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DE298231C - - Google Patents

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Publication number
DE298231C
DE298231C DE1914298231D DE298231DA DE298231C DE 298231 C DE298231 C DE 298231C DE 1914298231 D DE1914298231 D DE 1914298231D DE 298231D A DE298231D A DE 298231DA DE 298231 C DE298231 C DE 298231C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
edge
cutting
knife
embroidery
guide head
Prior art date
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Expired
Application number
DE1914298231D
Other languages
English (en)
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Publication date
Application filed filed Critical
Application granted granted Critical
Publication of DE298231C publication Critical patent/DE298231C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06HMARKING, INSPECTING, SEAMING OR SEVERING TEXTILE MATERIALS
    • D06H7/00Apparatus or processes for cutting, or otherwise severing, specially adapted for the cutting, or otherwise severing, of textile materials
    • D06H7/16Apparatus or processes for cutting, or otherwise severing, specially adapted for the cutting, or otherwise severing, of textile materials specially adapted for cutting lace or embroidery

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-.JVl 298231 -.. KLASSE Sf. GRUPPE
WALTER WILD in AUGSBURG.
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zum Abschneiden der unbestickten Kante von Stickereien jener Art, bei denen das Schneidwerkzeug senkrecht zur Schneidbahn geführt ist, und durch die gegenüber den bekannten derartigen Maschinen bezweckt wird, durch zweckmäßigere Bauart eine vorteilhaftere Wirkungsweise als auch eine selbsttätige Führung der getrennten Teile zu erzielen, sowie durch entsprechende Steuerung des Schneidmessers ein sicheres und sauberes Abtrennen der unbestickten Kante vom Feston ohne Beschädigen des letzteren zu ermöglichen.
Dies wird dadurch erreicht, daß das senk-
X5 recht zum Gewebe geführte Schneidmesser von einem mit seiner lotrechten Kante an den Stickereirand stoßenden, in bekannter Weise verschiebbar und schwingbar gelagerten Führungskopf an seiner in dieser Kante liegenden Schneide teilweise umfaßt wird, so daß Messer und Führungskopf durch den am letzteren vorbeibewegten Stickereirand eines mittels recht- oder spitzwinkelig zur Schneide des Messers angeordneter Förderrollenpaare zugeführten Gewebes nicht nur horizontal zur Schneidbahn verschoben, sondern auch seitlich ausgeschwungen werden können, zum Zweck, das Schneidmesser den Ausbogungen des Festons entsprechend durch diesen selbst zu steuern und ein sauberes und sicheres Abtrennen der unbestickten Kante ohne Beschädigung des Stickereirandes zu erzielen.
Auf der Zeichnung ist in den Fig. ι bis 21 eine derartige Maschine zum Abschneiden der unbestickten Kanten von Stickereien in zwei Ausführungsformen dargestellt, und zwar zeigen die Fig. 1 bis 3 die eine Ausführungsform in Ansicht, Draufsicht und in senkrechtem Querschnitt nach Linie A-B der Fig. 1 und die Fig. 4 und 5 hierzu den Führungskopf als Einzelheit in größerem Maßstab in Ansicht und Draufsicht, und Fig. 6 eine schematische Darstellung des Trennvorganges, sowie die Fig. 12 bis 14 die Lagerung des Führungskopfes mit der Entkupplungseinrichtung des hinteren Förderwalzenpaares als Einzelheit in Vorderansicht, Seitenansicht und Draufsicht, während die Fig. 7 bis 9 die weitere Ausführungsform in Ansicht, Draufsicht und senkrechtem Querschnitt nach der Linie C-D der Fig. 7 zeigen und die Fig. 10 und 11 zwei schematische Darstellungen des Schneidvorganges dieser Messeranordnung, sowie die Fig. 15 bis 17. die Lagerung des Messers und Führungskopfes bei dieser Ausführungsform als Einzelheit in Vorderansicht, Seitenansicht und Draufsicht, und die Big. 18 bis 21 die Lagerung der beiden Förderrollenpaare veranschaulichen.
Nach der . ersten Ausführungsform (Fig. 1 bis 6, 12 bis 14 und 18 bis 21) besteht die Maschine im wesentlichen aus ' dem senkrecht zum Gewebe geführten Schneidmesser 1, das in einem Bügel 2 eingespannt ist, der seinerseits an ein winkelförmiges Lagerstück α angelenkt ist, dessen abwärts gerichteter Lagerzapfen b an einem auf zweiteiligem Ausleger 3, 4 senkrecht verschiebbaren Schieber 5 mittels eines Klemmlagers c gehalten wird, wobei die Einrichtung derart getroffen ist, daß die Mittellinie des Lagerzapfens b mit der Schneidkante des Messers 1 zusammenfällt d. h. daß der Drehpunkt des Zapfens b senkrecht unter die
Schneidkante zu liegen kommt, so daß die Schneidkante des Messers ι stets in derselben Lage verbleibt, während das Messer 2 selbst in der Schräglage durch Drehung um den Lagerzapfen b geändert werden kann (Fig. 12 bis 14). Der aus den zwei gelenkig · verbundenen Teilen 3 und 4 gebildete Ausleger ist mit dem hinteren Teil 4 auf einem auf einer Grundplatte 6 befestigten Ständer 7 drehbar gelagert. Der eine Gleitschiene 8 tragende Schieber 5 wird von einem Bügel 9 erfaßt, der mittels einer Hülse 10 auf einer auf der Grundplatte 6 sitzenden Stützsäule 11 verschiebbar ruht. An die Hülse 10 ist unter Vermittlung eines Zwischengliedes 12 ein doppelarmiger Winkelhebel 13 angelenkt (Fig. 3), der auf der Grundplatte 6 drehbar gelagert ist und andererseits von einer Schubstange 14 erfaßt wird, die ihrerseits an eine Kurbel 15 angelenkt ist, welche auf einer im Lager 16 ruhenden Welle 17 sitzt, die unter Vermittlung eines Stirnrädervorgeleges 18, 19, 20, 21, 22 mit einer von Hand mittels Kurbel 23 oder sonstigen Kraftquelle angetriebenen Welle 24 in Verbindung steht, d. h. auf Drehung gekuppelt ist (Fig. ι bis 3). Über dem Ausleger 3, 4 ist ein Auflegetisch 25 vorgesehen, der mittels Klemmbacke 26 auf einer Stütze 27 abnehmbar befestigt ist. In gleicher Höhe wie der Auflegetisch 25 ist ein in bekannter Weise verschiebbar und schwingbar gelagerter Führungskopf 28 vorgesehen, der auf einem Arm 29 befestigt ist, welcher in einem auf dem Auslegerteil 3 sitzenden Lager 30 verstellbar ruht. Der Führungskopf 28 besteht aus zwei Teilen, von denen der obere Teil an einem im Querschnitt schwalbenschwanzförmig gestalteten Fortsatz 31 des auf dem Arm 29 befestigten unteren Teiles geführt und mittels einer ihn durchsetzenden, eine Gegenmutter d tragenden Stellschraube 32 gegenüber letzterem in der Höhe verstellbar ist,, so daß dadurch der zwischen beiden Teilen entstehende Spalt, entsprechend der Dicke des durch denselben hindurchzuführenden unbestickten Gewebes 33 geändert werden kann (Fig.. 4 bis 6). Zum Feststellen des oberen Führungskopfteiles dient die Spannschraube e, die durch Anziehen ersteren fest auf dem Fortsatz 31 des unteren Teiles festklemmt und dadurch mit letzterem ein Ganzes bildet. Zum Schütze des Stickereirandes 34 trägt der Führungskopf 28 bzw. dessen beide Teile an der Vorderkante Zungen 35, innerhalb welcher die Messerschneide des Messers 1 auf und ab beweglich ist, so daß hierdurch einerseits die Schneide umfaßt, andererseits der zugeführte Stickereirand 34 gegenüber der Messerschneide geschützt ist und daher beim Vorwärtsbewegen an diesen Zungen 35 entlang gleitet. Zur sicheren Führung des Messers 1 ist hinter den Schutzzungen 35 eine Führungsgabel 36 am unteren Teil des Führungskopfes 28 befestigt (Fig. 4 bis 6).
Die Zuführung des bestickten Stoffes bzw. Gewebes erfolgt durch je zwei paarweise übereinander in an der Grundplatte befestigten Ständern 37, 38 gelagerte Förderrollen 39, 40 bzw. 41, 42 (Fig. ι bis 3 und 18 bis 21). Die unteren Rollen 39 und 41 sitzen hierbei auf von Riemengetrieben 43, 44 in Umdrehung zu versetzenden Wellen 45, 46, während die oberen Rollen 40 und 42 an Schwingarmen 47, 48 gelagert sind. Hierbei ist die Einrichtung derart getroffen, daß die oberen Rollen 40, 42 zwecks leichten Einspannens des Gewebes jeweils von den unteren Rollen 39, 41 etwas abgehoben werden können, wobei der die obere Rolle 40 des vorderen Förderrollenpaares 39, 40 tragende Schwingarm 47 durch die Nase I eines am Ständer 37 gelagerten Klinkenhebels 49 gesichert, d. h. in der strichpunktierten Lage gehalten wird (Fig. 20 und 21). Der die obere Rolle 42 des hinteren Förderrollenpaares 41, 42 tragende Schwingarm 48 wird dagegen durch Nachrechtslegen eines am Ständer 38 gelagerten Klinkenhebels 50 von dessen Nase k in der strichpunktierten Lage gehalten (Fig. 18 und-19). Nach erfolgtem Auflegen des Gewebes auf die unteren Rollen 39 bzw. 41 werden die Klinkenhebel 49 und 50 etwas ein- go wärts gedreht und dadurch deren Nasen I, k von den Schwingarmen 47, 48 abgezogen, so daß letztere bzw. deren Rollen 40, 42 unter Vermittlung von Schraubenfedern 51, 52 in die Arbeitslage zurückkehren und hierbei das Gewebe gegen die unteren Rollen 39, 41 andrücken, wodurch es demzufolge von diesen entsprechend der eingestellten Fördergeschwindigkeit mitgenommen, d. h. vorwärts geschoben wird. -
Die Rollenpaare 39, 40 bzw. 41, 42 können hierbei recht- oder spitzwinkelig zur Messerschneide angeordnet sein, so daß die seitlich des Schneidmessers 1 gelagerten Rollen 39, 40 die Stickerei 34 und die hinter dem Schneidmesser ι gelagerten Rollen 41, 42 das abgetrennte Gewebe 33 weiterbewegen (Fig. 1 bis 3 und 6). Am Ständer 7 ist nun weiterhin ein Tragarm 53 befestigt, auf welchem an seinem vorderen. Ende ein doppelarmiger Stellarm 54 no gelagert ist (Fig. 2). Der linke Teil des Stellarmes 54 ist mittels einer ihn in einem Schlitz f durchsetzenden Stellschraube g seitlich verstellbar auf dem Tragarm 53 gehalten, während. sein rechtes Ende einen Doppelhebel 55 trägt (Fig. ι bis 3 und 12 bis 14). Das hintere Ende des Doppelhebels 55 legt sich nun gegen eine einerseits auf der Grundplatte 6 gelagerte, andererseits eine auf der Welle 46 verschiebbare Reibkupplung 56 tragende Führungsgabel 57, die ihrerseits durch eine einstellbare Schraubenfeder 58 nach rechts gezogen wird,
so daß sich dadurch die Kupplung 56 gegen die lose auf der Welle 46 sitzende Förderrolle 41 andrückt und diese mit der Welle 46 kuppelt. Der Doppelhebel 55 ist hierbei mittels einer in der Führungsgabel 57 sitzenden Stellschraube 59 gegenüber dieser verstellbar, so daß dadurch der Reibungsdruck der Kupplung 56 eingestellt werden kann, bzw. dadurch die am vorderen Ende des Doppelhebels 55 gelagerte Führungsrolle 60 gegen die rechte Seite des Auslegerteils angedrückt wird (Fig. 12 bis 14). Der Auslegerteil 3 ist weiterhin linksseitig durch eine gegenüber der Rolle 60 auf einem Ständer 61 gelagerte Rolle 62 geführt, so daß er an seinem vorderen Ende zwischen diesen Rollen 60, 62 gehalten und unter Vermittlung des Auslegerteiles 4 senkrecht zur Schneidbahn verschiebbar ist, wobei die Bewegung nach rückwärts durch eine auf dem Ständer 38 befestigte Klemmbacke 63, nach vorwärts dagegen durch eine am Arm 53 vorgesehene Anschlagleiste h begrenzt ist (Fig. 2). Der das Schneidmesser 1 und den Führungskopf 28 tragende Auslegerteil 3 wird durch Vermittlung einer einerseits am Auslegerteil 4 andererseits am Stellarm 54 angreifenden Schraubenfeder 64 stets unter leichtem, mittels einer Stellschraube i einstellbarem Druck bis zur Anschlagleiste h nach vorn gezogen. Der im Ständer 37 gelagerte Riementrieb 43 wird von der Welle 24 aus mittels Kegelradgetriebe 65, 66 angetrieben, während der am Ständer 38 gelagerte Riementrieb 44 mit dem mit ihm auf einer Achse sitzenden Stirnrad 19 in Umdrehung versetzt wird. Um die Riemen 43, 44 stets gespannt zu halten, können unter dem Einfluß von Schraubenfedern 67 stehende Spannrollen 68 angeordnet sein (Fig. 1 bis 3).
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Zunächst wird das etwas vorgeschnittene, mit Stickerei versehene Gewebe auf dem Tisch 25 aufgelegt und unter Seitwärtsdrehen und Abheben der oberen Rollen 40, 42 zwischen diese und die unteren Rollen 39, 41 derart eingeklemmt, daß der Anfang des Stickereirandes 34 an den Führungskopf 28 zu liegen kommt, wobei das dünnere abzutrennende Gewebe 33 durch den Spalt zwischen den Teilen des Führungskopfes 28 zu den rückwärts befindlichen Rollen 41, 42 hindurchgezogen werden kann. Wird nun die Maschine in Betrieb gesetzt, so wird sowohl unter Vermittlung des Rädervorgeleges 17, 18, 19, 20, 21, 22, 24 und 65, 66 nicht nur das Hubgestänge 12, 13, 14, 15 bewegt und dadurch das Schneidmesser 1 in auf und ab gehende Bewegung versetzt, sondern es werden ,auch gleichzeitig die Förderrollen 39, 40 und 41, 42 unter Vermittelung der Riemengetriebe 43, 44 gedreht und dadurch das Gewebe weiterbewegt, wobei sich nunmehr der Stickereirand 34 gegen die Zungen 35 des Führungskopfes 28 anlegt und diesen entsprechend seinen Ausbogüngen, beispielsweise beim Auswärtsschneiden, nach rückwärts und seitlich verschiebt, wodurch im letzteren Falle mittels des Doppelhebels 55 die Kupplung 56 gelöst wird und die Rollen 41, 42 während der Zeit des Auswärtsschneidens infolge geringeren Andrückens der Kupplung 56 langsamer laufen oder ganz ausgeschaltet werden und dadurch ein zu rasches Fördern des abgetrennten Gewebes 33 vermieden ist. Kommt nun das Schneidmesser 1 in die einwärts führende Schneidlage, so hört natürlich in diesem Falle der Druck des' Stickereirandes 34 gegen den Führungskopf 28 sofort auf, und der Führungskopf 28 mit Messer 1 wird unter Vermittlung der Schraubenfeder 64 nach vorn gezogen und gleichzeitig durch die Schraubenfeder 58 die Kupplung 56 wieder angedrückt, so daß auch wieder ein rascheres Fördern des abgetrennten Gewebes 33 erfolgt. Dieser Vorgang wiederholt sich fortwährend, entsprechend der Anzahl der Ausbogüngen, und ist damit ein sicheres und sauberes Abschneiden des unbestickten Gewebes von Stickereien ermöglicht. Nach der weiteren Ausführungsform (Fig. 7 bis 11 und 15 bis 17) besteht die Abänderung der Maschine im wesentlichen darin, daß das Schneidmesser nicht nur verschieb- und schwingbar, sondern auch um seine Schneide drehbar ist. Der Antrieb der Förderrollen 39, 40 bzw. 41, 42, die in diesem Falle unter spitzem Winkel zur Schneide des Messers gelagert sind, ist der gleiche wie bei der ersten Ausführungsform, auch die Auf- und Abwärtsbewegung des Messers 1 erfolgt durch die gleichen Antriebsmittel, wobei hier der von der Hülse 10 getragene Bügel 9 eine Muffe 69 erfaßt, die auf einer Hülse 70 drehbar sitzt, welche ihrerseits auf einer in einem Bügel 71 des Auslegerteiles 3 gelagerten Drehachse 72 verschiebbar, d. h. mittels des Hubgestänges auf und ab bewegbar gelagert ist. Die Drehachse 72 ist hierbei derart unterhalb des Schneidmessers 1 im Bügel 71 gelagert, daß ihre Mittellinie mit der Schneidkante in eine senkrechte Linie zu liegen kommt, wodurch eine Drehung des Messers um seine Schneidkante ermöglicht ist. Die Muffe 69 wird hierbei einerseits durch einen Stellring 73, andererseits durch einen das Messer ι mit Bügel 2 tragenden und mit der Hülse 70 verschraubten Tragbügel 74 in ihrer Lage gesichert. Der in der Nähe des Auflegetisches 25 angeordnete Führungskopf 28 ist mittels seines abwärts geführten Tragarmes 29 mit dem oberen Ende der Drehachse 72 verschraubt, so daß durch einen geringen Druck gegen die hintere Kante der etwas abgerundeten Führungsfläcben des Führungskopfes 28 dieser unter Vermittlung der Achse 72 etwas gedreht und dabei auch mittels eines am
Arm 29 befestigten, sich gegen den Tragbügel 74 des Messers legenden federnden Gleitschuhes 75 der Bügel 74 und dadurch auch das Messer 1 mit gedreht wird. Durch eine Schraubenfeder 76 wird dann beim Aufhören des Druckes gegen den Führungskopf 28 dieser sowie auch das Messer 1 infolge Anlegen des Armes 29 gegen den Bügel 2 zurückbewegt (Fig. 15 bis 17). Der Bügel 71 des Auslegerteiles 3 trägt einen abwärts gebogenen Winkelarm 77, der sich mit einem Anschlag 78 gegen einen senkrecht geführten Hebel 79 legt (Fig. 7), der an seinem unteren Ende in einem Lager 80 drehbar ruht, das seinerseits an einer am Auslegerteil 4 befestigten Führungsstange 81 in der Höhe verstellbar festgeschraubt ist, während es andererseits eine Spannbacke 82 trägt, die ein endloses Riemenband 83 untergreift, und eine am Hebel 79 gelagerte Spannbacke 84 das Riemenband 83 an der gleichen Stelle übergreift, so daß durch einen gegen den Führungskopf 28 j ausgeübten Druck unter Vermittlung des I Winkelarmes 77 auch der Hebel 79 etwas nach rechts gedreht wird und dadurch den Spannbacken 84 gegen den Spannbacken 82 führt, wodurch der Riemen 83 zwischen den Spannbacken 82, 84 festgeklemmt wird, und da sich dieser bei Betrieb der Maschine in der Pfeilrichtung in Bewegung befindet, so wird der Ausleger 3, 4 um ein am Ständer 27 des Tisches 25 festgeschraubtes Lager 85 so lange nach rückwärts ausgeschwungen, bis der aufsteigende Stickereirand 34 abgeschnitten und der Druck gegen den Führungskopf 28 aufhört (Fig. 7 bis 9). Durch eine Schraubenfeder 86 wird beim Aufhören des Druckes gegen den Führungskopf 28 der Hebel 79 und damit der Auslegerteil 3 nebst Messer 1 und Führungskopf 28 zurückbewegt und auch gleichzeitig die Spannbacken 82, 84 wieder gelöst, während durch eine weitere Schraubenfeder 87 der Auslegerteil 4 in die Ruhelage zurückgezogen wird. Die Bewegungen beider Auslegerteile 3, 4 können durch Stellschrauben 88, 89 geregelt werden. Das endlose Riemenband 83 wird durch eine mit dem Antriebsvorgelege auf Mitnahme kuppelbare Welle 90 in langsame Bewegung versetzt (Fig. 9). Bei dieser Ausführung erscheint es auch zweckmäßig, bei beiden Förderrollenpaaren 39, 40 bzw. 41, 42 Reibungskupplungen vorzusehen, und eignet sich diese Einrichtung für besonders tiefe Ausbogungen. Die abzuschneidenden Stickereien werden zweckmäßig vor dem Schneidmesser 1 und ihrem Eintritt in die Förderrollen 39, 40 bzw. 41, 42 durch ein auf dem Tisch angeordnetes Streifblech, Bürste o. dgl. geordnet.
Das Einspannen der Stickerei zwecks Abtrennens des unbestickten Gewebes geschieht in der gleichen Weise wie bei der ersten Ausrührungsform, auch erfolgt der Antrieb des Messers 1 und der Förderrollen 39, 40 bzw. 41, 42 in der gleichen Weise, während die Wirkungsweise des Messers beim Schneiden insofern eine vorteilhaftere ist, als dadurch auch sehr tiefe Ausbogungen ausgeschnitten werden können, wobei beim Auswärtsschneiden des Stickereirandes 34 (Fig. 10 und 11) durch den sich gegen den Führungskopf 28 infolge Anziehens der Förderrollen 39, 40 anlegenden Stickereirand 34 ein Druck gegen die hintere Kante des Führungskopfes ausgeübt wird, wodurch dieser und damit auch das Messer 1 um die Drehachse 72 nach rechts gedreht und gleichzeitig unter Vermittlung des Winkelarmes jy und des Hebels 79 die Spannbacken 82, 84 geschlossen werden, so daß dadurch der Ausleger 3, 4 in der Richtung des Pfeiles von dem Riemen 83 so lange mitgenommen wird, bis das Messer 1 am ansteigenden Stickereirand vorbeibewegt ist und alsdann der Druck des Stickereirandes 34 gegen den Führungskopf 28 aufhört und alle beweglichen Teile durch ihre zugehörigen Schraubenfedern in ihre frühere Lage zurückgeführt werden. Da beim Gerade- und Einwärtsschneiden ein Druck des Stickereirandes gegen den Führungskopf 28 nicht ausgeübt werden kann, so wird er während dieses Schneidvorganges in seiner Ruhe-, lage verbleiben. Die mit den Förderrollen 39 bzw. 41 zusammenwirkenden Reibungskupplungen werden hierbei im Bedarfsfalle ebenfalls durch geeignet angeordnete, von dem Ausleger 3,4 bewegte Hebel ausgeschaltet, um beispielsweise beim Auswärtsschneiden die Vorwärtsbewegung der Stickerei 34 und des abgetrennten Gewebes 33 zu unterbrechen. Durch diese Ausführungsform der Schneidmesserführung ist es daher möglich, kleine und auch sehr tiefe Stickereiausbogungen abschneiden zu können, während mit der ersten Ausführungsform alle vorwiegend weniger tiefen, mehr ovalen Ausbogungen abgeschnitten werden können.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Maschine zum Abschneiden der unbestickten Kante von Stickereien, dadurch gekennzeichnet, daß das senkrecht zum Gewebe geführte Schneidmesser (1) von einem mit seiner lotrechten Kante an den Stickereirand stoßenden, in bekannter Weise verschiebbar und schwingbar gelagerten Führungskopf (28) an seiner in dieser Kante liegenden Schneide teilweise umfaßt wird, so daß Messer und Führungskopf durch den am letzteren vorbeibewegten Stickereirand eines mittels recht- oder spitzwinkelig zur Schneide des Messers angeordneter Förderrollenpaare (39/40 und 41, 42) zugeführten Gewebes nicht nur wagerecht in der Schneidrichtung verschoben, sondern auch seitlich ausgeschwungen werden können.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiteilige Ausleger. (3, 4) unter Vermittlung von Hebeln (53. 54. 55) mit einer an der unteren Rolle (41) des hinteren Förderrollenpaares angeordneten und mit diesen zusammenwirkenden Reibungskupplung (56) derart in Verbindung steht, daß beim Auswärtsschneiden der Ausbogungen und dabei erfolgtem Andrücken des Stickereirandes gegen den Führungskopf (28) der Ausleger seitlich ausgeschwungen wird und mittels eines Doppelhebels (55) die Reibungskupplung (56) gelöst wird, so daß die Förderung des unbestickten Gewebes so lange unterbrochen wird, bis das Schneidmesser (1) den auswärts führenden Stickereirand verläßt bzw. der Führungskopf (28) vom Stickereirand freigegeben wird.
  3. 3. Maschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidmesser (1) mit dem Führungskopf (28) auf dem zweiteiligen Ausleger (3, 4) nicht nur wagerecht verschiebbar und schwingbar, sondern auch um eine senkrecht unter der Schneide des Messers in einem Bügel gelagerte Achse (72) drehbar ist und der vordere Auslegerteil (3) unter Vermittlung von Hebeln auf Spannbacken (82, 84) wirkt, die einem in Bewegung befindlichen endlosen Riemen (83) derart gegenüberstehen, daß beim Auswärtsschneiden der zugeführten Stickerei durch das Andrücken des Stickereirandes gegen den Führungskopf einerseits dieser und damit das Messer zum leichteren Auswärtsschneiden entsprechend gedreht werden, während andererseits dadurch gleichzeitig der vordere Auslegerteil (3) etwas nach außen geschwungen und mittels der Hebel die Spannbacken (82, 84) gegen den Riemen (83) gedrückt werden, so daß durch diesen der zweiteilige Ausleger mit dem Messer so weit wagerecht nach rückwärts bewegt wird, bis das Auswärtsschneiden beendet ist, d.h. der Stikkereirand den Führungskopf wieder freigibt.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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