DE1133039B - Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes mit einem im wesentlichen einkristallinen und mehrere Zonen abwechselnden Leitfaehigkeitstyp enthaltenden Halbleiterkoerper - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes mit einem im wesentlichen einkristallinen und mehrere Zonen abwechselnden Leitfaehigkeitstyp enthaltenden HalbleiterkoerperInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
S 68499 Vfflc/21g
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 12. JULI 1962
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 12. JULI 1962
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes. Bei solchen
Verfahren ist es bekannt, daß in eine Oberflächenschicht eines Halbleiterkörpers des einen Leitfähigkeitstyps
ein den entgegengesetzten Leitfähigkeitstyp bewirkender Stoff eingebracht wird, wodurch diese
umdotiert wird, und daß anschließend die umdotierte Schicht durch Ätzen eines Grabens in mehrere voneinander
getrennte Zonen geteilt wird. Durch nochmalige Umdotierung eines Teils einer so entstandenen
Zone kann beispielsweise eine Vierschichtanordnung hergestellt werden.
Bei den nach diesem Verfahren hergestellten Anordnungen
hat es sich als nachteilig erwiesen, daß der eingeätzte Graben eine erhebliche Tiefe aufweist und
somit die mechanische Festigkeit der Anordnung geschwächt ist. Außerdem läßt sich eine Behandlung
eines solchen Grabens durch Ätzen u.dgl. schwer durchführen und kontrollieren. Die Erfindung sucht
diese Nachteile zu vermeiden und ein neues verbessertes Verfahren zu entwickeln.
Die Erfindung betrifft demgemäß ein Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes mit
einem im wesentlichen einkristallinen Halbleiterkörper, insbesondere aus Silizium, und mehreren Zonen
abwechselnden Leitfähigkeitstyps. Es ist erfindungsgemäß dadurch verbessert, daß zunächst auf einem
Halbleiterkörper eines Leitfähigkeitstyps eine Oberflächenschicht entgegengesetzten Leitfähigkeitstyps in
bekannter Weise erzeugt wird, daß die Oberflächenschicht
durch Ätzung von Gräben in mehrere getrennte Bereiche aufgeteilt wird, daß anschließend
durch einen Erwärmungsvorgang eine Diffusion des in den Bereichen der Oberflächenschicht enthaltenen
Dotierungsmaterials in das Innere des Halbleiterkörpers vom einen Leitfähigkeitstyp und damit eine Verdickung,
aber keine Verbindung der Bereiche der Oberflächenschicht bewirkt wird und daß Kontaktelektroden
nur auf den getrennten Bereichen der Oberflächenschicht, aber nicht auf dem freigeätzten Bereich
des Halbleiterkörpers angebracht werden. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird also eine wesentlich
flachere Ausbildung des Ätzgrabens ermöglicht, da die benötigte Stärke der Oberflächenzonen erst
nach dem Grabenätzen durch den Diffusionsvorgang erzeugt wird.
Es sind bereits Verfahren zur Herstellung von Halbleiteranordnungen bekanntgeworden, bei denen
Oberflächenschichten eines Halbleiterkörpers von einem Leitfähigkeitstyp durch Eindiffusion oder Ausdiffusion
von Störstellen umdotiert werden und bei denen anschließend eine Aufteilung der so entstan-Verfahren
zum Herstellen
eines Halbleiterbauelementes mit einem
im wesentlichen einkristallinen und mehrere
Zonen abwechselnden Leitfähigkeitstyp
enthaltenden Halbleiterkörper
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen, Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dipl.-Phys. Hans-Jochen Benda, Erlangen,
ist als Erfinder genannt worden
• denen Oberflächenschicht in einzelne Bereiche vermittels Ätzung eines Grabens vorgenommen wird. Die
Eindiffusion von Störstellen in die Oberflächenschicht kann z. B. aus der Gasphase erfolgen bzw. auch aus
einer aufgebrachten Glasur.
Weiter ist das Prinzip der sogenannten Doppeldiffusion oder Überholdiffusion bekanntgeworden, bei
dem sowohl Donatoren als auch Akzeptoren gleichzeitig durch Diffusion in einen Halbleiterkörper eingebracht
werden, wodurch bei dieser Diffusionsart gleichzeitig zwei verschiedene Oberflächenzonen entgegengesetzten
Leitfähigkeitstyps entstehen.
Es ist auch ein Verfahren bekanntgeworden, bei dem in einen Halbleiterkörper einheitlichen Leitfähigkeitstyps
Dotierungsmaterial in eine Oberflächenschicht eindiffundiert wird, worauf ein Teil dieser
Oberflächenschicht entfernt wird, damit auf dem darunterliegenden Halbleitermaterial eine ohmsche Elektrode
angebracht werden kann.
Es wurde bereits ein Verfahren zur Herstellung von Halbleiteranordnungen vorgeschlagen, bei dem in
einen platten- oder streifenförmigen Halbleiterkörper von einem Leitfähigkeitstyp den entgegengesetzten
Leitfähigkeitstyp erzeugendes Störstellenmaterial in die Oberfläche bis zu einer gegenüber der endgültigen
Diffusionstiefe geringen Tiefe eindiffundiert wird, bei dem dann die aufgebrachte und eindiffundierte Schicht
wenigstens von einem Teil der Oberfläche entfernt wird, bei dem darauf das bereits eindiffundierte Stör-
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3 4
Stellenmaterial bis zur endgültigen Tiefe weiter ein- Es sei angenommen, daß die Halbleiterscheibe eine
diffundiert wird und bei dem auf dem freigelegten Teil Stärke von etwa 250 μ besitze. Nach dem Eindiffun-
des Halbleiterkörpers und auf der eindiffundierten dieren des Aluminiums ist eine Oberflächenschicht
Schicht ohmsche Elektroden angebracht werden. von etwa 10 μ Dicke mit Aluminium dotiert, und
Durch dieses Verfahren wird die Möglichkeit ge- 5 nach dem Ätzen ist ein Graben von etwa 15 μ Tiefe
schaffen, an inneren Halbleiterschichten, die nach dem und 0,5 bis lmm Breite in das Element geätzt, der
endgültigen Herstellungsverfahren sehr dünn sind, die Oberflächenschicht in zwei Zonen teilt. Fig. 3
ohmsche Elektroden anzubringen. zeigt das Ergebnis: Der Graben 13 trennt die zwei
In den Zeichnungen ist ein Aüsführungsbeispiel der Zonen 14 und 15 voneinander, die auf dem unver-Erfindung
dargestellt, aus dem weitere Einzelheiten io änderten Kern 11 aufliegen,
des Verfahrens hervorgehen. Danach wird in einem weiteren Arbeitsgang durch
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt eines nach dem be- Erwärmung des gesamten Elementes für eine weitere
kannten Verfahren hergestellten Elementes, während Diffusion des in den beiden Zonen 14 und 15 ent-
Fig. 2 bis 5 verschiedene Verfahrensschritte des haltenen Dotierungsmaterials, im Beispiel also des
Verfahrens gemäß der Erfindung darstellen. 15 Aluminiums, in das Innere gesorgt. Diese Erwärmung
Das bekannte Halbleiterbauelement gemäß Fig. 1 wird so lange durchgeführt, bis die gewünschte Stärke
kann in folgender Weise hergestellt werden: und Dotierungskonzentration der Zonen 14 und 15
In eine Halbleiterscheibe des einen Leitfähigkeits- erreicht ist. Im bisher beschriebenen Beispiel wird
typs wird ein den entgegengesetzten Leitfähigkeitstyp also eine Erwärmung des Elementes im Vakuum auf
bewirkender Stoff durch einen Erwärmungsvorgang ao etwa 122O0C etwa 24 Stunden lang vorgenommen,
eindiffundiert. Nach einer gewissen Zeit ist die be- Danach ergibt sich das Bild der Fig. 4. Die Zonen 14
nötigte Eindringtiefe erreicht, und der Diffusionsvor- und 15 haben eine Stärke von etwa 80 μ. Bei gegang
wird abgebrochen, worauf die durch Eindiffu- nügender Breite des Grabens 13 tritt keine Verbinsion
von Fremdatomen umdotierte Oberflächenschicht dung der Zonen 14 und 15 ein. Die wenigen in die
durch Einätzung eines kreisringförmigen Grabens in 25 Oberfläche des Grabens 13 neu eindiffundierten Aluzwei
Zonen aufgeteilt wird. Im Ergebnis ruhen auf miniumatome werden bei den schon aus anderen
dem unverändert gebliebenen Kern 2 der Halbleiter- Gründen notwendigen und durchgeführten nachscheibe
zwei durch einen Graben 3 getrennte Zonen 4 folgenden Ätzvorgängen beseitigt,
und 5. Wie man aus der Zeichnung klar erkennen Die zweite Diffusion kann auch bei niedrigeren
kann, hat der Ätzgraben 3 eine unerwünschte mecha- 30 Temperaturen z.B. HOO0C, und in dementsprechend
nische Schwächung des Halbleiterelementes zur Folge, längeren Zeiten durchgeführt werden,
da der Graben fast bis zur Hälfte der Scheibendicke Fig. 5 zeigt eine Vierschichtanordnung, wie sie
in die Seheibe hineinreichen muß. z. B. aus dem Element gemäß Fig. 4 hergestellt wer-
Fig. 2 zeigt eine Halbleiterscheibe, beispielsweise den kann. Die Zone 15 ist großflächig durch eine
aus hochohmigem mit einem spezifischen Widerstand 35 metallische Elektrode 16 kontaktiert, die z. B. durch
von 100 Ohm ■ cm und η-leitendem Silicium, in deren Ablegieren einer Gold-Bor-Folie, z. B. mit 0,03 %>
B, Oberfläche ein den entgegengesetzten Leitfähigkeits- erzeugt werden kann. Die Zone 14 ist durch eine
typ bewirkender Stoff, beispielsweise Aluminium, ein- kreisringförmige Elektrode 17 kontaktiert, die in der
diffundiert wurde. Dies kann beispielsweise so durch- gleichen Weise hergestellt werden kann. Durch Eingeführt
werden, daß die Halbleiterscheibe, zweck- 40 legieren einer kleineren Kreisscheibe aus einer Goldmäßigerweise
mit einer Reihe weiterer Halbleiter- Antimon-Folie, z.B. mit 0,5%Sb, wird ein Teil der
scheiben zusammen, und eine Aluminiumprobe in ein p-leitenden Zone 14 zur η-Leitung umdotiert und
evakuiertes Quarzgefäß eingeschmolzen werden und bildet die Zone 18, die durch die Elektrode 19 konin
diesem Gefäß aufgeheizt und kurzzeitig, beispiels- taktiert ist.
weise 30 Minuten lang, auf einer Temperatur von 45 Zweckmäßigerweise werden alle Legierungen in
1220 bis 1240° C gehalten werden. Eine dünne Ober- einem einzigen Erwärmungsvorgang durchgeführt,
flächenschicht 12 der Halbleiterscheibe ist nach dieser Die Folien können z. B. eine Stärke von 30 μ aufBehandlung
stark mit Aluminium dotiert, während weisen, und die Legierung kann bei etwa 7000C
der Kern 11 unverändert η-leitend gebneben ist. durchgeführt werden, jedenfalls oberhalb der eutek-Anschließend
wird die Halbleiterscheibe beispiels- 50 tischen Temperatur von Gold und Silizium, die etwa
weise mit Pizein überzogen und an der Stelle, an der 370° C beträgt.
sich später der Ätzgraben befinden soll, die Pizein- Selbstverständlich kann die Erfindung auch in anschicht
entfernt. Auf diese Weise läßt sich leicht jede derer Weise als in dem dargestellten und beschriebeliebige
Linienführung des Grabens erzielen, die ge- benen Beispiel ausgeführt werden. So kann z. B. von
wünscht wird. Im vorliegenden Falle sei angenommen, 55 p-leitendem Halbleitermaterial ausgegangen und eine
daß eine Kreislinie freigelegt wurde. Wird nun die η-Dotierung vorgenommen werden, beispielsweise mit
Halbleiterscheibe in eine Ätzlösung gelegt, so wird Hilfe von Phosphor. An Stelle von Silizium kann auch
nur der vom Pizein nicht bedeckte Teil des Halb- Germanium verwendet werden. Das Verfahren gemäß
leiters angegriffen und in dieser Weise als der er- der Erfindung kann auch für die Herstellung anderer
wünschte Graben geätzt. Für Silizium hat sich eine 60 Halbleiteranordnungen als Vierschichtanordnungen
Ätzlösung bewährt, die aus 1 Teil rauchender SaI- verwendet werden, z. B. für Transistoren, Fotopetersäure,
2 Teilen destillierter Flußsäure und 1 Teil elemente u. dgl.
Eisessig besteht. Das mit Ausnahme des zu ätzenden Eine wesentliche Abänderung des beispielsweise
Bereichs mit Pizein überzogene Element wird in die beschriebenen Verfahrens kann darin bestehen, daß
Ätzlösung getaucht und etwa 0,5 Minuten darin be- 65 die erste, verhältnismäßig starke Dotierung nach
lassen. Anschließend wird das Element mit Wasser einem Legierungsverfahren durchgeführt wird. Es
abgespült und von dem Pizeinüberzug befreit, z. B. kann also z. B. auf eine Flachseite einer Halbleiterin
Toluol. scheibe eine Bor enthaltende Goldfolie aufgelegt und
durch einen Erwärmungsvorgang einlegiert werden. Anschließend wird mit Hufe von Köngswasser das an
der Oberfläche entstandene Gold-Halbleiter-Eutektikum
abgelöst, worauf die Rekristallisationsschicht freiliegt, die in das rekristallisierte Halbleitermaterial 5
eingebettete Bor-Atome enthält. Diese Rekristallisationsschicht kann dann durch eine Grabenätzung
geteilt werden, gegebenenfalls auch in mehr als zwei Teile, worauf durch eine erneute Erwärmung für eine
Diffusion des Bors in das Innere des Halbleitermaterials gesorgt wird.
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes mit einem im wesentlichen einkristallinen
Halbleiterkörper, insbesondere aus Silizium, und mehreren Zonen abwechselnden Leitfähigkeitstyps, dadurch gekennzeichnet, daß
zunächst auf einem Halbleiterkörper eines Leitfähigkeitstyps eine Oberflächenschicht entgegengesetzten
Leitfähigkeitstyps in bekannter Weise erzeugt wird, daß die Oberflächenschicht durch
Ätzung von Gräben in mehrere getrennte Bereiche aufgeteilt wird, daß anschließend durch einen Erwärmungsvorgang
eine Diffusion des in den Bereichen der Oberflächenschicht enthaltenen Dotierungsmaterials
in das Innere des Halbleiterkörpers vom einen Leitfähigkeitstyp und damit eine Verdickung,
aber keine Verbindung der Bereiche der Oberflächenschicht bewirkt wird und daß Kontaktelektroden
nur auf den getrennten Bereichen der Oberflächenschicht, aber nicht auf dem freigeätzten
Bereich des Halbleiterkörpers angebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Erzeugung der Oberflächenschicht
auf dem Halbleiterkörper dieser in Gegenwart von Dotierungsmaterial kurzzeitig stark erwärmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterkörper aus hochohmigem
η-leitendem Silizium in Gegenwart von Aluminium etwa 30 Minuten lang auf einer Temperatur
von 1240° C gehalten wird, und daß bei dem Erwärmungsvorgang nach dem Ätzen von
Gräben der Halbleiterkörper etwa 24 Stunden lang auf einer Temperatur von 1220° C gehalten
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterkörper aus hochohmigem
p-leitendem Silizium in Gegenwart von Phosphor mit 10~2Torr Dampfdruck etwa
150 Minuten lang auf einer Temperatur von 1240° C gehalten wird, und daß bei dem Erwärmungsvorgang
nach dem Ätzen von Gräben der Halbleiterkörper etwa 5 Tage lang auf einer Temperatur
von 1220° C gehalten wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Oberflächenschicht
auf dem Halbleiterkörper auf seine Oberfläche ein Körper aus einem Dotierungsmaterial
enthaltenden Stoff gelegt, durch einen Erwärmungsvorgang einlegiert und danach bis auf die
Rekristallisationsschicht wieder abgelöst wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1024 640,
1046785;
1046785;
französische Patentschriften Nr. 1206 897,
751;
751;
USA.-Patentschrift Nr. 2 814 853;
Proc. IRE, Juni 1958, S. 1068 bis 1076.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 619/326 7.62
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