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DE1119867B - Verfahren zur Herstellung von neuen Barbitursaeurederivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Barbitursaeurederivaten

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Publication number
DE1119867B
DE1119867B DEB53550A DEB0053550A DE1119867B DE 1119867 B DE1119867 B DE 1119867B DE B53550 A DEB53550 A DE B53550A DE B0053550 A DEB0053550 A DE B0053550A DE 1119867 B DE1119867 B DE 1119867B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
malonic acid
barbituric acid
acid derivative
parts
general formula
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB53550A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Reppe
Dr Matthias Seefelder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB53550A priority Critical patent/DE1119867B/de
Publication of DE1119867B publication Critical patent/DE1119867B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von neuen Barbitursäurederivaten Es wurde gefunden, daß man neue und wertvolle Derivate der Barbitursäure der allgemeinen Formel in der R1, R2 und R3 Wasserstoffatome, aliphatische, cycloaliphatische, araliphatische oder aromatische Reste oder paarweise gemeinsame Glieder eines cycloaliphatischen Ringes bedeuten, erhält, wenn man ein Malonsäurederivat der allgemeinen Formel in der Y und Z eine veresterte Carboxylgruppe bezeichnen und Y darüber hinaus auch für eine Nitrilgruppe stehen kann und in der R1, R2 und R3 die angegebene Bedeutung haben, in Gegenwart einer Verbindung eines Metalls der 1I. Nebengruppe des Periodensystems, besonders eines Salzes eines solchen Metalls mit einer organischen Säure, bei einer Temperatur zwischen 120 und 300°C in flüssigem oder dampfförmigem Zustand, gegebenenfalls in Gegenwart eines Lösungs- oder Verdünnungsmittels, in bekannter Weise mit Acetylen umsetzt, das so entstehende, zwei Vinylgruppen, von denen eine gegebenenfalls substituiert ist, enthaltende Malonsäurederivat in an sich bekannter Weise mit Harnstoff oder Guanidin umsetzt und etwa vorhandene Iminogruppen des so erhältlichen Barbitursäurederivates durch Hydrolyse in Gegenwart von Säuren entfernt.
  • Die erste Stufe des Verfahrens, die Umsetzung der Malonsäurederivate der allgemeinen Formei II mit Acetylen zu den erwähnten Malonsäurederivaten, die zwei Vinylgruppen, von denen eine substituiert sein kann, enthalten, ist aus der deutschen Auslegeschrift 1046 031 bekannt. Für diesen Verfahrensschritt allein wird daher im Rahmen der Erfindung ein Schutz nicht begehrt. Verbindungen der allgemeinen Formel 11 erhält man durch Kondensieren von Malonsäureestern, insbesondere von solchen, die sich von niedermolekularen aliphatischen Alkoholen ableiten, oder von Cyanessigestern, wobei ebenfalls diejenigen der niedermolekularen aliphatischen Alkohole bevorzugt sind, mit aliphatischen, cycloaliphatischen oder araliphatischen Aldehyden oder Ketonen, die mindestens 2 Kohlenstoffatome enthalten und an dem der Carbonylgruppe benachbarten Kohlenstoffatom mindestens 1 Wasserstoffatom tragen. Geeignete Ausgangsstoffe sind beispielsweise: Äthylidenmalonsäurediäthylester, Isopropylidenmalonsäurediäthylester, Isobutylidenmalonsäuredimethylester, Cyclohexylidenmalonsäurediäthylester, Isopropylidenmalonsäureäthyltertiärbutylester, Isoamylidencyanessigsäureäthylester. Beispielsweise läßt sich die Umsetzung des Isopropylidenmalonsäurediäthylesters mit Acetylen wie folgt formulieren: Geeignete Katalysatoren sind Verbindungen von Metallen der 11. Nebengruppe des Periodensystems, insbesondere solche, die bei einer Arbeitsweise in flüssigem Zustand im Reaktionsgemisch löslich sind. Die bevorzugten Katalysatoren sind Salze dieser Metalle mit organischen Säuren, wie Zinkacetat, Zinkbutyrat, Zinkstearat, Cadmiumnaphthenat und Queck- Silberacetat. Die Reaktionstemperatur beträgt 120 bis 3?0-C, vorzugst-.eise 150 bis 200'C. Man führt das Verfahren vorteilhaft ia flüssiger Phase durch, zweck-Außig ia G;:e3:vrart eines Lösungsmittels, wofür sich all;. Verbindungen elg=x`-n,n, die unter den Umsetzungsb-#;UaI-Urgen bastäiidig sind, z. B. Kohlemvasserstoffe oci--r A-ti.er. Das #'#cetylen v.ird vorteilhaft unter erhc:iteni Druck a:igev.-as,dt und zweckmäßig reit einem inerten Gas oder Daaipf, wie Stickstoff, verdünnt. Nach eire: anderen Ausführung'sforn der ersten Stufe dc3 Verfa::rens leitet man die Verbindung der allgenieinen Formei 1I zusammen mit Acetylen und zweckr@iäi mit einem Inertgas über einen festen Katalysator. Sowohl boi dir Arbeits-.veise im flüssigem Zustand als auch bei der Umsetzung in Gasphase an festen Katalysatoren gewinnt man die Reaktionsprodukte aus den Reaktionsgemischen im allgemeinen durch fraktionierte Destillation.
  • Die so erhältlichen, am mittleren Kohlenstoffatom durch zwei ungesättigte Reste substituierten Malonsäurederivate werden dann in an sich bekannter Weise mit Harnstoff oder Guanidin umgesetzt. Man nimmt die Kondensation zweckmäßig in einem niedermolekularen aliphatischen Alkohol als Lösungsmittel unter Verwendung des entsprechenden Alkalialkoholats als Kondensationsmittel bei Temperaturen zwischen 50 und 150'C vor. Die Komponenten werden zweckmäßig etwa in stöchiometrischen Mengen angewandt. Das Kondensationsmittel wird in der Regel in Mengen von 10 bis 150 °/o, bezogen auf das Malonsäurederivat, zugefügt. Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt zweckmäßig durch Verdünnen mit Wasser, Neutralisieren des Alkalialkoholats und Ausschütteln des Reaktionsproduktes, beispielsweise mit Äther. Wenn man von einem Cyanessigester ausgeht und bzw. oder wenn als Ringschlußkomponente Guanidin benutzt wurde, so erhält man aus den unmittelbar anfallenden, Iminogruppen enthaltenden Barbitursäurederivaten die entsprechenden Sauerstoffverbindungen durch Erhitzen mit wäßrigen Säuren, vorzugsweise mit Mineralsäuren, wie 20 °/aiger Salzsäure oder 40 °/oiger Schwefelsäure. Die Endprodukte werden wiederum vorteilhaft durch Extraktion gewonnen. Man erhält die substituierten Barbitursäuren nach dem Verdampfen des Extraktionsmittels in der Regel als feste Verbindungen, die durch Umkristallisieren, beispielsweise aus Benzol, Toluol oder Cyclohexan, gereinigt werden können.
  • Die nach dem Verfahren erhältlichen neuen substituierten Barbitursäurederivate sind wertvolle Schlafmittel, die sich gegenüber den bekannten Verbindungen, die an Stelle der Vinylgruppe einen Äthylrest tragen, durch eine geringere Giftigkeit bei vergleichbarer Wirksamkeit und damit durch einen günstigeren therapeutischen Index auszeichnen, wie aus der folgenden Tabelle hervorgeht:
    Thera-
    SD" LDSO peutischer
    mg/kg mg/kg Index
    LDeo/SDso
    5-Äthyl-5-cyclo-
    hexen-(I)-yl-
    barbitursäure .... 40 540 13,5
    5-Vinyl-5-cyclo-
    hexen-(1)-yl-
    barbitursäure .... 40 840 21
    Die Bestimmung der sedativen Wirksamkeit erfolgte nach F. Gross, J. Tripod und R. Meier, »Schweizerische medizinische Wochenschrift<;, Bd.85, 1953, S. 305 bis 309, die Berechnung des LD5o-Wertes nach dem Verfahren von härber (s. »Naunyn-Selimiedebergs Archiv«, Bd. 162, 1931, S. 490). In beiden Fällen wurden die Wirkstoffe peroral verabreicht.
  • Ein weiterer Vergleich mit der bekannten 5-Cycloliepten-(1)-yl-5-allylbarbitursäure konnte nicht durchgeführt werden, da die Herstellung dieser Verbindung nach den Literaturangaben nicht gelang. Es kann jedoch unterstellt werden, daß die vorteilhaften Eigenschaften der Verfahrensprodukte der Vinylgrupp; zuzuschreiben sind, da nach eigenen Versuchen die nicht beschriebene 5-Cyclohexen-(1)-yl-5-ailylbarbitursäure schlechter wirksam ist (SD" = 75 mg/kg, LD5o = 620 mg/kg, therapeutischer Index = 8,3) als die oben zum Vergleich verwendete verfahrensgemäß erhältliche Verbindung.
  • Die in den folgenden Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile. Beispiel 1 520 Teile Isopropylidenmalonsäurediäthylester werden mit 16 Teilen Zinkstearat in einem Druckgefäß mit einem Acetylen-Stickstoff-Gemisch im Verhältnis 2 : 1 und unter.einem Druck von 25 atü auf 1.80'C erhitzt. Man ersetzt das verbrauchte Acetylen, indem man von Zeit. zu Zeit frisches nachpreßt. Wenn der Druck konstant bleibt, kühlt man das Reaktionsgemisch ab und entspannt es. Durch Destillation des flüssigen Gemisches erhält man 430 Teile, entsprechend 76 % der Theorie, Vinylisopropenyl-malonsäurediäthylester vom Siedepunkt 120°C/18 Torr.
  • Man trägt in 550 Teile absolutem Alkohol zunächst 23 Teile Natrium und dann 103 Teile Guanidincarbonat ein und erhitzt das Gemisch 30 Minuten unter Rückfluß. Danach werden 142 Teile Vinylisopropenyl-malonsäurediäthylester zugefügt, und das Gemisch wird weitere 5 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Man destilliert den Alkohol unter vermindertem Druck ab, versetzt den Rückstand mit 2100 Teilen 19 °/oiger Salzsäure und erhitzt 3 Stunden zum Sieden, wobei insgesamt etwa 100 Teile Destillat abgezogen werden. Der abgekühlte Rückstand wird mehrmals mit Äther ausgeschüttelt, die ätherische Lösung getrocknet und der Äther abdestilliert. Man erhält 90 Teile 5-Vinyl-5-isopropenyl-barbitursäure, die, aus Benzol umkristallisiert, bei 149,5'C schmilzt. Beispiel 2 260 Teile Cyclohexylidenmalonsäurediäthylester werden in Gegenwart von 8 Teilen Zinkstearat unter den im Beispiel 1 beschriebenen Bedingungen mit Acetylen umgesetzt. Man erhält 200 Teile, entsprechend 70 °/o der Theorie, Vinylcyclohexen-(1)-yl-malonsäurediäthylester vom Siedepunkt 116 bis 118°C/ 0,4 Torr.
  • Zu 550 Teilen absolutem Alkohol gibt man zunächst 23 Teile Natrium und dann 103 Teile Guanidincarbonat. Man erhitzt das Gemisch 30 Minuten unter Rückfluß, fügt 165 Teile Vinylcyclohexen-(1)-yl-malonsäurediäthylester zu und hält das Gemisch weitere 5 Stunden am Sieden. Der Alkohol wird unter vermindertem Druck abgezogen, der Rückstand mit 2100 Teilen 19 °/jger Salzsäure versetzt und weitere 3 Stunden unter Rückfluß erhitzt, wobei insgesamt 100 Teile Destillat abgenommen werden. Man kühlt das Gemisch auf Raumtemperatur, trennt die organische Phase ab und extrahiert die wäßrige dreimal mit Äther. Die organische Phase wird mit der Ätherlösung vereinigt, das Gemisch über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert. Als Rückstand verbleiben 140 Teile 5-Vinyl-5-cyclohexen-(1)-yl-barbitursäure, die nach dem Umkristallisieren aus Benzol bei 166 bis 168'C schmilzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von neuen Barbitursäurederivaten der allgemeinen Formel in der R1, R2 und R3 Wasserstoffatome, aliphatische, cycloaliphatische, araliphatische oder aromatische Reste oder paarweise gemeinsame Glieder eines cycloaliphatischen Ringes bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Malonsäurederivat der allgemeinen Formel in der Y und Z eine veresterte Carboxylgruppe bezeichnen, Y darüber hinaus auch für eine Nitrilgruppe stehen kann und in der Ri, R2 und R3 die angegebene Bedeutung haben, in Gegenwart einer Verbindung eines Metalls der II. Nebengruppe des Periodensystems, besonders eines Salzes eines solchen Metalls mit einer organischen Säure, bei einer Temperatur zwischen 120 und 300°C in flüssigem oder dampfförmigem Zustand, gegebenenfalls in Gegenwart eines Lösungs- oder Verdünnungsmittels, in bekannter Weise mit Acetylen umsetzt, das so entstehende, zwei Vinylgruppen, von denen eine gegebenenfalls substituiert ist, enthaltende Malonsäurederivat in an sich bekannter Weise mit Harnstoff oder Guanidin umsetzt und etwa vorhandene Iminogruppen des so erhältlichen Barbitursäurederivats durch Hydrolyse in Gegenwart von Säuren entfernt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 756 489; deutsche Auslegeschrift Nr. 1046 031; »Journal of the american chemical Society«c, Bd. 61 (1939), S. 353/354 und 776 bis 779.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE756489C (de) * 1940-03-09 1953-04-09 Geigy Ag J R Verfahren zur Herstellung von C-Cycloheptenylbarbitursaeuren
DE1046031B (de) * 1956-11-08 1958-12-11 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Vinylverbindungen

Patent Citations (2)

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