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DE1116662B - Verfahren zur Herstellung von Acylmanganpentacarbonylverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acylmanganpentacarbonylverbindungen

Info

Publication number
DE1116662B
DE1116662B DEE19551A DEE0019551A DE1116662B DE 1116662 B DE1116662 B DE 1116662B DE E19551 A DEE19551 A DE E19551A DE E0019551 A DEE0019551 A DE E0019551A DE 1116662 B DE1116662 B DE 1116662B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
manganese pentacarbonyl
manganese
parts
pentacarbonyl
acyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE19551A
Other languages
English (en)
Inventor
Rex Dewayne Closson
Thomas Hunter Coffield
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ethyl Corp
Original Assignee
Ethyl Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ethyl Corp filed Critical Ethyl Corp
Publication of DE1116662B publication Critical patent/DE1116662B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F13/00Compounds containing elements of Groups 7 or 17 of the Periodic Table
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • C10L1/30Organic compounds compounds not mentioned before (complexes)

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Acyjmanganpentacarbonylverbindungen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von organischen Mangancarbonylverbindungen, in denen das Mangan an einen Acylrest und mehrere Carbonylgruppen gebunden ist.
  • Diese Verbindungen werden dadurch erhalten, daß man a) eine Alkalimetall-Manganpentacarbonyl-Verbindung, in der das Alkalimetall Li, Na, K, Rb, Cs oder Fr sein kann, mit einem Acylierungsmittel, z. B. einem Säurehalogenid oder Säureanhydrid, - umsetzt, oder daß man b) eine Kohlenwasserstoff-Manganpentacarbonyl-Verbindung unter Druck mit Kohlenmonoxyd behandelt.
  • Die erfindungsgemäß herstellbaren Acylmanganpentacarbonylverbindungen haben die allgemeine Formel R CO Mn (CO)6 in der R einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis etwa 17 C-Atomen darstellt und ein gesättigter oder ungesättigter aliphatischer Kohlenwasserstoffrest sein kann, der gegebenenfalls durch einen Arylrest substituiert ist, oder ein Arylrest, der gegebenenfalls durch Alkylreste substituiert ist. Beispiele sind Acetyl-, Benzoyl-, p-Allylbenzoyl-, 3-Butenoyl- und Stearoylmanganpentacarbonyl. Auch Verbindungen, in denen der Kohlenwasserstoffrest durch nichtreaktionsfähige Reste substituiert ist, die keine Kohlenwasserstoffreste sind, liegen im Rahmen der Erfindung.
  • Die erfindungsgemäß als Ausgangsstoffe verwendeten Alkalimetall-Manganpentacarbonyle werden durch Umsetzung eines Alkalimetalls mit Dimangandecacarbonyl in Äther als Lösungsmittel hergestellt.
  • Die Umsetzung zwischen dem Alkalimetall-Manganpentacarbonyl und dem Acylierungsmittel erfolgt zweckmäßig ebenfalls in einem Äther als Lösungsmittel, so daß man das Alkalimetall-Manganpentacarbonyl ohne vorherige Isolierung verwenden kann.
  • Hohe Ausbeuten an Acylmanganpentacarbonylverbindung werden insbesondere dann erhalten, wenn der als Lösungsmittel verwendete Äther einen Siedepunkt oberhalb 25 C hat. Ferner ergab sich, daß ringförmige Äther, wie Tetrahydrofuran und Dioxan, zu ausgezeichneten Ausbeuten an Acylmanganpentacarbonylverbindungen führen und daher als Lösungsmittel bevorzugt werden. Als Ätherlösungsmittel können verwendet werden: Äthylbutyläther, Dibutyläther, Iscbutylisopropyläther, Methylneopentyläther, der Diäthyl- und Dibutyläther von Diäthylenglykol, Tetrahydrofuran, 1,4-Dioxan, 1,3-Dioxan, substituierte Dioxane u. dgl. Im allgemeinen ist ein gesättigter, organischer Äther geeignet, der frei von anderen reaktionsfähigen Gruppen ist, keinen aktiven Wasserstoff besitzt und mindestens 4 C-Atome enthält. Äther mit 4 bis etwa 12 C-Atomen sind am geeignetsten. Diese können auch mehrere C-O-C-Bindungen enthalten.
  • Als Acylierungsmittel werden, wie erwähnt, Säurehalogenide oder Säureanhydride verwendet, z. E.
  • Acetylchlorid, Propionylchlorid, Isobubutyrylchlorid, Stearoylchlorid, Pelargonyljodid, Essigsäureanhydrid, Buttersäureanhydrid, Benzoesäureanhydrid, 3,3;Die methylbutyrylchlorid und jB(p-Butylphenyl)-essigsäureanhydrid.
  • Die Umsetzung wird je nach Art der verwendeten Reaktionsteilnehmer bei Temperaturen zwischen etwa 20 und 100"C durchgeführt, wobei die obere Grenze vom Siedepunkt des Lösungsmittels abhängt. Die Reaktion tritt oft schon bei Raumtemperatur nach dem Mischen der Reaktionsteilnehmer ein. Werden jedoch weniger reaktionsfähige organische Verbindungen mit hohem Molekulargewicht als Reaktionsteilnehmer eingesetzt, so ist es zweckmäßig, die Umsetzung bei höherer Temperatur bis zur Rückflußtemperatur des Äthers durchzuführen. Reaktionszeiten von einer Stunde können zwar angewendet werden, sind im allgemeinen jedoch nicht erforderlich. DieReaktionszeit hängt von der Aktivität der Reaktionsteilnehmer und der angewandten Temperatur ab.
  • Die Herstellung der Acylmanganpentacarbonyle durch Carbonylierung von Kohlenwasserstoff-Manganpentacarbonylen erfolgt bei Drücken von etwa 3,5 bis 140 kg/cm2 bei Temperaturen von etwa 20 bis 200"C ebenfalls in einem Äther als Lösungsmittel.
  • Vorzugsweise arbeitet man bei Drücken von 17,5 bis 140 kg/cm2 und Temperaturen von 25 bis 100"C. Die Reaktionszeit beträgt 1 bis etwa 48 Stunden und hängt bis zu einem bestimmten Grad vom Kohlenmonoxyddruck ab. Bei höheren Drücken ergeben bereits kurze Reaktionszeiten ausgezeichnete Ausbeuten an Acylmanganpentacarbonylen.
  • Ist das Reaktionsprodukt ein kristalliner Stoff, so ist es im allgemeinen wasserunlöslich und kann daher durch Verdünnen des Äthers mit Wasser und zweckmäßig einfaches Filtrieren vom Reaktionsgemisch getrennt werden. Die weitere Reinigung kann durch Sublimation oder Kristallisation erfolgen. Ist das Reaktionsprodukt eine Flüssigkeit, so wird es zweckmäßig durch fraktionierte Kristallisation abgetrennt.
  • Die erfindungsgemäß erhältlichen Acylmanganpentacarbonyle stellen wirksame Antiklopfmittel in Benzin für Verbrennungsmotoren mit Funkenzündung dar. Ferner sind sie selbst wirksame Acylierungsmittel.
  • Ihre Umsetzung mit Brom ergibt Brommanganpentacarbonyl, das auch bei direkter Bromierung von Dimangandecacarbonyl entsteht.
  • Die folgenden Beispiele, in denen die Teile, falls nicht anders angegeben, Gewichtsteile darstellen, erläutern das erfindungsgemäße Verfahren: Beispiel 1 Aus 12 Teilen Dimangandecacarbonyl Mn2(CO)1O wurde durch Umsetzen mit 200 Teilen 1 0/0im Natriumamalgam in 133 Teilen Tetradydrofuran Natriummanganpentacarbonyl hergestellt. Die klare, bernsteinfarbene Lösung wurde abdekantiert, und ihr wurden 9,0 Teile Benzoylchlorid zugefügt. Es entstand eine rote Färbung, wobei Natriumchlorid ausfiel. Nach einer halben Stunde wurde die Lösung in Eiswasser gegossen und der entstandene gelbe Feststoff abfiltriert und trockengepreßt. Er lieferte 16,5 Teile Benzoylmanganpentacarbonyl vom Schmelzpunkt 88 bis 91"C. Ein geringer Teil dieses Stoffes ergab, aus Benzol-Petroläther im Verhältnis 1: 3 umkristallisiert, schwachgelbe Platten, die unter Gasentwicklung bei 95 bis 96° C schmolzen. Das Infrarotspektrum und die Elementaranalyse bewiesen die Annahme, daß es sich bei der erhaltenen Verbindung um Benzoylmanganpentacarbonyl der Formel C6H5CO Mn(CO)6 handelt. Die Analyse ergab: C 48,2 0/o; H 2,03 01o; Mn l8,3o/o.
  • Beispiel 2 Nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren wurde das Natriumsalz von 4,1 Teilen Dimangandecacarbonyl mit 3 Teilen Acetylchlorid unter Bildung von 3,5 Teilen eines schwachgelben, festen, zwischen 43 und 48"C schmelzenden Stoffes umgesetzt, der durch nachfolgende Sublimation gereinigt wurde. Man erhielt 2,6 Teile (51 °/Oige Ausbeute) reines Acetylmanganpentacarbonyl, das bei 54 bis 56"C schmolz. Die Analyse ergab 35,2 01o Kohlenstoff, 1,28 0/o Wasserstoff und 23,10/, Mangan. Dies entspricht sehr gut den berech- neten Werten von 35,32 0/o Kohlenstoff, 1,27 °/o Wasserstoff und 23,17 °/o Mangan für die Formel CH3COMn (CO)s.
  • Beispiel 3 Nach dem im Beispiel 2 beschriebenen Verfahren wurde das Natriumsalz von 12 Teilen Dimangandecacarbonyl mit 6,1 Teilen Propionylchlorid unter Bildung von 7,5 Teilen Propionylmanganpentacarbonyl umgesetzt. Das Produkt hatte einen Schmelzpunkt von 56 bis 57"C und enthielt 38,3 0/o Kohlenstoff, 2,2 0/o Wasserstoff und 22,2 01o Mangan.
  • Beispiel 4 Nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren wurde Isobutyrylmanganpentacarbonyl aus Isobutyrylchlorid und Natriummanganpentacarbonyl hergestellt.
  • Bezogen auf das eingesetzte Dimangandecacarbonyl wurde das Produkt in 850/,iger Ausbeute erhalten; Schmelzpunkt 58 bis 600 C. Die Analyse ergab 40,9 01o Kohlenstoff, 2,66 °/o Wasserstoff und 20,9 °/o Mangan.
  • Beispiel 5 Durch Umsetzung von 20 Teilen Dimangandecacarbonyl und 500 Teilen eines 1 °/Oigen Kaliumamalgams unter Verwendung von 800 Teilen Dioxan als Lösungsmittel wurde eine Lösung von Kaliummanganpentacarbonyl hergestellt. Der Dioxanlösung wurde Stearoylchlorid (38 Teile) zugefügt und das Reaktionsgemisch 15 Minuten unter langsamem Erhitzen auf etwa 85"C gerührt. Das Dioxan wurde dann bei vermindertem Druck abdestilliert. Bei weiterer Destillation erhielt man Stearoylmanganpentacarbonyl, einen halbfesten Stoff, in guter Ausbeute.
  • Beispiel 6 Eine Lithiumdispersion aus 7 Teilen Lithiummetall und 21 Teilen eines Mineralöls wurde mit 190 Teilen Manganpentacarbonyl in 1400 Teilen Dibutyläther umgesetzt. Der erhaltenen Lösung wurden 105 Teile Essigsäureanhydrid zugefügt. Aus dem Reaktionsgemisch erhielt man Acetylmanganpentacarbonyl in hoher Ausbeute.
  • Beispiel 7 Methylmanganpentacarbonyl (20,5 Teile) wurde in 530 Teilen wasserfreiem Diäthyläther gelöst. Die erhaltene Lösung wurde in ein Druckgefäß gegeben, das mit Heiz- und Kühlvorrichtungen, Vorrichtungen zum Messen der Temperatur, einem Druckmeßgerät, Vorrichtungen zum Ein- und Abführen von Gasen und Vorrichtungen zum Rühren versehen war. Der Druck im Kessel wurde mit Kohlenmonoxyd auf 35 kg/cm2 gebracht und bei Raumtemperatur unter Rühren 48 Stunden beibehalten. Das Druckgefäß wurde dann entspannt und geleert. Nach dem Abdampfen des Äthers wurden 17,5 Teile Produkt erhalten. Dieser Stoff wurde sublimiert und ergab in 55 obiger Ausbeute Acetylmanganpentacarbonyl mit einem Schmelzpunkt von 56 bis 58"C. Durch Infrarotanalyse und Mischschmelzpunkt wurde nachgewiesen, daß dieser Stoff mit dem nach Beispiel 2 hergestellten identisch war.
  • Beispiel 8 Benzylmanganpentacarbonyl (4 Teile) wurde in 60 Teilen Dibutyläther gelöst und die Lösung in das gleiche Druckgefäß, wie oben beschrieben, gebraucht.
  • Mit Kohlenmonoxyd wurde dann ein Druck von 140 kg/cm2 erzeugt und der Kessel unter Rühren auf 2000 C erhitzt. Temperatur und Druck wurden 1 Stunde lang beibehalten. 30 Minuten später wurde der Kessel gekühlt, entspannt und sein Inhalt entfernt. Es wurde eine gute Ausbeute an Phenylacetylmanganpentacarbonyl erzielt.
  • Beispiel 9 Das im Beispiel 7 beschriebene Verfahren wurde wiederholt, wobei eine Reaktionstemperatur von 1000 C und ein Kohlenmonoxyddruck von 17,5 kg/cm2 angewandt wurden. Man erhielt eine gute Ausbeute an Acetylmanganpentacarbonyl.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Acylmanganpentacarbonylverbindungen, dadurch gekeimzeich- net, daß man a) eine Alkalimetall-Manganpentacarbonyl-Verbindung mit einem Acylierungsmittel behandelt, das mit der Alkalimetall-Manganpentacarbonyl-Verbindung unter Bildung eines Acylmanganpentacarbonyls und eines Alkalimetallsalzes reagiert, oder daß man b) ein Kohlenwasserstoff-Manganpentacarbonyl unter Druck mit Kohlenmonoxyd behandelt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung nach a) mit dem Acylierungsmittel zwischen etwa 20 und 1000 C durchführt, wobei die Reaktionstemperatur unterhalb des Siedepunkts des Ätherlösungsmittels liegt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung nach b) mit dem Kohlenmonoxyd bei einem Druck von etwa 17,5 bis 140 kg/cm2 und einer Temperatur von etwa 25 bis 100"C durchführt.
DEE19551A 1957-03-13 1958-03-12 Verfahren zur Herstellung von Acylmanganpentacarbonylverbindungen Pending DE1116662B (de)

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