DE1122105B - Verfahren zur tonfrequenten Tastwahl in Fernsprechanlagen - Google Patents
Verfahren zur tonfrequenten Tastwahl in FernsprechanlagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren für die tonfrequente Tastwahl in Fernsprechanlagen. Es wird
schon lange angestrebt, die Signalgeschwindigkeit bei der Wahl in Fernsprechanlagen zu erhöhen. Die
Impulswahl, bei der die Ziffern durch entsprechende Anzahl von Stromunterbrechungen gebildet werden,
ist dafür nicht geeignet. Es sind schon verschiedene Verfahren bekannt, die zur Signalgabe tonfrequente
Wechselströme vorsehen. So ist ein Verfahren bekannt, das in der Station zwei Generatoren verwendet, die
jeweils auf zwei von fünf verschiedenen Frequenzen einstellbar sind. Durch entsprechende Kombination
dieser Frequenzen lassen sich bei zwei Frequenzen pro Zeichen (2) = 10 Zeichen bilden. Jede Ziffer kann
daher in einem einzigen Impuls übertragen werden. An die Stelle der Nummernscheibe treten dabei zehn
Tasten, die der Teilnehmer nur noch kurz betätigen muß, um die entsprechende Ziffer auszusenden. Es ist
auch schon ein Verfahren bekannt, das zwei Generatoren in der Station vorsieht, die jeweils auf eine von
vier Frequenzen einer Gruppe einstellbar sind. Damit
(4 \ /4\
•=16 Zeichen bilden. Wenn man
•=16 Zeichen bilden. Wenn man
nur die zehn Wählziffern übertragen will, dann genügt es
auch, wenn in einer Gruppe nur drei Frequenzen verwendet werden. Dies ergibt immer noch I J · ( J — 12
Zeichen. Diese Verfahren haben alle den Nachteil, daß in jeder Station zwei Generatoren für die
Zeichengabe erforderlich sind. Da bei den Fernsprechsystemen die Einrichtungen zur Wahlaufnahme zentral
sind, besonders dann, wenn es sich um ein Fernsprechsystem mit Registern handelt, sollte vor allen Dingen
ein Signalverfahren vorgesehen werden, das es erlaubt, den Aufwand in den Stationen klein zu halten, auch
wenn dadurch der Aufwand für die Empfangseinrichtungen ansteigt. Dies führte zu dem bereits bekannten
Verfahren, das in der Station nur einen Generator vorsieht, der auf mindestens zehn verschiedene Frequenzen
eingestellt werden kann. In der Empfangseinrichtung sind dann zehn Tonfrequenzempfänger erforderlich.
Die Realisierung eines derartigen Generators auf einfache Weise ist jedoch nicht möglich, da sich die zu
erzeugenden Frequenzen über das gesamte Sprachfrequenzband erstrecken. Außerdem schwankt die
Versorgungsspannung des Generators sehr stark, da er aus der Teilnehmer-Anschlußleitung gespeist wird.
Es ist daher mit erheblichen Frequenz- und Pegelschwankungen zu rechnen, die das Verfahren unsicher
machen, wenn nicht für den Generator zusätzliche Spannungs- und Frequenzstabilisierung vorgesehen
Verfahren zur tonfrequenten Tastwahl in Fernsprechanlagen
Anmelder:
Standard Elektrik Lorenz Aktiengesellschaft, Stuttgart-Zuffenhausen,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Georg Vogel, Schwieberdingen (Kr. Ludwigsburg), ist als Erfinder genannt worden
wird. Dies erhöht jedoch den Aufwand in der Station wieder beträchtlich. Um jedoch einen einfachen Generator
verwenden zu können, ist auch schon vorgeschlagen worden, diesen nur auf vier verschiedene Grundfrequenzen
einzustellen. Die Bildung der erforderlichen Zeichen geschieht dadurch, daß die Ausgangsspannung
des Generators dann jeweils direkt, über eine Einwegoder Doppelweggleichrichterschaltung zum Amt gesendet
wird. Durch die Gleichrichtung entstehen neue Kurvenformen, d. h. Frequenzspektren, die schon
durch die Grundwelle und ihre erste Oberwelle eindeutig unterschieden werden können. Es sind daher
acht Empfänger im Amt erforderlich, wobei stets zwei zu einer Gruppe zusammengefaßt sind. Mit diesen
vier Grundfrequenzen lassen sich dann 4 · 3 = 12 verschiedene Zeichen bilden. Wird die Grundfrequenz
direkt ausgesandt, dann spricht nur der zugeordnete Empfänger dieser Grundfrequenz an. Bei der Aussendung
über die Einweggleichrichterschaltung entsteht ein Frequenzspektrum, das sowohl Grundwelle
als auch die entsprechende erste Oberwelle enthält.
Es sprechen daher beide Empfänger dieser Gruppe an. Wird die Frequenz über die Doppelweggleichrichterschaltung
geleitet, dann entsteht ein Frequenzspektrum, das die Grundwelle nicht enthält, jedoch die erste
Oberwelle. Es spricht in diesem Falle nur der zweite Empfänger der Gruppe an. Auf diese Weise lassen sich
also mit einer Grundfrequenz drei verschiedene Signale bilden, wobei im Amt nur Empfänger für die Grundwelle
und die erste Oberwelle vorzusehen sind. Die höheren Oberwellen brauchen dabei nicht ausgewertet
zu werden. Kann der Generator auf vier verschiedene Frequenzen eingestellt werden, dann sind 4 · 3 = 12 Zeichen
möglich.
109 760/96
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gemacht, dieses Verfahren noch zu vereinfachen und dabei vor
allem auch den Aufwand auf der Empfangsseite herabzusetzen. Das Verfahren nach der Erfindung
erreicht dies dadurch, daß der Generator der Station auf zwei verschiedene Grundfrequenzen und ihre
entsprechenden ersten Oberwellen einstellbar ist, daß die Generatorspannung wahlweise direkt, über
eine Einweg- oder über eine Doppelweggleichrichterschaltung auf die Leitung gegeben wird und
daß im Amt nur Codezeichen ausgewertet und als richtig gekennzeichnet werden, die aus Kombinationen
von Grundfrequenz, erster und dritter Oberwelle zusammengesetzt sind. Dadurch wird bei gleichem
Zeichenvorrat der Aufwand auf der Empfangsseite von z. B. acht auf sechs Empfänger herabgesetzt,
wie noch gezeigt wird.
An Hand der Zeichnung wird das Verfahren für die tonfrequente Tastwahl nach der Erfindung näher
erläutert. ao
Bei Aussendung eines Zeichens wird der Generator G an die Leitung angeschaltet und erhält daraus seine
Versorgungsspannung. Der Generator kann auf die zwei Grundfrequenzen Z1 und /2 sowie ihre ersten
Oberwellen 2/, und 2/2 eingestellt werden. Damit
lassen sich schon vier verschiedene Zeichen bilden, wenn die Ausgangsspannung jeweils direkt auf die
Leitung gegeben wird, wie durch den Schalter in Stellung »1« angedeutet ist. Gibt man nun die Grundfrequenz
Zi bzw. fs über eine Einweggleichrichterschaltung
EW (Stellung »2« des Schalters), dann erhält man jeweils ein Frequenzspektrum, aus dem
sich das Zeichen /!+2/!+4Z1 bzw. /2+2/ä+4/2
ableiten läßt. Ersetzt man die Einweg- durch eine Doppelweggleichrichterschaltung D W (Stellung »3« des
Schalters), dann erhält man für die Grundfrequenz Zi
bzw. /2 erneut das Zeichen 2/!+4Z1 bzw. 2/2+4/2,
das man auch bei Einweggleichrichtung der ersten Oberwelle 2/j bzw. 2/2 erhalten hat. Diese zwei
Zeichen lassen sich also auf zwei Arten bilden, jedoch nur so oder so verwerten. Bei der Doppelweggleichrichtung
der ersten Oberwelle 2Z1 bzw. 2/2 entsteht
das Zeichen Af1 bzw. 4/2, d. h. die dritte Oberwelle
der Grundfrequenz. Insgesamt ergibt sich also ein Code, der sich aus zwei Gruppen zusammensetzt
und wie folgt aussieht.
| Ziffer | Frequenzen | Ziffer | Frequenzen | 50 |
| 1 | /1 | 6 | /2 | |
| 2 | Λ+2Λ+4Λ | 7 | Λ+2/2+4/2 | |
| 3 | 2/1 | 8 | 2/2 | |
| 4 | 2Λ+4Λ | 9 | 2/2+4/2 | 55 |
| 5 | 4/, | 0 | 4/2 | |
Im Amt sind daher nur mehr 2 · 3 = 6 Empfänger erforderlich (E-flt E-If1, E-Af1 sowie E-f2,
E-If2, E—Af1), die in zwei Gruppen angeordnet
sind. Aus dem Code ist zu ersehen, daß ein Zeichen nur aus Frequenzen einer Gruppe gebildet ist. Dies
kann in einfacher Weise zu einer begrenzten Codekontrolle ausgenutzt werden. Beim Vorliegen von
Frequenzen aus beiden Gruppen ist ein falsches Signal empfangen worden. Diese Tatsache kann durch eine
gemeinsame Überwachungseinrichtung Ü kontrolliert und zur Auslösung der Verbindung verwendet werden.
Die Wahl der Frequenzen trifft man am zweckmäßigsten so, daß die eine Grundfrequenz im gleichen Frequenzabstand
zwischen die andere Grundfrequenz und ihre erste Oberwelle gelegt wird.
Da die Signalfrequenzen im Sprachband angeordnet sind, ist es erforderlich, einen Schutz gegen Sprache
vorzusehen. Dies wird in bekannter Weise so ausgeführt, daß das Mikrophon der Station während
der Zeichenaussendung abgeschaltet wird. Die Wahlempfänger werden erst durch ein besonderes Steuerzeichen
empfangsbereit. Dieses zusätzliche Steuerzeichen erhält man z. B. dadurch, daß der Speisestrom
der Station abgesenkt oder kurzzeitig unterbrochen wird. Es kann jedoch auch parallel zum
Codezeichen eine zusätzliche Wechselspannung unter- oder oberhalb des Sprachbandes mit ausgesendet
werden. Das zur Auswertung dieses besonderen Steuerzeichens vorgesehene Empfangsmittel gibt nach
erfolgtem Ansprechen die Wahlempfänger zum Empfang der Codezeichen frei. Nach dem Zeichenende
wird jedesmal auf den Gesprächszustand zurückgeschaltet.
Claims (9)
1. Verfahren zur tonfrequenten Tastwahl in Fernsprechanlagen, bei denen der in der Station
eingebaute, aus der Leitung gespeiste Transistorgenerator durch die Betätigung der Wahltasten
auf verschiedene Frequenzen einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator der
Station auf zwei verschiedene Grundfrequenzen (J1 und /g) und ihre entsprechenden ersten Oberwellen
(If1 und 2/jj) eingestellt wird, daß die
Generatorspannung wahlweise direkt, über eine Einweg- (EW) oder über eine Doppelweggleichrichterschaltung
(D W) auf die Leitung gegeben wird und daß im Amt nur Codezeichen ausgewertet
und als richtig gekennzeichnet werden, die aus Kombinationen von Grundfrequenz (J1
bzw. Z2), erster (2fx bzw. 2Z2) und dritter Oberwelle
(Af1 bzw. Af2) zusammengesetzt sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Grundfrequenz (Z2) im
gleichen Frequenzabstand zwischen die andere Grundfrequenz (Z1) und ihre erste Oberwelle (2Zi)
gelegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Auswertung der Codezeichen sechs
Tonfrequenzempfänger (E-fx, E-If1, E-Af1
und E—Z2, E-If2, E-Af2) vorgesehen sind, die
in zwei Gruppen von jeweils drei Empfängern angeordnet sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ansprechen von Tonfrequenzempfängern
in beiden Gruppen die schon aufgebaute Verbindung wieder ausgelöst und dem Teilnehmer Besetztzeichen gesendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tonfrequenzempfänger
einer Gruppe nur dann auf die Auswerteeinrichtung einwirken, wenn die andere Frequenzgruppe am
Signal nicht beteiligt ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der Aussendung eines tonfrequenten
Codezeichens das Mikrophon der Station unwirksam geschaltet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß während der Aussendung
eines tonfrequenten Codezeichens der Speisestrom der Station abgesenkt oder nur kurzzeitig unterbrochen
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem tonfrequenten Codezeichen
eine zusätzliche Wechselspannung unter- oder oberhalb des Sprachfrequenzbereiches übertragen
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1 und 7 oder 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß durch dieses zusätzliche
Steuerzeichen und dem entsprechenden Empfangsmittel die Wahlempfänger im Amt erst
empfangsbereit gemacht werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 050 835, 1 082 300.
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 050 835, 1 082 300.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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