DE1122525B - Verfahren zur Herstellung von organischen Aluminiumperoxyden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von organischen AluminiumperoxydenInfo
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- C07F5/00—Compounds containing elements of Groups 3 or 13 of the Periodic Table
- C07F5/06—Aluminium compounds
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description
- Verfahren zur Herstellung von organischen Aluminiumperoxyden Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der bisher unbekannten organischen Aluminiumperoxyde. Es wurde gefunden, daß aluminiumhaltige organische Peroxyde durch Umsetzung von Alkoxy- oder Aryloxyaluminiumhalogeniden mit organischen Hydroperoxyden in Gegenwart von säurebindenden Mitteln hergestellt werden können.
- Als bevorzugte Verbindungen werden die Alkoxy-oder Aryloxyaluminiumchloride angegeben. Unter säurebindenden Mitteln werden beispielsweise wasserfreies Ammoniak, Pyridin und andere organische Amine verstanden.
- Die Reaktion verläuft nach folgender Gleichung: Es scheint, daß sich bei der Umsetzung intermediär aus der Aluminiumverbindung und dem Aminogruppen enthaltenden säurebindenden Mittel eine Verbindung bildet, beispielsweise ein Alkoxy- oder Aryloxyaluminiumamin, welche dann mit dem organischen Hydroperoxyd reagiert. Es ist daher möglich statt von einem Alkoxy- oder Aryloxyaluminiumhalogenid auch von einem Alkoxy- oder Aryloxyaluminiumamin auszugehen.
- Die erfindungsgemäße Umsetzung könnte mal auch mit Wasserstoffperoxyd an Stelle von organischen Hydroperoxyden durchführen, die dabe entstehenden Produkte sind jedoch nicht einheitlich.
- Die Umsetzung wird im allgemeinen mit äquimolaren Mengen Alkoxy- oder Aryloxyaluminiumhalogenid und organischem Hydroperoxyd durchgeführt. Man kann aber auch mit einem großen ueberschuß an organischem Hydroperoxyd arbeiten. so daß das organische Hydroperoxyd gleichzeitig als Lösungs- und Verdünnungsmittel dient. Bei Verwendung von äquimolaren Mengen der Reaktionspartner wird die Umsetzung zweckmäßig in einem gegenüber den organischen Aluminiumverbindungen indifferenten Lösungs- oder Verdünnungsmittel durchgeführt, da die Reaktion, die gewöhnlich exotherm verläuft, sonst schwer zu beherrschen ist. Häufig ist es notwendig, Temperaturen unter 0" C einzuhalten.
- Da die bei der Umsetzung sich bildenden organischen Aluminiumperoxyde durch Wasser sehr schnell hydrolysiert werden, muß unter absolutem Ausschluß von Feuchtigkeit gearbeitet werden.
- Die neuen organischen Aluminiumperoxyde eignen sich besonders als Katalysatoren für die Herstellung von aluminiumhaltigen Kunstharzen, die entstehen, wenn man beispielsweise Aluminiumalkoholate, die ungesättigte Gruppen enthalten, mit Peroxyden polymerisiert. Auch als Treibmittel für Kunststoffe beispielsweise zur Herstellung von Schaumstoffen, können sie eingesetzt werden.
- Beispiel 1 Zu einer Lösung von 16 Gewichtsteilen Diäthoxyaluminiumchlorid in 250 Gewichtsteilen Äther wurde eine Lösung von 9 Gewichtsteilen t-Butylhydroperoxyd in 50 Gewichtsteilen Äther zugetropft. Dann wurde die Temperatur des Reaktionsgemisches auf 15° C gesenkt und solange wasserfreies Ammoniak in das Gemisch eingeleitet, bis nichts mehr aufgenommen wurde. Nach beendeter Einleitung des Ammoniaks wurde das Gemisch auf Zimmertemperatur erwärmt, die Lösung filtriert und der Rückstand mit Äther gewaschen. Anschließend wurde der Äther im Vakuum abdestilliert, wobei als Rückstand Diäthoxy-t-butylperoxyaluminium verblieb. Die Verbindung ist eine klare, gelbe und zähe Flüssigkeit, die durch Feuchtigkeit schnell zersetzt und dabei fest wird.
- Beispiel 2 17,85 Gewichtsteile Äthoxyaluminiumdichlorid wurden in 200 Gewichtsteilen Diäthyläther aufgenommen und auf 15° C abgekühlt. Hierauf wurde eine Lösung von 22,45 Gewichtsteilen t-Butylhydroperoxyd in 45 Gewichtsteilen Äther langsam zugetropft. Anschließend wurde in das Gemisch unter Kühlung so lange wasserfreies, trockenes Ammoniak eingeleitet, bis nichts mehr aufgenommen wurde. Nach Beendigung der Umsetzung wurde das Reaktionsgemisch langsam auf Zimmertemperatur erwärmt. Hierauf wurde vom entstandenen Ammoniumchlorid abfiltriert und das Filtrat im Vakuum eingeengt. Der Destillationsrückstand wird in Hexan aufgenommen, filtriert, gewaschen und getrocknet.
- Nach Entfernen des Hexans im Vakuum wurden 18,5 Gewichtsteile Äthoxydi-(t-butylperoxy)-aluminium erhalten. Umsetzung und Aufarbeitung wurde in Stickstoffatmosphäre durchgeführt. Das Produkt stellt eine goldgelbe harzige Masse dar, die an feuchter Luft schnell hydrolysiert. Die Analyse ergab einen Peroxydgehalt, der einem Wasserstoffperoxydgehalt von 240/0 entsprach, während nach der Theorie 27,20/0 erhalten werden sollten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH; Verfahren zur Herstellung von organischen Aluminiumperoxyden, dadurch gekennzeichnet, daß man Alkoxy- oder Aryloxyaluminiumhalogenide mit organischen Hydroperoxyden unter absolutem Ausschluß von Wasser und in Gegenwart von säurebindenden Mitteln sowie vorzugsweise in Gegenwart vol gegenüber den organischen Ali miniumverbindungen indifferenten Lösungs- oder Verdünnungsmitteln umsetzt.In Betracht gezogene Druckschriften: Journal of the Chemical Society, London, 1959, S. 3835 bis 3838.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK41011A DE1122525B (de) | 1960-06-23 | 1960-06-23 | Verfahren zur Herstellung von organischen Aluminiumperoxyden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK41011A DE1122525B (de) | 1960-06-23 | 1960-06-23 | Verfahren zur Herstellung von organischen Aluminiumperoxyden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1122525B true DE1122525B (de) | 1962-01-25 |
Family
ID=7222260
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK41011A Pending DE1122525B (de) | 1960-06-23 | 1960-06-23 | Verfahren zur Herstellung von organischen Aluminiumperoxyden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1122525B (de) |
-
1960
- 1960-06-23 DE DEK41011A patent/DE1122525B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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