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DE1119260B - Verfahren zur Herstellung von 4-Vinylcyclohexen-(1) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Vinylcyclohexen-(1)

Info

Publication number
DE1119260B
DE1119260B DEE18485A DEE0018485A DE1119260B DE 1119260 B DE1119260 B DE 1119260B DE E18485 A DEE18485 A DE E18485A DE E0018485 A DEE0018485 A DE E0018485A DE 1119260 B DE1119260 B DE 1119260B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
butadiene
diluent
percent
benzene
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE18485A
Other languages
English (en)
Inventor
Anthony H Gleason
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Technology and Engineering Co
Original Assignee
Exxon Research and Engineering Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Exxon Research and Engineering Co filed Critical Exxon Research and Engineering Co
Publication of DE1119260B publication Critical patent/DE1119260B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2/00Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms
    • C07C2/02Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms by addition between unsaturated hydrocarbons
    • C07C2/50Diels-Alder conversion
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2601/00Systems containing only non-condensed rings
    • C07C2601/12Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
    • C07C2601/16Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring the ring being unsaturated

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 4-Vinylcyclohexen- (l) Die Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren zur Herstellung des Dimeren von Butadien- (1, 3), nämlich 4-Vinylcyclohexen- (l).
  • Gewöhnlich bilden sich bei den thermischen Butadiendimerisationsverfahren geringe Mengen hochmolekularer, öliger Polymerer neben gelartigen Polymeren, die das Reaktionsgefäß und die Leitungen leicht verschmutzen. Sie beeinträchtigen natürlich auch die Bildung des gewünschten Dimeren und verringern somit die Ausbeute an gewünschtem Produkt. Das Dimere eignet sich z. B. als Zwischenprodukt für die Herstellung aromatischer Verbindungen aus aliphatischen Kohlenwasserstoffen, da es leicht zu einem aromatischen Derivat dehydriert werden kann.
  • Hauptziel der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens, durch das erstens verbesserte Ausbeuten an 4-Vinylcyclohexen-(l) aus Butadien- (1, 3) erhalten werden und bei dem die Gelbildung ausgeschaltet oder weitgehend verringert wird. Das Problem der Gelbildung ist sehr ernsthaft, da das Gel mit einer Exponentialgeschwindigkeit wächst, wenn es sich einmal auf den Oberflächen des Reaktionsgefäßes oder der Leitungen festgesetzt hat. Hierdurch kann häufiges Stillegen der gesamten Reaktionsanlage erforderlich werden.
  • Erfindungsgemäß wird das Butadien bei Temperaturen zwischen 130 und 160°C, vorzugsweise 140 und 160°C, z. B. bei 160°C, unter Durchschnittsdrücken von 28 bis 84 atü, vorzugsweise etwa 35 bis 42 atü, z. B. 38, 5 atü, in Gegenwart von 1 bis 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise 2 bis 4 Gewichtsprozent, z. B. 3 Gewichtsprozent, wäßriger Ammoniaklösung oder Dialkylaminen und 20 bis 50 Gewichtsprozent, vorzugsweise 25 bis 35 Gewichtsprozent, z. B.
  • 30 Gewichtsprozent, eines aromatischen Kohlenwasserstoffs, vorzugsweise von Benzolhomologen, wie Benzol oder Toluol, von chlorierten Paraffinen, wie Äthylendichlorid, und von im wesentlichen peroxydfreiem Dimerem selbst als Verdünnungsmittel hergestellt. Die Dialkylamine können 4 bis 8 C-Atome enthalten, die Alkylgruppen können gleich oder verschieden sein. Das 4-Vinylcyclohexen-(l) bildet beim Stehen an der Luft Peroxyde, und diese Peroxyde fördern die Bildung des Gels und höherer Polymerer. Es ist daher notwendig, daß das Dimere nicht mit Luft in Berührung kommt, wenn es vor der Rückführung gelagert wird, oder das Dimere kann auch zur Entfernung dieser Peroxyde mit Natrium behandelt werden. Die Polymerisationszeit beträgt 8 bis 25 Stunden, vorzugsweise 15 bis 20 Stunden, z. B. 16 Stunden. Die innerhalb des gegebenen Bereiches für die Dimerisation erforderliche Zeit verringert sich natürlich, wenn die Temperaturen und Drücke ansteigen. Die erzielbaren Ausbeuten an 4-Vinylcyclohexen- (I) Hegen oberhalb 95 °/o, der Umwandlungsgrad beträgt mehr als 90% bei Temperaturen zwischen 140 und 160°C und Reaktionszeiten von mehr als 16 Stunden. Im Verlauf des Verfahrens kann natürlich eine kürzere Reaktionszeit des Butadiens erwünscht sein, um eine geringere Umwandlung zu erhalten und das Produkt zurückzuführen oder das nicht umgesetzte Butadien von dem Produkt abzutrennen und das Butadien zurückzuleiten. In jedem Fall ist es natürlich erwünscht, als Verdünnungsmittel einen Stoff, wie das Dimere selbst, oder einen solchen, der von dem Dimerenprodukt leicht abzutrennen ist, zu verwenden. Wenn das Verfahren so durchgeführt wird, daß geringe Umwandlungen erzielt werden, so sollte das Verdünnungsmittel leicht von dem Butadien zu trennen sein.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden hohe Drücke, z. B. zwischen 28 und 84 atü, angewendet. Niedrigere Drücke werden bei Verwendung größerer Verdünnungsmittelmengen gewählt. Höhere Temperaturen, vorzugsweise solche bis zur kritischen Temperatur des Butadiens (163°C), ergeben ebenfalls beschleunigte Reaktionszeiten.
  • Es ist zwar bekannt, daß Antioxydationsmittel die Bildung des Gels und des öligen Polymeren bis auf einen beschränkten Umfang verringern, es ist aber auch bekannt, daß sie bei den Temperaturen, die sich für eine vernünftige Dimerisationsgeschwindigkeit (130 bis 160°C) als günstig erwiesen haben, die Bildung dieser höheren Polymeren nicht vollständig unterbinden. Es ist ebenfalls bekannt, daß lösliche Kupfersalze, wie Kupfernaphthenat, als starke Polymerisationsverzögerer bei der Bildung höherer Polymerer wirken, aber nur in dem Bereich zwischen 100 und 120°C, der für praktische Reaktionsgeschwindigkeiten zu niedrig liegt.
  • Die Metallnaphthenate wurden auch bereits als Katalysatoren für die Dimerisation von Butadien-(1, 3) bei Temperaturen von 150 bis 160°C und Drücken von 40 bis I000 at verwendet, oder Butadien wurde in Gegenwart von Dodekan als Hilfsflilssigkeit bei etwa 200°C dimerisiert. Bei diesen Verfahren betrug aber die Ausbeute an 4-Vinylcyclohexen-(1) unter 88 %, und daneben entstanden etwa 12% feste Polymere.
  • Verschiedene Stickstoffbasen, wie tertiäre aliphatische Amine, N-substituierte heterocyclische sekundäre Amine, Stickstoffbasen mit mehreren basischen Gruppen, von denen mindestens eine ein tertiäres oder quatemäres Stickstoffatom enthält, oder Polyalkylenpolyamine wurden bisher als Aktivatoren in katalytischen Polymerisationsverfahren eingesetzt, wobei ungesättigte Verbindungen in Gegenwart von Peroxydkatalysatoren zu festen Polymerisaten poly- merisiert wurden. Diese Stickstoffbasen begünstigten also die Polymerisation, während erfindungsgemäß die Polymerisation zugunsten der Dimerisation verhindert werden muß.
  • In diskontinuierlichen Laboratoriumsversuchen, die nachstehend beschrieben werden, wurden Daten gefunden, die zeigen, daß die Gelbildung unter den erfindungsgemäßen Bedingungen vollständig unterbunden und die Bildung des öligen, flüssigen Polymeren auf nur etwa 2°/ov bezogen auf die Butadienbeschickung, verringert werden kann. Bei Verwendung von wäßrigem Ammoniak wird konzentriertes 28°/oiges Ammoniak bevorzugt. Es können jedoch auch größere Mengen eines stärker verdünnten Ammoniaks verwendet werden.
  • Die folgenden, in der nachstehenden Tabelle zusammengefaßten Versuchsbeispiele wurden alle unter Verwendung einer 3½ I fassenden, nichtrostenden Laborstahlflasche durchgeführt, die bei 0°C mit etwa 21/21 fiüssigem Butadien, Zusatzmitteln (und gegebenenfalls einem Verdünnungsmittel) gefüllt war. Die Flasche wurde dann verschlossen und die Temperatur auf die in der Tabelle angegebene Höhe gebracht, während der Druck autogen erhöht wurde. Wurde z. B. kein Verdünnungs-oder Zusatzmittel verwendet, so stieg der Maximaldruck nach Erhitzen auf 125°C auf etwa 70 atü, fiel nach etwa 2 Stunden auf 35 atü ab und war am Ende des Versuches nach Abkühlen Butadiendimerisationsversuche
    Zusatzmittel, Gewichtsprozent, Verdünnungsmittel, Gewichts-Gewichts-
    bezogen auf das eingesetzte prozent, bezogen auf die Gesamt-Temperatur Sit Gel Prozent
    Butadien- (1, 3) beschickung D hoherer
    den Polymerer
    Ohne Ohne 150 16 + 6, 5
    Hydrochinon 0, 2 Ohne 130 bis 50 18 + 5, 7
    Kupfernaphthenat 1, 0 Ohne 135 bis 160 20-10
    Kupfernaphthenat 2, 0 Ohne 135 bis 160 20-5, 4
    Kupfernaphthenat 3, 0 Ohne 130 65-9
    Kupfernaphthenat 3, 0 Ohne 130 bis 155 20-6, 3
    Kupfernaphthenat 1, 6 Ohne 120* 65 - 1, 4
    Kupfernaphthenat 2, 0 Ohne 110* 65-0
    wäßrige NaOH 15 Ohne 125 bis 150 24-6
    oc-Naphthol 1, 0 Dimeres 30 140 bis 16016-13
    Benzoylperoxyd 0, 7 Rohbenzin 30 160 20 - 10,0
    Ohne Dimeres 30 160 20-4, 5
    (mit Natrium vorbehandelt)
    Ohne Dimeres 30 140 bis 160 16-17
    Wasser 2 Benzol 30 160 20-18
    Benzoylperoxyd 1, 4 Dimeres 30 160 20-3, 7
    wasserfreies NH3 1,2 Benzol 30 160 17 + 2,1
    Isopropylamin 1,8 Benzol 30 160 21 + 6,6
    Anilin 6 Benzol 30 140 bis 160 17 - 4,5
    n-Butylamin 3 Benzol 30 140 bis 160-7, 5
    Wasser 3 Dimeres 30 160 18 - 9,9
    Wäßrige NH3 3 Dimeres 30 160 18 - 9,3
    (peroxydhaltig)
    Ohne Rohbenzin 30 160 18 + 11,1
    Ohne Benzol 30 165 25-9
    Ohne Athylendichlorid 50 145 bis 165 16-13, 5
    wäßriges NH3 3 Benzol 30 160 17 - 2, 1
    2,1
    Erfin-
    wäßriges NH3 3 Benzol 30 160 17 - 2,5
    dungs- #
    gemäß
    Diäthylamin 1,8 Benzol 30 160 21 - 2,1
    2,1
    auf 25°C nur noch unbedeutend. In allen folgenden Versuchen betrug die Butadienumwandlung mehr als 90 Gewichtsprozent, nur dort, wo die Temperaturen bei 120 und 110°C lagen (mit einem Sternchen gekennzeichnet), lag die Umwandlung bei nur 75 bzw.
  • 55 Gewichtsprozent in den angegebenen Zeiten. In dem Fall, wo eine merkliche Gelausfällung in der Flasche zu beobachten war, wurde dies in der Tabelle mit'>+ « und wo kein Gel zu beobachten war, wurde dies mit » « gekennzeichnet.
  • Es ist zu beachten, daß in allen Fällen außer einem, wo das Dimere als Verdünnungsmittel verwendet wurde, schlechte Ergebnisse erzielt wurden. Dies läßt sich wenigstens teilweise darauf zurückführen, daß das verwendete Dimere eine beträchtliche Zeit mit Luft in Berührung war, und dies erforderte eine Natriumbehandlung, um die gebildeten Peroxyde zu entfernen. Diese Peroxyde dienen natürlich bei der Bildung höherer Polymerer als Katalysatoren. Bei industriel durchgeführten Verfahren wäre eine derartige Behandlung zur Entfernung der Peroxyde nicht erforderlich, da das Polymere nicht mit der Luft in Berührung zu kommen braucht.
  • Die in der Tabelle dargestellten Vergleichsversuche zeigen eindeutig die Überlegenheit des erfindungsgemäßen Verfahrens. In den letzten drei Doppelversuchen, die nach dem ernndungsgemäßen Verfahren unter Verwendung von wäßrigem Ammoniak oder einem Dialkylamin als Zusatzmittel und Benzol als Verdünnungsmittel bei 160°C durchgeführt wurden, konnte keine Gelbildung beobachtet werden, und es bildeten sich nur etwa 2°/o höhere Polymere. In allen übrigen Versuchen, die dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht entsprachen, wobei entweder nur ein erfindungsgemäßes Zusatzmittel oder nur ein erfindungsgemäßes Verdünnungsmittel oder keines von beiden verwendet wurde, war entweder Gelbildung zu beobachten, oder es wurden größere Mengen an höheren Polymeren gebildet, oder die Reaktionsgeschwindigkeiten waren zu gering.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRUCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von 4-Vinylcyclohexen- (l) durch thermische Dimerisation von Butadien- (1, 3) bei 130 bis 160°C bei erhöhten Drücken und in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und eines Polymerisationsverzögerers, dadurch gekennzeichnet, daß man als Polymerisationsverzögerer 1 bis 5, vorteilhaft 2 bis 4 Gewichtsprozent wäßrige Ammoniaklösung oder Dialkylamine, bezogen auf eingesetztes Butadien, und als Verdünnungsmittel 20 bis 50, vorteilhaft 25 bis 35 Gewichtsprozent peroxydfreies Butadiendimeres, aromatische Kohlenwasserstoffe oder chlorierte Paraffine, bezogen auf die Beschickung, verwendet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzungsdauer 8 bis 25, vorteilhaft 15 bis 20 Stunden beträgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verdünnungsmittel Benzol verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Polymerisationsverzögerer eine konzentrierte wäßrige Ammoniaklösung verwendet wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Auslegeschrift Nr. 1058261 ; deutsche Patentschriften Nr. 949 466, 863 414 ; USA.-Patentschriften Nr. 2 544 808, 2 628 956 ; französische Patentschrift Nr. 1 007 420.
DEE18485A 1958-11-26 1959-11-10 Verfahren zur Herstellung von 4-Vinylcyclohexen-(1) Pending DE1119260B (de)

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DEE18485A Pending DE1119260B (de) 1958-11-26 1959-11-10 Verfahren zur Herstellung von 4-Vinylcyclohexen-(1)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0053293A1 (de) * 1980-12-01 1982-06-09 Deutsche Texaco Aktiengesellschaft Verfahren zur thermischen Dimerisierung von Butadien

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