DE1131673B - Verfahren zur Isolierung von Arylborazolen - Google Patents
Verfahren zur Isolierung von ArylborazolenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F5/00—Compounds containing elements of Groups 3 or 13 of the Periodic Table
- C07F5/02—Boron compounds
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- Organic Chemistry (AREA)
Description
- Verfahren zur Isolierung von Arylborazolen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Isolierung von Arylborazolen.
- Die als Borazole bekannte Stoffklasse umfaßt Verbindungen mit einem heterocyclischen, 6 Atome enthaltenden Ring der allgemeinen Formel (HB - NR)3, und jeder Substituent des Ringes wird zur Kennzeichnung seiner Stellung mit dem Buchstaben »B« oder »N« versehen.
- Es ist bekannt, daß arylsubstituierte Borazole durch Umsetzung von B-Halogenoborazolen mit Grignardverbindungen hergestellt werden können, wie in den folgenden allgemeinen Reaktionsgleichungen angegeben ist.
- (NHBX)3 + 3 ArMgX < (NHBAr)3 + 3 MgX2 oder (ArNBX)3 +3 RMgX < (ArNBR)3 + 3 MgX2 oder (RNBX)3 + 3 ArMgX < (RNBAr)3 + 3 MgX2 oder (ArNBX)3 + 3 ArMgX < (ArNBAr)3 + 3 MgX2 In diesen Gleichungen stellt R ein Alkylradikal, Ar ein Arylradikal und X ein Halogenatom dar.
- Die obigen Gleichungen veranschaulichen Reaktionen, die auf den ersten Blick leicht durchführbar erscheinen. Auch erscheint es beim Studium dieser Reaktionsgleichungen leicht, die gewünschten Borazole von den als weiteres Reaktionsprodukt entstehenden Magnesiumhalogeniden zu trennen. Es wurde jedoch gefunden, daß ein Reaktionsgemisch erhalten wird, in dem das Magnesiumhalogenid mit dem gewünschten Borazol einen Komplex bildet, und daß es selbst unter Anwendung besonderer Verfahrensschritte äußerst schwer ist, das entstandene Reaktionsprodukt zu zerlegen.
- Die genaue Zusammensetzung des Komplexes der sich zwischen dem Borazol und dem Magnesiumhalogenid bildet, wurde noch nicht vollständig festgestellt. Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens können jedoch Ausbeuten von 70 bis 800/0 erreicht werden.
- Es ist unwesentlich, welcher Art die mit dem B-Halogenoborazol umgesetzte Grignardverbindung ist. Die Reaktion führt stets zu einem Komplex, der aufgespalten werden muß, um das Arylborazol zu erhalten.
- Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Isolierung von Arylborazolen der allgemeinen Formeln (NHBAr)3 (ArNBR)3, (RNBAr)3 oder (ArNBAr)3, worin R Alkyl- und Ar Arylreste bedeutet, die durch Umsetzung der entsprechenden Halogen am Bor enthaltenden Borazole mit Alkyl-oder Aryl-Grignardverbindungen in einem organischen Lösungsmittel erhalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel von dem Reaktionsprodukt abdestilliert, Wasser zu der erhaltenen festen Masse hinzugegeben und das erhaltene ungelöste Arylborazol von der wäßrigen Lösung abgetrennt wird.
- Aus den vorhergehenden Ausführungen geht hervor, daß die Erfindung darin besteht, daß der Borazol-Magnesiumhalogenid-Komplex durch Entfernung des Lösungsmittels von dem Reaktionsgemisch und darauffolgender Zufügung von Wasser zu der unlöslichen Masse zerlegt werden kann.
- Durch diese Behandlung wird der Komplex aufgespalten, das Magnesiumchlorid geht in dem Wasser in Lösung, und das Borazol bleibt als feste Masse zurück und kann durch einfache Filtration oder andere Abscheidungsmaßnahmen gewonnen werden.
- Das so erhaltene Borazol kann sodann in bekannter Weise z. B. durch Umkristallisation aus einem Lösungsmittel, Sublimation, Destillation oder Fraktionierung gereinigt werden.
- Beispiel 1 200 mol einer ätherischen 3molaren Phenylmagnesiumbromidlösung werden unter Rühren zu einer Lösung von 36,8 g B-Trichloroborazol in 200 ml Äther innerhalb von 15 Minuten geeben. Das Reaktionsgemisch wird 1 Stunde unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Eine kleine Menge gebildeten Niederschlags wird abfiltriert. Der Ather wird vom Filtrat abdestilliert, wobei ein gelber, halbfester Rückstand erhalten wird, der sodann mit Cyclohexan extrahiert und aus diesem Lösungsmittel umkristallisiert wird.
- B-Triphenylborazol wird in einer Ausbeute von 220/0 erhalten.
- Beispiel 2 200 ml einer ätherischen 3molaren Phenylmagnesiumbromidlösung werden unter Rühren zu einer Lösung von 36,8 g B-Trichloroborazol in 200 ml Äther innerhalb von 15 Minuten zugegeben. Das Lösungsmittel wird sodann durch Destillation entfernt und der Rückstand bei Wasserstrahlvakuum getrocknet. Die im wesentlichen unlösliche Masse wird sodann mit 500 mol Wasser behandelt. Die Mischung wird gut gerührt und sodann filtriert.
- Der auf dem Filterpapier zurückbleibende farblose Rückstand wurde sodann mit Cyclohexan extrahiert und aus diesem Lösungsmittel umkristallisiert.
- B-Triphenylborazol wurde in einer Ausbeute von 760/o erhalten.
- Es sei darauf hingewiesen, daß das erfindungsgemäß gemäß Beispiel 2 erhaltene Produkt einen Schmelzpunkt von ungefähr 179 bis 1820 C und das gemäß Beispiel 1 erhaltene Produkt einen Schmelzpunkt von 169 bis 174" C hat. Der Schmelzpunkt des im wesentlichen reinen B-Triphenylborazols wird mit etwa 180 bis 1820 C angegeben.
- Es folgt hieraus, daß mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht nur die Ausbeute an Borazol mehr als verdreifacht wird, sondern auch noch ein wesentlich reineres Produkt erhalten wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Isolierung von Arylborazolen der allgemeinen Formeln (NHBAr)3, (ArNBR)3, (RNBAr)3 oder (ArNBAr)3, worin R Alkyl-und Ar Arylreste bedeutet, die durch Umsetzung der entsprechenden Halogen am Bor enthaltenden Borazole mit Alkyl- oder Aryl-Grignardverbindungen in einem organischen Lösungsmittel erhalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel von dem Reaktionsprodukt abdestilliert, Wasser zu der erhaltenen festen Masse hinzugegeben und das erhaltene ungelöste Arylborazol von der wäßrigen Lösung abgetrennt wird.
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