DE1141343B - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechteilnehmerstationen mit einer Tastwahlvorrichtung - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechteilnehmerstationen mit einer TastwahlvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Fernsprechteilnehmerstationen
mit einer Tastwahlvorrichtung, bei denen ein Rufsignal-Oszillator, nichtlineare Widerstände und
eine Induktivität, über die der Gleichstromweg verläuft, vorgesehen sind.
Es ist bereits bekannt, in Fernsprechapparaten tonfrequente Rufsignale in Form gedämpfter Schwingungen
durch Anstoßen eines Schwingkreises zu erzeugen. Durch Drucktasten, die den Ziffern zugeordnet
sind, werden Anzapfungen der Schwingkreisinduktivität eingeschaltet, so daß für jede Ziffer eine
bestimmte Frequenz erzeugt wird. Das Anstoßen des Schwingkreises erfolgt dabei mit Hilfe des durch den
Teilnehmerapparat fließenden Gleichstroms von der Amtsbatterie.
Bekannt ist auch ein mehrfrequenter Rufsignal-Generator für Fernsprechapparate unter Verwendung
eines Eintransistor-Oszillators, der zwei ausgewählte Frequenzen für jede Ziffer bei Betätigung eines
Druckknopfes erzeugt. Zehn derartige Druckknöpfe, die jeweils ein anderes Paar von Frequenzen auswählen,
erlauben die Verschlüsselung der Teilnehmerrufinformationen.
Bei diesem bekannten System liegt der Rufsignal-Generator parallel zu einem Widerstand, der bei Betätigung
eines Druckknopfes zwischen die beiden Adern der Teilnehmerleitung gelegt wird, so daß der
Transistor-Oszillator von dem Spannungsabfall an diesem Widerstand gespeist wird. Wenn kein Druckknopf
betätigt ist, liegt wie im normalen Fernsprechbetrieb der Sprechkreis an den Adern der Teilnehmerleitung,
und das Mikrofon wird von dem Betriebsgleichstrom auf der Leitung gespeist.
Diese Anordnung arbeitet sowohl beim Sprechbetrieb als auch bei der Druckknopfsignalgabe zufriedenstellend,
doch sind gewisse Nachteile vorhanden. Zunächst absorbiert der Reihenwiderstand 50% der Signalleistung oder mehr, so daß der Rufsignal-Oszillator
einen hohen Pegel erzeugen muß, damit diese Absorption zusammen mit der normalen
Dämpfung auch der längsten Leitung den Pegel des empfangenden Rufsignals nicht so weit herabsetzt,
daß bei Vorhandensein von Störspannungen, wie Wählzeichen, die Feststellung der Signale durch den
Rufsignalempfänger des Zentralamtes in Frage gestellt ist. Das bedingt schwierige Betriebsbedingungen
für den Oszillator bei langen Leitungen und kann eine übermäßige Belastung des Transistors bei kurzen
Leitungen ergeben. Eine weitere Schwierigkeit tritt dadurch auf, daß der Sprechkreis durch den Widerstand
und den Transistor-Oszillator bei Betätigung eines Druckknopfes ersetzt wird. Bei dieser Schal-Schaltungsanordnung
für Fernsprechteilnehmerstationen
mit einer Tastwahlvorrichtung
Anmelder:
Western Electric Company Incorporated,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Fecht, Patentanwalt,
Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 16. Dezember 1959 (Nr. 859 936)
V. St. v. Amerika vom 16. Dezember 1959 (Nr. 859 936)
Larned Ames Meacham, New Providence, N. J.
(V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
tungsänderung ergibt sich eine Änderung des Gesamtwiderstandes des Apparates von normal 200 Ohm
auf etwa 600 Ohm. Daher ist bei jeder Druckknopfbetätigung zusätzlich zur Erzeugung und Abgabe der
beiden Ruffrequenzen eine Herabsetzung des Gleichstroms auf der Fernsprechleitung vorhanden. Der
Gleichstromabfall kann so groß sein, daß er eine Freigabe der Amtsverbindung bewirkt. Ferner können
die durch die Gleichstromherabsetzung erzeugten und gleichzeitig mit dem Rufsignal auftretenden Einschwingkomponenten
eine Störung verursachen.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß durch die Frequenzabhängigkeit die beiden Signalkomponenten
nach der Übertragung über eine lange Leitung eine wesentlich verschiedene Amplitude aufweisen. Dieser
Amplitudenunterschied beeinträchtigt die richtige Feststellung durch den Empfänger des Zentralamts,
wenn Wählzeichen oder andere Störungen vorhanden sind.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu vermeiden. Erreicht wird dies dadurch,
daß der nichtlineare Widerstand sowohl dem Eingang als auch dem Ausgang des Rufsignal-Oszillators derart
zugeordnet ist, daß die Speisegleichspannung für den Oszillator aus dem Spannungsabfall an dem
nichtlinearen Widerstand gewonnen und gleichzeitig ein Weg mit kleiner Impedanz für das Ausgangssignal
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3 4
des Oszillators geschaffen wird, und daß wenigstens kontakt 32 und den Anker 33, des Umschalters 34 soein
Teil der Induktivität am Ausgang des Oszillators wie eine Ader 35 umfaßt, die am Verbindungspunkt
im Wege des nichtlinearen Widerstandes vorgesehen zwischen dem Varistor23 und der Wicklung20 endet,
ist, um das Ausgangssignal durch Autotransformation Das Fernsprechmikrophon 31 liegt daher parallel zur
zu verstärken. 5 Wicklung 21 und dem Varistor 23, wenn sich der
In ihrer weiteren Ausbildung empfiehlt die Erfin- Umschalter 34 in seinem nicht betätigten Zustand
dung, daß der nichtlineare Widerstand durch einen befindet.
Kondensator überbrückt ist und daß die beiden Bau- Der Varistor 23 ist ein nichtlineares Element des
teile Elemente des Rückhörunterdrückungsnetzwerkes Rückhörunterdrückungsnetzwerks 36, welches zusätzsind.
ίο lieh parallel zu diesem Varistor einen kleinen Kon-
Durch eine solche Ausbildung ergeben sich ver- densator 40 mit etwa 0,04 Mikrofarad und ferner
schiedene Vorteile gegenüber den bekannten Aus- einen Widerstand 41 in Reihe mit einem größeren
führungen. Kondensator 42 mit etwa 2 Mikrofarad enthält.
Der Pegel des erzeugten Rufsignals ist hoch, die Die Fernsprechhörerabzweigung führt von der
Belastung des Transistors bleibt aber auch bei kurzen 15 Klemme 43 des Rückhörunterdrückungsnetzwerks 36
Teihiehmerleitungen klein. über die Wicklung 44, welche serienmäßig mit der
Der Anschlußwiderstand ändert sich nicht wesent- Induktionsspule L gekoppelt ist, die Ader 45, den
lieh, wenn an Stelle des Sprechstromkreises der Ruf- Hörer 46, den Kurzschlußkontakt 50 des Umschalters
signal-Generator eingeschaltet wird, so daß die Her- 34 und die Ader 35 zum Verbindungspunkt 51. Bei
absetzung des Gleichstroms auf der Teilnehmerleitung 20 Vorhandensein von Sprechströmen durch das Mikroklein
bleibt und eine Unterbrechung der Amtsverbin- phon ist die in der Wicklung 44 zwischen den Kiemdung
ausgeschlossen ist. men 43 und 52 induzierte Spannung infolge der Kopp-Der
nichtlineare Widerstand bewirkt zusammen lung mit der Induktionsspule etwa gleich der an den
mit dem Kondensator eine Voranhebung der ver- Rückhörnetzwerkklemmen 43 und 51 entstehenden
schiedenen Ruffrequenzen, so daß der Einfluß des 25 Spannung und in Phase mit dieser. Infolgedessen ist
frequenzabhängigen Dämpfungsverlaufs längerer Lei- die Spannung zwischen den Verbindungspunkten 51
tungen herabgesetzt wird. und 52, an denen der Hörer liegt, bei Vorhandensein Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung er- von örtlichen Sprechströmen etwa gleich NuU. Dies
geben sich aus der folgenden, ins einzelne gehenden ist eine klassische Form eines Sprechkreises mit RückBeschreibung
in Verbindung mit den Zeichnungen; 30 hörunterdrückung, dessen erfolgreiches Arbeiten von
es zeigt der Beziehung zwischen der Impedanz des Rückhör-Fig. 1 ein schematisches Schaltbild eines erfindungs- Unterdrückungsnetzwerks 36 und der Impedanz,
gemäßen Teilnehmeranschlusses, welche die Fernsprechadern L1 und L 2 in dem
Fig. 2 eine graphische Darstellung der Kennlinien Apparat darbieten, abhängt.
eines nichtlinearen Widerstandes, der bei der Erfin- 35 Zusätzlich zu dem oben beschriebenen Sprechkreis
dung Verwendung findet, führt eine Abzweigung vom Gabelkontakt 11 über
Fig. 3 eine graphische Darstellung des relativen die Ader 60 zu zwei in Reihe geschalteten Spulen 61
Pegels der Rufsignale an den Klemmen des Teil- und 62, an die Kondensatoren 66 und 67 nach Betätinehmerapparats.
gung eines der nicht dargestellten Rufdruckknöpfe
Es wird nun auf die Zeichnungen eingegangen: 40 geschaltet werden, wobei ein Druckknopf jeweils
Fig. 1 zeigt eine Stationsschaltung 10, die über zwei einen der Kreuzpunkte 68 und 69 schließt. Diese Ab-Gabelkontakte
11 und 12 mit den Adern Ll und L 2 zweigung führt über die Ader 63, einen zweiten Ruheeiner
zu einem Fernspreehzentralamt 13 führenden kontakt 64 des Umschalters 34 und die Ader 35 zum
Fernsprechleitung verbunden ist, das einen Rufsignal- Verbindungspunkt 51. Die Wicklungen 61 und 62
empfänger enthält. Zwischen der Ader L 2 und Erde 45 liegen daher normalerweise parallel zur Wicklung 20
ist eine herkömmliche Rufeinrichtung 14 geschaltet. der Induktionsspule L. Wenn der Fernsprechapparat
Vom Gabekontakt 11 zweigt der nachfolgend be- an die Fernsprechleitung angeschlossen ist und der
schriebene Rufsignal-Generator 15 ab, während an Schalter 34 sich in seinem nicht betätigten Zustand
den Gabelkontakten 11 und 12 die Induktionsspule L befindet, geht ein Teil des Leitungsstromes durch die
mit den in Reihe geschalteten Wicklungen 20, 21 und 50 Wicklungen 61 und 62, während der größere Teil des
22 liegt, wobei ein nichtlineares Widerstandselement Leitungsstroms über die Wicklung 20 der Induktions-23,
z. B. ein Western-Electric-Siliziumkarbid-Vari- spule L geht. Wenn der Schalter 34 betätigt wird, ist
stör 312 E in Reihe zwischen die Wicklungen 20 und der Weg über die Wicklungen 61 und 62 unterbrochen.
21 geschaltet ist. Ein weiterer Stromkreis zwischen Eine zweite Abzweigung von der Ader 60 bildet
den Kontakten 11 und 12 besteht aus der Ader 24, 55 den Kollektorkreis 70 eines Transistors71. Der Trandem
Widerstand 25 und einen Varistor 26 eines Typs sistor 71 enthält eine Basiselektrode 72 mit zwei in
ähnlich dem Varistor 23, z. B. ein Western-Electric- Reihe geschalteten Wicklungen 73 und 74, die über
Varistor 312 D, sowie der Ader 27. Die nichtlinearen die Ader 75 und einen Widerstand 76 mit dem Ar-Kennlinien
der Varistoren 23 und 26 werden für die beitskontakt 77 des Umschalters 34 verbunden sind.
Leitungsentzerrung verwendet, d. h. zur Regelung der 60 An den Wicklungen 73 und 74 liegen jeweils die
sendenden und empfangenden Empfindlichkeit des Varistoren 80 und 81, z. B. zwei Western-Electric-Fernsprechapparats
als Funktion der Leitungslänge Silizium-Varistoren 100 A, deren nichtlineare Wider-
und gleichzeitig zur Aufrechterhaltung der Mithör- Standskennlinien die Größe von an den Wicklungen
unterdrückung. 73 und 74 entstehenden Wechselspannungen regeln.
An dem Verbindungspunkt zwischen den Wicklun- 65 Der Transistor 71 enthält ferner eine Emitterelekgen
21 und 22 der Induktionsspule L liegt die Mikro- trode 82, die über einen Widerstand 83 die Reihenphonabzweigung,
welche einen kleinen Reihenwider- spule 84 und 85 sowie die Ader 86 mit der Fernstand
30, das Fernsprechmikrophon 31, einen Ruhe- sprechmikrophonabzweigung am Verbindungspunkt
90 verbunden ist. Die Spulen 61, 73 und 84 sind Wicklungen auf einem gemeinsamen Kern und besitzen
eine feste magnetische Kopplung. Ebenso sind die Spule 62, 74 und 85 fest miteinander gekoppelt.
Die Basisvorspannung für den Transistor 71 kommt vom Varistor 91 und vom Widerstand 92, welche zusammen
mit dem Widerstand 76 einen Spannungsteiler zwischen den Punkten 51 und 90 bilden, wenn
der Umschalter 34 betätigt wird.
Die Arbeitsweise der Ruf- und Sprechkreise dieser TeUnehmerschaltung weicht nicht von der üblichen
Technik ab. Insbesondere wird die Rufeinrichtung erregt, wenn ein Rufsignal im Zentralamt zwischen die
Erde und die Ader L 2 angelegt wird.
Bezüglich des Sprechkreises ermöglicht das Abheben des üblichen Sprechhörers von der Gabel des
Fernsprechapparats, daß die Gabelkontakte 11 und 12 geschlossen werden und ein Betriebsstrom über
die Adern Ll und L 2 der Fernsprechleitung in den Sprechkreis über die Wicklung 20 auf die Ader 35,
den Anker 33, den Ruhekontakt 32 des Schalters 34, das Mikrophon 31, den Widerstand 30, die Wicklung
22 und die Ader L 2 fließt. Dieser Gleichstrom speist das Fernsprechmikrophon 31. Durch das Mikrophon
erzeugte Sprechströme werden im Induktionsspulenkreis zwischen den Klemmen 51 und 93 und dann
durch die Autotransformatorwirkung der Wicklungen 20, 21 und 22 induziert und gelangen auf die Adern
Ll und L 2 der Fernsprechleitung. Wie oben angegeben wurde, wird die Sprechspannung, die in der
mit der Induktionsspule gekoppelten Wicklung 44 induziert wird, im wesentlichen durch den Spannungsabfall
im Rückhörunterdrückungsnetzwerk an den Klemmen 43 und 51 ausgeglichen, so daß an den Klemmen
51 und 52 keine Spannung entsteht. Die über die Adern Ll und L 2 ankommende Sprachfrequenzen
werden jedoch nicht kompensiert und erreichen die Hörerabzweigung, wo sie für den Teilnehmer am
Hörer 46 vernehmbar wird. Für die Rufeinrichtung wird eine Vielzahl von Druckknöpfen, wenigstens
10 Stück, verwendet, wobei die Betätigung eines Druckknopfes die Erzeugung von zwei Tönen bewirkt,
die so lange andauern, wie der Druckknopf gedrückt bleibt. Während ein Knopf herabgedrückt ist, tritt der
Sprechkreis außer Tätigkeit.
Die Betätigung eines Druckknopfes ergibt die Betätigung
von drei Schaltern, d. h. einen der Kreuzpunkte 68, einen der Kreuzpunkte 69 und schließlich
den gemeinsamen Schalter 34, welcher unter anderem den Kontakt 50 enthält. In der Zeichnung ist der
Schalter 34 in dem normalen (Sprech-) Zustand dargestellt.
Gleichgültig, ob ein Druckknopf gedrückt ist oder nicht, die Arbeitsweise des Fernsprechapparats hängt
von dem Gleichstrom ab, der über die Adern Ll und L 2 vom. Fernsprechzentralamt 13 geliefert wird.
Wenn immer der Sprechhörer abgenommen ist und die Gabelkontakte 11 und 12 geschlossen sind, fließt
ein Gleichstrom von 25 bis 200 Milliampere, der zum Teil von der Länge der Leitung vom Teilnehmerapparat
zum Zentralamt abhängt, durch die Adern Ll und L 2. Bei einer normalen oder kurzen Leitung
führt der hauptsächliche Gleichstromweg von der Ader Ll über den Gabelkontakt 11, die Ader 17, die
Wicklungen der Induktionsspulen 21, 22 und 20 und den dazwischenliegenden Varistor 23, die Ader 18,
den Gabelkontakt 12 und die Ader L 2. Ein zusätzlicher Gleichstromweg führt über die Ader 24, den
Widerstand 25, den Varistor 26 und die Ader 27. Diese Stromwege geben gemeinsam dem Apparat
einen geringen Widerstand und halten damit eine niedrige Spannung an den Adern Ll und L 2 aufrecht.
Der Gleichstrom wird wahlweise zum Mikrophon 31 oder zum Transistor 71 von dem Spannungsabfall geliefert, der in erster Linie am Varistor 23
entsteht.
Bei kurzen Leitungen wird der Wechselstromwiderstand wie auch der Gleichstromwiderstand sowohl
des Varistors 23 als auch des Varistors 26 im Verhältnis zu den entsprechenden Widerständen bei
langen Leitungen durch den erhöhten Strom herabgesetzt, den sie führen. Infolgedessen setzt der Varistor
26 die sendende und empfangende Empfindlichkeit des Fernsprechapparats bei kurzen Leitungen
mehr als bei langen herab, indem er als veränderliche Überbrückung für die Adern Ll und L 2 wirkt.
Gleichzeitig wird durch die Änderung des Wechselstromwiderstands des Varistors 23 die effektive Impedanz
des Rückhörunterdrückungsnetzwerks 36 derart geändert, daß Änderungen der effektiven Leitungsimpedanz,
hervorgerufen durch den Varistor 26, kompensiert werden und damit eine hinreichende
Rückhörunterdrückung erhalten bleibt. Dieser Vorgang ist in der Technik bekannt und wird mit Leitungsentzerrung
bezeichnet. Er hat die Tendenz, die Empfindlichkeit des Apparats so einzustellen, daß
Differenzen bei der Übertragung zum Zentralamt korrigiert werden.
Während des Zustands mit abgenommenen Hörer,
jedoch ohne Signalgabe, beträgt der Kollektorstrom des Transistors 71 effektiv Null. Die Emitter- und
Basiselektroden des Transistors 71 haben im wesentlichen dieselbe Spannung, da keine Basisspannung
über den Kontakt 77 des Umschalters 34 angelegt wird.
Der Hauptgleichspannungsabfall im gesamten Fernsprechapparat
tritt zwischen den Klemmen 51 und 59 auf. Bei einer maximalen Teilnehmerleitungslänge beträgt
dieser Spannungsabfall etwa 4VoIt. Bei einer extrem kurzen Leitungslänge ist der Anstieg durch
den Varistor 23 auf etwa 10 Volt begrenzt. Da die Kollektorströme durch die Vorspannungsdioden 91
auf etwa 10 Milliampere geregelt sind, wird ein übermäßiger Verbrauch im Transistor vermieden. Der
Varistor 23, dessen Hauptfunktion darin besteht, als nichtlineares Element des Rückhörunterdrückungsnetzwerks
36 zu arbeiten, und der Varistor 26, dessen Hauptfunktion darin besteht, als nichtlineares Element
zur Regelung der Sprechübertragung zu wirken, haben vereint die zusätzliche Funktion, die Kollektorspannungen
und damit die Energie zu regeln, welche während der Druckknopfsignalgabe durch den Transistor
71 verbraucht werden muß.
Wenn immer ein Druckknopf betätigt ist, werden die beiden Abgriffe, welche den beiden für die Ziffer
kennzeichnenden Frequenzen entsprechen, geschlossen, und unmittelbar danach wird der Schalter 34 betätigt.
Durch die Betätigung des Umschalters 34 wird der Mikrophonstromkreis durch Öffnung des Kontakts
32 geöffnet, durch Öffnen des Kontakts 50, der normalerweise den Widerstand 57 kurzschließt, wird
eine Dämpfung in den Hörerkreis eingefügt, der Transistor-Oszillator wird durch Schaffen einer Basisvorspannung
nach Schließen des Kontakts 77 in Tätigkeit gesetzt, und in den Spulen 61 und 62 werden
Schwingungen erzeugt, indem der Gleichstrom in
ihnen nach Öffnen des Kontakts 64 unterbrochen wird. Der Transistor71, der als A-Verstärker arbeitet,
hält die angestoßenen Schwingungen mit Amplituden aufrecht, die durch die Varistoren 80 und 81 geregelt
werden. Diese Schwingungen werden in die Induktionsspule
eingekoppelt und damit zu den AdernLl und L 2 der Fernsprechleitung übertragen.
Die Ausgangsspannung wird vom Transistor zwischen der Ader 86 des Emitterkreises und dem Widerstand
30 an der Klemme 93 und der Ader 60 des Kollektorkreises abgenommen. Die Spannungsamplitude
der Rufsignale wird durch die Autotransformatorwirkung der Wicklungen 20, 21 und 22 der Induktionsspule
erhöht. Obwohl durch das Vorhandensein des Widerstands 30 und des Varistors 23 für das
Rufsignal etwas Dämpfung entsteht, liefert die Induktionsspule
doch eine Amplitudenerhöhung von etwa 1,4:1, so daß der Transistor71 bei einer niedrigeren
Wechselspannung und damit bei einer niedrigeren Kollektorgleichspannung für die gleichen Rufsignalpegel
betrieben werden kann, wie sie bisher verfügbar waren.
Das Vorhandensein des Rückhörunterdrückungsnetzwerks 36, einschließlich insbesondere des Varistors
23 mit den in Fig. 2 dargestellten Kennlinien, in der Kopplung zwischen dem Rufsignal-Generator
und der Leitung hat eine weitere vorteilhafte Wirkung. Wie oben angegeben wurde, ergibt der Varistor 23
eine gewisse Dämpfung der Transistor-Rufsignale. Der Varistor 23 ist durch einen Kondensator 40 überbrückt,
der eine gewisse Frequenzkompensation im Rufsignal ergibt. Im Bereich der Rufsignale von
679 bis 1477 Hertz besteht eine Pegeldifferenz der Klemmspannung von etwa 2 Dezibel, die vom Vorhandensein
des dämpfenden Varistors 23, überbrückt durch den Kondensator 40, herrührt. Die Einführung
dieser Voranhebung der höheren Signalfrequenzen ist insbesondere bei langen Leitungen vorteilhaft, wo
diese mehr als die niedrigeren Frequenzen gedämpft werden. Eine zusätzliche Voranhebung von etwa
1 Dezibel erhält man durch Wahl der Windungszahl der Spulen 73 und 74, an denen die Varistoren 80
und 81 liegen. Die Gesamtwirkung dieser Kompensationen wird aus Fig. 3 ersichtlich, in der die relativen
Amplituden abhängig von den Signalfrequenzen dargestellt sind.
Aus der obigen Erläuterung ergibt sich, daß der Rufsender der Erfindung mit Energie von der Spannung
versorgt wird, die an einem Teil des Rückhörunterdrückungsnetzwerks des Sprechkreises entsteht,
und daß ferner eine Frequenzkombination durch das Rückhörunterdrückungsnetzwerk durchgeführt wird.
Die Induktionsspule, die bisher nur mit dem Sprechstromkreis in Fernsprechanschlußapparaten
verbunden war, bildet zusätzlich einen Autotransformator zur Erhöhung der Amplitude der Rufsignale.
Der Gesamtwiderstand des Fernsprechapparats bleibt nunmehr während desZustands mit Signalübertragung
und des Zustands ohne Signalübertragung im wesentlichen konstant, da erstens die zur Erzeugung der
Signale erforderliche Versorgungsspannung herabgesetzt ist und damit erlaubt, daß dieser Widerstand
während der Signalübertragung gering ist, zweitens das Induktionsspulen-Ausgleichsnetzwerk während
beider Zustände vorhanden ist, drittens die einzige Änderung, welche den Widerstand des Fernsprechapparats
beeinflußt, die Wahl der abwechselnden Signalquellen ist, nämlich des Kohlemikrophons oder
des Oszillators, und viertens die Wirkungen dieser Wahl auf den Widerstand durch die nichtlinearen
Elemente des Rückhörunterdrückungsnetzwerks klein gehalten werden.
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechteilnehmerstationen mit einer Tastwahlvorrichtung,
bei denen ein Rufsignaloszillator, nichtlineare Widerstände und eine Induktivität, über die der
Gleichstromweg verläuft, vorgesehen sind, da durch gekennzeichnet, daß der nichtlineare Widerstand
(23) sowohl dem Eingang als auch dem Ausgang des Rufsignal-Oszillators (15) (über die
Adern 35, 75, 86 bzw. 17, 86) derart zugeordnet ist, daß die Speisegleichspannung für den Oszillator
aus dem Spannungsabfall an dem nichtlinearen Widerstand (23) gewonnen und gleichzeitig
ein Weg mit kleiner Impedanz für das Ausgangssignal des Oszillators geschaffen wird, und
daß wenigstens ein Teil der Induktivität (L; 20, 21) am Ausgang des Oszillators im Wege des
nichtlinearen Widerstands (23) vorgesehen ist, um das Ausgangssignal durch Autotransformation zu
verstärken.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nichtlineare Widerstand
(23) durch einen Kondensator (40) überbrückt ist, um eine hochfrequente Voranhebung
der Oszillator-Ausgangssignale zu bewirken.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensator (40)
und der nichtlineare Widerstand (23) Elemente des Rückhörunterdrückungsnetzwerks (36) sind.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Oszillatorausgang und der elektroakustische Wandler (Mikrofon 31) abwechselnd
an dem gleichen nichtlinearen Widerstand (23) liegen (über 21, 30, 86, 17, 20 bzw. 21, 30, 34,
35), so daß der Gesamtwiderstand des Apparats durch die ausgleichende Wirkung des nichtlinearen
Widerstands (23) nahezu konstant gehalten wird, wenn vom Sprechzustand auf die Rufsignalzustände umgeschaltet wird.
5. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Schaltmittel (34, 68, 69) die Frequenz des Oszillators entsprechend der Wahlinformation
ändern und daß die Schaltmittel (34) den Eingang des Verstärkerteils (71) des Oszillators an den
nichtlinearen Widerstand (23) legen und die normale Verbindung des Resonanzteils (61, 62, 66,
67) des Oszillators mit dem gleichen nichtlinearen Widerstand (23) auftrennen und dadurch Schwingungen
stoßerregen und daß der Resonanzteil (61, 62, 66, 67) mit dem Verstärkerteil (71) so
verbunden ist (über 61, 73, 84 und 62, 74, 85), daß der Verstärkerteil (71) Schwingungen mit der
gewählten Frequenz erzeugen kann.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1036 939.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 209· 748/71 12.62
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