendungsart des Mittels ab. Gewöhnlich ist eine Konzentration zwischen 0,05 und 10,0 Gewichtsprozent für eine Konfa-ktwirkun-g ausreichend. Zwecks Vertilgung vor dem Aufgehen der Saat können Mengen zwischen 1,3 und 22,6 kg je 4050 qm verwendet werden.
  • Die wertvollen herbiciden Eigenschaften der nitrosubstituierten aromatischen Amine bei der Vernichtunor von Fingerhirse wurden wie folgt bestimmt: Sämlinge von Fingerhirse (Digitaria sanguinalis) aus der Familie Gramineae (Gräser) wurden in Gewächshauskästen, und zwar 20 Sämlinge je Kasten, gepflanzt, worauf die Kästen mit dem zu untersuchenden Vertilgungsmittel in einer Menge behandelt wurden, die 11,33 kg je 4050 qm entsprach. Nach dem Besprühen der flachen Kästen wurden diese zwecks Aufnahme von Feuchtigkeit durch den durchlöcherten Boden in 1,3 cm hohes Wasser gestellt, bis die Bodenoberfläche etwa zur Hälfte feucht war. Die flachen Kästen wurden dann auf einer feuchten Sandbank 14 Tage in dem Gewächshaus gehalten, worauf das Pflanzenwachstum untersucht und die Ergebnisse festgestellt wurden. Die Bewertung beruhte auf der Anzahl der gekeimten Sämlinge im Vergleich iu der erwarteten prozentualen Keimung. Nach dieser Bewertung gibt daher ein Wert von 3 eine starke Pflanzengiftigkeit, und zwar kein wahrnehmbares Wachstum von Fingerhirse, ein Wert von 2 eine mäßige Pflanzengiftigkeit, ein solcher von 1 eine schwache Pflanzengiftigkeit und ein Wert von 0, daß die untersuchte Verbindung keine wahrnehmbare pflanzenschädigende Wirkung besitzt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
    Tabelle 1
    Herbicidwirkung
    Untersuchte Verbindung gegen
    Fingerhirse
    nach 14 Tagen
    2-Methyl-N-(2-nitrophenyl)-cyclo-
    hexylamin .................... 3
    N-(1 -Methylcyclohexylmethyl)-o-ni-
    troanilin ..................... 3
    N-(Cyclohexylmethyl)-o-nitroanilin 2
    N - (2,6 - Diäthylcyclohexyl) -p - nitro -
    anilin ........................ 3
    N,N-Bis-(1-methyleyclohexyl-
    methyl)-onitroanilin ............ 3
    Durch die erste Verbindung, und zwar 2-Methyl-N-(2-nitrophenyl)-cyclohexylamin in Mengen von nur 226 g je 4050 qm wird Fingerhirse bereits vertilgt. Obwohl bei dieser geringen Menge Fingerhirse stark geschädigt wurde, wuchsen z. B. Baumwolle und Mais normal. Barnyardgras und Fuchsschwanz wurden ebenfalls vertilgt, eine Giftigkeit für andere Pflanzenarten wurde jedoch nicht festgestellt.
  • Ein 0,501, 2-Methyl-N-(2-nitrophenyl)-cyclohexylamin enthaltendes Sprühmittel wurde auf 21 Tage alte Arten verschiedener Gräser und breitblättriger Pflanzen und auf zwei Bohnelipflanzen (Black Valentine) mit einem reifen Dreiblatt (trifoliat) und einem teilweise geöffneten Dreiblatt aufgetragen. Nach 14 Tagen wurden die Arten untersucht, wobei die folgenden Ergebnisse erhalten wurden. Das Gemisch aus den breitblättrigen Pflanzen ist in der Tabelle als »Breitblatt« angegeben worden. Die Werte haben die oben angegebene Bedeutung.
    Tabelle 11
    Pflanzen-
    giftigkeitswert
    Gemisch von Gräsern ................. 1
    Bohnen ..... ........................ 0
    Breitblatt ...................... . ..... 1
    Fingerhirse .......................... 3
    Aus den oben angegebenen Ergebnissen geht die selektive Vertilgung von Fingerhirse durch die erfindungsgemäß verwendeten Herbicidmittel hervor. Diese Mittel können also zur Vertilgung von Fingerhirse in Mais-, Bohnen- und Baumwollanpflanzungen wie auch zur Vertilgung von Fingerhirse in dauerhaften Gräsern, wie Blaugras, verwendet werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE.- 1. Verwendung von NO2-substituierten aromatischen Aminen der Formel in der R Wasserstoff, eine Alkylcyclohexylgruppe mit niederer Alkylgruppe, eine Cyclohexylmethyl-oder eine Alkylcyclohexylmethylgruppe mit niederer Alkylgruppe, R' eine Alkylcyclohexylgruppe mit niederer Alkylgruppe, eine Cyclohexylmethyl-oder eine Alkylcyclohexylmethylgruppe mit niede-,ter Alkylgruppe bedeutet und n 1 oder 2 ist, als Vertilgungsmittel für Fingerhirse, vorzugsweise in phytotoxischer Konzentration in einem inerten herbiciden Hilfsmittel als Trägersubstanz.
  2. 2. Verwendung einer Verbindung der Formel nach Anspruch 1, in der R Wasserstoff und R' eine Methylcyclohexylgruppe bedeutet. 3. Verwendung von 2-Methyl-N-(2-nitrophenyl)-cyclohexylamin, N-(1-Methylcyclohexyl)-o-nitro-L-nilin oder N-(Cyclohexylmethyl)-o-nitroanilin zur Vertilgung von Fingerhirse nach Anspruch 1. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1039 779, 1005 784-, französische Patentschrift Nr. 1 109 286; USA.-Patentschriften Nr. 2 863 752, 2 762 697.
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