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DE1133125B - Verfahren zum Herstellen von Formteilen aus Formmassen, die ungesaettigte Polyester sowie organische Schwefelverbindungen als Beschleuniger enthalten - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Formteilen aus Formmassen, die ungesaettigte Polyester sowie organische Schwefelverbindungen als Beschleuniger enthalten

Info

Publication number
DE1133125B
DE1133125B DEN18820A DEN0018820A DE1133125B DE 1133125 B DE1133125 B DE 1133125B DE N18820 A DEN18820 A DE N18820A DE N0018820 A DEN0018820 A DE N0018820A DE 1133125 B DE1133125 B DE 1133125B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compounds
molding
molded parts
organic sulfur
contain
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN18820A
Other languages
English (en)
Inventor
Catharinus Jacobus Van Putten
Petrus Antonius Van Gool
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Publication of DE1133125B publication Critical patent/DE1133125B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/45Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
    • C04B41/50Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements with inorganic materials
    • C04B41/51Metallising, e.g. infiltration of sintered ceramic preforms with molten metal
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/45Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
    • C04B41/50Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements with inorganic materials
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F283/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers provided for in subclass C08G
    • C08F283/01Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers provided for in subclass C08G on to unsaturated polyesters

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
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  • Polymers & Plastics (AREA)
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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Macromonomer-Based Addition Polymer (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

INTERNAT.KL. C 08 g
DEUTSCHES
PATENTAMT
N18820IVd/39b
ANMELDETAG: 25. A U G U S T 1960
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT.· 12. JULI 1962
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Formteilen durch Aushärten — bei normaler oder höherer Temperatur — von Formmassen, die ungesättigte Polyester, daran anpolymerisierbare ungesättigte Verbindungen, organische Peroxyde als Katalysatoren, 0,01 bis 1 Gewichtsprozent organische Schwefelverbindungen als Beschleuniger sowie gegebenenfalls übliche Zusätze, wie Farbstoffe, Weichmacher, Füllmittel, Stabilisatoren und Inhibitoren, enthalten.
Unter einem ungesättigten Polyester ist in diesem Zusammenhang das Polykondensationsprodukt von im wesentlichen Dicarbonsäuren mit Dihydroxyverbindungen zu verstehen, bei dem beide oder eine der beiden Komponenten ganz oder teilweise aus einer gesättigten Verbindung bestehen. Das Polykondensationsprodukt kann dabei mittels Mono- und/oder mehrbasischer Carbonsäuren und/oder Mono- und/ oder mehrwertiger Alkohole modifiziert sein.
Die ungesättigten, im wesentlichen linearen Kondensationsprodukte werden durch Anpolymerisieren von geeigneten organischen Verbindungen in unschmelzbare Formkörper ausgehärtet. Solche Verbindungen sind monomere ungesättigte organische Verbindungen, die eine oder mehrere CH2 = C C-Gruppen je Molekül aufweisen.
Das Aushärten kann durch Erhitzen der Formmasse durchgeführt werden.
Gewöhnlich werden jedoch Formmassen verwendet, die einen Stoff enthalten, der die Härtung bei einer niedrigeren Temperatur einzuleiten vermag. Zu diesem Zweck verwendet man häufig organische Peroxydverbindungen, die bei Zersetzung freie Radikale geben. Dadurch werden die Doppelbindungen des ungesättigten Polyesters und der CH2 = C <-Gruppen enthaltenden Verbindungen aktiviert. Die auf diese Weise eingeleitete Reaktion ist jedoch schwer zu kontrollieren, und außerdem ist eine Erhitzung bis zu der Zersetzungstemperatur der Peroxydverbindung erforderlich, wenn man das Reaktionsgemisch innerhalb kurzer Zeit gelieren lassen will.
Unter Gelieren ist in diesem Zusammenhang das Übergehen der Formmasse von der flüssigen in die halbfeste Phase zu verstehen.
Ein Überschuß der Peroxydverbindung ergibt ein sehr schnelles Gelieren und eine große Wärmeentwicklung. Wenig Peroxydverbindung führt zu langen Gelierzeiten.
Um diese Nachteile zu beheben, wird der Formmasse außer der Peroxydverbindung ein sogenannter Beschleuniger hinzugefügt, der die Peroxydverbindung aktiviert, so daß die Härtung bei einer Temperatur Verfahren zum Herstellen von Formteilen
aus Formmassen,
die ungesättigte Polyester
sowie organische Schwefelverbindungen
als Beschleuniger enthalten
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken, Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Zoepke, Patentanwalt, München 5, Erhardtstr. 11
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 28. August und 24. Dezember 1959 (Nr. 242 807 und Nr. 246 796)
Catharinus Jacobus van Putten und Petrus Antonius van Gool, Eindhoven
(Niederlande), sind als Erfinder genannt worden
niedriger als die Zersetzungstemperatur der Peroxydverbindung eine befriedigende Geschwindigkeit aufweist.
Bei den üblichen Katalysatorsystemen, z. B. denjenigen, die als Beschleuniger eine Metallseife enthalten, steigert sich die Temperatur des Reaktionsgemisches sehr schnell, wenn das Katalysatorsystem derart gewählt ist, daß eine kurze Gelierungszeit erhalten wird. Diese Temperaturerhöhung kann in manchen Fällen mehr als 100° C betragen. Das Reaktionsgemisch härtet in diesem Fall innerhalb von einigen Minuten bis zu seinem Endstadium durch.
Die schnelle Durchhärtung bei erhöhter Temperatur veranlaßt das Auftreten von Schrumpfspannungen im Reaktionsprodukt. Dies ist besonders nachteilig, wenn die Formmasse zum Einbetten von Gegenständen verwendet wird. Nicht nur können die Gegenstände beschädigt werden, sondern es können auch Risse im Produkt auftreten. Dadurch geht z. B. bei elektrischen Geräten die richtige Isolierung gegen atmosphärische Einflüsse verloren.
Die auf diese Weise erhaltenen Formteile sind außerdem durch ihre große Härte schlecht mechanisch bearbeitbar. Hierdurch und durch die im vorhandenen
209 619/441
Material anwesenden Spannungen können sich während der Bearbeitung Risse bilden oder Stücke lösen.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, organische Schwefelverbindungen wie die n-Alkylmercaptane als Beschleuniger zu verwenden.
Eine kurze Gelierungszeit ist jedoch mit diesen Verbindungen nur zu erreichen, wenn diese in Kombination mit Benzoylperoxyd als Katalysator verwendet werden. Die mit Hufe dieser Kombination durchgehärteten Harze sind jedoch gelbgefärbt. Mit anderen organischen Peroxyden aber wirken sie darüber hinaus sehr träge.
Nach dem Verfahren der Erfindung erhält man nach kurzen Gelierzeiten bei niedrigen Reaktionstemperaturen Formteile mit Shorehärten in der Größenordnung von 50°. Dadurch ist eine mechanische Bearbeitung auf einfache Weise möglich. Die durchgehärteten Formteile sind farblos.
Die Erfindung bezieht sich somit auf ein Verfahren zum Herstellen von Formteilen durch Aushärten — bei normaler oder höherer Temperatur — von Formmassen, die ungesättigte Polyester, daran anpolymerisierbare ungesättigte Verbindungen, organische Peroxyde als Katalysatoren, 0,01 bis 1 Gewichtsprozent organische Schwefelverbindungen als Beschleuniger sowie gegebenenfalls übliche Zusätze, wie Farbstoffe, Weichmacher, Füllmittel, Stabilisatoren und Inhibitoren, enthalten.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß Formmassen ausgehärtet werden, die als organische Schwefelverbindungen die Ester von Mercaptocarbonsäuren mit einer Kohlenstoff kette von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen enthalten.
Bevorzugt enthalten die Formmassen die Ester von κ- oder ^-Mercaptocarbonsäuren.
Mit dem Verfahren nach der Erfindung ist es möglich, Gelierzeiten in der Größenordnung von einigen Minuten zu erzielen, wobei die Temperatur nicht mehr als etwa 20° C und gewöhnlich nicht mehr als 1O0C über die Umgebungstemperatur steigt. In manchen Fällen ist es sogar möglich, eine Gelierung ohne Temperaturerhöhung stattfinden zu lassen.
Es hat sich weiter gezeigt, daß bei Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung zugleich in den meisten Fällen eine Entfärbung des Reaktionsgemisches erhalten wird. Sogar ein deutlich gelbgefärbter, chlorhaltiger ungesättigter Polyester liefert bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ein im wesentlichen farbloses Produkt. Dies ist ein wichtiger Vorteil, da es bei Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung nicht notwendig ist, von sehr reinen Rohstoffen auszugehen, wenn ein farbloses Produkt herzustellen ist.
Weiter hat sich gezeigt, daß die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Formteile sehr gut gegen ultraviolettes Licht beständig sind, so daß das Hinzufügen eines Ultraviolettlichtstabilators zum Produkt in den meisten Fällen unterlassen werden kann.
ίο Im Verfahren nach der Erfindung können z. B. die folgenden Mercaptoverbindungen als Aktivator verwendet werden: die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Pentyl-, Hexyl-, Isobutyl-, Nonyl- und Dodecylester von Mercaptoessigsäure, <x- und /J-Mercaptopropionsäure, <x- und yS-Mercaptocarbonsäure und <x- und /J-Mercaptoheptylsäure, bei denen die Kohlenstoffkette außer der Mercaptogruppe noch Alkylgruppen, wie Methyl-, Äthylgruppen, aufweisen kann, die Mono- und Diester von Äthandiol, Propandiol, Butandiol, Pentandiol und Hexandiol und von Diäthylenglycol und entsprechenden Polyätheralkoholen und die Ester und partiellen Ester mit mehrwertigen Alkoholen, wie Glycerin und Pentaerythrit mit den genannten Säuren.
a5 Als Peroxydverbindung können z. B. die folgenden organischen Verbindungen verwendet werden: Methyläthylketonperoxyd, Methylisobutylketonperoxyd, Cyclohexanonperoxyd, t-Butylhydroperoxyd, Cumolhydroperoxyd, p-Methanhydroperoxyd, Diisopropylbenzolhydroperoxyd, 2,2-Bis-(tert.-butylperoxy)-butan, t-Butylperbenzoat, 2-4-Dichlorbenzoylperoxyd, Diacetylperoxyd, Laurylperoxyd.
Das Verfahren nach der Erfindung kann ausgehend von jedem zu diesem Zweck üblichen ungesättigten Polyester und damit mischpolymerisierbaren Verbindungen angewandt werden.
Als anpolymerisierbare ungesättigte organische Verbindungen sind z. B. möglich: Styrol, Divinylbenzol, Vinyltoluol, Diallylphthalat, Methacrylsäure und entsprechende Verbindungen.
Die Formmassen können noch kleine Mengen Inhibitoren, wie Hydrochinon, enthalten.
Es hat sich gezeigt, daß die Menge der hinzuzufügenden Ester von Mercaptocarbonsäuren zum Erzielen einer günstigen Wirkung innerhalb bestimmter Grenzen liegt.
Diese Grenzen sind zwischen etwa 0,01 und 1,0 Gewichtsprozent an Ester von Mercaptocarbonsäuren gefunden worden.
Tabelle 1
Gemisch: 70 g gewichtsprozentige Peroxydverbindung: 4 Gewichtsprozent einer
Lösung von 1,3-Butylengly- 50%igen Methyläthylketon-
kolphthalat-Maleinat. lösung.
Umgebungstemperatur: 30°C.
Mercaptoverbindung Konzentration in
Höchsttemperatur 0C
Gelierzeit Stunden
Äthandiolmonomercaptoacetat ..
Äthandioldimercaptoacetat
Äthandioldimercaptoacetat
Propandioldimercaptoacetat
Butandioldimercaptoacetat
Pentandioldimercaptoacetat
* Niedrigste gemessene Konzentration 0,3 bis 0,4
0,06
0,05
0,05
0,3 bis 0,4
0,1*
44 bis 47 32·
35 bis 37 36
10 19
12 5 5
Fortsetzung Tabelle I
Höchsttemperatur
Höchsttemperatur
Gelierzeit Stunden
Pentandioldimercaptoacetat
Hexandioldimercaptoacetat —
Diäthylenglykoldimercaptoacetat
Glyceroldimercaptoacetat
Glyceroltrimercaptoacetat
Pentacrylthritoltetramercaptoacetat
Methylmercaptoacetat
Butylmercaptoacetat
Isooctylmercaptoacetat
Nonylmercaptoacetat
Dodecylmercaptoacetat
Äthandiolmono-a-mercaptopropionat
Äthyl-a-mercaptopropionat
Äthandiolmono-ß-mercaptopropionat
Äthandi-ß-mercaptopropionat
Athyldi-yS-mercaptopropionat
* Niedrigste gemessene Konzentration
Zum Vergleich diene, daß bei Verwendung von Kobaltoktoat in einer solchen Menge, die Gelierzeit etwa 10 Minuten beträgt und die Höchsttemperatur während der Härtungsreaktion zwischen 120 und 13O0C liegt.
Bei Verwendung von n-Alkylmercaptanen ist die Gelierzeit immer länger als 45 Minuten.
Vorzugsweise werden im Verfahren nach der Erfindung die Ester der Mercaptocarbonsäuren als Beschleuniger in Kombination mit Hydroperoxyden (allgemeine Formel R — O O H, in der R ein organisches Radikal ist) und mit Ketonperoxyden (allgemeine Formel
0,1*
0,1 bis 0,4*
0,1*
0,07
0,05
0,03
0,3 bis 0,8
0,4 bis 0,8
0,4 bis 0,8
0,4 bis 0,8
0,4 bis 0,8
0,3
0,4 bis 0,8
0,7
0,2
0,4 bis 0,7
34
bis 43
34
33
33V2
30V2
bis 52
bis 39
bis 39
bis 38
bis 38
41
bis 45
62
44
bis 57
7
6
6
9V2 10
12
4V2 10
9
9V2
10
9
8V2
3
2V2
6V2
im Beispiel I nach untenstehender Tabelle mittels eines aus 0,2 Teilen Methyläthylketonperoxyd und wechselnden Mengen Glykoldimercaptoacetat bestehenden Katalysatorsystems ausgehärtet. Die Polymerisationsreaktion wurde in einem Thermostat bei verschiedenen Temperaturen durchgeführt. Die Gelierzeit in Minuten wurde bei verschiedenen Temperaturen und bei verschiedenen Mengen Äthandioldimercaptoacetat gemessen (s. Tabelle 2).
Tabelle 2
Gelierzeit in Minuten
HO —C —OOH
40
in der R1 und R2 organische Radikale darstellen) verwendet.
Mit dieser Kombination werden nämlich kürzeste Gelierzeiten erhalten.
Wenn die Umgebungstemperatur während des Aushärtens auf 20° C ist, ist der entstehende Körper nach dem Gelieren der Formmasse ziemlich gallertartig. Zwischen 25 und 40 0C werden gummiartige, mechanisch gut bearbeitbare Formteile erhalten. Bei einer Umgebungstemperatur höher als 45° C werden ziemlich harte Formteile erhalten.
Die Härte der Formteile kann dadurch erhöht werden, daß diese einer Wärmebehandlung unterzogen werden. Bei Zimmertemperatur wird nämlich die endgültige Härte erst nach einigen Monaten bis einem Jahr erhalten.
Das folgende Beispiel bezieht sich besonders auf die Verwendung von Äthandioldimercaptoacetat als Beschleuniger.
•Beispiel
65
7 Gewichtsteile eines ungesättigten Polyesters (PoIybutylenmaleinatphthalat) (Verhältnis Maleinat zu Phthalat 1: 1) und 3 Gewichtsteile Styrol wurden wie
Äthandiol
dimercapto
20°C Thermostattemperatur 30° C 35° C 40° C
acetat 25° C 63 25
0,002 Teile 17 10,5 7 5
0,03 Teüe 16 13 10 10 5
0,06 Teile 19 13 11 10 7
0,15 TeUe 25 13 15 12,5 10,5
0,3 Teüe 30 18 18 16 13
0,45 Teüe 22
Zugleich wurden die zugehörigen Höchsttemperaturen gemessen. Unter Höchsttemperatur ist in diesem Zusammenhang die Höchsttemperatur, die während der Härtungsreaktion auftritt, zu verstehen (s. Tabelle 3).
Tabelle 3
Höchsttemperatur in ° C
Äthandiol
dimercapto
20°C Thermostattemperatur 30° C 35°C 40° C
acetat 25° C 33 38
0,002 TeUe 20 30 35 40
0,03 TeUe 24 25 32 36 42
0,06 TeUe 24 30 36 42 48
0,15 Teüe 25 30 40 43 48
0,3 TeUe 25 32 40 45 52
0,45 TeUe 33

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Herstellen von Formteilen durch Aushärten — bei normaler oder höherer Temperatur — von Formmassen, die ungesättigte Polyester, daran anpolymerisierbare ungesättigte Verbindungen, organische Peroxyde als Katalysatoren, 0,01 bis 1 Gewichtsprozent organische Schwefelverbindungen als Beschleuniger sowie gegebenenfalls übliche Zusätze, wie Farbstoffe, Weichmacher, Füllmittel, Stabilisatoren und Inhibitoren, enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man Formmassen aushärtet, die als organische Schwefelverbindungen die Ester von Mercaptocarbonsäuren mit einer Kohlenstoffkette von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen enthalten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Formmassen aushärtet, die als Ester von Mercaptocarbonsäuren die der «- oder /3-Mercaptocarbonsäuren enthalten.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Formmassen aushärtet, die als Katalysator ein organisches Hydroperoxyd oder Ketonperoxyd enthalten.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2466 800;
Bjorksten, »Polyesters and their Applications«, New York, 1956, S. 61.
1 209-619/441 7.62
DEN18820A 1959-08-28 1960-08-25 Verfahren zum Herstellen von Formteilen aus Formmassen, die ungesaettigte Polyester sowie organische Schwefelverbindungen als Beschleuniger enthalten Pending DE1133125B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
NL242807 1959-08-28
NL246796 1959-12-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1133125B true DE1133125B (de) 1962-07-12

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ID=26641703

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2466800A (en) * 1944-04-28 1949-04-12 Us Rubber Co Oil phase polymerization of resins

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2466800A (en) * 1944-04-28 1949-04-12 Us Rubber Co Oil phase polymerization of resins

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