[go: up one dir, main page]

DE1124851B - Hand- und Wurfgranate - Google Patents

Hand- und Wurfgranate

Info

Publication number
DE1124851B
DE1124851B DEL32655A DEL0032655A DE1124851B DE 1124851 B DE1124851 B DE 1124851B DE L32655 A DEL32655 A DE L32655A DE L0032655 A DEL0032655 A DE L0032655A DE 1124851 B DE1124851 B DE 1124851B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plastic
grenade
hand
housing jacket
housing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL32655A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Karl Leitner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KARL LEITNER DIPL ING
Original Assignee
KARL LEITNER DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from AT289558A external-priority patent/AT227573B/de
Application filed by KARL LEITNER DIPL ING filed Critical KARL LEITNER DIPL ING
Priority to DEL32655A priority Critical patent/DE1124851B/de
Publication of DE1124851B publication Critical patent/DE1124851B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B27/00Hand grenades
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/20Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/20Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type
    • F42B12/22Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type with fragmentation-hull construction
    • F42B12/32Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type with fragmentation-hull construction the hull or case comprising a plurality of discrete bodies, e.g. steel balls, embedded therein or disposed around the explosive charge

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Hand- und Wurfgranate von kugel-, ei- oder tropfenförmiger Gestalt und mit einem Gehäusemantel aus Kunststoff.
Hand- und Wurfgranaten werden am allgemeinen als splitterwirksame Kampfmittel verwendet, wobei die wirksamen Splitter im allgemeinen jene sind, die bei der Zerlegung des Gehäusemantels durch die Detonation des Sprengstoffes erzeugt werden.
Man hat bisher vor allem Eisenwerkstoffe für den Gehäusemantel von Hand- und Wurfgranaten verwendet. Dabei mußte im Hinblick auf eine günstige Zerlegung des Gehäusemantels bei der Detonation des Sprenstoffes gefordert werden, daß der zur Anwendung gelangende Eisenwerkstoff eine hinreichende Sprödigkeit aufweist und daß der Gehäusemantel relativ dickwandig ausgebildet ist. Man hat nämlich erkannt, daß eine gewisse Sprödigkeit des Eisenwerkstoffes und eine relativ dickwandige Ausbildung des Gehäusemantels nötig ist, damit bei der Detonation des Sprengstoffes die Anzahl und Größe der Gehäusesplitter in einer für die beabsichtigte Splitterwirkung der Hand- oder Wurfgranate günstigen Weise in Erscheinung treten.
Auch bei den bisher bekannten Anwendungen nichtmetallischer Werkstoffe für den Gehäusemantel von Sprenggeschossen und Handgranaten hat man sich an die für die Verwendung von Eisenwerkstoffen als zweckmäßig erkannten Forderungen nach hinreichender Sprödigkeit des zur Anwendung gelangenden Werkstoffes und nach relativ großer Wandstärke des Gehäusemantels gehalten. Beispiele hierfür sind die bekannten Sprenggeschosse und Handgranaten mit einem Gehäusemantel aus Beton, Zement, Ton, Steingut od. dgl., welche typische spröde Werkstoffe sind. Auch da, wo man für den Gehäusemantel von Munitionskörpern der erwähnten Art Kunststoffe verwendete, hat man bisher relativ spröde Kunststofftypen gewählt.
Der Nachteil, welcher durch die bisher zur Anwendung gelangenden Werkstofftypen für den Gehäusemantel von Sprenggeschossen allgemein bzw. von Hand- und Wurfgranaten im besonderen in Kauf genommen werden mußte, liegt einerseits darin, daß für einige dieser Werkstoffe (Eisenwerkstoffe) ein großer Anteil der Energie des Sprengstoffes allein schon für die Zerlegung des Gehäusemantels verlorengeht, anderseits in der geringen Resistenz des Gehäusemantels aus relativ sprödem Werkstoff insbesondere gegenüber den Beanspruchungen beim Transport, beim Abschuß bzw. Abwurf und beim Aufprall des Munitionskörpers am Ziel.
Der Erfindung, welche sich mit der Verwendung Hand- und Wurfgranate
Anmelder:
Dipl.-Ing. Karl Leitner,
Schwechat-Kledering (Österreich)
Vertreter: Dipl.-Ing. K. Siebert, Patentanwalt,
Starnberg (Obb.), Almeidaweg 12
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 21. April 1958 (Nr. A 2895)
Dipl.-Ing. Karl Leitner, Schwechat-Kledering
(Österreich),
ist als Erfinder genannt worden
von Kunststoffen für den Gehäusemantel von Hand- und Wurfgranaten befaßt, liegt die Erkenntnis zugrunde, daß man durch die allfälligen Splitter des Gehäusemantels aus Kunststoff höchstens eine unzureichende Splitterwirkung erzielen kann. Dies ist eine Folge des geringen spezifischen Gewichtes der Kunststoffe. Eine der Voraussetzungen für eine gute Splitterwirkung ist es nämlich, daß das Gewicht der Splitter im Durchschnitt nicht zu gering sein darf, infolge des geringen spezifischen Gewichtes der Kunststoffe wird man aber bei der Zerlegung des Gehäusemantels immer nur relativ leichte, also nicht sehr wirksame Splitter erzeugen können.
Die Wirkung eines Munitionskörpers, beispielsweise einer Hand- oder Wurfgranate, welche einen Gehäusemantel aus Kunststoff aufweist, wird daher praktisch nur durch die im Inneren des Munitionskörpers angeordneten Spreng- und Füllstoffe bedingt sein.
Dem Gehäusemantel aus Kunststoff kommt im wesentlichen die Funktion eines Behälters für die im Inneren der Hand- oder Wurfgranate angeordneten Spreng- und Füllstoffe zu.
Er muß den Beanspruchungen beim Transport, beim Abschuß bzw. Abwurf und beim Aufprall am Ziel standhalten. Ferner soll die Zerlegung des Gehäusemantels ohne nennenswerten Aufwand an Energie vor sich gehen, damit die bei der Detonation des Sprengstoffes entwickelte Energie zu einem
209 517/55
3 4
größtmöglichen Anteil für eine dem Einsatzzweck der hohe örtliche Spannungen auf, welche beipielsweise Hand- oder Wurfgranate entsprechende Wirkung zur bei Dauerwechselbelastungen (Vibrationen) sonst Verfugung steht. Wird die Hand- oder Wurfgranate leicht zu Ermüdungsbrüchen führen könnten, als Übungsmunition oder als Offensivmunition ein- Man möchte aber meinen, daß durch die erfin-
gesetzt, dann dürfen allfällige, bei der Zerlegung des 5 dungsgemäße hohe Schlagzähigkeit der zur Verwen-Gehäusemantels entstehende Splitter für eine in der dung gelangenden Kunststoffe der Energieaufwand Umgebung der Detonationsstelle sich befindende für die Zerlegung des Gehäusemantels sehr groß sein Person nicht gefährlich werden. Auch dies soll bei müßte, da doch gerade von den hochschlagfesten der Konstruktion eines Gehäusemantels aus Kunst- Kunststoffen bekannt ist, daß sie unter normalen Bestoff für eine Hand- oder Wurfgranate beachtet io lastungsverhältnissen ein hohes Arbeitsaufnahmeverwerden, mögen zeigen, was bedeutet, daß unter diesen Ver-Gemäß der Erfindung wird eine Erfüllung der hältnissen ein erheblicher Energieaufwand nötig ist, vorstehenden Forderungen dadurch erreicht, daß der bis ein Bruch des Werkstoffes eintritt. Nun zeigt sich Gehäusemantel relativ dünnwandig ausgeführt ist, aber gerade bei Kunststoffen eine sehr ausgeprägte aus elastischem Kunststoff hoher Schlagzähigkeit und 15 Veränderung der mechanischen Eigenschaften, insniedrigem Ε-Modul besteht und vorzugsweise durch besondere auch der Schlagzähigkeit in Abhängigkeit eine an der Innenwandung anliegende kompakte von der Belastungsgeschwindigkeit. Bei den extrem Schicht von Füllstoffen gestützt wird. hohen Belastungsgeschwindigkeiten, wie sie bei der Ein Beispiel eines im Sinne der Erfindung beson- Detonation des Sprengstoffes auftreten, wird das ders geeigneten Kunststoffes ist das Polyäthylen. Ein 20 Arbeitsaufnahmevermögen auch hochschlagfester weiteres Beispiel wäre das Polyvinylchlorid. Poly- Kunststoffe gering und damit der Energieaufwand äthylen und Polyvinylchlorid sind Kunststoffe, die im für die Zerlegung eines Gehäusemantels aus einem normierten Schlagversuch für die Bestimmung der Kunststoff hoher Schlagzähigkeit unerheblich. Schlagzähigkeit eines Kunststoffes unter Verwendung Dieses Verhalten zeigt sich jedoch in ausgeprägtem eines Normstabes als Probekörper nicht brechen. 25 Maße nicht bei allen hochschlagfesten Kunststoff-Dies bedeutet, daß ihre Schlagzähigkeit größer als typen. Eine Ausnahme bilden die faserverstärkten, 100 cmkg/cm2 ist. Kunststoffe, welche im normierten insbesondere die glasfaserverstärkten Kunststoff-Schlagversuch ein derartiges Verhalten zeigen, also Konstruktionswerkstoffe und die Elastomeren. Bei nicht brechen, werden im allgemeinen als hochschlag- den faserverstärkten Kunststoff-Konstruktionswerkfest bezeichnet, sind also Kunststoffe von hoher 30 stoffen sind es die Verstärkungseinlagen, welche das Schlagzähigkeit. mechanische Verhalten dieser Kunststoff-Konstruk-Unter einem Kunststoff von niedrigem Ε-Modul tionswerkstoffe bestimmen, wodurch unter anderem wird im Sinne der Erfindung ein solcher Kunststoff auch die sonst bei Kunststoffen so ausgeprägte Abverstanden, dessen Ε-Modul in der Größenordnung hängigkeit verschiedener mechanischer Eigenschaften von 100 kg/mm2 liegt, auf alle Fälle aber kleiner ist 35 von der Belastungsgeschwindigkeit teilweise verlorenals 1000 kg/mm2. Die beiden angeführten Beispiele geht.
Polyäthylen und Polyvinylchlorid genügen dieser Bei den Elastomeren, welche sich unter anderem
Festlegung. durch eine extrem hohe Bruchdehnung auszeichnen,
Durch die Angabe, daß der Gehäusemantel gemäß ist auch im Falle einer sehr hohen Belastungsder Erfindung dünnwandig ausgeführt ist, soll die 40 geschwindigkeit eine noch immer relativ hohe Bruchbesondere Funktion des erfindungsgemäßen Gehäuse- dehnung vorhanden, was wieder zur Folge hat, daß mantels als Behälter für die im Inneren der Hand- ein größerer Aufwand an Energie notwendig ist, bis oder Wurfgranate angeordneten Spreng- und Füll- ein Bruch eintritt.
stoffe betont werden. Während bei den meisten Da jene faserverstärkten Kunststoff-Konstruktions-
Munitionskörpern, insbesondere bei denen die Wir- 45 werkstoffe, die, wie oben ausgeführt, im Hinblick auf kung des Munitionskörpers durch die Splitter des die erfindungsgemäße Aufgabenstellung weniger ge-Gehäusemantels bedingt ist, das Verhältnis des Kali- eignet sind, einen Ε-Modul aufweisen, welcher größer bers zur Wandstärke kleiner als 10 ist, was auf eine ist als 1000 kg/mm2, die erfindungsgemäßen Kunstrelativ dickwandige Ausbildung des Gehäusemantels stoffe aber einen Ε-Modul aufweisen sollen, der hindeutet, da ja in diesem Falle die Wandstärke 50 kleiner ist als 1000 kg/mm2, liegen die erwähnten mindestens ein Zehntel des Kalibers betragen muß, faserverstärkten Kunststoff-Konstruktionswerkstoffe wird man gemäß der Erfindung vor allem solche ohnehin nicht im Rahmen der durch die erfindungs-Wandstärken wählen, für die das Verhältnis des Kali- gemäßen Merkmale charakterisierten Kunststoffe, bers zur Wandstärke größer als 15 ist, d.h. daß die Dasselbe gilt für die Elastomeren, welche in der Wandstärke des Gehäusemantels kleiner ist als ein 55 Kunststofftechnik im allgemeinen als hochelastische Fünfzehntel des Wertes des Kalibers. Einen Gehäuse- Kunststoffe bezeichnet und von den übrigen elastimantel mit einem derartigen Wandstärkenverhältnis sehen Kunststoffen unterschieden werden. Charaktewird man als dünnwandig bezeichnen. ristisch für die Erfindung ist aber, wie angegeben, die
Die einleitend geforderte gute Resistenz des Ge- Verwendung elastischer und nicht hochelastischer häusemantels gegenüber den Beanspruchungen beim 60 Kunststoffe.
Transport, beim Abschuß bzw. Abwurf und beim Im Zusammenhang mit der Erzielung eines mög-
Aufprall der Hand- oder Wurfgranate wird vor allem liehst geringen Energieaufwandes für die Zerlegung durch die erfindungsgemäße hohe Schlagzähigkeit des des Gehäusemantels ist auch das erfindungsgemäße zur Verwendung gelangenden Kunststoffes bedingt. Merkmal der relativ dünnwandigen Ausbildung des Auch der erfindungsgemäße geringe Ε-Modul ist in 65 Gehäusemantels von Bedeutung. Es ist klar, daß ein diesem Zusammenhang von Bedeutung, denn infolge dünnwandiger Gehäusemantel einen geringeren Aufdes geringen Ε-Moduls treten auf Grund allfälliger wand an Energie zu seiner Zerlegung bei der Deto-Deformationen insbesondere beim Transport kaum nation des Sprengstoffes erfordert. Die dünnwandige
Ausbildung des Gehäusemantels ist aber ohne entscheidende Einbuße an Resistenz gegenüber den verschiedenen Belastungen beim Transport, beim Abwurf bzw. beim Abschuß und beim Aufprall nur im Zusammenhang mit dem weiteren erfindungsgemäßen Merkmal der hohen Schlagzähigkeit möglich, denn bei Verwendung eines Kunststoffes von nicht sehr hoher Schlagzähigkeit müßte man die Wandstärke des Gehäusemantels unbedingt größer wählen, damit
häusemantels mit dem Verschlußkörper, der dann ebenfalls aus einem schweißbaren Kunststoff bestehen muß, absolut dicht zu verschließen. Vorteilhaft ist ferner die Eigenschaft der thermoplastischen Kunst-5 stoffe, daß sie auf verschiedene Weise der erfindungsgemäßen Formgebung zugänglich sind. Nachteile hingegen sind nicht zu erwarten, denn aus den thermoplastischen Kunststoffen können ohne Schwierigkeit solche ausgewählt werden, die die nötige Unempfind-
eine ausreichende Resistenz gegenüber den angeführ- io lichkeit gegenüber Feuchtigkeit haben und die auch ten Beanspruchungen vorhanden ist. hinreichend temperaturbeständig sind.
Durch die erfindungsgemäßen Merkmale wird auch Um dem Geschoß trotz seines erfindungsgemäßen
die eingangs erwähnte Forderung, daß nämlich all- elastischen Gehäusemantels eine feste Konsistens zu fällige, bei der Zerlegung des Gehäusemantels auf- geben, ist es zweckmäßig, im Inneren des Geschosses tretende Splitter praktisch unwirksam bzw. ungefähr- 15 keine freien Hohlräume zu belasen, sondern diese lieh sein sollen, in einer besonders günstigen Weise Hohlräume mit Füllstoff auszufüllen. Besonders günerfüllt. Dies beruht einmal darin, daß der Gehäuse- stig ist es, wenn diese Füllstoffe eine an der Innenmantel gemäß der Erfindung relativ dünnwandig aus- wandung des Gehäusemantels anliegende kompakte gebildet ist. Das Gesamtgewicht der allfälligen Ge- Schicht bilden. Es kann diese kompakte Schicht häusesplitter ist daher sehr gering, zumal das spezi- 20 eine im Vergleich zum elastischen Gehäusemantel fische Gewicht der Kunststoffe ebenfalls gering ist. starre Innenschicht bilden. Dafür eignet sich z. B. Auch der geringe Ε-Modul ist in diesem Zusammen- Beton.
hang von Bedeutung. Insbesondere dann, wenn dieser Als Füllstoff kann man auch, gegebenenfalls neben
Ε-Modul kleiner als 100 kg/mm2 ist, entstehen bei anderen Füllstoffen, auf den bestimmten Einsatzder Zerlegung des Gehäusemantels höchstens flexible 25 zweck des Geschoßkörpers abgestimmte Substanzen, Bruchstücke, die weder wirksam noch gefährlich sind. wie z. B. Nebelstoffe (Phosphor), Brennstoffe, ver-Darüber hinaus ergibt sich aus dem besonderen wenden. Für splitterwirksame Geschosse kann man Temperaturverhalten der Kunststoffe eine im Sinne als Füllstoffe Eisenteile im Inneren des Geschoßder Erfindung günstige Veränderung der Bildung körpers anordnen. Es ist dabei zweckmäßig, die wirksamer und gefährlicher Splitter. Bei Kunst- 30 Eisenteile in die vorerwähnte kompakte Innenschicht stoffen tritt nämlich ab einer für die betreffende (Betoninnenmantel) einzuschließen. Auf diese Weise
ist die im Geschoßbau völlig ungewohnte erfindungsgemäße Maßnahme auch für splitterwirksame Geschosse anwendbar.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt im Längsschnitt ein Ausführungsbeispiel einer Handgranate und
Fig. 2 ebenfalls im Längsschnitt den Körper einer der Fall eintreten, daß der Kunststoff des Gehäuse- 40 Wurfgranate (ohne Spitze und Stabilisierungsflügel), mantels entweder bereits vor der mechanischen Zer- Die Erfindung ist jedoch auf die gezeigten Ausstörung durch den Druck der Verbrennungsgase des führungsbeispiele keineswegs eingeschränkt. Sprengstoffes eine thermische Zerstörung (Zerfließen, Die in Fig. 1 dargestellte Handgranate lehnt sich
Zersetzen) erfährt oder daß eine nachträgliche ther- in der äußeren Form an die bekannten, mit einem mische Zerstörung der Bruchstücke des Gehäuse- 45 Eisenmantel umgebenen Handgranaten an. Der Gemantels infolge der Überschreitung der Fließtempe- häusemantel 1 besteht jedoch aus Kunststoff, beiratur bzw. Zersetzungstemperatur des betreffenden spielsweise aus Polyäthylen. Die Wandstärken dieses Kunststoffes eintritt. Mantels aus Kunststoff schwanken zwischen 1,5 und
Neben den angeführten mechanischen Eigen- 2,5 mm. Im Inneren der Handgranate ist in Berühschaften müssen die verwendeten Kunststoffe die 50 rung mit dem Gehäusemantel 1 eine Innenschicht 2 Eigenschaften aufweisen, gegenüber Feuchtigkeits- aus Beton angeordnet. In der inneren Höhlung der und Temperatureinflüssen in einem Bereich von Handgranate befindet sich ein Metallröhrchen 3, in —40 bis +60° C beständig zu sein. welches ein Verzögerungssatz 4 von etwa 4,5 Sekun-
Von den zur Verfügung stehenden Kunststoffen, den Brenndauer eingeschraubt ist. Am unteren Ende welche alle diese Voraussetzungen erfüllen, wird man 55 des Verzögerungssatzes 4 ist eine kräftige Sprengvor allem den thermoplastischen Kunststoffen den kapsel 5 angewürgt. In dem verbleibenden Raum Vorzug geben, da gerade bei den thermoplastischen zwischen der Innenschicht 2 und der Sprengkapsel 5 Kunststoffen das besondere Verhalten der Kunststoffe bzw. dem Metallröhrchen 3 des Verzögerungssatzes 4 bei hohen Belastungsgeschwindigkeiten in ausgepräg- ist eine Sprengladung 6 vorgesehen. Als Sprengter Weise in Erscheinung tritt. Auch im Hinblick auf 60 ladung 6 wird vorzugsweise ein plastischer Sprengdie erwähnten Vorteile des besonderen Temperatur- stoff verwendet.
Verhaltens der Kunststoffe sind die Thermoplaste in Die Handgranate wird durch den Zünderkörper 7,
besonderer Weise geeignet. Darüber hinaus zeichnen welcher nach unten hin den Verzögerungssatz 4 und sich die thermoplastischen Kunststoffe auch durch die Sprengkapsel 5 trägt, verschlossen. Der nach verarbeitungstechnische Vorteile aus. Beispielsweise 65 außen ragende Teil des Zünderkörpers kann aus sind die thermoplastischen Kunststoffe fast durchweg Kunststoff hergestellt sein. Die abgeworfene Handgut schweißbar. Es besteht daher die Möglichkeit, granate besitzt auf diese Weise keinerlei metallische den Geschoßkörper durch Verschweißen des Ge- Außenteile.
Kunststofftype charakteristischen Temperatur ein Fließen bzw. ein Zersetzen ein. Diese Temperaturen liegen nicht sehr hoch. Die Fließtemperatur von Thermoplasten liegt meist unter 100° C. Die Zerset- 35 Zungstemperatur von Duroplasten liegt meist zwischen 100 und 150° C. Der Sprengstoff des Geschosses verursacht aber unmittelbar nach der Zündung Temperaturen, die weitaus höher liegen. Es wird daher auch
Die Füllung der beschriebenen Handgranate bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Zunächst wird eine Betonmischung im pastösen Zustand eingefüllt. Dann wird ein Stab eingeführt, welcher die pastöse Betonmischung an die Innenwandung des Gehäusemantels drängt. Nachdem der Beton mindestens teilweise ausgehärtet ist, wird der Stab wieder herausgezogen und die Handgranate bis zur vollständigen Aushärtung des Betons liegengelassen. Im Anschluß daran wird der plastische Sprengstoff der Sprengladung 6 in den ίο Hohlraum innerhalb der nunmehr erstarrten Innenschicht 2 aus Beton eingefüllt.
Hierauf muß nur noch der Zündkörper mit dem Verzögerungssatz 4 und der Sprengkapsel S aufgeschraubt werden, wobei der plastische Sprengstoff durch den in den Hohlraum hineinragenden Teil zur Seite verdrängt wird. Es wird vorzugsweise so viel plastischer Sprengstoff eingefüllt, daß nach dem Verdrängen der gesamte Hohlraum ausgefüllt ist.
Die beschriebene Handgranate wird bei der Deto- ao nation der Sprengladung keine wirksame Splitterwirkung hervorruf en. Die Detonation gestaltet sich jedoch sehr eindrucksvoll, insbesondere in einem Wirkungsbereich von etwa 10 m. Es liegt ein typisches Beispiel einer sogenannten Sturmhandgranate vor.
Das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel bezieht sich auf eine Wurfhandgranate. Wiederum besteht der Geschoßkörper aus einem thermoplastischen Kunststoff, z. B. Polyäthylen. Die Wandstärken des Gehäusemantels 8 betragen beispielsweise 3 bis 5 mm.
In analoger Weise wie beim Ausführungsbeispiel der Handgranate gemäß Fig. 1 ist der Innenraum des Geschoßkörpers mit einer Innenschicht 9 aus Beton ausgekleidet. Der verbleibende Hohlraum innerhalb dieser Innenschicht 9 dient zur Aufnahme des Sprengstoffes 10.
Die Füllung des Inneren des Geschoßkörpers kann auch bei diesem Ausführungsbeispiel in gleicher Weise vorgenommen werden, wie beim Ausführungsbeispiel der Handgranate beschrieben.
In der Fig. 2 sind die zur Erläuterung der Erfindung unwesentlichen Teile der Wurfgranate, wie z. B. der Zündkörper, die Granatspitze und die Flügelstabilisatoren, nicht dargestellt.
Ein zwar zweckmäßiges, aber nicht unbedingtes Merkmal der Erfindung ist die Innenschicht aus Beton. Sie kann ersetzt werden durch einen anderen Füllstoff, z. B. einen Kunststoff, der in flüssiger oder zähflüssiger Form in den Hohlraum des Geschoßkörpers eingeführt werden kann. Auch dieser Kunststoff läßt sich durch einen stabförmigen Körper verdrängen, so daß eine Innenschicht gebildet wird, die an den Innenwandungen des elastischen Gehäusemantels anliegt und diesen vor einem Eindrücken schützt.
Bei gewissen Spezialgeschoßkörpern, wie z. B. Nebelhandgranaten oder Brandhandgranaten, bieten allein schon die für die Spezialwirkung vorgesehenen Füllstoffe (Phosphor, Brennstoffe) gleichzeitig Gewähr dafür, daß der Kunststoffmantel des Geschoßkörpers nicht eingedrückt wird. Eine Auskleidung aus Beton, Kunststoff od. dgl. erübrigt sich daher.
Die Verwendung eines plastischen Sprengstoffes ist eine ebenfalls zweckmäßige, aber durchaus nicht notwendige Maßnahme. Der Sprengstoff kann auch in gegossener, gepreßter oder gekörnter Form zur Anwendung gelangen.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Hand- und Wurfgranate von kugel-, ei- oder tropfenförmiger Gestalt und mit einem Gehäusemantel aus Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusemantel (1, 8) dünnwandig ausgeführt ist, aus Kunststoff hoher Schlagzähigkeit und niedrigem Ε-Modul besteht und vorzugsweise durch eine an der Innenwandung anliegende kompakte Schicht von Füllstoffen (2, 9) gestützt wird.
2. Hand- und Wurfgranate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff des Gehäusemantels (1, 8) einen Ε-Modul aufweist, welcher kleiner ist als 100 kg/mm2.
3. Hand- und Wurfgranate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusemantel (1, 8) aus einem thermoplastichen Kunststoff besteht.
4. Hand- und Wurfgranate nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusemantel (1, 8) aus Polyäthylen besteht.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 308 445, 370 830, 382707, 399 594, 569406, 622256, 711903; österreichische Patentschrift Nr. 46 388; französische Patentschriften Nr. 488 026, 491 085; britische Patentschriften Nr. 696 887, 745 078; kanadische Patentschrift Nr. 385 040.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 517/55 2.62
DEL32655A 1958-04-21 1959-03-07 Hand- und Wurfgranate Pending DE1124851B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL32655A DE1124851B (de) 1958-04-21 1959-03-07 Hand- und Wurfgranate

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT289558A AT227573B (de) 1958-04-21 1958-04-21 Geschoß mit Sprengladungsfüllung
DEL32655A DE1124851B (de) 1958-04-21 1959-03-07 Hand- und Wurfgranate

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1124851B true DE1124851B (de) 1962-03-01

Family

ID=25599237

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEL32655A Pending DE1124851B (de) 1958-04-21 1959-03-07 Hand- und Wurfgranate

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1124851B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1141562B (de) * 1961-02-03 1962-12-20 Wefo Pyrotechnische Fabrik Wis Signalpatrone

Citations (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE308445C (de) *
AT46388B (de) * 1909-09-14 1911-02-10 Emerich Karl G Thun-Hohenstein Wurfgranate.
FR488026A (fr) * 1915-08-03 1918-08-13 Jacques Alfred Mathey Doret Grenade à main
FR491085A (fr) * 1915-11-30 1919-05-20 Aime Joseph Bonna Grenade en sidéro-ciment, munie ou non d'un percuteur pouvant etre employé comme fléchette
DE370830C (de) * 1922-05-13 1923-03-08 Henri Poncelet Granate, die entweder mit der Hand oder durch ein Geschoss geworfen wird
DE382707C (de) * 1923-10-05 Theodor Pantoflicek Geschoss, insbesondere Handgranate, Mine o. dgl.
DE399594C (de) * 1924-08-07 Wilhelm Muehle Geschoss, bestehend aus Zement und Eisen oder Stahl
DE569406C (de) * 1930-07-25 1933-02-02 Edgar William Brandt Mittels des Geschosses einer Schusswaffe abzuwerfende Granate
DE622256C (de) * 1933-12-13 1935-11-23 Rudolf Deseoe Roedl Zuendvorrichtung fuer Leuchtgeschosse, die durch gewoehnliceh Handfeuerwaffen abgefeuert werden koennen
CA385040A (en) * 1939-11-14 Santo Bevacqua Aldo Bomb or grenade
DE711903C (de) * 1936-09-27 1941-10-08 Franz Thalhofer Ing Leuchtgeschoss
GB696887A (en) * 1949-03-15 1953-09-09 Laud Stanley Byers Improvements in multiple jet blasting devices
GB745078A (en) * 1952-09-29 1956-02-22 Jose Luis Amilibia Urdapilleta Improvements in the construction of projectiles

Patent Citations (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA385040A (en) * 1939-11-14 Santo Bevacqua Aldo Bomb or grenade
DE382707C (de) * 1923-10-05 Theodor Pantoflicek Geschoss, insbesondere Handgranate, Mine o. dgl.
DE399594C (de) * 1924-08-07 Wilhelm Muehle Geschoss, bestehend aus Zement und Eisen oder Stahl
DE308445C (de) *
AT46388B (de) * 1909-09-14 1911-02-10 Emerich Karl G Thun-Hohenstein Wurfgranate.
FR488026A (fr) * 1915-08-03 1918-08-13 Jacques Alfred Mathey Doret Grenade à main
FR491085A (fr) * 1915-11-30 1919-05-20 Aime Joseph Bonna Grenade en sidéro-ciment, munie ou non d'un percuteur pouvant etre employé comme fléchette
DE370830C (de) * 1922-05-13 1923-03-08 Henri Poncelet Granate, die entweder mit der Hand oder durch ein Geschoss geworfen wird
DE569406C (de) * 1930-07-25 1933-02-02 Edgar William Brandt Mittels des Geschosses einer Schusswaffe abzuwerfende Granate
DE622256C (de) * 1933-12-13 1935-11-23 Rudolf Deseoe Roedl Zuendvorrichtung fuer Leuchtgeschosse, die durch gewoehnliceh Handfeuerwaffen abgefeuert werden koennen
DE711903C (de) * 1936-09-27 1941-10-08 Franz Thalhofer Ing Leuchtgeschoss
GB696887A (en) * 1949-03-15 1953-09-09 Laud Stanley Byers Improvements in multiple jet blasting devices
GB745078A (en) * 1952-09-29 1956-02-22 Jose Luis Amilibia Urdapilleta Improvements in the construction of projectiles

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1141562B (de) * 1961-02-03 1962-12-20 Wefo Pyrotechnische Fabrik Wis Signalpatrone

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE19700349C2 (de) Geschoß oder Gefechtskopf zur Bekämpfung gepanzerter Ziele
DE2245353A1 (de) Geschoss
DE8224901U1 (de) Geschoss fuer handfeuerwaffen und gewehre sowie mit einem solchen geschoss versehene patrone
EP0780658B1 (de) Schnellnebelhandgranate
DE69416976T2 (de) Zerstreubare Gegenmasse für rückstossfreie Waffen
DE2008156C1 (de) Schutzeinrichtung gegen Geschosse
DE4341350A1 (de) Bombe
DE2213832A1 (de) Sprenggeschoss mit streukoerper
DE602005002639T2 (de) Fragmentierbare granate
DE2757666A1 (de) Zerfallgeschoss
DE2422085B2 (de) Uebungsmunition fuer schusswaffen
DE2329665A1 (de) Nichttoedliches geschoss
DE1578109C3 (de) Zerfallgeschoß
EP0881459B1 (de) Übungsgeschoss
DE1124851B (de) Hand- und Wurfgranate
DE1134003B (de) Hand- und Wurfgranate
DE10394199B4 (de) Geschoss enthaltend einen unterkalibrigen Durchschlagkern
DE2644230A1 (de) Handgranate mit zuendverzoegerung
DE1174213B (de) Sprenggeschoss
DE2651692A1 (de) Sprenggeschoss
DE4126793C1 (de) Tandemgefechtskopf
EP4343268B1 (de) Pele-geschoss mit reaktivmaterial
AT227572B (de) Geschoß
DE3310633A1 (de) Moersergranate
AT240735B (de) Splitterwirksames Geschoß