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DE1125660B - Verfahren zur Herstellung von veresterte Carboxylgruppen enthaltenden Organopolysiloxanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von veresterte Carboxylgruppen enthaltenden Organopolysiloxanen

Info

Publication number
DE1125660B
DE1125660B DEU4839A DEU0004839A DE1125660B DE 1125660 B DE1125660 B DE 1125660B DE U4839 A DEU4839 A DE U4839A DE U0004839 A DEU0004839 A DE U0004839A DE 1125660 B DE1125660 B DE 1125660B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
percent
weight
silane
silanes
solvent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU4839A
Other languages
English (en)
Inventor
William Thomas Black
Roscoe Adams Pike
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Carbide Corp
Original Assignee
Union Carbide Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide Corp filed Critical Union Carbide Corp
Publication of DE1125660B publication Critical patent/DE1125660B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/02Silicon compounds
    • C07F7/08Compounds having one or more C—Si linkages
    • C07F7/12Organo silicon halides
    • C07F7/14Preparation thereof from optionally substituted halogenated silanes and hydrocarbons hydrosilylation reactions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von veresterte Carboxylgruppen enthaltenden Organopolysiloxanen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanen, die neben anderen möglichen funktionellen Gruppen eine Carboxylgruppe enthalten, die über eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe 1 oder 2 Kohlenstoffatome entfernt an das Siliciumatom gebunden ist, d. h. daß sie sich in der oc- oder der S-Stellung einer an das Siliciumatom gebundenen substituierten oder nicht substituierten Athylen- oder Äthylidenkette befindet.
  • Die Anlagerung von Silanen an ungesättigte organische Verbindungen in Gegenwart eines Katalysators ist bekannt. Diese Reaktionen verliefen aber häufig nicht sehr glatt und waren oft von unerwünschten Nebenreaktionen begleitet.
  • Es war jedoch überraschend, daß bei der Anlagerung einer bestimmten Klasse von Silanen an Acrylsäureester in Gegenwart eines bestimmten Lösungsmittels und eines Platinkatalysators die Addition überwiegend in ,B-Stellung gelenkt wird.
  • Es sind mehrere Organosiliciumverbindungen mit an das Siliciumatom gebundenen carboxylgruppenhaltigen Resten bekannt, die man durch Zugabe von ungesättigten aliphatischen oder cyclischen Mono-und Diestern zu halogen-, kohlenwasserstoff- oder mit Halogenen und Kohlenwasserstoffresten substituierten Silanen mit mindestens einer Silanwasserstoffverbindung in Gegenwart eines Peroxydkatalysators herstellen kann. Die dabei erhaltenen carboxylierten Silane lassen sich zu den entsprechenden Siloxanen hydrolysieren. Diese Additionsreaktion verläuft aber bei aliphatischen oder cyclischen ungesättigten Estern nicht zufriedenstellend, bei denen die Lage der ungesättigten Bindungen derart ist, daß nach der Ester-Silan-Reaktion eine funktionelle Carbonylgruppe weniger als 3 Kohlenstoffatome entfernt vom Siliciumkern liegt, wie dies zum Beispiel der Fall wäre, wenn man von Acrylsäureester ausgeht. Das bedeutet also, daß dieses bekannte Verfahren auf die Herstellung von Silanen beschränkt ist, bei denen sich die Carbalkoxysubstituenten nicht näher am Siliciumatom befinden als das y-Kohlenstoffatom der an das Silicium
    ---SiH + CH2 = CH - COOR Katalysator ---SiCH2CH2COOR (ß-Isomer) (1)
    SiH + CH2 = CH - COOR Katalysator* rnSiCHCOOR (somer) (2)
    CH3
    Die Acrylsäureester gaben vermutlich infolge eine übermäßigen Homopolymerisation bei Verwendung eines Peroxydkatalysators keine zufriedenstellenden gebundenen Kette oder der Ringstruktur. Da die hydrolytische Instabilität von - und p-Chloralkylsilanen in der Literatur beschrieben worden ist, war es auf Grund der bisher mit Acrylsäureestern erzielten Ergebnisse bei der vorgenannten Ester-Silan-Additionsreaktion berechtigt anzunehmen, daß sämtliche in der cu- oder p-Stellung zum Siliciumatom substituierten organischen Substituenten die gleiche Instabilität aufweisen.
  • Normalerweise wurden bei der Ester-Silan-Additionsreaktion bisher Acrylsäuremethylester verwendet.
  • Die Entstehung der beiden möglichen Produkte einer solchen Reaktion kann durch folgende Reaktionsgleichungen wiedergegeben werden: Ergebnisse, da bekanntlich Polyacrylsäureester durch mit freien Radikalen (Peroxydkatalysator) ausgelöste Polymerisation hergestellt werden. Andererseits ist es auch bekannt, daß bei der Addition von Methyldichlorsilanen und Trichlorsilanen an Acrylsäuremethylester in Gegenwart eines Platinkatalysators und in Abwesenheit eines Lösungsmittels ausschließlich die o'-Addukte [Gleichung (2)] entstehen und daß die sich ergebenden Chlorsilane in Wasser instabil sind und harzartige Feststoffe bilden.
  • Es ist bekannt, daß bei Estern der Methacrylsäure Chlorsilane mit am Silicium gebundenem Wasserstoff, beispielsweise Trichlorsilan oder Methyldichlorsilan, ausschließlich unter Bildung von ß-Additionsprodukten, unbeschadet der Anwesenheit eines Lösungsmittels, addiert werden. Vorzugsweise verwendet man jedoch bei solchen Reaktionen Lösungsmittel, da sie die Bildung von Polymethacrylsäureestern (Homopolymerisation) verhindern und darüber hinaus eine Möglichkeit bieten, die bei der Addition auftretende exotherme Reaktionswärme zu absorbieren.
  • Demgegenüber besteht das Verfahren zur Herstellung von veresterten Carboxylgruppen enthaltenden Organopolysiloxanen, durch Umsatz von Wasserstoff am Siliciumatom aufweisenden Silanen mit Estern ungesättigter Carbonsäuren in Gegenwart von Platinkatalysatoren und Hydrolyse bzw. Mischhydrolyse der Silane, erfindungsgemäß darin, daß man ein Silan der Formel R2 EoSiX4-a-b (3) (R2 = einwertiger Kohlenwasserstoffrest; X = Halogenatom oder Alkoxyrest; a = ganze Zahl von 0 bis 2 und b = ganze Zahl von 1 bis 3) in Gegenwart eines oder mehrerer aliphatischer, aromatischer oder halogenierter aliphatischer Kohlenwasserstoffe, von aliphatischen, cyclischen oder linearen Äthern mit einem Acrylsäureester der Formel (R = einwertiger Kohlenwasserstoffrest und R3 = Wasserstoff oder einwertiger Kohlenwasserstoffrest) umsetzt und die entstandenen abdestillierten Silane in an sich bekannter Weise hydrolysiert bzw. mischhydrolysiert.
  • Bei dem einwertigen Kohlenwasserstoffrest kann es sich z. B. um einen Alkyl- oder Arylrest, der entweder nicht oder z. B. mit Halogen-, Nitro-, Amino-, Äther Keto- oder Aldehydgruppen substituiert sein kann, bei R3 beispielsweise um substituierte oder nicht substituierte Alkyl- oder Arylreste handeln. Die Addition findet in einem Lösungsgemisch der beschriebenen Art statt, wobei sich Silanestermonomere bilden, die durch die folgende allgemeine Formel dargestellt werden: [(RO O C) R1] SiRãX3-a (5) Hierbei haben R, X und a die obige Bedeutung R1 steht für einen Äthylen- oder Äthylidenrest, die entweder nicht oder mit einer Alkyl- oder Arylgruppe oder mit einer substituierten Alkyl- oder Arylgruppe, z. B. einer Methylgruppe, substituiert sind, R2 kann z. B. ein Wasserstoffatom, eine Alkyl-, Aryl- oder [(ROOC)Rl]-Gruppe sein.
  • Im allgemeinen wird das Verfahren durch Zugabe des Acrylsäureesters zu einem unter Rückfluß siedenden Silangemisch in Gegenwart eines Platinkatalysators in einem Lösungsmittelgemisch durchgeführt.
  • Hierbei wird der entstandene monomere Silanester vorzugsweise durch Vakuumdestillation abgetrennt.
  • Unter »Acrylsäureester« sollen substituierte und nicht substituierte Acrylsäureester verstanden werden.
  • Wie sich aus der Tabelle II ergibt, wurden zahlreiche Lösungsmittel untersucht, um den Einfluß des Lösungsmittels auf das Verhältnis von B- zu x-Addukten bei Verwendung nicht substituierter Acrylsäureester zu untersuchen. Es wurde festgestellt, daß man bei dem Verfahren nach der Erfindung jedes inerte flüssige organische Lösungsmittel verwenden kann, in dem die Reaktionsteilnehmer löslich sind, daß sich jedoch die chlorierten aliphatischen gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe und aliphatische, cyclische und lineare Äther besonders gut als Lösungsmittel bei der Additionsreaktion eignen; Acetonitril hemmte jedoch die Reaktion vollständig. Wahrscheinlich können jedoch andere Nitrile bei dem Verfahren nach der Erfindung verwendet werden, da Acrylnitril und Allylcyanid bekanntlich mit Chlorsilanen in Gegenwart eines Platinkatalysators reagieren. Während zwar bestimmte Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran, ein höheres Verhältnis von ß- zu o-Addukten ergeben, verursachen sie auch eine übermäßige Polymerisation der Acrylsäureester, so daß man Polymerisationsinhibitoren in größerer Konzentration verwenden muß.
  • Die Wirkung des Lösungsmittels auf das Ausmaß der Homopolymerisation des substituierten Acrylsäureesters, beispielsweise des Methacrylsäureesters, ist durchaus bemerkbar. Obwohl die Verwendung von Lösungsmitteln zur Verzögerung der Bildung von o;-Additionsprodukten nicht notwendig ist, da sie sich nur in geringer Menge, wenn überhaupt, bilden, wird doch hierdurch eine Homopolymerisation von Methacrylsäureester weitgehend hintangehalten.
  • Vorzugsweise führt man die Reaktion in Gegenwart eines Polymerisationsinhibitors durch, und zwar kann man jede hierfür übliche phenolische Substanz, z. B.
  • Hydrochinon oder 2, 6-Ditertiärbutyl-4methylphenol, verwenden. Üblicherweise enthalten die Acrylsäureester des Handels schon Hydrochinon in Mengen von 0,25 bis 1,0 Gewichtsprozent. Man kann noch weiteren Inhibitor zu dem Reaktionsgemisch in Konzentrationen im Bereich von 0,25 bis 5,0 Gewichtsprozent, vorzugsweise im Bereich von 1,0 bis 2,0 Gewichtsprozent, bezogen auf die gesamten Reaktionsteilnehmer, hinzufügen.
  • Man kann jeden handelsüblichen Platinkatalysator, z. B. Platin auf Tierkohle, Asbest oder Platinschwarz verwenden. Beispielsweise hat sich ein heterogener Katalysator, bestehend aus 2 Gewichtsprozent Platin an y-Aluminiumoxyd in einer Konzentration von 2 Gewichtsprozent, bezogen auf die Reaktionsausgangsprodukte, als geeignet erwiesen. Auch andere Konzentrationen im Bereich von 0,02 bis 5 Gewichtsprozent wirken zufriedenstellend.
  • Das Lösungsmittel und das Silan erhitzt man anfangs auf die Rückflußtemperatur des Silans. Andere Temperaturen im Bereich von 20 bis 50"C, vorzugsweise von 40 bis 50"C, eignen sich ebenfalls. Bei Zugabe des Acrylsäureesters zu der Silanlösung erhöht sich die Temperatur je nach der Zugabegeschwindigkeit, da die Reaktion an sich exotherm ist, jedoch wird die Maximaltemperatur durch die Rückflußtemperatur der Lösung bestimmt. Nach Zugabe des Acrylsäureesters kann man das Gemisch zusätzlich 1/2 bis 10 Stunden, vorzugsweise 1 bis 2 Stunden, erhitzen.
  • Vorzugsweise verwendet man ein Lösungsmittel mit einem Siedepunkt von mindestens 100"C, wobei man die Reaktion im Bereich von 100 bis 120"C durchführt, jedoch wird bei Verwendung von Lösungsmitteln mit niedrigerem Siedepunkt das Reaktionsgemisch am Rückfluß erhitzt. Man kann also die Reaktion praktisch bei jeder Temperatur im Bereich von 50 bis 250"C durchführen.
  • Im allgemeinen ist bei Durchführung der Reaktion in größerer Verdünnung das Verhältnis von ß- zu os-Addukten höher und bei Verwendung von Methacrylsäureestern das Ausmaß der Homopolymerisation geringer. Die Angaben in Tabelle 1 zeigen die Zunahme der Bildung von ß-Addukten und die Abnahme der Bildung von o;-Addukten bei Erhöhung der Verdünnung des Reaktionssystems unter Verwendung nicht substituierter Acrylsäureester. Lösungsmittel und Acrylsäureester werden vorzugsweise im Verhältnis 4: 1 verwendet, jedoch vermindert allgemein ein Verhältnis von 1:1 bis 10:1 die Bildung der instabilen cu-Addukte wesentlich. Bei Verwendung von Methacrylsäureestern ist das Ausmaß der Homopolymerisation geringer.
  • Zur Reinigung der ß-Addukte destilliert man zuerst das Lösungsmittel ab und fraktioniert den Rückstand mittels einer wirksamen Destillationskolonne. Bei Verwendung nicht substituierter Acrylsäureester kann sich das Addukt zersetzen, wenn man ein Rohgemisch eines - und ß-Adduktes mehrere Stunden auf etwa 150 bis 160"C erhitzt. Es bleibt dann im wesentlichen die reine ß-Verbindung zurück, die man in üblicher Weise durch Destillation weiterreinigen kann.
  • Die monomeren Chlorsilane ß-Carbäthoxyäthyl-trichlorsilan und ß-Carbäthoxyäthyl-methyldichlorsilan, die man bei der Reaktion von Acrylsäureäthylester mit Trichlorsilan bzw. mit Methyldichlorsilan erhält, kann man leicht mit Äthanol zu den entsprechenden ß-Carbäthoxyäthyl-äthoxysilanen verestern. In gleicher Weise kann man ß-Carbmethoxyäthyl-methyldichlorsilan, das man durch Addition von Methyldichlorsilan an Acrylsäuremethylester erhält, mit Äthanol verestern, so daß sich der gemischte Ester ß-Carbmethoxyäthyl-methyldiäthoxysilan bildet, und in gleicher Weise entstehen durch Reaktion von Trichlorsilan bzw.
  • Methyldichlorsilan mit Methacrylsäureäthylester die substituierten monomeren Chlorsilane, z. B. ß-Carbäthoxypropyl-trichlorsilan und ß-Carbäthoxypropylmethyldichlorsilan. So kann man zur Herstellung der entsprechenden Alkoxysilane substituierte Chlorsilane glatt mit einem Alkanol verestern. ß-Carbäthoxypropyl-triäthoxysilan kann man durch Reaktion von ß-Carbäthoxypropyl-trichlorsilan mit Äthanol herstellen. Je nach der bei der Reaktion verwendeten Alkoholmenge können die als Ausgangsmaterial verwendeten Chlorsilane teilweise oder vollständig verestert werden. Beispielsweise kann man ß-Carbmethoxypropyl-methylchloräthoxysilan durch Reaktion von 1 Mol ß-Carbmethoxypropyl-methyldichlorsilan mit 1 Mol Äthanol herstellen.
  • Die Silane werden unter den für organische Ester üblichen Bedingungen hydrolysiert, wodurch die mit Carbonsäuren substituierten Siloxane entstehen. Im allgemeinen erreicht man dies, indem man das Silan mit einer wäßrig-alkoholischen alkalischen Lösung am Rückfluß erhitzt. Man kann also auch die Silane hydrolysieren und aus den Hydrolysaten die entsprechenden reinen Cyclopolysiloxane abdestillieren. Die carbalkoxy- und die carboxyfunktionellen Siloxane, die aus den Silanmonomeren gewonnen werden, kann man mit anderen Siloxanen in Gegenwart eines Umlagerungskatalysators mischpolymerisieren, was die Herstellung zahlreicher Mischorganopolysiloxane ermöglicht.
  • Die als Zwischenprodukt anfallenden ß-Carbalkoxypropylsilane kann man durch die folgende allgemeine Formel wiedergeben: Hierbei bedeutet R einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest, R4 ein Wasserstoffatom, einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest oder einen Rest der Formel X ein Halogen oder einen Alkoxyrest, und a ist eine Zahl von 0 bis 2. Die Herstellung dieser Silane erfordert natürlich nicht die Anwesenheit eines Lösungsmittels.
  • Als Beispiele für diese Silane seien ß-Carbäthoxypropyl - methyldichlorsilan, ß - Carbäthoxypropyl - tri -chiorsilan und ß-Carbäthoxypropyl-triäthoxysilan genannt.
  • Die ß-Carbalkoxypropylsilane lassen sich zu ß-Carboxypropyl- polysiloxanen und ß - Carbalkoxypropylpolysiloxanen der folgenden Formel hydrolysieren und kondensieren, wobei R3 Wasserstoff oder einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest, R5 Wasserstoff, einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest oder einen Rest der Formel bedeuten, a einen Wert von 0 bis 2 hat und n eine ganze Zahl größer als 1, z. B. 3 oder 5 ist. Man kann erfindungsgemäß nicht nur hochmolekulare Organopolysiloxane, sondern auch beispielsweise die cyclischen Trimeren, cyclische Tetrameren, cyclische Pentameren oder Gemische hiervon sowie Hydrolysate der Ausgangsmonomeren herstellen. Hydrolysate werden durch die obige Formel wiedergegeben, wobei n = 0 ist. Bei diesen Organopolysiloxanen kann es sich um cyclische und lineare oder um vernetzte Substanzen handeln, und zwar je nach der Anzahl der in dem Ausgangsmonomer vorhandenen funktionellen Gruppen. Beispielsweise kann man die cyclischen und linearen ß-Carbalkoxypropylsilane durch Hydrolyse eines difunktionellen ß-Carbalkoxypropylsilans herstellen. Insbesondere kann man das cyclische Trimere, Tetramere und Pentamere von ß-Carbäthoxypropyl-methylsiloxan durch Zugabe von entweder ß-Carbäthoxypropylmethyldichlorsilan oder ß-Carbäthoxypropyl-methyldiäthoxysilan zu Wasser herstellen. Die Hydrolyse der difunktionellen Chlorsilane wird durch den dabei entwickelten Chlorwasserstoff katalytisch gefördert. Wenn man andererseits difunktionelle Alkoxysilane hydrolysiert, ist es zweckmäßig, die Reaktion durch Mineralsäure, z. B. Salzsäure zu katalysieren. Die vernetzten ß-Carbalkoxypropylsiloxane stellt man durch Hydrolyse trifunktionell substituierter Silane her.
  • Die Hydrolyse kann man in einer flüssigen organischen Verbindung, die weder mit dem Wasser noch mit dem Ausgangssilan reagiert, in der jedoch das Ausgangssilan löslich ist, durchführen. Als Lösungsmittel für die Reaktion kann man Alkanole, z. B.
  • Äthanol oder Propanol, aromatische Kohlenwasserstoffe, z. B. Benzol oder Toluol, aliphatische Äther, z. B. Diäthyläther oder Diisopropyläther, Chloralkylkohlenwasserstoffe, z. B. Tetrachloräthylen, verwenden.
  • Die Temperatur, bei der man die Hydrolyse durchführen kann, kann weitgehend variiert werden. Vorzugsweise wendet man Temperaturen im Bereich von etwa 0 bis 40"C an.
  • Bei der Herstellung der ß-Carbalkoxypropyl-polysiloxane führt man die Hydrolyse vorzugsweise in Gegenwart eines so großen Wasserüberschusses durch, daß die Konzentration des gegebenenfalls verwendeten Säurekatalysators weniger als 6 Gewichtsprozent beträgt. Bei einer Katalysatorkonzentration von mehr als 60/o beginnt eine Hydrolyse der Carbalkoxygruppen, die bei weiterem Erhöhen zu einer vollständigen Hydrolyse der Carbalkoxygruppe unter Bildung der Carboxylgruppe führt.
  • Beispiele für erfindungsgemäß hergestellte Polysiloxane sind: ß-Carbäthoxypropyl-polysiloxan, ß-Carbäthoxypropyl-methylpolysiloxan, ß-Carboxypropylpolysiloxane, fl-Carboxypropyl-methylpolysiloxane, ß-Carbäthoxypropylsiloxane, und zwar das cyclische Trimere, Tetramere oder Pentamere, ß-Carbäthoxypropyl-methylsiloxan, und zwar das cyclische Trimere, Tetramere oder Pentamere, ß-Carboxypropylsiloxan, und zwar das cyclische Trimere, Tetramere oder Pentamere, ß-Carboxypropyl-methylsiloxan, und zwar das cyclische Trimere, Tetramere oder Pentamere, ferner Gemische aus cyclischen Trimeren, Tetrameren und Pentameren jeweils von ß-Carbäthoxypropylsiloxan, ß-Carbäthoxypropyl-methylsiloxan, ß-Carboxypropylsiloxan und B-Carboxypropyl-methylsiloxan.
  • Die hier beschriebenen ß-Carbalkoxypropyl-polysiloxane und die ß-Carboxypropyl-polysiloxane finden für sich allein sowie nach hier nicht beanspruchten Verfahren in Verbindung mit hitzehärtbaren Harzen vom Polyestertyp Verwendung als Schlichtstoffe für Glasfaserstoffe. So kann man z. B. Wasser-Alkohol-Lösungen von ß-Carbalkoxypropyl-polysiloxan sowie die entsprechenden ß- Carboxypropyl-p olysiloxane zum Überziehen von Glasfaserstoffen verwenden, wobei man die überzogenen Stoffe erhitzt, den darauf befindlichen Überzug trocknet und dann mit Polyesterharzen Schichtstoffe herstellt, die man härtet. Ein unter Verwendung der erfindungsgemäß hergestellten Massen als Schlichten für Glasfasern hergestellter Schichtstoff weist eine Zugfestigkeit im trockenen Zustand von etwa 30 000 kg auf.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten trifunktionellen ß-Carbalkoxypropyl-polysiloxane und p- Carboxypropyl-polysiloxane finden auch in vollständig gehärtetem Zustand Verwendung als Überzugsstoffe. Die cyclischen und linearen ß-Carbalkoxypropyl-polysiloxane und ß-Carboxypropyl-polysiloxane eignen sich als Schmiermittel, und zwar am besten die linearenß-Carbalkoxypropyl-polysiloxane und die ß-Carboxypropylpolysiloxane wie auch Mischpolymere solcher Siloxane mit dikohlenwasserstoffsubstituierten Polysiloxanen.
  • Derartige Polymere und Mischpolymere können durch die folgende Strukturformel wiedergegeben werden, wobei R eine einwertige Kohlenwasserstoffgruppe, R3 ein Wasserstoffatom oder einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest, R5 ein Wasserstoffatom, einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest oder einen Rest der Formel bedeuten und x, y und z ganze Zahlen sind, wobei x mindestens 1, vorzugsweise mindestens 4 beträgt, y jeden Wert einschließlich 0 betragen kann und z eine ganze Zahl mit einem Wert von mindestens 1 und vorzugsweise von 5 bedeutet. Diese Polymeren und Mischpolymeren können beispielsweise ein Molekulargewicht von 300 bis 500 000 aufweisen und 0,001 bis 92 Gewichtsprozent Carboxypropyl-methylsiloxyleinheiten enthalten.
  • Lineare endblockierte Organopolysiloxane der obenerwähnten Art kann man entweder durch ein Mischhydrolyseverfahren oder durch Äquilibrierung her- stellen. Im ersteren Fall unterwirft man ein difunktionelles ß-Carbalkoxypropyl-alkoxysilan oder das entsprechende Chlorsilan der Formel: einer Mischhydrolyse und einer Mischkondensation.
  • In dieser Formel bedeutet R einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest, R4 ein Wasserstoffatom, einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest oder einen Rest der Formel X ein Halogenatom oder einen Alkoxyrest; bei einem monofunktionellen trikohlenwasserstoffsubstituierten Silan der allgemeinen Formel hat R dieselbe Bedeutung wie oben; Hal- bedeutet Halogen, z. B. Trimethylchlorsilan. Die Hydrolyse und die Kondensation wird wie oben beschrieben durchgeführt.
  • Zur Herstellung mischpolymerer Organopolysiloxane, welche Dikohlenwasserstoff-Siloxan-Einheiten zusätzlich zu den fl-Carbalkoxypropylsiloxan oder den -Carbalkoxypropylsiloxaneinheiten enthalten, gibt man ein difunktionelles Silan der Formel beispielsweise Dimethylchlorsilan zu dem Hydrolysemedium, wobei R und Hal die oben wiedergegebene Bedeutung haben.
  • Zur Herstellung der Organopolysiloxanöle gemäß der Erfindung nach einem Gleichgewichtsverfahren erhitzt man ein Hydrolysat eines difunktionellen ß-Carbalkoxypropylsilans, das ein Gemisch von linearen und cyclischen ß-Carboxypropylsiloxanen oder ß-Carbalkoxypropylsiloxanen oder die reinen linearen oder cyclischen Stoffe selbst enthält, die z. B. durch folgende Formel ausgedrückt werden können: in der R3 ein Wasserstoffatom oder einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest oder einen Rest der Formel bedeutet und m eine ganze Zahl von mindestens 3 ist, in Gegenwart eines Säurekatalysators mit Verbindungen, die trikohlenwasserstoffsubstituierte Siloxaneinheiten (endblockierende Einheiten) enthalten, beispiels weise mit Hexamethyldisiloxan und mit oder ohne cyclische dikohlenwasserstoffsubstituierte Siloxane, z. B. das cyclische Tetramere von Dimethylsiloxan.
  • Verbindungen, die trikohlenwasserstoffsubstituierte Siloxaneinheiten enthalten und sich zur Verwendung bei dem Verfahren nach der Erfindung zur Steuerung der Polymerkettenlänge eignen, kann man durch folgende Strukturformel wiedergeben: wobei R einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest bedeutet und z eine ganze Zahl von mindestens 1, vorzugsweise von 1 bis 8 bedeutet.
  • Bei der Durchführung des Gleichgewichtsverfahrens verwendet man als Katalysator vorzugsweise Schwefelsäure, obwohl man auch andere Substanzen verwenden kann. Die Katalysatormenge kann im weiten Bereich variiert werden. BeiVerwendung eines Säurekatalysators in einer Menge von nur 0,05 bis zu 1 Gewichtsprozent der Reaktionsteilnehmer erzielt man gute Ergebnisse.
  • Die Temperatur für das Gleichgewichtsverfahren kann in weitem Bereich, z. B. von etwa 70 bis 100"C, schwanken.
  • Beispiel 1 a) Herstellung von - und ß-Carbäthoxyäthyl-methyldichlorsilanen durch Addition von Methyldichlorsilan an Acrylsäureäthylester Ein 2-1-Dreihalskolben mit Rückflußkühler, Rührer und Tropftrichter wurde mit 9,0 g (2 Gewichtsprozent) eines -Aluminiumoxydkatalysators mit 20/o Platin, 4,5 g (1 Gewichtsprozent) 2,6-ditertiär-Butyl-4-methylphenol als Polymerisationsinhibitor, 800 g Tetrachloräthylen (das 4fache des Gewichts des verwendeten Acrylsäureäthylesters) und 253 g (2,2 Mol - l00/0iger Überschuß) Methyldichlorsilan beschickt. Das Gemisch wurde zum Rückfluß erhitzt und unter Rühren während einer Stunde und 15 Minuten 200 g (20 Mol) Acrylsäureäthylester zugegeben. Dabei stieg die Reaktionstemperatur auf etwa 100"C. Nach Beendigung der Zugabe des Acrylesters wurde das Gemisch 4 Stunden unter Rühren auf 100 bis 1100 C erhitzt, dann abgekühlt und der Katalysator abfiltriert. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck entfernt und der Rückstand durch eine Fraktionierkolonne von 50cm destilliert, wobei sich 303 g Addukt ergaben (70,5 Molprozent Umsetzung, bezogen auf Acrylsäureäthylester). Das Destillat bestand aus zwei Fraktionen: 1. Ein geringer Teil mit einem Siedebereich von 57 bis 67"C/10 mm, der ein Gemisch des - und des ß-Adduktes enthielt, und 2. der Rest des Destillates mit einem Siedebereich von 70 bis 82"C/90 mm, der das Addukt und etwas Polyacrylsäureäthylester enthielt.
  • Die Fraktionierung in einer Kolonne mit 20 Böden ergab das erwünschte reine ß-Isomere, dessen Formel durch Infrarotanalyse bestätigt wurde.
  • Siedepunkt: 49,5"C/4,0 mm.
  • Refraktionsindex: nB"C = 1,4389.
  • (C6 H12 Si O2 C12) Berechnet ... C 33,5, H 5,6, Si 13,0, Cl 33,0°/0; gefunden ... C 33,4, H 6,0, Si 12,4, Cl 32,8 ovo.
  • Das Ergebnis weiterer Versuche mit verschiedenen Lösungsmitteln ist in Tabelle II wiedergegeben. b) Reinigung von ß-Carbäthoxyäthyl-methyldichlorsilan durch Zersetzung von x-Carbäthoxyäthyl-methyldichlorsilan in der Hitze 641 g (etwa 360/o os und 740/o ß) eines Gemisches von os- und ß-Carbäthoxyäthyl-methyldichlorsilan wurden in ein l-l-Destillationskolben gegeben, der mit einer Fraktionierkolonne von 50 cm versehen war. Der Kolben wurde 3 Stunden auf 160"C erhitzt. Dabei wurden 187,5 g Endprodukt mit einem Siedepunkt von 82 bis 93"C/740 mm Hg aufgefangen. Destillation bei vermindertem Druck ergab zusätzlich 8,0 g. Eine Destillation des Rückstandes bei vermindertem Druck ergab 381 g Destillat mit einem Siedepunkt von 43 bis 49"C/4mmHg, einem Refraktionsindex n205 0C von 1,4370 bis 1,4389 und bestand zu 6,4% aus o- und 93,6 °/o aus ß-Carbäthoxyäthyl-methyldichlorsilan. Der Rückstand von 6870 g entspricht dem berechneten 16,6°/Oigen Verlust an isomerem. c) Herstellung des cyclischen Trimeren, Tetrameren und Pentameren von ,B-Carbäthoxyäthyl-methylsiloxan durch Vakuumhydrolyse von ß-Carbäthoxyäthylmethyldichlorsilan Ein 2-1-Dreihalskolben mit Rückflußkühler, Rührvorrichtung und Tropftrichter wurde mit 400 ml trockenem Tetrachloräthylen und 180 g 0,84 Mol ß-Carbäthoxyäthyl-methyldichlorsilan beschickt. Mittels einer Wasserstrahlpumpe wurde in dem System ein Vakuum von 50 bis 60 mm Hg erzeugt. Dann wurden 15,1 g (0,84 Mol) destilliertes Wasser unter Rühren während einer halben Stunde zugegeben. Nach einer weiteren halben Stunde wurden weitere 2 Mol Wasser zugegeben und der Kolbeninhalt auf 50 bis 60"C erhitzt. Das Gemisch wurde gekühlt, in einen Scheidetrichter übergeführt und die Tetrachloräthylenschicht mit Wasser und verdünntem Natriumcarbonat gewaschen, bis sie neutral war. Dann wurde das Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert, wobei sich eine Ausbeute von 132,5 g (99 Gewichtsprozent) an ergab (e2050C = 1,4450).
  • 45 g dieses Hydrolysats wurde unter vermindertem Druck in einer Vigreaux-Kolonne von 3 cm destilliert.
  • Man erhielt die folgenden Fraktionen: I. Siedepunkt: 205 bis 210°C/0,8 mm Hg; n250 C = 1,4376 (Ausbeute 7,0 g).
  • II. Siedepunkt: 195 bis 210"C/0,5 mm Hg; nD25°C = 1,4410 (Ausbeute 14,0 g).
  • III. Siedepunkt: 210 bis 220"C/0,5 mm Hg; n2050 C = 1,4422 (Ausbeute 6,0 g).
  • (Die Substanz gelierte bei 420"C.) Das Infrarotspektrum der Fraktion I zeigte starke Absorption, die den CO 0 C2 H5-, SiCH3- und Si - 0 - Si-Gruppen entsprach. Das Si - 0 - Si geht im wesentlichen auf das Tetramere, jedoch spurenweise auf das Trimere zurück. Der Si - OH-Rest konnte nachgewiesen werden. Bei dem cyclischen Tetrameren erhielt man die folgenden analytischen Daten (für C6H12SiO3): Molekulargewicht: Berechnet... 640; gefunden ... 721.
  • Verseifungszahl: Berechnet... 350; gefunden ... 265,8.
  • Silicium: Berechnet . . . l7,50/o; gefunden ... 19,1 °/0.
  • In den Fraktionen II und III konnte durch Infrarotanalyse cyclisches Pentameres nachgewiesen werden.
  • Beispiel 2 a) Herstellung von a- und ß-Carbäthoxyäthyl-trichlorsilanen durch Addition von Trichlorsilan an Acrylsäureäthylester Ein 3-l-Druckgefäß aus Stahl wurde mit 187 g (1,1 Mol) Tetrachlorsilan, 298 g (4,4 Mol) Trichlorsilan, 800 g Tetrachloräthylen, 18,4 g eines oc-Aluminiumoxyd-Katalysators mit 2 Gewichtsprozent Platin und 9,0 g 2,6-ditertiär-Butyl-4-methylphenol beschickt. Das Gefäß wurde fest verschlossen und der Inhalt unter Schaukeln auf 70"C erhitzt. Danach wurden 400 g (4,0 Mol) Acrylsäureäthylester während einer Stunde eingepreßt und der Inhalt weiter 11/2 Stunden auf 120 bis 1400 C erhitzt, abgekühlt und in einen 3-1-Destillierkolben übergeführt. Das Lösungsmittel und leicht siedende Stoffe wurden durch Destillation bei vermindertem Druck entfernt. Man erhielt das jB-Isomere in einer Ausbeute von 67 Molprozent, bezogen auf den Acrylsäureäthylester, wobei das Produkt mit 5 Gewichtsprozent «-Isomeren und 5 Gewichtsprozent Polyacrylsäureäthylester verunreinigt war (Siedepunkt: 81"C/4,0 mm - 84"C/3,4 mm -73,0°C/1,3 mm; n750C= 1,4440 bis 1,4453). Die Formel und die Gewichtsprozente beider Verunreinigungen wurden durch Infrarotanalyse bestätigt. Das reine ß-Isomere wurde abgetrennt und nochmals destilliert.
  • Die Verbindung ergab die folgenden analytischen Daten: (Cs H9SiO2CI3) Berechnet... C 25,5, H 3,9, Si 11,9, Cl 45,20/0; gefunden ... C 25,0, H 3,6, Si 12,0, C145,0%.
  • Siedepunkt: 45°C/0,40 mm.
  • Refraktionsindex: n250 C = 1,4457. b) Durch Hydrolyse nach den Angaben des Beispiels 1 ,c) erhielt man das entsprechende Polysiloxan.
  • Beispiel 3 a) Herstellung von ß-Carbäthoxyäthyl-dichlorsilan durch Addition von Dichlorsilan an Acrylsäureäthylester Ein 3-l-Druckgefäß aus nichtrostendem Stahl wurde mit 18,4g y-Aluminiumoxyd-Katalysator mit 2 Gewichtsprozent Platin, 9,0 g 2,6-ditertiär-Butyl-4-methylphenol, 202 g (2,0 Mol) Dichlorsilan und 800 ml Tetrachloräthylen beschickt. 1 Stunde und 45 Minuten wurden 400 g (4,0 Mol) Acrylsäureäthylester kontinuierlich eingepreßt und dabei die Temperatur des Reaktionsgemisches auf 100°C gehalten. Danach wurde der Inhalt 21/ Stunden unter Schaukeln auf 110 bis 120°C erhitzt, abgekühlt und in einem 3-1-Destillationskolben destilliert. Leicht siedende Bestandteile und Lösungsmittel wurden bei vermindertem Druck abgestreift. Destillation des Rückstandes durch eine Fraktionierkolonne bei vermindertem Druck ergab eine Ausbeute von 20 Gewichtsprozent an destillierbarem Addukt, das hauptsächlich aus der erwünschten Verbindung und etwas Polyacrylsäureäthylester bestand, was durch die Infrarotanalyse bestätigt wurde (Siedepunkt: 56 bis 60°C/0,1 mm; n2050C = 1,4345 bis 1,4365). Das reine ß-Isomere wurde durch nochmalige Destillation gewonnen. b) Durch Hydrolyse nach den Angaben des Beispiels 1 ,c) erhielt man das entsprechende Polysiloxan.
  • Beispiel 4 a) Herstellung von a- und ß-Carbmethoxyäthyl-methyldichlorsilan durch Addition von Methyldichlorsilan an Acrylsäuremethylester in Abwesenheit eines Lösungsmittels Ein 500-ml-Dreihalsrundkolben mit Rückflußkühler, Rührvorrichtung und Tropftrichter wurde mit 127 g (1 Mol) Methyldichlorsilan und 4,0 g y-Aluminiumoxyd-Katalysator mit 2 Gewichtsprozent Platin beschickt. Das Gemisch wurde zum Rückfluß erhitzt und ihm 86 g (1 Mol) Acrylsäuremethylester mit einem Gehalt von 1,2 g 2,6-ditertiär-Butyl-4-methylphenol unter Rühren während 11/2 Stunden zugegeben. Danach wurde eine weitere Stunde erhitzt. Die Feststoffe wurden abfiltriert und das Filtrat über einer mit Glasringen gepackten Kolonne unter vermindertem Druck destilliert. Man erhielt zwei Fraktionen: 1. Siedepunkt: 39 bis 45°C/1,5 bis 2,0 mm (8,5 gewichtsprozentige Ausbeute).
  • 2. Siedepunkt: 45 bis 51"C/2,0 mm (56gewichtsprozentige Ausbeute, bezogen auf Acrylsäuremethylester).
  • Die erste Verbindung wurde mittels Infrarotanalyse als ß-Carbmethoxyäthyl-methyldichlorsilan identifiziert. Das Hydrolyseprodukt dieser Verbindung wurde als [CH3OOC(CH2)2SiCH3O]x identifiziert.
  • Die zweite Verbindung wurde mittels Infrarotanalyse als o;-Carbmethoxyäthyl-methyldichlorsilan identifiziert. Diese Verbindung ergab bei Hydrolyse mit Diäthyläther und Eis Methylpolysiloxan, was durch mikroskopische Untersuchung nachgewiesen wurde. b) Herstellung von - und fl-Carbmethoxyäthylmethyldichlorsilan durch Addition von Methyldichlorsilan an Acrylsäuremethylester in Tetrachloräthylen als Lösungsmittel Ein 500-ml-Rundkolben mit Rückflußkühler, Tropftrichter und Rührvorrichtung wurde mit 67 g (0,56 Mol) Methyldichlorsilan, 4,0 g 2%igem Platin-y-Aluminiumoxyd-Katalysator, 1,2 g 2,6-ditertiär-Butyl-4-methylphenol und 50 g Tetrachloräthylen beschickt. Der Inhalt wurde zum Rückfluß (41"C) erhitzt und ihm während 11/2 Stunden 50 g (0,56 Mol) Acrylsäuremethylester tropfenweise unter Rühren zugegeben.
  • Dann wurde das Gemisch eine weitere Stunde auf 100 bis 105°C erhitzt. Die Feststoffe wurden abfiltriert und das Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert. Der Rückstand wurde durch eine mit Glasringen gepackte Kolonne destilliert, wobei sich eine Ausbeute von 66,5 g Mischprodukt (Siedepunkt: 42°C/1,7 mm - 51°C/0,5 mm; n25°C = 1,4386 bis 1,4425) ergab, das auf Grund der Infrarotanalyse zu 500/0 aus o- und zu 500/o aus ß-Addukt bestand.
  • Ein ähnlicher Ansatz unter Verwendung von 200 g Tetrachloräthylen je 50 g Acrylsäuremethylester ergab 600/, ß- und 400/, Addukt (s. Tabelle III). Durch nochmalige Destillation wurden analytisch reine Proben beider Chlorsilane erhalten.
  • Die reinen Verbindungen ergaben folgende Analysendaten: A.
  • CH3OOC(CH2)2SiCH3Cl -(Cg H10 Si O2 Cl2) Berechnet... C 29,9, H'4,97, S13,95, C135,301,; gefunden C29,5, H 5,20, Si14,4, C135,3°/o.
  • Siedepunkt: 60,50C/9,0 mm.
  • Refraktionsindex: n2D50C= 1,4389.
  • B.
  • (C5 Hlo Si °2 C12) Berechnet ... C 29,9, H 4,97, Si 13,95, Cl 35,3 %; gefunden ... C 30,3, H 5,1, Si 14,4, Cl 34,70/0.
  • Siedepunkt: 73 bis 74" C/7,0 mm.
  • Refraktionsindex: n2050 C = 1,4420. c) Herstellung von ß-Carbmethoxyäthyl-methyldiäthoxysilan durch Verestern von /1-Carbmethoxyäthyl-methyldichlorsilan Ein l-l-Dreihalsrundkolben mit Rührer, Rückflußkühler und Tropftrichter wurde mit 100 g (0,55 Mol) ß-Carbmethoxyäthyl-methyldichlorsilan beschickt und ein Vakuum von etwa 20 mm erzeugt. Dann wurde unter Rühren während einer halben Stunde 50,6 g (0,1 Mol) absoluter Äthanol zugesetzt. Schließlich wurden weitere 2 Mol Äthanol zugegeben und die Lösung 2 Stunden lang gerührt. Dann wurde die Lösung 1/4 Stunde zum Rückfluß erhitzt und überschüssiger Äthylalkohol unter vermindertem Druck abdestilliert. Der Rückstand wurde über eine mit Glasringen gepackte Kolonne destilliert, wobei 34g (28,5 Gewichtsprozent) B-Carbmethoxyäthyl-methyldiäthoxysilan vom Siedepunkt von 65 bis 66" C14,0 mm anfielen. nZD5"C = 1,4091.
  • (CgH29SiO4) Berechnet ... C 49,2, H 9,1, Si 12,720/,, C47,2, H 9,1, Ski 144 0/0.
  • Infrarotanalyse bestätigte die Formel für das Addukt.
  • Beispiel 5 a) Herstellung von ß-Carbäthoxyäthyl-phenyldichlorsilan durch Addition von Phenyldichlorsilan an Acrylsäureäthylester Ein l-l-Dreihalskolben mit Rührwerk, Rückflußkühler und Tropftrichter wurde mit 97,4 g (0,55 Mol) Phenyldichlorsilan, 200 g Tetrachloräthylen, 14g 2,6-ditertiär-Butyl-4-methylphenol und 2,5 g Platin-y-Aluminiumoxyd-Katalysator (20/, Pt) beschickt. Das Gemisch wurde zum Rückfluß erhitzt und während einer Stunde mit 50 g (0,5 Mol) Acrylsäureäthylester tropfenweise versetzt, dann weitere 21/2 Stunden zum Rückfluß erhitzt, abgekühlt, filtriert und bei vermindertem Druck durch eine Fraktionierkolonne von 50 cm destilliert. Man erhielt eine bei 106°C/0,25 mm siedende Fraktion (n2050C = 1,5120) in einer Ausbeute von 72,5 g Molprozent, bezogen auf Acrylsäureäthylester. Die Formel der Verbindung wurde durch Infrarotanalyse ermittelt.
  • Man erhielt die folgenden analytischen Daten.
  • (C11 Hl4SiO2Cla) Berechnet ... C 47,6, H 5,1, Si 10,5, Cl 25,20%; gefunden ... C 47,7, H 5,1, Si 10,1, Cl 25,6%. b) Herstellung von cyclischen, ß-Carbäthoxyäthylphenylsiloxanen durch Hydrolyse von ß-Carbäthoxyäthyl-phenyldichlorsilan 90 g ß-Carbäthoxyäthyl-phenyldichlorsilan, gelöst in 100 ml zerstoßenem Eis, wurden unter heftigem Rühren im Laufe von 15 Minuten in 500 ml Isopropyläther und 200g zerstoßenem Eis eingemischt. Das Gemisch wurde weitere 1,5 Stunden gerührt, dann die Ätherschicht abgetrennt, mit Wasser, Bicarbonatlösung und wieder mit Wasser bis zur neutralen Reaktion gewaschen. Die Ätherlösung wurde im Vakuum eingedampft, wobei sich 34,5 g Hydrolysat ergaben.
  • Dann wurde das Hydrolysat einer Molekulardestillation unterworfen, wobei sich 23,0 g destillierbares Material mit einem Siedepunkt von 200 bis 350°C (1 bis 5 p) ergaben; n25oC = 1,5406.
  • Das Infrarotspektrum zeigte starke COOC2H5-, SiC«Hs- und Si - 0 - Si-Absorption. Das Material bestand im wesentlichen aus einem Gemisch von cyclischem Trimerem und Tetramerem, vornehmlich Trimerem. Es konnte keine Si -OH-Gruppe nachgewiesen werden.
  • Verseifungszahl: Berechnet... 265; gefunden ... 250.
  • Berechnet ... C 57,4, H 6,64, Si 13,3%; gefunden ... C 59,8, H5,9, Si 13,80/0.
  • Tabelle I Wirkung der Verdünnung mit einem Lösungsmittel auf das Verhältnis von fi zu Addukt bei der Additionsreaktion von Methyldichlorsilan an Acrylsäureäthylester in Tetrachloräthylen (Pt-AlaO3-Katalysator)
    Prozentuale
    Teile Umwandlung Gewichts- Gewichts-
    Lösungsmittel von Acryl- zenit prozent
    je Teil säureester in pro Polyester-
    Acryl- carbo- an verunreinigung
    säureester funktionelles ***
    Silan °*) ß**)
    0,0 72,0 22,5 74,5 3,3
    0,5 68,6 25,4 72,6 2,0
    1,0 70,0 19,0 78,5 2,5
    2,0 70,6 9,4 87,4 3,2
    4,0 66,3 neg. 97,9 2,1
    4,0***) 70,5 1,7 95,0 3,3
    ***) Polyesterverunreinigung: Ein Polymer von Acrylsäureäthylester. Infrarotspektrum läßt ein Dimeres vermuten.
  • ****) Ansatz unter Verwendung von 2,0 Mol jedes Reaktionsteilnehmers, während sämtliche anderen Ansätze unter Verwendung von 0,5 Mol jedes Reaktionsteilnehmers durchgeführt wurden.
  • Tabelle II Einwirkung verschiedener Lösungsmittel auf das Verhältnis von ß- zu Addukt, bei der Additionsreaktion von Methyldichlorsilan an Acrylsäureäthylester (Pt-A12 O 3-Katalysator)
    Prozentuale
    Teile Umsetzung Gewichts- Gewichts-
    Lösungsmittel von Acryl- prozent prozent
    säureester
    je Teil Acryl- in carbo- an säureester
    säureester funktionelles säureester
    Silan a*) ß**)
    1 Acetonitril 0 - - -
    1 Trichlor-
    äthylen 68,0 20,5 77,5 2,0
    1 Tetrachlor-
    kohlenstoff 68,9 26,6 69,0 4,4
    1 Chloroform 70,0 27,8 69,5 2,7
    1 Benzol 76,0 32,0 65,0 3,0
    1 Tetrahydro-
    furan 77,6 8,3 66,5 25,5
    1 n-Heptan 74,5 22,0 76,7 1,3
    1 n-Heptan***) 60,0 26,5 71,4 2,1
    4 Toluol***) 66,0 12,9 85,7 1,4
    Kein Lösungs-
    mittel 72,0 22,2 74,5 3,3
    ***) Ansätze mit 2 Mol jedes Reaktionsteilnehmers. Sämtliche anderen Ansätze wurden mit 0,5 Mol jedes Reaktionsteilnehmers unter gleichen Bedingungen durchgeführt.
  • Tabelle III Wirkung der Verdünnung mit Lösungsmittel auf das Verhältnis von ß- zu Addukt bei der Additionsreaktion von Methyldichlorsilan an Acrylsäuremethylester in Tetrachloräthylen als Lösungsmittel (Pt-Al2 O3-Katalysator)
    Teile Prozentuale Gewichts-
    Lösungsmittel Umsetzung prozent
    je Teil von Acrylsäureester an
    Acrylsäureester in carbofunktionelles
    Silan a*) ß**)
    ° 64 88 12
    1 56 50 50
    4 65 41 59
    Beispiel 6 a) Herstellung von ß-Carbäthoxypropyl-methyldichiorsilan durch Addition von Methyldichlorsilan an Methacrylsäureäthylester in Abwesenheit eines Lösungsmittels Ein 2-1-Dreihalskolben mit Rührer, Thermometer, Rückflußkühler und Tropftrichter wurde mit 280 g (2,0 Mol) Methyldichlorsilan, 2 Gewichtsprozent 2 0/gem Pt-AlaO3 und 1 Gewichtsprozent (4,6 g) 2,6 - ditertiär - Butyl - 4 - methylphenol beschickt. Die Lösung wurde unter Rühren zum Rückfluß erhitzt; dann wurden während 2 Stunden 2,0 Mol Methacrylsäureäthylester zugegeben, wobei die Reaktionstemperatur von 40 auf 99"C anstieg. Anschließend wurde weitere 2 Stunden zum Rückfluß erhitzt und dann unter einem inerten Gas abgekühlt. Das bernsteinfarbige Produkt wurde unter vermindertem Druck durch eine Fraktionierkolonne von 60 cm destilliert.
  • Die Ausbeute betrug 53,50/, Addukt mit einem geringen Gehalt von Polymethacrylsäureäthylester.
  • Hydrolisierbares Chlor: Gefunden... 29,6; berechnet ... 9 b) Herstellung von ß-Carbäthoxypropyl-methyldichiorsilan durch Addition von Methyldichlorsilan an Methacrylsäureäthylester in einem Lösungsmittel Ein mit Stickstoff ausgespülter 3-l-Dreihalskolben mit Rührvorrichtung, Thermometer, Rückflußkühler und Tropftrichter wurde mit 2,0 Mol (230 g) Methyldichlorsilan, 912 g (dem 4fachen des Gewichtes des Acrylsäureesters) Tetrachloräthylen, 20/, 2 °/Oigem Pt-Al2O3 (9,2 g), 1 Gewichtsprozent 4,6 g 2,6-ditertiär-Butyl-4-methylphenol beschickt. Die Lösung wurde unter Rühren zu mäßigem Rückfluß erhitzt, es wurden 2,0 Mol (228 g) Methacrylsäureäthylester während 2 Stunden zugegeben, wobei die Reaktionstemperatur von 70"C auf 100"C anstieg. Dann wurde weitere 2 Stunden zum Rückfluß erhitzt und dann unter einer Stickstoffatmosphäre gekühlt. Das Rohprodukt wurde durch eine Fraktionierkolonne von 50 cm unter vermindertem Druck fraktioniert. Die Ausbeute betrug 66,00/0. Die Infrarotanalyse ergab, daß vornehmlich das ß-Addukt erhalten wurde. Eine Probe wurde chemisch analysiert.
  • Gefunden C 37,1 i 0,5°/O, H 6,4 i 0,3°/0, Si 12,6 i 0,6°/o, C1 30,4 t 0,6 0/,; berechnet C 36,70/0, H 6,10/,, Si 12,20/,, C1 30,90/0.
  • Physikalische Eigenschaften von ß-Carbäthoxypropylmethyl-dichlorsilan.
  • Siedepunkt: 150 bis 170"C/19 mm.
  • Refraktionsindex: n2050 C = 1,4420.
  • Farbe: Wasserklar. c) Herstellung von ß-Carbäthoxypropyl-methylsiloxan Ein 2-1-Dreihalskolben mit Rückflußkühler, Rührer und Tropftrichter wurde mit 100 g (0,436 Mol) ß-Carbäthoxypropyl-methyldichlorsilan (n25= 1,4410) und 200 ml trocknem Tetrachloräthylen beschickt. Unter dem Vakuum der Wasserstrahlpumpe und unter heftigem Rühren wurden innerhalb 10 Minuten 8,8 ml Wasser zugefügt. Nach etwa 7 Minuten weiterem Rühren wurden 50 ml Wasser zugefügt und weitere 30 Minuten unter Vakuum gerührt. Die Schichten wurden getrennt und die Lösungsmittelschicht mit Wasser und verdünnter Bicarbonatlösung neutral gewaschen. Das Tetrachloräthylen wurde bei vermindertem Druck in einem rotierenden Abstreifer entfernt, so daß sich 73,3 g (97 Molprozent der Theorie) wasserklares Ö1 ergaben. Der Rückstand wurde einer Molekulardestillation unterworfen. Man erhielt 95 Gewichtsprozent der ursprünglichen Charge, die etwa gleiche Mengen an Trimerem und Tetramerem enthielten: Berechnungsindex n2D50C= 1,4418.
  • (C7H14SiO3)3 Berechnet C 48,3, H 8,1, Ski16,10/, (322 Verseifungszahl, 523 Molekulargewicht); gefunden C47,8, In 8,2, Ski 15,90/0 (321 Verseifungszahl, 553 i 55 Molekulargewicht). d) Herstellung von ß-Carboxypropyl-methylsiloxan In einem 500-ml-Dreihalskolben mit Magnetrührer, Thermometer und einer Fraktionierkolonne von 50 cm mit Destillationskopf wurden 32 g (0,184 Mol) cyclisches Trimer und cyclisches Tetramer von ß-Carbäthoxypropyl-methylsiloxan, 25 g konzentrierte Salzsäure in 100 ml H2O und 100 ml Diäthylenglykoldiäthyläther gegeben. Der Inhalt wurde 4 Stunden am Rückfluß erhitzt und dabei das Äthanol-Wasser-Azeotrop aufgefangen. Die Dampftemperatur stieg nach 3 Stunden auf 100"C. Der Inhalt wurde zur Trockne eingedampft, wobei 27 g Rohprodukt hinterblieben. Dieses wurde in verdünnter, etwa 1 n-Natronlauge gelöst und die Lösung zweimal mit je 200 ml Diäthyläther ausgezogen. Die Wasserschicht wurde mit 1 n-H Cl angesäuert und zweimal mit 200 cm3 Diäthyläther ausgezogen. Der Äther wurde über Calciumsulfat getrocknet. Es wurde bei vermindertem Druck entfernt, wobei 24 g klares viskoses Harz hinterblieben. Die Infrarotanalyse ergab die Formel (Cg Hlo Si 03)3,4 Berechnet C41,1, H 6,85, Si 19,20/,, 384 Säurezahl; gefunden C42,3, H 7,0, Si - 397 Säurezahl. e) Herstellung eines Dimethylsiloxanöls mit einem Molekulargewicht von 1000 und einem Gehalt von 16 Gewichtsprozent Carboxypropyl-methylsiloxyleinheiten 38,4 g lineares Dodecamethylpentasiloxan, 45,6 g cyclisches Tetrameres von Dimethylsiloxan und 19,2 g Hydrolysat von linearem und cyclischem ß-Carboxypropyl-methylsiloxan mit einem Gehalt von 16 g oder einem Äquivalentgewicht von 80 ß-Carboxypropylmethylsiloxyleinheiten wurden in einem 500-ml-Dreihalsrundkolben, der mit einem Rührwerk versehen war, eingefüllt. Der Kolben mit Inhalt wurde in einem Ölbad auf 80"C erhitzt und die Schwefelsäure zugegeben. Das Gemisch wurde 3 Stunden bei 80"C ins Gleichgewicht gebracht. Man ließ das Reaktionsprodukt auf Zimmertemperatur abkühlen und fügte 100 ml Wasser zu. Das Gemisch wurde gerührt und das Siloxan mit Äther extrahiert. Die Ätherlösung wurde mit destilliertem Wasser gewaschen, bis das Waschwasser gegen Reagenzpapier neutral reagierte. Der Äther wurde verdampft und 100 ml Benzol zugegeben.
  • Das Benzol und sämtliches übrige Wasser wurde im Vakuum bei 80"C während einer Stunde entfernt. Die Viskosität bei 25"C betrug 117 cSt. f) Herstellung eines Dimethylsiloxanöls mit einem Molekulargewicht von 5000 und einem Gehalt von 5 Gewichtsprozent 0- Carboxypropyl-methylsiloxyleinheiten In einem 500-ml-Dreihalsrundkolben mit Rührwerk wurden 7,68 lineares Dodecamethylpentasiloxan, 6,6 g Hydrolysat von linearem und cyclischem ß-Carboxypropyl-methylsiloxan mit einem Gehalt von 5 g gß-Carboxypropyl-methylsiloxyleinheiten, bestimmt auf Grund des Äquivalentgewichts, und 87,32 g cyclisches Tetrameres von Dimethylsiloxan vermischt und in einem Ölbad unter Rühren auf 800 C erhitzt. Hierzu wurden 0,25 g konzentrierte Schwefelsäure gegeben und zur Beendigung der Gleichgewichtsreaktion weitere 3 Stunden erhitzt und gerührt. Das Gefäß wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und unter Rühren 100 ml destilliertes Wasser zugegeben. Dann wurde das Gemisch mit Diäthyläther ausgezogen und die Ätherlösung bis zur neutralen Reaktion gegen pn-Reagenzpapier mit destilliertem Wasser gewaschen. Dann wurde der Äther abgedampft und 150 ml Toluol zugegeben. Das Toluol und restliches Wasser wurden daraufhin im Vakuum abgedampft. Es wurden 92,4 g wasserklares Öl mit einer Viskosität von 130 cSt bei 25"C isoliert. g) Herstellung eines Dimethylsiloxanöls mit einem Molekulargewicht von etwa 5000 und einem Gehalt von 25 Gewichtsprozent fl-Carboxypropyl-siloxyleinheiten In einem 500-ml-Dreihalsrundkolben mit Rührwerk wurden 7,68 g Dodecamethylpentasiloxan, 67,32 g cyclisches Tetrameres von Dimethylsiloxan und 28,0 g Hydrolysat von linearem und cyclischem ß-Carboxypropyl-methylsiloxan, enthaltend 25 g ß-Carboxypropyl-methylsiloxyleinheiten, bestimmt auf Grund des Äquivalentgewichtes, vermischt und auf dem Dampfbad unter Rühren auf 80 bis 90"C erhitzt. 0,25 g konzentrierte Schwefelsäure wurden zugegeben und weitere 3 Stunden erhitzt und gerührt. Nun wurde das Gefäß auf Zimmertemperatur abgekühlt und unter Rühren 100 ml destilliertes Wasser zugegeben. Hierauf wurde das Siloxan in Diäthyläther gelöst, und die Ätherlösung mit destilliertem Wasser gewaschen, bis die Waschwässer neutral reagieren. Dann wurde der Äther verdampft und 150 ml Toluol zugegeben. Das Toluol und alles restliche Wasser wurden dann im Vakuum abgedampft. 97,0 g dickes wasserhelles Ö1 wurden isoliert.
  • Dieses Produkt hatte eine Viskosität von 2280 cP bei 25"C. h) Herstellung eines trimethylsiloxyl-endblockierten Dimethylsiloxanöls vom Molekulargewicht 1000 und einem Gehalt von 16 Gewichtsprozent ß-Carboxypropyl-methylsiloxyleinheiten In einen l-l-Dreihalskolben mit Rührvorrichtung wurden 33,6 g ,-Carboxypropyl-methylsiloxyleinheiten in einem Hydrolysat von linearem und cyclischem ß-Carb oxypropyl-methylsiloxan, 94,7 g cyclisches Tetrameres von Dimethylsiloxan und 80,6 g Dodecamethylpentasiloxan eingefüllt und in einem Ölbad unter Rühren auf 80"C erhitzt. 0,5 g konzentrierte Schwefelsäure wurden zugegeben und 3 Stunden weitergerührt. Dann wurden 100 ml destilliertes Wasser zugegeben und das Gemisch zur Verdünnung der Schwefelsäure und zu deren Auswaschen 1 Stunde gerührt.
  • Weiterhin wurde das Siloxan in Diäthyläther gelöst und mit destilliertem Wasser gewaschen, bis die Waschwässer gegenüber px-Reagenzpapier neutral reagierten. Nun wurde der Äther verdampft, und es wurden 200 ml Toluol zugegeben. Das Toluol und restliches Wasser wurden im Vakuum während 3 Stunden bei 100"C verdampft, wobei 192 g Öl isoliert wurden. i) Herstellung eines Dimethylsiloxanöls mit einem Molekulargewicht von 5000, das 5 Gewichtsprozent Carbäthoxypropyl-methylsiloxyleinheiten enthält und mit Trimethylsiloxyleinheiten endblockiert ist Ein 500-ml-Rundkolben mit Rührvorrichtung wurde mit 7,68 g Dodecamethylpentasiloxan, 87,32 g cyclischem Tetramerem von Dimethylsiloxan und 5,00 g cyclischem Tetramerem von p-Carbäthoxypropylmethylsiloxan beschickt und unter Rühren auf einem Ölbad auf 90"C erhitzt. 0,5 g konzentrierte Schwefelsäure wurden zugegeben und unter Rühren bei 80"C die Gleichgewichtsreaktion 3 Stunden lang durchgeführt. Das Organopolysiloxanöl wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und zur Inaktivierung des Katalysators 200 ml verdünnte Bikarbonatlösung zugegeben. Das Siloxan wurde in Diäthyläther gelöst und mit destilliertem Wasser gewaschen, bis die Waschwässer neutral reagierten. Dann wurde der Äther auf einem Dampfbad abgetrieben und 100 ml Toluol zugefügt. Das Toluol und alles restliche Wasser wurden durch Vakuumverdampfung bei 90 bis 100"C entfernt.
  • Es wurden 45 g wasserklares Öl mit einer Viskosität von 186 cSt bei 25"C isoliert. k) Herstellung eines Dimethylsiloxanöls mit einem Molekulargewicht von 5000 und einem Gehalt von 25 Gewichtsprozent ß-Carbäthoxypropyl-methylsiloxyleinheiten, das mit Trimethylsiloxyleinheiten endblockiert ist In einen 500-ml-Rundkolben mit Rührwerk wurden 7,68 g Dodecamethylpentasiloxan, 67,32 g cyclisches Tetrameres von Dimethylsiloxan und 25,0 g cyclisches Tetrameres von ,B-Carbäthoxypropyl-methylsiloxan eingefüllt und auf 900 C unter Rühren auf einem Dampfbad erhitzt. 0,5 g 96 obige konzentrierte Schwefelsäure wurden zugegeben und weitere 3 Stunden erhitzt und gerührt. Dann wurde das Öl auf Zimmertemperatur abgekühlt und zur Neutralisation des Katalysators 100 ml gesättigte Natriumbikarbonatlösung zugegeben. Dann wurde das Öl mit Diäthyläther ausgezogen und mit destilliertem Wasser gewaschen, bis die Waschwässer gegen pH-Reagenzpapier neutral reagierten. Dann wurde der Äther abdestilliert und 100 ml Toluol zugegeben. Schließlich wurden das Toluol und alles restliche Wasser im Vakuum durch 2stündiges Erhitzen auf 95"C entfernt. Es wurde ein wasserklares Öl mit einer Viskosität von 83 cSt bei 25°C isoliert.
  • 1) Herstellung eines Dimethylsiloxanöls mit einem Molekulargewicht von 10000 und einem Gehalt von 5 Gewichtsprozent fl-Carbäthoxypropyl-methylsiloxyleinheiten In einem 500-ml-Rundkolben mit motorgetriebenem Rührer wurden 3,84 g Dodecamethylpentasiloxan, 5,0 g cyclisches Tetrameres von fl-Carbäthoxypropylmethylsiloxan und 91,16g cyclisches Tetrameres von Dimethylsiloxan eingefüllt. Das Gefäß wurde auf einem Dampfbad unter Rühren auf 80 bis 90"C erhitzt und die Schwefelsäure zugefügt. Es wurde weitere 3 Stunden erhitzt und gerührt. Nun wurde das Gefäß auf Raumtemperatur abgekühlt und zur Neutralisation der Säure 100 ml gesättigte Natriumbikarbonatlösung zugegeben. Das Öl wurde mit Diäthyläther ausgezogen und die Lösung bis zur Neutralität der Waschwässer mit Wasser gewaschen. Dann wurde das Toluol und alles restliche Wasser im Vakuum während 2 Stunden bei 100"C entfernt. Es wurden 92 g wasserklares Öl mit einer Viskosität von etwa 133 cSt bei 25"C isoliert.
  • Beispiel 7 a) Herstellung von ß-Carbäthoxypropyl-methyldiäthoxysilan durch Veresterung von fi-Carbäthoxypropylmethyldichlorsilan bei vermindertem Druck 57,3 g (0,26 Mol) fl-Carbäthoxypropyl-methyldichlorsilan wurden in einen 600-ml-Dreihalskolben mit Tropftrichter, Rührer und Rückflußkühler und einem Ansatz für Wasserstrahlpumpe eingefüllt. Aus dem Tropftrichter wurden unter Rühren und bei vermindertem Druck während 2 Stunden 23,0 g (0,5 Mol) Äthanol ohne äußere Kühlung zugegeben. Es wurde 1 Stunde weitergerührt und ein 20 0/0iger Überschuß Äthanol (4,6 g) langsam zugegeben. Nach weiterem halbstündigem Rühren unter vermindertem Druck wurde erhitzt und während des Abdestillierens eine Gefäßtemperatur von 700 C eingehalten. Nach Abkühlen wurde das klare gelbe Produkt durch eine mit Glasringen gepackte Kolonne von 30 cm destilliert, wobei man eine Ausbeute von 77,6 0/, erhielt. b) Herstellung von ß-Carbäthoxypropyl-methyldiäthoxysilan durch Veresterung von fl-Carbäthoxypropylmethyldichlorsilan bei Atmosphärendruck 94,0 g (0,41 Mol) ß-Carbäthoxypropyl-methyldichlorsilan wurden in einem 500-ml-Dreihalskolben mit Rührvorrichtung, Thermometer, Rückflußkühler und Tropftrichter eingefüllt. Während 3/4 Stunden wurden unter gelindem Erwärmen zur Aufrechterhaltung der Reaktionsgeschwindigkeit 37,7 g (0,82 Mol) Äthanol und dann noch ein 200/,der Überschuß von 7,6 g zugegeben. Nach Zugabe wurde 3 Stunden auf 90"C erhitzt, um Chlorwasserstoff zu entfernen. Dann wurde das Gefäß unter Stickstoff auf Zimmertemperatur abgekühlt, mit wasserfreiem N H3 neutralisiert, mit Diäthyläther verdünnt und filtriert. Der Rohester wurde in ein 100-ml-Destillationsgefäß übergeführt und in einer 60-cm-Kolonne, die mit Aluminiumoxyd gefüllt war, destilliert. Man erhielt eine Gesamtausbeute von 74,6 °lo.
  • Physikalische Eigenschaften von fl-Carbäthoxypropyl-methyldiäthoxysilan.
  • Siedepunkt: 228 bis 230"C bei Atmosphärendruck und 125 bis l280C/22 mm.
  • Refraktionsindex: n250C = 1,4170.
  • Farbe: wasserklare Flüssigkeit.
  • Stabilitätsprüfungen.
  • Die Diäthoxyverbindung kann man bei Atmosphärendruck destillieren, und sie erweist sich bei Destillation aus einem Gemisch von 20 Gewichtsprozent Äthanol, 2 Gewichtsprozent Natriummethylat oder Chlorwasserstoffsäure bei Atmosphärendruck stabil. c) Durch Hydrolyse nach den Angaben des Beispiels 6, c) wurde das entsprechende Polysiloxan erhalten.
  • Beispiel 8 a) Herstellung von ß-Carbäthoxypropyl-trichlorsilan durch Addition von Trichlorsilan an Methacrylsäureäthylester in einem Druckgefäß Ein mit Stickstoff ausgespültes 3-l-Druckgefäß wurde mit 500 g Trichlorsilan, 156 g Siliciumtetrachlorid, 700 g Tetrachloräthylen und 12,0 g 2 0/0igem Pt/Al2O3 beschickt. Das Gefäß wurde fest verschlossen und in einen elektrischen Ofen unter Schaukeln erwärmt. Bei 180"C (14kg/cm2) wurden während einer Stunde 350 g Methacrylsäureäthylester zugegeben.
  • Nun wurde die Wärmezufuhr abgestellt und das Gefäß unter Schaukeln über Nacht auf Zimmertemperatur gebracht. Das Rohprodukt mit einem Gewicht von 1690 g wurde filtriert und durch eine mit Glasringen gepackte Kolonne von 60 cm destilliert. Die Ausbeute betrug 45,50/0. Das Infrarotspektrum zeigte, daß ein ß-Addukt mit einer Spur Polyester vorlag.
  • Physikalische Eigenschaften von ß-Carbäthoxypropyl-trichlorsilan.
  • Siedepunkt: 106 bis 108"C/ll mm.
  • Refraktionsindex: n2D5 ° C = 1,44457.
  • Farbe: wasserklare Flüssigkeit. b) Herstellung von ß-Carbäthoxypropylsiloxan In einem 1-l-Dreihalskolben mit Tropftrichter, Rührer und Rückflußkühler wurden 100 ml Diäthyläther und 100 ml Wasser eingefüllt. Unter heftigem Rühren bei vermindertem Druck wurden während 30 Minuten 94,0 g (0,377 Mol) ß-Carbäthoxypropyl-trichlorsilan zugegeben. Am folgenden Tage wurde das Gemisch von Feststoffen befreit. Dann wurde ein Gemisch von 50 g Salzsäure, 200 cm8 Wasser und 200 cm3 Diäthylenglykoldiäthyläther zugegeben und der Inhalt 4 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Die Dampftemperatur stieg nach 3 Stunden auf 100"C. Der Inhalt wurde bei vermindertem Druck von Feststoffen befreit, aus dem nach dem Zermahlen 40 g weißes Pulver erhalten wurden. Neutralisationsäquivalent = 178 (Theorie 139).
  • Beispiel 9 a) Herstellung von ß-Carbäthoxypropyl-triäthoxysilan durch Veresterung von p-Carbäthoxypropyl-trichlorsilan bei vermindertem Druck In einem l-l-Dreihalskolben mit Rührvorrichtung, Thermometer, Tropftrichter und Rückflußkühler mit Vakuumansatz wurden 124,8 g (0,5 Mol) ß-Carbäthoxypropyl-trichlorsilan eingefüllt. Bei Wasserstrahlvakuum und unter Rühren wurden im Verlauf einer Stunde 69,0 g (1,5 Mol) und ein 20°/Oiger Uberschuß 13,8 g Äthanol zugegeben. Es wurde nicht gekühlt.
  • Der überschüssige Alkohol wurde nach 30 Minuten Rühren zugegeben, und es wurde dann weitere 11/2 Stunden lang gerührt. Das Gefäß wurde nun auf eine Temperatur von 80"C gebracht. Das Rohprodukt wurde gekühlt und durch eine mit aktiviertem Aluminiumoxyd gepackte Kolonne von 60 cm unter vermindertem Druck destilliert. Die Ausbeute an Triäthoxyprodukt betrug 94,0 °/0. Das Infrarotspektrum zeigte, daß kein Addukt oder Polyester vorlag.
  • Physikalische Eigenschaften von p-Carbäthoxypropyltriäthoxysilan.
  • Siedepunkt: 243 bis 244"C bei Atmosphärendruck.
  • Refraktionsindex: n2D5"C = 1,4130.
  • Farbe: wasserklare Flüssigkeit.
  • Stabilitätsversuche an ß-Carbäthoxypropyl-triäthoxysilan.
  • Thermisch: Die Verbindung läßt sich bei Atmosphärendruck destillieren.
  • Siedepunkt: 243 bis 244"C.
  • Basische Hydrolyse: Die Verbindung wurde mit 20 Gewichtsprozent Äthanol und 2 Gewichtsprozent Natriummethylat vermischt und 2 Stunden auf 900 C erhitzt. Sie wurde dann von der Base bei Atmosphärendruck abdestilliert, wobei keine Si-C-Spaltung festzustellen war.
  • Saure Hydrolyse: Die Verbindung wurde mit 20 Gewichtsprozent Äthanol und mit 2 Gewichtsprozent trockenem Chlorwasserstoff versetzt und wie oben destilliert.
  • Es wurde keine Si-C-Spaltung festgestellt. b) Herstellung von p-Carbäthoxypropyl-polysiloxan 20 g (0,72 Mol) jB-Carbäthoxypropyl-triäthoxysilan, 20,0 g (1,11 Mol) Wasser und 2 Tropfen konzentrierte H Cl wurden in ein 100-ml-Destillationsgefäß eingefüllt und 10 Minuten geschüttelt, bis man eine homogene Lösung erhielt. Hierbei wurde etwas Wärme entwickelt.
  • Man ließ die klare Lösung bei Zimmertemperatur 1 Stunde und dann 21/2 Stunden in ein Bad von 150"C stehen. Man erhielt 11,8 g eines sehr viskosen klaren Öls in einer Ausbeute von 97,501,. Eine Probe dieses Produkts zeigte folgende Eigenschaften: Verseifungszahl: 338.
  • Gefundene Äthoxygruppen: 27,00/, entsprechend der Carbäthoxygruppe.

Claims (13)

  1. Theorie: 26,9°/ot PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von veresterte Carboxylgruppen enthaltenden Organopolysiloxanen durch Umsatz von Wasserstoff am Siliciumatom aufweisenden Silanen mit Estern ungesättigter Carbonsäuren in Gegenwart von Platinkatalysatoren und Hydrolyse bzw. Mischhydrolyse der Silane, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Silan der Formel Ra2 E SiX4--b (R2 = einwertiger Kohlenwasserstoffrest; X = Halogenatom oder Alkoxyrest; a = ganze Zahl von 0 bis 2 und b = ganze Zahl von 1 bis 3) in Gegenwart eines oder mehrerer aliphatischer, aromatischer oder halogenierter aliphatischer Kohlenwasserstoffe, von aliphatischen cyclischen oder linearen Äthern mit einem Acrylsäureester der Formel (R = einwertiger Kohlenwasserstoffrest und R3 = Wasserstoff oder einwertiger Kohlenwasserstoffrest) umsetzt und die entstandenen abdestillierten Silane in an sich bekannter Weise hydrolysiert bzw. mischhydrolysiert.
  2. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der Hydrolyse die in dem entstandenen Silan gegebenenfalls vorhandenen Halogenatome mit einem Alkanol verestert.
  3. 3. Ausbildungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Platinkatalysator y-Aluminiumoxyd mit 2 Gewichtsprozent Platin, bezogen auf die Reaktionspartner, verwendet.
  4. 4. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart eines Polymerisationsinhibitors vornimmt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Polymerisationsinhibitor ein Phenol verwendet.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man den Inhibitor in einer Menge von 0,25 bis 5,0 Gewichtsprozent, bezogen auf die Reaktionspartner, verwendet.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Lösungsmittel und Acrylsäureester im Verhältnis 1 bis 10:1 verwendet.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man das Verhältnis 4:1 anwendet.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Silan und das Lösungsmittel zuerst auf 20 bis 50"C erhitzt, danach den Acrylsäureester zugibt und das Gemisch auf 50 bis 250° C erhitzt.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel Tetrachloräthylen verwendet.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Silan Methyldichlorsilan oder Phenyldichlorsilan verwendet.
  12. 12. Ausbildungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die entstandenen Silane durch Erhitzen mit einer wäßrig-alkoholischen Alkalilösung unter Rückfluß hydrolysiert.
  13. 13. Ausbildungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die entstandenen Silane mit Wasser in Gegenwart einer Mineralsäure hydrolysiert, wobei die Mineralsäure in einer Menge von weniger als 6 Gewichtsprozent des Reaktionsgemisches zur Anwendung kommt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 721 873.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 057 340.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4331608A1 (de) * 1993-09-17 1995-03-23 Goldschmidt Ag Th Mit Acrylatgruppen modifizierte Organopolysiloxane

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US2721873A (en) * 1952-03-11 1955-10-25 Montclair Res Corp Reaction of silanes with unsaturated aliphatic compounds
DE1057340B (de) * 1955-05-31 1959-05-14 Dow Corning Verfahren zur Herstellung von neuen Organopolysiloxanen

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