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Vorrichtung zum intermittierenden Fördern von bogenförmigem Material
aus Papier, Pappe od. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum intermittierenden
Fördern von bogenförmigem Material aus Papier, Pappe od. dgl. in einer Presse od.
dgl. mit an zwei endlosen Förderelementen angeordneten Greiferstangen.
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Diese bisher bekannten Vorrichtungen haben den Nachteil, daß sie eine
verhältnismäßig begrenzte Greifkraft haben, so daß die Gefahr besteht, daß schwere
Pappen od. dgl. während des Schneidens, Prägens usw. von den Greifern abgerissen
werden und zu Betriebsstörungen führen. Hinzukommt, daß der Aufbau verhältnismäßig
kompliziert ist und die Greiferstangen sowie die Greifer vor dem Einführen des Papieres
od. dgl. in die genaue übernahmelage dazu gebracht werden müssen, was vielfach eine
Verzögerung des Arbeitsvorganges bedingt.
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Die Erfindung vermeidet die vorstehend in großen Zügen angegebenen
Nachteile der bekannten Vorrichtungen, von denen sie sich vor allen Dingen dadurch
unterscheidet, daß die Greiferstangen mit nach unten weisenden Haltedornen versehen
sowie Einrichtungen zum Übernehmen und Ablegen der Bögen mit und von diesen Haltedornen
vorgesehen sind.
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Dadurch ergibt sich eine im Aufbau verhältnismäßig einfache und billige
Greifervorrichtung, die mit Sicherheit die Blätter od. dgl. hält. Betriebsstörungen
durch Abreißen der Blätter und umständliches Ausrichten der Greifer sind vermieden.
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Ein weiterer Vorteil, der vor allen Dingen gegenüber einer nicht veröffentlichten
Ausführung zu verzeichnen ist, die eine Greifervorrichtung mit zwei über Führungsscheiben
laufenden, parallel zueinander angeordneten, mit Dornen oder Stiften zum Eingreifen
in das Material besetzten Stahlbändern hat, besteht darin, daß das Material nicht
wie dort an den Längskanten, also in Förderrichtung, sondern quer dazu über die
ganze Bahnbreite an der Vorderkante erfaßt wird.
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Dadurch ist ein geringerer Materialverlust als beim Erfassen des Materials
an den Längskanten zu verzeichnen, da jetzt lediglich die kurze Querkante verlorengeht.
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Bei einer bevorzugten Ausführung nach der Erfindung sind die Greiferstangen
an der Greiferseite mit ausgesparten und vorspringenden Abschnitten versehen, wobei
die Dorne in mindestens einigen der vorspringenden Abschnitte angeordnet sind. Dabei
ist vorteilhaft die Anordnung derart, daß die Dorne in jedem zweiten vorspringenden
Abschnitt sitzen.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung ist die Einrichtung zum Eindrücken
der Dorne in das einzuführende Blatt od. dgl. mit einer Schiebestange versehen,
die unter der Zuführungsebene der Blätter od. dgl. sitzt und zum Andrücken des jeweils
zu erfassenden Blattes od. dgl. nach oben gegen die Dorne der Greiferstange bewegt
wird, wobei dornfreie, erhabene Abschnitte der Greiferstange ein unerwünszhtes Verformen
der zwischen den Dornen liegenden Teile des Blattes beim Andrücken gegen die Dorne
verhindern.
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Vorzugsweise steht die Schiebestange unter Federwirkung und wird durch
einen aus Hebeln und Nocken bestehenden Antrieb betätigt, wenn das zu erfassende
Blatt od. dgl. ausgerichtet worden ist.
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Ferner sind zwei Fühler vorgesehen, die normalerweise gegen das ausgerichtete
Blatt od. dgl. lieg---ri und den Antrieb der Schiebestangen abschalten, sobald mindestens
einer von ihnen das Blatt od. dgl. nicht mehr berührt. Dabei findet ein Grenzschalter
Verwendung, der über Hebel und Lenker betätigt, wird und die Maschine stillsetzt.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sic,i aus der folgenden
Beschreibung der in der Zeic'inalg dargestellten Ausführungsbeispiele.
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Fig. 1 ist eine ausschnittsweise Ansicht eines Teileä einer Greifervorrichtung
nach der Erfindung; Fig. 2 ist ein Schnitt entlang der Linie II-11 in Fig. 1;
Fig.
3 ist ein Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 1; Fig. 4 ist eine Seitenansicht
eines Teiles der Greifervorrichtung; Fig. 5 ist eine Vorderansicht eines - Teiles
der Greifervorrichtung ; Fig. 6 ist eine Draufsicht eines Teiles der Greifervorrichtung;
Fig. 7, 8 und 9 sind Ansichten eines Teiles der Greifervorrichtung in verschiedenen
Stellungen; Fig. 10 ist eine Seitenansicht eines Teiles der Abnehmereinrichtung
der Maschine; Fig. 11 ist eine Draufsicht, auf die Abnehmerein-_ richtung nach Fig.
9; Fig. 12 ist eine Ansicht eines Teiles des Greiferbalkens und der Tragkette der
Vorrichtung nach der Erfindung in einer abgewandelten Form; Fig. 13 ist eine Seitenansicht
des Gegenstandes der Fig. 12; Fig. 14 ist eine Vorderansicht eines Teiles des bei
der abgewandelten Ausführungsform verwendeten Mechanismus; Fig. 15 ist eine teilweise
geschnittene Ansicht des an der Vorrichtung angebrachten Mechanismus nach Fig. 14;
Fig. 16 ist eine teilweise weggebrochene und teilweise geschnittene Ansicht der
Vorrichtung bei der abgewandelten Ausführungsform in einer Stellung; Fig. 17 ist
eine Ansicht ähnlich Fig. 16 zur Veranschaulichung dieser Ausführungsform in einer
anderen Stellung.
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Die Pressen der beschriebenen Art sind an sich bekannt, so daß nur
die Greiferstange, ihr Antrieb und ihre Wirkungsweise beschrieben werden.
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Die Wirkkante der Greiferstange 10 ist entlang ihrer vollen Länge
mit einem Falz versehen, so daß ein etwa 3 mm hoher Flansch mit abwechselnd erhabenen
und ausgesparten Abschnitten 12 bzw. 13 gebildet ist. Die ausgesparten Abschnitte
dienen dazu, die Verwendung eines im folgenden noch zu beschreibenden Abnehmers
zum Abnehmen einer Tafel von der Greiferstange 10 nach dem Schneiden, Prägen
od. dgl. zu ermöglichen. Die vorspringenden Abschnitte 12 sind mit Dornen 14 versehen,
die gebogen ausgebildet oder mit Widerhaken versehen sein können, um eine wirksame
Greiffähigkeit zu gewährleisten.
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Die Greiferstange 10 ist oberhalb des Niveaus der Zufuhr der
zu behandelnden Tafeln angeordnet. Unterhalb des Niveaus der Zufuhr der zu fassenden
Tafeln befindet sich eine Schiebestange 15, die zum Andrücken der zuzuführenden
Tafeln nach oben gegen die Dorne 14 hebbar bzw. senkbar ist. Die Wirkkante der Schiebestange
15 ist mit einem Puffer oder Kissen 17 ausgestattet, so daß das Auftreten von Spuren
beim Ausüben des Greifdruckes an der Tafel verhindert wird.
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Am Zufuhrende einer Presse ist ein Rahmenwerk vorgesehen, innerhalb
dessen eine Einrichtung zum einwandfreien Pressen der den Tiegeln der Presse zuzuführenden
Tafel an die Greiferstangen 10 montiert ist, die nacheinander durch die Presse
hindurchwandern und dabei die Tafeln tragen.
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Alle Greiferstangen 10 sind von gleicher Konstruktion und bestehen
aus Leichtmetall, Legierung. oder aus Holz von hoher Dichte. Es wird nur eine Greiferstange
10 beschrieben.
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Bei der zu beschreibenden Ausführungsform der Erfindung ist die Greiferstange
10 etwa 965 mm lang, 38 mm breit und 9,5 mm dick. Die Enden der Greiferstange sind
mit Gewindebohrungen zur Aufnahme von Schrauben zum Befestigen der Greiferstange
an durch die Presse hindurchlaufenden Ketten 11 versehen. Wenn erwünscht, kann die
Greiferstange 10
in solcher Weise montiert sein, daß, wie im folgenden noch
in Zusammenhang mit Fig. 12 bis 17 be-
schrieben, eine Bewegung der Greiferstange
in der Längsrichtung in bezug auf die Kette ermöglicht ist, so daß etwaige Längenänderungen
der Ketten infolge von überdehnung oder Verschleiß während des Betriebes ausgleichbar
sind, die möglicherweise zu einer fehlerhaften. Stellung der Greiferstange
10 in bezug auf die noch näher zu beschreibende Schiebestange führen könnten.
Oberhalb der Schiebestange sind nicht dargestellte Anschläge vorgesehen, gegen die
die Greiferstange anstößt, wenn sie sich oberhalb der Schiebestange in einwandfreier
Stellung befindet.
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Unter dem Niveau der zuzuführenden Tafeln sind Einrichtungen vorgesehen,
die geeignet sind, das Aufdrücken der Tafel auf die Dorne 14 herbeizuführen
und außerdem die Maschine stillzusetzen, wenn eine fehlerhafte Aufgabe der Tafeln
auftritt oder die Zufuhr von Tafeln aussetzt.
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Wie Fig. 4 bis 6 erkennen lassen, die einen Teil der oben allgemein
beschriebenen Vorrichtung veranschaulichen, ist eine an einem U-förmigen Rahmen
16 montierte Schiebestange 15 vorgesehen. Die obere Fläche der Stange 15 ist, wie
schon erwähnt, mit einem nachgiebigen Kissen oder Puffer 17 ausgestattet, und dieses
Kissen sowie die Stange 15 sind an Stellen 18, die den von den Dornen 14 eingenommenen
Stellen entsprechen, mit Schlitzen versehen, die gewährleisten, daß die Dorne 14
beim Anstechen der Tafeln keine Beschädigung erleiden.
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Die Schiebestange 15 ist in der Nähe ihrer Enden mit Schlitzen und
z. B. bei 15a mit Nuten versehen, deren Bedeutung im folgenden noch erläutert
wird. Durch die Schlitze sind Schrauben 19 durchgesteckt, die in die oberen Enden
von schwenkbar gelagerten Anschlaghebeln mit vorderen Widerlagern 20 eingeschraubt
sind, gegen die die Tafeln jeweils vor dem Aufspießen anstoßen, vorausgesetzt, daß
sie sich in einwandfreier Lage befinden. Die Anschlaghebel 20 sind an einem Punkt
zwischen ihren Enden an einer Welle 21 schwenkbar gelagert, die mittels Konsolen
22 getragen ist, die an dem Rahmen 23 der Maschine befestigt sind. Ein freies Schwenken
dieser Hebel 20 ist dadurch verhindert, daß die unteren Enden der einzelnen Stangen
an der zugehörigen Konsole 22 einstellbar verankert sind.
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Die Bedeutung der Schwenkbarkeit der Hebel 20 liegt in der Schaffung
einer Einstellmöglichkeit ihrer Stellung bei Bedarf. Die Mittel zum Einstellen der
Stellung der Hebel 20 bestehen aus je einem schwenkbaren Verbindungsstück 24 mit
Innengewinde am Ende jedes Hebels 20.
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In das Verbindungsstück ist eine Gewindespindel 25 eingeschraubt,
die durch ein Lager 26 an der Konsole 22 hindurchgeführt ist. An der einen Seite
des Lagers 26 ist ein Stellring 27 und an seiner anderen Seite ein Zahnrad oder
Schneckenrad 28 vorgesehen. Das Rad 28 des einen Hebels 20 steht im Eingriff mit
einem Zahnrad oder Schneckenrad 29, das an einer mit einem Handrad 31 ausgestatteten
Welle 30 montiert ist, während das andere Zahn- oder Schneckenrad 28 mit einem Zahnrad
oder einer Schnecke 32 im Eingriff steht, das bzw. die an einer mit einem
Handrad
34 ausgestatteten Welle 33 montiert ist. Beide Anschlaghebel 20 sind auf diese Weise
voneinander unabhängig einstellbar. Um zu gewährleisten, daß eine übermäßige Bewegungsfreiheit
an den Hebeln 20 z. B. infolge Verschleißes verhindert wird, sind Federn
35 vorgesehen, die an den Hebeln 20 und den Konsolen 22 befestigt sind.
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An jedem Hebel 20 ist eine Führungskonsole 36 montiert, durch
die ein Arm des U-förmigen Rahmens 16 hindurchragt. Die Konsole ist mit einem Schlitz
versehen, um eine hin- und hergehende Bewegung des Rahmens 16 und somit der Stange
15 zu gestatten.
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Die Einrichtung zum Hin- und Herbewegen der Schiebestange 15 ist mit
einer Reihe von Hebeln und Gelenkgliedern ausgestattet, die von zwei Nocken 37 antreibbar
sind. Die Nocken 37 sind an einer angetriebenen Welle 38, je einer in der Nähe jedes
Endes derselben, befestigt. Die Welle 38 ist mit einem Kettenrad 39 od. dgl. ausgestattet.
Am Maschinenrahmen sind in der Nähe der Welle 38 gekröpfte Hebel 40 schwenkbar montiert,
und an den freien Enden dieser Hebel sind Nockenfolgerrollen 41 vorgesehen. In der
Nähe der Kröpfung jedes Hebels 40 ist eine Zugstange 42 angelenkt, die durch einen
Ring oder eine Öse 43 hindurchgeführt ist, die an einem weiteren Hebel 44 befestigt
ist, und die Zugstange 42 endet ein Stück unterhalb dieses Hebels. An der Seite
des Ringes 43, die dem Hebel 40 zugewendet ist, ist ein Stellring 45 befestigt,
und an der anderen Seite der Öse 43 ist die Zugstange 42 von einer
Feder 46
umgeben, die an der Öse 43 abgestützt ist und an der Zugstange
42 mittels einer Mutter 47 und einer Verriegelungsmutter 48 gehalten
ist. Die Hebel 44 sind an einem Stab 49 befestigt, der im Rahmen der Maschine
hin- und herschwenkbar montiert ist, und diese Schwenkbewegung wird bei der Drehung
der Welle 38 hervorgerufen, die eine Bewegung der Zugstange 42 erzeugt. Die
Feder 46 ist stark genug, um ihrer Druckverformung Widerstand zu leisten,
wenn keine übermäßige Belastung auf sie wirkt. Sie ist jedoch, wie im folgenden
beschrieben, in solcher Weise zusammendrückbar, daß sie ein Stillsetzen der Maschine
herbeiführt, wenn eine Tafel in nicht einwandfrei ausgerichteter Lage liegt. Die
Hebel 44 versetzen also den Stab 49 in eine Hin- und Herschwenkbewegung, und an
diesem Stab sind weitere Hebel 50 befestigt, die an ihren freien Enden mit Ausschnitten
51 zur Aufnahme von Zapfen 52 versehen sind, die am Rahmen 16 befestigt sind, so
daß, wenn die Hebel 50 sich auf und ab bewegen, auch der Rahmen 16 und mit ihm die
Schiebestange 15 eine Auf- und Abbewegung ausführen, die die Tafel auf die Dorne
14 des Greiferbalkens 10 aufschiebt. Das Ausschalten der Maschine bei nicht
einwandfrei ausgerichteter Lage der Tafel ist dadurch gewährleistet, daß ein Grenzschalter
53 vorgesehen ist, der mittels eines Kniehebeltriebes (Fig. 4, 7, 8 und 9) betätigbar
ist.
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Der Kniehebeltrieb besteht aus einem Glied 54, das einerseits am Hebel
40 und andererseits an einem Glied 55 aasgelenkt ist, das seinerseits mit
dem zugeordneten Hebel 44 gelenkig verbunden ist. An der Gelenkstelle zwischen den
Gliedern 54 und 55 ist ein weiteres Glied 56 aasgelenkt, das mit einem Winkelhebel
57, der auf der Welle 49 drehbar gelagert ist, gelenkig verbunden ist Das Ausschalten
tritt ein, wenn eine Tafel sich in nicht einwandfrei ausgerichteter Lage befindet,
und, wie im folgenden noch beschrieben, wird dadurch eine Aufwärtsbewegung der Stange
15 verhindert. Wenn dies eintritt, ist der Hebel 40 immer noch auf und ab bewegbar,
jedoch kann der Hebel 44 die Aufwärtsbewegung nicht mitmachen. Die Zugstange 42
bewegt sich jedoch aufwärts, drückt die Feder 46 zusammen, und infolge der Aufwärtsbewegung
des Hebels 40 wächst der Abstand zwischen diesem und dem Hebel 44, so daß
die Glieder 54 und 55 eine Bewegung in die Strecklage erfahren, durch die das Glied
56 bewegt wird und seinerseits den Winkelhebel in solcher Weise bewegt, daß dieser
den Grenzschalter 53 betätigt, der die Maschine stillsetzt. Das Ausschalten erfolgt
in der in Fig. 9 veranschaulichten Stellung der oben beschriebenen Teile.
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Wie oben bereits erwähnt, ist die Maschine durch eine nicht einwandfrei
ausgerichtete Lage einer Tafel selbsttätig stillsetzbar. Diese nicht einwandfrei
ausgerichtete Lage kann auftreten, wenn die Tafel keinen der beiden vorderen Anschläge
oder nur einen derselben berührt. Diese letzteren sind mit maschinell bearbeiteten
Flächen 58 ausgestattet, gegen die die Tafel anstößt, wenn sie einwandfrei ausgerichtet
ist, und diese Flächen liegen unterhalb der Kante des Falzes im Balken 10.
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Es ist .eine Einrichtung zum Anzeigen der einwandfreien Ausrichtung
bzw. einer fehlerhaften Lage der Tafel vorgesehen, und diese besteht aus einem Füh-ler
59 neben jedem der vorderen Anschläge 20. Diese Fühler sind mit maschinell bearbeiteten
vorderen Flächen 60 ausgestattet und sind an der Welle 21 aasgelenkt. Wie die Fig.
4 und 6 zeigen, stehen die Flächen 60 der Fühler 59 normalerweise unter einer Belastung,
die bestrebt ist, sie in eine Stellung zu führen, in der sie sich dem Stapel von
Tafeln näher befinden als die Flächen 58 der vorderen Anschläge 20. Jeder Fühler
ist in seiner Stellung mittels einer Feder 61 gehalten, von der ein Abschnitt um
die Welle 21
herumgewunden ist, während der Rest ihrer Länge sich entlang
der Fühler 59 erstreckt und sein Ende um die Hinterkante des Fühlers (in bezug auf
die Richtung der Zufuhr der Tafeln) herumgelegt ist.
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Die Nuten 15 a in der Stange 15 sind in solcher Lage angebracht, daß,
wenn die Flächen 60 der Fühler sich in der in Fig. 6 dargestellten Stellung befinden,
die unteren Kanten der Fühlerfiächen in den Nuten liegen und eine Bewegung der Stange
15 verhindern. Wenn eine Tafel sich in einwandfrei ausgerichteter Lage befindet,
werden die Fühler nach hinten geschoben und liegen dann in der in Fig. 7 gezeigten
Lage, und die Flächen 60 sind in bezug auf die Flächen 58 der vorderen Anschläge
20 fluchtend ausgerichtet. Die Stange 50 kann sich dann unter der Wirkung des oben
beschriebenen Hebeltriebes heben und ermöglicht das Angreifen der Dorne 15 an der
Tafel in der in Fig. 8 dargestellten Weise. Wenn die Zufuhr der Tafel in fehlerhafter
Weise erfolgt, bleibt der eine der Fühler oder bleiben beide Fühler in der in Fig.
9 gezeigten Weise in der Nut zurück, und die Stange 15 kann nicht gehoben werden.
Auf diese Weise wird die Feder 46 druckverformt, während der Kniehebeltrieb in Tätigkeit
gesetzt und die Maschine ausgeschaltet wird, und sie entspannt sich gegebenenfalls,
nachdem die Tafel einwandfrei ausgerichtet ist. Diese Feder dient auch dazu, im
Verein mit einer Hilfsfeder 62 jegliches Bestreben der Teile des Mechanismus zu
überwinden, die Stellung zu blockieren, die sie einnehmen, wenn das Anstechen stattfindet.
Nachdem
die Tafel die Presse durchlaufen hat, wird sie von der Greiferstange 10 zu einem
Stapel bearbeiteter Tafeln gebracht und dort von der Greiferstange 10 abgenommen.
Die Abnahmeeinrichtung besteht aus einem Nocken 63 (Fig. 10) und einem Nockenfolger
64, der zwischen den Enden eines Nokkenarmes 65 angeordnet ist. Das eine Ende des
Armes ist an einem Stab 66 befestigt, der zwei weitere Arme 67 trägt, und diese
tragen eine Abnehmerstange 68, die in der insbesondere aus Fig. 11 ersichtlichen
Weise entsprechend der Greiferstange 10 ausgebildet ist. Der Nocken 63 wird dauernd
von einem außenliegenden Antrieb und einem Kettenrad 69 in Drehung gehalten, und
sein Antrieb ist derart synchronisiert, daß er die Bewegung der Stange 68 zum Abnehmen
der Tafel von der Greiferstange 10 herbeiführt, wenn sich letztere am Ende
ihrer wirksamen Bewegungsstrecke befindet.
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Am freien Ende des Nockenarmes 65 ist eine Feder 70 befestigt, die
den Nockenfolger mit dem Nocken 63 in Berührung hält.
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An der Ein- und Austrittsstelle sind Führungen 71 zum Führen der Greiferstange
10 in einwandfreier Lage und zum Verhindern von übermäßigen Verformungen desselben
bei den Vorgängen des Greifens und des Abnehmens vorgesehen.
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Bei der in Fig. 12 bis 17 dargestellten abgewandelten Ausführungsform
ist die Greiferstange 10 an jedem Ende mittels einer Kettenkonsole 72 und
einer Schraube 73 an den Ketten 11 befestigt. Die Schraube 73 ist
durch Langlöcher der Greiferstange 10 durchgesteckt und gestattet eine Querbewegung
der Greiferstange um eine Strecke von ungefähr 4,5 mm, und durch Anordnung einer
Feder 74 an der Schraube 73 ist eine Beweglichkeit in der Längsrichtung um eine
Strecke von etwa 6,3 mm ermöglicht. An zwei Stellen entlang der Vorderkante der
Greiferstange 10 sind V-förmige Kerben 75 vorgesehen, und diese nehmen Anschläge
76 auf, wenn der Balken einwandfrei ausgerichtet ist. Die Anschläge 76 gewährleisten,
daß die Greiferstange 10 in Griffstellung und Bearbeitungsstellung, z. B.
Schneidstellung, einwandfrei ausgerichtet ist. Jeder der Anschläge 76 an der Greifstelle
ist an einem Halter 77 (Fig. 16) montiert, der seinerseits an einer geschlitzten
Lasche 78 befestigt ist. Die Lasche 78 hat zwei Schlitze, durch deren einen ein
Gewindestift 79 durchgesteckt ist, der an dem beweglichen Tiegel der Presse befestigt
ist. Zwischen dem Tiegel und der Lasche 78 ist ein Distanzstück
80 vorgesehen, das die richtige Lage der Lasche gewährleistet. Am unteren
Ende der Lasche 78 ist durch den anderen Schlitz eine Schraube 81 durchgesteckt,
die in eine Konsole 82 eingeschraubt ist, die ihrerseits an der Führung des beweglichen
Tiegels befestigt ist.
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Während der Tiegel sich auf und ab bewegt, gleitet der Gewindestift
79 in dem ersten Schlitz der Lasche 78, und wenn er das obere Ende dieses Schlitzes
(Fig. 16) erreicht, bewirkt er ein Heben der Lasche 78 und somit des Anschlages
76 in eine Stellung, bei der die V-förmigen Kerben 75 der Greiferstange 10 an dem
Anschlag 76 angreifen. Die Schraube 81
dient zum Führen des unteren
Endes der Lasche 78. Dank der Form der Kerben 75 und der Anschläge 76 ist
die Greiferstange 10 einwandfrei ausgerichtet, wenn die Anschläge 76 sich
mit den Kerben 75 vollständig im Eingriff befinden.
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Eine ähnliche Anordnung wie die eben beschriebene ist an der Schneidstellung
der Presse vorgesehen, nur ist hier der Halter 77 ausgelassen. Im übrigen sind die
gleichen Bezugszeichen verwendet. Der Halter 77 an der Eintrittsstelle ist dadurch
bedingt, daß die Zufuhrstelle von den Tiegeln etwas entfernt ist.
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Der Betriebszyklus der beschriebenen Presse ist folgender: (a) Wenn
sich der Tiegel am oberen Ende seiner Bewegungsstrecke befindet, stehen die Greiferstangen
10 still, und die Anschläge 76 stehen mit den Schlitzen 75 im Eingriff:
(b) Der Tiegel bewegt sich abwärts über die erste Hälfte seiner Bewegungsstrecke,
nimmt dabei die Anschläge 76 mit, und die Greiferstangen 10 sind durch die Presse
bewegbar.
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(c) Am unteren Ende der Bewegungsstrecke befinden sich die Anschläge
76 in ihren untersten Stellungen.
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(d) Der Tiegel beginnt seine Aufwärtsbewegung und nimmt die Anschläge
76 mit.
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(e) Nach halber Aufwärtsbewegung des Tiegels befinden sich die Anschläge
in ihrer oberen Stellung und beenden ihre Bewegung.
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(f) Die Greiferstangen 10 setzen bei der weiteren Aufwärtsbewegung
des Tiegels ihre Bewegung fort und führen die richtige Lage der Stange in bezug
auf die Anschläge herbei.
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(g) Die Greiferstangen stehen still.
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(h) Der Tiegel beendet seine Aufwärtsbewegung und führt einen Schnitt
oder einen Prägevorgang aus. Es hat sich gezeigt, daß bei Verwendung der beschriebenen
abgewandelten Ausführungsformen die Greiferstange 10 mit besonders hoher Genauigkeit
in die richtige Lage überführbar ist, und zwar ohne Rücksicht auf etwaige Längenänderungen,
die in den Ketten 11 auftreten können.