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DE1174213B - Sprenggeschoss - Google Patents

Sprenggeschoss

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Publication number
DE1174213B
DE1174213B DEO8027A DEO0008027A DE1174213B DE 1174213 B DE1174213 B DE 1174213B DE O8027 A DEO8027 A DE O8027A DE O0008027 A DEO0008027 A DE O0008027A DE 1174213 B DE1174213 B DE 1174213B
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DE
Germany
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reinforcements
housing jacket
explosive projectile
explosive
projectile according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEO8027A
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English (en)
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Oregon Etablissements fuer Patentverwertung
Original Assignee
Oregon Etablissements fuer Patentverwertung
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Filing date
Publication date
Application filed by Oregon Etablissements fuer Patentverwertung filed Critical Oregon Etablissements fuer Patentverwertung
Publication of DE1174213B publication Critical patent/DE1174213B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/72Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
    • F42B12/76Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
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    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/20Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type
    • F42B12/22Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type with fragmentation-hull construction
    • F42B12/32Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type with fragmentation-hull construction the hull or case comprising a plurality of discrete bodies, e.g. steel balls, embedded therein or disposed around the explosive charge

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Description

  • Sprenggeschoß Die Erfindung bezieht sich auf ein Sprenggeschoß mit einem Gehäusemantel aus hochpolymerem Kunststoff.
  • Die Vorteile der Verwendung von hochpolymeren Kunststoffen für den Gehäusemantel von Sprenggeschossen liegen vor allem im geringeren spezifischen Gewicht dieser Kunststoffe, wodurch größere Schußweiten ermöglicht werden, ferner in den praktisch in unbeschränktem Ausmaß zur Verfügung stehenden Rohstoffquellen und in der günstigen Verarbeitbarkeit, was die Grundlage für eine im Kriegsfalle stets ausreichende Beschaffung bildet, und schließlich im geringen Energieaufwand, der zur Zerlegung des Gehäusemantels bei der Detonation erforderlich ist, wodurch eine optimale Ausnutzung der Energie des Sprengstoffes erzielt wird.
  • Im Hinblick auf den geringen Energieaufwand für die Zerlegung des Gehäusemantels ist es zweckmäßig, den Gehäusemantel möglichst dünnwandig und aus einem schlagfesten hochpolymeren Kunststoff herzustellen. Die gute Schlagfestigkeit wirkt sich auch günstig auf die Resistenz gegen die vorwiegend dynamischen Beanspruchungen beim Transport sowie beim Abschuß und Aufprall aus.
  • Die erwähnten Vorteile sind vor allem bei isotropen hochpolymeren Kunststoffen gegeben, also bei hochpolymeren Kunststoffen, welche keine gerichteten Faserverstärkungen aufweisen.
  • Infolge der starken Beschleunigung des Sprenggeschosses beim Abschuß oder der starken Verzögerung beim Aufprall wirken sehr große Trägheitskräfte auf das Geschoß ein, die hohe Druckspannungen im Kunststoff des Gehäusemantels verursachen. Nun weisen aber gerade isotrope hochpolymere Kunststoffe - insbesondere die schlagfesten Typen - eine relativ geringe Druckfestigkeit auf, weshalb die Gefahr besteht, daß ein Gehäusemantel aus einem isotropen hochpolymeren Kunststoff schon beim Abschuß oder beim Aufprall - vor der Detonation des Sprengstoffes - bricht. Ein Bruch beim Abschuß muß aber allein schon wegen der Gefährlichkeit - es können dadurch Rohrdetonationen auftreten - mit Sicherheit vermieden werden. Ferner vermindern Brüche des Gehäusemantels - sei es, daß sie beim Abschuß oder erst beim Aufprall entstehen - die Wirksamkeit des Sprengstoffes, weil infolge der geringen Verdämmung des gebrochenen Gehäusemantels mindestens teilweise ein praktisch wirkungsloses Verpuffen des Sprengstoffes an Stelle einer kräftigen Detonation eintritt.
  • Die bei hochpolymeren Kunststoffen übliche Maßnahme zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften ist die Verstärkung durch gerichtete Fasereinlagen. Anisotrope glasfaserverstärkte Kunststoffe - also Kunststoffe mit gerichteten Glasfasereinlagen -sind wesentlich zugfester, aber auch druckfester als die entsprechenden unverstärkten, isotropen Kunststoffe. Die Verwendung von glasfaserverstärkten Kunststoffen für den Gehäusemantel von Sprenggeschossen wurde daher auch bereits vorgeschlagen.
  • Glasfaserverstärkte Kunststoffe weisen aber in der speziellen Anwendung einen erheblichen Nachteil gegenüber isotropen hochpolymeren Kunststoffen auf, welcher darin besteht, daß ein Gehäusemantel aus glasfaserverstärkten Kunststoffen keinesfalls bei der Detonation ohne nennenswerten Energieaufwand zerlegt wird. Auch die Verarbeitung und Formgebung von anisotropen glasfaserverstärkten Kunststoffen ist infolge der speziellen Gestalt eines Geschosses schwieriger als bei isotropen hochpolymeren Kunststoffen.
  • Dieser Nachteil wird gemäß der Erfindung dadurch behoben, daß der aus einem isotropen, vorzugsweise schlagfesten hochpolymeren Kunststoff bestehende Gehäusemantel Armierungen aufweist, die im wesentlichen in der Längserstreckung des Geschosses verlaufen, wobei der Werkstoff der Armierungen eine größere Druckfestigkeit 8D, einen größeren Elastizitätsmodul E, jedoch einen kleineren linearen Wärmeausdehnungskoeffizienten a aufweist als der isotrope hochpolymere Kunststoff des Gehäusemantels.
  • Wegen des größeren Elastizitätsmoduls der Armierungen werden die beim Abschuß bzw. beim Aufprall infolge der Trägheitskräfte auftretenden Druckspannungen zum Teil auf die Armierungen übertragen. Die restlichen Druckspannungen können im isotropen hochpolymeren Kunststoff unter dessen Druckfestigkeit gehalten werden. Die größere Druckfestigkeit des Werkstoffes der Armierungen gibt ferner die Gewähr dafür, daß auch in diesen die - zwar höheren - Druckspannungen unter der Druckfestigkeit gehalten werden können.
  • Damit ist aber die Gefahr von Brüchen noch nicht gänzlich ausgeschaltet. Es können nämlich die als Druckkräfte in der Richtung der Geschoßachse wirkenden Trägheitskräfte auch Verbeulungen des Gehäusemantels infolge von Knickungen der Armierungen verursachen, was bereits vor dem Erreichen der normalen Druckfestigkeit Anlaß zu Brüchen gibt.
  • Derartige Instabilitätsfälle können an sich durch die Geschoßfüllung vermieden werden, aber nur dann, wenn der Gehäusemantel und damit auch die Armierungen durch die Geschoßfüllung eine Stützwirkung erfährt. Änderungen in den äußeren Einflüssen können aber unter Umständen diese Stützwirkung durch die Geschoßfüllung aufheben.
  • Insbesondere sind dabei die Temperatureinflüsse zu nennen, da der Wärmeausdehnungskoeffizient der Geschoßfüllung meist sehr verschieden ist von dem des Gehäusemantels und nach den geltenden Abnahmebedingungen für Geschosse die relativ große Temperaturschwankung von -40 bis +60° C keinen nachteiligen Einfluß auf die Funktionsfähigkeit des Geschosses haben darf.
  • Fast durchweg ist der Wärmeausdehnungskoeffizient der Geschoßfüllung wesentlich kleiner als der des hochpolymeren Kunststoffes des Gehäusemantels. Bei höheren Temperaturen - wie sie z. B. beim Abschuß infolge der Reibung des Geschosses im Rohr und der hohen Wärmeentwicklung bei der Verbrennung der Treibladung auftreten - wird daher der Gehäusemantel eine stärkere Dehnung als die Geschoßfüllung erfahren, wodurch die Stützwirkung der Geschoßfüllung verlorengeht.
  • Wenn aber gemäß der Erfindung die Armierungen einen geringeren Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweisen als der isotrope hochpolymere Kunststoff des Gehäusemantels, dann kann man erreichen, daß der Gehäusemantel gegenüber der Geschoßfüllung höchstens nur noch eine geringfügige Dehnung erfährt, bei welcher keine Knickgefahr für die Armierungen besteht.
  • Wählt man für die Armierungen einen Werkstoff mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten, der sogar noch kleiner ist als der der Geschoßfüllung, dann verschwinden die Dehnungen des Gehäusemantels gegenüber der Geschoßfüllung vollständig.
  • Die erfindungsgemäße Forderung hinsichtlich des Wärmeausdehnungskoeffizienten der Armierungen weicht von der herrschenden Auffassung, wonach der Werkstoff der Armierungen denselben Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweisen soll wie der zu armierende Werkstoff (s. zum Beispiel Stahlbeton), grundsätzlich ab. Der Zweck der Forderung nach Gleichheit der Wärmeausdehnungskoeffizienten war es, die Ausbildung von Wärmespannungen zu verhindern. Auch im Geschoßbau wurde eine solche Art der Armierung bereits vorgeschlagen, und zwar bei den sogenannten Eisenbetongeschossen, bei denen in einem Geschoßkörper aus Beton Stahlarmierungen angeordnet sind.
  • Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion wird nun - abgesehen davon, daß der Gehäusemantel des Geschosses nicht aus Beton, sondern aus einem hochpolymeren Kunststoff besteht - die traditionelle Forderung nach Gleichheit der Wärmeausdehnungskoeffizienten fallengelassen. Zwar treten dann in den Armierungen und im hochpolymeren Kunststoff gewisse Wärmespannungen auf. Im isotropen hochpolymeren Kunststoff des Gehäusemantels werden jedoch wegen des sehr geringen Elastizitätsmoduls dieser Werkstoffe nur geringe, praktisch unschädliche Wärmespannungen entstehen. Die Armierungen wiederum weisen höhere Festigkeiten auf, so daß ohne zusätzliche starke Belastung auch hier die Wärmespannungen unschädlich sind.
  • Die einzigen zusätzlichen starken Belastungen der Armierungen treten beim Abschuß bzw. Aufprall des Geschosses in Form von Druckbelastungen auf. Da aber gerade in diesen Fällen auch erhöhte Temperaturen zu verzeichnen sind, werden sich die Wärmespannungen in den Armierungen als Zugspannungen äußern. Die infolge der Trägheitskräfte auftretenden Druckbelastungen müssen daher zunächst diese Zugspannungen abbauen, bevor die Armierungen auf Druck beansprucht werden. Dies ist aber ein Vorteil, da auf diese Weise eine noch höhere Druckbelastung der Armierungen möglich wird.
  • Die durch die erfindungsgemäßen Armierungen erzielten Vorteile müssen aber keineswegs durch irgendwelche Nachteile kompensiert werden. So wird z. B. eine wesentliche Erhöhung des Gewichtes der Sprenggranate nicht eintreten, insbesondere dann nicht, wenn man die Zahl und den Querschnitt der Armierungen nicht unnötigerweise überdimensioniert.
  • Auch hinsichtlich der Verarbeitung treten keine Schwierigkeiten auf; denn man kann die Armierungen gleichzeitig mit der Formgebung des isotropen hochpolymeren Kunststoffes einarbeiten, z. B. einspritzen, wenn der Gehäusemantel im Spritzgußverfahren hergestellt wird.
  • Schließlich bleibt durch die erfindungsgemäße Maßnahme auch noch der Vorteil eines Gehäusemantels aus isotropen hochpolymeren Kunststoffen, bei der Detonation ohne nennenswerten Energieaufwand zu zerbrechen, erhalten, denn zwischen den Armierungen liegen Zonen. welche ausschließlich aus isotropem hochpolymerem Kunststoff bestehen. An diesen Zonen wird bei der Detonation des Sprengstoffes die Zerlegung des Gehäusemantels - unter geringem Energieaufwand - einsetzen.
  • Es wird daher durch die erfindungsgemäße Maßnahme keinesfalls eine wesentliche Einbuße der Wirkung des Sprenggeschosses eintreten.
  • Die Wirkung kann unter anderem eine Minenwirkung (Wirkung der von der Detonationsstelle ausgehenden Druckwellen) sein - in diesem Fall wird man das Innere des Sprenggeschosses möglichst zur Gänze mit Sprengstoff ausfüllen - oder aber eine Splitterwirkung, wobei die wirksamen »Splitter« in Form von Kugeln oder anderen Partikeln aus Metall in das Innere des Sprenggeschosses eingefüllt werden.
  • Besonders für ein solches splitterwirksames Sprenggeschoß ist die Erfindung von großer Bedeutung, da die Metallpartikeln das Gewicht des Sprenggeschosses erheblich steigern, wodurch die beim Abschuß und Aufprall auftretenden Trägheitskräfte besonders hoch ansteigen. Auch dann, wenn für den Abschuß des Sprenggeschosses starke Treibladungen zur Erzielung einer hohen Anfangsgeschwindigkeit Vo verwendet werden, treten infolge der größeren Beschleunigung erhöhte Trägheitskräfte auf, so daß der erfindungsgemäßen Maßnahme auch in diesem Falle besondere Wichtigkeit zukommt.
  • Beispiele von besonders geeigneten isotropen hochpolymeren Kunststoffen für den Gehäusemantel sind Polyäthylen (E < 100 kg/mm2, 6D < 10 kg/mm2, 200 - 10-s), Polyamid (E < 150 kg/mm22, bl) < 10 kg/mm2, a - 100 - 10-s). Diese Kunststoffe weisen eine besonders hohe Schlagzähigkeit und einen sehr geringen Elastizitätsmodul auf.
  • Als Werkstoffe für die Armierungen eignen sich verschiedene Metalle, wie z. B. Stahl (E = 21000 kg/ mm2, ÖD - 50 kg/mm2, a = 11 - 10-s), aber auch glasfaserverstärkte Kunststoffe, z. B. glasfaserverstärktes Epoxydharz (E > 2000 kg/mm2, 8D - 50 kg/ mm2, a - 10 . 10-s).
  • Die Armierungen können an der Innenwandung des Gehäusemantels, jedoch auch an der Außenwandung desselben liegen. Auch eine Einbettung der Armierungen im Inneren des Gehäusemantels ist möglich.
  • Die Armierungen können verschiedene Querschnittsformen aufweisen, zweckmäßig sind bandförmige, flache Profile, eventuell mit einer längs verlaufenden eingepreßten Rille.
  • Es ist zweckmäßig, die Armierungen zumindest an ihren Endpartien durch Verbundmittel im Gehäusemantel quer zur Längserstreckung des Geschosses zu verankern, damit keine Längsverschiebungen zwischen den Armierungen und dem Gehäusemantel eintreten. Es eignen sich dazu beispielsweise Nocken, welche von den Armierungen aus in den Werkstoff des Gehäusemantels eindringen.
  • Die längs verlaufenden Armierungen können durch zusätzliche ringförmige Armierungen verbunden, z. B. verschweißt, sein, wobei man auch diese zusätzlichen ringförmigen Armierungen als Verbundmittel für die Verankerung der längs verlaufenden Armierungen im Gehäusemantel ausbilden kann.
  • Es ist zweckmäßig, die Armierungen im wesentlichen über die ganze Länge des Gehäusemantels anzuordnen, es kann aber auch unter Umständen genügen, nur im vorderen Teil des Gehäusemantels Armierungen vorzusehen, da erfahrungsgemäß der vordere Teil des Gehäusemantels in besonderer Weise durch die Belastungen infolge der Trägheitskräfte bruchgefährdet ist.
  • Die Erfindung ist in den Zeichnungen durch Ausführungsbeispiele näher erläutert.
  • F i g. 1 zeigt eine Wurfgranate, F i g. 2 ein Artilleriegeschoß, F i g. 3 ist wiederum eine Wurfgranate und F i g. 4 ebenfalls eine Wurfgranate. Sämtliche Darstellungen sind Längsschnitte.
  • Die Wurfgranate nach F i g. 1 besteht, soweit dargestellt, im wesentlichen aus einem Kopfzünder 1 (nur strichliert angedeutet), einem Gehäusemantel 2 und Stabilisierungsflügeln 3. Nicht dargestellt ist das Treibladungsrohr, welches auf einem zapfenartigen Fortsatz 4 des Gehäusemantels 2 aufgesteckt wird, und die Füllung der Wurfgranate.
  • Der Gehäusemantel 2 besteht aus einem Vorderteil und einem Hinterteil. Beide Teile sind im Bereich des Zentnerwulstes 5 miteinander verschraubt. Der Gehäusemantel und die Stabilisierungsflügel bestehen aus Niederdruckpolyäthylen.
  • Sowohl der Vorderteil als auch der Hinterteil des Gehäusemantels 2 sind an der Innenwandung durch in den Gehäusemantel 2 eingelegte Armierungsbänder 6 aus Stahl verstärkt. Die Armierungsbänder 6 sind miteinander durch Ringbänder 7 verbunden (verschweißt).
  • Die Verbindung der Armierungen (Armierungsbänder 6, Ringbänder 7) mit dem Gehäusemantel kann auf verschiedene Weise erfolgen. Einfach und zweckmäßig ist es, die Armierungen gleichzeitig mit der Formgebung des Gehäusemantels einzuarbeiten. Dies kann beispielsweise - bei Herstellung des Gehäusemantels im Spritzgußverfahren - in der Art erfolgen, daß man die Armierungen in die Spritzgußform für die beiden Teile des Gehäusemantels vor dem Einspritzen des isotropen Werkstoffes einlegt. Auf diese Weise erhält man in den Gehäusemantel eingespritzte Armierungen. Dabei dienen die Ringbänder 7 als Verbundmittel für die Verankerung der Armierungsbänder 6 gegen Längsverschiebungen zwischen Gehäusemantel 2 und Armierungsbändern 6.
  • Beim Artilleriegeschoß nach F i g. 2 schließt an einen Kopfzünder 1 (strichliert angedeutet) ein Gehäusemantel 2 aus Polyamid an. Am Boden des Gehäusemantels ist eine Asbestplatte 8 angeordnet. Mit 9 ist ein Führungsring aus Stahl bezeichnet, der zur besseren Führung des Geschosses im gezogenen Rohr des Geschützes dient. Die Füllung des Geschosses ist nicht dargestellt.
  • Im Gehäusemantel 2 sind Armierungsbänder 6 aus glasfaserverstärktem Epoxydharz, die sich über die ganze Innenlänge des Gehäusemantels erstrecken, angeordnet. Ringbänder 7, ebenfalls aus glasfaserverstärktem Epoxydharz, verbinden die einzelnen Armierungsbänder 6 und dienen wiederum als Verbundmittel zur Verhinderung von Längsverschiebungen zwischen Gehäusemantel 2 und Armierungsbändern 6.
  • Die Wurfgranate nach F i g. 3 weist einen einteiligen Gehäusemantel 2 aus schlagfestem Polystyrol auf, welcher an seiner Außenwandung durch in den Gehäusemantel 2 eingelassene Armierungsbänder 6 aus Stahlblech in der Längserstreckung des Geschosses verstärkt ist. Die Armierungsbänder 6 sind durch Ringbänder 7 aus Stahlblech verbunden, welche wie bei den Ausführungsbeispielen nach F i g. 1 und 2 auch die Funktion von Verbundmitteln für die Verankerung der Armierungsbänder 6 mit dem Gehäusemantel 2 ausüben.
  • Für die Herstellung eines armierten Gehäusemantels nach F i g. 3 eignet sich beispielsweise das Blasverfahren oder das Schleudergußverfahren. Die Armierungen werden vor dem Einbringen des hochpolymeren Werkstoffes für den Gehäusemantel in die Blas- bzw. Schleudergußform eingelegt.
  • Die in F i g. 4 dargestellte Wurfgranate weist einen zweiteiligen Gehäusemantel aus Hochdruckpolyäthylen auf. Beide Teile des Gehäusemantels enthalten längs verlaufende Armierungsbänder 6 aus Aluminiumblech, die jedoch im Gegensatz zu den Ausführungsbeispielen nach F i g. 1 bis 3 nicht in der inneren oder äußeren Oberfläche des Gehäusemantels eingelassen, sondern direkt im Inneren des Gehäusemantels eingebettet sind. Als Nocken 10 ausgebildete Verbundmittel sorgen für die Verankerung der Armierungsbänder 6 mit dem Gehäusemantel 2. Auch die Ringbänder 7, welche mit den Armierungsbändern 6 vernietet sind, dienen unter anderem auch diesem Zweck.
  • Die Nocken 10 haben auch eine herstellungstechnische Bedeutung, indem sie die Armierungen in der Herstellungsform (z. B. Spritzgußform) der Gehäusemantelteile zwischen Außenform und Kern in Distanz halten.
  • Zahl, Werkstoff, Querschnitt, Lage und Verbindung der Armierungen können in verschiedenster Weise im Rahmen der Erfindung den Gegebenheiten entsprechend variiert werden. Ebenso sind die Werkstoffe für den Gehäusemantel und dessen Herstellungsverfahren nicht auf die aufgezählten Beispiele beschränkt.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Sprenggeschoß mit einem Gehäusemantel aus hochpolymerem Kunststoff, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß der aus einem isotropen, vorzugsweise schlagfesten hochpolymeren Kunststoff bestehende Gehäusemantel (2) Armierungen (6,7) aufweist, die im wesentlichen in der Längserstreckung des Geschosses verlaufen, wobei der Werkstoff der Armierungen eine größere Druckfestigkeit 8D, einen größeren Elastizitätsmodul E, jedoch einen kleineren linearen Wärmeausdehnungskoeffizienten a aufweist als der isotrope hochpolymere Kunststoff des Gehäusemantels.
  2. 2. Sprenggeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierungen (6,7) in die Herstellungsform für den Gehäusemantel (2) eingelegt und in den Kunststoff eingebettet werden.
  3. 3. Sprenggeschoß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierungen (6, 7) aus Metall bestehen.
  4. 4. Sprenggeschoß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierungen (6, 7) aus Stahl bestehen.
  5. 5. Sprenggeschoß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierungen (6, 7) aus faserverstärktem Kunststoff bestehen.
  6. 6. Sprenggeschoß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierungen (6, 7) aus glasfaserverstärktem Epoxydharz bestehen.
  7. 7. Sprenggeschoß nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Längserstreckung des Geschosses verlaufenden Armierungen (6) durch ringförmige Armierungen (7) verbunden sind. B.
  8. Sprenggeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierungen (6, 7) bandförmig ausgebildet sind.
  9. 9. Sprenggeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbundmittel, die von den Armierungen ausgehend quer zur Längsachse des Geschosses in den Werkstoff des Gehäusemantels eingreifen, beispielsweise Nocken (10) vorgesehen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 703 481, 382 707.
DEO8027A 1961-03-23 1961-04-28 Sprenggeschoss Pending DE1174213B (de)

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